Laut einem Artikel des 'San Franzisco Chronicle' von 22. November 2002
sprach ein Gericht
einer ehemaligen Verkäuferin mehr als 11 Millionen Dollar zu.
Claudine Woolf aus Walnut Creek war eine Spitzenverkäuferin bei Mary Key. Sie war Teamleiterin in Contra Costa und erhielt von dem Kosmetik- Unternehmen als Belohnung für die überragende Verkaufsleistung ihres 50-köpfigen Teams einen kirschroten Pontiac Grand Am.
Im März 1997 wurde Frau Woolf schwanger und zwei Wochen später wurde bei ihr bösartiger Brustkrebs diagnostiziert. Die Ärzte drängten sie zu einer Abtreibung, da der Stress der dringend notwendigen Operation und die postoperativen Chemotherapien das Kind schädigen oder töten könnten. Aber das Ehepaar Woolf entschied sich gegen den Rat der Ärzte für das Kind.
Durch den Eingriff und die nachfolgende Chemotherapie wurde es für Frau Woolf immer schwerer zu arbeiten, und die Umsätze des Teams gingen zurück. Sie bat das Unternehmen, ihre Verkaufsvorgabe von 8.000 Dollar pro Monat krankheitsbedingt zu reduzieren, was durch das Unternehmen abgelehnt wurde, und während sie im Haus ihrer Eltern in Pleasant Hill bettlägerig war, schickte das Unternehmen einen Abschleppwagen, um das Fahrzeug zurückzuholen.
Im Dezember, zwei Monate nach der vorzeitigen Geburt ihres Sohnes teilte Mary Kay in einem Schreiben mit, dass Frau Woolf ihren Job verlieren würde, wenn sie in diesem Monat ihre Verkaufsvorgabe nicht erreichen würde.
Da sie wegen der Krankheit immer noch nicht arbeitsfähig war, sah sie keine Alternative und nahm sich einen Rechtsanwalt. Die in Contra Costa erhobene Klage wurde nach Dallas verwiesen, wo Mary Kay seinen Firmensitz hat. Vor Gericht behauptete das Unternehmen, dass
Das Unternehmen bestand weiterhin darauf, Woolf sei unabhängige Kosmetikberaterin gewesen und keine Angestellte des Unternehmens, deshalb greife der Vorwurf unrechtmäßiger Kündigung nicht.
Das Gericht war da anderer Ansicht und befand, dass bei Diskriminierung wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen unabhängigen Submittenten die gleichen Rechtsansprüche zustehen wie Angestellten des Unternehmens.
10 Millionen dieses Jury- Urteils sind als Strafe für das Kosmetik- Unternehmen (Umsatz eine Milliarde) anzusehen.
"Mein Gesundheitszustand ist inzwischen OK und ich habe einen wunderschönen Sohn. Wenn dieses Urteil Bestand hat, könnte das hunderttausenden von Verkäufern zu neuen Rechten verhelfen. Das wäre ein großer Sieg für kranke Menschen."
Bericht
des San Francisco Chronicle
Dokument
erstellt: 23.12.2002