TG-1 * Transgallaxys Forum 1

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 31 
 on: July 29, 2015, 01:24:15 PM 
Started by Zollstein - Last post by Krant
So ist es.

 32 
 on: July 27, 2015, 05:03:45 PM 
Started by Skafanter - Last post by Skafanter
Das liest sich wie ein offener Brief und hört sich an wie ein Miau im Kohlenkeller. "Keine Vernunft. Nirgends." Da kann ich dem Herrn zustimmen. Zumindest, was ihn betrifft.

Das hat er geschrieben:

http://www.laborjournal.de/essays2015/e15_01.lasso

[*quote*]
Jetzt mal ehrlich
Keine Vernunft. Nirgends.
Die systematische Selbsttäuschung beim Thema Gentechnik
Von Ralph Bock, Golm/Potsdam

Beim Thema Gentechnik werden systematische Selbsttäuschung, Scheinheiligkeit und Verlogenheit in Politik und Öffentlichkeit zur Gewohnheit. Dabei wissen offenbar die wenigsten, was ein gentechnikfreies Deutschland für uns tatsächlich bedeuten würde.

Essays

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, zum Thema „Grüne Gentechnik“ bis auf weiteres nichts mehr zu schreiben. Vor gut zwei Jahren hatte ich im Auftrag der Nationalen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) in einer Expertengruppe des Verbandes der Europäischen Wissenschaftsakademien (European Academies Science Advisory Council, EASAC) alles zusammengetragen, was sich zum Thema aus wissenschaftlicher Sicht sagen lässt. Der Auftrag der Akademien an die Arbeitsgruppe war dabei klar definiert: streng wissenschaftliche Analyse des Status quo und des Potentials neuer Züchtungsverfahren in der Landwirtschaft zur Sicherung der Welternährung. Beleuchtet werden sollten nicht nur Anwendungen der konventionellen grünen Gentechnik sondern auch neuartige Technologien, wie etwa die inzwischen als revolutionär gepriesenen „Genome Editing“-Technologien (CRISPR/Cas, TALENs, Zinkfinger-Nukleasen, Oligonukleotid-gesteuerte Mutagenese, etc.). Eingang in das Abschlussdokument der Arbeitsgruppe sollten nur wissenschaftlich belegbare Tatsachen und Fakten finden, keine statistisch fragwürdigen Studien, Mutmaßungen, polemische Argumente oder Glaubensbekenntnisse. Entstanden ist ein von allen Akademien getragenes Dokument unter dem Titel „Planting the future: opportunities and challenges for using crop genetic improvement technologies for sustainable agriculture“, das 2013 in Brüssel der EU-Kommission, europäischen Politikern und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt wurde – und das seither frei verfügbar ist (einschließlich einer Kurzzusammenfassung für Laien; www.easac.eu/home/reports-and-statements/detail-view/article/planting-the.html). Inzwischen verweise ich wissenshungrige Journalisten, Lehrer und Politiker gern auf diese bequeme Informationsquelle und erspare mir damit viele Interviews, Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen.

Als mich mein alter Doktorandenkollege aus Freiburg, inzwischen Chefredakteur des Laborjournals, freundlich aber mit einem gewissen Nachdruck einlud, einen Beitrag zur jährlichen Essayausgabe der Zeitschrift zu verfassen, kamen mir spontan dutzende mögliche Themen in den Sinn. Keines davon hatte etwas mit Gentechnik zu tun – spätestens seit 2013 war ich eigentlich der Meinung, zu diesem Thema alles gesagt zu haben, was ich sinnvollerweise zu Papier bringen kann. Dann aber, kurz bevor ich mich endlich auf ein Thema für meinen Laborjournal-Essay festlegen musste, überflog ich ein aktuelles Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion zum Thema Gentechnik (www.spdfraktion.de/sites/default/files/20150506_fraktions-position_gentechnik_3.pdf). Darin heißt es: „Die SPD-Bundestagsfraktion will […], dass der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen grundsätzlich und bundesweit verboten werden kann, und somit Äcker und Umwelt in Deutschland gentechnikfrei bleiben. […] Die Bundesregierung muss sich bereits beim EU-Zulassungsverfahren gegen die Zulassung aussprechen, um konsequent gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen einzutreten.“

Ich will an dieser Stelle keine wirkliche Überraschung über derartige Formulierungen vortäuschen und ich will hier auch keine Argumente für oder gegen die Nutzung der Gentechnik ins Feld führen. Selbstverständlich hat eine Gesellschaft das Recht, frei zu entscheiden, ob sie eine bestimmte Technologie nutzen will oder eben nicht. Ich will aber die mir vom Chefredakteur zur Verfügung gestellten 17.000 Druckzeichen (ohne Leerzeichen!) nutzen, um die systematische Selbsttäuschung, Scheinheiligkeit und Verlogenheit anzuprangern, die leider in unserer politischen Landschaft zur Gewohnheit zu werden scheint und für die der Umgang mit dem Thema „Gentechnik“ geradezu symptomatisch geworden ist.

Soviel vorab: Ich halte mich für einen Demokraten und habe persönlich überhaupt kein Problem damit, dass „Deutschland gentechnikfrei bleibt“ – wenn dies die Mehrheit seiner mündigen Bürger denn so will. Wir sollten aber offen und ehrlich aussprechen, was ein „gentechnikfreies“ Deutschland für uns tatsächlich bedeuten würde. Die Nahrungsmittelproduktion in Europa hängt bereits jetzt am Tropf der Produzenten gentechnisch veränderter Nahrungs- und Futtermittel in Lateinamerika, Nordamerika und anderswo. Unseren gigantischen Milch- und Fleischbedarf ohne Importe eiweißreicher Futtermittel, insbesondere gentechnisch optimierter Sojabohnen, decken zu können, ist schon vor längerer Zeit unmöglich geworden. Jährlich werden etwa 35 Millionen Tonnen Sojabohnen in die Europäische Union eingeführt – das entspricht ungefähr 65 kg pro EU-Bürger. Deutlich über 80 Prozent der Sojaproduktion basiert inzwischen auf gentechnisch veränderten Sorten, Tendenz weiter steigend. Da die Vorteile der gentechnisch verbesserten Sorten für die Bauern so überwältigend sind, sinkt die Bereitschaft, konventionelle Sorten anzubauen, immer weiter – und das, obwohl mit konventionellen Sojabohnen ein höherer Verkaufspreis erzielt werden kann. Wenn wir uns also für ein „gentechnikfreies Deutschland“ entscheiden, sollten wir es konsequent tun und auf gentechnische Nahrungs- und Futtermittel komplett verzichten. Vor allem sollten wir uns die Scheinheiligkeit ersparen, andere Länder diese Pflanzen für uns anbauen zu lassen, um sie dann möglichst heimlich nach Deutschland zu verschiffen, während wir uns selbst gleichzeitig öffentlichkeitswirksam zur „gentechnikfreien“ Zone erklären. Das ist nicht nur unmoralisch, sondern kommt auch einer modernen Form von Kolonialismus gleich. Ein zu hoher Preis, um eine Illusion aufrechtzuerhalten und eine ökologisch verbrämte Ideologie auch weiterhin gut verkaufen zu können. Aber irgendwie passend zur inzwischen in unserer Gesellschaft salonfähig gewordenen schizophrenen Entkopplung als problematisch empfundener Methoden von ihrem unbestreitbaren Nutzen: „Nein“ zu Tierversuchen, aber „Ja“ zu sicheren Medikamenten und unbedenklichen Kosmetika; „Nein“ zur Gewinnung von embryonalen Stammzellen, aber „Ja“ zur Forschung an importierten Stammzellen, ...

Die verlogene Ideologie setzt sich bei der Kennzeichnung gentechnisch hergestellter Produkte fort. Um es vorab ganz klar zu sagen: Ich bin für Wahlfreiheit und für konsequente Kennzeichnung aller Produkte. Dies hat sich aus meiner Sicht bei Bioprodukten hervorragend bewährt, im positiven wie im negativen Sinne. Wer „Bio“ bewusst kaufen will, erkennt es am großen Schriftzug auf der Verpackung und greift zu. Wer „Bio“ aktiv vermeiden will, sei es aus Angst vor Keimen und Mykotoxinen oder aufgrund der regelmäßigen schlechten Qualitätsbewertungen bei der Stiftung Warentest, muss nur nach Produkten schauen, auf die nicht in riesigen Lettern „Bio“ draufgedruckt ist. Genauso sollten alle Produkte gekennzeichnet sein, die mit Hilfe von Gentechnik hergestellt wurden.

Den von der Europäischen Union eingeführten willkürlichen Grenzwert für eine Kennzeichnungspflicht ab 0,9 Prozent gentechnisch veränderter Bestandteile lehne ich allerdings kategorisch ab, denn dafür gibt es keinerlei wissenschaftliche oder sonstige Rechtfertigung. Warum sollte ein Lebensmittel mit 0,8 Prozent gentechnischer Beimischung anders behandelt werden als ein Lebensmittel mit 1,0 Prozent gentechnischem Anteil? Ich plädiere für eine konsequente und ausnahmslose Kennzeichnung aller Produkte, die im Herstellungsprozess mit Gentechnik in Kontakt gekommen sind, mindestens aber aller Produkte, in denen die gentechnisch erzeugten Bestandteile nachweisbar sind – sei es DNA, Enzym oder Vitamin. Alles andere erfüllt meines Erachtens den Tatbestand der Verbrauchertäuschung, ist aber zugegebenermaßen sehr nützlich, um Feindbilder zu pflegen, Ängste zu schüren, Spenden einzutreiben und die Illusion aufrechtzuerhalten, dass wir uns „gentechnikfrei“ ernähren und unsere Politiker sich dafür heldenhaft engagieren.

Ich verstehe das Dilemma. Vollständige Kennzeichnung hieße schon heute Gentechnik-Aufdrucke überall im Regal: auf sehr vielen Lebensmitteln (vom Käse bis zur Wurst), auf nahezu allen Medikamenten – und auch unsere schönen, bunten Euro-Geldscheine würden einen Aufdruck tragen, der darauf hinweist, dass sie aus gentechnisch veränderter Baumwolle hergestellt wurden (hier ist die Wahlfreiheit zugegebenermaßen etwas schwieriger umzusetzen, aber Münzgeld wird meines Wissens momentan noch gentechnikfrei hergestellt und Kartenzahlung ist ja schließlich auch vielerorts möglich…). Willkommen in der Realität!

Ein Leben ohne Gentechnik auf dem Teller, im Arzneischrank, im Portemonnaie und im Kleiderschrank ist in Deutschland schon heute kaum mehr möglich – egal, ob wir es wollen oder nicht. Unser ungezügelter Fleischkonsum, unsere Abhängigkeit von Importen pflanzlicher Rohstoffe, der Preisdruck im Nahrungsmittelsektor und die Alternativlosigkeit der Gentechnik in Medizin und Pharmazie haben dafür gesorgt. Die Nostalgiker unter uns mögen das bedauern, aber es sollte uns nicht in eine bizarre Kultur der (Selbst)täuschung führen, die nur durch immer skurrilere Verschleierungstaktiken und immer dubiosere politische Winkelzüge bewahrt werden kann – und über die man sich im Ausland mit Recht verwundert die Augen reibt.

(Laborjournal-Leser, die ihre Meinung zur Kennzeichnung äußern und unseren Politikern einen kleinen Denkanstoß geben wollen, haben übrigens seit kurzem Gelegenheit dazu: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2015/_05/_06/Petition_58757.mitzeichnen.registrieren.html).

Ein Land, das aufgrund seiner Rohstoffarmut eigentlich technologie- und innovationsfreundlich sein müsste, hat in den letzten Jahrzehnten regelmäßig Schlüsseltechnologien verschlafen oder bewusst ungenutzt gelassen, von der Gentechnik bis hin zur Internet-Revolution. Seit wir 1984 die gentechnische Produktion von Humaninsulin aus Deutschland vertrieben haben, um das gleiche Insulin dann aus dem Ausland zu importieren, ist die Geschichte der Gentechnik in Deutschland eine tragische Geschichte aus bahnbrechenden wissenschaftlichen Entdeckungen einerseits und verpassten ökonomischen Chancen andererseits. Statt die Fehler der Vergangenheit zu analysieren und pragmatisch zu korrigieren, sollen diese durch die sorgsame Pflege alter Vorurteile und diffuser Ängste auch noch im Nachhinein gerechtfertigt werden.

Noch halten sich die wirtschaftlichen Auswirkungen in Grenzen. Sie werden – wie vieles, was unsere Politiker heute leichten Herzens beschließen – wohl erst die nächsten Generationen mit ganzer Härte treffen. Politiker sollten für schwerwiegende strategische Fehlentscheidungen in irgendeiner Form haften müssen, insbesondere wenn sie diese Fehlentscheidungen grob fahrlässig, aus niederen Beweggründen (wie etwa Wahltaktik oder parteipolitisches Kalkül) und wider besseren Wissens begangen haben. Zumindest aber brauchen wir dringend ein Schwarzbuch der krassen politischen Fehlentscheidungen und der mit diesen Entscheidungen assoziierten Politiker aller Parteien: von dubiosen, aus Lobbyismus resultierenden Steuerprivilegien bis hin zum ökologischen und ökonomischen Wahnsinn von Biosprit aus Raps und Mais. Wir brauchen das politische Langzeitgedächtnis aller Wähler, um endlich Nachhaltigkeit und Verantwortung in der aktuellen Politik zu verankern...

Ich lese weiter im Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion: „Wir wollen eine stärkere Gewichtung der gentechnikkritischen Forschungen, um dem Vorsorgegrundsatz der Umwelt- und Naturschutzpolitik besser gerecht zu werden.“ Was bitte, liebe SPD-Bundespolitiker, heißt das denn auf Deutsch? Wollen Sie die Forscher in Deutschland so lange gängeln, bis sie sich Ihren Wunschthemen zuwenden und verzweifelt versuchen, mit der zwölftausendsten Studie doch noch den Nachweis zu erbringen, dass Gentechnik Krebs auslöst, Marienkäfer tötet und heimische Orchideen bedroht? Reicht es nicht mehr aus, dass das seit Jahren mit der Ressortforschung in Bundesanstalten und Bundesinstituten geschieht, wo Wissenschaftler bevormundet und unliebsame Forschungsaktivitäten par ordre du mufti eingestellt werden? Liebe SPD-Abgeordnete, dann nutzen Sie die Gunst der Stunde: Mit der großen Koalition können Sie das Grundgesetz ändern und die Forschungsfreiheit in Deutschland abschaffen. Dann können Sie den Wissenschaftlern im Lande endlich flächendeckend die Themen verordnen, die sie Ihrer Meinung nach beforschen sollten. Und im Idealfall können Sie vielleicht auch gleich die „gentechnikkritischen“ Forschungsergebnisse mitbestellen, die Sie sich zu erhoffen scheinen – weltweit mehr als zehntausend aus Steuergeldern finanzierte Studien und Metastudien müssen einfach irren!

Ich habe Verständnis dafür, dass unsere vielbeschäftigten Berufspolitiker nur begrenzte Zeit aufbringen können, um sich in ein ihnen weitgehend fremdes Thema einzuarbeiten, über das sie parlamentarisch entscheiden wollen oder sollen. Noch größer ist die Herausforderung, wenn das fragliche Thema umfangreiches Hintergrundwissen über komplexe wissenschaftliche und ökonomische Zusammenhänge verlangt. In vielen anderen Ländern wird dieses Defizit ganz pragmatisch kompensiert, indem Abgeordnete, Senatoren und Präsidenten einen oder mehrere wissenschaftliche Berater haben, die ihnen bei Bedarf komplizierte Sachverhalte erklären und belastbare Informationen aus verlässlichen Quellen zur Verfügung stellen. Auch die geballte Expertise der Mitgliedschaft einer Nationalen Akademie der Wissenschaften anzuzapfen, hat sich in anderen Ländern durchaus als ein probates Mittel der Politikberatung erwiesen.

Deutsche Politiker hingegen scheinen die notwendige Universalkompetenz zu besitzen, die eine unabhängige wissenschaftliche Beratung überflüssig macht und sie ausreichend qualifiziert, um Positionspapiere zu verfassen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker beschloss unmittelbar nach seiner Wahl, den Posten des „Chief Scientific Advisor“ auf europäischer Ebene einfach abzuschaffen (seit kurzem hört man, dass es in Zukunft vielleicht ein Ersatzgremium geben könnte, das aber dem Kommissar für Forschung unterstellt werden soll und nicht dem Kommissionspräsidenten). Übertroffen wird diese Ignoranz wie so oft nur noch von Silvio Berlusconi, dem der folgende bemerkenswerte Satz zugeschrieben wird: „Why do we need to pay scientists when we make the best shoes in the world?“

Vielleicht hätte ja ein kompetenter wissenschaftlicher Berater, der nicht einmal Pflanzenwissenschaftler sein müsste, den SPD-Bundestagsabgeordneten erklären können, dass es keinen Sinn macht, Herstellungsverfahren regulieren zu wollen, anstatt pragmatisch Produkte und ihre Eigenschaften zu bewerten, wie es sich seit Jahrhunderten bewährt hat. Eine konventionell gezüchtete Erdbeere ist für den Allergiker gefährlich, eine gentechnisch veränderte krankheitsresistente Kartoffel ist es nicht. Im anbrechenden Zeitalter der „Genome Editing“-Technologien werden gentechnische Veränderungen in absehbarer Zukunft ohnehin zunehmend ununterscheidbar von natürlich entstandenen Mutationen im Genom sein. Damit hat man sich durch die politisch motivierte Entscheidung, anstatt der neuen Eigenschaften einer Kulturpflanzensorte lieber das Verfahren ihrer Erzeugung in den Mittelpunkt der Regulierungs- und Zulassungsverfahren zu stellen, endgültig in eine Sackgasse manövriert. Wie will man in Zukunft etwas regulieren, dessen gentechnischer Ursprung sich im Zweifelsfall nicht einmal mehr nachweisen lässt? Wie kann mir mein SPD-Bundes­tagsabgeordneter in Zukunft garantieren, dass „Deutschland gentechnikfrei bleibt“? Ich bin mir sicher, ein mehr oder weniger plumper juristischer Kniff wird auch dafür gefunden werden, gegebenenfalls unter Aushebelung aller Gesetze der Logik. Meine begrenzte Fantasie reicht nur nicht aus, mir diesen Ausweg jetzt schon ausmalen zu können.

Viele Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler sehen unsere Welt als eine zyklische Abfolge immer wiederkehrender Phasen und Epochen. Vielleicht haben sie Recht und wir müssen einfach nur zur Kenntnis nehmen, dass das Zeitalter der Aufklärung vorbei ist: Parawissenschaft und Okkultismus sind wieder an der Reihe!

(Interessenskonflikt und Haftungsausschluss: Der Autor forscht unter anderem auf dem Gebiet der Gentechnik. Er wird von der Max-Planck-Gesellschaft anständig bezahlt und seine Forschung erfreut sich großzügiger Förderung aus öffentlichen Quellen. Auf Zuwendungen der Gentechnik­industrie oder der Protest- und Spendensammelindustrie ist er nicht angewiesen und er erhält diese auch nicht. Er steht allen politischen Parteien in diesem Land fern und betrachtet sich auch sonst in seiner Meinungsbildung als ziemlich unabhängig. Die in diesem Essay vertretenen Auffassungen sind seine persönlichen und resultieren aus seiner Analyse der letzten 25 Jahre deutscher und europäischer Gentechnikpolitik.)

Ralph Bock ist Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie in Golm bei Potsdam.

Letzte Änderungen: 07.07.2015
[*/quote*]




Und das hat er gesagt:





 33 
 on: July 27, 2015, 01:32:57 AM 
Started by ama - Last post by ama
Homöopathie? Dazu haben wir auch etwas im Archiv.

Zum Beispiel:

"Homoeopathie / Skandal bei den Kinderärzten, nicht nur in Bayern"
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7228.0

"Sogenanntes "Zentrum der Gesundheit""
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=8216.0

"Homöopathie bei HIV"
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=4972.0

"Christian Grießhammer, das Maß ist voll!"
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=119.0

"Berufsverbot für Albonico: Entzug der Approbation und Schadenersatzklagen"
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=5461.0

Epochaler Schwachsinn der Sonderklasse:
"Specielle Therapie acuter und chronischer Krankheiten nach homöopathischen Grundsätzen (1847)"
"HOMEOPATHY HARTMANN 1847"
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7804.0

" blind, 60 Frakturen im Gesicht, doppelte Fraktur im Becken und Ellenbogen"
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=1966.0


Die letztere Fundstelle hat es in sich. Aus der kopple ich ein Großzitat aus: 

Fall, bei dem die Polizei eingeschaltet werden mußte, um dem betroffenen Kind zu helfen:

http://www.ariplex.com/ama/ama_hom2.htm
(Ich darf das zitieren.)
[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------

Tödliche Gefahr Homöopathie

24.6.2002
Am frühen Morgen des 13.4.2002 ging dieser Notruf per Email durch das
Netz:
-------------------------------------------------------------------------
Rettet dieses Kind!


http://f25.parsimony.net/forum63595/messages/1609.htm
[Zitatanfang]
Harnwegsentzündung nach Darmgrippe
Geschrieben von Sabine L[...] am 10. April 2002 19:57:02:

Hallo,
Unsere Tochter (8) muß ständig Wasser lassen und das tut weh. Seit heute.
Unser Haus- und Kinderarzt (Androposophisch) hat Harnwegsentzündung
diagnostiziert. Er meinte das käme nach einer überstandenen Darmgrippe
(die hatte sie vorher) vor.

Ihm fiel zunächst leider auch nichts besseres als Antibiotika ein, doch
wir kamen überein, daß wir zwei Tage zuwarten. Er hat ein hom. Mittel
verschrieben. Müßte nachgucken, welches es ist, wenn das wichtig ist.
Antibiotika wäre das letzte Mittel.
Was würdet Ihr geben? Kenne mich leider überhaupt nicht mit Hom. aus.
grüsse
Sabine

Antworten:
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Bea 11.4.2002 00:07 (2)
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Sabine L[...] 11.4.2002 17:19 (1)
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Bea 11.4.2002 19:51 (0)
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Kaza 10.4.2002 21:07 (4)
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Sabine L[...] 11.4.2002 17:31 (3)
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Kaza 11.4.2002 20:16 (2)
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Sabine L[...] 12.4.2002 20:50 (1)
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Pat 12.4.2002 23:05 (0)
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Bonnie 10.4.2002 21:00 (1)
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Sabine L[...] 11.4.2002 05:48 (0)
Homöopathie-Forum
[Zitatende]


http://f25.parsimony.net/forum63595/messages/1615.htm
[Zitatanfang]
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe

Geschrieben von Bea am 11. April 2002 00:07:18:

Als Antwort auf: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe geschrieben von Sabine
L[...] am 10. April 2002 19:57:02:

Liebe Sabine
Damit du etwas Auswahl hast, hier noch meine häufigsten Mittel bei
Blasenentzündung. Wenn ich keine besonderen Ursachen herausfinden kann und
die Blasenentzündung auch keine aussergewöhnlichen Symptome aufweist, dann
gebe ich Sarsaparilla. Bei ganz intensivem schmerzhaftem Brennen:
Cantharis.
Liebe Grüsse und gute Besserung!

Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Sabine L[...] 11.4.2002 17:19 (1)
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Bea 11.4.2002 19:51 (0)
Homöopathie-Forum
[Zitatende]


http://f25.parsimony.net/forum63595/messages/1626.htm
[Zitatanfang]
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe
Geschrieben von Bea am 11. April 2002 19:51:44:

Als Antwort auf: Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe geschrieben von
Sabine L[...] am 11. April 2002 17:19:30:

Liebe Sabine
Ich gebe C 12 in solchen Fällen, D 12 sollte aber auch ausreichen. Mittel
einmal geben, wenn die Beschwerden dann weg sind, war's das. Wenn es nur
eine leichte Besserung gibt, dann Mittel nach ein paar Stunden wiederholen,
oder in Wasser verklepern und so löffelweise verabreichen. Wenn bei einer
Blasenentzündung Fieber oder Schmerzen in der Rückenregion auftreten muss
man einen Arzt zuziehen. Man kann zwar auch das mit homöopathischen Mitteln
in den Griff bekommen, aber ich habe in so einem Moment gerne ärztliche
Begleitung.
[Zitatende]


http://f25.parsimony.net/forum63595/messages/1638.htm
[Zitatanfang]
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe
Geschrieben von Sabine L[...] am 12. April 2002 20:50:16:

Als Antwort auf: Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe geschrieben von
Kaza am 11. April 2002 20:16:35:

>>Du meinst, ob sie noch unausstehlicher ist als sonst? ;-)
>>Ein wenig schon. Sie kann kaum einen Augenblick für sich sein, es ist
>>ihr immer sofort langweilig und nichts geht ohne Wiederrede :-(
>>Sabine
>
>Hallo Sabine,
>wenn es bei Euch momentan Streitereien gibt, kann Staphisagria D12 helfen.
>Wenn Deine Tochter eher viel weint, würde Pulsatilla D12 besser passen.
>(Dosierung wie von Bea bereits beschrieben.)
>Schreib doch bitte noch mal, wie es ihr jetzt geht und welche Mittel sie bekommt.
>Grüße
>Kaza

Wir sollten auf Anraten einer uns bekannten Homöopathin (winkewinke :-)
Cantharis C30 geben, hatten aber kurz vor Ladenschluß nur D6 bekommen.
Und zwei mal 5 Globuli gegeben, noch vor dem Schlafengehen.

Daraufhin wurden die Schmerzen beim Wasserlassen besser, aber die
Entzündung scheint bereits in die Nieren gestiegen zu sein (Schmerzen) Wir
waren heute beim Kinderarzt und er äußerte sich sehr bedenklich.

Seit heute mittag und morgen bekommt sie Berberis C30, ein Löffel von einem
Glas Wasser, in dem ein paar Globuli aufgelöst wurden.

Sie hat jetzt Fieber, über 38, und ist sehr matt und schläft viel. Kopfweh.
Sehr pflegeintensiv. Wir wechseln uns beim Betutteln ab.

gruesse
Sabine

Antworten:
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe Pat 12.4.2002 23:05 (0)
Homöopathie-Forum
[Zitatende]


http://f25.parsimony.net/forum63595/messages/1639.htm
[Zitatanfang]
Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe
Geschrieben von Pat am 12. April 2002 23:05:01:

Als Antwort auf: Re: Harnwegsentzündung nach Darmgrippe geschrieben von
Sabine L[...] am 12. April 2002 20:50:16:

>Seit heute mittag und morgen bekommt sie Berberis C30, ein Löffel von
>einem Glas Wasser, in dem ein paar Globuli aufgelöst wurden.
>Sie hat jetzt Fieber, über 38, und ist sehr matt und schläft viel.
>Kopfweh.
>Sehr pflegeintensiv. Wir wechseln uns beim Betutteln ab.
>

Was machen die Schmerzen?
Fieber auf keinen Fall drücken, auch nicht mit Wadenwickeln.
Bin noch bis ca. 24 Uhr auf :-)
Bis dann
Pat

Antworten:
Homöopathie-Forum
[Zitatende]


Rettet dieses Kind!

Ich würde gerne helfen, aber ich kann nicht. Ich habe leider nicht die
technischen Möglichkeiten dazu.
--------------------------------------------------------------------------


("Pat" und "Bea" sind zwei praktizierende Homöopathinnen...)

Wieder ein Fall, in dem Homöopathen gegen elementarste medizinische Regeln verstoßen.

Wieder ein Fall, in dem ein Kind das Opfer ist.

Wieder ein Fall, in dem Nierenversagen und Tod des Kindes drohen.

Auch in der authentischen (!) Milieustudie über Homöopathie http://www.ariplex.com/ama/ama_home.htm gibt es einen Fall von
drohendem Nierenversagen durch nicht korrekt behandelte Infektion des Urogenitaltrakts. In jenem Fall allerdings war das Kind bereits
in Behandlung durch verantwortungsbewußte Hochschulmediziner.

In DIESEM Fall jedoch war höchste Eile geboten - siehe die Zeitangaben der Forumsbeiträge...!

Wie schnell eine derartige Infektion der Harnwege tödlich enden kann (auch bei Erwachsenen) - vor allem im fortgeschrittenen Stadium!- sagt der Urologe Dr. Matthias Solga:

"Daher hatte ich in dem Augenblick, wo ich Bescheid wußte, die Pflicht
zu reagieren gehabt. Ich habe nämlich selber in der Ausbildung mehrfach
ähnliche Verläufe gesehen, wo wir die Patienten (es waren zwei junge
Frauen, 22 und 35 Jahre und ein Mann, Prostatits, 42 Jahre) im
uroseptischen Schock nicht lebend die 20 m vom Krankenwagen bis in den OP
bekommen haben, mit allen intensivtherapeutischen und operativen
Maßnahmen, die wir damals zur Verfügung hatten, und die waren damals
Spitze."


Um dem Kind die DRINGENDST notwendige medizinische Behandlung zu
ermöglichen, wurde die Polizei eingeschaltet.

Ich bedanke mich bei allen, die uns geholfen haben. Ganz besonders
herzlich möchte ich mich bei Herrn Dr. Solga bedanken.

Aribert Deckers
--------------------------------------------------------------------------
[*/QUOTE*]


Wenn jemand, wie die Homöopathen, seit 200 Jahren ununterbrochen eine ernste Gefahr für Leib und Leben von Menschen ist, und Jahr für Jahr Tausende ins Grab bringt, sollte dieser Jemand dann nicht endlich in Sicherheitsverwahrung gesteckt werden, um ihn unschädlich zu machen?

Der Deutsche Staat, der seine Bürger schützen soll, hat versagt.


Veröffentlicht wurde die Webseite von Aribert Deckers am 24.6.2002. Der Vorfall war zwei Monate davor gewesen:

"Am frühen Morgen des 13.4.2002 ging dieser Notruf per Email durch das Netz"

Das ist inzwischen DREIZEHN JAHRE her. Ich wiederhole es: ES SIND DREIZEHN JAHRE! 

Wie schnell eine derartige Infektion der Harnwege tödlich enden kann (auch bei Erwachsenen) - vor allem im fortgeschrittenen Stadium!- sagt der Urologe Dr. Matthias Solga:

[*QUOTE*]
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"Daher hatte ich in dem Augenblick, wo ich Bescheid wußte, die Pflicht
zu reagieren gehabt. Ich habe nämlich selber in der Ausbildung mehrfach
ähnliche Verläufe gesehen, wo wir die Patienten (es waren zwei junge
Frauen, 22 und 35 Jahre und ein Mann, Prostatits, 42 Jahre) im
uroseptischen Schock nicht lebend die 20 m vom Krankenwagen bis in den OP
bekommen haben, mit allen intensivtherapeutischen und operativen
Maßnahmen, die wir damals zur Verfügung hatten, und die waren damals
Spitze."

--------------------------------------------------------------------------
[*/QUOTE*]

Ich wiederhole es:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
"Daher hatte ich in dem Augenblick, wo ich Bescheid wußte, die Pflicht
zu reagieren gehabt. Ich habe nämlich selber in der Ausbildung mehrfach
ähnliche Verläufe gesehen, wo wir die Patienten (es waren zwei junge
Frauen, 22 und 35 Jahre und ein Mann, Prostatits, 42 Jahre) im
uroseptischen Schock nicht lebend die 20 m vom Krankenwagen bis in den OP
bekommen haben
, mit allen intensivtherapeutischen und operativen
Maßnahmen, die wir damals zur Verfügung hatten, und die waren damals
Spitze."

--------------------------------------------------------------------------
[*/QUOTE*]


Man darf nicht nur vorausetzen, man MUSS voraussetzen, daß diese Dinge den Ärzten in Deutschland bekannt sind, und ihnen als Teil ihres Studiums UND ihrer fachlichen Klinikausbildung gelehrt wurden in Theorie und Praxis.

Wie kann es dennoch sein, daß

"Bezirksstelle Bremerhaven der Ärztekammer Bremen""
UND die "Stadthalle Bremerhaven"
UND die "Apothekerkammer Bremen"
UND der "Apothekerverein Bremen"
UND das "Gesundheitsamt Bremerhaven"
UND das "Praxisbüro "Gesunde Schule"
UND das "Lehrerfortbildungsinstitut (LFI)"

gemeinsam lebensgefährliche Ratschläge unterstützen, die in der "Gesundheitswoche" gegeben werden!

http://www.gesundheitswoche.de/?page_id=100

[*QUOTE*]
----------------------------------------------------------------------------------------------------
15.09.2015

14:40 – 15:10 Uhr
Harnwegsentzündung homöopathisch behandeln
Erika Miéville

----------------------------------------------------------------------------------------------------
[*/QUOTE*]

Da wird für Homöopathie bei Harnwegsinfektionen geworben. Das ist lebensgefährlich. Diese Gefahr ist seit JAHRZEHNTEN bekannt!

Es is a Schand!

 34 
 on: July 27, 2015, 01:00:32 AM 
Started by Julian - Last post by ama
push

 35 
 on: July 27, 2015, 12:38:11 AM 
Started by ama - Last post by ama
push

 36 
 on: July 26, 2015, 10:54:39 PM 
Started by Zollstein - Last post by Zollstein
"Anhand aktueller Rechtsprechungen werden wir herausfinden, ob das menschliche Leben einen Preis hat und wenn ja, welchen.

In dem nicht mimosenhaft-verwahnten, sondern aktiv kämpferischen Blog "Numeri 24:9" schreibt der Autor über die Lufthansa und deren Schuld am Absturz mit 150 Toten, herbeigeführt durch einen geistig kranken Kopiloten. Die Lufthansa zahlt nach Meinung der Hinterbliebenen nicht genug. Die Frage ist demnach, welchen Wert das menschliche Leben hat, falls es überhaupt einen hat. 

Er schreibt unter anderem:

https://numeri249.wordpress.com/2015/07/24/preis-des-lebens/

[*quote*]
Das Leben eines Passagiers im abgestürzten Germanwings-Flugzeug hat einen Wert, der zwischen 85.000 € und 150.000 € liegt, je nachdem was Lufthansa zahlen wird. Das Leben eines in Auschwitz ermordeten Juden kostet genau 48 c. Die Summen beziehen sich immer auf den Tatbestand der Beihilfe.

Mögliche Antworten:

    - Jüdisches Leben ist bedeutend weniger wert als anderes Leben (ca. 1/200.000).
   - Der Wert menschlichen Lebens hat in den letzten 70 Jahren gewaltig zugenommen.
   - Um im Geschäft zu bleiben, muss die Lufthansa mit US-amerikanische Fluglinien mitziehen.

Alles falsch. Die scheinbare Diskrepanz lässt sich durch das deutsche Rechtsdenken einfach erklären. Menschliches Leben ist derart wertvoll, dass es unbezahlbar ist. Ein verlorenes Leben wird nicht mit Geld ersetzt, sein Preis ist 0 €. Die Hinterbliebenen erhalten eine Summe, die lediglich den finanziellen Verlust ausgleicht.
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"Die Hinterbliebenen erhalten eine Summe, die lediglich den finanziellen Verlust ausgleicht." Ja, genau, so ist es. Der Mensch ist eine Maschine und ihr Produktionsausfall wird dem Nutznießer ersetzt. So ungefähr. Geht die Maschine nur teilweise kaputt, sieht sie selbstverständlich kaum Geld. Die Versicherungen, was zahlen sie für einen Arm oder ein Bein? Mit lächerlichen Krümeln wird man abgespeist. Nein, der Mensch ist nichts wert. Bloß seine Arbeitsleistung interessiert. Genauer gesagt: jene Leistung, die der Nutznießer erhalten könnte. Alte Menschen bekommen bei der Bank ja auch keinen Kredit mehr, wo sie doch jeden Tag sterben könnten. Wozu ihnen dann noch Geld geben? Man sieht: alte Menschen sind noch weniger wert.

Dieser Staat ist ein Moloch. Er frißt Menschen wie Mettwurstbrot: draufbeißen und runterschlucken!

Halt. Moment, da stimmt etwas nicht!

"Die Hinterbliebenen erhalten eine Summe, die lediglich den finanziellen Verlust ausgleicht." Dann müßte für jeden Toten abhängig von Alter, Bildungsstand und aktueller Einsetzbarkeit, am besten noch ermittelt mit zuletzt laufendem Arbeitsvertrag, die finanzielle Produktionsleistung berechnet werden, die dieser einzelne Tote für jeden der von ihm Profitierenden hat. Das schließt Arbeitgeber und Vereine und den Staat mit ein!

Wäre das nicht pietätlos, in diesem so christlichen Land, das sich des Juden Jesus rühmt, der die Wucherer aus dem Gebetshaus warf? Pietät hin, Pietät her, solange sie politisch durchkommt, macht die Politik, was ihr gefällt. Warten wir ab, bis dank der Computabilty diese Dinge zu uns kommen.

Man sollte bedenken, daß Tod, Flucht oder Verletzung ihrer Sklaven den Sklavenhaltern Verlust bedeuteten, den sie von den Verursachern zurückforderten. Waren die Toten des Flugzeugabsturzes also als noch Lebende Sklaven, ohne daß dies explizit schriftlich niedergelegt wäre?

Etwaige Ähnlichkeiten mit realen und toten Toten sind nicht beabsichtigt. Die Mentalität der Sklavenhalter war auch nicht beabsichtigt. Die waren ganz einfach so.

Dazu fällt mir ein, daß die katholische und die evangelische Kirche entgangene Kirchensteuer einfordern können. Den Anspruch darauf haben sie zweifellos.


[Grammatik repariert, ET]

 37 
 on: July 26, 2015, 10:22:04 PM 
Started by Krant - Last post by Zollstein
push

 38 
 on: July 26, 2015, 08:43:30 PM 
Started by ama - Last post by ama
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Kritik an Verjährung bei Missbrauch in Heimen

Katharina Mittelstaedt
26. Juli 2015, 09:00

Tausende Kinder wurden in staatlicher Obhut misshandelt und ausgebeutet. Verfahren wären möglich, Staat und Kirche zögern
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Nein, sie zögern nicht, sie verzögern. Das ist ein großer Unterschied! Und sie tun es in voller Absicht!


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Innsbruck/Wien – Mord ist in Österreich das einzige Delikt, das niemals verjährt. "Tote haben wenigstens keine Schmerzen mehr, ein Vergewaltigungsopfer leidet ein Leben lang", sagt Sonja Graf. Sie hat kürzlich ein Schreiben der Staatsanwaltschaft erhalten. "Benachrichtigung des Opfers von der Einstellung des Verfahrens", steht auf der ersten Seite.
 [...]
Sie wandte sich an sämtliche Stellen, erhielt schließlich die Höchstsumme von 25.000 Euro von der Klasnic-Kommission. "Das gleicht nicht einmal aus, was die mir schulden. Ich wurde für die Arbeit im Heim nicht entlohnt, Gelder, die für mich verwahrt wurden, habe ich nie bekommen, mein halbes Leben lang war ich arbeitsunfähig." Also schrieb sie auch der Staatsanwaltschaft.

Die Anklagebehörde sieht nun allerdings "keinen Grund zur weiteren Verfolgung" des Falles. Sie kann auch gar nicht anders. Die meisten Beschuldigte sind tot. Für alle anderen gilt: "Verjährung bereits eingetreten".
 [...]
Woran sich die Debatte wohl vor allem spießt, ist Geld. Die Verfahren kämen Staat und Kirche teuer zu stehen – neben Sonja Graf haben sich alleine bei der Klasnic-Kommission in fünf Jahren über 1400 Menschen gemeldet.

Nachlese

Opfer kirchlichen Missbrauchs: "Hölle kann nicht schlimmer sein"
http://derstandard.at/2000014027428/

Studie belegt System von Gewalt und Missbrauch in Heimen
http://derstandard.at/2000018662110/

Psychoanalytikerin: "Die Verachtung von Frauen und Kindern steckt uns nach 5.000 Jahren Patriarchat in den Knochen"
http://derstandard.at/2000014051523/
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mehr:
http://derstandard.at/2000019685934/Missbrauch-in-Heimen-Rechtsexperten-kritisieren-Verjaehrung


Das ist genau wie in Deutschland mit den Juden und anderen Verfolgten des Nazi-Regimes. Da wird so lange beschwichtigt und abgewiegelt und gar nichts getan, bis die Opfer tot sind. Oder, wie im Fall der Kriegsopfer in Griechenland, wird mit Hilfe der ANDEREN Länder das Opfer kaltgestellt.

Erstens: Der Staat ist ein Schwein.

Zweitens: Die Kirche hat genug Geld zum Zahlen. Aber sie will nicht.

Österreich ist genauso ein Verbrecherstaat wie Deutschland.

Es is a Schand!

 39 
 on: July 26, 2015, 07:57:49 PM 
Started by ama - Last post by ama
"Wann hört die katholische Kirche ENDLICH mit ihrer Gotteslästerung auf!?"

Selbst am Tag des Jüngsten Gerichts werden die Katholensatane nicht aufhören.


 40 
 on: July 26, 2015, 07:32:34 PM 
Started by ama - Last post by ama
"Unsportliche Juden haben mit dem Wallfahren vor 2.000 Jahren aufgehört, nachdem die Römer, die religiösen Vordenker der Päpste und Katholiken, den Tempel zu Jerusalem in der irrigen Meinung angezündet hatten, er biete unerwünschten Asylanten Schutz."

(https://numeri249.wordpress.com/2015/07/26/friedenswallfahrt-nach-kevelaer/)

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