"Neue Rekruten mit total überzogenen Einkommensmöglichkeiten zu ködern schädigt sowohl die Einsteiger in solche Systeme als auch die fair agierende Konkurrenz," erklärt Raymond Pierce, geschäftsführender Wettbewerbskommissar. "Dieser Fall zeigt erneut, wie notwendig es ist, vor Dingen zu warnen, die zu gut aussehen um wahr zu sein."
Gemäß den kanadischen Wettbewerbsgesetzen ist es illegal, mit Einkommensmöglichkeiten von Multilevel-Marketing-Plänen zu werben, wenn nicht gleichzeitig das Durchschnittseinkommen der Teilnehmer veröffentlicht wird. Im Rahmen ihrer Rekrutierungsanstrengungen warben Lifestyles Canada und dessen Teilnehmer in den Jahren 1999 und 2000 auf Internet-Seiten, mit Telefon-Ansagen, in Werbematerialien und bei Veranstaltungen mit der Möglichkeit, durch den Multilevel-Marketing-Plan Hunderttausende oder gar Millionen Dollar zu verdienen, unterließen es aber, die durchschnittlichen Jahreseinkommen eines typischen Teilnehmers - zwischen 399 Dollar und 2.000 Dollar - anzugeben.
Zu gleichlautenden Vorwürfen bekannte sich Lifestyles Canada bereits im Jahr 1994 für schuldig, als es als erstes Unternehmen überhaupt verfolgt wurde, weil es mit seinem Multilevel-Marketing-Plan gegen das gerade verschärfte Wettbewerbsrecht verstieß. Lifestyles Canada Inc. vertreibt Pflanzenextrakte, Vitamine, Körperpflegeprodukte, Haushaltsreiniger und Diätprodukte. Neben Lifestyles Canada verurteilte das Gericht auch zwei MLM-Teilnehmer, Pat Ashby und Joseph Lau, gegen zwei weitere wird das Urteil in naher Zukunft verkündet.