Generalstaatsanwalt warnt Verbraucher vor betrügerischem "Gifting Circle"
27. März 2002
Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer teilte heute mit, dass 12 Frauen aus North County beträchtliche Geldstrafen für ihre Rolle als Organisatorinnen eines illegalen Pyramidensystems zahlten.
Nachdem er zahlreiche Anrufe zu diesem System erhielt, leitete der Generalstaatsanwalt Ende des Jahres 2000 gegen das "Women's Gifting Circle" oder auch "Women's Gifting Tree" genannte Pyramidensystem Ermittlungen ein. Die meisten Anrufe kamen von besorgten Frauen, die erhebliche Geldbeträge durch dieses System verloren hatten.
Oberflächlich gesehen gab sich "Women's Gifting Circle" (WGC) den Anschein, eine Organisation zu sein, durch die Frauen andere bedürftige Frauen unterstützen konnten. Sowohl im gedruckten Werbematerial als auch durch die Fürsprecherinnen wurde den Frauen WGC als eine Möglichkeit beschrieben, ihre finanziellen Ressourcen zu bündeln, um den Wohlstand der Nation zur Stärkung der Frauen umzuverteilen.
"Pyramidensystemen ist der Zusammenbruch unter ihrem Eigengewicht vorherbestimmt, ebenso wie die Tatsache, dass sie einige wenige Gewinner und viele, viele Verlierer hinterlassen," sagt Spitzer. "Dieses System war besonders beunruhigend, weil es genau die Menschen schädigte, denen es angeblich doch helfen sollte - arbeitenden Frauen."
Die Struktur von WGC entsprach einem typischen Pyramidensystem und nutzte eine Baumstruktur, um seine drei Level darzustellen. Der unterste Level bestand aus neun Frauen, die alle 1.000 Dollar zahlten, um "Blätter" zu werden. Der mittlere Level bestand aus 3 Frauen, die als "Äste" bezeichnet wurden. Den obersten Level, "Stamm" genannt, stellte eine Frau dar, die jene 1.000 Dollar aller neun "Blätter" erhielt.
Wenn jeder "Ast" drei neue "Blätter" fand, die bereit waren, 1.000 Dollar zu zahlen, dann teilte sich der Baum in drei neue Bäume, die "Blätter" wurden zu neuen "Ästen", die neue Teilnehmerinnen als "Blätter" rekrutieren mussten, damit sich das Pyramidensystem fortsetzen konnte.
"Aber wie bei allen Pyramidensystem, dauerte es nicht lange, bis der Nachschub neuer Teilnehmerinnen ins Stocken geriet," erklärt Spitzer. "Und als dies passierte, verloren viele Frauen durch den Fall des Baums ihre Investitionen."
Die Ermittlungen des Generalstaatsanwaltes ergaben, dass WGC in North County Ende Juli 2000 durch Jennifer Borzirelli Ledger aus Lake Placid gestartet wurde. Sie hatte zuvor schon an einem vergleichbaren System in Colorado teilgenommen. Ledger bewarb dann WGC im Kreise ihrer Freunde und Bekannten. Im August 2000 hatte die Teilnahme in Lake Placid schon dramatisch zugenommen und WGC sprang schnell nach Saranac Lake und Tupper Lake über.
Die neuen Investitionen in das Pyramidensystem waren aber schnell rückläufig, nachdem lokale Zeitungen Ende Oktober 2000 darüber berichteten, dass der Generalstaatsanwalt von einer Teilnahme an WGC wegen Illegalität abriet.
Nachfolgende Personen haben jeweils einem Vergleich mit dem Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer und der Zahlung der aufgelisteten Geldstrafen zugestimmt:
Eileen Beglin, Lake Placid, NY, 7.000 Dollar,
Mary Blair, Lake Placid, NY, 4.500 Dollar,
Mary Ellen Decker, Saranac Lake, NY, 8.000 Dollar,
Susan P. Dwyer, Saranac Lake, NY, 1.000 Dollar,
Lisa G. Grigoriadis, Lake Placid, NY, 9.000 Dollar,
Joanne Hesseltine, Saranac Lake, NY, 8.000 Dollar,
Elizabeth Hudak, Lake Placid, NY, 13.500 Dollar,
Holly Kostoss, Ausable Forks, NY, 6.000 Dollar,
Jennifer Borzilleri Ledger, Lake Placid, NY, 20.000 Dollar,
Colleen Locke, Lake Placid, NY, 9.500 Dollar,
Candy Merit, Lake Placid, NY, 4.000 Dollar,
Kerry Raferty, Lake Placid, NY, 7.500 Dollar.
Pyramiden- oder Schneeballsysteme sind in New York seit den frühen 1970er Jahren illegal und eine Teilnahme steht sowohl zivil- als auch strafrechtlich unter Strafandrohung. Darüber hinaus erwarten WGC-Teilnehmer erhebliche Konventionalstrafen, Zinsforderungen und möglicherweise weitere Strafen, wenn sie die durch die Teilnahme an WGC oder anderen Pyramidensystemen erzielten Gewinne nicht in ihrer Steuererklärung deklarierten.
Dieser Fall wurde vom Vertreter des Generalstaatsanwaltes,
Glen Michaals und durch Senior Investigator John Phillips aus dem
Regionsbüro Plattburgh bearbeitet.
Pressemitteilung
des Büros des Generalstaatsanwaltes von New York (englisch)