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100: Manfred Kuhl:
14. Januar 2015 um 19:37 Uhr

es geht nicht um die Tatsache, dass die Politiker die Hosen voll haben da sie jetzt sehen was sie in Nahost angestellt haben und nun die Rechnung kommt – auch nach Europa. Es geht ganz schlicht um die Darstellung des “Trauermarsches” der Politiker. Wenn sie sich einmal die Berichterstattungen anschauen weren sie erkennen, dass wissentlich die Nachrichten so ausgerichtet waren, dass der Zuschauer / Leser meinte, dass die die Politiker eine Front des Zuges waren. Es hieß, in der ersten Reihe laufen die Angehörigen und dahinter die Volksvertreter. Ist das gelögen oder nicht? Erzählen sie mir bitte, weshalb unsere Zarin von MeckPom erhaben in die Höhe winkte, obwohl doch wohl aus Sicherheitsgründen die Fenster geschlossen waren. Oder grüßte sie die Scharfschützen auf den Dächern? Richtig wäre gewesen, wenn man wahrheitsgemäß berichtet hätte, das die Staatsvertreter aus Sicherheitsgründen in einer Seitenstrasse ihren Trauermarsch veranstalten. Oder wussten es die Medien nicht :-)?
101: Kuragin:
14. Januar 2015 um 19:38 Uhr

man hätte einfach bei der Berichterstattung den Bildern einen gesprochenen Kommentar als Erläuterung hinzufügen können, dass der visuelle Eindruck über die tatsächliche Formation täuscht und die reale Situation kurz schildern sollen, dann hätte diese un-
erfreuliche Situation vermieden werden können…war aber offensichtlich nicht gewollt
102: Ikaros:
14. Januar 2015 um 19:45 Uhr

Es war eine bewußte Zuschauertäuschung – ich hatte das auch als bahre Münze angeschaut.Den kritischen Zuschauer beleidigend als Verschwörungstheoretiker zu diffamieren ist eine Unverschämtheit.Die ganze Zeit wird der Zuschauer hinters Licht geführt bei der Ukraine Berichterstattung sieht es nicht anders aus – was viel schlimmer ist. Hätten Sie das klargestellt und sich entschuldigt und ansonsten besser geschwiegen – besser ist sie stellen ihr Amt zur Verfügung.Ich halte Sie für ungeeignet in diesem Amt..
103: Ralf M. Krüger:
14. Januar 2015 um 20:01 Uhr

Unabhängig von dem Entsetzlichen, das in Frankreich passiert ist und wie darüber berichtet wurde, freue ich mich mal einen Blog zu lesen, in dem kritisch argumentiert wird und trotzdem in den allermeisten Fällen die anderen Blogteilnehmer Respekt füreinander aufbringen. Das ist demokratische Streitkultur, die so häufig in Blogs (und auch sonst!) verloren geht. Danke.
104: Odoaker:
14. Januar 2015 um 20:04 Uhr

In aller Freundschaft

Jeder hat doch wohl Verständnis, wenn Politiker aufgrund von Sicherheitsabwägunge Abstand von unkontrollierbaren Menschenmengen halten müssen.
Deshalb wäre wohl auch keinem Politiker ein Zacken aus der Krone (!) gefallen, wenn er das zugegeben hätte.
Dass Politiker dennoch einen anderen Schein erwecken möchten, nun gut; das kann ich, wenn ICH mich von “ziemlichen Wut im Bauch” NICHT leiten lasse, auch noch akzeptieren. Zumal, nachdem ich gestern dazu gelernt habe:
“Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung”.
Was ich aber überhaupt nicht akzeptieren kann, ist, wenn in ÖR-Medien eine “Inszenierung” als Sein statt als Schein dargestellt oder auch nur zugelassen würde, dass der Schein von “normalen” Bürgern als Sein aufgefasst werden könnte.

Zusammengefasst, Herr Gniffke:

In der Sache, so glaube ICH, hat die ARD heute KEINE besseren Argumente auf ihrer Seite. Eher noch schlechtere.

Daher “in aller Freundschaft”: Time to go …
105: Anke Sturm:
14. Januar 2015 um 20:08 Uhr

Ich muss der ARD ein (riesen-)großes Kompliment machen: ich hielt mich für jemanden, der medialen Tricks nicht auf den Leim geht und kaum zu täuschen ist. Ich musste mich von meiner Tochter darauf aufmerksam machen lassen, dass die ARD natürlich nur so getan hat, als haben die “Mächtigen” an der großen Demo teilgenommen. Abgesehen davon, dass man sich ernsthaft fragen muss, was die meisten dieser Leute – “Mächtigen” – dort zu suchen hatten, weil sie ansonsten eher nicht für die Frieheit der Presse engagiert sind, zolle ich Ihnen meinen aufrichtigen Respekt für diese – ob beabsichtigt odder nicht – mediale Täuschung. Dass die “Mächtigen” bei diesem Rosstäuschertrick figürlich einer Hampelmannparade gleichkamen, ist nur von untergeordneter Bedeutung.
106: Dr. Wolfgang Kuechle:
14. Januar 2015 um 20:12 Uhr

Ein Journalist sollte einzig der Wahrheit verpflichtet sein und exakt berichten, was geschehen ist. Dass Sie Herr Dr. Gniffke offenbar nicht mehr in der Lage sind zu unterscheiden zwischen tatsächlich Geschehenem – inszeniertes Foto – und politisch erwünschter Darstellung – volksnahes Anführen einer Demonstration – zeigt einen für Ihre Position erschütternden Mangel an journalistischem Niveau. Wenn Sie solche Inszenierungen für normal und nicht mehr erwähnenswert halten, werden Sie sich eingestehen müssen, dass Sie selbst Teil – und Akteur – einer Aufführung geworden sind. Treten Sie zurück, vielleicht findet sich bei der ARD noch ein Nachfolger, der journalistische Standards ernst nimmt.
107: Natascha:
14. Januar 2015 um 20:23 Uhr

Es hätte Ihnen gut zu Gesicht gestanden, hätten Sie sich einfach nur entschuldigt für ihren unangemessenen Ton. Er ist unter keinem Aspekt zu rechtfertigen. Ihr “Ja, aber” entspricht nur der üblichen Diktion der politischen Klasse, welche Sie ganz offensichtlich ins “rechte” Licht setzen lassen wollten. Schließlich sind Sie nicht irgendwer und wollen das ja auch nicht sein. Dann müssen Sie sich im Gegenzug aber an dem Anspruch messen lassen, mit dem Sie wahrgenommen werden wollen. Gelingt Ihnen das nicht, so sind Sie tatsächlich dort,wo Sie sich befinden, fehl am Platze. Vielleicht haben Sie bei Ihrem Vorgehen außer acht gelasssen, das Ihre mediale “Retusche” auch gegenüber den Mordopfern nicht gerade respektvoll war. Diese Menschen sind für die Freiheit einer Berichterstattung gestorben, mit denen sich Ihr Bericht gewiss nicht messen kann.
108: Dr. Supram:
14. Januar 2015 um 20:24 Uhr

Von einer Nachrichtensendung gemacht von Journalisten erwarte ich Nüchternheit und Distanz.

Ich verstehe ja Ihre wohlmeinende Absicht, auszudrücken: Das ganze französische Volk versammelt sich hinter den politschen Führer. Und Elite und Volk vereint, ohne dass ein Blatt dazwischen passt, setzen in einer mächtigen Demonstration ein entscheidendes Zeichen.

Allerdings Realität bleibt Realität und die müssen Sie bringen.
Sonst, wo ist die Grenze? Vielleicht bei denen, die Merkel wegretourchiert haben (Israelische Zeitung hat das gebracht)? Oder noch weiter dahinter?

Der Zweck heiligt die Mittel darf niemals gelten. Sonst ist man irgendwann bei G.W. Bush.
109: Monika:
14. Januar 2015 um 20:28 Uhr

Danke für den giftigen Kommentar! Es ist gut klare Worte zu finden… und dafür muss man sich auch nicht entschuldigen.
Danke das es bei Ihnen “menschelt”, das fehlt mir oft in der Nachrichten-Einheitssuppe.
110: Dr. Hanns Uwe Pfaff:
14. Januar 2015 um 20:34 Uhr

“Viele User haben sich an meinem bellenden Ton gestoßen. Ich fürchte, mit Recht. Ja ich hatte gestern eine ziemliche Wut im Bauch,[...]”
Also, ich persönlich war zwar erstaunt, wie direkt Sie sich geäussert hatten, aber dafür ist es ja auch ein Blog, der soll ja auch irgendwie subjektiv und reflexiv sein, oder? Beim Lesen hatte ich gedacht, dass die Medienschaffenden der Tagesschau gewaltig unter Druck stehen, ihr rudert ja da mit dem Boot, auf dem Qualitätsjournalismus drauf steht, durch eine orkangepeitschte Meinungs- und Diskurs-See und ihr tragt viel Verantwortung und wisst das auch. Dazu kommt ja auch noch das ganz persönliche Bedrohungsgefühl, d.h. der schleichende Gedanke, “bin ich eigentlich als Medienschaffende(r) jetzt auch irgendwie gefährdet, jetzt wurde ja klar, dass man selbst in Europa nicht ganz sicher sein kann ?”

Lieber Herr Dr. Gniffke, ich fand Ihren Ton sehr menschlich, das zeigt doch, dass da Personen bei der Tagesschau arbeiten und nicht Nachrichtenroboter !
111: Steffen:
14. Januar 2015 um 20:41 Uhr

Hallo Herr Gniffke,
vielleicht sollten Sie den Zuschauern der Tagesschau mal eine bundesweite Schulung anbieten. Dann wissen wir endlich auch was “normal” ist, wenn Politiker auftreten. Wir dummen Zuschauer wussten das nämlich gar nicht, sondern glaubten das, was Ihre Journalisten in der Tagesschau berichteten! Schön ist auch, dass Sie “mittlerweile” wissen, wo genau die Politiker sich aufgehalten haben. Hatten Ihre Journalisten vor Ort etwa die Orientierung verloren???? Schön wäre eine ehrliche und öffentliche Entschuldigung für die nicht nur meiner Meinung nach absichtlich falsch dargestellten Ereignissen vom Trauermarsch in Paris. Falls Ihnen dazu keine geeignete Plattform einfallen sollte, schlage ich ihnen die Tagesschau vor. Heute habe ich vergeblich darauf gewartet.
112: gabrielle:
14. Januar 2015 um 20:48 Uhr

Hier ein paar Zitate, die für sich selbst sprechen:

ZDF heute Petra Gerster: “Mehr als eine Million Menschen gedenken in Paris der Anschlagsopfer und senden ein Signal der Einigkeit. Sie marschieren für Meinungsfreiheit und Toleranz und gegen den Terror. Unter ihnen Arm in Arm: Staats- und Regierungschefs aus aller Welt.”

ZDF heute Susanne Freitag (ZDF-Studio Paris): “Die politische Weltelite auf der Straße – Seite an Seite mit dem Volk.”

Paris_ZDF_heute-journal2ZDF heute-journal Theo Koll (aus Paris): “Wo hats das schon gegeben, dass man 50 Staats- und Regierungschefs – oder Regierungschefs aus 50 Nationen – als Demonstranten gemeinsam auf die Straße bringt? Auf eine kilometerlange Strecke, die auch noch nicht einmal ganz sicher war.”

Was suggerieren diese Kommentare dem unbedarften Zuschauer?

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
113: Mediator:
14. Januar 2015 um 20:51 Uhr

Nun muss aber mal gut sein!
Man kann über alles diskutieren, aber irgendwann endet es dann in Sophisterei.

Was war den die Nachricht an diesem Tag für die Mehrheit der Deutschen?
Solidarität mit Frankreich und den Opfern oder organisatorische Maßnahmen wie Sicherheitsabstand, zugeschweiste Gullideckel usw.
Das übrigens wurde im ausführlichen Beitrag ebenfalls erwähnt.

Selbst etwas nachzuplappern, was man im Internet aufgeschnappt hat und gleich noch etwas dazu fabulieren ist für die hier angetretenen Medienkritiker anscheinend kein Problem, aber sie empören sich über die schlichte Tatsache, dass bei der Zusammenstellung eines Kurzbeitrags über ein tagesfüllendes Ereignis, zwangsläufig Details weggelassen werden müssen.
Genau dies tun Journalisten!

Übrigens:
Die willkürliche und überzogene Kritik an einer Kameraeinstellung macht nicht den Rest der ARD Arbeit unglaubwürdig.
So ganz ohne Sachargumente wischt man eben nicht zur Seite was die ARD u.a. zu PEGIDA veröffentlicht hat!
114: Maria A.:
14. Januar 2015 um 21:21 Uhr

Was für ein Desaster… Schlimm daran, dass es leider so ähnlich weitergeht. Man betrachte mal die Berichterstattung auf allen öffentlichen Sendern über die natürlich gut gemeinte Mahnwache am Brandenburger Tor von Religionen und unseren Politoberen. Wenn man da jedoch euphorisch von einem tollen Zeichen der hier ansässigen Muslime sprechen will – bei diesem “kläglichen Häufchen” in Hinsicht der stets zitierten Millionen – dann weiß man genug. Auffallend, wie beunruhigend, die Abwesenheit junger Muslime trotz der sicher im Vorfeld dazu zahlreich ergangenen Infos dazu…
Ob die genannten Zahlen der Teilnehmer überhaupt zutreffen – dazu mag man sich hinsichtlich der Mainstreamberichterstattung sowieso seine eigenen Gedanken machen…
115: Ernst Rinckhard:
14. Januar 2015 um 21:30 Uhr

Mich erinnert diese Berichterstattung an die Meinung meines betagten Onkel: Unter einem Medien-Regime muss der Bürger zwischen den Zeilen lesen. Dort findet er nicht unbedingt die Wahrheit, erkennt aber mit etwas Übung, dass in der angedienten Meldung etwas ausgelassen wurde.

Alle die es angeht wissen was gemeint ist.

Die P. C. hat ihren Preis, die News-Anbieter werden ihre Ware nicht los und ihre Kunden laufen scharenweise ins Netz. Man blicke nur auf den dramatischen Auflagen-Rückgang der einschlägigen Tagespresse. Gut für die Tagesschau, dass die GEZ für auskömmliche Verhältnisse sorgt.

Daher nutze ich die Tagesschau wie ein alt-ehrwürdiges innerstädtisches Fachgeschäft. Man besichtigt dort die Ware (News), informiert sich aber im Netz und zieht dort die gesuchten Informationen. Das ist nicht immer von Erfolg gekrönt, aber der Nutzen überwiegt in der Summe.

Glaubwürdigkeit und Neutralität der Tagesschau sind m.E. nicht mehr gegeben. Dafür sorgte der Einfluss der Politik.
116: B. Karikari:
14. Januar 2015 um 21:32 Uhr

Geschenkt. Natürlich muss jedem, der das politische Geschäft ein wenig kennt, klar sein, dass so viel politische Prominenz nicht in der großen Menge laufen kann. Ein kleiner Hinweis hätte da genügt, aber was solls. Es liegt im Ermessen der Redaktion, was man für berichtenswert hält und was nicht. Scheinbar wars auch nicht berichtenswert, dass Herr Netanyahu kam, obwohl ihn das Präsidialamt gebeten hatte, fern zu bleiben und weil er dennoch darauf bestand, wurde dann auch der Palästinenserpräsident eingeladen.
Aber hier wird uns vielleicht demnächst Herr Schneider darüber informieren. Die Meldung kam ja aus israelischen Zeitungen (z.B. Haaretz).

Gruß
117: Brunhilde:
14. Januar 2015 um 21:37 Uhr

Retropektiv erscheint es sehr wohltuend, dass mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten wenigstens ein Staatenlenkenker darauf verzichete, sich bei dieser Burleske mit Hilfe eines öffentlich.rechtlichen Senders in Szene setzen zu lassen. Anders als die sonstigen Protagonisten, denen es mit ihrer Inszenierung – auch – am notwendigen Respekt gegenüber den Opfern der Bluttat fehlte, scheint der amerikanische Präsident sich torz frotgeschrittener Amtsjahre so etwas wie Anstand bewahrt zu haben. Die Art und Weise der verbalen Raserei des Chefs der Tagesschau gegenüber den Teilnehmern dieses Blogs und seiner halbherzigen Entschuldigung macht jedenfalls die Hoffnung auf die – notwendige – Demut – nicht gegenüber den Blogteilnehmern, gegenüber dem Anspruch auf Wahrheit – zunichte.
118: Sofia Senzke:
14. Januar 2015 um 22:28 Uhr

Wer hat das “Unwort des Jahres” ermittelt,der ADAC?
119: Willy Brandblase:
14. Januar 2015 um 23:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

warum können Sie nicht einfach zugeben: “Wir haben Mist gebaut und werden das in Zukunft besser machen.”? Vor solchen Menschen, die das können, haben ich Hochachtung. Vor Menschen, die ihre Fehler zu vertuschen suchen, nicht.
120: Prof. Dr. Paul JJ Welfens:
14. Januar 2015 um 23:09 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,
das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat nach der Rechtsprechung einen besonderen Informationsauftrag und wir Gebührenzahler erwarten gute journalistische Arbeit, mit korrekten Bildern/Fotos und aufklärender Kommentierung. Bildmanipulation bei einem historischen Ereignis mit führenden Politikern darf es im Ansatz nicht geben – sonst sehen wir nicht die Wahrheit UND Sie verfälschen den politischen Wettbewerb und das kann in der Demokratie nicht akzeptiert werden: Wir Zuschauer/Wähler möchten wissen, wer in der ersten Reihe geht oder auch nicht. Ergänzende Info hat eindeutig gefehlt. Sie als ARD/ZDF sollten hohen journalistischen Standards gerecht werden.
Prof. Dr. Paul JJ Welfens (EIIW)
121: Max L.:
14. Januar 2015 um 23:23 Uhr

Brundhilde #117:
Ich bitte Sie um alles in der Welt. Obama mit seinem von George W. Bush geerbten “war on terror” inklusive der unmenschlichen Drohnenangriffe (bei denen es weit mehr Zivilisten trifft als mutmaßliche, aber nicht verurteilte Teroristen) hat sich “so etwas wie Anstand bewahrt”? Das wüsste ich aber. Ich möchte aber gerne zu seinen Gunsten annehmen, dass er wusste, dort nun wirklich absolut fehl am Platze zu sein.

Ansonsten Zustimmung zu Ihrem Beitrag.

Mehr als verwundert bin ich über die gar nicht so wenigen, die sich durch diese Art von Berichterstattung nicht nur nicht falsch informiert fühlen, sondern das alles sogar noch gutheißen, mit Lob und Dank. So anspruchslos ist ein Teil der “Beitrags”-Zahler…
122: Maria:
14. Januar 2015 um 23:51 Uhr

Das ist doch nicht euer Ernst? Es kann doch nicht wirklich wahr sein, dass der attraktivste Fakt der aktuellen Situation die räumliche Entfernung zwischen Angehörigen, Staatschefs und anderen solidarisierten Menschen ist?
Was für ein Statement!
123: Karl Gurte:
14. Januar 2015 um 23:53 Uhr

Herr Dr.Gniffke,

Lange Zeit habe ich Ihre Beiträge und die Ihrer Kollegen auf Tagesschau.de kommentarlos zur Kenntnis genommen.
Nun allerdings, muss ich Ihnen leider sagen, dass mir diese doch eindeutig zu weit gehen und mit neutralem Journalismus in kritischen Themen nichts mehr zu tun haben.

Ich möchte hier als Beispiel die Pegida Bewegung anführen. Dazu sei gesagt, dass ich weder Sympathisant noch Gegner der Bewegung bin, da ich sie bisher zu wenig einschätzen kann.

Allerdings möchten mir Ihre Kollegen seid Wochen einreden, dass diese Gruppierungen äußerst rechts ist (Zitat u.a. “islamfeindlich”, sowie die heutige Verbindung der Dresdner Studie über die bürgerliche Herrkunft der Demonstranten mit anti-islamischen Parolen in einem Artikel. Dieses suggeriert sofort eine rechte Gesinnung der Teilnehmer. ). Dass eine neutralere Berichterstattung möglich ist, zeigen andere Medien wie die Welt (selber Artikel mit Verweis auf Bischöfe, die den Dialog suchen wollen).
124: Torsten Schmitz:
15. Januar 2015 um 00:00 Uhr

Bilder sagen mehr als Worte. Und Bilder machen Meinungen. Das sollte die ARD ganz besonders ernst nehmen und wissen. Sie besitzt eine, in meinen Augen, sehr unabhängige Nachrichtenredaktion, die ich sehr schätze und deren Berichterstattung ich vertraue. Immer häufiger werden aber Nachrichten und Bilder einfach übernommen, ohne sie genau zu prüfen und zu werten. Ich möchte gerne die Bilder vom 11.September aufgreifen, wo jubelnde Palästinenser gezeigt wurden in Verbindung mit der tödlichen Gewalt in New York. Diese falsche Deutung der Bilder hat großen Schaden bei den unabhängigen Medien verursacht. Gerade in einer so aufgeheizten Stimmung zwischen Terror und Pegida können solche Bilder die Aussage “Lügenpresse” nur noch weiter anstacheln. Und ihre Reaktion auf die Kritiker war alles andere als professionell.
125: meinungsquirl:
15. Januar 2015 um 00:22 Uhr

Auch wenn es hier nicht ganz hin gehört, möchte ich noch eine Anmerkung zu den Diskussionsmöglichkeiten bei Tagesschau.de geben:

Es gibt leider keine separate Möglichkeit, über veröffentlichte Artikel zu diskutieren. So kommt es ständig vor, dass die Kommentare ein wilder Themenmix aus Artikelinhalt und -form sind.

Wenn z.B. in einem Ukraine-Artikel das Wort “Terroristen” auftaucht kann man darauf wetten, dass diejenigen auf verlorenem Posten stehen, die sich inhaltlich mit dem Geschehen auseinander setzen wollen, weil 90% der Kommentare sich darum drehen, ob es überhaupt angemessen ist, im Artikel den Terminus “Terroristen” zu verwenden, oder ob die Tagesschau gerade böse Meinungsmache betreibt.

Die formalen Kritiker sind aber hinterher genauso frustriert, weil es einfach keine Reaktion gibt. Keine Anpassung im Schreibstil, keine sachliche Rechtfertigung der Wortwahl seitens der Redaktion. Die Kritik wird gefühlt in ein schwarzes Loch geschrieben und verschwindet da lange Zeit.
126: Juergen Uhlemann:
15. Januar 2015 um 01:13 Uhr

Ich bin Kritiker und kein Verschwörungstheoretiker. Das ist in meiner Familie so. Grossvater entkam dem KZ und Vater war im Stasigefängnis, usw.

Wenn ich mir the 20 Uhr Tagesschau anschaue, dann kann ich feststellen dass es leider nicht erkennbar ist, was erkennbar sein sollte.

Bei Günther Jauch ist es noch schlimmer da es von einer höheren Position gefilmt wurde, aber am oberen Bildrand ist keine Lücke erkennbar.

Ergo:
Es war eine Kamera vor Ort um diese Lücke sichtbar zu machen!

Cui bono
127: Arno Trümner:
15. Januar 2015 um 07:54 Uhr

Ich glaube Ihnen schon lange nichts mehr. Ihnen nicht und auch diesen Politikern nicht, die sich für so etwas hergeben. Peinlich!
128: Josef:
15. Januar 2015 um 07:57 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
als ich gestern in T-Online (“Tagesschau”-Chef wehrt sich gegen Vorwürfe)Ihre Bemerkungen las, war ich erschüttert.
Aber der Vorwurf trifft Sie nicht ganz zu Unrecht, wenn ich auch nicht das Unwort des Jahres benutzt hätte.
Im Grund kann ich mich dem Kommentar von “Andrea” anschließen, die die wichtigsten Punkt heraus gearbeitet hat.
Möchte es aber durch das Folgende ergänzen:
Journalismus als “Vierte Gewalt” erfüllt ihre Aufgabe nicht mehr! Es macht den Eindruck, sie dient dem Staat!
Der freie Journalismus ist auch ein Bewahrer der Demokratie und diese Aufgabe erfüllt er m.E. nicht mehr.
Kritisches Hinterfragen, sich nicht mit den üblichen Floskeln der Politiker abspeisen lassen, keine Selbstzensur (Schere im Kopf)!Angst vor den Konsequenzen der Politiker.
Verlust des Berufs oder der Anstellung?
Da müssten eigentlich die Gerichte einschreiten, eigentlich
Alles leicht gesagt, als nicht Journalist!
Aber bitte, wer außer Ihrem Berufsstand soll es denn tun?
129: mark:
15. Januar 2015 um 08:29 Uhr

Sie können “bellen” wie Sie wollen, Herr Dr. Kai Gniffke. Ihre Glaubwürdigkeit ist dahin. Wer “bellt” hat immer Unrecht! Der Reflex “Verschwörungstheorie” zeigt nur Ihre Hilflosigkeit im Umgang mit der Wahrheit!
130: Uwe Fink:
15. Januar 2015 um 09:04 Uhr

Es erfüllt einen mit tiefer Trauer, wenn man den heutigen Qualitätsjournalismus sieht. Es erinnert an die letzten Jahre der “DDR”. Auch da habe ich immer zwischen den Zeilen gelesen. Zum Glück gibt es heute im Netz Medien, die sich nicht dem vorgegebenen Mainstream anpassen. Ob die Achse nun Gut ist, es eine Kreiszahl ist, man Foren durchsucht – zu des Pudels Kern findet man immer öfter unabhängig von den Nachrichten der ARD oder des ZDF.
Ich war am gleichen Gymnasium, wie der große H.J. Friedrich. Sein Andenken wird von seinen Nachfolgern ignoriert.
131: Matthias B.:
15. Januar 2015 um 09:06 Uhr

Zu diesem »Problem« gibt es eine Fernsehwerbung, die das Problem mit einem verfälschenden Bildausschnitt super erklärt:

http://www.youtube.com/watch?v=_SsccRkLLzU

Meiner Meinung nach macht es natürlich einen Unterschied, ob die Staats- und Regierungschefs “allein für sich laufen” und die Bilder und der Bericht dazu es darstellt, als wären sie direkt mit den anderen Demonstanten gelaufen.

Natürlich sind die Sicherheitsbedenken und die anderen Gründe, warum sie von den anderen Demonstranten abgetrennt gelaufen sind verständlich.

Es ist nur problematisch, wenn ein Nachrichtenmedium, dem man eigentlich vertrauen (können) will, diesen Sachverhalt nicht korrekt darstellt und so eine andere “Stimmung” transportiert wird, die nicht wirklich korrekt ist.

So wird Vertrauen abgebaut. Welche anderen Nachrichten werden noch mit einem verfälschenden Blickwinkel dargestellt?

Gruß,
Matthias
132: Juergen Uhlemann:
15. Januar 2015 um 09:36 Uhr

Noch eins. Wenn sie das ein Video von oben gezeigt hätten, wie Euronews, dann hätten Sie auch alle Politiker zusammen zeigen können. Das zeigt sogar noch anschaulicher wieviele Politiker da waren.

Menschen nehmen Bilder besser auf als Worte! Nur als Hinweis.
133: Martin:
15. Januar 2015 um 09:59 Uhr

wie hatte Augstein noch vor kurzem so schön in einem Interview gesagt: “In Russland was man das man der Propaganda unterliegt. Hier im Westen ist es aber noch schlimmer. Hier manipuliert und berichtet man einseitig und ist dabei auch noch der Überzeugung das man das richtige tut”
134: Walter N.:
15. Januar 2015 um 10:07 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke

Ich verstehe nicht, warum hier die Zuschauer Ihren eigentlichen Job machen, nämlich die kritische Betrachtung der Dinge.

Mir stellt sich die Frage, warum Sie diesen nennenswerten Umstand bewusst unerwähnt ließen bzw. sogar anders dargestellt haben.

Für jeden Journalisten wäre so etwas doch eher ein Aha-Erlebnis, das er unbedingt zeigen und kommentieren möchte.

Meiner Ansicht nach haben sich zum Sprachrohr der Politik gemacht anstatt sich als eigene Kraft im Staat zu zeigen, in dem Sie eine bewusst gestylte politische Werbeaktion brav und völlig unkritisch in die Öffentlichkeit getragen haben.

Danke an die Dame von der TAZ (ich bin kein Leser) für dieses Outing von angepasstem Journalismus.
135: Kerstin:
15. Januar 2015 um 10:07 Uhr

Immer weiter so!
Das ist die beste Werbung FÜR Pegida
Und bestätigt das sog. Unwort des Jahres, welches diese Presse selbst nominiert hat
136: Gert-Rainer Mantwill:
15. Januar 2015 um 10:11 Uhr

Vielleicht sollten Sie sich mal mit den Kollegen vom Sender RT absprechen, wie man an eindeutige Aufnahmen kommt. Die haben eine mehrstündige Protokollierung dieser Demonstration aufgenommen, Das alles ist auch jetzt bei youtube zu sehen. Ab der 2.Stunde dieses Livestreams kann man mehr als 40 Minuten die Orchestrierung dieses Politkermarsches in einer Nebenstraße sehen. Außer dem Trupp der Politiker und deren Einweiserm wer, wie, wo zu stehen und wie zu gehen hat, kann man auch deutlich die Regieanweisungen der Kameraleute hören. Da tauchen in dieser Show auch noch Bilder der Geschäfte links und rechts auf und auch eine Metrostation, so das man sich auf Google-Maps den Marsch nachvollziehend darstellen kann. Sie Herr Gniffke wollen nicht, dass man sie Lügenpresse nennt. Das kann ich verstehen. Ich möchte mich aber für meine Gebührenzahlungen nicht von den Profiteuren derselben veralbern lassen. Können Sie das auch verstehen?
137: Peter Kyrath:
15. Januar 2015 um 10:17 Uhr

Diese Art der Inszenierung ist eines Staatsfernsehens würdig. Aber das haben wir ja in Deutschland nicht. Ups ?
138: Dieter B.:
15. Januar 2015 um 10:20 Uhr

Ich hätte es lieber gesehen, wenn die Tagesschau von gestern Abend den Missstand zwischen Berichterstattung und Realität klargestellt hätte. Nur so kann eine gewisse Glaubhaftigkeit und auch Vertrauen wiederhergestellt werden.

Ich habe gestern 25 Leute aus meinem Umfeld gefragt, ob sie von dem Skandal was mitbekommen haben, ganze 2 davon hatten etwas davon gehört.

Ein klares Zeichen der Tagesschau, nämlich eine Klarstellung der Realität hätte dazu geführt, dass grob geschätzt die Hälfte der Befragten dieses mitbekommen hätten. Aber so wird wieder klein gehalten, was nicht sein darf.

Auch der Skandal um den Vorsitzenden der Grünen, der Teile der Bevölkerung als “Mischpoke” bezichtigt und gleichzeitig vor Diffamierung warnt wird nirgendwo in der “allgemeinen Presse” erwähnt.

Wenn ich dann weiter Schlussfolgere und Sätze wie “ich habe nichts gegen Ausländer, aber” schon als fremdenfeindlich eingestuft werden, kann ich nur noch mit den Kopf schütteln.

Bin ich ein Nazi?
139: Robs:
15. Januar 2015 um 10:21 Uhr

Naja … Schön das sie jetzt zurückrudern. Ein paar Gedanken dazu wie ich mir die von uns Steuerzahlern ermöglichte Tagesschau wünsche:
1. Sachliche, emotionsfreie und neutrale Berichterstattung.
2. keine Umfragen (das können andere machen und wie man sie wertet soll auch anderen überlassen sein)
3. ich finde es steht keiner seriösen Nachrichtensendung zu “Unwörter” zu erfinden.
4. … Wünsche ich mir das man “Inszenierungen” nicht verteidigt, sondern selbst hinterfragt!
5. Es sollten keine “Verschwörungstheorien” von der Tagesschau ausgehen, aber grundsätzlich sollen “Verschwörungstheorien” von uns erlaubt sein! Es muss ja keiner glauben und man kann darüber diskutieren.
Ich bin mir sicher den anderen fällt auch noch das eine oder andere ein wie man die Berichterstattung authentischer gestalten kann. In diesem Sinne…
140: Verwunderter:
15. Januar 2015 um 10:24 Uhr

Mich verwundert offen gesagt, dass so viele der Kommentatoren zur Einschätzungen kommen, Herr Gniffke hätte sich entschuldigt. Das hat er nicht. “Ich fürchte, zu Recht” ist definitiv keine Entschuldigung. Der größere Block des Statements unterstreicht nur die zuvor geäußerte Meinung erneut.
141: Phonomatic:
15. Januar 2015 um 10:26 Uhr

Es ist doch der totale Wahnsinn, dass es 470 Kommentare zu diesem vermaledeiten Thema gibt – mit diesem Thread gar 600 … und der ganz überwiegende Teil sind stupide Wiederholungen von Resentiments und Pauschalurteilen die quasi – sorry – ausgekotzt werden.

Da beschwere sich noch einer, dass Sie das wütend macht … was denken diese User denn, was sie sonst damit erreichen? Jeder, der da mit einstimmt und meint, er würde sich so für eine qualitative Berichterstattung einsetzen, macht sich selbst was vor.
142: Sebastian:
15. Januar 2015 um 10:51 Uhr

Leider gibt es die Tendenz die Kommentarmöglichkeit für unverschämte und beleidigende Äußerungen zu nutzen, aber das ist leider wohl die Tendenz unserer Zeit. Deshalb mein sachlicher Äußerungsversuch. Um was geht es eigentlich? Es geht um die Verwendung von Bildern in der Presse und nicht um die Distanz zwischen Bürgern und Politiker oder das Sicherheitskonzept für Politiker oder um die „Lügenpresse“ im Allgemeinen. Bei den Gebühren, die ich den öffentlichen rechtlichen Medienanstalten bezahle, erwarte ich eine umfangreiche Berichterstattung, die über das Aufgreifen von Inszenierungen durch Politiker hinaus geht. Hier sind Wortwahl und Bildmaterial entscheidend. Ich denke, dass bei vielen Menschen ein irreführender Eindruck entstanden ist. Ich sehe hier die Pflicht der Sender für eine klare Berichterstattung zu sorgen und das Quellmaterial zu prüfen und entsprechend zu recherchieren oder eben bei Mangel an Hintergrundinfos klar darauf aufmerksam machen.
143: Mediator:
15. Januar 2015 um 11:00 Uhr

Eingfach nur lächerlich dieser Sturm im Wasserglas!

Ich gehe nun nicht mehr auf die Demonstration in Paris direkt ein sondern nur noch auf die Wadenbeiser hier.

Mit einer konstruktiven Auseinandersetzung mit der urspünglichen Fragestellung haben die Kommentare nichts mehr zu tun.

Selbsternannte Gourmets, deren feiner Gaumen zielsicher Qualitätsjournalismus erkennt, fordern in der Manier eines Inquisitors die höchstmögliche Strafe für das von ihnen festgestellte Verbrechen.

Selbstsicheres Auftreten bei größtmöglicher Ahnungslosigkeit trifft die Situation aber deutlich besser.

Man kann durchaus der Meinung sein, dass der Bildausschnitt unglücklich gewählt ist, aber dass ist es auch schon. Ein Drama oder eine Krise sieht anders aus.

Schließlich ist es im übertragenen Sinn übertrieben, dem Koch die fachlichen qualifikationen abzusprechen und seine Ablösung zu fordern, nur weil ich am Montag lieber Schitzel statt Fischstäbchen in der Kantine gegessen hätte.
144: Dieter Ecksturm, Köln:
15. Januar 2015 um 11:30 Uhr

Es ist schlichtweg “Lügen-TV”, welches Sie verteidigen. Die Art und Weise Ihrer Verteidigung zeigt, dass Sie überhaupt nichts verstanden haben.

Zu solchen Methoden einer “Inszenierung) brauchte noch nicht einmal Leni Riefenstahl zu greifen.

Nicht “Lügen” und “Täuschungen”, sondern die “Wahrheit” ist oberstes Gebot – dies gilt auch für das Fernsehen. Sie sind an der gänzlich falschen Position, Herr Gniffke.
145: Mauslinsky:
15. Januar 2015 um 12:14 Uhr

ich fand den Beitrag prima! Wenn man sich ärgert, darf man sich ruhig Luft machen, fällt doch schließlich alles unter freie Meinungsäußerung 
146: Markus S.:
15. Januar 2015 um 12:39 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

Ich schließe mich einigen Vorpostern an und möchte dabei besonders auf Beitrag 112 hinweisen.

In erster Linie geht es darum, dass ich als Zuschauer am Sonntag durch Bildauswahl und Formulierung den Eindruck vermittelt bekommen habe, dass die Politiker tatsächlich an dem Demonstrationszug teilgenommen haben.
Voraus geschritten oder angeführt ist dabei nebensächlich.

In diesem Fall ist die Formulierungen und die geschickte Bildauswahl dazu geeignet sich an Bilder zu erinnern bei denen Politiker tatsächlich an einem Demonstrationszug teilgenommen haben. Arm in Arm sozusagen.

Als Zuschauer auf einer Stadiontribüne und mit einem Foto am Stadioneingang habe ich auch nicht an dem Wettkampf teilgenommen. Wenn ich dies jedoch suggeriere und das jemand merkt, fühlt er sich dann nicht zu recht auf den Arm genommen und ist meine Reputation dadurch nicht beschädigt?

Mit freundlichem Gruß

Markus S.(43)
147: Gebührengegner:
15. Januar 2015 um 13:00 Uhr

“Mittlerweile wissen wir, dass die Staats- und Regierungschefs nicht in einer Seitenstraße posierten. Sie marschierten auf der gleichen Route, auf der sich die nachfolgenden Menschenmassen auch bewegten.”
Sollten das die ÖR-”Journalisten” vor Ort nicht von Anfang an bemerkt haben, in welcher Strasse sie sich befinden? Oder waren die gar nicht vor Ort? Wurde mal wieder irgendwas einfach ungeprüft eingekauft und gesendet, anstatt selber zu arbeiten? Werden die Gebühren also gar nicht für Journalismus, sondern zur Bereicherung der Propaganda-Gutsherren verwendet? Interessant.
148: Maria A.:
15. Januar 2015 um 13:05 Uhr

Ernst Rinckhard – Sie haben eine wirklich optimale Auffassung dazu dargelegt! Trotzdem bleibt es doch beim bitteren Nachgeschmack für den Bürger, der in einer Demokratie jetzt WIEDER das Gleiche machen soll, wie vor 30 Jahren in der DDR… Vielleicht regt sich auch in Sachsen der Widerstand so vehement – weil wir das Bevormunden einfach satt haben: 40 Jahre reichten dicke! Wir sind AUCH deswegen sensibilisierter – darum oftmals noch viel Unverständnis im westlichen Teil für die rege Beteiligung im Osten an den Montagssdemos. Es geht aber da eben vorrangig mit um diese Ohnmacht gegenüber der Mainstreampresse…
149: McMusic:
15. Januar 2015 um 13:10 Uhr

Wo ist denn der Unterschied zu den Inszenierungen Putins in der Krim oder den Gute-Laune-Aufmärschen in Nordkorea? Dass der Marsch der Politiker eine Inszenierung war, steht doch außer Zweifel, sonst wären sie a) in der Menge und b) bis zum Ende mitgelaufen. Aber denen ging es eben nur um die Symbolik der Bilder und die war ja nach ein paar Metern eingehakter Parade im Kasten. Dass solch ein Verhalten nicht kritisch zumindest von den ÖR-Medien hinterfragt wird, die mit Zwangsgebühren finanziert werden, ist ein Skandal. Und der wir durch diesen Blogbeitrag nicht eine Unze kleiner.
150: Hollo von Einschnitt:
15. Januar 2015 um 13:35 Uhr

Hier kann man sic noch mal 12 Minuten lang anschauen was ZDF und ARD so verzapft haben, wenn das nicht gelogen ist dann weiß ich auch nicht.

Theo Koll behauptet ganz frech 50 Staatschefs würden an der Spitze der Demonstration kilometerlang vorweg laufen (min. 10:00)

https://vimeo.com/116689095
151: Robert:
15. Januar 2015 um 13:58 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke.

Aufgrund von mangelndem und unseriösem Journalismus und den schon über Jahre hinweg, haben wir gar keinen Fernseher mehr.
Und so wird es auch bleiben.
Vor allem wenn jemand der Verantwortung für die Tagesschau trägt “Kindergartenverhalten” / „Trotzverhalten“ an den Tag legt.
Außerdem empfehle ich Ihnen dringend den Artikel der Journalistischen Darstellungsform bei Wickipedia. Teil „Informierende Darstellungsformen“ zweiter Satz. „Mehr als alle anderen Darstellungsformen sind Nachrichten und Berichte am Ziel der Objektivität orientiert; sie müssen sich jeder Wertung enthalten.“
Dazu zählen auch Bilder, vor allem bewegte.
152: Eichhorn:
15. Januar 2015 um 14:50 Uhr

Herr Gniffke, bevor Ihnen die Halsschlagader platzt: Getretener Quark wird breit.
Nicht stark.
Sie reiten sich nur tiefer in die Probleme, die ARD und ZDF haben:Vertrauensverlust.Und Sie, speziell Sie üben sich im Reinwaschen. Das bringt nix.
Nein, ich bin nicht bei Pegida, glaube nicht an Verschwörungen, bin nicht in der KPD und auch kein Islam Gläubiger. Ich beobachte was ich erlebe im Fernsehen und in meiner Realität, ich lese, was mir unabhängige Medien bieten und bin bemüht um Abstraktion und Differenzierung.
Aber seit “meiner” DDR kam ich mir nie wieder so belogen vor wie seit der Ukraine Probkematik, so ungefähr vor einem Jahr. Seitdem stolpere ich laufend über Nachrichten, die ich bei ARD und ZDF erfahre.
Unwahrheiten, Verbiegunge und Einschätzungen, die ich anderswo genauer detaillieter und ehrlicher erfahre.
Ich lebe seit meiner Ausreise im Westen, glauben Sie mir, es waren nicht die Bananen. Ich fühle mich derzeit sehr in der DDR.
153: Maria A.:
15. Januar 2015 um 17:23 Uhr

Hollo von Einschnitt, habe dazu etwas zu bemerken: Ich bin dank “schwieriger” DDR-Zeiten eine sehr kritische Zuschauerin. Ich gebe freiweg zu – mir kamen die Tränen, als ich Ihren Hinweis nutzte… Hatte kürzlich in anderer Mission eine Mail an die ZDF-Zuschauerredaktion geschickt, worauf ich sogar eine Antwort(!) erhielt. Allerdings mit dem Hinweis, es wären korrekte Zahlen gewesen und genau recherchiert gewesen, sogar unter persönlicher Gefahr der Reporter… Können Sie sich vorstellen, wo ZDF-Journalisten in den letzen Jahren HIER mal einer Gefahr ausgesetzt waren? Unbelehrbar, oder? Danke nochmals an Sie, obwohl ich sehr traurig bin…Übrigens, gibt es sowas auch über die vergangene Mahnwache am Brandenburger Tor? Grüße aus dem störrischen Sachsen, auch an diese Blog-Redaktion!
154: Fabian:
15. Januar 2015 um 17:39 Uhr

also jetzt is richtig chaos oder? könnte man unabhängig von dem ganzen zank vielleicht jetzt mal raus bekommen, wer, wann und vor allem wo gelaufen ist? also selbst wenn die regierungschefs doch auf der selben route waren, dann waren es trotzdem nur 250m und die ganze kritik stimmt irgendwie trotzdem. außerdem sind bei den bildern der staatschefs alle ubahn-abgänge abgesperrt, es stehen limousinen und busse rum. das alles sieht man auf den anderen bildern gar nicht. kann man jetzt vielleicht mal raus bekommen was da los war?
155: Wolfgang Hoppstädter:
15. Januar 2015 um 18:38 Uhr

Naja, emotional darf ein Chefredakteur auch einmal reagieren. Aber die Glaubwürdigkeit von ARD wird durch den ganzen Vorgang nicht gefördert. Bei mir ist die schon lange dahin, was nix mit einer “Verschörungstheorie” zu tun hat. Ich denke nur an Ihre tendenziell einseitige Berichterstattung gegenüber “evangelikalen Christen” (damit es nicht zu pauschal bleibt). Hilft jetzt bestimmt zur Einordnung in die Schublade. Jedenfalls: Wenn es gegen den christlichen Glaube und die Kirche geht, ist von seriöser Berichterstattung nicht mehr viel zu finden. Nochmal zum Streit um die Bilder: Das mit der abgesperrten Straße für die führenden Politiker hätte jedenfalls gut gepasst, symbolisch: Politiker leben doch in einer Parallelgesellschaft. Da hätte es dann wieder gepasst. Aber was stimmt denn jetzt? Nebenstraße, gleich Route oder nicht? Dankeschön, es hat mir bestätigt, wie gut Sie “inzenieren”. Dann weiß ich jetzt, wie gründlich sie recherchieren.
156: Crosterland:
15. Januar 2015 um 19:12 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gnifffke,
Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, Ihre Selbstkritik lässt da hoffen, jedoch sollten Sie nicht auf halbem Wege stehen bleiben. Die Tagesschau vom 11. Januar, 20:00 Uhr suggerierte nun einmal die angebliche, gestellte Volksnähe der Staatsführer mit der Meldung “Führende Politiker aus aller Welt […], unter ihnen auch Kanzlerin Merkel hätten so vereint wie nie am republikanischen Marsch teilgenommen” zusammen mit den passenden Bildern. Das Ganze verfehlte seine Wirkung nicht: Bewunderung für unsere Frau Merkel und den anderen Promis, auch bei mir und ich bin sicher nicht der Einzige. Das war so gewollt, gezielt und wohlüberlegt. Dafür sind Sie und Ihr Team viel zu professionell, um das als Lapsus durchgehen zu lassen. Entscheidend ist, wie diese Nachrichten von den Zuschauern verstanden und gewertet werden. Darum geht es und um nichts anderes. Das man deswegen von einigen Foristen als weltfremd diffamiert wird, halte ich für bedenklich und traurig.
157: juest:
15. Januar 2015 um 19:13 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

ich kann verstehen, daß es ihnen in diesem konkreten fall “langt” – akzeptieren kann ich es nicht – sicher sprechen sie anderen menschen auch diese option zu – wenn diese emotional, rational und auch kritisch in diesem konkreten fall und “in einigen” weiteren “ard einzelfällen” und auch in bezug auf ihre kommentare zu den bildern der staatsoberhäupter dieselbe einschätzung treffen. Sie kennen den rundfunkvertrag der ard – machen sie einfach ihren job und respektieren sie die reaktionen der gez zahler, dann brauchen sie sich nicht auf unsere kosten rechtfertigen – mir langt es auch – auch ohne hubwagen – bitte mehr respekt – vor mir als bürger dieses staates.
158: Bernd Charlie:
15. Januar 2015 um 19:16 Uhr

Ich fühle mich gut informiert. Realität, Inszenierung – heutzutage kann man das doch gar nicht mehr trennen. Ich finds beides gut! Hauptsache die Message kommt rüber: alle sind für Meinungsfreiheit und scharfe Satire, von der Türkei bis Saudi-Arabien. Na ist doch schön. Auch wenns an Realsatire grenzt. Und jetzt erst mal nach den Vorstellungen der CSU das Blasphemiegesetz verschärfen, weil das geht ja nun wirklich nicht.
159: Joachim V:
15. Januar 2015 um 19:24 Uhr

Tja, so ist das eben, wenn man in seinen Nachrichten einen Eindruck erweckt, der nicht korrekt ist. Anstatt aber zu erklären, wie es dazu gekommen ist, wird der Herr Redakteur ausfällig und beleidigt seine kritischen Zuschauer, von deren Gebührengeld er lebt.

Für mich hat die ARD in den letzten zwölf Monaten fast ihre komplette Glaubwürdigkeit verloren. Wie in Nachrichten Stimmungen gemacht wurden oder verfläschende Bilder bzw. Aussagen getroffen wurden, ist für mich erschreckend. Mittlerweile geht es mir mit der ARD genauso wie mit Russia Today. Erst mal schauen ob die Meldungen, die da verbreitet werden, in anderen Medien genauso verbreitet werden bevor man die Meldung glaubt.

Auch frage ich mich, kann ich die politischen Dokumentationen noch glauben.

Wenn ich sehe wie aggressiv auf Nachfragen und Kritik reagiert wird, ist das für mich kein gutes Zeichen und erhöht nicht die Glaubwürdigkeit.
160: Jürgen:
15. Januar 2015 um 20:04 Uhr

Wer sich in solch einer verantwortungsvollen Position nicht in der Gewalt hat, sondern berechtigte Kritik als Verschwörung diffamiert und zu allem Überfluß noch ausfällig wird, der ist falsch an dieser Stelle. Da hilft auch kein entschuldigen.
161: Matthias007:
15. Januar 2015 um 22:45 Uhr

Um es ganz klar zu sagen: Die ARD hat etwas gezeigt, was so nie stattgefunden hat. Egal wie sie es jetzt zu relativieren versuchen, hätte im objektiven Journalismus genau gezeigt werden müssen, dass die Teilnahme an dem Trauermarsch gestellt wurde, und die Anteilnahme der Politiker nicht so groß war, dass sie die Sicherheitsbedenken überwogen haben. Aber genau das haben die Bilder suggeriert, die die ARD gezeigt hat. Der Fehler liegt bei Ihnen. Wir haben Ihren Fehler nur aufgedeckt. In jedem anderem Beruf müssten Sie jetzt gehen – um auch das mal klar zu sagen.
162: Peter B.:
15. Januar 2015 um 22:56 Uhr

Ich finde, die Entschuldigung okay – denn wir sind alles nur Menschen, auch die, die an leitenden und gut bezahlten Positionen sitzen. Aber diese Dinge sind es trotzdem, die einen zu “alternativen” Medien bringen und dazu führen, das man eben keine Tagesschau mehr schaut. Und die Tagesthemen auch nicht mehr, seit Jazenjuk richtigen Mist erzählen durfte und die Moderatorin hakte nicht einmal nach….
Ich gehöre weder zu Putin – Verstehern, noch zu Pegida – Anhängern, aber die öffentlich/rechtlichen machen es einem auch nicht mehr wirklich leicht.
Wenn sie schon das …zigfache meines Gehaltes bekommen, sollen sie es auch verdienen. Und das zeigt sich am Besten, wenn wieder ausgewogen berichtet wird. Es gibt nicht nur schwarz und weiß – es gibt auch grau und bunt……
163: Mediator:
15. Januar 2015 um 22:58 Uhr

Die Überheblichkeit vieler Kommentatoren hier ist wirklich äußert gewöhnungsbedürftig!

Der ständige Verweis darauf, dass die ÖR ja durch Rundfunkgebühren finanziert sind, also quasi vom Kommentator selbst nervt irgendwann doch sehr.

Viele scheinen sich als Arbeitgeber der Journalisten zu sehen und fühlen sich berechtigt ihnen hier in rüder Form Belehrungen und Anweisungen zu geben.
Dabei gehen sie nicht einmal das Risiko ein, durch deren Fachwissen schnell wiederlegt zu werden.

Viele würden wohl nicht einmal eine Briefmarke investieren um gegen das zu protestieren, wass sie hier im Netz großspurig und laut anprangern.

Antwortet dann doch einmal ein Journalist in einem Ton, der einem Blog angemessen ist, dann gibt man sich empört und fordert überheblich gleich Konsequenzen zu ziehen.

Wir bezahlen Journalisten damit sie tun, was wir alleine nicht können:
Nachrichten sammeln und diese für uns aufzubereiten, nicht um unsere Meinung zu bestätigen!
164: Torsten Schmitz:
15. Januar 2015 um 23:13 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Gniffke,
man darf sich sicher auch mal Luft machen. Aber in dem Fall war es schlicht fehl am Platz. Unsere TAGESSCHAU ist auf einmal unglaubwürdig. Sie selbst räumen ein, das die Bilder nicht ganz optimal zusammengestellt waren und verweisen auf spätere Sendungen. Ich habe aber die Tagesschau und diese schlicht falschen Bildzusammenschnitte (nicht nur dort) gesehen. Wäre es für die Glaubwürdigkeit der ARD, die sie bis jetzt sicher genossen hat, nicht besser einfach öffentlich in der Tagesschau einzuräumen, das hier ein Fehler gemacht wurde? Fertig. Statt dessen wird hier rumgedoktert und falsches für richtig dargestellt und die, die das kritisieren für kleinkarriert hingestellt . Das Thema ist zu brisant, um mit Bildern zu spielen. Das hat die ARD und ich denke auch Sie nicht nötig
165: Layer8:
16. Januar 2015 um 02:56 Uhr

@Mediator

Sie kritisieren die “rüde Form” in Kommentaren (zu einem Blogeintrag!), und gleichzeitig erachten sie Herrn Gniffkes Ton einem Tagesschau-Blog in seiner Position als “angemessen”?

Ich bin im Übrigen dankbar für die Möglichkeit des Feedbacks; auch per Mail an die Redaktion zu den Berichten.

Wir zahlen in der Tat nicht dafür, unsere Meinung bestätigt zu bekommen, wir zahlen überhaupt nicht für Meinungen – die müssen wir uns selbst bilden dürfen.
Inszenierungen, die für die ARD Redaktion normal zu sein scheinen, sind dabei hinderlich.


::: ARD :::

 93 
 on: January 16, 2015, 04:50:54 AM 
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1: vera bunse:
14. Januar 2015 um 13:33 Uhr

“Bitte sehen sie Nachrichtensendungen nur noch, wenn sie über Kenntnisse medialer Mechanismen und entsprechendes Vorwissen verfügen. Es ist nicht Sache des Journalismus, Ihnen das auch noch beizubringen.” Ja nee, is’ klar.
2: theo:
14. Januar 2015 um 13:36 Uhr

Danke für die Mäßigung. Aber:

“In dem Bericht in der Tagesschau um 20Uhr war der Sicherheitsabstand nicht zu sehen, weil er normal ist, weil es diesen Sicherheitsabstand bei jedem Auftritt von so vielen Staatschefs gibt.”

Na ja. Wie “normal” sind den solche Auftritte? Wie viele solcher Auftritte gibt es denn pro Jahr? – Es war doch die absolute Ausnahme. Und dann darauf zu vertrauen, dass der geübte Zuschauer sich den Sicherheitsabstand schon dazudenkt – dass ist schon etwas gewagt. Und es bleibt das Eingeständnis, dass in der quotenträchtigsten Ausgabe und im Brennpunkt (im Gegensatz zum Nachmittag) eben nicht das ganze Bild gezeigt wurde.

Und statt die Fakten heute im Tagesspiegel nachzulesen, müsste doch auch jemand, der dabei war, den Beitrag gemacht haben und es wissen, oder?
3: Hermann M.:
14. Januar 2015 um 13:38 Uhr

Nun Herr Dr. Gniffke, reiten Sie sich nicht noch tiefer rein..

ZDF Heute:
Zitat:Fernsehbilder enthüllen die Wahrheit
Es dauerte nicht lange, bis französische Medien begannen, die Live-Berichterstattung des Fernsehens eingehender zu analysieren und auf Ungereimtheiten stießen. In einzelnen Einstellungen war kurz zu sehen, dass hinter der ersten Reihe der prominenten Politiker nur noch einige Reihen tief weniger bekannte Amtsträger und Beamte gingen. Dann ein Absperrriegel von Sicherheitskräften, erst in weiter Ferne die anderen Teilnehmer des Trauermarsches.

Zudem wurde das Foto, das die Politiker in geschlossener Formation zeigt, höchst wahrscheinlich in einer Nebenstraße, abseits der Marschroute auf dem Platz Léon Blum aufgenommen, in der Nähe der Metro-Station Voltaire.

Die Tageszeitung “Le Monde” berichtete, die Aufnahme sei gegen 15 Uhr 30 entstanden, fast alle Politiker seien sofort danach in ihre Autos gestiegen und abgefahren. Zitat Ende
4: Esserant:
14. Januar 2015 um 13:44 Uhr

Herr Dr. Gniffke, erfreulicherweise nähern wir uns an.

 94 
 on: January 16, 2015, 04:47:50 AM 
Started by Tomianders - Last post by Tomianders
http://blog.tagesschau.de/2015/01/14/nchtrag-die-verschwoerung-von-paris/

::: ARD :::

ARD-aktuell
14. Januar 2015
Nachtrag: Die Verschwörung von Paris

Mein Blogeintrag von gestern hat eine Menge Resonanz gefunden. Viele User haben sich an meinem bellenden Ton gestoßen. Ich fürchte, mit Recht. Ja ich hatte gestern eine ziemliche Wut im Bauch, aber dieser Zustand ist kein sonderlich guter Ratgeber, schon gar nicht wenn man Verantwortung für die Tagesschau trägt. Und noch eine Korrektur muss ich anbringen.

So unangemessen es ist, pauschal von “den Medien” zu sprechen, so sehr ist auch meine Verallgemeinerung von “den Verschwörungstheoretikern” nur von begrenztem intellektuellen Charme. Es gibt ja hier im Blog und in sozialen Medien eine ganze Menge von Kommentierenden, die sich kritisch und differenziert mit der Bildauswahl auseinandersetzen. Deshalb stelle ich klipp und klar fest, dass natürlich nicht jeder Kritiker ein Verschwörungstheoretiker ist. Das wäre sonst wirklich Unfug. In der Sache selbst haben wir zwischenzeitlich zum Glück noch ein bisschen mehr Klarheit.

Mittlerweile wissen wir, dass die Staats- und Regierungschefs nicht in einer Seitenstraße posierten. Sie marschierten auf der gleichen Route, auf der sich die nachfolgenden Menschenmassen auch bewegten. Der Tagesspiegel hat dies noch einmal sehr deutlich gemacht und darin auch eine klärende Stellungnahme der dpa in seinen Text aufgenommen. Diese Darstellung bestätigt, dass die Staats- und Regierungschefs beim Trauermarsch vorneweg gingen. Den Sicherheitsabstand konnte man in der Nachmittagsübertragung im “Ersten” sehen. Er wurde nicht unterschlagen. In dem Bericht in der Tagesschau um 20Uhr war der Sicherheitsabstand nicht zu sehen, weil er normal ist, weil es diesen Sicherheitsabstand bei jedem Auftritt von so vielen Staatschefs gibt. Die Kundgebung selbst war für die Berichterstattung meines Erachtens erheblich wichtiger als die üblichen Sicherheitsvorkehrungen. Daraus einen Manipulationsvorwurf zu konstruieren, halte ich für unangemessen. Es marschierten tatsächlich die Politiker vorneweg und danach die ganz große Menschenmenge.  Ähnlich hat sich ja auch Stefan Niggemeier heute nacht eingelassen, indem er diesen Fakt bestätigt, wenngleich er sich sonst ja überaus kritisch mit dem Umgang mit den Bildern (und mit meinem Blogeintrag) auseinandersetzt. Also: In der Sache, so glaube ich, haben wir heute ganz gute Argumente auf unserer Seite, und meinen Ton werde ich versuchen zu mäßigen.
Dr. Kai Gniffke
14. Januar 2015
13:13



 95 
 on: January 16, 2015, 04:25:27 AM 
Started by Tomianders - Last post by Tomianders

374: Ich:
14. Januar 2015 um 14:32 Uhr

Was schliesst sich daraus? Die Tagesschau zeigt meist nur Inszenierungen von Politikern. Ich konnte es bislang nicht glauben. Jetzt habe ich Gewissheit. Danke für den aufschlussreichen Beitrag!
375: Romulus:
14. Januar 2015 um 14:36 Uhr

Ich war und bin sehr angetan von der Demonstration in Paris, obwohl ich nicht Charlie bin, da mir deren Karikaturen nicht gefallen, sie zum Teil unnötigerweise beleidigend und herabwürdigend sind. Was mich faszinierte, war wie unsere Bundesmutti mittendrin oder besser vorweg mit anderen Staats- und Regierungschefs im Demonstrationszug eingehakt mitlief, richtig volksnah und -verbunden. Manchmal schaute Merkel nach oben, vielleicht zu den Menschen auf den Balkon, die man im Filmbericht anfangs sah.
An sich mag ich Angie nicht, ihre Politik und so, aber in Paris – toll. Nun erfuhr ich von diesem Blog und bin enttäuscht, jedoch nicht nur von ihr und den anderen VIP, auch von Herrn Dr. Gniffke und seinen Leuten. Kritikresistent werden diese bewussten Suggestionen gerechtfertigt und verteidigt. Einige Foristen bezeichnen es als weltfremd, also dumm und naiv, wenn man gutgläubig den gezielt platzierten Eindruck der Bilder folgt. Die Zuschauer werden attackiert, nicht die Verantwortlichen.
376: Andi:
14. Januar 2015 um 14:37 Uhr

Wenn dieser Fototermin als Geste gemeint war, dann wäre es auch völlig ausreichend gewesen, das genau so auch zu sagen. Beispielsweise: “Politik zeigt sich mit Demonstranten solidarisch.”
Anscheinend reichte das nicht, und so wurde aus einer Geste eine täuschende Vereinnahmung der Demonstration. Das war kein einfaches Gruppenbild, wie man es von jeder politischen Zusammenkunft kennt. Das war schlicht eine Inszenierung mit der Absicht den Eindruck zu erwecken, man würde wirklich mit demonstrieren. Mehr noch…man würde mutig vorweg gehen. Wenn es das ist, was die ARD all denen entgegen setzen will, die da in Dresdnen ‘Lügenpresse’ krakelen…dann gute Nacht.
377: Wolfgang Koch:
14. Januar 2015 um 14:43 Uhr

Es gibt offensichtliche Inszenierungen und “andere”.

Das ist auch nicht das Problem.

Von einer Berichterstattung der ARD erwarte ich aber sehr wohl das solch “Nebenschauplätze” klar benannt werden – ohne – mich im Internet mit ein paar Klicks darüber aufklären zu lassen wie es tatsächlich war.

Im Netz ist zwar auch nicht für bare Münze zu nehmen – aber in einigen Dingen unerbittlich ehrlich.
378: Oskar:
14. Januar 2015 um 14:45 Uhr

ARD Sondersendung 35te Minute ist klar zu sehen wie es ist. In der Tagesschau hätte man es nicht zeigen brauchen, aber in einem Halbsatz schon mal erwähnen können.
379: Norbert Piechotta:
14. Januar 2015 um 14:46 Uhr

Nein, das war keine journalistische Glanzleistung.
Nein, es ist nicht erwartbar, etwas live für Stunden zu verfolgen.
Ja, diese Inszenierung der Staatschefs war keine “starke symbolische Geste” – eine heuchlerische Politshow, gesteuert von Angst vor einen “Attentat” im Kreis der wahrhaft trauernden Menschen, aber hauptsächlich Show.
Ja, der Zusammenschnitt und das begleitende Wort des Moderators war manipulativ und kamen einer Lüge gleich – welch eine erschreckende Koinzidenz zum Unwort des Jahres.
Und ja zum Sprichwort: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht … .
380: Andreas Peter:
14. Januar 2015 um 14:48 Uhr

Lieber Herr Gniffke,

mir langt es schon lange, könnte ich ganz bequem auf Ihre Eruption antworten.
Denn mir langt die im beleidigten Tonfall vorgetragene Selbstgefälligkeit mit der das Flaggschiff des deutschen Nachrichtenjournalismus auf Kritik an seinem Kurs und der Arbeit seiner Besatzung reagiert.

Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass Sie sich nur allzu gerne hinter der Allzweckwaffe “Verschwörungstheorie und -theoretiker” verschanzen. Ist ja auch ziemlich bequem.

Nur leider sind die wenigsten Ihrer Kritiker wirklich pathologische Verschwörungstheoretiker. Und das wissen Sie auch. Und selbst die professionellen Spamer und anderweitig persönlichkeitsgestörten Dauerund Allround-Kommentatoren eingerechnet, ist der Kreis derjenigen, die Ihre Arbeit seriös kritisieren erheblich größer als Sie suggerieren wollen.

Ich bin mit dem Spruch gross geworden, wenn Du im öffentlichen Raum kegelst, musst Du Dich damit abfinden, dass mitgezählt wird.

Ich hoffe, Sie schaffen das auch.
381: Andreas Schmehl:
14. Januar 2015 um 15:05 Uhr

Sie sollten sich einfach entschuldigen für Ihre manipulierte Berichterstattung und nicht noch einen frechen Ton anschlagen. Wir Bürger finanziern Sie leider und dürfen dafür eine wahrheitsgemässe Berichterstattung erwarten. Selten war der Ausdruck “Lügenpresse” so berechtigt wie heute. Schämen Sie sich!
382: Gesunder Menschenverstand:
14. Januar 2015 um 15:11 Uhr

Ich betrachte das so:
1.) War die Darstellung in der Tagesschau zum Teil irreführend? Ja. Wir haben vermutlich alle den Eindruck gehabt, dass die Politiker vorneweg marschiert sind und haben uns darüber gewundert, wie das sicherheitsmäßig möglich ist. ^^
2.) Gibt es deswegen schon wieder gleich eine Verschwörung der “Lügenpresse”? Nein – natürlich nicht. Das Wort ist zu Recht “Unwort des Jahres 2014″ geworden.

Schauen wir doch einmal genau. Hier wurden Journalisten brutal hingerichtet. Das hat sicherlich niemand kalt gelassen. Besonders nicht die Journalisten. In dieser aufgeheitzen Stimmung, in der sich die Ereignisse überschlagen haben, sind diese verfälschenden (hoffnungsgebenden) Bilder entstanden.
Fazit: Das war ein journalistischer Fehler – das muss besser werden, aber es ist menschlich.

An die teils sehr heftigen Kritiker:
1.) Bitte seien Sie doch selber erstmal zumindest etwas objektiv und sachlich…
2.) Ich warte immer noch auf einen Link zur perfekten Alternative…
383: Petra vahn Cronenburg:
14. Januar 2015 um 15:15 Uhr

Manchmal hat man vllt. keinen Hubwagen, aber Bilder befreundeter Sender?
Kleine Erklärung aus Frankreich zum Geschehen, Quellen: Livebericht von TF1 (sogar mit Luftaufnahmen) und France Info.
1. Der Marsch in Paris wurde von den Angehörigen der Opfer und Überlebenden angeführt. Weil die Medien diese recht feinfühlig mal nicht ständig abfotografierten und abfilmten, kamen diese offenbar für andere, die nicht recherchierten, gar nicht vor.
2. Fernaufnahmen zeigen deutlich, dass die Politiker sehr wohl mit dem Marsch mitliefen. Allerdings gab’s Sicherheitsabstand zum Rest der Menge mit Polizisten und Security dazwischen. Ja, die Standfotos wurden abseits gemacht, erstens wegen der Sicherheitslage und 2., um die seit Stunden stehenden Massen nicht noch mehr ins Stocken zu bringen.3. Dass sich die Politiker früher entfernten als das Volk: Sicherheitslage + Gespräche waren der Grund. Kann man auch sachlich erklären.
384: Klaus Scharff:
14. Januar 2015 um 15:19 Uhr

“…..Denn auch das folgende Bild haben wir gezeigt und können damit belegen,…….”

aha . wo und wann wurde das bild denn gezeigt ? herr gniffke sagt , es wäre so , aber er verschweigt uns wo und wann .

na super . aber anscheinend wussten also alle redakteure und beteiligten journalisten , dass die promis gar nicht mit der demo mitmarschiert sind

wie können dann aber die folgenden zitate aus ard und zdf zustandekommen , herr gniffke ?:

1. ZDF : “Mehr als eine Million Menschen gedenken in Paris der Anschlagsopfer …… Unter ihnen Arm in Arm: Staats- und Regierungschefs aus aller Welt.
FALSCH .
2. ZDF : “Die politische Weltelite auf der Straße – Seite an Seite mit dem Volk”
FALSCH .
3. ARD : “Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs haben heute an dem Trauermarsch teilgenommen.”
FALSCH .
4 . ZDF : “Anderthalb Millionen Menschen waren es allein in Paris. Unter ihnen: Staats- und Regierungschefs aus rund 50 Ländern.”
FALSCH

und sie wissen es , herr gniffke .
385: Kai Spätlich:
14. Januar 2015 um 15:28 Uhr

Lieber Herr Gniffke,

Wenn ich den speziellen Fall verfolge dann hat natürlich die Tagesschau Redaktion in allen Medien behauptet -> “Dutzende Staats- und Regierungschefs aus aller Welt marschierten vorneweg. Frankreichs Präsident Hollande und Kanzlerin Angela Merkel starteten untergehakt zum großen Marsch im Zentrum der Hauptstadt.”
Weder in der Tagesschau noch in dem folgenden Brennpunkt, Tagesthemen oder Nachtmagazin wurde darauf hingewiesen das die Aussage faktisch falsch ist.

Wenn jetzt behauptet wird “es geht um ein symbolischen Akt und das sei doch ganz normal” – Sie als verantwortlicher Redakteur bekommen jeden Monat unser Geld dafür das Sie den im Rundfunkstaatsvertrag verhandelten Auftrag erfüllen. Wenn Sie das nicht können oder wollen sollten sie sich einen anderen Job suchen.

Ob ich die taz kaufe oder nicht kann ich selbst entscheiden, Ihr Gehalt muss ich mit bezahlen. Wenn ich Abend für Abend sehe wie das Geld verschwendet wird dann macht mich das traurig.
386: Uli:
14. Januar 2015 um 15:28 Uhr

Ich möchte noch ergänzen, dass es aus meiner Sicht völlig in Ordnung ist, dass ein Chefredakteur seinen Gefühlen so stark Ausdruck verleiht. Konflikte austragen müssen wir alle lernen. Starke Gefühle sind erstmal nicht bedrohlich oder unzumutbar. Wennwir ssie den Vorgesetzten nicht mehr zugestehen, übernehmen solche Aufgaben in Zukunft wieder nur Vollpatriarchen…
387: siegfried:
14. Januar 2015 um 15:29 Uhr

Ein wachsender, zunehmend kritischer und breiter informierter Teil der Menschen in unserem Lande erwartet heute offenbar von den Medien mehr Ojektivität und Vielfalt in der Berichterstattung – und weniger Totschlagargumentation. Kritiker pauschal als Wutbürger oder Verschwörungstheoretiker zu verleumden wird der ARD, wie auch den anderen etablierten Medien, nicht weiterhelfen.
Die Entgleisungen von Herrn Dr. Gniffke auf berechtigte – wenn punktuell auch überzogene- Kritik vermitteln leider nicht den Eindruck, dass man bei der ARD die Zeichen der Zeit verstanden hat, und bereit ist, sich den Realitäten zu stellen. Sollte die ARD in diesem Stil weiter machen, wird dies zwangsläufig zu einer weiteren Erosion des Rufs Ihrer Anstalt und weiterer Entfremdung vom Zuschauer (= Gebührenzahler ) führen.
388: Ich:
14. Januar 2015 um 15:32 Uhr

Um es gleich vorweg zu nehmen, die Tagesschau hat in den letzten Tagen ihre Stellung als Institution einer sachlichen und objektiven Berichterstattung verloren. Leider! Als Fels in der Brandung habe diese ich immer gesehen, aber momentan fühle ich mich in das Jahr 1989 zurück versetzt zur Aktuellen Kamera. Lügenpresse mag vielleicht unpassend sein, aber “KrummbiegePresse” trifft es allemal.
389: ODK:
14. Januar 2015 um 15:32 Uhr

“Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung” schreibt Gniffke – und meint also, Journalisten müssten Teil der Inszenierung sein? Nettes Eigentor. Und zugleich ein tiefer Einblick in das Selbstverständnis der Tagesschau-Macher.
390: Bernd Paysan:
14. Januar 2015 um 15:46 Uhr

Die Wörter “Lügenpresse” und “Verschwörungstheorie” haben eines gemeinsam: Sie werden von den beiden Parteien in diesem Kampf um die Deutungshoheit gegen die jeweils andere Seite eingesetzt, und zwar ausschließlich zur Diffamierung.

Die Politiker haben für den Trauermarsch eine separate Inszenierung veranstaltet, und die Tagesschau hat daraus bewegende Bilder produziert, die den Eindruck mutiger Politiker erweckten, die sich ohne Angst an die Spitze des Trauerzugs, mitten unter’s Volk, wagten.

Nein, der Eindruck war falsch: Unsere Politiker sind von Terrorangst zerfressen, und natürlich *nicht* Charlie Hebdo, denn die Redaktion von Charlie Hebdo traut sich, nur ein paar Tage nach dem Anschlag, eine neue Zeitung mit Mohammed-Karikatur herauszugeben. Dieser Mumm fehlt unseren Politikern völlig.

Was auch fehlt, ist Kritikfähigkeit, gerade bei den Medien, die von rechts als “Lügenpresse” geschimpft werden, wenn sie Propaganda transportieren. Mehr als “VT” fällt denen nicht ein.
391: Klaus Kaisen:
14. Januar 2015 um 15:46 Uhr

Aus dem Pressekodex Ziffer 2

“Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.”

Wer sich beschweren möchte -> https://www.presserat.de/beschwerde/online-beschwerde/

Viele Grüße
Klaus
392: FFH:
14. Januar 2015 um 16:02 Uhr

Lieber Herr Gniffke,
Hanns-Joachim Friedichs in seinem letzten Interview:
„Das hab’ ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.“

Wenn die politische Elite aus 50 Ländern nicht an der Demonstration der Millionen teilnehmen wollen/sollen/können, aus welchen Gründen auch immer – ggf. der sonst nicht zu leistenden Sicherheit, ist es die Aufgabe eines Journalisten das auch genau so mitzuteilen.
Ein Kommentar der Tagesschau hätte dann eine Einordnung vornehmen können und die Politiker hätten ihr Verhalten der eigenen Bevölkerung erklären müssen.
393: Gerhard Manthey:
14. Januar 2015 um 16:06 Uhr

Das Problem ist das Selbstverständnis des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Eine Demonstration von Millionen ist wichtiger als über 40 Staatenvertreter, denn diese haben diese Inszenierung nur gesucht, um ihre jeweilige Politik daraus anzuschließen. Deshalb wäre an erster Stelle der Demonstrationszug der Franzosen zu zeigen gewesen und danach die inszenierte Demo der Politiker, die sich vor ihren Völkern schützen müssen. Das ist ein demokratisches Grundverständnis, das sich Bahn brechen muss, das Demokratie mehr ist als das Herzeigen der Repräsentanten der Staaten. Demokratie im Fernsehen liegt in der differenzierten Darstellung in Wort und Ton und klarer Sprache. Dafür zahlen wir gerne Gebühren.
394: Thomas Stiefel:
14. Januar 2015 um 16:18 Uhr

Werter Herr Gniffke,

dieser “Auflauf” der Politiker in Paris ist doch nicht mehr als eine Farce und Volksverarsche und/oder Volksverdummung. Auf diesen Bildern ist doch der eine oder andere Politiker zu erkennen, dessen Heimatland es mit der Presse- und Meinungsfreiheit, sowie Menschenrechte nicht so sehr genau nimmt, als da z.B. wären:
-Ministerpräsident Netanyahu aus Israel, einem Land mit schärfster Zensur, dessen Armee im vergangenen Jahr sieben Journalisten in Gaza getötet hat.
-Präsident Keita aus Mali, wo Journalisten verfolgt werden, die Menschenrechtsverletzungen aufdecken
-Außenminister Khalid bin Ahmed Al Khalifa aus Bahrain, wo weltweit die zweitmeisten Journalisten (gemäß an der Gesamtbevölkerung) im Gefängnis sitzen (wo sie auch gefoltert werden)
-Premierminister Davutoglu aus der Türkei,

aber darauf geht ja ein “Qualitätssender” wie die ARD oder das ZDF nicht ein und schweigt solche Dinge lieber zu Tode und schwingt die Verschwörungstheoretikerkeule.
395: Jürgen:
14. Januar 2015 um 16:19 Uhr

Wer – wie ich – die Sondersendung über den Trauermarsch in Paris gesehen hat und nicht verstanden hat, dass die politichen Anführer eines nicht unbedeutenden Teils der Welt (verständlicherweise!) NICHT mitten in der Menschenmenge standen, muss blind sein oder hat es mutwillig übersehen…

Was mich an den Medien (in diesem Fall an der taz) immer stärker nervt, sind diese ewige Nabelschau und die krankhafte Gier nach Skandalen und Skandälchen (warum war Obama nicht da? warum hat sich Sarkozy in die erste Reihe vorgedrängelt? war Netanjahu eingeladen oder nicht? Und jetzt eben: warum standen die nur in einer Nebenstraße?)

Wieso kann man ein solches Ereignis nicht einfach mal hinnehmen und unkommentiert stehen lassen?
Ich fand, die Teilnahme der Politiker – in welcher Form auch immer – am Trauermarsch war ein starkes Zeichen. Punkt.
396: Uwe Stengel:
14. Januar 2015 um 16:23 Uhr

“Wo sind eigentlich die Orte, wo man Blattkritik öffentlich macht? Wo ist dieser Austausch, wo man sich selbstkritisch zeigt, anstatt sich nur zu verteidigen? Wir bräuchten Plattformen für einen Ideenaustausch, müssten transparente Kritikformen entwickeln, denn glaubwürdiger Journalismus ist das A und O unseres Gemeinwesens.” (Claus v. Wagner im aktuellen Krautreporter-Interview https://krautreporter.de/286–bei-manchen-artikeln-hatten-wir-wahrlich-das-gefuhl-wir-sassen-quasi-schon-im-schutzengraben ).
Selbstkritik statt Selbstmitleid (“verunsichterte Redaktionen”) und Publikumsbeschimpfung, dann kriegt man auch nicht ständig “auf die Fresse”. Um Vertrauen werben geht jedenfalls anders. Und übrigens: Dass Karikaturen (= Satire = Kunst) zu ihrer Verbreitung zufällig auch gedruckt werden müssen, gibt Journalisten m.E. noch lange kein Recht, die Charlie-Opfer jetzt einhellig als “Kollegen” zu vereinnahmen. Geschweige denn, daraus einen Anspruch auf besondere Rücksichtnahme abzuleiten.
397: Ein Berliner:
14. Januar 2015 um 16:50 Uhr

Ich informiere mich fast nur im Web, umfassend. Der Sonntag war anders: Tagesschau und heute. Bilder/Worte mit großer Symbolkraft: Unsere EU-Politiker MUTIG Arm in Arm voranschreitend, die großen europäischen Werte an ihrer Pariser Wiege hochhaltend, MIT DEM VOLK ZUSAMMENSTEHEND! Ich fragte mich, wie die das überhaupt absichern können, hoffte… Es verstärkte das “ja wirklich mutig”. Ich war begeistert und hatte gleichzeitig Zweifel. Ein Halbsatz Wahrheit hätte genügt…

Maske gefallen – es bleibt mir ein Bild mit großer Symbolkraft:
Unsere armen Politiker, fern des Volkes, in ihrer kleinen Welt, einer einsamen Seitenstraße.
Danke!

Viele kritische Kommentare hier kann ich 1:1 unterschreiben.
Bei den meisten Menschen bleibt das inszenierte Bild im Kopf.
Und das wissen die Regisseure ganz genau.

Wenn Sie nicht beginnen, die Kritik (auch zu anderen Brennpunkten) ernst und anzunehmen, dann verlieren Sie den Rest an Glaubwürdigkeit.

Gute Besserung & kühlen Sie ihr Gesicht 
398: thomas rosenhagen:
14. Januar 2015 um 16:51 Uhr

Werden die Berichte von Kampfhandlungen in den verschiedensten Ländern auch aus “Sicherheitsgründen” nur “inszeniert”?

Und ist uns das alles wirklich klar?

Was unterscheidet die Vorgehensweise der ARD in diesem Falle von der Vorgehensweise z.B. eines inzwischen entlassenen RTL-Reporters auf einer Pegida-Demonstration?
399: Michael Krämer:
14. Januar 2015 um 16:53 Uhr

Jetzt mal ehrlich. Die Berichterstattung in der Tagesschau über die Demonstration in Paris, bei der der Eindruck erweckt wurde, die Politiker marschierten in der ersten Reihe des Domonstraionszuges, war daneben und die Reaktion des Herrn Chefredakteurs, nachdem der Fake aufgefallen war, erst recht.
400: Ron Moritz:
14. Januar 2015 um 16:55 Uhr

Mit dem “zweiten” sieht man besser, heißt es doch immer, nur ist es natürlich peinlich, wenn “das zweite” erst Tage später und durch andere Kanäle in die Öffentlichkeit gelangt. Auf diese Weise muss doch der Eindruck entstehen, es würde bewusst so Bericht erstattet (manipulativ möchte ich nicht gebrauchen), denn auch eine Halbwahrheit ist bereits eine Lüge. Das Versagen liegt in meinen Augen also in der Redaktion und der Schnittechnik (ja, ich gebrauche absichtlich die m.M.n. richtige Rechtschreibung). Da mit den Möglichkeiten der heutigen Informationstechnik derartige Fehler immer schneller und häufiger publik werden, wundert es mich zum Einen nicht, daß “Lügenpresse” wiederbelebt wurde und daß zum Anderen Heerscharen den ARD-Beitrag verweigern, auf den privaten Nachrichtensendern laufen die gleichen Bilder, vermeintlich kostenlos, dafür mit WC- und Raucherpause.
401: Sven B.:
14. Januar 2015 um 17:26 Uhr

Jeder konnte im TV sehen, dass es eine einzelne Gruppe war – und ich habe es auch nicht anders erwartet, die Sicherheitskräfte haben einfach ihren Job gemacht. Und sind wir mal ehrlich, es gab bei den Menschenmassen nicht viel zu marschieren. Kleinkariert.
402: Tobias Hauser:
14. Januar 2015 um 17:27 Uhr

Das wichtigste beim Umgang mit Kritik ist doch, sich beleidigt hinter dem Wort Lügenpresse zu verstecken, während man jede andere Sichtweise als Verschwörungstheorie abtut.
Aber wenn man sich darauf beruft, muss man sich als Journalist auch nicht wundern, wenn einem jegliche Objektivität innerhalb seiner Marketingaktivitäten für die politische Meinungsbildung abgesprochen wird.
Statt dessen soll man sich als Konsument sogar noch damit abfinden, dass das heutzutage so ist und Basta!
Mit dieser Stellungnahme wurde dem Journalismus als solchen ein weiteres Mal ein Bärendienst erwiesen.
Mir tun die Leid, die den Beruf noch ernst nehmen und von so einem mal wieder mit in den Dreck gezogen werden.
403: Joachim Behne:
14. Januar 2015 um 17:38 Uhr

Als ich im Internet die ersten Gerüchte las, dass die Spitzenpolitiker nicht an der Spitze des Zuges marschiert waren, habe ich es nicht geglaubt. Testfrage an meine Frau, ob sie das glaube. Antwort: Ich traue den Medien ja vieles zu, aber das ist erfunden! Nicht viel später las ich die Wahrheit. Wir wurden hinters Licht geführt! Auch wenn in anderen Sendungen die Wahrheit zu sehen war und kluge Kommentatoren meinen, man hätte bei aufmerksamer Beobachtung das doch erkennen können. Die Entschuldigungen von Dr. Gniffke, Fotos von Politikern seien immer Inszenierungen, gehen am Thema vorbei. Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks/FS ist die möglichst objektive Berichterstattung. Sie sind keine Handlanger für politische Inszenierungen.
Vor dem Hintergrund der aktuellen “Lügenpresse-Vorwürfen kann ich Ihnen versichern: Das war der GAU für Ihre Redaktion.
404: Tom Wagner:
14. Januar 2015 um 17:48 Uhr

In meinen Augen ist es auch übertrieben, hier von Manipulation zu reden…JEDOCH (auch wieder eine sehr persönliche Auffassung) lässt sich Manipulation bei der ARD an anderer Stelle finden, wenn beispielsweise bei einem Titanic Chef Redakteur mehrfach (wirklich MEHRFACH) die Angst nach einem Terroranschlag angefragt wird. SO ETWAS ist unnütze Panikmache(wäre Tim Wolff nicht so fein ruhig geblieben) …ich kann es ja verstehen, wo bleibt denn sonst die “Story”?

http://www.youtube.com/watch?v=WPdbJpp9Zqc
405: John Wegener:
14. Januar 2015 um 17:50 Uhr

Nein, Gniffke, das haben deine Arbeiter nicht deutlich dargestellt. Die meisten Zuschauer dachten nach eurem ersten Bericht, dass die Politiker mit dem richtigen Demonstranten ZUSAMMEN demonstriert haben. Es wurde NICHT erwähnt, dass die für sich allein auf einer abgeriegelten Straße herumlungerten Ihr hättet ja sagen können:
“Hier inszenieren sich die Politiker ohne Volk sehr volksnah, das mag Ihnen am Fernsehapparat komisch vorkommen, aber das ist auch ohne Volks ganz ernst gemeint.” Hätten sie ja sagen können…
406: Inge Winterstetter:
14. Januar 2015 um 17:56 Uhr

“Lügenpresse” – ein Unwort? So mancher scheint vergessen zu haben, dass Oskar Lafontaine schon zu seinen SPD-Zeiten von “Schweinejournalismus” gesprochen hat. Auch Jürgen Trittin (Grüne) pflegt diesen Begriff. Keine Sprach-Jury interessiert sich dafür. Offenbar kommt es nicht darauf an, was gesagt wird, sondern wer es sagt. Und bei den TV-Bildern ist unerheblich, ob sie die Realität abbilden. Sie müssen denen nutzen, die in den “öffentlich-rechtlichen” Aufsichtsorganen über Karrieren entscheiden.
407: Gittan Schilling:
14. Januar 2015 um 18:00 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

Nachrichtensendungen wie Tagesschau oder Tagesthemen dürften dazu verpflichtet sein, ein Geschehen tatsachengetreu wiederzugeben. Das wissen Sie natürlich. Umso eigenartiger finde ich es, wenn Sie die Kritik an der Berichterstattung über Politikerveranstaltung in Paris als eine Art Verschwörung abtun.
Was ist geschehen? Politiker beraumten einen Fototermin an, um Solidarität mit den Opfern des Anschlags von Paris zu zeigen. Das hätten einige persönliche Worte an die Opfer auch getan. Aber nicht so wirkungsvoll. Keinem Anwesenden dürfte – auch ohne Leiter – entgangen sein, dass er Zeuge einer 15minütigen Theatervorstellung für die Öffentlichkeit wurde. Inszeniert übrigens auch von Leuten, die einem Teil der Wähler vorwerfen, sie würden das Verbrechen von Paris für ihre Zwecke ausschlachten. Gelingen konnte diese Politikershow nur, weil auch Mitarbeiter von Tagesschau und Tagesthemen ihren journalistischen Anstand in den Garderobenschrank hängten und sich zum Handlanger der Politik machten.

Nicht zum ersten Mal. Mir langt’s auch, Herr Gniffke.
408: Jean Poisson:
14. Januar 2015 um 18:04 Uhr

Egal mit welch salbungsvollen Worten man es auch zu verbrämen versucht: Ein erbärmlicher Schwindel bleibt nun mal ein erbärmlicher Schwindel …

Der Glaubwürdigkeit der ach so seriösen Medien hat diese Aktion jedenfalls mal wieder einen Bärendienst erwiesen!
409: Steffen:
14. Januar 2015 um 18:09 Uhr

Hallo Herr Gniffke,
natürlich war das eine Inszenierung. Zumal die ausgestrahlten Bilder entsprechend kommentiert wurden. Der Trauermarsch mit den Regierungschefs an der Spitze setzte sich in Bewegung, oder so ähnlich! Ich erwarte von Ihnen keine erneute Rechtfertigung der absichtlich falsch dargestellten Tatsachen, sondern endlich eine glaubwürdige öffentliche Entschuldigung!!! Diese Art von Journalismus ist irreführend und empörend zugleich. Was für ein dummer Zufall, das gerade am Tag der Offenlegung durch andere Medien, das Wort Lügenpresse zum Unwort des Jahres gewählt wurde!!!
410: Christian Klein:
14. Januar 2015 um 18:18 Uhr

Lieger Herr Gnifke,

Halten Sie dann bitte auch die Kritik aus, die es an einer solchen Berichterstattung zu recht gibt. Um umfassend und differenziert informiert zu sein, reicht es leider bei weitem nicht mehr aus nur deutsche Medien zu konsumieren: Woher kommt es dann, dass selbst die österreichischen Medien oft einen anderen Blickwinkel auf Sachverhalte wagen und werfen? Wieso bekomme ich unweigerlich den Eindruck, dass ich in Deutschland nur die Hälfte, oder die eine Seite der Medaille `verkauft` bekomme?
411: Stefan Dittrich:
14. Januar 2015 um 18:44 Uhr

Schämen Sie sich. Und wir können uns noch nicht mal dagegen wehren, für Sie ein Gehalt zu bezahlen. Jeder einzelne Euro davon bedeutet Verantwortung gegenüber Ihrem Publikum. Sie laden ohne Not Schuld auf sich. Mit jedem zweifelhaften Bericht und jedem Euro ein bisschen mehr. Wie lange können Sie diese Last noch tragen? Mehr kann man (zumindest höflich) dazu kaum sagen …
412: Tobias Schunke:
14. Januar 2015 um 19:00 Uhr

Sehr geehrte Dr. Kai Gniffke,

natürlich werden Bilder, vor allem von Politikern, auch inszeniert. Nur wollen sie allen Ernste die Bilder von dem G8 Gipfel mit dieser Scharade hier vergleichen. Die Bilder des sogenannten Marschs der Mächtigen sollen natürlich Einigkeit suggerieren, indem sie glauben machen, die Politiker wären zusammen mit den Bürgern marschiert, was nicht der Fall war, und deshalb völlig richtig manipulativ zu nennen ist.

Nach dem 9.11 haben übrigens amerikanische Politiker gemeinsam vor dem Kapitol gesungen. Sie haben aber nicht vorgegeben, dass sie durch Washington marschiert seien. Es geht also auch anders.

Einen Hubwagen hätten sie übrigens auch nicht gebraucht. Der Gang in den ersten Stock hätte es auch getan.

Die Bilder sind eine Peinlichkeit und ein Fehler. Geben sie das doch einfach mal zu! Und machen sie es nicht durch ihr lavieren nur noch schlimmer!
413: hardy:
14. Januar 2015 um 19:03 Uhr

im grunde wird es zunehmend witzlos, sich mit leuten wie niggemeier auseinanderzusetzen, der hat längst den rahmen, in dem er sich bewegt, zugunsten einer hysterischen selbstüberschätzung aufgegeben – und hört ja gar nicht mehr zu. sein kommentar zu diesem blogeintrag jedenfalls macht mich fassungslos.

es ist manchmal so, als hätten menschen eine idealvorstellung von etwas und verstehen nicht, daß die welt nun mal nicht ideal ist. ich ärgere mich ja auch ab und an über dinge im fernsehen (ich ziehe eh das radio vor), aber man kann es auch übertreiben.

niggemeier und co haben den teppich für das “lügenpresse” gelegt und sind bloß zu feige, das wort selbst in den mund zu nehmen oder verantwortung für ihr tun zu übernehmen.
414: Dr. Klaus Baum:
14. Januar 2015 um 19:30 Uhr

Werter Herr Dr. Gniffke, ich habe als Schüler schon fotografiert, und mein Deutschlehrer empfahl mir 1967 eine Seminararbeit in den Ferien über Fotografie als Mittel der Dokumentation zu schreiben. Eines erinnere ich noch, das von der damals sehr bekannten Fotografin Liselotte Strelow stammt: Perspektive, Ausschnitt, Beleuchtung bedingen bereits, dass Fotografie nicht DAS Bild der Welt sein kann, sondern es ist immer nur ein subjektiv bedingter Ausschnitt der Realität. Wer ehrlich ist, muss zugeben, dass er allenfalls eine Annäherung an die Wahrheit darstellt, und nicht die Wahrheit selbst. Hinzukommt, dass Fotografie häufig nur ein Abbild ist, Oberfläche.
Bilder allein genügen nicht, sie müssen interpretiert werden, und genau da fängt die Crux an bzw. da geht sie weiter: Wer wählt welche Worte, warum und wozu? Hier noch ein Zitat zum Rätseln: >>Dialektik ist das konsequente Bewußtsein von Nichtidentät.<< Ich empfehle die Negative Dialektik (Einleitung) von Adorno als Lektüre.
415: Ernst Klas:
14. Januar 2015 um 19:37 Uhr

Leide konnte ich nicht die gesamte Berichterstattung verfolgen. Aber erst dachte ich Respekt! Heute denke ich einfach nur “Lügenpresse” . Vor 26 Jahren war klar das man belogen wird. Heute jedoch und das hätte ich nicht für möglich gehalten, ist die Presse noch höhriger als damals. Pegida hat z.B. ein 19 Punkte Programm wo mir einer etwas Gegenteiliges sagen soll. Anders sieht es schon bei Legida aus.
Leider wird durch falsch oder Nichtinformation die Deutsche Bevölkerung weiter für Dumm verkauft.
416: DirkDIrksen:
14. Januar 2015 um 19:40 Uhr

Hallo Herr Gniffke,
mag sein das sie diese Bilder gezeigt haben! Ich habe sie nicht gesehen! Für mich hat die Berichterstattung der ARD den Eindruck erweckt das die “Regierenden” vorweg laufen, also vor dem Volk. Sie entschuldigen sich schon wieder mit Ausreden wie die Sicherheit der Politiker usw. Ich erwarte von Ihnen das sie das deutlich zeigen und kommentieren, denn tun sie das nicht, stellen sie die Situation einfach falsch dar. Aber an dieser Stelle frage ich wie es sein kann, das Herr Jazenjuk in einem Interview in der ARD sich wie folgt äußert:
“Deutschland und die Bundeskanzlerin machen sehr viel um den Frieden in der Ukraine wiederherzustellen und nicht nur in der Ukraine sondern um die Stabilität in ganz Europa zu gewährleisten. Die russische Aggression in der Ukraine das ist der Angriff auf die Weltordnung und auf die Ordnung in Europa. Wir können uns sehr gut auf den Einmarsch in der Ukraine und auf Deutschland erinnern!”
417: Armand Saccurro:
14. Januar 2015 um 19:44 Uhr

Zu guter Letzt kriegt die taz ihre eigene Verschwörungstheoretiker-Keule vor’s Gesicht…Die taz wird in Sachen Arroganz eigentlich nur noch übertroffen von Vice.
Ich habe nach wie vor ein schlechtes Bild von den (nicht nur deutschen) Massenmedien, aber aus vollkommen anderen Gründen wie die Pegidioten.
Dass jetzt ausgerechnet die Bilder von den Trauermärschen als weiteres Argument für den Ausruf “Lügenpresse” genommen werden, ist doch selten dämlich…Und ausgerechnet dort springen große “Qualitätsmedien” wie der Spiegel und die taz mit auf den Zug und legitimieren den Begriff “Lügenpresse”…
Hurrah, vielleicht ist genau das ja die Absicht, um jegliche Medienkritik für immer unmöglich zu machen? Meine ganz eigene Verschwörungstheorie.

Bisher muss ich sagen, dass der ARD mit der Kritik am gekonntesten umgeht und man sich bemüht, Transparenz zu schaffen.
418: Stefan Weidner:
14. Januar 2015 um 19:47 Uhr

Journalismus trägt zur öffentlichen Meinungsbildung bei bzw. ist der Sinn des Journalismus überhaupt! Nicht umsonst wird dieser auch als die vierte Gewalt im Staat bezeichnet.

Daher muss hier doch ganz einfach Bewertet werden – welche Wirkung (Meinung) wird durch einen Beitrag erzeugt. Szenen, Bilder oder Gespräche bzw. Interviews – werden immer gekürzt, zusammengefasst oder beschnitten (Sende- oder Papierlimit).

Unabdinglich muss die Möglichkeit für den Empfänger der “Nach”-richten sein, so neutral und real wie möglich diese Beiträge zu sehen, um sich daraus seine persönliche (subjektive) Meinung Bilden zu können. Nur das war hier schon nicht mehr möglich, weil eben schlecht gearbeitet (Fotografiert, aufgenommen und kommentiert) wurde.

Und sich hinterher dann zu beschweren, weil andere Journalisten besser gearbeitet haben (größerer Bildausschnitt), lächerlich. Ein Kameramann mit Bus/LKW der keine Leiter/Stativ hat von der ARD, sollte seinen JOB kündigen! Hubwagen wars ->lol!
419: Bernd Käpplinger:
14. Januar 2015 um 19:49 Uhr

Wer selbst den Anspruch von “Authentizität” für das tolle, neue Studio erhebt, sollte sich nicht wundern, wenn man dann auch Kritik bekommt:

„Mit den großformatigen Fotos können die Themen ausdrucksstärker, authentischer und emotionaler bebildert werden, was die Verständlichkeit erhöht.“

Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/faq-studio100.html

Und ein bißchen mehr Kritikfähigkeit würde dem Herren gar nicht schaden.

Bernd K
420: Andreas Böhm:
14. Januar 2015 um 20:21 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

ich habe genug von Ukrainischen Faschisten, die
in den Tagesthemen (7.1.15) unkommentiert die Geschichte verdrehen. Und ich will keine inszenierten Staats-Nachrichtenshows in den von uns GEZahlten
Sendeanstalten sehen!
Privatsender können berichten was Sie wollen, Sie haben jedoch eindeutig einen anderen gesellschaftlichen Auftrag. Und das aus auch diesem Grund:
Es darf nie wieder eine Lügenpresse geben!

Treten Sie zurück!
421: Alfons Mester:
14. Januar 2015 um 20:30 Uhr

Sehr geehrter Herr Gnifke,

ich habe die Tagesschau immer für ein seriöse Medium gehalten, dass mich in meinem 56 jährigem Leben immer begleitet hat. Es war für mich auch nicht selbstverständlich, ständig mit der Lupe und zwischen den Zeilen lesend , die Sendung zu sehen. Nach Ihrer Darstellung scheint das aber notwendig geworden zu sein. Und genau das ist es was Ihnen überspitzt als Lügenpresse vorgeworfen wird. Ich werde mich künftig wohl nur noch über das Internet informieren.
Schade!
422: Mario Sonntag:
14. Januar 2015 um 20:35 Uhr

Aber wenn der Putin solche Bilder in die Welt posaunt hätte?
Da wäret ihr ARD Leute doch mal wieder bei den ersten, die darauf eingehackt hätten.
Nein, Ihr seid NICHt Charlie, ihr seid konform.
423: Christoph Mayer:
14. Januar 2015 um 20:49 Uhr

In der Tat ist die Darstellung hier in Ordnung gewesen und muss nicht gar als Verschwörung tituliert werden.
Was man aber gerade von den öffentlich rechtlichen Medien erwarten muss, ist eine kritische Berichterstattung.
In diesem Zusammenhang sollte man z.B. hinterfragen, woher die “Marketing-Kapmange” “Je suis Charlie” kommt und ob es denn so sinnvoll ist, wenn Millionen sagen: ich bin eine Karikaturist, der rassistische, beleidigende und herabwürdigende Veröffentlichungen macht. (ja, es waren nicht nur Islamisten verulkende Comics dabei, die in Deutschland rechtlich fragwürdig gewesen sind sondern auch rassistische.)
Und dieser Anschlag darf nicht benutzt werden, um noch mehr dessen zu tun, was zu diesem Anschlag geführt hat: Kriege gegen ganze Nationen um Terror zu bekämpfen, Ausgrenzung von Moslems. Und bitte nicht noch mehr totaler Überwachungsstaat. Vielmehr ist jetzt die Zeit gekommen, um sich mit den islamisch Gläubigen zusammenzutun, die ein Morden ablehnen.
424: T. Hippert:
14. Januar 2015 um 20:56 Uhr

Sie: Abs 1, Satz 3 (..)Kritiker bemängeln, dass die Darstellung der Staats- und Regierungschefs am Sonntag in Paris eine reine Inszenierung gewesen sei. Ich möchte versuchen zu erklären, warum ich das für kompletten Unfug halte.(..)

Sie Abs 2, Satz 11 (..) Aber es ist doch so: Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung, jede Pressekonferenz ist eine Inszenierung.(..)

Quelle: dieser Artikel aus dem Jahr 2015 !!
425: Wilhelm Schröder:
14. Januar 2015 um 20:57 Uhr

Die für Sekunden in der ARD-Übertragung ersichtliche Aufnahme mit völlig separiert vom Demonstrationszug agierenden “Politgrößen” ist selbstverständlich nicht geeignet, nur allzu berechtigte Kritik an der inakzeptablen Berichterstattung zu entkräften – ein leider auch anderenorts in der BRD praktizierter Journalismus, welcher nicht selten doch immerhin maßgebliche Sachverhalte unterschlägt, vorliegend mit der sich daraus ergebenden Folge, daß die so verabreichte Information den tatsachenwidrigen Eindruck vermittelt, das trauernde Volk marschiere gemeinsam unmittelbar örtlich vereint und geradezu missionarisch verbunden mit den vorausgehenden Vertretern der internationalen Politik.
Nicht zuletzt angesichts sonst außerordentlich zahlreicher Worte ist es nicht nachvollziehbar, weshalb unerwähnt blieb, daß der schwerbewachte Klub der Weltherrscher von des Volkes Kundgebung abseits flanierte.

Folgendes sei aus den in ARD und ZDF vorgefundenen Berichten zum o.g. Thema hinzugefügt:

ARD Brennpunkt – Ellen Ehni: “Der Gedenkmarsch heute in Paris hatte eine ganz besondere Reihenfolge: In erster Reihe die Angehörigen und die Hinterbliebenen der Opfer und die übrigen Mitarbeiter der Redaktion von Charlie Hebdo und erst dahinter die Staats- und Regierungschefs aus 50 Ländern, die eigens angereist waren.”

ARD Tagesthemen – Pinar Atalay: “Solidarisch und geschlossen unter den Millionen: 40 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Auch sie wurden zu Demonstranten. Diese Bilder aus Paris sprechen für sich.”

ZDF heute – Susanne Freitag (ZDF-Studio Paris): “Die politische Weltelite auf der Straße, Seite an Seite mit dem Volk.”

ARD Tagesschau – Jan Hofer: “An dem republikanischen Marsch nahmen auch die Angehörigen der 17 Anschlagsopfer und führende Politiker aus aller Welt teil. Unter ihnen Kanzlerin Merkel.”

ZDF heute journal – Marietta Slomka: “Anderthalb Millionen Menschen waren es allein in Paris. Unter ihnen: Staats- und Regierungschefs aus rund 50 Ländern. Bilder, die man so auch noch nicht gesehen hat.”

ZDF heute – Petra Gerster: “Mehr als eine Million Menschen gedenken in Paris der Anschlagsopfer und senden ein Signal der Einigkeit. Sie marschieren für Meinungsfreiheit und Toleranz und gegen den Terror. Unter ihnen Arm in Arm: Staats- und Regierungschefs aus aller Welt.
426: Uwe Bussenius:
14. Januar 2015 um 21:09 Uhr

Heute zeigte die Tagesschau den Papstbesuch in Sri Lanka. Dieser Mann zeigt Mut und bewegt sich in der Masse, obwohl auch er mindestens so gefährdet ist wie Politiker bei uns. Bei der Demo in Paris haben unsre Politiker hingegen schlichtweg Angst gehabt und sich WISSENTLICH mittels einer Inszenierung, geschützt von einer Unzahl von Sicherheitsbeamten, so ins Rampenlicht gestellt, daß der Betrachter annehmen mußte, auch sie hätten sich der Masse der Demonstranten angeschlossen. Hier habe ich zwei Kritikpunkte anzubringen:
1) Die Medien, Fernsehen wie Presse, denen diese Inszenierung ja bekannt war, haben mit voller Absicht einen falschen Eindruck beim Zuschauer/Leser hinterlassen, das ist bewußte Irreführung.
2: Politiker, die in voller Absicht dem Bürger eine falsche Solidarität vortäuschen, verdienen kein Vertrauen mehr. Wie andere reagieren ist mir egal, aber für mich hat Frau Merkel mit dieser Show jeden Respekt verloren.
427: Andreas:
14. Januar 2015 um 21:21 Uhr

Sehr geehrte Medien und Blogschreiber

meine Sichtweise zu den Medien -keine Kritik-
wenn wir eine friedliche Welt wünschen…
dann sollten wir ALLE die Intension unseres Handelns erkennen. Um die Probleme dieser Welt zu lösen brauchen wir eine faire, objektive Berichterstattung. Eine Berichterstattung, die bis zu den Ursachen vordringt.
Eine Diskussion wie hier in diesem Blog ist ein guter Anfang!
428: Dirk Lehmpuhl-Ponta:
14. Januar 2015 um 21:22 Uhr

Dieser Blogbeitrag macht das Geschehene eigentlich nur schlimmer! Keine Einsicht, keine Entschuldigung, dafür Beschimpfung und Verunglimpfung von Kritikern. Ich war eigentlich immer ein Freund von öffentlich rechtlichen Medien. Das fängt derzeit ganz stark an sich zu ändern.
429: Hyyperlic:
14. Januar 2015 um 21:28 Uhr

Wer hat denn von “Lügenpresse” angefangen? Und waren diese vor Ort? Haben diese es mit ihren eigenen Augen gesehen?
430: Pique:
14. Januar 2015 um 21:41 Uhr

Herr Gniffke, indem sich Frau Pohl von der taz selbst diskreditiert hat, wird sie hoffentlich nicht mehr zum Presseclub des WDR eingeladen. Seien Sie stark und verteidigen Sie unsere demokratischen Werte der Presse- und Meinungsfreiheit.

We are Charlie!
431: Joe:
14. Januar 2015 um 21:53 Uhr

Der Satz von Frau Pohl (verkürzt) sagt es doch eigentlich recht gut: “…dass die Wirkung der Bilder – übrigens auch für deutsche Medienmacher – manchmal wichtiger ist als die Dokumentation der Realität.”

Die 1,5 Millionen waren beeindruckend.
Und das so viele Staats- und Regierungschefs in diesem Zusammenhand Einigkeit demonstriert haben eine tolle Sache – zumal einige eine lange Anreise hatten.

Das sie nicht mal eben so ein paar Kilometer unter Demonstranten marschieren ist dabei eigentlich klar.
Das wäre auch gar nicht zu verantworten.

Die Medien haben es aber doch nicht nötig das aufzubauschen.

Das mag noch nicht mal böse Absicht oder gar gezielte Meinungsmache sein, wie gern behauptet wird.

Es ist plumper Sensationsjournalismus.
Und der ist nun mal anfällig dafür tendenziös zu werden.

Berichtet doch einfach so gut und so neutral wie möglich. Verweist auf Quellen wenn Ihr Agenturmaterial verwendet und scheut Euch nicht auch mal was zu berichtigen.
432: Delta120:
14. Januar 2015 um 22:03 Uhr

Die gewählte Zusammensetzung der Bilder lässt eine Geschichte erzählen, die so nicht passiert ist. Vorsätzlich wurden Bilder Manipulativ erstellt und ein Bericht von einem Ereignis erzeugt, dass es so definitiv nicht gegeben hat.

Das ist kein Bericht, dass war eine reine Propagandaschau. Den Begriff der Lügenpresse passt hier anschaulich.

Das Niveau fällt nun deutlich unter der Aktuellen Kamera von vor 1989 und Herr Gniffke gibt hier Zeugnis ab, warum!

Die Wahrheitsgetreue, kritische moralisch, integere Berichterstattung war einst mal ein Aushängeschild des Westens. Zeigen was ist! Nicht zeigen was erträumt wird!
433: Dirk Lehmpuhl-Ponta:
14. Januar 2015 um 22:07 Uhr

Also wenn Pressefreiheit so aussieht, dass mit einer gezielten Bildauswahl etwas anderes suggeriert wird als in Wirklichkeit geschah – dann erinnert mich das an Junge Welt, Neues Deutschland und Aktuelle Kamera vor 1988. Ich sag nur pfui Teufel. Ihr solltet euch was schämen!
434: Jimbo:
14. Januar 2015 um 22:12 Uhr

Die Aufgabe des Journalismus ist meines Erachtens sicher nicht die Darstellung eines Meinungsbildes. Kritische Stimme zur dieser Darstellung sind mit ihrer ziemlich flachen Wortwahl weder widerlegt noch diskreditiert. “Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt wieder richtig auf die Fresse bekomme: Mir langt’s.” – reicht mir einfach nicht. Wenn´s ihnen langt, dann hören Sie doch einfach auch. Ansonsten erwarte ich als Zuschauer eines sachliche Auseinandersetzung mit diesem Thema und keine pauschale Unterstellungen wie “Verschwörungstheoretiker”. Der Großteil dieser ist nämlich der Grund für ihren Lohn. Und wenn ich diesen Zwangs-Service schon zahlen muss, dann erwarte ich eben auch qualitativ hochwertigen und kritischen Journalismus. Und nicht diese Art von Gemaule.
435: Andreas:
14. Januar 2015 um 22:13 Uhr

Jetzt mal ganz nüchtern betrachtet:

a) die Staatschefs trauern mit Frankreich
b) die Staatschefs setzen ein Zeichen und signalisieren Gemeinsamkeit
c) die Staatschefs sind natürlich gefährdet

fasse ich a-c zusammen ist

d) die Staatschefs werden geschützt

mehr als logisch. Wäre irgendwas passiert
hätte genau in einem dieser Portale gestanden:

e) welcher Leichtsinn!
f) oder?
436: Basti:
14. Januar 2015 um 22:41 Uhr

Herr Dr. Gniffke,
bekanntlich macht der Ton die Musik. Ihre Tonalität ist für diese Diskussion nicht angemessen. Leider passieren solche handwerklichen Fehler in letzter Zeit häufig und daher kommt nun einmal auch die berechtigte Kritik.
Sie schreiben: “Das ist Journalismus, das ist die Auswahl von Bildern, Ausschnitten und Fakten. Das ist harte journalistische Arbeit, die sich an ethischen und handwerklichen Standards messen lassen muss.”
Hier wurde leider ein sehr wichtiges Faktum vergessen zu erwähnen und deswegen ist Kritik berechtigt. Daher würde ich sagen, handwerklich schlecht gemacht. Als mündiger Bürger erwarte ich von der ARD sachliche, objektive und faktenorientierte Nachrichten. Keine Shows, Inszenierungen, einseitige Meinungen und sprachliche Manipulationen oder Spekulationen wie in Zusammenhang mit z.B. Pegida. Seien sie sachlich ohne Wertung, zeigen sie Fakten sowie Pro & Contra Argumente! Das ist doch nicht so schwer oder? Dann gibts auch nichts auf die “Fresse”.
437: Jörg Hartlieb:
14. Januar 2015 um 22:58 Uhr

In der 20 Uhr Tagesschau vom 11.01.2015, wie sie in Ihrer Mediathek zugänglich ist (http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-6283.html), findet sich entgegen Ihrer Behauptung nur das 1. Bild, nicht das 2. Bild, das den separaten Aufmarsch der Spitzenpolitiker deutlich macht. Wo wurde das 2. Bild gesendet?
438: Samiras:
14. Januar 2015 um 23:15 Uhr

Als 4. Säule der Demokratie versteht man eigentlich eine Art Korrektiv. Was aber die Medien in den letzten 3 Jahren veranstalten hat weit mehr von Propaganda. Fast unabhängig von der jeweiligen Meldung.

Anstatt unabhängig vom Hintergrund auch kritisch zu berichten, vor allem, wenn Sarkozy! mitläuft, wird diese Aktion als fast heroisches Mahnmal dargestellt (welches es in keinster Weise ist).

Und was ist die Reaktion von Herrn Gniffke?
Angriff auf die Kritiker, Zuschauer und “die Anderen”.

Ja, so wird Propaganda gemacht. Vor 70/80 Jahren hätte das gut funktioniert. Heute gibt es alternative Informationen aus vielfältigen Quellen, aus denen man seinen eigenen Standpunkt weit besser ableiten kann.

Als Redakteur und angeblicher Verfechter der Meinungsfreiheit sollten Sie sich viel eher Gedanken darüber machen, wie schnell diese “Kämpfer der Werte” bereit sind im Angesicht des Terrors einzubrechen und alle Errungeschaften der letzten 200-300 Jahre zu opfern
439: Feyn:
14. Januar 2015 um 23:36 Uhr

Seit nunmehr drei Jahren bleibe ich den Mainstream- Medien fern und komme nur noch ab und an damit Kontakt. Seit mir klar wurde, dass Berichterstattung zuallererst eines der Mittel politischen Kalküls ist, kann ich keinem Schreiber mehr trauen, den ich nicht persönlich kenne. Und gerade weil ich einige kenne, weiß ich, dass es immer nur entweder um Geld geht oder um Macht. Es widert mich an, dass man im Großen und Ganzen nur für dumm verkauft wird…
440: DasLicht:
15. Januar 2015 um 00:10 Uhr

Die zwei Mörder bzw. Islamisten von Paris waren auch “RICHTIG SAUER”auf Charlie genau so wie SIE nur die Islamisten hatten ihre gefühle nicht im griff. Ich frage mich nur wie lange es so weiter geht!
441: Christoph:
15. Januar 2015 um 00:36 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke, liebes Tagesschau-Team,

lassen Sie sich bitte nicht von den ewig gestrigen, desillusionierten und frustrierten dieses Landes verunsichern. Die Tagesschau macht nach wie vor eine tolle Arbeit und ist nicht umsonst DIE Nachrichtensendung schlechthin. Sie machen eine sehr gute und ausgewogene Arbeit und genießen mein vollstes Vertrauen. Bitte genau so weiter machen! Danke!
442: Lexa Schalom:
15. Januar 2015 um 02:27 Uhr

Hää?? Es wurde gesagt GEMEINSAM mit Millionen Franz. laufen die Politiker. Nicht, dass sie 1,5 km entfernt sind und isoliert laufen? Die Presse und die ARD sagen nicht die Wahrheit.

Manchmal frage ich mich, ob es Einzelfälle sind, wenn sowas bekannt wird, oder ob´s regelmäßig solche Falsifikate gibt ?!???
443: Der Julius:
15. Januar 2015 um 03:16 Uhr

Es kann wohl niemand etwas dagegen haben, dass Politiker geschützt werden und dementsprechend separiert von den Massen marschieren. Problematisch wird es aber, wenn die Medien dies an keiner Stelle erwähnen, die Tatsachen gar “verbiegen” und eine Volksnähe vorgaukeln, die so leider nicht vorhanden ist. Des Weiteren wäre es angebracht, zwischen Verschwörungstheorie, -ideologie und -mythos zu unterscheiden! Mir persönlich reicht es nämlich, dass Bürger, welche Berichterstattungen, Ereignisse usw. hinterfragen statt nur zu konsumieren, gleich in die Ecke der Spinner gedrängt werden!
444: Mac:
15. Januar 2015 um 06:22 Uhr

Ich verstehe nicht, was Schreiberlinge wie diesen antreibt, Verschwörung und die dazu passenden Theoretiker als solche zu bezeichnen. Die meisten Theorien sind gar keine mehr, es sind längst bewiesene Tatsachen, die niemand mehr bestreitet. Aber die Verblendungs Journalisten glauben immer noch daran, dass Politik so ist, wie sie uns von oben präsentiert wird. Er schreibt hier etwas von Trauermarsch, macht sich aber keine Gedanken darüber, warum der gleiche Marsch mit normalen Bürgern von den Politikern in eine paarhundert Meter Entfernung stattfand. Anscheinend gibt es immer mehr Verschwörungstheoretiker Herr Schreiberling, denn kaum jemand in Europa will mehr etwas mit Politikern zu tun haben. Ausser solche wütenden wie sie. Aber wie sie es anfangs sagten” Es reicht”. Uns schon lange mit euch Manipulanten…
445: Joachim Kieß:
15. Januar 2015 um 06:38 Uhr

Es geht hier überhaupt nicht um Verschwörung und allerlei sonstigen Unfug.

Es geht darum, wie – insbesondere deutsche – Medien (man lese im Vergleich dazu nur mal Medien, z.B. aus der Schweiz) seit vielen Jahren einen Journalismus betreiben, der viel mit Meinung und oft nur noch wenig mit Information zu tun hat (vermutlich, weil man “das Volk” ja unbedingt erziehen muss).

Dass diese Art des Journalismus im Zeitalter von Internet, Handy-Videos etc. keine Zukunft mehr hat, sollten langsam auch Journalisten begreifen.

Andernfalls werden die Verwender historisch belasteter bzw. polemischer Schlagworte wie “Lügen-Presse” irgendwann die Deutungshoheit über den Inhalt journalistischer Arbeit übernehmen …
446: Kay Petri:
15. Januar 2015 um 07:09 Uhr

Es ist ganz Klar. Wir haben so viele Flüchtlinge aus anderen Ländern wie noch nie. Die Medien manipulieren schon immer. Das ist nix neues, von daher nicht überraschend. Durch die Nutzung der neuen Medien werden sie nur mittlerweile überführt. Da braucht auch nicht nach Ausreden gesucht werden. ES IST BELEGT!! Man kann sich alles so hindrehen wie es gebaucht wird. Beipsiel Charly Attentat. Plötzlich sind alle Menschen Charly???? Das bedeutet gleichzeitig dass Sie anti islamistisch eingestellt sind, denn man macht sich nicht über andere Glauben Lustig, erst recht nicht wenn man doch gar so tolerant ist wie immer behauptet. In diesem Zusammenhang wird die Pressefreiheit als Grund vorgeschoben, der Glaube der beschmutzt wurde ist völlig egal. Über die Krim Berichterstattung will ich jetzt gar nicht erst anfangen. Das ist alles gelogen. Als besetztes Land werte Freunde ist das aber alles kein Wunder. google: souveränität Deutschland.
447: Salatski:
15. Januar 2015 um 07:54 Uhr

Das einzige, was ich in der Debatte um die “Lügenpresse” sehe, ist die schnell voranschreitende Spaltung des Volkes.

Das ist der schlimmste Effekt, den die Leitmedien durch ihr Verhalten derzeit zu verantworten haben. Schon hier im Blog lässt sich spielend leicht die polarisierende Wirkung der Meinungsmache ablesen. Es gibt keine Positionen mehr dazwischen. Man ist entweder für oder gegen die Presse und ihre Darstellungen, es gibt keine Graustufen mehr.

Und exakt dadurch entsteht die größte und vielleicht gefährlichste aller Lügen, nämlich, dass die Welt schwarz-weiß ist.

Es sollte aber Aufgabe der Presse sein, das Gegenteil zu vermitteln, auch mal ein Ausgleichsventil sein, die Stimme der Vernunft.

Vielleicht sollten einige Vertreter der Presse sich mal fragen, woher denn der ganze Unmut kommt.

Aber das wissen sie bereits, die Medien. Sie wissen, was sie tun. Und ihnen sollte klar sein, dass dieser Konflikt sich nicht mit netten Worten lösen lassen wird.

Das wird böse enden.
448: Fischermann:
15. Januar 2015 um 07:59 Uhr

An den Autor dieser nachträglichen Rechtfertigung: Durch Ihren rechtfertigenden Kommentar demontieren Sie Ihre Vorstellung von “Qualitätsjournalismus” selbst. Wenn Sie wirklich nicht verstehen, warum immer mehr Menschen in diesem Land von “Lügenpresse” reden, ist Ihnen nicht mehr zu helfen. Vorschlag: verzichten Sie auf “Inszenierungen”, Kommentierungen, Rechtfertigungen, Richtigstellungen, Fotomontagen, Weglassungen etc. und berichten Sie einfach das, was ist. Auch wenn es Ihnen total schwer fällt….
449: Klaus P.:
15. Januar 2015 um 08:07 Uhr

Aha. WANN wurde das zweite Bild gezeigt? Tippe mal auf die selbe Sendezeit und -platz, wo man ungeschnittene Interviews mit russischen Präsidenten bringt. Im Brennpunkt jedenfalls nicht; hier wird ab 8:09 von oben (kein Hubwagen?) draufgehalten und natürlich brav hinten abgeschnitten.

https://www.youtube.com/watch?v=HQRYWDaEKWs&t=480

Also bei solch schlecht geführtem Rückzugsgefecht würde ich nicht gar so auf die Pauke hauen.
450: Michael Buth:
15. Januar 2015 um 08:31 Uhr

Wenn die Rede von inszenierten Bildern ist, dann hoffe ich, dass diejenigen, die sich hier darüber aufregen keine anderen Probleme haben. Sollte einer dieser angeblichen Glaubenskrieger (gleich welcher Religion oder Herkunft) seine Chance nutzen und einem oder mehreren dieser Politiker Schaden zufügen, was wäre denn dann? Hätten mehr oder weniger als 50% dieser Kritiker dann geschrieben, dass die Teilnahme an einer Massenkundgebung ein Fehler war? Für jeden Personenschützer ist es ein Horrorszenario, wenn sich die zu schützende Person plötzlich dazu entscheidet sich aus der Schutzzone zu entfernen. Ich halte es für ein gutes und wichtiges Zeichen, dass die Politik Zusammenhalt demonstriert hat und den Menschen, die wirklich großes Leid erfahren haben, wenigstens diese Unterstützung zuteil werden lässt. Diese Menschen scheinen die Kritiker hier zu vergessen. Die, um die es wirklich geht, sind die Ermordeten und deren Hinterbliebene. Ihnen sollte unser Mitgefühl zuteil werden.
451: Bürger ohne Doktortitel:
15. Januar 2015 um 08:38 Uhr

Sehr geehrter Herr Doktor Kai Gniffke,

durch Ihren Artikel fühle ich mich wohl etwas angegriffen, weil auch ich (wie viele anderen), das von Ihnen präsentierte Bildmaterial des Politikermarschs mit dem einer anderen Realität nebeneinander in den sozialen Medien abgelichtet hat. Offensichtlich kann Ihre Redaktion, obwohl durch Bürger des Landes finanziert, überhaupt nicht mit der Kritik derer umgehen. Zu keinem Zeitpunkt verwendete ich den Begriff Lügenpresse und bin kein Verschwörungstheoretiker (oder wie Sie sonst gerne die Minderheit der freidenkenden Menschen bezeichnen). Sind Sie sauer, weil die von Ihnen hart erbrachte Leistung, sich als eine einseitig berichtete Denkblase entpüppt hat und das auf einem Niveau einer Boulevardzeitung? Anstelle von Hetze gegen Ihre eigenen Leser, die vom Journalismus eben eine Berichterstattung von mehreren Seiten und Betrachtungswinkeln erwarten, erhöhen Sie die Qualität ihrer Einseitigkeit oder fangen Sie mit investigativem Journalismus an. LG
452: Tim:
15. Januar 2015 um 09:01 Uhr

Es mag Ihre berufliche Realität sein, daß Politiker eigentlich nur noch Inzenierungen verkaufen.

Ich als Medienkonsument hege aber die Erwartung, daß die Berichterstattung ggf. den Inszenierungscharakter darstellt – wo möglich. Sie sind kein Hofberichterstatter.

Ich hab hier Ihre Sendung nicht gesehen und kann sie nicht konkret beurteilen. Daß die Inzenierung zunächst von allen Medien als “Politik gemeinsam mit dem Volk” verkauft wurde und der Bildausschnitt bewußt mit Spin gewählt wurde, hat offenbar – im Vergleich zur Realität – sehr viele Menschen negativ überrascht.

Irrführen kann man auch durch Weglassen von negativen Tatsachen – und das ist durch keinen noch so guten Zweck zu rechtfertigen.
453: Martin Buchwald:
15. Januar 2015 um 09:20 Uhr

Ich habe die Bilder auch in den Nachrichten gesehen und bin davon ausgegangen, was ich hier zu sehen bekomme sind Politiker in vorderster Front vereint mit den Demonstranten für Freiheit und Demokratie einstehend!

Ich war davon ehrlich beeindruckt, da ich der politischen Elite Europas, nach der lächerlichen Veranstaltung mit Obama in Berlin zu so viel Bürgernähe nicht mehr im Stande sah!

Der Zusammenschnitt dieser Bilder war kein Versehen! So etwas passiert eben nicht einfach so! Es ist die Zusammenfassung von 2 getrennten Ereignissen zu einem. Das ist Täuschung und eben nicht Information!

Ich schlage eine Umbenennung der Tagesschau in “Aktuelle Kamera” vor, damit wir künftig alle wieder wissen wo wir eigentlich sind.

Schämen Sie sich Herr Dr. Giffke, wenn am 19. wieder 5.000 mehr bei Pegida mit laufen dürfen Sie sich Ihren Anteil gerne mit anrechnen!
454: Matthias Büchler:
15. Januar 2015 um 09:31 Uhr

Die ARD ist absolut unseriös und einfach nur noch “Mittelmaß” bis “schlecht”, wenn es um Journalismus geht. Sicherlich noch nicht auf dem Niveau von manchen Privatsendern – jedoch ist hier stets zu bedenken, dass Sie meine Damen und Herren, von uns Steuerzahlern bezahlt werden und einen klaren Auftrag haben!

Und da verhalten Sie sich oft und öfter in den letzten Monaten, einfach immer mehr wie Politiker. Nämlich die Dinge so zu präsentieren, wie sie ihrer Subjektiven Stimmung/Gesinnung/Meinung nach eben sei oder besser – sein sollte. Und das hat leider mehr mit Politik als Journalismus zu tun…

Dazu andere Journalisten Kolleginnen und Kollegen welche seriöser oder wahrer berichten bzw. hinterfragen, als Verschwörungstheoretiker in eine Ecke zu Stellen und abzuwatschen – na das ist dann sogar noch unter dem Niveau von “Bauer sucht Frau” o.ä.! Mehr fällt mir hierzu nicht mehr ein. Flach, peinlich und plump!


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 on: January 16, 2015, 04:22:32 AM 
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251: Klaus Kemmler:
14. Januar 2015 um 09:49 Uhr

Herr Gniffke,
überlegen Sie einmal wer sie eigentlich bezahlt. Ihr Auftraggeber sind nämlich wir,der Gebührenzahler und bei schlechterArbeit gibt es Kritik! Das ist völlig opportun.
Ihr eigener Programmbeirat hat Sie zweimal gerügt ob der tendenziösen Berichterstattung aus der Ukraine. Da ist mimosenhaftes Rumgezicke wenig hilfreich.
Sind Sie der Aufgabe noch gewachsen ?
252: E. Schmidt:
14. Januar 2015 um 09:49 Uhr

“Angeführt wurde der Gedenkzug …” – so steht es wörtlich auf tagesschau.de, und zwar immer noch. Reden Sie sich nicht raus, Herr Gniffke, das macht alles nur noch peinlicher.

Grüße von einer Zuschauerin, der die Medien immer wieder vor Lügenpresse-Rufen verteidigt und der das langsam zu blöd wird. Denen machen Sie es leicht, Ihren Fürsprechern immer schwerer. Welch geballte Ignoranz!
253: Wolfram Schweickhardt:
14. Januar 2015 um 09:51 Uhr

Es ist ein erheblicher Unterschied, ob die Politiker den großen Trauerzug tatsächlich anführen oder separat marschieren. Für einen getrennten Marsch der Poltiker gibt es nachvollziehbare Gründe, vor allem unter Sicherheitsaspekten. Aber als öffentliches Fanal gegen den Terror wäre ein gemeinsamer Auftritt noch viel stärker gewesen. Das wurde hier suggeriert. Vielen Zuschauern ist erst hinterher aufgegangen, dass die Politiker gar nicht an dem eigentlichen Trauermarsch teilgenommen haben und fühlen sich jetzt hinters Licht geführt. Herr Gniffke rechtfertigt die hier krititiserte Berichterstattung damit, “es sei immer eine Inszenierung, wenn sich Poltiker vor eine Kamera stellen”. Von einem unabhänigen Medium hätte ich mehr kritische Distanz zu solchen Inszenierungen erwartet. Die Rechtfertigung von Herrn Gniffke kommt einem Eingeständnis gleich, dass er sich bzw. sein Medium selbst als Bestandteil der Inszenierung versteht. Dann darf er sich nicht wundern, wenn viele Zuschauer der ARD nun vorwerfen, dass sie sich zum Instrument der Manipulation hat machen lassen.
254: Martin Zühlsdorf:
14. Januar 2015 um 09:52 Uhr

Sehr geehrte Herr Gniffgke,

laut Pressekodex Zitat:” Richtlinie 3.5 – Fiktive Sequenzen.
Fiktive Sequenzen und gestellte Bilder sind klar als solche zu kennzeichnen.”

Und sie wollen doch wohl nicht ernsthaft behaupten, das ihre Darstellung der Ereignisse, vorallem im Brennpunkt, dem Anspruch gerecht geworden ist, oder?

Das wiegt um so schwerwiegender, als das die einige Berechtigung, von mir per Zwang Gebühren zu erheben, untrennbar mit ihrer journalistischen Sorgfalt verbunden ist…

Insofern ist ihr Kommentar aufschlussreich, ich befürchte nur in anderer Hinsicht als sie sich das wünschen.
255: Andre:
14. Januar 2015 um 09:54 Uhr

Mein Vorschlag an die Journalisten:
Ab einem gewissen Punkt muss man die Dauernörgler und “alles Besserwisser” einfach IGNORIEREN. Wir wissen es alle und sagen / schreiben es nur nicht, weil das unhöflich wäre: Einige von diesen “Verschwörungstheoretikern” sind in ihrem eigenen Leben teilweise vollkommen erfolglos, sitzen den ganzen Tag vor dem Rechner und meinen aber über alles Bescheid zu wissen und jeden und alles in Grund und Boden stampfen zu können. Einzelne sind auch (ganz offensichtlich) geistig verwirrt. sorry, aber das ist einfach so. Andere können einfach nicht ertragen, dass nicht alle genau IHRE Meinung haben.

Liebe tagesschau Redaktion: Es gibt natürlich immer Verbesserungspotenzial, das ist klar. Aber auf jeden Mist muss man nicht reagieren. Der grossen Mehrheit gehen diese V-Theoretiker ziemlich am Ar*** vorbei
256: Birgit:
14. Januar 2015 um 09:55 Uhr

Mit dem Begriff “Verschwörungstheorien” werden gerne Menschen verunglimpft, die bestimmte offizielle Verlautbarungen – sehr oft zu Recht – hinterfragen. Sie werden so lange lächerlich gemacht, bis die Wahrheit ‘rauskommt, was normalerweise ziemlich lange dauert – in diesem Fall ging es sehr schnell.
Vorgestern musste ich an den Sketch “Richling als Einstein”(auf YouTube) denken, der darstellt, wie sich die Politiker immer weiter vom Volk entfernen und hatte mich gefragt, wo sie in der Realität derzeit sind – bei dem (GANZEN) Bild bekomme ich die Antwort.

Es ist gefährlich, dass so viele Medien bei dieser Volksverdummung mitmachen, denn bei anderen Themen sind die Manipulationen (oft) schwieriger zu durchschauen, aber es lohnt sich…
257: Thomas Höhmann:
14. Januar 2015 um 09:57 Uhr

An Dirk H Nr. 144:
Das Foto erinnert Sie an Zeiten, wo “die sowjetische Zensur Trotzki neben Lenin herausschnitt, um ein politisch korrektes und genehmes Foto zu suggerieren”.
So ganz falsch ist Ihr Einwand nicht. Immerhin wurde hier die räumliche Trennung der Politiker von der Haupt-Demo verschleiert, obwohl sie für den Fotografen offensichtlich war.
Andererseits sind die Politiker ja immerhin für die gleiche Sache auf die Straße gegangen wie das Volk. Da könnte man einwenden, dass dieser räumliche Abstand eben nicht so wichtig war, als dass man ihn hätte zeigen MÜSSEN. Das ist eine Frage der Schwerpunktsetzung.
Hiergegen lässt sich aber wieder einwenden, dass vor Ort die räumliche Trennung durchaus eine sichtbare Sache war, die ein mit Bildmitteln arbeitender Fotograf nicht einfach weglassen darf.
Mein persönliches Fazit: Mich erinnert es nicht an die sowjetische Zensur, aber schon an Bilder aus Tourismus-Prospekten, wo die Baustellen nicht aufs Foto dürfen.
258: Wir sind also selber schuld von 09:09:
14. Januar 2015 um 09:57 Uhr

Sie treffen den Nagel auf den Kopf und genau den schwachen Punkt bei Herrn Gniffke:

Der Vorwurf der Tatsachenverdrehung wird hier von Herrn Gniffke gekontert mit, sinngemäß, die Bilder waren doch da, Sie hätten doch nur danach suchen müssen. Ja, aber die korrigierenden Bilder waren eben nur sehr selten da, im Verhältnis zu den irreführenden Bildern.

Genauso reagieren die Medien immer auf den Vorwurf der Einseitigkeit: “Die anderen Berichte gibt es doch auch!” Ja, aber in welchem Verhältnis bzw. mit welchem Impact?

Mit genau demselben Trick argumentieren auch Versicherungen und Banken, wenn sie ihre Kunden abzocken: Stand doch im Kleingedruckten des Vertrages!

Zur Mündigkeit des Bürgers gehört es darum, niemandem zu vertrauen, stets das Kleingedruckte zu lesen und den Medien nix zu glauben. Und wer das als “Verschwörungstheorie” abtut, der ist bestenfalls naiv. Jedenfalls sollte er keine Bankgeschäfte tätigen.
259: Dr. Bernhard Jungblut:
14. Januar 2015 um 09:59 Uhr

Zunächst die Anmerkung, dass ich zu den Politiker-verdrossenen Menschen gehöre (nicht Politik-verdrossen!). Die Berichterstattung suggerierte, dass die Politiker sich an die Spitze des Zuges gesetzt hätten. Ich war zutiefst beeindruckt, dass diese Politiker den “Arsch in der Hose” hatten, sich einem solchen Risiko auszusetzen und damit ein extrem starkes Signal setzen. In diesem Moment habe ich meine Politiker-Verdrossenheit ernstlich hinterfragt. Nunmehr erfahre ich, dass es sich um eine “Inszenierung” handelte und die Bilder sowie die begleitenden Kommentare schlichtweg irreführend waren. Medien haben den Auftrag, Inszenierungen genau als solche darzustellen, was noch nicht einmal “schädlich” gewesen wäre. Ihr Haus hat jetzt “den Salat”. Noch mehr Menschen nehmen Sie als willfährig Mitwirkende von Politiker-Inszenierungen wahr. Keine “Verschwörungstheorie”, sondern die Frage wahrhaftiger Berichterstattung unter allen Umständen (welche ich mir wünschen würde).
260: kinder-sind-unschlagbar:
14. Januar 2015 um 10:00 Uhr

Also für mich klang die Berichterstattung (auch in der Tagesschau) so, als hätten die Staatsoberhäupter “den Marsch” angeführt. Vielleicht prüfen Sie ja nochmal selbstkritisch, ob in der 20 Uhr Tagesschau dieser Eindruck vermittelt wurde.
Wenn das der Fall ist, dann ist dies journalistisch zweifelhaft und man kann von gezielter Desinformation sprechen. Der Weg zur Lüge ist dann nicht mehr so weit.
“Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung.” Das ist richtig. Aber Ihre Aufgabe als öffentlich rechtlicher, von unseren Gebühren finanzierter Sender, ist es nicht, diese Inszenierung mitzumachen, sondern die Wahrheit hinter der Inszenierung zu zeigen. Oder verlange ich da zu viel?
261: Thomas Panto:
14. Januar 2015 um 10:02 Uhr

Nach so einem Statement von Herrn Dr. Kai Gniffke, kann man ihn doch wirklich nur noch zum sofortigen Ruecktritt auffordern. Dass die Tagesschau ihre Zuschauer versucht zu manipulieren, so dass man diese Sendung getrost “Aktuelle Kamera” nennen koennte (den Ostdeutschen wohl bekannt), und das schon frueher Zuschauerapplaus bei Gruenen und SPD Politikern dazugeschnitten wurde, der so nie wirklich stattfand, nun aber von Inzenierung bei einer Pressekonferenz zu reden und das damit zu vergleichen, dass Bilder manipuliert werden… wie war das mit dem Unwort 2014 “Luegenpresse”…???
262: Margret Schacht:
14. Januar 2015 um 10:03 Uhr

Die Verteidigung des Pressefotos mit der Reihe der Staatschefs als richtige Aussage ist zwar gut und schön, aber nicht jeder Mediennutzer, ich auch nicht, hat ständig die Möglichkeiten der Manipulation mit Fotos im Kopf. Wenn die Dinge so klar erkennbar waren und doch etwas anders mit dem Foto kommuniziert wird, warum macht man dann überhaupt noch Fotos? Um die Leute zu verwirren? Und es war tatsächlich so, dass ich schon beim ersten Anschauen auf tagesschau.de nach einer Bildunterschrift zur Erläuterung gesucht habe und keine fand.
263: Andreas Götze:
14. Januar 2015 um 10:05 Uhr

Wie ich diese vor Empörung strotzenden Parolen “Ich wurde hier auch hinters Licht geführt” liebe.
Diejenigen unter euch, die sich Zeit zur Informationsbeschaffung nehmen, werden nicht “hinters Licht” geführt. Diejenigen unter euch, die sich auf schnellem Weg über Bilder und große Überschriften (Bildzeitung etc.) sowie Kurznachrichten informieren, müssen mit gekürzten Beiträgen leben. Und meiner Meinung nach sind die zwei getrennten Märsche eher eine sekundäre Information.

Wenn einem korrekte Informationen etwas wert sind, sollte man sich hier auch die Zeit nehmen und nicht lächerlich in den Chor der “Lügenpresse” mit einstimmen.
264: Oliver E.:
14. Januar 2015 um 10:06 Uhr

Wie kommt eine Redakteurin der taz dazu, hier von “Lügenpresse” zu sprechen?
Was ist bei der Aktion der Politiker denn wichtiger? Daß man zeigt, daß diese – aus verständlichen Gründen – als eigene Gruppe laufen? Oder dann doch, daß sie ein Zeichen gegen Terror setzen und ihre Anteilnahme demonstrieren wollen? Wenn man will, kann man alles schlecht reden.
Und nur mal so nebenbei: kein Foto und auch kein Video ist in der Lage, die “ganze” Wahrheit zu zeigen. Denn es sind immer nur Momentaufnahmen und zudem auch lediglich Momentaufnahmen eines bestimmten Bereiches. Für die “ganze” Wahrheit fehlt doch schon das Geschehen, daß sich hinter der Kamera abspielt und das zu der Gesamtsituation dazugehört.
Außerdem müßte man dann jedes Fotoalbum als “Lüge” bezeichnen – oder läßt sich jemand freiwillig fotografieren, wenn er/ sie gerad wütend ist? Oder wenn es im Urlaub gerade regnet und man gefrustet im Hotelzimmer hockt? Eher nicht – gehört aber zum Gesamten dazu …
265: Dennis:
14. Januar 2015 um 10:08 Uhr

In der Tagesschau-Hauptsendung vom Sonntag lautete der erste, von Jan Hofer vorgetragene Satz so: “In Paris sind bis zu anderthalb Millionen Menschen auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Terrorismus zu setzen; an dem republikanischen Marsch nahmen auch die Angehörigen der 17 Opfer sowie führende Politiker aus aller Welt teil, unter ihnen Kanzlerin Merkel”.

Das klingt in der Tat nicht so, als habe es zwei Veranstaltungen gegeben. Man kann darüber streiten, ob man das schlimm findet. Ich finde das gar nicht schlimm, denn der Ausdruck des Marsches der Politiker ändert sich dadurch in meinen Augen nicht. Man kann das aber anders sehen. Jedenfalls kann man nicht behaupten, das sei in der Tagesschau unmissverständlich dargestellt worden (zumal die Standbilder oben wohl aus der Übertragung und nicht aus der Tagesschau stammen).
266: Rene A:
14. Januar 2015 um 10:15 Uhr

“Heute geistern schon wieder wilde Verschwörungstheorien durch soziale und traditionelle Medien. Kritiker bemängeln …”

Dazu Paul Schreyer auf Telepolis:

“wird der Begriff ‘Verschwörungstheorie’ heute vor allem benutzt, um Ansichten zu beschreiben, die nonkonform sind.

Das Wort wird somit in einer pauschalen Weise benutzt, die sich logisch oder vernünftig kaum mehr fassen lässt.

Problematisch wird eine Debatte zum Vertrauensverlust der etablierten Medien in jedem Fall dann, wenn Begriffe wie ‘Verschwörungstheorie’ weitgehend unreflektiert als Instrument der Ausgrenzung abweichender Meinungen benutzt werden.”

In diesem Sinne, Herr Gniffke, sollten Sie das Wort “Verschwörungstheorie” endlich und endgültig aus Ihrem Wortschatz verbannen. Andernfalls sind Sie leider kein ernstzunehmender Teilnehmer an dieser Diskussion.
267: Schweriner:
14. Januar 2015 um 10:17 Uhr

Die Bildauswahl und der Schnitt der Berichterstattung in ARD und ZDF erfolgte in einer Weise, dass man hier von einer bewußten Irreführung der Zuschauer ausgehen muss. Ich war erst sehr beeindruckt von den Politikern, sich an die Spitze des Zuges zu stellen. Nun weiss ich, dass dies gar nicht so war, sondern dass sie nach der “Show” zurück in ihre Autos gestiegen sind. Sie haben also gar nicht an der großen Demonstration teilgenommen. Ich bin entsetzt, dass sich unsere öffentlich- rechtlichen Sender so eine Berichterstattung erlauben und die Zuschauer so manipulieren. Die Staatschefs sollten sich schämen, dass Sie die Anschläge von Paris so schamlos zur Selbstdarstelung nutzen und dabei gleichzeitig auf die PEGIDA schimpfen, wenn dort schwarze Armbinden getragen werden. Und Herr Dr. Kniffke, Sie regen sich zu Unrecht auf. Das öffentlich- rechtliche Fernsehen hat nun gezeigt, dass der Begriff “Lügenpresse” nicht ganz aus der Luft gegriffen ist. Das macht mir nun wirklich Angst.
268: Holger Weß:
14. Januar 2015 um 10:17 Uhr

“Verschwörungstheoretiker” scheint das neue totschlagargument zu sein. Wie armselig.
269: Andi M:
14. Januar 2015 um 10:20 Uhr

Werte Leserschaft.
Ist es nicht traurig, dass die Politiker unserer Länder nicht mehr ohne Schutz unters Volk dürfen. Wie krank sind wir “normalen” den, dass sich ein Staatsoberhaupt fürchten muss.
Dies ist wohl das traurige Thema an dieser ganzen Inszenierung.
270: Mediator:
14. Januar 2015 um 10:21 Uhr

Jeder hier ist ein Experte in Medienarbeit – wie beim Fußball? Na Klar!

Eine ungefilterte Wirklichkeit gibt es nicht, den selbst wenn man vor Ort wäre, dann ergibt sich immer noch durch die Wahl des Standortes eine bestimmte Perspektive auf das Geschehen.

In der langen Berichterstattung wurde deutlich, warum die Politiker aus Sicherheitsgründen getrennt und nur eine kurze Strecke an dem Demonstrationszug teilnahmen.
Verschleierung? Blödsinn!

Ein auf 3 min kurzer Beitrag kann nur mit komprimierten Bildern arbeiten.

Aufgabe von Medien ist es auch immer die Botschaft so zu verpacken, dass sie dem Betrachter überhaupt zugänglich wird.

Dies geschieht u.a. durch die Wahl von Auschnitten, Kommentaren und Schnittführung.
Wer möchte unkommentierte Bilder von Verkehrsüberwachungskameras betrachten?

Frankreich lässt sich nicht einschüchtern und erfährt durch internationale Spitzenpolitiker Solidarität. Dies war die Botschaft.
Für Nebenbotschaften bleibt in 3 min Sendezeit wenig Platz!
271: Piet:
14. Januar 2015 um 10:25 Uhr

Offenbar ist Frau Merkel nicht ganz so volksnah und Herr Putin nicht ganz so einsam, wie es uns ARD&Co glauben machen wollen.
272: Thomas Höhmann:
14. Januar 2015 um 10:28 Uhr

An 264: Oliver E.:
Ihre Beispiele bringen mich auf einen hübschen Vergleich: Wer in Pisa vor dem schiefen Turm steht, sieht immerzu Touristen, die sich so ablichten lassen, als würden sie den Turm wieder geraderücken – ein einfacher Trick mit der Perspektive.
Lügen die Fotos dieser Touristen?
Nein. Sie behaupten ja zuhause gar nicht, dass sie den Turm repariert hätten, jeder weiß ja, dass das so nicht geht. Ebenso weiß jeder, dass sich nicht mehrere Dutzend hoher Politiker einfach in die große Volksmenge stellen können, weil das viel zu gefährlich für sie wäre. Deshalb kann man das Tagesschau-Foto nicht pauschal als Lüge abtun.
Allerdings kann man dem Tagesschau-Publikum auch nicht verübeln, dass es sich genasführt vorkommt, das kommt daher, dass für die Tagesschau besonders strenge Maßstäbe des Qualitätsjournalismus gelten.
273: Marco:
14. Januar 2015 um 10:29 Uhr

falsche Überschrift!

es muss nicht “die Verschwörung” sondern “der fehlgeschlagene PR Gag von Paris” heißen. Ausserdem ist es bezeichnend, wenn ein gestandener Journalist, statt Fehler zuzugeben, mit der Verschwörungskeule um sich schlägt. Und ein Manipulationsversuch ist jawohl nicht von der Hand zu weisen, auch “wenn ich die “Eigenheit” dieses Bildes mit einiger Recherche hätte herausfinden können”.

Ich habe einmal in meinem Publizikstudium gelernt, dass die Medien (auch als 4. Gewalt bezeichnet) eine aufklärende und informative Funktion erfüllen sollten (ist im Rundfunkvertrag so festgelegt und der Grund, warum alle GEZ zahlen). Diese Episode belegt aber einmal mehr eindrucksvoll, dass sie nurmehr willfahrige Helfer der selbstinzinierenden Politik sind. Und das ist FALSCH! Also, weniger Leute diskreditieren und einfach mal den Job richtig machen!
3,5 Millionen (!) Menschen waren gestern sehr mutig. Nur eine Handvoll hatten Angst und wollten trotzdem mutig dastehn…
274: Philipp Hofmann:
14. Januar 2015 um 10:35 Uhr

Genau wegen dieser von Herrn Dr. Gniffke an den tag gelegten Selbstgerechtigkeit und Unfähigkeit zur Selbstkritik meide ich die Berichterstattung der Tagesschau.
275: Gunter:
14. Januar 2015 um 10:36 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,ein “Watergate – Skandal” unter den derzeitigen Verhältnissen würde nicht mehr stattfinden können, da wäre die Schere in den Köpfen zu groß. Öffentlicher Diskurs ist für die “Mächtigen” zu gefährlich, ist es aber doch der Kampf der Meinungen ein Lebenselement der Demokratie.
Die Einflussnahme auf die “Vierte Gewalt” ist nicht zu übersehen. In den Chefredakteursstuben wird nur über die “Veröffentlichte Meinung” gebrütet. Es wird versucht die Deutungshoheit immer wieder an sich zu reißen .
276: Philipp:
14. Januar 2015 um 10:36 Uhr

Ich finde das Bild gar nicht schlimm und es ist klar, dass es eine Inszenierung ist. Finde es viel schlimmer sich dort Hand in Hand mit Mördern, Kriegsverbrechern und korrupten geputschten Vorstehern Hand in Hand blicken zu lassen.
277: Heide Sommer:
14. Januar 2015 um 10:38 Uhr

Guten Morgen,
ich habe erst heute von dieser Inszenierung gelesen, daher kommt meine Reaktion leider verspätet, aber nicht weniger empört. Ich empfinde immer mehr Abscheu gegen manipulierte Medienberichte, einseitige Berichterstattung seit Maidan. Wer das Buch von Ulfkotte “Gekaufte Journalisten” gelesen hat, ist erschüttert. Daher trifft der Begriff “Lügenpresse” nach meiner Ansicht voll die Wahrheit.
278: Nina:
14. Januar 2015 um 10:39 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke, mir langt es langsam auch! Sie als Journalist wissen um die Symbolkraft von Bildern und selbstverständlich hat die gesamte Berichterstattung aus Paris vorgegeben, die Regierungsvertreter seien gemeinsam, Seite an Seite, Schulter an Schulter, in vorderster Reihe, mit dem Demonstrationszug marschiert. Dies wurde durch das gesamte Setting,durch Schnitt, Ton und Kameraperspektive umgesetzt. Auch die Kommentatoren haben keine andere Deutung einfließen lassen. Es handelt sich um eine bewusste und vorsätzliche Inszenierung der Situation, die die Symbolik von Geschlossenheit, Solidarität und friedlicher Eintracht zwischen dem Volk und den Staatschefs entwickeln sollte und ja auch entwickelt hat. Die bewusste Verzerrung der Realtät, beziehungsweise die Überhöhung der eigenen positiven Eigenschaften (TWir sind die Guten) ist Propaganda!
Und es regt mich von Tag zu Tag mehr auf! Nicht der Islam bedroht unsere Meinungsfreiheit sondern unkritische Journalisten!
279: kwifte:
14. Januar 2015 um 10:42 Uhr

“Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, is das immer eine Inszenierung.”
Aha! Dann handelt es sich also bei den Tagesschau. Mitarbeitern nicht um Journalisten, die über Politik und Politiker berichten? Es handelt sich also um Intendanten und Regisseure, die Politik und Politiker inszenieren? Und wer schreibt eigentlich die Drehbücher?
Im übrigen, von mir bekommen Sie, Herr Gniffke, gar nichts auf die Fresse. Auch nicht, wenn sie mir die Antwort auf die Frage schuldig bleiben, was Sie zum Chefredakteur des wichtigsten Inszenierungs… äh Nachrichtensenders dieses Landes qualifiziert. Oder andersherum: Wären Sie tatsächlich Chefredakteur von ARD aktuell geworden, wenn Sie nicht bereit wären, bestimmte Politik und Politiker zu inszenieren?
280: Daniel:
14. Januar 2015 um 10:53 Uhr

Das Blöde an der aktuellen Situation: Einige Journalisten sind inzwischen – vermutlich zermürbt und getrieben von überwiegend wahnwitzigen “Lügenpresse”-Vorwürfen – nicht mehr in der Lage, die Kritik zu filtern und sich mit dem sachlichen Teil sachlich auseinanderzusetzen. Verständlich, aber ungünstig. Als “Normalo” hat man inzwischen wiederum das Problem, das man in jedem Forum von Spinner-Einträgen umgeben ist. Ebenfalls ungünstig.

– Man kann der Auffassung sein, dass die Berichterstattung in diesem Punkt handwerklich nicht optimal war. Und man kann das ansprechen. Zumindest kann man als Zuschauer darüber stolpern.

– Man kann sich gegen diese Kritik verteidigen und sogar den Standpunkt vertreten, dass man sie unbegründet oder übertrieben oder… findet, weil… Leider schafft Letzteres der Blog-Eintrag nicht.

Hier stehen trotz allem sehr viele überraschend ausgewogene Kommentare, z. B. Kommentar 270 von Mediator. Vlt. ein gutes Vorbild für den nächsten Blog-Eintrag…
281: Jörn C.:
14. Januar 2015 um 10:56 Uhr

Lieber Herr Gniffke, es ist interessant zu sehen, dass sich anscheinend fast kein Kommentator über den Satz der taz-Chefredakteuren empört. Das ist fast noch beängstigender als der Satz selbst, gesprochen von einer Chefredakteurin (!) einer “linken” (!) Tageszeitung. Und ja das Zitat ist richtig wiedergegeben, ich hab es mir persönlich nochmal von der dpa bestätigen lassen, dass Frau Pohl es so gesagt hat.
An alle anderen Kommentatoren hier: Frau Pohl hat gesagt, dass das Wort “Lügenpresse” anscheinend kein Hirngespinst der Pegida sei, sondern… Laut taz selbst vom gestrigen Tag ist das Nazijargon. Und die Chefredakteurin nutzt das Wort in der Diskussion um die Fotos der Staatsoberhäupter in Paris um zu sagen, dass es leider kein reines Hirngespinst sei… FÄLLT DAS KEINEM AUF?
282: Cyzzle:
14. Januar 2015 um 10:59 Uhr

Es ist erstaunlich zu beobachten, wie weit Terrorismus wurzeln kann. So tief, dass die Branche des Journalismus und alle Interessierten in eine Diskussion treten die letztlich nicht auf den Fakten beruht, sondern darauf, wie und in welcher emotionalen Art und Weise auf Kritik der Darstellung reagiert wurde.

Bleibt bei den Fakten und stellt Euch Diskussionen in vernünftigen Settings. Über Soziale Medien Verlautbarungen über Dritte zu veröffentlichen ist Kindergartenpetzerei auf technisch hohem Niveau, Frau Pohl und Herr Gniffke.
283: Ralph Müller:
14. Januar 2015 um 11:02 Uhr

Ich habe mir die Berichterstattung der Tagesschau am Tag des Trauermarsches auf Tagesschau angesehen und muss klar und deutlich sagen, dass durch die gezeigten Bilder vermittelt wurde,dass die Politiker den Marsch anführen. Dies wurde durch die bereits bereits zitierten verbalen Beiträge, sowie in Textform, seitens der Journalisten untermauert.
Es wurde in der Kombination Bild / Kommentar / Text schlichtweg nicht die Wahrheit berichtet, dem Zuschauer und Leser Informationen vorenthalten, die zum Zeitpunkt der Berichterstattung bereits bekannt waren.
Die Macht des Bildes bei Wahrnehmung und Beurteilung wurde manipulativ eingesetzt.
Übrigens: Bei Gericht werden Zeugen vor der Befragung darüber belehrt, dass sie der Wahrheit verpflichtet sind und auch nichts VERSCHWEIGEN dürfen.
Warum wohl auch die Betonung auf dem “nicht verschweigen”?
Ein Journalist ist im übertragenen Sinn auch ein Zeuge, der über Ereignisse berichtet, nur eben nicht vor Gericht.
Welch ein Armutszeugnis der Presse
284: Yannis:
14. Januar 2015 um 11:03 Uhr

Ich beginne das Internet langsam zu verabscheuen. Ich würde mich anstelle der Tagesschau-Redakteure einfach davor schützen und die Kommentar-Funktion abschalten.
Die Nutzer glauben hier eine Diskussion führen zu können, oder ihre Meinung an eine größere Öffentlichkeit zu bringen, aber das meiste hier sind austauschbare Phrasen. Irgendein Stammtisch-Müll, den ich auch noch lese.
Das hier ist kein öffentlicher Diskurs. Es ist für viele die Gelegenheit sich den Frust von der Seele zu schreiben, wenn sie es grad nicht schaffen, auf eine Pegida-, oder Mahnwache zu fahren.
285: K.H.Philippi:
14. Januar 2015 um 11:04 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Gniffke…

bin eigentlich gespannt, wie Ihre Reaktion aussieht auf den ja doch wohl (fast) einhelligen Tenor im Blog.
Dumm gelaufen für die ARD und tagesschau.de.
Ich denke, sie liegen z.Zt. angenockt von den vielen Kopftreffern(um das wort “Fresse” zu vermeiden) in der Ringecke und hoffen, dass jemand so viel Empathie zeigt und das weisse Handtuch in den Ring
wirft.
Ich wünsche Ihnen baldige Genesung. Rappeln Sie sich auf und beginnen sie in der “Anstalt ARD” mit einem gezielten Training zur Verbesserung der journalistischen Qualitaet in ihren Redaktionen.

Und vor Allem !Wechseln Sie die Trainer vor allem die aus CDUCSUSPDGRÜNENLINKEN usw usw usw…

Einen schönen guten Morgen wünsch ich Ihnen !
286: Thomas:
14. Januar 2015 um 11:06 Uhr

Ups, da ist aber jemand angefressen. Die Traditionsmedien, die ehemaligen Gralshüter der einzigen, objektiven Wahrheit, müssen sich mit ihrer neuen Rolle wohl noch anfreunden: Ein Informationsmedium unter vielen zu sein und wesentlich kritischer unter die Lupe genommen zu werden, Internet und Facebook sei Dank. Geht übrigens Anwälten und Ärzten genauso, wenn das als Trost herhalten kann. Die Fixierung auf Politiker, Ihre Gesten (Raute) und Symbolhandlungen nervt, da muss auch die Tagesschau mal ihre Ásthetik ändern, andere spannendere Bilder zeigen. Der Eindruck wurde ganz klar geweckt: Die Politiker marschieren vorweg. Punkt. Und mit Kritik sollte man souveräner umgehen, gerade als Chef einer “Institution”.
287: Satzinger Gernot:
14. Januar 2015 um 11:10 Uhr

Hier unter diesem Link ist noch einmal die erste Berichterstattung über den Marsch in der Tagesschau um 17.15 Uhr. Wo bitte wird hier darauf hingewiesen, dass die Politiker gesondert marschieren?????? Mehr sag ich dazu nicht! http://www.ardmediathek.de/tv/Tagesschau/tagesschau-17-15-Uhr/Das-Erste/Video?documentId=25784490&bcastId=4326
288: Marina:
14. Januar 2015 um 11:11 Uhr

Als Kollegin und als Zuschauerin möchte ich Ihnen sagen: Sie hätten diesem sicherlich historischen Marsch nichts von seiner Symbolhaftigkeit genommen, wenn Sie der Ehrlichkeit halber einfach kurz darauf hingewiesen hätten, dass die Staatschefs nicht im Pulk mit den übrigen Bürgern marschieren. So entsteht tatsächlich der Eindruck einer Manipulation, und das ist sehr schade – zumal es sich um eine so gute und wichtige Sache handelt.
289: K-Thom:
14. Januar 2015 um 11:14 Uhr

Was für ein apologetischer und weinerlicher Beitrag.
290: Piet:
14. Januar 2015 um 11:14 Uhr

Bei dem Bild aus der Vogelperspektive bekommt man den Eindruck, dass sich nicht nur Sarkozy nach vorne drängeln wollte. Vielleicht hielt man sich deshalb in der ersten Reihe so fest untergehakt 
291: Klaus Ewinger:
14. Januar 2015 um 11:21 Uhr

Die effektivste und gleichzeitig einfachste Manipulation ist die Manipulation durch weglassen und nicht erwähnen von Fakten zu einem Thema und oder Situation, und diese Art von Manipulation beherrschen Tagesschau & Co meisterlich.
292: Stephan Keller:
14. Januar 2015 um 11:23 Uhr

Kein Presseorgan beansprucht in einer Demokratie die Wahrheit für sich. Das Gute an der Pressefreiheit ist ja, dass sich der Betrachter selbst aus verschiedenen Beiträgen seine “Wahrheit” basteln kann. Wer sich immer nur an einer Einzeldarstellung orientiert hat entweder den Sinn dieses Pfeilers der Demokratie nicht verstanden oder ist zu faul sich selbst ein vielfältiges Bild zu machen. Demokratie fordert und will nicht bedienen!
293: J. Mierscheid:
14. Januar 2015 um 11:26 Uhr

Aber es ist doch so: medienunkundige Bürger nehmen nicht wahr, dass Medien eine Inszenierung transportieren, wenn sie Politiker abbilden. Pressekonferenzen kennen die meisten nur aus dem Fernsehen, und wissen weder um kodifizierte noch um medieninhärente unkodifizierten Regeln der solchen.

Wenn selbige Bürger nun aus einer anderen Quelle eine andere Perspektive auf eine Inszenierung bekommen, und sich sogar herausstellt dass die bisherigen Berichte diese Perspektive kaum beleuchtet haben – dann wird das Vertrauen in die traditionellen Medien erschüttert.

Es gibt dann zwei Möglichkeiten: entweder man glaubt, dass man belogen wurde weil alles eine Inszenierung ist oder man glaubt, dass der Fehler bei einem selbst liegt da man ständig Inszenierungen geglaubt hat.

Zusammenfassend:
Die traditionellen Medien haben die Deutungshoheit verloren und haben noch nicht gelernt damit umzugehen. Zudem sind die Bürger sind blöd, wollen sich aber nicht dafür halten und den Fehler bei sich suchen.
294: Stephan P.:
14. Januar 2015 um 11:27 Uhr

Wie schön, daß im Internet-Zeitalter jeder Experte für alles ist und vor allem alles besser weiß als die Leute, die für ihren Job ausgebildet wurden. Natürlich muss sich die Presse, das öffentliche Kontrollorgan, auch von der Öffentlichkeit kontrollieren lassen. Nur wenn dies wie in der “Lügenpresse-Kampagne” durch Leute geschieht, deren hervorstechenste Eigenschaften selektive Wahrnehmung und Ignorieren von Tatachen sind, dann wird es langsam ärgerlich. Bleiben Sie auf Ihrem sachlichen Kurs, liebe Tageschau-Redaktion!
295: Andy:
14. Januar 2015 um 11:33 Uhr

Her je,ich beobachte die “Szene” schon eine längere Zeit.
Und jetzt, nach Jahren, haben sie es endlich geschafft. Sie haben es tatsächlich geschafft, das ein teil der Bevölkerung auf ihre Parolen und Manipulationen herein gefallen sind. Nein nicht der “Mainstream” ist naiv und dumm.

Liebe Journalisten,
Bitte Bitte, last euch nicht auch noch von diesen Leuten verunsichern! Macht eure Arbeit weiter so wie ihr es einst gelernt habt.
296: Horst Pachulke:
14. Januar 2015 um 11:39 Uhr

Wie der Kommentar der ARD wohl ausgesehen hätte, wenn dasselbe Bild aus Nordkorea, China oder dem bösen Russland gekommen wäre? Wie sieht der Kommentar der ARD aus, wenn Bilder aus dem Archiv die gezeigte Lage (die Herrscherkaste fein segregiert vom Pöbel) in der DDR wiedergeben?
Ich meine mich zu entsinnen, dass das in anderen Medien schon als “Abgehobenheiten” klassifziert wurde. Das stimmt ja auch… wer sich hinter MGs und Polizeiketten verschanzen muss, hat als Herrscher in der Geschichte regelmäßig schon abgewirtschaftet gehabt, das bloß noch nicht ganz wahrhaben wollen. Genau so regelmäßig wollte das auch die berichterstattende Zunft nicht ganz so deutlich schreiben oder hören.

Warum nur?
297: Thomas Höhmann:
14. Januar 2015 um 11:41 Uhr

An 55: Marko Geertz:
Ich gebe Ihnen da recht: Es stimmt, dass die Tagesschau mit dem Bild eine Inszenierung macht. Eine viel größere Inszenierung ist aber das, was die Politiker sich da haben einfallen lassen: Untergehakt einträchtig marschieren sie und sagen: wir haben uns alle lieb! Obwohl die Probleme keinesfalls gelöst sind! Da inszeniert die Tagesschau ein Bild, das eine Inszenierung zeigt – Falsch mal Falsch gibt Wahr!
Kann man den Politikern – und mit ihnen auch der Tagesschau deswegen Vorwürfe machen?
Politisch ist es vermutlich der richtige Schritt, jetzt so eine Riesenshow zu machen, mit der Parole: Der Islam ist ok, und die Terroristen haben gar nichts mit dem Islam zu tun. Sowas versöhnt und schafft Stabilität.
Ob es sich mit dem Islam tatsächlich so verhält, oder ob es eine bloße Parole bleibt, müssen wir abwarten.
298: B. Leidigt:
14. Januar 2015 um 11:41 Uhr

Es ist zwar leider wahr, dass Politiker versuchen, sich zu inszenieren. Genauso wahr ist aber (leider) dass Medien versuchen diejenigen Bilder auszusuchen, von denen sie sich die beste Wirkung versprechen, selbst wenn diese nicht die (momentane) Wahrheit abbilden. Gerade die Tagesschau liefert da immer schöne Beispiele ab (siehe Konflikt Russland/Ukraine). Da wäre etwas Selbstkritik ganz schön, vor allem wenn man gleichzeitig bejubelt, dass das Wort “Lügenpresse” zum Unwort des Jahes gekürt wurde. Herr Dr. Gniffke sollte sich nicht daran beteiligen, dass das Unwort weitere Nahrung erhält!

B. Leidigt
299: DonaldX:
14. Januar 2015 um 11:44 Uhr

Was mir an vielen Bildern und Fernsehausschnitten von dieser Poltikerparade auffällt ist, daß man den Ausschnitt meist so wählt, dass der Poroschenko nicht zu sehen ist. Der ist ein merkwürdiger Verbündeter im Kampf um die Meinungsfreiheit. Nicht nur, dass Fernsehchefs unter seiner Präsidentschaft gewaltsam entlassen werden, auch werden Journalisten in seinem Land ermordet, ohne das das Konsequenzen hat. Dies, und die fehlende Berichterstattung bzw. Empörung in der deutschen Medienlandschaft wären ein Grund, Bilder wie diese zu kritisieren.
300: SEPP58:
14. Januar 2015 um 11:49 Uhr

Solche Bilder Fakes sind aus Diktaturen bekannt.Wollten diese Regierungsmitglieder sich nicht zu dem Pöbel begeben.

Da fragt man sich was man der Bilderpresse noch glauben kann die scheinbar eine inszenierte Regierungs Berichterstattung leistet.Und das bei dem Hintergrund des Unwortes des Jahres.Fragt sich da die Medien Landschaft nicht ob sie besser diese Hofberichterstatter die dies auch noch rechtfertigen aus dem Verkehr zu ziehen sind?Das verstößt außerdem gegen das Presserecht.Diese embeddet “Journalisten” sind eine Schande für die Medien.
301: fruuf:
14. Januar 2015 um 11:52 Uhr

Der Autor selbst weist ja schon in äußerst prosaischer Weise darauf hin, dass er hier wohl Widerspruch zu erwarten hat. Zu Recht, was hat er erwartet?
Mitleidvolles Verständnis dafür, Beihilfe zum Bürgerbetrug zu leisten? So ist das nämlich zu verstehen, nicht anders!

Ein Hinweis in der Berichterstattung “Die Staats- und Regierungschefs gingen aus Sicherheitsgründen getrennt in einer Nebenstrasse gegen dieses Verbrechen geeint demonstrieren, dass …” Warum lässt man diese doch nicht unbedeutende Sachinformation weg, sondern wählt eine Darstellung, die nicht der Wirklichkeit entspricht?

Um Glaubwürdigkeit zu erlangen wäre Selbstkritik der wohl erfolgreichere Weg der Medien, solch eher trotzige Selbstrechtfertigungsversuche empfinde ich eher peinlich.
302: An der Elbe 2014:
14. Januar 2015 um 11:54 Uhr

Ich habe den Trauermarsch live im TV verfolgt. Es sah auch sehr inszeniert aus. Ich hatte auch den Eindruck, als seien viele Politiker verängstigt gewesen. Merkel sah des Öfteren angespannt auf die Häuser. Das ganze fand ich sehr unglücklich, wollte man doch gerade zeigen, dass Angst keinen Platz hat. Vielleicht ist es gerade das, was die Bürger in Europa so verunsichert. Das sind für mich auch Gründe, warum Bürgerbewegungen immer mehr Zulauf bekommen. Leider auch rechtsorientierte oder radikale religiöse Gruppen. Die Politiker hätten ein Zeichen setzen können. Ich hätte mir gewünscht, dass sich unter das Volk mischen. Das sie auch den Millionen Bürgern auf der Straße gezeigt hätten: Wir stehen zusammen. Das Thema Sicherheit lasse ich jetzt völlig außer Acht. Denn Paris hat gezeigt, dass Anschläge immer und überall passieren können. Auch in abgeriegelten Seitenstraßen, wo sich Politiker zum Trauermarsch einfinden. Jeder Bürger in Paris hat für mich mehr Mut bewiesen!
303: Ingrid Margarethe Engelmann:
14. Januar 2015 um 11:55 Uhr

Danke für diesen satirischen Beitrag. Oder habe ich ihn falsch verstanden?
304: Rene A:
14. Januar 2015 um 11:58 Uhr

Passend zum Thema Manipulation mit Bildern, hier ein Foto aus einer israelischen Zeitung:

http://msc.wcdn.co.il/w/w-635/1837457-5.jpg

Bitte mal vergleichen mit denselben Bildern in deutschen Zeitungen … kleiner Tipp: Auf dem Bild der israelischen Zeitung fehlt eine Person aus der ersten Reihe, die offensichtlich heraus retouchiert wurde! Wer fehlt? Sehr unterhaltsam. 
305: Frank Dönau:
14. Januar 2015 um 11:59 Uhr

Da fühlt sich Herr Gniffke wohl ertappt?
Sie spielen Ihre Rolle wirklich gut.
Echt preis-verdächtig. Vertrag wird bestimmt verlängert.
Wetten dass….

F. Dönau
306: Vanessa:
14. Januar 2015 um 11:59 Uhr

Cooler Text Herr Dr.Knigge! Ich bin keine Journalistin aber ich denke wichtig war, dass die Staatschefs da waren und eine Million Menschen auf der Strasse. Jede Kultur/Religion hat ihre eigenen Werte die Es zu respektieren gilt und Extremismus egal in welcher Form, ist zu verurteilen. Ich finde es jedoch beschämend was die Nazis bei uns veranstalten und ich verstehe ehrlich gesagt nicht warum, Deutschland dieses Problem nicht in den Griff bekommt. Das alles immer nur auf die Politik zu schieben ist zu einfach; ich bekomme Meinungen von vielen “normalen” Menschen mit, die furchtbar sind. Es ist traurig was momentan in der Welt passiert. Meine Bitte an Sie: Wir Normalbuerger haben keinen Einfluss auf die Nachrichten und das was Gesendet wird. Sie haben eine riesen Verantwortung und ich kann mir vorstellen dass das nicht immer einfach ist aber bitte sorgen sie dafür dass das was gesendet wird, der Wahrheit entspricht. Vielen Dank
307: gdo:
14. Januar 2015 um 12:00 Uhr

Verschwörungstehoretiker? Tatsache ist doch, daß die ARD einmal mehr ein Bild ausgesucht hat, welches zu dem paßt, was sie berichten WILL. Ja, WILL…es ging wohl nicht darum, ein Ereignis zu kommentieren, sondern es auf eine bestimmte Weise darzustellen, wofür man, unter einer Unmenge anderer Möglichkeiten, ein bestimmtes Bild genommen hat.
Herr Gniffke gibt in seiner Schimpfkanonade zu, Bilder seien Inszenierungen und nicht zwingend die Realität – aha. Es gab Vorfälle, in denen das Gegenteil behauptet wurde, so z. B. bei Putins “einsamen Mittagessen” in Australien. Hier wurde behauptet, “man habe doch besseres zu tun, als gezielt ein Bild auszusuchen”.
Was ist denn nun die Wahrheit und was hätte es gekostet, schon im Bericht sinngemäß zu sagen, daß wegen der Sicherheitslage der Politikermarsch getrennt von den anderen Märschen stattfand? Stattdessen hat man die Möglichkeit gewählt, quasi die “unverbrüchliche Einheit von Volk und Politik” herbeizuphantasieren.
308: siegfried:
14. Januar 2015 um 12:01 Uhr

Bei dem kritisierten Filmmaterial ist die Inszenierung nicht ohne Weiteres zu erkennen. Der Beitrag deshalb potentiell manipulativ. Punkt. Der kritische Konsument stellt sich Fragen, die man ihm nicht übelnemen sollte: Wollte die ARD einen bestimmten Eindruck erwecken ? Wenn ja , wozu? Wenn nein, warum dieser Filmbeitrag? Mangelnde Sorgfalt? Mangelnde Professionalität? Will die ARD mehr als nur informieren? Sieht sie sich möglicherweise als rechter Arm der “richtigen” Politik (und verfehlt damit ihren Auftrag)? Diese Zweifel sind legitim, und auch gegenüber der hochmögenden ARD hoffentlich erlaubt.
Statt die beleidigte Leberwurst zu spielen, die sich noch dazu gehörig im Ton vergreift, wäre Selbstkritik die angemessene Reaktion gewesen. Dass die Öffentlichkeit, nach einigen erwiesenermaßen tendeziösen Fehlleistungen der ARD in jüngerer Zeit, zunehmend sensibel reagiert, sehe ich grundsätzlich als positives Zeichen. Ein wachsender, zunehmend kritischer und breiter informierter Teil der
309: Roman:
14. Januar 2015 um 12:02 Uhr

Hab ich das jetzt richtig verstanden? Das Bild ist keine Wahrheitsfälschung, weil alle Bilder die in den Redaktionen ausgesucht werden nicht die Realität abbilden? Das nennt man dann Journalismus?
Aber seis drum, das Foto habe ich nicht als Verschwörung wahrgenommen. Was mich aufregt sind die Texte die dazugeschrieben werden um das Bild zu untermauern. In zahlreichen Artikeln musste ich eben lesen, dass die Staatschefs gemeinsam mit den Demonstranten auf die Straße gingen und für Meinungsfreiheit einstanden. Das Bild wurde benutzt um diesen Texten eine größere visuelle Glaubwürdigkeit zu verleihen. Und hier ist eben das Problem: Der Text war gefäscht, das Bild war gefälscht. Warum schreibt man nicht einfach: “Staatschefs treffen sich eine halbe Stunde in Paris fern ab von der Bevölkerung um ein Gruppenfoto für ihre Popularität zu schießen”. Da kann man dann das Foto anhängen und keiner regt sich über die verlogene Presse auf, sondern über die verlogenen Politiker.
310: Georg Ruschmeier:
14. Januar 2015 um 12:03 Uhr

Das Unwort Lügenpresse ist genauso ätzend wie die Verunglimpfung Verschwörungstheorie für jede Kritik, die man nicht teilt. Beides Kampfbegriffe.
311: M H:
14. Januar 2015 um 12:03 Uhr

@Yannis/284:”Ich würde mich anstelle der Tagesschau-Redakteure einfach davor schützen und die Kommentar-Funktion abschalten.” Das halte ich für eine wunderbare, leicht umzusetzende Idee und würde auch gleich noch die Institution der Leserbriefe abschaffen und Demos verbieten, die sich zu den Medien nicht nett äußern. Mediennutzer, die Medien kritisieren, stören doch nur bei deren hoheitlicher Ausübung der Meinungs- und Pressefreiheit.
Im Ernst: Gerade der überall im Raum schwebende Schmähbegriff “Lügenpresse” (den ich wohl bemerkt ablehne) sollte die Journalisten zum kollektiven Nachdenken bewegen, ob nicht hier und da wirklich etwas falsch läuft. Dann hätte er etwas Gutes bewirkt!
312: gdo:
14. Januar 2015 um 12:05 Uhr

Das ist mit einer der Gründe, warum die ARD dermaßen unter Beschuss steht und die Tagesschau mittlerweile von vielen als eine Neuausgabe der Aktuellen Kamera gesehen wird.
Wer trägt daran die Schuld?
Es ist Herr Gniffke, der eine einseitige, parteiische und teilweise schlichtweg unseriöse “Berichterstattung” zulässt und duldet und auf Kritik immer wieder mit Diffamierungen der Kritiker reagiert, wie auch in diesem Blog.
Fazit: als Verantwortlicher vollkommen gescheitert, denn eine Institution wie die Tagesschau ist auf das Vertrauer ihrer Konsumenten angewiesen und dieses ist kein Naturgesetz, sondern muß täglich erarbeitet werden. Das kann nur durch Seriosität geschehen, aber ganz sicher nicht durch verbale Amokläufe, immer neue unglaubwürdige Rechtfertigungen etc.
Mit einem Funken beruflicher Ehre im Leib würde Herr Gniffke noch heute zurücktreten, um der Tagesschau wieder die Chance zu geben, zu dem zu werden, was sie einmal war: ein Nachrichtenmedium.
313: Conrad Budde:
14. Januar 2015 um 12:06 Uhr

Hallo Herr Gniffke,

es ist schon ein Dilemma. Da ermuntern unsere Politiker und unsere Presse unsere Bürger von Kindesbeinen an dazu sich als kritische Demokraten in die Gesellschaft einzubringen und dann bescheren uns Wissenschaft und Technik auch noch die Hilfsmittel, die es ihnen ermöglichen dieser Aufforderung auch Taten folgen zu lassen.

„Was, die Staatsoberhäupter wollen eine öffentlichen Trauermarsch quer durch Paris anführen? Wie soll denn das abgesichert werden? Das ist doch Wahnsinn.“ Das waren meine ersten Gedanken. Da ich – wie viele andere Bürger wohl auch – den entsprechenden Tagesschaubeitrag eher unbewußt an mir vorbeiziehen habe lassen, blieb lediglich das harmonische, symbolträchtige Bild der geeint den Trauerzug anführen Politikergarde innerlich haften.

// Ende Teil 1 von 2 //
314: Thats Right:
14. Januar 2015 um 12:08 Uhr

Ich stehe der Berichterstattung der Tagesschau auch kritisch gegenüber, aber was hier passiert ist, ist einfach nur Korinthenkackerei! Wer mit beiden Beinen mitten im Leben steht weiss, dass sich Politiker in derart hohen Positionen nicht in die Massen stellen und mit marschieren! Es ist die Geste die zählt und das war vollkommen in Ordnung so! Es gab auch sicher für die Tagesschau keine Veranlassung näher darauf einzugehen, denn es hat mit der Sache selbst nicht das geringste zu tun.
315: ThomE:
14. Januar 2015 um 12:11 Uhr

Ich habe mir am Sonntag das ganze abwechselnd bei ARD und CNN angeschaut. Bei letzteren sah man irgendwann einen großen schwarzen Reisebus vorfahren, aus dem diverse Persönlichkeiten ausstiegen. Als dieser dann plötzlich wieder rückwärts aus dem Bild fuhr, war mir klar, dass das nur eine “Inszenierung” war. Hätte die ARD diese Bilder auch gezeigt, wäre die ganze Diskussion hier überflüssig.
316: Hermann M.:
14. Januar 2015 um 12:11 Uhr

Noch ein kleiner Nachtrag…
Nach unserem Grundgesetz sind unsere politischen Parteien an der Meinungsbildung des Volkes beteiligt!

Fakt ist, dass die Parteien meinen die Meinung vorgeben zu müssen. Das gilt aus meiner Sicht auch für die Medien. Glauben Sie im Ernst wir Bürger sind auf die Kommentare Ihrer diversen Kommentatoren bei den Tagesthemen angewiesen? Die sind doch immer politisch und persönlich gefärbt. Die Zuschauer wollen eine faktenorientierte Berichterstattung ohne politische Blickrichtung und bilden sich dann ihre Meinung selbst. In öffentlich rechtlichen Sendeanstalten dürfte aus meiner Sicht kein Chefredakteur mit einem Parteibuch sitzen und politische Parteien haben in den Aufsichtskremien auch nichts zu suchen. Für gezielte Manipulation gibt es auch Beispiele. So beim ZDF,eine junge Reporterin war aufgefordert,Bilder von einer Demo zu liefern die real nicht vorhanden waren und die Vorgänge mit dem NDR Reporter in Dresden sind auch nicht vergessen.
317: Conrad Budde:
14. Januar 2015 um 12:12 Uhr

Natürlich sind unsere Politiker stets daran interessiert einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen – unabhängig ob nun ein Grund zur Feier oder zur Trauer besteht. Wenn jetzt aber einige Bürger das ganze als reine Inszenierung verstehen wollen und der Tagesschau quasi eine Handlangerrolle zuschreiben, dann würde ich mich anstelle der Tagesschau als erstes einmal selbstkritisch fragen: „Wie können wir das beim nächsten mal besser machen?“

Nun könnte es aber natürlich auch sein, daß in der Tat ein gewisses Maß an Inszenierung durchaus gewollt war. In diesem Fall müßte ich es anstelle der Tagesschau aber wohl einfach akzeptieren, daß ein Teil der Bürger eine solche Berichterstattung kritisiert. Wenn als Reaktion diese Mitbürger dann als „Verschwörungstheoretiker“ herabgewürdigt werden, verwundert es mich allerdings nicht, wenn im Gegenzug das Wort „Lügenpresse“ gebraucht wird. Beides stimmt mich jedoch nachdenklich und traurig.

Mit freundlichem Gruß

// Ende Teil 2 von 2
318: pepper:
14. Januar 2015 um 12:13 Uhr

“Wirkung der Bilder – übrigens auch für deutsche Medienmacher – manchmal wichtiger ist als die Dokumentation der Realität”

Den Satz kann so jeder unterschreiben, der mindestens sein Abitur gemacht hat. Gut, bei den ÖR kann man sagen, dass wohl groesstenteils hegere Motive hinter der Berichterstattung stehen. Aber die Scheuklappen sieht man auch hier immer wieder, zB bei “Berichten” (80% Wiedergabe von PR-Meldungen) ueber Stellenmangel, demographischen Wandel, aber auch Maidan und Eurokrise.

Die o.g. “Medienmacher” sind aber nicht zuletzt auch Springer mit ihren Pleitegriechen. Angesichts der Auflage der Bild und ihrer Zielgruppe kann man sogar nachvollziehen, dass tausende verallgemeinern und gegen “Lügenpresse” marschieren.

Nicht weniger peinlich ist auch gerade wieder die süffisante “Kommentierung” des ach so gefälligen “Unwort des Jahres”, auch in den ÖRs.
319: georg:
14. Januar 2015 um 12:15 Uhr

@ 11.03 uhr Yannis

“Oh,OH, Yannis hättest du doch nur geschwiegen!!!

Du fängst an das Internet zu hassen,so lautet deine eigenen Ausage,und doch bedienst du hier das Internet mit einem solch schwachen Kommentar.

Seit 50 Jahren verfolge ich die Nachrichten ,aber so eine einseitige tendenziösiche ausgerichtete Nachrichtenverbreitung wie von ARD und ZDF wie zur Zeit ist mir in den vielen Jahren früher nicht untergekommen,es erfordert hier geradezu ein Internet.

Wo um Himmelswillen sind nur die Redakteure in den öffendlich rechtlichen Anstalten,die ihrem Indentanten und Chefs wiedersprechen und eine ausgeglichen Berichterstattung einfordern.

So werdet ihr immer mehr an Glaubwürdigkeit verlieren und die Menschen werden Euch immer weniger zuhören.
320: Anonymus:
14. Januar 2015 um 12:17 Uhr

Die Manipulationen der Medien bestehen nicht darin, dass gelogen wird. Abgesehen von bestimmten Massenblättern trifft daher die Bezeichnung “Lügenpresse” sicher nicht zu. Manipuliert wird durch “Weglassen”, durch die Auswahl der Bilder. Der dargestellte Sachverhalt kommt daher anders beim Betrachter an, als er war. Auch ich habe nicht erkannt, dass die Politiker nicht mitmarschiert sind. Aber dieser Eindruck wurde durch die Auswahl des Bildausschnittes erweckt. Ähnliches geschah bereits im Sommer bei der Berichterstattung über die Geschehnisse in der Ukraine. Derartiges Weglassen findet man auch bei einigen privaten Fernsehanstalten, wenn Passanten auf der Strasse befragt werden. Man zeigt uns dabei vermutlich keineswegs das ganze Spektrum der Äußerungen, sondern nur die Äußerungen, die der beabsichtigten Botschaft entsprechen. Wer von dieser Methode der Meinunmgsbeeinflussung Gebrauch macht, ist leider meistens nur zufällig zu ermitteln.
321: Ralf:
14. Januar 2015 um 12:18 Uhr

Sie haben es selbst geschrieben: “Aber es ist doch so: Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung, jede Pressekonferenz ist eine Inszenierung. Mal ganz abgesehen davon, dass die Politiker in Paris tatsächlich die ersten und lange Zeit die einzigen waren, die beim Trauer-Marsch überhaupt marschiert sind.”

Danke dafür, vielleicht sollten sie mal eine Kampagne starten die die Menschen flächendeckend über diese Systematik aufklärt!
Wie bereits von einigen hier geschrieben wurde, ist dies thematisch auch nachweislich nicht nur auf die politischen Bereiche beschränkt!
322: Heyne:
14. Januar 2015 um 12:18 Uhr

Schon während einer Bildungsveranstaltung in den 1980er Jahren haben wir festgestellt, wie durch weglassen von Nachrichten, Teile davon und der Auswahl von Bildmaterial und Bildperspektiven Aussagen manipuliert wurden.
Im täglichen Vergleich der Tagesschau mit den HEUTE-Nachrichten des ZDF und der Presse am nächsten Tag war feststellbar welche Redaktion durch ihre „objektive“ Darstellung derselben Nachricht welchen Parteien eher wohlgesonnen war.
Ohne Zahlen zu nennen erschien z.B. ein und dieselbe Demonstration in der Tagesschau und der HEUTE-Sendung einen gänzlich anderen zahlenmäßigen Umfang zu haben. Dies allein durch die Perspektive der gezeigten Aufnahmen.
323: tombat:
14. Januar 2015 um 12:20 Uhr

Hier der Link zur Tagesschau am 11.1. 20 Uhr:
http://www.ardmediathek.de/tv/Tagesschau/tagesschau-20-00-Uhr/Das-Erste/Video?documentId=25788676&bcastId=4326
Wer das Bild, den Schwenk von oben findet, mag sich gerne melden. Die Berichterstattung ist tatsächlich irreführend. Der Eindruck, dass die Politiker vor dem großen Trauermarsch maschieren ist nicht nur bei mir entstanden, nach diesen Bildern muss er entstehen. Es beginnt mit einer Frontaleinstellung auf die “1.Reihe” der mutigen Politiker, dann nochmal eine seitliche Nahaufnahme. Danach wird immerwieder auf den großen, wirklichen Trauermarsch umgeschaltet. Dies nichtmal zu erwähnen, ist eine grobe Täuschung des Zusehers. Was soll man nun noch glauben? Welche Bilder sind kein Fake? Das war unnötig. Ihr seid nicht Charlie. :-/
324: Esserant:
14. Januar 2015 um 12:22 Uhr

Herr Dr. Gniffke, wo ist das Problem einzuräumen, dass die Berichterstellung in Bild und Wort hätte erklärender, den (unbedingten?) Gegebenheiten entsprechend, die, eingeräumt aus Sicherheitsaspekten verständlich, erfolgen könne? Sicher, nachher ist man immer schlauer. Zu einer kundenorientierten Stellungnahme/Auseinandersetzung gehört aber das Einräumen einer nicht ganz gelungenen Berichterstattung. Das wär dann ehrlich und selbstkritisch.
325: Alfons Michel:
14. Januar 2015 um 12:24 Uhr

…..schon interessant dass man die Realitaet sehen konnte …. aber eben nur bei genauem hinsehen (obwohl das separate Auftreten der Politiker bei der gegebenenen Sicherheitslage durchaus verstaendlich war).
Etwas mehr Klarheit in der Berichterstattung haette da durchaus geholfen ….wo die ARD doch sonst so was kann?
326: Patrick S:
14. Januar 2015 um 12:26 Uhr

Also man hätte in einem Satz es schon erwähnen müssen das die Politiker eben nicht mit den anderen gelaufen sind. Das wäre kein Problem gewesen und journalistisch korrekt.
Das die ÖR keine Kritik vertragen ist schon lange bekannt. 
327: Jens B.:
14. Januar 2015 um 12:27 Uhr

Es sollte jedem klar sein dass soviele hochranginge Politiker nicht mit 1 Millionen Menschen zusammen laufen. Dann wäre es für die Polizei unmöglich sie zu schützen, aber wenn in der Bereichterstattung gesagt wird “Politiker aus 50 Ländern führen den Marsch an” darf man sich nicht wundern wenn sowas dabei raus kommt. Manchmal ist es halt auch die Wortwahl.

Gruss
328: Thorwald Brandwein:
14. Januar 2015 um 12:27 Uhr

Ich habe volles Verständnis dafür, dass sich die politische Elite nicht “unter das Volk gemischt” hat – schon weil damit auch Personen in ihrer näheren Umgebung evtl. einer höheren Gefahr ausgesetzt gewesen wären. Aber ich würde es sehr begrüßen, wenn die Berichterstattung mir das Erfahren des wirklichen Geschehens einfacher machen würde. Das erwarte ich vom bezahlten Journalismus – insbesondere dem öffentlich rechtlichen.
Selbstverständlich sehe ich auch die Schwierigkeit des kurzfristigen und umfassend “wahren” und unmissverständlichen Berichtens aus massig hereinquellenden Material in einer x km entfernten Redaktion. Mir ginge dabei wohl etliches durch aber ich bin ja auch weder Journalist, noch muss ich in meinem Beruf zwangsläufig jede (häufig) eingehende Ungenauigkeit sofort klären.
Allerdings würde ich als Profi (nachträglich) erkannte Schwächen meiner Arbeit so schnell wie möglich korrigieren und auf durchaus verständliche Kritik nicht eher oberlehrerhaft reagieren…
329: Ertfried:
14. Januar 2015 um 12:29 Uhr

Dieser Artikel könnte aus der Atlantik-Brücke kommen 
330: Reiner W:
14. Januar 2015 um 12:29 Uhr

Auch wenn das Bild kurz gezeigt wurde. Es wurde durch den Bildschnitt und den Kommentar ein falsche Eindruck erweckt. Auch das Zurückhalten von Informationen, die dem Zuschauer einen Eindruck vom tatsächlichen Geschehen geben, oder das bewusste in Kauf nehmen missverstanden zu werden, sind Lügen. Vor allem für eine Nachrichtensendung, die ich für seriös hielt.

Mal ehrlich, es war die Intention des Beitrags, es so aussehen zu lassen, als wenn die Staatschefs zusammen mit dem Volk marschieren. Das wurde auch in vielen anderen Zeitungen so dargestellt.

Die überreizte Reaktion des Herrn Gniffke ist unprofessionell und unpassen und das muss man sich gefallen lassen, wenn man bewusst oder fahrlässig einen falschen Eindruck beim Zuschauer erwecken möchte. Das war hier mit Sicherheit der Fall. Warum auch immer.
331: Lise:
14. Januar 2015 um 12:32 Uhr

Wenn es anders gelufen wäre und Politiker IM Volk gestanden hätten…in einer solch wahnsinnigen Gefahrenlage, dann hätten sich wieder alle uber die damit einhergehenden Kosten beklagt! Scharfschützen, ein Team, dass alle Teilnehmer bis auf die Unterhose filzt etc…..mal ganz abgesehen davon, welchen Eindruck es hinterlässt, wenn bei einem Friedens-/Trauermarsch hunderte schwerbewaffnete Polizisten/Soldaten die Marschierenden flankieren. Leute echt mal: das Leben verläuft nun mal nicht immer so, wie es wünschenswert ist. Und das man eine Horde Spitzenpolitiker nicht in einen aufgeheizten Pulk stellt, müsste einem mit der Methoded es scharfen Nachdenkens auch klar werden.
332: Rainer:
14. Januar 2015 um 12:33 Uhr

Ja: Politiker inszenieren sich immer und überall.
Nein: es ist NICHT die Aufgabe der Presse, diese Inszenierung zu übernehmen. Sondern sie kritisch zu hinterfragen und vollständig darzustellen.
Ganz richtig: Jedes Bild ist ein Ausschnitt der Realität. Es liegt in der Verantwortung des Journalisten, die richtige Bilder zu wählen.
Und: eine vollständige Darstellung (die anhand der Screengrabs ja anscheinend stattgefunden hat) verändert in diesem Fall gar nicht die Kraft der Bilder und die Symbolik der Geste.
Fazit: Journalisten sollten nicht so tun, als seien sie Werber (für sich, das Land, die Politik…). Sondern Journalisten bleiben.
Denn: Sonst sind sie schlechte Journalisten.
333: Reiner W:
14. Januar 2015 um 12:34 Uhr

Jetzt mal ehrlich. Der Beitrag sollte den Eindruck erwecken, dass die Staatschefs zusammen mit dem Volk laufen. Das war auch in vielen Zeitungen so zu lesen.

Eine überreizte Reaktion auf berechtigte Kritik ist halt unprofessionell und unpassend, wenn zuvor man fahrlässig oder bewusst in Kauf nimmt beim Zuschauer einen falschen Eindruck zu hinterlassen.

Weglassen von Information bzw. wider besseren Wissens einen falschen Eindruck zu erzeugen ist auch Lügen.
Vor allem für eine Nachrichtensendung, die besonders seriös tut, wie die Tagesschau.
334: Christoph Arnowski:
14. Januar 2015 um 12:35 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke, ich gebe Ihnen Recht, jede Pressekonferenz und jedes “Gipfelfoto” sind eine Inszenierung. Aber eben eine, die durch die allgemein bekannte Art derselben auch für Nichtjournalisten leicht erkennbar und damit einzuordnen ist. Am Sonntag habe ich mich während der Tagesschau in der Tat gefragt, wie kann das sein, dass so viele Staatschefs bei der Sicherheitslage an einer Demo teilnehmen. Mittlerweile frage ich mich auch, wie lange haben die demonstriert: Fünf Minuten für die Kameras oder ein paar Stunden. Macht schon einen Unterschied. Ein kleiner Hinweis wäre hilfreich gewesen, hätte der Absicht der inszenierten Teilnahme in keiner Weise geschadet und die Glaubwürdigkeit der Tagesschau nicht in Zweifel gezogen. Dass erklärende Bilder in anderen Sendungen liefen, hilft nicht. Wie Millionen andere Zuschauer habe ich am Sonntag nur die Tagesschau gesehen. Und die Formulierung “auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gleich wieder einen auf die Fresse kriege” halte ich für den Chefredakteur einer öffentlich-rechtlichen Zentralredaktion für nicht angemessen.
335: Snoop:
14. Januar 2015 um 12:37 Uhr

Ach, wenn “sich Politiker vor eine Kamera stellen ist das immer eine Inszenierung”?. Na, dann bin ich ja beruhigt. Wenn das so ist können wir uns ja zurücklehnen und weiter brav unsere Rundfunkgebühren bezahlen, hinter`s Licht werden wir ja eh geführt… Na ein Glück! Und ich dachte schon ich müsste mir Sorgen machen!!!
336: grischperle:
14. Januar 2015 um 12:38 Uhr

“Linksextremist”, “Rechtsextremist”, “geistig verwirrt”, “existenziell gescheitert”,”Dauernörgler” und “Besserwisser” sind die Attribute welche oben den Kritikern der Berichterstattung angeheftet werden. Ich lass das einfach mal so stehen. Ich bin kein ein Anhänger der Pegida-Bewegung. Ich bin froh über die Pressefreiheit in Deutschland. Die Tagesschau ist für mich persönlich das wichtigste Informationsmedium. Sie ist für mich eine wichtige Grundlage für meine Meinungsbildung. Genau deshalb ist es mir wichtig, dass sie mir objektive Informationen liefert. In dem Augenblick in dem sich eine Nachrichtensendung jedoch in den Dienst einer Sache stellt, gleichgültig welcher, verliert sie ihre Objektivität und gerät in die Nähe der Manipulation. Und dies ist, finde ich, für eine Demokratie riskant. Wenn ich Tagesschaubeiträge erst anhand anderer Publikationen verifizieren muss, dann sehe ich dies kritisch.
337: Martin Schneider:
14. Januar 2015 um 12:45 Uhr

“Sorry, dass Kameraleute und Fotografen nicht immer einen Hubwagen zur Hand haben.”

Es gibt eine Einstellung, in der aus der Vogelperspektive über die Köpfe der Politiker geschwenkt wird und den hinteren Rand auslässt. Also hattet ihr einen Kran oder Drohne.

Seid doch mal ehrlich. Ihr wolltet manipulieren, habt es aber nicht richtig gemacht. Die Frage ist eigentlich nur: Warum wolltet ihr einen so simplen Umstand manipulieren. Es hätte doch jeder verstanden, wenn die Politiker ihre eigene Demostraße bekommen hätten. So aber büßt ihr an Glaubwürdigkeit ein. Schade eigentlich.
338: Upavas:
14. Januar 2015 um 12:46 Uhr

Naja, ist doch klar das der Herr Kniffke sauer ist, die Wahrheit tut nunmal weh, hoffentlich so richtig… ich sehe nicht ein weshalb ich fuer so einen Luegenverein auch noch Geld zahlen soll. Tut mir leid aber der gute Ruf den der ARD mal hatte ist endgueltig dahin. Weshalb? Weil Leute wie Herr Kniffke die Fernsehstation und ihre Nachrichtenpresse nun wirklich zur Luegenpresse verkommen haben lassen. Ist nunmal so, schaemt euch! Und dann auch noch die Unverfrorenheit zu besitzen sich zu beschweren, schlicht und einfach laecherlich!
339: Henning Schluß:
14. Januar 2015 um 12:50 Uhr

Jetzt habe ich Herrn Dr. Kai Gniffkes Ausführungen gelesen, das ist ja wohlfeil. Wenn ich es richtig verstehe sagt er, weil alle Bilder immer nur Ausschnitte zeigen, ist es beliebig, welche Ausschnitte man zeigt und jeder muss das doch wissen, dass Bilder die Wahrheit nicht abbilden. Was für ein journalistisches Ethos ist das denn? Es passt zu embedded journalism aber nicht zu kritischer und investigativer Berichterstattung. Solche Kommentare machen es wirklich nur noch schlimmer. Und das krasseste, nicht der manipulative Umgang mit diesen Bildern ist das Problem, sondern die taz, die das offenlegt, ich bin, gelinde gesagt, etwas fassungslos.
340: Olaf Schmidt:
14. Januar 2015 um 12:52 Uhr

Ich habe einen Vorschlag:
Es scheint ja einen Konflikt zu geben zwischen ethischen und aufrichtigen Journalismus und bei der Auswahl der Bilder entscheidet man sich für die Ethik (es sei dahingestellt, welche das ist).
Macht bitte einen neuen News-Kanal, so etwas wie Tagesschau2.de , wo sich kritische Bürger wie ich informieren können und wo die Inszenierung minimiert wird. Dann könnt ihr eure Arbeit weitermachen und die einfachen Journalisten, die nur realitätsnah berichten haben einen eigenen Kanal. Das könnten gerne Praktikanten machen. Und wenn es nur eine Unterschied zur Auswahl der Bilder gäbe, ich wäre sehr zufrieden zu sehen, dass Kritik ernst genommen wird.
Ich wäre bereit dafür initial 100 Euro zu zahlen, gerne unkompliziert als Spende.
341: MickM:
14. Januar 2015 um 12:54 Uhr

Toller Kommentar und meine volle Zustimmung!
278: Nina:um 10:39 Uhr

“Sehr geehrter Herr Gniffke, mir langt es langsam auch! Sie als Journalist wissen um die Symbolkraft von Bildern und selbstverständlich hat die gesamte Berichterstattung aus Paris vorgegeben, die Regierungsvertreter seien gemeinsam, Seite an Seite, Schulter an Schulter, in vorderster Reihe, mit dem Demonstrationszug marschiert. Dies wurde durch das gesamte Setting,durch Schnitt, Ton und Kameraperspektive umgesetzt. Auch die Kommentatoren haben keine andere Deutung einfließen lassen. Es handelt sich um eine bewusste und vorsätzliche Inszenierung der Situation, die die Symbolik von Geschlossenheit, Solidarität und friedlicher Eintracht zwischen dem Volk und den Staatschefs entwickeln sollte und ja auch entwickelt hat. Die bewusste Verzerrung der Realtät, beziehungsweise die Überhöhung der eigenen positiven Eigenschaften (TWir sind die Guten) ist Propaganda!”
342: Wolfgang Hoppsädter:
14. Januar 2015 um 12:57 Uhr

Mein Eindruck: Getroffene Hunde bellen. Ihr Artikel lässt wenig Kritikfähigkeit erkennen. Die Leitmedien in diesem Land haben längst in großen Bevölkerungsteilen Vertrauen verspielt. Ist das Vertrauen erst zerstört, wird eine objektive Wahrnehmung immer schwerer. Kein Wunder, wenn es dann zu Überreaktionen in der Deutung (wie in diesem Fall vielleicht) kommt. ARD schaue ich mir eigentlich schon lange nicht mehr an, deshalb ärgert mich auch die Zwangabgabe. Aber seit dem Lissbonertrag sind sie (die Medien) ja auch angewiesen, der politschen Korrektheit zu dienen. Alle klar, oder?
343: Thomas Christian:
14. Januar 2015 um 13:05 Uhr

Das war manipulative Berichterstattung und leider nicht das erste und auch nicht das letzte Mal. Die Tagesschau hat sich längst meilenweit von ihrem Anspruch, eine seriöse, objektive Nachrichteninstitution zu sein verabschiedet. Diese wütende Reaktion beweist ja nur, daß die Kritik berechtigt ist.
344: Herr Wulf:
14. Januar 2015 um 13:06 Uhr

Man sollte Menschen mit nicht komformer Meinung nicht immer als Verschwörungstheorethiker abtuen,was damit erreicht wird sollte selbst Ihenn klar sein.Ich bin mit vielem nicht einverstanden was in der letzten Zeit in den Medien als “allgemein richtig,falsch oder “die” Wahrheit” genannt wurde. Es hat aber alles und da gehört das Auseinandersetzen mit den Lesern und Zuschauern mit grossem Anteil dazu, eine Wirkung. Sie sagen es hinterlässt Spuren bei Ihnen auf der Arbeit, GUT SO!! Denn was denken Sie denn was mit denen ist die das Vertrauen in die Medien verloren haben!? Es werden immer mehr Menschen die sich politisch engargieren, in welcher Form auch immer. Und DAS ist etwas was die Medien bewirkt haben.Gewollt?Sicher nicht, aber es wird Früchte tragen, hoffen wir alle das Sie uns auch schmecken werden…
345: Der “radende Reporter”:
14. Januar 2015 um 13:11 Uhr

Es war ja nicht nur die Tagesschau, auch die “Live-Übertragung” im ZDF und einem der “N”-Sender war wohl “manipuliert”… Es waren wohl immer wieder die gleichen Film-Ausschnitte “reinkopiert” … — Wie weit ging der Politiker-Marsch denn überhaupt? Da sollten sich die entsprechenden “Regisseure” mal äussern!
346: Phonomatic:
14. Januar 2015 um 13:11 Uhr

Man muss doch festhalten:

Wer dachte die Politiker marschieren bei den Demonstranten mit, hat nicht genau hingeschaut sondern muss sogar weggeschaut haben – denn das war offensichtlich.

Nicht nur bei den Einstellungen auf denen man die Staatschefs zu sehen waren (da waren offenkundig ganz andere Gebäude zu sehen), sondern auch bei jenen der völlig überfüllten öffentlichen Route (auf der nirgendwo Platz für sie gewesen wäre). Und erst Recht bei den Einstellungen, die Herr Gniffke hier verlinkt hat.

Es wurde außerdem genauso wenig gesagt, dass die Politiker auch räumlich mit den Demonstranten marschieren, wie das Gegenteil gesagt wurde.

Wer sich hier nun darüber beschwert, etwas anderes angenommen zu haben, sollte womöglich auch mal über Unzulänglichkeiten bei der eigenen Wahrnehmung nachdenken.
347: Dr. Bernhard Jungblut:
14. Januar 2015 um 13:13 Uhr

Wenn so offen und schonungslos dargelegt wird, dass die ARD sich berufen fühlt, Politiker-”Inszenierungen” stets wohlwollend zu begleiten (sofern es Politiker sind, die Einfluß nehmen könnten auf die ARD, selbsredend), und ergänzend darauf hingeweisen wird, dass Menschen, welche denn unbedingt die Wahrheit sehen wollen, sich doch bitte (auch) bei anderen Medien informieren (weil wer das nicht tut ist ohnehin kein guter Demokrat), dann ist das doch ein Fanal FÜR die Wahrhaftigkeit der ARD-Verantwortlichen. Wofür wir dankbar sein sollten und Anerkennung spenden. Denn nur der wahrlich Wahrhaftige kann solch starke Munition für die Zwangsgebührengegner liefern, ohne Rücksicht auf eigene Interessen.

Vorsicht, Spuren von Ironie könnten enthalten sein.
348: Jay Gerber:
14. Januar 2015 um 13:15 Uhr

Man könnte meinen, die haben einen Hau diese Verschwörungstheoretiker und ihre Jünger. Es passiert schon gar nichts mehr auf der Welt, was nicht Teil einer Verschwörung ist. Früher war Gott oder der Teufel an allem Unglück schuld. Heute steuern nur noch böse Verschwörer das gesamte Weltgeschehen. Natürlich steht in den Medien nicht immer “die Wahrheit”. Journalisten sind erstens auch nur Menschen und zweites will ja jeder der erste sein, der eine Nachricht verbreitet. So werden halt auch Informationen verbreitet welche noch nicht abschließend verifiziert wurden. Und drittens schreibt dazu noch jeder dem anderen ab. Wer mit etwas gesundem Menschenverstand ausgestattet ist und sich dessen bewusst ist, braucht nicht hinter jeder kleinen Unstimmigkeit eine große Verschwörung zu vermuten. Die Welt ist halt doch etwas komplizierter, als es die Verschwörungstheoretiker gerne hätten.
349: echo:
14. Januar 2015 um 13:16 Uhr

da macht man es sich wieder einmal einfach. man sucht sich eine leicht zu erklärende und relativ verständliche medienschelte heraus, deklariert das ganze dann als verschwörungstheorie und kotzt mal kräftig ab. darf man ja jetzt, wo doch “lügenpresse” offiziell ein unwort ist.
mir fehlt dieser enthusiasmus bei den vielen anderen fällen “aufgedeckter” medienmanipulation. und dass sich nun, da in letzter zeit die manipulations- und lügenversuche in einem breiteren licht der öffentlichkeit bekannt geworden sind, wundert es leider auch nicht, dass diese immer öfter kommuniziert werden. dass “lügenpresse” von pegida benutzt wird, um zurecht auf journalistische mißstände hinzuwesen, bedeutet ja im umkehrschluss nicht, dass alle, die den medien lügen&manipulation vorwerfen per definition verstrahlte pegida-anhänger sind. dafür gibt es eben zu viele beispiele. nicht alles auf den verschwörungstheorie-seiten ist wahr, aber bei ihnen eben auch nicht. kritik braucht es nach innen und nach außen.
350: Andreas K.:
14. Januar 2015 um 13:19 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
“Aber es ist doch so: Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung, jede Pressekonferenz ist eine Inszenierung. ”
Und Ihre Aufgabe ist es, diese Inszenierung zu hinterfragen, dafür werden sie u.a. von mir bezahlt.
“Mal ganz abgesehen davon, dass die Politiker in Paris tatsächlich die ersten und lange Zeit die einzigen waren, die beim Trauer-Marsch überhaupt marschiert sind. ”
Warum denn wohl? Doch wohl weil man Otto-Normalbürger noch nicht gelassen hat.
“Sorry, dass Kameraleute und Fotografen nicht immer einen Hubwagen zur Hand haben.” UND “Denn auch das folgende Bild haben wir gezeigt…”
Ach, wie denn ohne Hubwagen?
“Ich wehre mich dagegen, über jedes Stöckchen zu springen, dass uns Verschwörungstheoretiker hinhalten.”
Sie springen lieber über die Stöckchen der Politik.

Sehen Sie es doch ein: Ein Halbsatz hätte genügt und Sie ständen jetzt nicht unter Verdacht!
351: Hermann M.:
14. Januar 2015 um 13:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

inzwischenhabe ich mir im Internet den Bericht der taz angesehen und diverse tageschau Berichte. Es tut mir leid, aber an dem Vorwurf der Manipulation oder Inszenierung sind alleine die Macher/Verantwortlichen der Tagesschau ARD und Heute ZDF verantwortlich. “Bestellte” Berichtestattung und öffentlich rechtlichen Sendeanstalten völlig unwürdig!
352: Marcus Lynch:
14. Januar 2015 um 13:27 Uhr

Geehrter Herr Dr. Gniffke,
ich stimme Ihnen zu, dass gerne die faulen Träubchen raus gepickt werden, um Verschwörungstheorien zu bestätigen oder nicht ganz der Wahrheit entsprechende Formulierungen zu enttarnen.
Das ist manchmal schade und sehr blöd. Inzwischen leben wir allerdings genau in dieser Welt, in der Jeder zu jeder Zeit eine (Video-)Kamera in der Hand hält. Das hat auch den Vorteil, dass nicht unendlich von den Mainstream-Medien manipuliert werden kann. Also ist es manchmal auch gar nicht so schlecht.

Das Einzige, was mich hier stört ist: “Sorry, dass Kameraleute und Fotografen nicht immer einen Hubwagen zur Hand haben.”
Bitte? Wenn sich die Regierungselite (warum auch immer) trifft, kann man wohl in einer europäischen Großstadt sowas kurzfristig besorgen, oder?

Respektvolle Grüße
Marcus Lynch
353: Klaus Scharff:
14. Januar 2015 um 13:35 Uhr

ich möchte nochmals auf folgenden satz von gniffke hinweisen :
“Deshalb macht es mich ratlos, nein, es macht mich richtig sauer, wenn die taz-Chefredakteurin Ines Pohl, die ich nun wirklich schätze, bei dpa solch einen Satz raushaut: “Leider belegt der Umgang mit den Bildern des Pariser Marsches …. dass die Wirkung der Bilder – übrigens auch für deutsche Medienmacher – manchmal wichtiger ist als die Dokumentation der Realität.” Welch ein schlimmer Satz. Ich wehre mich dagegen, über jedes Stöckchen zu springen, dass uns Verschwörungstheoretiker hinhalten. ”

damit bezeichnet herr gniffke die chefin der taz als verschwörungstheoretikerin . ich würde mir diese frechheit nicht bieten lassen .

und apropos manipulative berichterstattung : die nummer mit putin auf der konferenz in australien war GENAU DAS GLEICHE !!!

da kamen von herrn gniffke auch nur phrasen und gerede , das vollständig am sachverhalt vorbeiging .

beruf verfehlt . tschüss ………
354: Jemand:
14. Januar 2015 um 13:42 Uhr

Spannende Zeiten!
das aktuelle autoritäre System bröckelt an allen Ecken…
Mögen die Vielen obsiegen!
355: Regina Remest:
14. Januar 2015 um 13:45 Uhr

Ich habe aus Paris viele Bilder gesehen, im Fernsehen und im Netz. Sicher, einige Zuschauer kennen nur eine einzige Informationsquelle, aber es ist eine Kleinigkeit, verschiedene Infos abzurufen. Wer sekündlich auf das Handy schaut, tut dies. Ich halte die Kritik für überzogen, auch wenn es sowohl Zuschauer mit Scheuklappen gibt als auch Demonstranten, die fremdenfeindliche Parolen wiederholen (und die Dieter Nuhr völlig zutreffend als “Dumpfbacken” tituliert). In diesem Sinne lebe die Pressefreiheit!! Ich bin Charlie.
356: Andreas Polzer:
14. Januar 2015 um 13:47 Uhr

Herr Gniffke,
warum ist es für die Medien – auch und besonders die “tagesschau” – eigentlich so schwer, nicht einfach und simpel die Wahrheit zu senden und Gegebenheiten so darzustellen, wie sie auch tatsächlich abgelaufen sind. Also entweder ist es nur Schlamperei oder sie wollen Nachrichten – und sich selbst – wichtiger machen, als sie sind.
357: MFrTpl:
14. Januar 2015 um 13:51 Uhr

Schon wieder…
Es mag ja sein, dass die Kritiker der Berichterstattung der TS und die diejenigen, die den Artikel von Herrn Gniffke unangemessen finden, unrecht haben. Mag sein. Aber wie kommt man nur darauf, dass diejenigen, die fordern, dass die ARD ihren eigenen journalistischen Ansprüchen gerecht wird, u.a. als gescheiterte Existenzen, als nicht medienkompetent, als zu faul, geistig wirr usw. bezeichnet. Ist das nicht der gleiche Ton, über den man sich bei den Kritikern der TS-Berichterstattung – oft sogar zurecht – beschwert? Außerdem hat doch Herr Gniffke in seinem Kommentar (siehe: Verschwörungstheoretiker, auf die Fresse bekommen) die Debatte schon vor dem ersten Kommentar vergiftet. Ich wünschte mir Sachlichkeit, allen voran von dem Chefredakteur der Öffentlich-Rechtlichen.
358: Dominique Ecken:
14. Januar 2015 um 13:52 Uhr

Guten Tag Herr Gnifke,

wenn ich mich auf die Hauptausgabe der Tagesschau (um 20:00) beziehen darf, ist Ihr obiger Beitrag in meinen Augen unsachlich und ich wundere mich etwas, das Sie einen solch “flapsigen” und in der Sache leicht zu widerlegenden Beitrag schreiben.

Denn es hat nicht mit “Verschwörung” zu tun. Der Text, den der Sprecher über die Bilder der Staats- und Regierungschef spricht, lautet: “Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs haben heute an dem Trauermarsch teilgenommen.” Danach kommt ein Foto, auf dem steht: “Mehr als 1 Million bei Trauermarsch in Paris.”

Das ist schlichtweg falsch. Ich erinnere mich noch, dass ich voller Respekt vor der Tatsache war, dass die Regierungsvertreter tatsächlich an dem Marsch teilgenommen hatten. Sicher, ich finde es auch respektvoll, dass sich die ganzen Staats- und Regierungschefs abseits des Marsches getroffen haben. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die 20:00-Tagesschau falsch berichtet hat.

Mit freundlichen Grüßen
359: Hedy Dalmer:
14. Januar 2015 um 13:55 Uhr

sie fühlen sich nun ertappt, sie haben falsch berichtet u versuchen sich nun zu verteidigen. vlt ist es ihnen auch von den politikern aufgetragen worden so darzustellen. die deutschen werden langsam wach u sehen und hören genauer hin was von ihnen berichtet wird, sie sollten also ehrlich u neutral ihre arbeit machen. auch wenn sie über pegida berichten fällt mir jedes mal auf, die bezeichnung “die islamfeindliche pegida”. ich habe die forderungen von pegida gelesen u kann keine islamfeindlichkeit festgestellen, kann die angst der dresdner verstehen. auch wenn dort noch relativ wenig ausländer wohnen, aber die dresdner schauen auch tv, wenn sie berichten von hilferufen der oberbürgermeister der großstädte, die der ausländerflut nicht mehr herr werden. von menschen islamischen glaubens die sich beleidigt fühlen u an uns deutsche immer mehr forderungen stellen. von betrügern die sich sozialhilfe erschleichen. ihre wahrheitstreue u politiker sind aufgefordert zu handeln.
360: Dominik:
14. Januar 2015 um 14:02 Uhr

Anstatt zu sagen: Sorry wir haben einen Fehler gemacht, wird jetzt rumgeweint. Wie erbärmlich ist das denn bitte?

In der Tagesschau hatte man nicht nur durch die visuelle Untermalung den Eindruck die Staatsmänner würden VOR der Masse laufen, es wurde auch noch so behauptet. DANN MUSS ICH VERDAMMT NOCHMAL RECHERCHIEREN, OB DEM WIRKLICH SO WAR! Wie wär es mal damit?
361: AK:
14. Januar 2015 um 14:03 Uhr

Ich habe große Teile der Live- Übertragung am Sonntag gesehen. Die Sequenzen mit leerer Straße hinter internationaler Politik- Prominenz und hochrangigen Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen habe ich verpasst. Nicht schlimm! Solche Sicherheitsvorkehrungen sind (leider) Usus. Was wirklich zählt ist die Geste der dort Anwesenden, vor allem die der unüberschaubaren Menge von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Konfessionen, die sich mit Ihrer Anwesenheit ganz klar zu demokratischen Grundwerten positioniert haben. Und das war ganz klar keine Inszenierung, sondern deren Herzensangelegenheit.
362: Mathias Leddin:
14. Januar 2015 um 14:08 Uhr

Vielen Dank für die bildliche Klarstellung Herr Gniffke.

Natürlich bin auch ich nicht immer mit der Art und Weise Ihrer Beiträge einverstanden. Aber mir ist es ein Rätsel, wie man die Tagesschau dafür verantwortlich machen kann, das man selbst nur die Hälfte Ihrer Berichterstattung wahr nimmt und die andere Hälfte schlicht weg ignoriert. Da sollten sich vielleicht ein paar Ihrer Kritiker eher mit ihrer eigenen Art der Wahrnehmung und Reflektion beschäftigen, als Ihnen Manipulation zu unterstellen.

Und bei ca. 150000 Journalisten (Zahlen vom dfjv), die in Deutschland tätig sind (ganz zu Schweigen von zusätzlichen Mitarbeitern in Technik, Support usw.), hätte es schon längst einen Geheimnisveräter geben müssen, der die Mechanismen einer systematischen staatlich-gelenkten Lügenpresse aufgedeckt hätte.

Machen Sie also weiter so und behalten Sie Ihre journalistisch-hohen Standards bei.
363: Dieter B.:
14. Januar 2015 um 14:11 Uhr

Ich konnte es heute morgen nicht glauben, als ich davon gehört habe, daraufhin habe ich mir die Tagesschau vom Sonntag nochmal angeschaut und muss zu der Einsicht kommen: Ich wurde getäuscht!! Die Art und Weise der Berichterstattung musste von mir so aufgefasst werden, als ob die Politikelite vor dem Zug läuft, und nicht auf einer Nebenstraße. Das gibt dem Wort “Lügenpresse” für mich die wahrhafte Bedeutung dessen, was es auch ausdrückt.

Haben Sie Rückgrat und stellen Sie den Sachverhalt bei der nächsten Gelegenheit richtig!!

Ich sehe große, sehr große Probleme auf Deutschland zukommen und ich habe Angst davor…..
364: Jens:
14. Januar 2015 um 14:14 Uhr

Ein Alibibild wurde also in der ARD gesendet. Aber wann, in welcher Sendung, wie lange?
365: Udo:
14. Januar 2015 um 14:14 Uhr

Pegidaversteher bei der taz, das ich das noch erleben muss! Da die Pegidaphilen sich mindestens so schnell vermehren wie sie glauben andere täten es, packe ich schon mal und will nur eines hier lassen: Opfer von Terrorismus sind immer nur einfache Bürgerinnen und Bürger, sei es direkt von Terroristen verübt oder indirekt in Form von Sicherheitsgesetzgebung die den Namen nicht verdient. Diejenigen hingegen, die da abgebildet sind, sind in der Regel isoliert und haben, Ausnahmen bestätigen die Regel, nichts zu befürchten. Und das Bild zeigt es mehr als deutlich. Das wäre auch schon das einzige an Kritik, die Pegida vorweist und die angebracht ist. Darüber müssen sich allerdings die da abgebildeten ein Urteil erlauben. Das sie hier mitlesen bezweifelw ich. Sie abzuwählen
366: Anonym:
14. Januar 2015 um 14:16 Uhr

Herr Gniffke hat teilweise Recht. Bilder geben nur einen Ausschnitt der Realität wieder, aber eine Auswahl bestimmter Bilder, die er als Teil “harter journalistischer Arbeit” bezeichnet, kann einen ganz anderen Eindruck vermitteln und das darf auch als Inszenierung bezeichnet werden. Wikipedia definiert Inszenierung als “[...] das Einrichten und die öffentliche Zurschaustellung eines Werkes oder einer Sache [...]. Da stellt sich mir die Frage was an diesem Ausdruck so verkehrt ist? Das Bild aus der Vogelperspektive wurde von einigen Medien (bewusst oder unbewusst) nicht gezeigt oder gedruckt und auch im Radio wurde der Eindruck eines gemeinsamen Marsches der Politiker mit den anderen Menschen erweckt. Mit welchem Recht also diffamiert Herr Gniffke indirekt alle, die dieses Bild (zurecht) zeigen und somit einen anderen als den von Medien teilweise dargestellten Eindruck erwecken, als Verschwörungstheoretiker?
367: Markus Backfisch:
14. Januar 2015 um 14:17 Uhr

Zu lesen auf: http://www.tagesschau.de/
“Dutzende Staats- und Regierungschefs aus aller Welt marschierten vorneweg. Frankreichs Präsident Hollande und Kanzlerin Angela Merkel starteten untergehakt zum großen Marsch im Zentrum der Hauptstadt.”
Wenig später dann:
“Angehörige und Freunde der Opfer liefen im Demonstrationszug ganz vorne mit. Hollande nahm einige von ihnen in den Arm, schüttelte Hände, versuchte Trost zu spenden.”
Was wird hier denn suggeriert? – Wir sind wieder sicher, Angst vor Terror braucht niemand in Europa zu haben. Obwohl die Fakten ein ganz anderes Bild zeichnen. Objektiv wäre: Ein gemeinsamer Marsch ist nicht möglich gewesen. Wortwahl dann vielleicht “parallel” oder “etwas Abseits”, vielleicht mit dem Zusatz “gut bewacht” oder “abgeschirmt”. Aber das wollen uns weder die Fotografierten, noch deren Berater, noch die unabhängige ARD zu verstehen geben. Was ich durchaus verstehe und nachvollziehe.
Aber dieses “Mir langt’s”-Gepolter, das muss nun wirklich nicht sein.
368: miki:
14. Januar 2015 um 14:19 Uhr

zitat jan hofer in er tagesschau vom sonntag, dem 11.01.15 “… an DEM republikanischen marsch nahmen AUCH die angehörigen der 17 anschlagsopfer UND führende Politiker aus aller welt teil.”
zuvor wurde die marschierende gruppe der staatschefs in halbnaher Aufnahme gezeigt. die montage der bilder und der folgende hofer-kommentar zu den ereignissen suggerieren, die politiker hätten am republikanischen marsch teilgenommen. dass dies nicht so wahr stellte sich später heraus. die enttäuschung über diesen manipilationsversuch ist gross, die glaubwuerdigkeit der politiker in frage gestellt. die veranstaltung wurde von politiker-seite zudem für wahlkampfzwecke und als pr-aktion missbraucht und verursachte zudem enorme reisekosten. diese enormen ausgaben hätten zur unterstützung der angehörigen sinnvoll genutzt werden können.
369: René:
14. Januar 2015 um 14:21 Uhr

Mal wieder wird das worum es bei dem Bild eigentlich geht mit Füßen getreten. Mal wieder achtet der deutsche zunächst einmal darauf Kritikpunkte zu finden, als das man sich über das Symbol freut. Tja so sind wir….schrecklich. Diejenigen die ständig was zu jammern haben sollen sich doch bitte im Keller einfinden.
Ist das wirklich ernsthaft eine Diskussion wert, das man gedacht hat die würden vor der Masse laufen? Die haben ein deutliches Zeichen gesetzt. DARUM geht es. Und wer wirklich denkt das ein Haufen Staatschefs mal eben ungeschützt auf der Straße herum laufen..NE KLAR. Derjenige sollte sich vielleicht mal selbst hinterfragen wie unrealistisch dieser Gedanke wohl ist.
370: Lehnberger:
14. Januar 2015 um 14:22 Uhr

die Zuschauer werden doch nur “verarscht”!

Mich wundert es nicht, wenn es dann “Lügenpresse”
heißt.
371: Oskar:
14. Januar 2015 um 14:24 Uhr

Hallo, in welchem Beitrag wurde das zweite Foto gezeigt? In der Tagesschau(20.15) hab ich es nicht sehen können.
372: Kleinka Riert:
14. Januar 2015 um 14:28 Uhr

Es geht auch anders. Aus der schweizerischen Tagesschau vom 11.1. 19:30 Uhr.
“Unter den eineinhalb Millionen Menschen marschiert auch die Elite der internationalen Politik. Abgeschirmt von der Masse werden die rund 50 Staats- und Regierungschefs angeführt von Frankreichs Präsident Francois Hollande. … Der Öffentlichkeit war nicht bekannt, wo genau sich die ranghogen Politiker auf der Straße bewegt haben. Immer wieder muss der Umzug anhalten, vermutlich aus Sicherheitsgründen. Nach rund 15 Minuten bringt ein Car sie zurück in den Elyseepalast. Francois Holland bleibt bei der Kundgebung.”
373: Dr. Wolfgang Stock:
14. Januar 2015 um 14:32 Uhr

Unglaublich. Ich dachte wirklich, die Politiker hätten sich in der ersten Reihe einer wirklich großen Demonstration befunden. Das alleine wäre Inszenierung genug gewesen. Hatte man sich hier nicht sogar über den angeblich nach vorne gedrückten Herrn Sarkozy aufgeregt. Die Tagesschau werde ich in Zukunft etwas kritischer rezipieren.

Zuerst werde ich in Zukunft die TAZ lesen, denke ich.

Herr Gnifke sollte entlassen werden. Er hätte sich entschuldigen und Besserung geloben sollen, statt zu jammern und sich herauszureden. Sein Blog-Eintrag ist eines Chefredakteurs nicht würdig.

 97 
 on: January 16, 2015, 04:21:24 AM 
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204: c.w.:
14. Januar 2015 um 08:41 Uhr

Die Kommentarfunktion ist eine schwierige Angelegenheit, weswegen ich sie grds. meide. In diesem Fall: ich bin enttäuscht.

Den Begriff Verschwörungstheorie hier ins Feld zu führen,finde ich geradezu feist!
205: Alberichs:
14. Januar 2015 um 08:41 Uhr

Die Bilder mit allen Einstellungen waren bekannt. Soso, warum wird dann nicht von vorn herein anders kommentiert. Mein Vorschlag:
Am Rande der Demo in Paris fanden sich in einer gut gesicherten und von den Rest der Demo abgetrennten Nebenstraße die Regierungschefs zu Ihrer eigenen Demo zusammen, um Ihrer Solidarität mit den … .

Dazu dann das Bild, daß die Szene wirklich korrekt darstellt. Alles erledigt. So werden Nachrichten gemacht, aber die Tagesschau Darstellung wurde vorsätzlich so gestaltet, daß es anders aussehen sollte! Regierungsvertreter jeglicher Art leben nun mal nach der Divise: “Wir solidarisieren uns gerne. Aber nur nicht persönlich, denn wenn es Opfer geben sollte, dürfen wir gar nicht dazu gehören. Da soll lieber die unbekannte Masse dafür erhalten”.
Es fehlt der Mut “die Armee an der Spitze selbst anzuführen”. Es gibt keine echte persönliche Führung.
206: Martin:
14. Januar 2015 um 08:42 Uhr

Die Wahrheit liegt wahrschl. irgendwo in der Mitte. Da waren auch Staatschefs von Staaten dabei dabei, die Presse- und Meinungsfreiheit im eigenen Land unterdrücken, die Minderheiten unterdrücken und mit brutaler Gewalt gegen Aufständische und Dissidenten vorgehen wie Algerien, Russland oder Israel.

Und es gab auch Staatschefs wie Netanjahu, die jede Gelegenheit nutzten, sich in die 1. Reihe zu drängeln, worüber auch die verschiedensten Medien spöttisch berichteten. Man darf nicht vergessen, in Israel sind bald Neuwahlen.
207: Alexander Mieske:
14. Januar 2015 um 08:44 Uhr

“Sorry, dass Kameraleute und Fotografen nicht immer einen Hubwagen zur Hand haben” Sorry Herr Gniffke, aber damit machen Sie es sich zu einfach. Wenn man sich das Bild genau anschaut, erkennt man die Inszenierung des “Schauspiels” doch ganz genau. Die Herren und Damen wurden so aufgestellt, dass es aus jedem Kamerawinkel so aussieht, als stünden die Politiker vor einer großen Menschenmenge. Vollends grotesk wird es dann aber, wenn die Politikertraube anfängt, die Straße herunterzulaufen. Kombiniert mit dem Bildschnitt von den Straßen von Paris entstand dann der Eindruck, sie würden den Trauermarsch anführen. Und keiner, wirklich keiner der Kommentatoren hielt es für nötig, auf diesen Umstand hinzuweisen. Das war eine politische Inszenierung der besonderen Art. Heuchlerisch und verlogen. Dies hat auch nichts mit irgendwelchen Verschwörungstheorien zu tun sondern ist ein Armutszeugnis der derzeitigen Politikergeneration. Man könnte einwenden, dass dies vom Sicherheitsaspekt her notwendig
208: Sascha M.:
14. Januar 2015 um 08:44 Uhr

Schon möglich das Politiker inszenieren, antäuschen und wenig bis keine Taten folgen lassen – man lässt halt schöne Bilder im Kopf sprechen, dass ist bequemer als wirkliches Handeln. Aber weshalb macht die Tagesschau solche Praxis so unkritisch mit? Ich würde nicht von Lügenpresse sprechen, sondern glaube, dass auch Redakteure der Macht der Bilder im Kopf erliegen und dann manchmal ihre relative Objektivität verlieren. Es macht für mich einen Unterschied wie die Handelnden in der Politik ihr Geschäft betreiben, weil ich wissen möchte wie authentisch sie sind. Setzen sie auf reine Symbolkraft oder bewegen sie selbst. Daher sollte jegliche Berichterstattung sorgfältig darauf achten, sachlich zu dokumentieren und nicht inszenierte Bilder zu verstärken.
209: Piet:
14. Januar 2015 um 08:45 Uhr

Es war von “nahbaren” Politikern die Rede und von “Seit an Seit mit dem Volk”.

Das ist eine klare Verfälschung der Realität.
Richtig ist dass die Politiker 1,5 km weit weg vom zentralen Demonstrationsort und abgetrennt vom Volk marschierten. (Quelle: n-tv)

Warum ist es so schwer die Bilder seriös zu kommentieren?
Dass die Staatschefs aus Sicherheitsgründen mit einigem Abstand vom Volk demonstrieren ist für die meisten nachvollziehbar und muss auch so berichtet werden.
210: Johannes Schw.:
14. Januar 2015 um 08:45 Uhr

Es ist selbstverständlich keine Verschwörung, wenn Sie diese wichtige Tatsache weglassen. Es bleibt jedoch ein bitterer Beigeschmack, dass selbst die Tagesschau in dieser wichtigen Situation eher Nachrichten verkaufen als informieren möchte.
Ich habe leider keine Zeit Ihre Sendungen 15minütig zu verfolgen und verlasse mich darauf, wenn ich 1-2mal täglich tagesschau.de öffne, dass dort das Wichtigste steht; und zwar so, wie ist wirklich ist/war.
Dieser Kritik müssen Sie sich einfach stellen.

Nicht nur bei den Politikern (die Trauer inszenieren, anstatt wirklich Solidarität zu zeigen), auch in der Presse muss sich noch einiges ändern; gerade wenn diese u.a. über eine Medienabgabe/ Steuer finanziert wird. Gerade Sie sollten also am wenigsten Interesse am Verkauf von Infos haben.

Und wenn kein Hubwagen zur Hand war, wie entstand denn dann das zweite Foto? Von einem Balkon? Na, reicht doch für eine objektive Berichterstattung.
211: Michael:
14. Januar 2015 um 08:46 Uhr

Irgendwie schon peinlich.

Weiß den niemand mehr wie ein Bericht auszusehen hat? Seit wann wird denn auf Sachlichkeit zugunsten von Gefühlen verzichtet? Ich meine, Wir reden doch über Nachrichten und nicht über Zwei Herzen im Silberwald oder sowas.

De Facto nahmen diese Politiker gar nicht an dem Marsch teil, sondern hatten ihre eigene kleine Veranstaltung.
212: Mette L.:
14. Januar 2015 um 08:47 Uhr

Ja, enttäuscht war ich schon, als ich davon erfuhr, wie die Politikerdemonstration tatsächlich ablief, aber ich kann es nun auch nachvollziehen. Wie sich die Presse dazu jetzt stellt (Chat, Berichte darüber etc.), finde ich sehr gut.
Viel schlimmer aber: Heute lese ich in meiner Tageszeitung, dass eine jüdisches Zeitung aus diesem Politiker- Bild alle Frauen (z.B. Frau Merkel) heraus retuschiert hat. Wir gehen auf die Straße wegen der “zerstörten Meinungsfreiheit” und da werden aus irgendwelchen Motiven Menschen von dieser wichtigen Demo, die um die Welt ging, weg retuschiert?!! Was ist los in dieser Welt?
213: Mus-T:
14. Januar 2015 um 08:51 Uhr

Nur weil ihr in Frieden lebt, gesund seid und es eurer Familie gut geht hört ihr auf zu hinterfragen?
Ihr redet alle von “Meinungsfreiheit”. Wenn ich mal mit einem auf der Straße über den Vorfall in Paris diskutieren möchte, erzählt er mir nichts neues. Denn das was er oder sie gehört hat, hat er sich in einer Zeitung ergriffen oder im TV gehört, und das soll dann seine “eigene” Meinung sein?
Man glaubt nur das was man glauben möchte. Anscheinend glaubt ihr ja jeden Mist, den man euch in den Medien erzählt.
Bildet euch mal eure echte eigene Meinung. Beginnt zu hinterfragen. Isaac Newton und viele andere Wissenschaftler haben nicht einfach so aus heiterem Himmel die Gravitation und viele andere wissenschaftliche Phänomene entdeckt. Sie begannen einiges zu hinterfragen, sich darüber Gedanken zu machen wieso es so sein könnte und sollte.

Öffnet eure Augen und befreit eure Gehirne von dem ganzen Mist im Fernseher.
214: Landei:
14. Januar 2015 um 08:55 Uhr

Also lieber Herr Gniffke, auch mir reicht es, was hier von einigen Bloggern geschrieben wird, ist so hanebüchen. Anscheinend haben Lunkwitz, Welfens (Prof. Dr.?????) max, Nissak, Späth, Furter Ihre Übertragung nicht gesehen und Ihren Blog nicht verstanden. Es war deutlich zu sehen, dass vom Place de la Republique aus der Bd. Voltaire abgesperrt war. Das sich dort verschiedene Gruppen formiert hatten. Ich habe sofort vermutet, dass es die Hinterbliebenen und die Politiker waren. Wer sonst?
Wer von einem Bild spricht, hat den Film, die Übertragung nicht gesehen. Und die Inzensierung, die jede Gruppe macht, und wenn es der Kaninchenzuchtverein in meinem Dorf macht, damit er ein schönes Bild in unserer Lokalzeitung bekommt, ist selbstverständlich. Herr Mitterand hat nach etwa 200m Marsch alle gebeten stehen zu bleiben, alle hielten für eine Schweigeminute inne. Dann umarmte Mitterand die Trauernden, also war er nicht so weit weg. Das war die Inszenierung! Was ist daran schlimm?
215: Quimby:
14. Januar 2015 um 08:56 Uhr

Verschwörung hin oder her, zumindest anhand der Pegida-Berichterstattung vermisse ich in letzter Zeit die objektive Sichtweise. Selten kommen in den Berichten Leute zu Wort, die für einen Dialog mit diesen Leuten eintreten. Solche Journalisten, wie Herr Gniffke, werfen andere schnell pauschale Verurteilung vor und bedienen sich dann dieser ebenfalls.
216: Hans Schmidt:
14. Januar 2015 um 08:58 Uhr

Nach so einem Statement von Herrn Dr. Kai Gniffke, kann man ihn doch wirklich nur noch zum sofortigen Ruecktritt auffordern. Dass die Tagesschau ihre Zuschauer versucht zu manipulieren, so dass man diese Sendung getrost “Aktuelle Kamera” nennen koennte (den Ostdeutschen wohl bekannt), und das schon frueher Zuschauerapplaus bei Gruenen und SPD Politikern dazugeschnitten wurde, der so nie wirklich stattfand, nun aber von Inzenierung bei einer Pressekonferenz zu reden und das damit zu vergleichen, dass Bilder manipuliert werden… wie war das mit dem Unwort 2014 “Luegenpresse”…???
217: U. Küchle:
14. Januar 2015 um 08:58 Uhr

Kein Zweifel, es war eine große Geste von vielen Menschen und einigen Regierungschefs. Meinerseits aber auch kein Zweifel bezüglich der 20.00 Uhr-Tagesschau und des Brennpunkts: sie waren manipulativ. In Kombination der gezeigten Bilder und der Kommentare, v.a. im Brennpunkt, wird ein Eindruck erweckt, welcher so nicht zutrifft. Offenbar getragen von der Begeisterung über das Engagement so vieler Menschen weichen beide Beiträge davon ab den Zuschauern Informationen zur Bildung einer eigenen Meinung zu vermitteln, sondern erliegen der Versuchung selbst Meinung zu bilden. Dies mag Medien grundsätzlich erlaubt sein. Bei Nachrichten von öffentlichen Sendern halte ich es für falsch. Der Hinweis auf fehlende Kamera-Hubwagen ist natürlich Unsinn. Es wäre leicht gewesen die Fakten zu vermitteln. Das Ziel mag ehrenwert gewesen sein. Mich erinnert es dennoch an die tendenziöse Berichterstattung vieler Medien über die Protestbewegungen in Deutschland in den 80ern.
218: wilhelm:
14. Januar 2015 um 09:01 Uhr

Mit der Logik ihres Blog-Artikels hätten sie ja auch das untere Bild zur Illustration verwenden können. Haben sie aber nicht. Sachen gibt’s.

Ihren Blog-Artikel finde ich nicht logisch, inhaltlich unnachvollziehbar und im Ton daneben.

Schade, dass ich sowas mit einer Zwangsabgabe mitfinanzieren muss.
219: Robs:
14. Januar 2015 um 09:01 Uhr

Naja, ich finde Herr Gniffke macht es sich recht einfach. Daß das Wort “Lügenpresse” zum Unwort des Jahres gewählt wurde (auch noch direkt am Anfang des Jahres) halte ich für falsch. Eines muss man Klarstellen: das Wort gehört weder den Medien noch den Nazis oder der Pegida, das Wort gehört allen! Und es wird ja sicherlich nicht aus dem Duden gestrichen. Das Herr Gniffke es normal findet, und das es zum politischen Alltag gehört das sich Politiker inszenieren ist richtig. Als Bürger oder als Trauernder, muss es mir aber nicht gefallen das gezeigt wird das Staatsoberhäupter mitmarschieren, es sich aber herausstellt das es doch nur in einer Seitenstrasse stattfand. Entweder die Politiker trauen sich in der Masse mitzulaufen oder sie lassen es bleiben! Und da kann man dann Obama auch nichts mehr vorwerfen.Die Menschen wollen keine Inszenierungen mehr! Ich wünsche mir jetzt ein paar sehr bissige Karikaturen über diesen Vorfall! Und im Sinne der Demokratie muss die Tagesschau das aushalten.
220: Quimby:
14. Januar 2015 um 09:02 Uhr

Herr Gniffke, die Manipulation bzw. bewusste Steuerung wird an der Berichterstattung zu der Pegidabewegung deutlich. Ich selbst bin kein Anhänger, vermisse aber bei den Journalisten eine objektive Berichterstattung. Schnell werden die Pegidaleute in die rechte Ecke geschoben ohne sich konstruktiv mit deren Sorgen auseinanderzusetzen, gleichzeitig regen sich die Journalisten auf, wenn sie als “Lügenpresse” bezeichnet werden.
221: Rene A:
14. Januar 2015 um 09:02 Uhr

Lieber Herr Gniffke,

wenn dem wirklich so ist, wie Sie behaupten, wieso wurde dann in die Tonspur der isoliert interviewten Politiker die Hintergrundgeräusche der Großdemo eingemischt?

Ich glaube, Herr Gniffke, Sie führen sich selbst hinter die Fichte. Zumindest in von der Verbesserung der Berichterstattung, die Sie uns hier vor einigen Monaten im Zuge des Ukrainekonflikts versprochen hatten, bisher leider nichts zu bemerken.

Zur Erinnerung: Ich bezahle einen Handwerker nicht dafür, dass er versucht, die Fliesen zu verlegen, sondern dass er das tut. Ich bezahle via GEZ Sie dafür, mich sachgerecht und neutral zu informieren. Das schaffen Sie jedoch nicht. Und wenn Sie sagen, dass Sie Ihr Bestes geben (was ja durchaus sein mag) … dann reicht das offenbar nicht und dann sollten Sie vielleicht Platz machen für jemanden, der diese Aufgabe besser erfüllen kann als Sie.

Fragen Sie sich doch mal ernsthaft, wie Sie von mir erwarten, dass ich Ihnen noch vertrauen oder glauben soll?!?!
222: Matthias:
14. Januar 2015 um 09:03 Uhr

Sie als freie Medien müssen doch wissen, was und wie Sie es senden und in welche Worte Sie den Zusammenschnitt einzelner Bildszenen verpacken, folglich auch, welchen Eindruck diese bei den Zuschauern hinterlassen. Ich jedenfalls hatte den Eindruck, dass die Staats- und Regierungsvertreter(innen) voran schreiten und 1,5 Mio. Bürger unmittelbar nachfolgen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Sie die tatsächliche Sachlage kurz gezeigt haben. Bei mir als Zuschauer bleiben andere Bilder haften.

Ich schreibe normalerweise keine E-Mails oder Kommentare zu Medienberichten, aber dies macht mich doch fassungslos und traurig, dass auf dem Rücken der Pressefreiheit eben diese in einer so schiefen Tonlage bespielt wird.

Im Namen den Pressefreiheit wird eine Demonstration auch zur Pressefreiheit selbst inszeniert. Ich finde es Kafkaesk und Geschmacklos den Angehörigen gegenüber. Mal abwarten wann Sie selbst darüber berichten und wir einen neuen Skandal in Deutschland haben.
223: B. Rösch:
14. Januar 2015 um 09:04 Uhr

Getroffene Hunde bellen.
224: Marinus Klose:
14. Januar 2015 um 09:04 Uhr

Was regt ihr euch auf. Herr Gniffke tut genau das, wofür er bezahlt wird.

Wie sagt man so schön: “wes Brot ich ess, des Lied ich sing”.
225: Stefan Pauli:
14. Januar 2015 um 09:05 Uhr

Der Mann muss einfach nur abgelöst werden. Wer es nicht lassen kann, schon im ersten Absatz von Verschwörungstheorien zu schreiben, gehört zur Bild-Zeitung und nicht in ein öffentlich-rechtliches Fernsehen.
226: Michael Friz:
14. Januar 2015 um 09:05 Uhr

Zitat Tagesschau 11.01.2015, 20:00 Uhr:

“Mit einem demonstrativen Akt der Geschlossenheit haben heute in Paris bis zu 1,5 Millionen Menschen ein Zeichen gegen den Terror gesetzt. An dem republikanischen Marsch nahmen auch die Angehörigen der 17 Anschlagsopfer und führende Politiker aus aller Welt teil, unter ihnen Kanzlerin Merkel.”

Später: Bilder der Präsidenten und der Demonstranten aneinandergeschnitten.

Meiner Meinung nach hätte man einfach kurz darauf hinweisen dürfen, dass die Staatschefs getrennt von den 1,5 Mio. Demonstranten eine kurze Strecke marschiert sind und eben nicht “teilgenommen” haben. Das hätte jeder verstanden, Gründe dafür gibt es reichlich. So aber entsteht erneut der Eindruck, wir sähen ein Theaterstück, keine unabhängige Berichterstattung.

Zum Thema Hubwagen: Gleich zu Beginn der Sendung sind die Staatschefs von erhötem Posten aus in extremer Nahaufnahme gefilmt, es wird gezoomt. Ein Schelm wer denkt hier wäre eine Totale auf die Szenerie möglich gewesen.
227: Jack Paulsson:
14. Januar 2015 um 09:06 Uhr

Herr Gniffke, macht es sich wirklich zu leicht, indem er etwas dementiert, was niemand behauptet: es geht nicht um “Verschwörung”, sondern um schlichtes Handwerk. Es geht darum, dass die “tagesschau” -konkret etwa in ihrer 20h-Sendung am 11.1. – nicht nur durch Bildschnitt den Eindruck erweckt, die Staats- und Regierungschefs hätten an dem Trauermarsch der 1,5 Millionen teilgenommen. Es wird dort auch zweimal explizit so gesagt, einmal im “Off” und einmal von Jan Hofer in der verlesenen nachricht. Warum kann die ARD nicht einräumen, dass diese Darstellung einfach unwahr und irreführend ist?
Diese Kritikresistenz ist peinlich.
228: Markus F:
14. Januar 2015 um 09:06 Uhr

Auch ich habe “nur” die Tagesschau gesehen – und micht über den Mut unsere Politiker gefreut, der Demonstration voranzugehen.

Wie ich nun erfahre: reine Täuschung.
DAS erwarte ich von den Sat1 Nachrichten – aber nicht von der Tagesschau.

Das so ein “Versehen” in der Berichterstattung vorkommen kann – geschenkt.
Aber dann, lieber Herr Gniffke, bitte auch dazu stehen!
Wir erwarten von der Tagesschau eine ehrliche Berichterstattung von “Inszenierungen”. Wozu sonst bräucht man unabhängige Medien?

Gruß
Markus F.
229: Süllberg:
14. Januar 2015 um 09:07 Uhr

Als mündiger, u. U. politisch interessierter Bürger sollte man jede Meldung / Berichterstattung / Fotoreportage, die einem wichtig erscheint bzw. interessiert, hinterfragen und mehrere unterschiedliche Medien zu rate ziehen um sie zu validieren. Wie Herr Gniffke richtig schreibt, geben Fotos nur die Ansicht weiter, die die Berichterstattung in dem Moment unterstützten. Und in diesem Fall die Einigkeit der gewählten Volksvertreter verschiedener Nationen. Wie entscheidend ist es da, ob sie mit den Demonstranten marschieren oder “nur” Einigkeit demonstrieren. Die in vielen Medien gewählte Form der Berichterstattung zu kritisieren ist der Sache ja wohl kaum dienlich!
230: ClausH:
14. Januar 2015 um 09:07 Uhr

Gibt es denn wirklich keine wichtigeren Probleme? Es wurde in Paris ein klares Zeichen gesetzt. Jetzt darüber zu diskutieren, wer wann wo ging ist albern, überflüssig und unwürdig.
231: h. kurt:
14. Januar 2015 um 09:08 Uhr

es gehört zur ausbildung einer jeden fotograf_in, wie man etwas ins “rechte licht” rückt, damit es attraktiv aussieht, damit es eine gewisse aussage bekräftigt usw. heerscharen von psycholog_innen befassen sich mit dieser materie. es wäre naiv zu glauben, dass man völlig “absichtslos” etwas veröffentlicht. das ist Ihnen wahrscheinlich schon so in fleisch und blut übergegangen, dass Sie es schon gar nicht mehr merken!das hat auch nichts mit “verschwörungstheorien” zu tun, sondern eher mit werbepsychologie und manipulation.
232: H. Blauzahn:
14. Januar 2015 um 09:09 Uhr

Es ist schon verdammt schändlich, wenn die Presse sich verpflichtet fühlt für diese Politiker eine Darstellung abzugeben die so nicht geschehen ist, anstatt seinen Lesern/Zuschauern die unverfälschte Wahrheit zu übermitteln, als wäre das nicht schon schändlich genug das sich diese von der Gesellschaft eingesetzten Politiker aus Angst in einer Seitenstraße treffen wo man doch angeblich für die selbe Sache einsteht. Diese Signale verdeutlichen doch nur wieder in was wir für einer Zeit leben. Diese miese Heuchelei treibt die Menschen in die Arme von PEGIDA und Co.
233: Wir sind also selber schuld….:
14. Januar 2015 um 09:09 Uhr

Danke Herr Dr. Gniffke,
jetzt weiß ich, dass ich selber schuld bin, wenn ich mich nicht ordentlich informiere.

Wissensvermittlung ist nicht Aufgabe “der Medien” (oder der tagesschau) und auch das Verständnis für soziale, kulturelle und geschichtliche Zusammenhänge sowie die religiöse und politische Bildung muss ich mir selber erarbeiten indem ich sämtliche Artikel und Bilder die zu einem Sachverhalt veröffentlicht werden sowie Hintergrundinformationen selbständig suche.

Vielen Dank für Ihre Klarstellung
234: Wolfgang Möller:
14. Januar 2015 um 09:11 Uhr

Liebe Verantwortliche der Nachrichtenredaktion,
gegenüber meinen Schülerinnen und Schülern in einer Gesamtschule bin ich ein Verfechter dafür, möglichst regelmäßig die Tagesschau bzw. die Tagesthemen zu sehen. Bei einigen habe ich sogar Erfolg, was sich z.B. auch im Geschichts-, Politik- und Wirtschaftlehreunterricht positiv auswirkt.
Nur jetzt bekomme ich ein Problem, wie soll ich meinen Schülern nahe bringen, warum das Betroffenheitsfoto unserer Politiker in Paris gestellt war. Ich selbst hatte mich gefragt, wie die Sicherheit der Staatsführungen gewährleistet wurde, dass man ein Foto in dieser Weise stellt, auf diese Idee bin ich nicht gekommen. Vielleicht naiv von mir?
Wenn Politik auch immer eine Inszenierung ist, dann habe ich kein Problem damit, wenn dies als Inszenierung kenntlich gemacht wird. Gestern Abend in den Tagesthemen hatte ich in Ihrem Beitrag gehofft, dass es auch dazu eine Erklärung gibt.
Erklärt es bitte auch meinen Schülern!
235: Hanne:
14. Januar 2015 um 09:14 Uhr

Hallo zusammen,nachdem ich die bisherigen Kommentare überflogen habe und schon einmal geschrieben hatte und plötzlich den Hinweis bekam,ich würde zu schnell schreiben,war ich doch etwas verblüfft. Seit wann gibt es eine Vorschrift,wie schnell oder langsam man seinen kommentar verfasst?Aber gut.Zum Inhalt.Es hinterlässt einen ziemlich faden Beigeschmack,dass Sie sich herausreden und die Kritik an der Irreführung der Zuschauer zurückweisen.ICh glaube,es hätte JEDER verstanden,wenn erklärt worden wäre,dass die Politiker und Staatschefs aus Sicherheitsgründen in einer Seitenstr.marschieren.Aber immer wieder wurde wiederholt,sie gingen vorneweg und aus den Bildern konnte man nichhts gegenteiliges erkennen.Das war unnötige Irreführung und Wasser auf die Mühlen der Pegida,die von Lügenpresse sprechen.Das ist schade und bedenklich und war vollkommen unnötig.
236: @200: Ludwig Reiners:
14. Januar 2015 um 09:16 Uhr

Eine Studiokamera kostet bis zu mehreren 100.000€. Sie ist kloppig und sehr schwer.

Ihre Modellflieger sind viel zu schwach, um das nötige Gewicht zu tragen. Dafür braucht es richtige Fluggeräte, Beispielsweie einen Hubschrauber.

Ein Hubschrauber kann aber nicht nah ranfliegen und brauch daher eine entsprechende Optik inklusive einen hochkomplexen Bildstabilisator, der dann noch Nachts funktionieren soll.

Es gibt nur wenige Kamerahubschrauber in Europa, weil sie sehr sehr teuer sind und aufwendig.
237: Philipp:
14. Januar 2015 um 09:18 Uhr

Das zweite Bild ist doch super.

Ich bin aufmerksamer leser von tagesschau.de und habe am Sonntag auch 20Uhr Ausgabe und Brennpunkt gesehen.

Das Bild, dass die Inszenierung zeigt sehe ich allerdings jetzt zum ersten mal.

Würden Sie bitte einen link einfügen, der zeigt, dass Sie dieses Bild in Ihrere Berichterstattung hatten.

Leider bleibt das sonst eine unbelegte Behauptung.

Grüße

Philipp
238: Austriaco:
14. Januar 2015 um 09:19 Uhr

Was zeigen die TV Bilder von Sky und unter anderem natürlich auch der ARD? Netanjahu, wahlkampfgerecht, kräftig winkend (Spiegel) 1.Sarkozy, der sich Protokoll widrig in die erste Reihe mogelt. 2. Frau Merkel die emsig rechts und links nach oben schaut. Die Aufnahmen wurden gegen 15:30 erstellt. Danach stiegen die Hohen Herrschaften in ihre Autos und fuhren davon. Die Quelle waren Sky und Agence France Press (AFP). Die ersten, die es veröffentlichten, waren Le Monde, und Daily News. Der Spiegel berichtete unter Berufung auf die obigen Quellen. Soweit die Facts. Das ist Manipulation 1. Klasse. Wie Herr Gnifke reagiert, ist indiskutabel. Dazu passt die extreme Zensur im Zuschauerforum, die unerträgliche Ausmasse erreicht hat.
Bleibt nachzutragen, auch das heutige Titelfoto auf
Tagesschau.de ist eine Manipulation oder ein Fake, wenn man so will. Auch die Besucherzahl bei der Mahnwache in B. wurde widersprüchlich von 3 bis 10.000 kolportiert. Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.
239: Herbert Räbel:
14. Januar 2015 um 09:26 Uhr

Zu Ihrer “Wutrede” über die “Verschwörung von Paris” meinen ausdrücklichen Glückwunsch, Herr Gniffke. Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu! Das war eine dringend nötige Klartextansage an all die selbsternannten Bürgerjournalisten, unerträglichen Besserwisser und versponnenen Verschwörungstheoretiker. “Lügenpresse” ist nicht umsonst zum Unwort des Jahres gewählt worden. Es gibt in Deutschland wahrhaftig noch genug Medien, die verantwortungsbewussten Qualitätsjournalismus betreiben. Die Tagesschau gehört dazu. Bitte ändern Sie Ihr Konzept nicht und machen einfach weiter wie bisher. Wir brauchen Sie!
240: AndreasS:
14. Januar 2015 um 09:29 Uhr

“Zwei dinge sind unendlich: Das Weltall und die Dummheit der Menschen – und beim erten bin ich mir nicht so sicher.” Albert Einstein.

Lese ich manche kommentare hier, so sehe ich immer wieder diesen Satz bestätigt.

Wer nur das für gute Beiträge hält welche genau seine eigene Meinung enthält, warum dann überhaupt Nachrichten lesen? Man weis doch ohnehin schon alles! Und nur man selbst ist der Quell der einzig glückselig machenden Weisheit.

Manchmal sollte man einiges auch Reflektieren und erst einmal nachdenken bevor man etwas schreibt.

‘Intelligente Leute sind voller Zweifel, sicher sind nur die anderen,…’(frei nach H.Clinton)

In diesem Sinne: ich wünsch mir keine “bissigen Karikaturen über diesen Vorfall” ich wünsch mir: mehr Gelassenheit und Intelligenz für die ganze Welt.

Ich muss nicht immer recht haben, 99% reichen auch.
(Ach, der lezte Satz war Ironisch, muss man ja im Netz immer dazu schreiben, was Ironie ist kann man nachlesen, viele Leute meinen nur es zu wissen)
241: Indurain:
14. Januar 2015 um 09:33 Uhr

Ich finde den Blogbeitrag vollkommen richtig und die Verschwörungstheoretiker halte ich für Vollpfosten. Kein Sicherheitsberater hätte es anders gemacht, jede andere Idee ist einfach “so gedacht” wie es nur Rechts- und Linksextreme können.
242: Philip Kuchar:
14. Januar 2015 um 09:35 Uhr

Es wurde zum Trauermarsch in mehreren Medien ein Streckenverlauf gezeigt mit dem Zusatz, dass in der ersten Reihe Charlie Hebdo Überlebenden und Angehörige der Opfer laufen, in der zweiten dann die Politiker, und sie würden gemeinsam den Marschzug anführen. Ich habe Auszüge der Liveübertragung gesehen (ntv oder n24) sowie abends Zusammenfassungen der Öffentlichen. Ich habe am Sonntag kein einziges mal erfahren, dass diese Szene abseits der tatsächlichen Route stattfand. Es kann sein, dass die Tagesthemen das gezeigt haben, aber ich muß schon sagen, bei all meinem Verständnis, dass die Weltlenker aus Sicherheitsgründen nicht in der Menge laufen wollen, ich denke es sollte genau dieser Eindruck vermittelt werden von politischer Seite. Und ob die Medien da mitmachen oder nicht, ein kleines Geschmäckle hat es schon, denn ich habe erst gestern erfahren, dass es ganz anders war, als ich es am Sonntag dargestellt bekam. Ganz objektiv!
243: M H:
14. Januar 2015 um 09:37 Uhr

“Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung.” Stimmt, aber schade trotzdem, dass Politiker keine Menschen mehr sein können, die etwas privat tun. Gestern habe ich gesehen, dass eine Politikerin sich hat dabei ablichten lassen, wie sie in ein Kondolenzbuch schreibt (Foto 1), und was sie geschrieben hat(Foto 2), kann man auch bewundern. In der Nähe der Veröffentlichung der Text: Es ist unerträglich, dass NPD, AfD und Pegida das abscheuliche Attentat für ihre Zwecke instrumentalisieren.”
244: Matthias:
14. Januar 2015 um 09:38 Uhr

Erinnert leider irgendwie an den “einsamen Putin” auf dem G20 Gipfel. LOL
Man darf eben das, was bei ARD und ZDF als Nachrichten serviert werden, nur noch mit Vorsicht geniessen. Es ist nie ganz wirklich falsch, aber oft auch nicht ganz richtig und korrekt dargestellt und dient leider ZU OFT nicht der Darstellung einer möglichst objektiven Berichterstattung. Das Misstrauen wächst…
245: CS:
14. Januar 2015 um 09:38 Uhr

Dr. Kniffke – Abtreten ! Das ist KEINE “harte journalistische Arbeit”, die von der Tagesschau geleistet wurde,keine, die “ethischen und handwerklichen Standards” genügt. Sie haben eigentlich einer Propaganda Vorschub geleistet, auf den Rücken von MordOpfern und auch Sie haben unser Mitgefühl mißbraucht. Jetzt hören wir, dass Nethanjahu sich eingeladen hatte, weil in Israel Wahlkampf ist und er dabei sein mußte; Sarkozy sich in die erste Reihe vorarbeiten wollte… Hier wurde die Trauer von Millionen von (hoffentlich nur wenigen) der Politiker politisch instrumentalisiert.
246: Mark:
14. Januar 2015 um 09:40 Uhr

Auch ich habe die Berichterstattung zum Trauermarsch in diversen Medien verfolgt. Zu keinem Zeitpunkt habe ich das zweite Bild gesehen. Es wurde meist ausschließlich die Frontalaufnahme gezeigt. Ich finde, dass “Lügenpresse” ein viel zu pauschalisierendes Wort ist. Aber ich kann der taz-Chefredakteurin nur zustimmen. Inszinierung findet immer statt. Aber auch die taz inszeniert bestimmte Themen. Es gehört nun mal zur Aufgabe des Medienkonsumenten die Dinge kritisch zu hinterfragen und auch die Tricks zu kennen mit denen die Medien arbeiten. Ihr Kommentar zeugt auch nicht wirklich von Einsicht. Wäre es nicht vorteilhaft, wenn die Berichterstattung wirklich probieren würde einen Blick hinter die Kamera zu geben? Und nein, ich bin kein Verschwörungstheoretiker und kein PEGIDA-Anhänger, sondern nur jemand der sich kritisch mit Medien auseinandersetzt und etwas geschockt ist über die Polarisierung die tagtäglich stattfindet.
247: wolf:
14. Januar 2015 um 09:41 Uhr

Der Chef für Aktuelles der ARD fällt zum wiederholten Male durch gespielte Empörung bei blog.tagesschau.de zu berechtigter Kritik an der Berichterstattung der ARD auf.
Herr Dr. Gniffke meint mit seinem Hinweis auf zwei Bildsequenzen aus der Liveübertragung doch tatsächlich, er habe die Kritiker widerlegt und als Verschwörer überführt.
Die Kritik, Herr Dr. Gniffke, ist mehr als berechtigt, weil ihr ARD Aktuell (in TS wie in TT und wie in Brennpunkt usw.)durchgängig suggerrierte:
“Der Gedenkmarsch heute in Paris hatte eine ganz besondere Reihenfolge: In erster Reihe die Angehörigen und die Hinterbliebenen und die übrigen Mitarbeiter der Redaktion von Ch.H. und erst dahinter die Staats- und Regierungschefs aus 50 Ländern …”
Wörtlich!! von Ellen Ehni in ARD-Brennpunkt.
Herr Gniffke – das ist belegbare, weil gesendete Manipulation von ARD gewesen.
248: Wolfgang Dörfl:
14. Januar 2015 um 09:42 Uhr

Wir haben uns den Trauermarsch in der Direktübertragung angesehen, dort haben wir sofort gedacht, dass das sehr mutig von den Staatschefs sei, vor dem Volk voran zu gehen. Nun erfahren wir von der Präsentation in einer Seitenstraße, sehen dieses Bild aus der Vogelperspektive und sind enttäuscht, es ist tatsächlich alles nur Inszenierung. Im Grunde sehr traurig! So empfinden wir auch die gesamte innenpolitische Berichterstattung, es wird das gezeigt, was genehm ist und zu vieles wird einfach weggelassen. Das hätten wir als gelernte DDR Bürger nie für möglich gehalten.
249: Dr. Jochen Peter:
14. Januar 2015 um 09:44 Uhr

Ich sehe dies ein wenig anders. Man kann mit Worten geschickt spielen und Sätze so gestalten, dass unterschiedliche Aussagen dabei herauskommen. Dasselbe ist auch bei der Bildberichterstattung der Fall.
Schließlich lebt ja auch ein ganzer Berufszweig davon, Menschen mit geschönter Werbung hinters Licht zu führen. Da ich nicht ständig Berichte im Fernsehen anschaue, sondern mehr Zeitung lese, war ich erst der Meinung, dass die Staatschefs wirklich den Trauerzug anführen; dies wurde auch textlich so unterlegt. Super, dachte ich. Sich aber mal kurz zu einem Plausch einfliegen, sich dort an einen Platz hin- und wieder wegfahren zu lassen, zu suggerieren, dass sie bei dem Trauermarsch wirklich physisch dabei sind, war mir in diesem besonderen Fall einfach zu billig. Das hat nichts mit Verschwörungstheorie zu tun, sondern zeugt von mangelnder Volksnähe; mehr nicht. Und das ist das, was manche eben vielleicht nervt. Da finde ich es einfach viel besser, dass 1.5 Millionen gekommen sind.
250: Thomas Gössing jun.:
14. Januar 2015 um 09:48 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

Ich hatte die Tagesschau am Sonntag 11.01. Um 20 Uhr zunächst nicht gesehen, sondern bin zuerst via facebook-post der tagesschau auf Ihren Blogeintrag aufmerksam geworden.

Beim Lesen des Eintrags war ich erst empört über die Vor wurde der taz-Chefredakteurin. Dann war ich etwas verwundert über Ihre Haltung, dass ja alles irgendwie eine Inszenierung sei. Und dann wiederum war ich aber erleichtert, als Sie darauf hin wiesen, welche beiden Bilder von den marschierenden Politikern im Beitrag gezeigt worden seien. An der Stelle war ich dann Ihrer Meinung: Einzelne Fotos können immer nur einen Eindruck aus einer Perspektive wiedergeben. Zeigt man aber Bilder aus mehreren Perspektiven, hat man versucht möglichst umfassend zu berichten.

Beim Lesen der ersten Kommentare wurde ich in meiner Unterstützung Ihrer Meinung dann aber wieder unsicher und habe mir soeben die o.g. Sendung der Tagesschau in der Mediathek komplett angesehen. Nun bin ich komplett…

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 on: January 16, 2015, 04:10:03 AM 
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128: wasistdennlos:
14. Januar 2015 um 01:12 Uhr

Hallo Herr Fresse! Menschen sagen Dinge. Es wird niemals aufhören. Seien Sie nicht traurig. Oder wütend. Oder wütrig.

Ich weiß, das ist hier eigentlich gar nicht Thema, aber ich habe die ganze Veranstaltung am Sonntag als sehr berührend empfunden. Ich weiß jetzt aber nicht mehr, ob ich dachte, dass die Politiker mit oder ohne Bevölkerung laufen. Ich glaube, dass war irgenwie echt egal für mein Gefühl.

Papplappapperlapap.
129: MFrTpl:
14. Januar 2015 um 01:15 Uhr

Es gab immer wieder beleidigte Reaktionen auf Beiträge der öffentlich-rechtlichen Sender, weil man sich falsch dargestellt oder gar diffamiert wurde. Denen, die sich dann empört hatten, wurde selbstgerecht und herablassend vorgehalten, dass man solches in einer freien Gesellschaft eben ertragen müsse. Wieso sollte dies nicht auch für Herrn Gniffke gelten? Die diffamierende Wortwahl bei der Bezeichnung von Personen oder dieser arrogant-herablassende Tonfall von Moderatoren und Kommentatoren gegenüber Menschen, deren Meinung man – berechtigt oder unberechtigt – nicht akzeptiert, stört den Chefredakteur scheinbar nicht. Nur wenn er mal selbst betroffen ist, reagiert er auf eine Weise, für die viele seiner Kollegen wieder nur verächtliche Kommentare übrig hätten, wenn er nicht ihr Kollege wäre.
130: Ryo:
14. Januar 2015 um 01:18 Uhr

ZDF:
“Die politische Weltelite auf der Straße – Seite an Seite mit dem Volk.”
“uch die Politik hat sich in den Trauermarsch von Paris eingereiht”

ARD:
“Seite an Seite im Gedenken an die Opfer der Anschläge von Paris. Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs haben heute an dem Trauermarsch teilgenommen.”
“Der Gedenkmarsch heute in Paris hatte eine ganz besondere Reihenfolge: In erster Reihe die Angehörigen und die Hinterbliebenen der Opfer und die übrigen Mitarbeiter der Redaktion von Charlie Hebdo und erst dahinter die Staats- und Regierungschefs aus 50 Ländern, die eigens angereist waren.”

2 von vielen Zitaten aus dem Hause ARD und ZDF … wie mans lesen kann sollen Politiker “Seite an Seite” mit den Demonstranten gewesen sein … in Wahrheit gibt es Haufen Fotos die belegen dass die Politiker unter sich waren , abgeschirmt durch Polizei.
131: travis2:
14. Januar 2015 um 01:20 Uhr

Herrn Gniffke “lang’s” mit dem Ärger über die Berichterstattung in der Tagesschau!

Bei der Affäre um die Kameraführung beim Zeigen der Beine der F.D.P.-Kandidatin Suding erläuterte Dr. Gniffke, daß es hierzu eindeutige Richtlinien gäbe, die den jounalistischen Anspruch sichern sollen.

Warum gibt es diese Richtlinien dann nicht auch, wenn es darum geht, sich bei Politiker-Inszenierungen nicht durch irreführendes Bildmaterial vereinnahmen zu lassen?
132: Phantomas:
14. Januar 2015 um 01:23 Uhr

Herr Gniffke schreibt:

“Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung, jede Pressekonferenz ist eine Inszenierung”

Das mag sein, aber guter, objektiver Journalismus darf sich damit eben nicht abfinden und darf sich vor allem mit der Inszenierung nicht gemein machen. Für den Leser/Zuschauer muss die Inszenierung erkennbar sein und darf durch den Journalismus nicht noch verschleiert werden. Wenn man das nicht schafft, hat man es entweder nicht gewollt oder sich nicht ausreichend bemüht. In beiden Fällen sollte man sich einen anderen Beruf suchen.

Weiter schreibt Herr Gniffke:

“Das ist Journalismus, das ist die Auswahl von Bildern, Ausschnitten und Fakten”

Und eben dass ist heutzutage oftmals Meinungs- oder sogar Kampagnen-Journalismus. Beides schadet dem Ruf und der Glaubwürdigkeit der Presse.

Und vielleicht sollte Herr Gniffke besser davon, wie er wohl sagen würde, die Schnauze voll haben.
133: Stefan:
14. Januar 2015 um 01:26 Uhr

Jeder ist auf dem Niveau auf das er sich begibt.
Wer sich mit “wilden Verschwörungstheorien” messen will, bitte schön. Der Artikel immunisiert sich anfangs gegen Kritik und Selbstkritik durch sein “mir reicht’s”. Dann verteidigt er sich gegen “Inszenierungsvorwürfe” mit der Bedeutung der Sache. Was jetzt? Es kam mir zwar seltsam vor, dass die Staatschefs mitmarschieren, aber das sie als kleines Grüppchen liefen, habe ich erst jetzt erfahren. Eine solche Information zur Darstellung darf dem Zuseher nicht vorenthalten werden, denn sie ist ein wesentliches Merkmal der Einordnung. In den Zusammenfassungen, die ich gesehen hatte war die Vogelperspektive nicht sichtbar.
Es täte gut, die Kritik zu versachlichen, dafür müssen sich Redaktionen auch öffentlicher Kritik stellen und in Dialog treten. Zu selten sind selbstkritische Stellungnahmen zu sehen, die das eigene Handeln der Medien einordnen. Doch nur dadurch steigt auch Qualität und nicht dadurch, dass man sich immunisiert gegen Kritik!
134: Patrick Differt:
14. Januar 2015 um 01:27 Uhr

Ich kann ihnen nur zustimmen, aus welchen unsinnigen Fakten heraus gar die “Lügenpresse” begründet wird. das war wahrlich keine Glanzleistung von Frau Pohl, von Pegida erwarte ich gar nichts anderes. Das Foto war in Ordnung, dass die Prominenz nicht zusammen 1,5 Mio wegen der Bedrohungslage laufen kann, sorry, dass sollte doch keine Erklärung benötigen.

Dass die ÖR sich in der Ukraineberichterstattung oder der Spiegel nicht mit Ruhm bekleckern, sehe ich pesönlich auch so. Vor allem habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine kritischen Beiträge zu Pegida grundsätzlich veröffentlicht werden, dagegen mein sachlicher, kritischer Kommentar zum Jazenjukinterview mal wieder gesperrt wurde. Und diese Erfahrung mache ich ziemlich oft, wenn ich Kiew und seine undemokratische, korrupte Olikratie kritisiere. Da beginnt man schon, sich zu wundern.
135: meinungsquirl:
14. Januar 2015 um 01:39 Uhr

Die Hauptkritik wurde bereits geäußert.

Moderne Journalisten haben offensichtlich ein großes Bedürfnis, selbst an Emotionen teilzuhaben und diese auch zu erzeugen. Das mag in manchen Bereichen sinnvoll erscheinen, es bedeutet aber eben auch, dass bereits in ‘Faktenberichten’ Aussagen getätigt werden, die objektiv angreifbar sind und dass man entsprechend die ersten Gegenmeinungen kassiert. Das dürfte eigentlich erst im separaten Kommentar der Fall sein, in dem – für den Konsumenten erkennbar – eine persönliche Deutung stattfindet.

Fakt: 40 Regierungschefs haben sich kurzfristig in Paris zu einem Foto eingefunden um ein Zeichen der Solidarität zu setzen.
Über 1 mio Menschen sind im Marsch durch Paris gezogen.

Kommentar: Die spontane Entscheidung zur Teilnahme so vieler Politiker ist ein starkes Zeichen. Konflikte wie der in Palästina spielen keine Rolle, während Netanjahu und Abbas gemeinsam, nur wenige Plätze voneinander entfernt, in der Reihe stehen. Und so weiter und so fort…
136: kelbert:
14. Januar 2015 um 01:41 Uhr

Es gibt inszenierte Gruppenfotos und Bilder von Regierungschefs an der Spitze von Demonstrationen. Inszenierte Gruppenfotos von Regierungschefs die aussehen wie an der Spitze von Demonstrationen, jedoch in abgesperrten Seitenstraßen geschossen wurden, sind nichts weiter als eine Täuschung. Würde es sich um Nord Korea, Iran oder Russland handeln, die Nachricht wäre mit hämischen Unterton ob der schändlichen Inszenierung, wo doch das Volk gar nicht hinter den Mächtigen steht, präsentiert wurden. Dass man es hier anders handhabt, leuchtet den Meisten da nicht mehr ein. Zu lange wurde mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen. Während die einen unter leiser Kritik in andere Länder einmarschieren konnten und gefoltert haben, wurde bei anderen schon wegen etwas Prominenz im Gulak sehr laut und äußerst empört geklagt. Mit solchen Diskrepanzen hat man nach und nach seine Glaubwürdigkeit verjubelt und dabei verkannt, dass man ohne die den Laden quasi dicht machen kann.
137: Markus M.:
14. Januar 2015 um 01:43 Uhr

Ich glaube, es geht eher nicht um “klein machen” der tagesschau. Gerade weil die tagesschau einer der ganz großen Meinungsbildner ist, hat sie auch eine besondere Verantwortung und dazu gehört auch ein routinemäßiges Verarbeiten eines fortlaufenden Kritikstromes. Die Tagesschau hat die letzten Tage (bei Pegida, Islam Diskussionen) oft betont, dass sie nur *neutral* darstellen will. Ich denke ein ‘neutral’ gibt es nicht und man sollte sich soweit möglich der eigenen Filter und Präferenzen bewusst sein.
138: Odoaker:
14. Januar 2015 um 01:46 Uhr

Ist ja nett, so nebenbei und am späten Abend und noch dazu in einem Blog zu erfahren, dass selbst bewegte Bilder mehr Schein als Sein darstellen können.

Und das wohl auch noch weniger freiwillig, als gezwungenermaßen aufgrund der Kritik in einer Tageszeitung.

Aber über das Sein müsste ehrlicherweise an der Stelle informiert werden, an der auch der Schein dargestellt wurde – wie bei jeder Gegendarstellung.

Damit alle Gelegenheit haben, das Sein zu erkennen.
Und das als Lehre für die Zukunft nutzen zu können.

Ausflüchte, noch dazu mit Formulierungen wie “auf die Fresse”, sind der (bisherigen?) Nachrichtenikone Tagesschau m.E. jedenfalls nicht angemessen.
139: Frank Schulze:
14. Januar 2015 um 02:02 Uhr

“Kein Foto zeigt die Realität”. Das ist korrekt. Es wird jedoch den Bürgern immer suggeriert, dass TV-Nachrichten, Zeitschriften etc. NEUTRAL seien. Aber kein Journalist kann wirklich neutral sein. Meiner Meinung nach muß er das auch nicht. Aber dann soll man auch dem Zuschauer/Leser keine objektive Sichtweise vorgaukeln. Es geht ganz einfach um etwas mehr Ehrlichkeit und weniger Heuchelei – von Journalisten und erst recht von Politikern.
140: von Tiede:
14. Januar 2015 um 02:06 Uhr

Hätte man die Live-Übertragung gesehen, hätte man schnell gewusst, dass die Berichterstattung nicht wirklich wahrheitsgetreu war. Hier wurde, wahrscheinlich versehentlich, kurz eine Aufsicht gezeigt. Auf dieser sah man eindeutig nur die Politiker und eine Heerschar von Sicherheitsleuten. Im Nachhinein noch zu behaupten es gäbe eine Verschwörungstheorie, obwohl man weiß, dass man die Nachricht verändert hat, ist unredlich. Natürlich war die Aufstellung der Politiker gestellt, an einem zuvor abgeriegelten Ort. Es gab entgegen der Aussage sehr wohl Möglichkeiten von oben zu fotografieren, aber man wollte ja das Bild haben, die führenden Politiker voran. Aber das Bild gab es nicht, also hat man so getan „als ob“ Ist das ehrlich?
141: Layer8:
14. Januar 2015 um 02:10 Uhr

Danke für Ihren Blogeintrag, Herr Gniffke. Dadurch bin ich erst auf diese “Inszenierung”, wie sie selbst sagen, aufmerksam geworden.
Ich bin enttäuscht, dass sie das völlig normal finden, v.a. da (weil?) sie selbst mitmachen, und zu welcher Sprache sie hier greifen.
Die TS Berichterstattung hat tatsächlich stark suggeriert, die Politiker wären vorneweg marschiert. Viell. naiv, das zu glauben (man weiß ja, wie sonst abgeschottet wird), aber unter diesen einmaligen Umständen schien mir und vielen anderen gar so ein starkes Zeichen möglich und beachtenswert.
Danke nochmals; dadurch wurde mir wieder mehr verinnerlicht, wie sehr alles hinterfragt werden muss.
142: jj preston:
14. Januar 2015 um 02:23 Uhr

Herr Gniffke,

die richtige Reaktion eines weniger selbstgerechten, zu Selbstkritik fähigen Menschen, der ehrlich bemüht ist, seinen Bildungsauftrag wahrzunehmen und zu untermauern, dass die 17,98 € pro Monat und Haushalt tatsächlich eine wichtige Funktion finanzieren, wäre gewesen:

“Ich gebe zu, die weitere Berichterstattung über das Ereignis war nicht optimal. Es macht tatsächlich in der Wahrnehmung einen Unterschied, ob die Staats- und Regierungschefs in einem eigenen Block marschierten oder – noch stärker – wirklich zusammen mit allen anderen. Das hätten wir als Tagesschau-Redaktion auch für all jene, die die Liveberichterstattung nicht verfolgt haben, in den Nachrichtensendungen kenntlich machen sollen. Wir geloben Besserung.”

Wer will, dass seine Fehler nicht wie Absicht wirken, sollte nicht versuchen, sie durch Rechtfertigung zu legitimieren. Das ist wie in der Kirche: Nur wer Buße tut, dem wird vergeben.
143: alex66:
14. Januar 2015 um 02:38 Uhr

Es sollte doch ein Zeichen gegen Terrorismus werden. Die Bilder zeigten uns eine geschlossene Weltgemeinschaft und suggerierten einen riesigen Protestmarsch der Bevölkerung, die sich direkt den Politikern angeschlossen haben.
Doch wiedermal haben die Politiker uns hinters Licht geführt.
Was sollte diese Show? Hält man die eigenen Bürger für komplett dumm? Die “Politik-Elite” hätte sich auch irgendwo, an einem anderen Platz versammeln können (aus Sicherheitsgründen), dann hätte ich Verständnis dafür.
Nach so einer hollywoodreifen Vorstellung möchte ich von diesen Damen und Herren nichts mehr sehen und hören. Diese s.g. “Politiker” gehören doch schon längst abgesetzt zu werden, dann können sie sich bei Hollywood versuchen.
144: Dirk H.:
14. Januar 2015 um 02:47 Uhr

Ich fühle mich extrem veralbert angesichts der Potemkinschen Straßensituation unter Hochsicherheitsbedingungen, bei der die Staatspersonen posierten. Warum erinnert mich das alles an Zeiten, wo beispielsweise die sowjetische Zensur Trotzki neben Lenin herausschnitt, um ein politisch korrektes und genehmes Foto zu suggerieren? Herrn Gniffke wünsche ich in Zukunft ein kritischeres Bewusstsein und eine gewisse Distanz gegenüber Erwartungen seitens Regierungskreisen.
145: imalipusram:
14. Januar 2015 um 02:58 Uhr

Lügenpresse ist anders: Wenn zB eine ultrakonservative israelische Zeitung die weiblichen Funktionäre (u.a. Frau Merkel) aus einem Foto des Trauermarsches vom vergangenen Sonntag abschneidet und wegretuschiert. Nachzulesen und dokumentiert zB im The Telegraph (hxxp://www.telegraph.co.uk/women/womens-politics/11342250/Charlie-Hebdo-Women-Photoshopped-from-Paris-rally-picture.html) und hoffentlich auch bald in der Tagesschau.

Neues Futter für Charlie Hebo!
146: Johnny R.:
14. Januar 2015 um 03:48 Uhr

Wie Herr Gniffke richtig bemerkt, man kann hochrangige Politiker aus Sicherheitsgruenden nicht ” bunt gemischt” auf einer Demonstration laufen lassen. Leider.
Stellen sie sich einmal vor es kaeme tatsaechlich zu einem Attentat u. z.B. der malische Staatschef od. Herr Orban wuerden dabei getoetet u. Frau Merkel od. Herr Hollande nicht.
Garnicht auszudenken was dann bei den VT los waere.
147: Olaf Schmidt:
14. Januar 2015 um 03:49 Uhr

“Das ist Journalismus, das ist die Auswahl von Bildern, Ausschnitten und Fakten. Das ist harte journalistische Arbeit, die sich an ethischen und handwerklichen Standards messen lassen muss.”

Wie wäre es denn, wenn ihr Journalisten noch einmal bei 0 anfangt. Setzt alle Anforderungen zurück und fangt bitte nur mit den Fakten an. Nur das, und ich bin glücklich. Erst die Pflicht, und dann die Kür, oder auch besser ohne, bitte. Wir sind erwachsene Bürger und benötigen keine Erziehung durch Medien.
148: Matthias Kaufmann:
14. Januar 2015 um 04:44 Uhr

Es bleibt ein fader Beigeschmack. Der Kommentar verstärkt diesen nur, statt ihn abzumildern. Es fehlt bei der tagesschau nach meinem Eindruck das grundlegende Problemverständnis. Natürlich liegt hier keine explizite Lüge vor. Aber die tagesschau muss sich schon die Frage gefallen lassen, ob sie hier nicht versucht, den politischen Meinungsbildungsprozess in eine gewisse Richtung zu beeinflussen. Ein anderer, schärferer Ausdruck dafür ist Manipulation. Soweit möchte ich persönlich noch nicht gehen, aber die Tendenzen zeichnen sich für mich ab. Dieser Eindruck wird in meinen Augen verstärkt durch die Berichterstattung der Tagesschau über Pegida.

Ein Journalist sollte sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer Guten.

Ich würde mich freuen, wenn die tagesschau diesem journalistischen Grundsatz wieder mehr Bedeutung beimessen würde. Dies gilt übrigens auch für die äußerst scharfe Redaktion bei der Freigabe von Kommentaren, die meiner Meinung nach an Zensur grenzt.
149: Thomas F.:
14. Januar 2015 um 05:02 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
ich kann Ihre Reaktion, auch in der Schärfe der Wortwahl vollkommen nachvollziehen.
Wenn ich mir anschaue was jeden Tag in der Kommentar-Funktion bei tagesschau.de für eine Welle an Unterstellungen und Vorwüfen, oftmals verletzend und beleidigend, auf die Journalisten und Mitarbeiter losgeht, frage ich mich so manches mal erstaunt, wie Sie und Ihre Mannschaft das auf Dauer aushalten.
Sicher, wo gearbeitet wird werden Fehler gemacht, wo Fehler gemacht werden, korrigiert man sie.
Von mir dafür allergrößten Respekt.
Für mich ist die Tagesschau immer 1. Wahl.
Machen Sie weiter so!
150: T.Reetz:
14. Januar 2015 um 05:46 Uhr

Sie machen das schon gut so! Nur leider wird zu wenig Medienkompetenz im Land gelehrt. Man muss nicht immer nur auf die hören, die am lautesten schreien. Viele die nach Abschaffung der”GEZ” schreien, gucken am nächsten Tag Fussball auf den dritten Programmen.
151: M.J.Groenewold:
14. Januar 2015 um 05:56 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

bin ich ein Verschwörungstheoretiker wenn ich Berichterstattung kritisiere?

Die List der Teilnehmer ist jedenfalls nicht gerade das Who is Who der Kämpfer für Pressefreiheit. Und ein Bild aus der Vogelperspektive vermittelt nun einmal den Eindruck, das hier eben nicht vorweg marschiert wurde.

Wenn mir solche Details nicht von der Tagesschau vermittelt werden, verliere ich einfach das Vertrauen. Denn ich habe nicht Zeit den ganzen Tag vor der Glotze zu sitzen und mir jeden Bericht zu jedem Thema anzuschauen.

In meinen Augen machen sie es sich zu leicht und werten die Kritik viel zu schnell und reflexhaft ab. Wo bleiben die Fakten in ihrem Statement? Immerhin haben die Politiker nicht wie behauptet in einer “ominösen” Seitenstraße gestanden.

Ich will kritische SACHLICHKEIT. Ich will Information! Und ich will nicht das Gefühl haben, das sich Journalisten Inszenierungen unterwerfen.

Sind das keine legitimen anliegen? Bitte um Antwort!
152: baka:
14. Januar 2015 um 05:57 Uhr

@ Steffen (Kommentar Nr.30)

Hallo Steffen aus Kaarst,
wie außerordentlich erfreulich, wenn sich junge Menschen differenziert und vernünftig mit tagespolitischen Themen auseinander setzen und einmischen. Sachlich und nachgedacht. Freut mich. Gut gemacht.
Nette Grüße aus der Region.
153: Hans:
14. Januar 2015 um 06:02 Uhr

Lieber Herr Gniffke,

das ist die richtige Reaktion. Mehr davon. Journalisten sollten nie selbstgerecht sein. Aber wehrhaft.

Danke
154: HaPe:
14. Januar 2015 um 06:06 Uhr

Es macht keinen Unterschied: Der isolierte russische Präsident oder eben Politiker in Paris mittendrin statt nur dabei. Ihr transportiert eben keine Nachrichten sondern lediglich eure Version. Die ist intendiert. Fragt man sich: Wieso habt ihr ein Problem mit dem Wort “Lügenpresse”?! Das ist genauso eine Version. Intendiert. Gefährlich nur , wenn mit dieser Herangehensweise der Ukrainekonflikt transportiert werden soll. Da ist mir die reale Gefahr zu gross. Aber banalen Gossip lese ich bei euch gern.
155: R.P.:
14. Januar 2015 um 06:08 Uhr

Lieber Hr. Dr. Griffke,

wenn Ihnen nicht bewusst ist, wie wichtig in einer solchen Ausnahmesituation eine im Detail korrekte Darstellung ist, fehlt es Ihnen an Reflektionsvermögen.

Natürlich haben Sie und Ihre Redaktion das Beste gegeben. Es hat aber leider nicht den Anforderungen an dieses Ereignis genügt.

Ein Kommentar mit einer solchen Intention wäre angemessener gewesen.
156: Ulf Wedler:
14. Januar 2015 um 06:16 Uhr

Wie wäre es denn mit PHOTOSHOP?

Alle Politiker könnten zuhause bleiben – und das “magische” historische Bild würde es auch geben.Ohne Kosten – ohne Sicherheitsbedenken.

Wer eine (wichtige) Aussage treffen möchte, macht das ja eh schon immer mit SEINEM Bild.

Ulf Wedler
157: Das_kann_sein:
14. Januar 2015 um 06:22 Uhr

Sehr geehrter Hr. Gniffke,

herzlichen Dank für Ihren Blog-Beitrag. Sie sprechen mir aus der Seele. Endlich mal ein Chefredakteur der Klipp und Klar sagt, was er denkt. Ohne Verschönerung, offen und absolut verständlich. Ich rege mich schon seit langem über diverse Beiträge einiger Nutzer der TS-Kommentar-Funktion auf und ich stelle mir die Frage, worauf diese eigentlich Abzielen sollen. Vieles davon ist beleidigend und verletzend – und ich bin der Meinung, dass niemand dieses aushalten muss bzw. aushalten sollte. Netzetikette gibt es bei vielen schon lange nicht mehr.
Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, allerdings entsteht bei mir der Eindruck, dass viele meinen, das gelte nur bei der eigenen Meinung.
158: S. Oliver:
14. Januar 2015 um 06:31 Uhr

Mit Interesse habe ich die verschiedenen Meinungen und Wahrnehmungen zu der Berichterstattung hier im Blog gelesen. Eine sachliche Diskussion ist gut, richtig und wichtig für unsere Demokratie. Sie führt uns immer wieder unser wichtigstes Gut vor Augen – unsere (Meinungs-)Freiheit.

Als problematisch und für wenig zielführend halte ich jedoch derartige Diskussionen wie im vorliegenden Fall. “Lügenpresse” – welch ein kleines Wort und doch verbunden mit einer immensen Aussagekraft und tieferen Bedeutung. Der tiefere Sinn wird sich der absolut überwiegenden Zahl der Pegida-Anhänger sicherlich niemals erschließen. Als traurig und beschämend empfinde ich die Diskussion über die gezeigten Bilder unserer Staats- und Regierungschefs. Kann sich jemand an so ein Ereignis mit solch einer Bedeutung erinnern? Und was tun wir? Wir diskutieren darüber in welcher Straße die Damen und Herren Politiker denn jetzt eigentlich gelaufen sind. Für mich persönlich unfassbar und unglaublich traurig…
159: Tina Teichert:
14. Januar 2015 um 06:36 Uhr

Ich bin schockiert über Ihre Ausdrucksweise, jedoch mehr noch über ihrer Rechtfertigung.
Die Politik inziniert, ist eine Aussage, die sehr traurig, aber doch wahr ist. Sie haben jedoch die Aufgabe uns zu informieren. Und nicht über eine Inzinierung, sondern über wirkliches Geschehen zu aktuellen Ereignissen in der Weltgeschichte. Am schlimmsten sind jedoch die Rechtfertigung dieses Bildes. Es geht hier nicht nur um das Bild, sondern das Bild war die Aufklärung, ein Bild reicht es aus uns Bürgern zu sagen wie es wirklich war, was sie in einem ganzen Beitrag nicht schafen. Wie hier nun schon daraufhingewiesen wurden haben sie mündlich im Beitrag dazu Stellung bezogen und uns absichtlich nicht die Wahrheit gesagt haben. Sie hätten gar nichts sagen sollen, aber nein, sie haben uns gesagt (und eben nicht nur gezeigt) dass alle zusammen an diesem March laufen!
Falsche irreführende Berichterstattung. Job verfehlt.
160: mister-ede:
14. Januar 2015 um 06:46 Uhr

Wenn sich die Tagesschau lieber mit so einem Schwachsinn auseinandersetzt statt sich mit den zahlreichen Problemen des Landes zu beschäftigen und Politiker lieber den Dialog mit Pegida suchen, statt nach Lösungen für diese vielen Probleme, dann ist genau das für mich Politikversagen und Medienversagen!
161: Günter Späth:
14. Januar 2015 um 06:56 Uhr

GGuten Morgen

Bitte zeigen Sie einfach die beiden Bilder und stellen Sie in den Tagesthemen klar, wie es war, und alles ist gut … und vergessen Sie nicht zu erwähnen, daß die Politiker nur für wenige Minuten für den selbstinzenierten Foto- und Filmtermin in Paris waren und sofort wieder verschwunden sind. Selbst jetzt noch reden Sie hier von einem “Zug”?
Wie absolut albern.
Aber Sie sind wohl sehr Systemtreu … schade um die Bürger, die das noch gut finden.
162: Dirk S.:
14. Januar 2015 um 06:58 Uhr

Ich finde es großartig, dass wir solche Disskussionen führen können und dürfen. Es gibt Berichterstattung und auf diese folgt eine Reaktion, bzw. Auseinandersetzung. Ist doch Großartig. Das bei manchen Reaktionen über das Ziel hinausgeschossen wird… so what!?
Vielmehr finde ich solch einen Blogeintrag, wichtig. Sie setzen sich mit Vorwürfen, auch Hirnrissigen, auseinander. Damit wird den “Medien” und der “Presse” ein Gesicht gegeben. So stehen hinter den Artikeln und Berichterstattungen Menschen, die Versuchen zu informieren. Ihr Blogeintrag zeigt mir das dies mit viel Leidenschaft passiert, und kritik nicht spurlos an Ihnen abprallt oder sie kalt lässt. Danke dafür!
163: Oliver Jahnel:
14. Januar 2015 um 07:00 Uhr

Nachdem ich Ihren Eintrag sowie den Artikel der taz gelesen habe muss ich zugeben, dass sowohl bezüglich der Bilder des Trauermarsches als auch in diesem Eintrag Aussagen so formuliert sind, dass ein falscher Eindruck entstehen kann, was bezüglich der Bilder des Trauermarsches von der taz kritisiert wurde.
In diesem Eintrag schreiben sie nun die taz hätte behauptet

‘es habe in vielen Medien – darunter in der Tagesschau – eine Inszenierung stattgefunden’

im Artikel der taz ist jedoch nur zu lesen, dass

‘in den sozialen Medien Kritik am „inszenierten Trauermarsch“’

laut wurde.
Auch hier zeigt sich, dass Ihre Formulierung zumindest undeutlich ist. Zudem ist der Tonfall den Sie in Ihrem Eintrag gewählt haben durchaus fragwürdig, was hier auch mehrfach kritisiert wurde.
Ein wenig Kritik muss man ertragen können, zumal diese nur mehr Eindeutigkeit in der Formulierung wünscht um Misverständnissen bei den Lesern vorzubeugen, was meines Erachtens doch durchaus konstruktive Kritik ist.
164: Marcus:
14. Januar 2015 um 07:01 Uhr

Wenn unsere Köpfe das glauben was wir sehen und es sich dann als Lüge herausstellt der ist gezwungen sich ein eigenes Bild zu machen. Damit schüren Sie selbst die Verschwörer.Wenn unsere Politiker nicht mehr fähig sind ehrlich zu trauern zu was sind sie dann noch fähig. Was soll man glauben und was nicht.
165: Sherlock Holmes:
14. Januar 2015 um 07:07 Uhr

Nun habe ich mir die Live-Übertragung mit dem Titel “Paris trauert” vom 11.1. noch einmal angesehen. Das Bild wird tatsächlich gezeigt, bei Minute 33 und zehn Sekunden; etwa für fünf Sekunden. Die Maschinerie entblößt sich quasi kurz. Der Studiogast, eine Schriftstellerin, kommentiert in dem Moment, dass einer der getöteten Karikaturisten dazu vermutlich eine Karikatur verfasst hätte. Die Moderatorin versucht später, die Tatsache, dass die Politiker auf dem Bild plötzlich allein auf weiter Flur standen, anzusprechen. Sie kommt aber nicht über Andeutungen hinaus. Den Rest der mehr als 76-minütigen Übertragung erwecken die Bilder den Eindruck, als würde die Politik tatsächlich im Demonstrationszug mitmarschieren. Ich denke deshalb, den Vorwurf von Frau Pohl muss sich die ARD gefallen lassen. Den Blogeintrag von Herrn Gniffke finde ich peinlich. Er versucht darin zu verschleiern und zu beschönigen, statt Fehler einzuräumen. Wenn das Qualitätsjournalismus ist, welche Qualität hat er dann?
166: Frank Furter:
14. Januar 2015 um 07:12 Uhr

Schon lustig:
Die Überschrift lautet: “Angebliche Inszenierung”.
Im Text wird aber die Inszenierung gerechtfertigt, bzw. behauptet, dass jedem klar sein müsse, dass es sich um eine Inszenierung gehandelt habe.
Was nun?
Angebliche Inzenierung?
Tatsächliche Inszenierung?

Vielleicht ist es für Herrn Gniffke nicht vorstellbar, dass es Menschen gibt, die nicht den ganzen Tag mit höchster Konzentration alle Live-Übertragungen des Trauermarsches verfolgt haben, sondern die erwarten von der Tagesschau umfassend und vollständig und richtig über wichtige Ereignisse des Tages informiert zu werden.
167: Gordon Z:
14. Januar 2015 um 07:13 Uhr

Anscheinend ist es der Redaktion wichtiger andere Journalisten und Medien zu diskreditieren anstatt die Sache richtig zu stellen, deshalb wird die Sache auch nur hier im Blog diskutiert und nicht auf der Hauptseite, damit man sich im Notfall davon wieder distanzieren kann.
(Die Meinung eines Einzelnen)

“Ich wehre mich dagegen, über jedes Stöckchen zu springen, dass uns Verschwörungstheoretiker hinhalten. Denn sonst sickert noch viel mehr des Giftes der Furcht in unseren Berufsstand ein. Denn diese Diskussionen hinterlassen Spuren in den Redaktionen. Statt unser Bewusstsein für Qualitätsjournalismus zu schärfen, sind sie dazu angetan Redaktionen zu verunsichern. Das ist das Gegenteil von “Je suis Charlie”.

zu Deutsch

Ich wehre mich gegen jegliche Art der Kritik von “VERSCHWOERUNGSTHEORETIKERN” berechtigt oder unberechtigt, da diese Kritik Furcht und Schrecken verbreitet,unser Urteilsvermoegen beeintraechtigt und uns versucht einzuschuechtern. ” Je suis Hauptschriftleiter”
168: Marc:
14. Januar 2015 um 07:17 Uhr

ich will mich gar keiner Verschwörungstheorie anschließen, was soll denn da Verschwörung sein? Gleichwohl war es schlecht berichtet, ein bewusster Fehler, man hat schon gesehen dass hier ard so berichtet hat wie es die Regierungen gerne haben wollten. Dieses Winden des Chefredakteurs hier ist süß. Dieses “sauer” sein, wirkt so ins leere, so unsauer. lieber Herr Chefredakteur, bei einer Hochzeit ist ein Foto eine Inszenierung. Auch bei einer Regierungskonferenz wie sie richtig sagen, da geht die Inszenierung aber von den austragenden aus, nicht von den Journalisten. Sie müssen für uns Zuschauer nichts inszenieren bei Nachrichten, hier wollen wir die Wahrheit. Ginge das?
169: Totengräber:
14. Januar 2015 um 07:21 Uhr

“Haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken!” – auf diesem Niveau beschweren Sie, Herr Gniffke, sich darüber, dabei erwischt worden zu sein, dass Sie, und mit Ihnen alle anderen Leitmedien, ein wenig an der Realität vorbei berichtet zu haben.
Merke: Man lügt auch mit dem, was man nicht sagt.
Man kann natürlich berichten, dass in Dresden mehr als 25.000 Menschen an der PEGIDA-Demonstration teilgenommen haben. Das ist nicht gelogen – 40.000 sind ja auch mehr als 25.000 – so richtig die Wahrheit ist es dennoch nicht.
Man kann berichten, dass die Staatschefs in Paris an den Trauermärschen teilgenommen haben. Das ist nicht gelogen – auch wenn es ein eigens für sie inszenierter symbolischer Marsch war – so richtig die Wahrheit ist es dennoch nicht.
Ich weiß nicht, ob Sie wirklich nicht verstehen, worum es den Kritikern an dieser Form der Berichterstattung geht, oder ob Sie es bewusst ignorieren oder gar leugnen – aber das müssen Sie mit sich selbst ausmachen.
170: kpmoe:
14. Januar 2015 um 07:21 Uhr

Wer bei den Bildern aus Paris dachte, da würden 40!! Regierungschefs ungeschützt!! vor oder zwischen Tausenden von Demonstranten herlaufen, sollte mal beser seinen Informationsstand erneuern. Abgesehen davon, dass ein Sicherheitsverantwortlicher, der so etwas zustimmen würde, eine absolute Fehlbesetzung für solch einen Posten wäre.

Den Kritikern am Stil bzw. dem Inhalt des Beitrages von Dr. Gniffke sei gesagt: Der Stil ist sicherlich an einigen Stellen nicht tagesschaulike, aber hier schreibt auch kein Nachrichtensprecher, sondern ein Journalist, der sich den Frust über Unterstellungen von der Seele reden muss.
Und die taz sollte besser Meinungsfreiheit nicht mit Unterstellungen und Manipulation verwechseln!

Ein Ratschlag an alle, die sich hier über die Berichterstattung der Tagesschau aufregen: Es hat schon immer geholfen, seine Information aus mehr als einer Quelle zusammen zustellen!
171: Andreas Ullstein:
14. Januar 2015 um 07:25 Uhr

Vielen Dank Herr Gniffke, sie sprechen mir aus dem Herzen. Als wachsamer Europäer, schlage ich denen, die hier weiter Kritik üben vor, einfach öfter mal die Augen und Ohren aufzumachen und nicht überall Fehler zu suchen und Verschwörungen zu vermuten. Auch ich habe bei der internationalen Berichterstattung, festgestellt, dass die Damen und Herren nicht direkt mitgelaufen sind. Aber und nur das zählt, es waren über 1.000.000 Menschen dort, um ihren Geist auszudrücken. “Je suis Charlie”
172: Protagoras:
14. Januar 2015 um 07:28 Uhr

Was mir besonders auffällt, ist das extreme Missverhältnis zwischen dem Anspruch der Kritiker in den diversen Foren und deren Argumentation. Von der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit einmal völlig abgesehen, wird überwiegend mit Pauschalierungen und Unterstellungen, zuweilen mit bloßen Beschimpfungen, versucht, die Arbeit der Journalisten zu diskreditieren. Von ernst zu nehmenden Beiträgen kann in den sozialen Medien kaum die Rede sein. Was die taz angeht, kann man sich über die Äußerung von Frau Pohl eigentlich kaum wundern, die journalistische Sorgfalt wir dort oft genug der ideologischen Ausrichtung untergeordnet.
173: Harry:
14. Januar 2015 um 07:34 Uhr

Es sind doch immer die Gleichen, die hinter allem und jedem eine Verschwörung sehen. Es sind die gleichen, die wenn Menschen auf die Straße gehen weil sie Ängste und Sorgen haben, diese in die rechte politische Ecke stellen, weil es einfacher ist als sich mit dem Sachverhalt auseinander zu setzen.
Nur genau das ist es, wo unsere Presse nicht in der Lage ist zu unterscheiden. Für die Masse der deutschen Presse ist alles gut was von der linken Seite kommt und alles schlecht, was aus der rechten Ecke kommt – warum eigentlich!?
174: Micha Amstel:
14. Januar 2015 um 07:35 Uhr

Jeder liest Zeilen wie die folgenden aus Berichten wie verlinkt:

“Bei einer der größten Kundgebungen der Nachkriegszeit kamen allein in der Hauptstadt Paris nach Schätzung der Organisatoren bis zu 1,5 Millionen Menschen zusammen, um gemeinsam der jüngsten Opfer des islamistischen Terrors der vorigen Woche zu gedenken.

Dutzende Staats- und Regierungschefs aus aller Welt marschierten vorneweg.”

Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/trauermarsch-paris-113.html

Es mag journalistisch geschickt sein, die Staatschefs per Absatz von den restlichen Teilnehmern zu trennen, so wie sie tatsächlich auf der Straße getrennt waren. Auch das Wort “vorneweg” ist zweideutig und geschickt gewählt. Deshalb kann es sowohl bedeutet, dass die Staatschefs vorneweg im Sinne von gesondert und zeitlich vor den restlichen Teilnehmern gelaufen sind, oder eben an deren Spitze.

Dank Absatz und Zweideutigkeit kann man der Tagesschau also eigentlich nichts vorwerfen und diese darauf verweisen, dass die Leser,
175: Simon:
14. Januar 2015 um 07:37 Uhr

Offenbar geht es den Kritikern der Tagesschau um folgendes: es gibt keine klare Wahrheit – alles ist relativ.

Damit versucht man die klare Aggressionspolitik von Putin in der Ukraine zu vernebeln, und sich die Wahrheit zurecht zu biegen.

Genau so könnte man behaupten, dass keine 6 Millionen Juden umgebracht wurden, denn wo sind die Beweise, wer hat die Toten gezählt? Für derartige Behauptungen geht man übrigens in Österreich zu Recht ins Gefängnis!

Defacto ist dass der Versuch die freie Presse mundtot zu machen! Traurig nur dass die Tagesschau derartig knieweich ist, und sich für die Verbreitung der Wahrheit entschuldigt…
176: Andreas Hillebrandt:
14. Januar 2015 um 07:39 Uhr

Zunächst einmal: Mir gefällt der Klartext im Blog. auch ein Journalist darf so schreiben, wenn ihm der Kragen platzt. Die Leute, die hier meinen, auf den Tonfall zu verweisen sind irgendwie auch ziemlich neunmalklug und zeigen, wie wenig sie sich mit Pressearbeit auseinandersetzen.

Lügenpresse
Allein schon das Wort Lügenpresse ist natürlich lustig. Ein Journalist ist der Wahrheit verpflichtet. Das heißt, dass die Informationen, die man bekommt, wahrheitgetreu verarbeitet werden müssen. Das neue Informationen auftauchen, ist nichts Neues.
Übrigens, wenn man die seltsamen Maßstäbe der Leute nimmt, die dieses vWort benutzen, dann ist alle Presse Lügenpresse. Dann gibt es niemanden, der irgendetwas wahrheitsgemäß berichtet.

Demo Paris
Fakten: Die Politiker waren in Paris. Sie haben an der Demonstration teilgenommen, auch wenn sie nicht mit der großen Masse gelaufen sind. Zählt nicht allein schon diese Geste, auch wenn es in meinen Augen mehr hätte sein können (und müssen)?
177: Felix Hennig:
14. Januar 2015 um 07:40 Uhr

Lieber Herr Gniffke,
Sie kennen doch George Orwell:
“Journalism is printing what someone else does not want printed: everything else is Public Relations.”
Mehr als das wirft Ihnen in meinen Augen Ihr Zwangsgebührensubstrat auch nicht vor.
Schönen Tag,
FH
178: Fabian Koch:
14. Januar 2015 um 07:53 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke, gestalten Sie die Nachrichten doch mal so offen, ehrlich, direkt und ohne Umschweife, wie Sie es in Ihrem Kommentar getan haben. Dann würden selbst meine Schüler wieder Nachrichten schauen. Berichten Sie auch öfter auf der Metaebene über die Probleme der Berichterstattung und über die Schwierigkeiten, die Wahrheit zu erfassen und zu vermitteln.
179: Nicolas:
14. Januar 2015 um 07:54 Uhr

Bezeichnend ist eher, was alle nachplappern… wer hat sich hier den Bericht vom Sonntag angeschaut? Von Minute 25 bis 40 wird das Bild mehrmals offen gezeigt, nirgends ist davon die Rede, dass die Politiker vorne laufen… Wenn in der Tagesschau um 20:00 Uhr davon die Rede war, ist das wohl eher ein Fehler und keine Lüge. Pressefreiheit kommt auch mit der Pflicht sich zu informieren einher!! In einer Diktatur wird man informiert… ich schaue lieber in die Mediathek und besorge mir meine Informationen und die Wahrheit. Danke
180: Bandolero:
14. Januar 2015 um 07:54 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Kai Gniffke,

Was die Bilder von der Demo in Paris angeht, die finde ich nicht sehr wichtig. Wenn Sie Kritik an ihrer Bildverwendung diesbezüglich zukünftig nicht mehr bekommen wollen, so möchte ich ihnen nahelegen, zukünftig deutlicher zu machen, dass die VIPs ihre Solidarität mit den Protesten aus Sorge um die Sicherheit ihrer selbst und anderer Personen abgeschottet vom großen Demogeschehen zum Ausdruck brachten.

Wichtiger fände ich, zu erfahren, warum die Tagesschau über das andersorts durchaus thematisierte Schicksal von Raif Badawi bisher nicht berichtet hat. Außerdem habe ich in der Tagesschau bislang vergeblich auf Hintergrundberichte gewartet, die Wahhabismus, die saudische Rolle bei der Verbreitung wahhabitischer Ideologie und den Zusammenhang zwischen Wahhabismus und Terror aus Sicht der Tagesschau erläutern. In anderen Ländern wie USA, England und Frankreich wird darüber heftig diskutiert, aber die Tagesschau schweigt dazu.

Warum?
181: Rainer:
14. Januar 2015 um 07:57 Uhr

Die Kommentierung in der Tagesschau entspricht nicht einem Journalismus, der sich bemüht die Fakten vor Ort zu schildern. Die Kommentare verfolgten die Absicht die Zuschauer zu emotionalisieren. Liefern Sie Fakten und schildern Sie den Zuschauern die Zusammenhänge. Überlassen Sie aber bitte die Bewertung ihren Zuschauern. Ich habe mich über die Live-Berichterstattung schon sehr geärgert. Da waren grobe Fehler, jede Menge suggestive Fragen und das saudumme “Was empfanden Sie dabei?”. Guter Journalismus vor Ort ist etwas anderes. Ich fand es – ob mit oder ohne “Inszenierung” – ein starkes Zeichen in Paris, aber leider kein starkes Zeichen für guten Journalismus.
182: Claus Wittek:
14. Januar 2015 um 07:57 Uhr

Die “taz” als medialer Steigbügelhalter der Pegida-Propagandisten… unfassbar! Damit ist diese “Zeitung” nun endgültig bei mir unten durch. Bin gespannt, wie sich Frau Pohl beim nächsten “Presseclub” hierzu äußern wird bzw. herausreden will…
183: _Ein Bürger:
14. Januar 2015 um 07:58 Uhr

Die Bilder in der Tagesschau etc. sind einfach der Beleg dafür, dass wir mit den Nachrichten immer auch eine Botschaft vermittelt bekommen sollen. Und die wird natürlich nicht “neutral” formuliert, sondern mit einer bewussten Intention. Das lässt sich wohl auch kaum vermeiden. Scheinheilig ist nur, dass Journalisten uns etwas von Neutralität, Objektivität und Sachlichkeit vorgaukeln wollen – und sich dann auch noch aufregen, wenn ihnen gezeigt wird, dass man über diese Scheinheiligkeit unzufrieden ist.Ich musste schon selber beruflich das ein oder andere Interview geben und war jedes Mal beeindruckt was der Journalist dann aus meinen Aussagen gemacht hat – allerdings nie positiv beeindruckt.
184: Inzenierung:
14. Januar 2015 um 08:00 Uhr

Das gezeigte Bild habe ich zuerst in den alternativen Medien gesehen und nicht in den Qualitätsmedien, die ich auch aufmerksam verfolge. In der Tagesschau und im heute-journal habe ich dieses Info nicht gesehen.

Letztendlich sind die Mainstreammedien wieder gedankenlos der politischen Inszenierung gefolgt. Wenn Sie über ein Theaterstück berichten, wird ausdrücklich gesagt und gezeigt, dass es ein inzeniertes Theaterstück ist. Diese Information wurde vorsätzlich nicht transportiert oder bewusst versteckt.

Bei einem klaren Hinweis darauf, hätte wahrscheinlich halb Europa über unsere Politiker gelacht, aber letztendlich aufgrund der Sicherheitslage auch verstanden. Auf jeden Fall machen sich so die Medien zum Steigbügelhalter der Politiker. Ist das das Rollenverständnis unsere Qualitätsmedien?

Letztendlich muss auch bei dieser Abweichung jeder Leser seinen eigenen Standpunkt finden, ob das Unwort des Jahres in diesem Fall zutrifft oder nicht.
185: Totengräber:
14. Januar 2015 um 08:01 Uhr

@kpmoe – 7:21

“Wer bei den Bildern aus Paris dachte, da würden 40!! Regierungschefs ungeschützt!! vor oder zwischen Tausenden von Demonstranten herlaufen, sollte mal beser seinen Informationsstand erneuern.”
Warum sollte jemand gedacht haben, dass da 40 Regierungschefs “ungeschützt!!” … laufen? Diese Unterstellung offenbart mehr über Sie, als Ihnen lieb sein kann.
Dass die Straßen gesperrt, bewacht und die Politiker von ihren Personenschützern begleitet waren, dürfte ja wohl kaum außer Frage stehen. Warum also nicht, gefolgt von einem Sicherheitskordon, wirklich vor der Masse herlaufen?
Selbst in der DDR führte das greise Politbüro, teilweise auf Prothesen oder am Stock gehend, den Demonstrationszug kilometerweit durch Ostberlin an die Gräber von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.
186: Frank Weber:
14. Januar 2015 um 08:03 Uhr

Sehr geehrter Dr. Kai Gniffke, wie Sie diese Inszenierung auch noch verteidigen, zeigt dass Sie Ihren Beruf wohl leider nicht ganz verstanden haben. Wenn Sie als Jounalist täglich auf Pressekonferenzen zu tun haben, dürfen Sie bei den Voraussetzungen nicht von sich auf Berufsfremde schließen. Für die enge Kameraführung der Frontale mit bildtechnisch abgeschnittenen “Köpfen” ab der dritten, vierten Reihe wäre zumindest ein Entschuldigung wegen technischer Störung gegenüber den Kunden fällig gewesen – so es denn keine Inszenierung gewesen wäre. Allein daran konnte man erahnen, was der Bericht (un)bewusst vorenthielt. Leider kein Ruhmesblatt.
187: René D.:
14. Januar 2015 um 08:03 Uhr

Ärgern Sie sich nicht über die Kritik, dann bleibt mehr Zeit zum Rechtfertigen…
188: KLaus Tremel:
14. Januar 2015 um 08:05 Uhr

Handwerkliches Unvermögen und das (duchaus unsachliche) Schönreden dieses Unvermögens haben nichts mit Verschwörungstheorien zu tun.
Es bleibt zu hoffen, dass ein derart unglücklich agierender Chefredakteur nicht mehr lange an der Institution Tagesschau demontieren darf.
189: RagnarLodbrok:
14. Januar 2015 um 08:14 Uhr

Klaus Knust: (Januar 2015 um 21:50 Uhr) hat vollkommen Recht. Durch die Aussage dass die Charlie Hebdo Angehörigen vor den Politikern und diese vor dem Volk liefen wurde zumindest suggeriert, dass es sich um ein und dieselbe Demonstration handelt.
190: Achim Hänsch:
14. Januar 2015 um 08:15 Uhr

Tut mir leid, dass ich das nicht so sehe. Frei nach dem “Ede-Prinzip” (nur zugeben, was eh bewiesen ist) hat also der Fotojournalist hier das unretuschierte Original nachgereicht.

Jeder weiss, nur der erste Eindruck zählt. Und der war hier: “Super, unsere Honoratioren an vorderster Front, gemeinsam mit dem Volk”. Das “ach, sieh mal an”, das kam erst später, als das erste Foto schon durchs Internet geflattert war.

Ehrlich gesagt, ist das nicht viel besser, als das berühmte “Familienfoto” vom russ. Politbüro, wo von einem in Ungnade gefallenen ZK-Mitglied nur die Schuhe übrigblieben.

Aber in einem sind wir uns einig: Mir reichts!
191: Gau Bohan:
14. Januar 2015 um 08:17 Uhr

Lebe zur Zeit außerhalb Europas. Hatte geglaubt, dass ich Presseberichte generell immer etwas hinterfrage. Aber dieser ARD-Bericht hatte bei mir trotzdem bis eben einen falschen Eindruck hinterlassen.
Sehr schwach finde ich die Argumentation, dass man ja nun als Allgemein-Gebildeter hätte erkennen müssen, dass hier inszeniert wurde.
192: jo:
14. Januar 2015 um 08:18 Uhr

:’( Nein! Der Kunde erlaubt sich Rückmeldung zu geben wie ihm das Produkt gefällt!? Unverschämt, da muss geweint werden!

Der Qualitätsjournalismus wird übrigens auch durch ihre Sprache im ersten Satz nicht besser.

Es wäre doch kein Problem gewesen das Foto mit der Information “Zu sehen ist der Block der Politiker, der gut gesichert ca. 100m vor den Bürgern aus aller Welt den Gedenkzug anführt”
Die Wirkung wäre absolut nicht verloren gewesen.

Ich erinner mich auch noch gut an einen Artikel zum Ukraine Konflikt. Neben dem Artikel ein Foto des Außenministers Lawrow, der auf dem Bild aussieht als ließe er, die Arme vor Wut über den Kopf kreisen. Gut untermalte das den Tenor das Artikels.
Dumm nur, dass wenn man auf die Vergößerungsfunktion des bildes klickte (wer tut das schon) sah, dass der Herr ganz ruuhig ist und nur gerade Kopfhörer für die Übersetzung aufsetzt.

Das war ein geschickt und mit böser Absicht ausgewählter Bildauschnitt!
193: Bürger – 345:
14. Januar 2015 um 08:22 Uhr

Herr Gniffke, Ihr Kommentar zeigt doch, dass Sie uns Bürgern ständig Inszenierungen als „Wahrheit“ zeigen, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich um eine Inszenierung handelt! Muss ich also bei jedem zukünftigen Bericht davon ausgehen, dass es sich wieder nur um ein inszeniertes Theaterstück handelt? Als Bürger habe ich genug von einem solchen Theater.
194: Ralf:
14. Januar 2015 um 08:23 Uhr

Viel Lärm um nichts! So möchte ich einfach mal Ihren Kommentar nennen.
Zunächst einmal waren es ja nicht zuerst irgendwelche Kommentare in sozialen Netzwerken, die diesen, nennen wir ihn mal Vorgang, aufdeckten, sondern die Medien selbst und zwar die üblichen ,die eh alles von Hollande kritiseren. Dann ist es natürlich schon etwas merkwürdig, wenn dieser sein Volk zu einem gemeinsamen Marsch aufruft, dann aber getrennt von denen marschiert.
Viele Menschen haben in Europa das Gefühl von oben herab regiert zu werden und solche Bilder wie das zweite, verstärken dieses Gefühl natürlich.
Bei allem Verständnis für die Sicherheitslage, aber es wirkt so ein bißchen wie Regierungen, die sich vor dem Volk verstecken müssen. Vielleicht muß das in Frankreich so sein. Aber schön ist es nicht!
195: RagnarLodbrok:
14. Januar 2015 um 08:26 Uhr

Das Schlimme an der ARD-Darstellung der Ergeinisse war eigentlich, dass die ARD das Bild suggerierte, dass die Politik Seite an Seite mit dem Volk demonstrierte anstatt ganz einfach die Realität zu zeigen. In diesem Fall vielleicht kein Drama, aber es läßt tief blicken und bereitet Sorgen, wenn man sich vorstellt, dass dies kein Einzelfall sein dürfte. Journalisten sollten den Istzustand beschreiben und nicht den Sollzustand.
196: Camaro:
14. Januar 2015 um 08:29 Uhr

Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen – die Berichterstattung war manipulativ.
Auch ich war davon ausgegangen, dass die Politiker an der Spitze des Trauerzuges zusammen mit der Bevölkerung gingen – und so wurde es auch suggeriert.
Im Nachgang nun entschuldigend zu behaupten, es sein immer eine Inszenierung, wenn sich sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist eine Frechheit.
Es ist vor allem deswegen untragbar, weil es offenbart dass ihnen vollkommen bewusst ist, dass politische Aktivitäten jeglicher Art eine reine Illusion sind.
Allerdings wird genau dieser Fakt von den Medien im Alltag nicht erwähnt.
Da wird nämlich stets so getan, als seien dies seriöse Veranstaltungen.
Da muss man sich wahrlich nicht wundern, wenn man mit Bezeichnungen wie “Lügenpresse” belegt wird.
197: Namenlos:
14. Januar 2015 um 08:30 Uhr

Ich denke man sollte diejenigen, welche die Pressearbeit kritisieren nicht einfach als “Verschwörungstheoretiker” abtun, wie es Herr Gniffke tut. Auch andere etablierte Journalisten, z.B. von Spiegel-Online haben berichtet, dass die Darstellungen zum “Trauermarch” der Politiker in Paris in einigen Mainstream-Medien irreführend war.
198: Mike:
14. Januar 2015 um 08:32 Uhr

Ich empfehle allen, die hier Herrn Dr. Gniffke Beifall spenden, nochmals Orwells 1984 zu lesen.

Ich bin heute immer wieder erstaunt, wie visionär der Autor war. Winston Smith im Ministerium für Wahrheit.
199: Roland Schmiermund:
14. Januar 2015 um 08:34 Uhr

Politische Veranstaltungen sind immer Inszenierungen. Sie werden geplant und vorher besprochen, um gute Presse zu erhalten.

Ein Journalist, sollten Sie es wissen.

Erklären Sie mir sonst, wie “Presseorgane” an den Sicherheitskräften vorbeikommen, an mehreren Millionen vorbei wohlgemerkt und in scheinbarer ersten Linie nur Politiker vor der Nase haben.
200: Wolfgang Espe:
14. Januar 2015 um 08:35 Uhr

Bestimmt gibt es vieles an (manchen) Politikern und ihrer Selbstdarstellung/Inszenierung sowie an der Berichterstattung mancher Medien (insbesondere Regenbogenpresse) im Allgemeinen zu kritisieren. Diese Kritik ist gut und richtig. Manchmal kann man aber schon das Gefühl bekommen, dass einige grundsätzlich und immer ein Haar in der Suppe finden möchten, egal worum es geht.
Ich fand und finde die Berichterstattung unserer Öffentlich-Rechtlichen sehr seriös und ob die Politiker nun das “normale Volk” angeführt haben oder nicht, ist mir persönlich so breit wie hoch. Sie haben sich in einer ergreifenden Veranstaltung wohltuend im Hintergrund gehalten und waren dennoch präsent und haben Flagge gezeigt.
Saugen wir doch einfach die Stimmung von Paris in uns auf, entdecken Gemeinsamkeiten, führen einen Dialog auf Augenhöhe, um damit Gewalttätern aller Couleur den Nährboden zu entziehen. Begreifen wir dieses schreckliche Attentat doch einfach als Chance, die wir nicht zerreden sollten.
201: Ludwig Reiners:
14. Januar 2015 um 08:35 Uhr

Fotografen und Kameraleute haben nicht immer einen Hubwagen zur Hand? In welchem Jahrhundert leben Sie? Noch nie was von funkgesteuerten Quadrocoptern mit Kameras gehört? Die kriegen sie unter 1000€ überall und können damit Full-HD Aufnahmen machen.

Ich sehe Ihre Auslassung als Schuldeingeständnis.
202: Anton:
14. Januar 2015 um 08:37 Uhr

Wenn die Politiker sich solidarisch mit den Opfern hätten zeigen wollen, dann hätte gereicht, wenn Sie aus Ihren Regierungssitzten Ihre Beileidsbekundung an die Völker gerichtet hätten. Jeder hätte (angesichts der vorhandenen Sicherheitsmängel) dafür Verständnis gehabt. Dafür muss keine nach Paris in einer Nebenstrasse so tun als ob sie für eine tolle Sache marschieren. So war das eine sehr schwache Inszinierung. Und dann marschieren im Namen der Meinungsfreiheit und Menschenrechte.
Wer?
Ministerpräsident Netanyahu aus Israel, einem Land mit schärfster Zensur, dessen Armee im vergangenen Jahr sieben Journalisten in Gaza getötet hat.

Präsident Keita aus Mali, wo Journalisten verfolgt werden, die Menschenrechtsverletzungen aufdecken

Außenminister Khalid bin Ahmed Al Khalifa aus Bahrain, wo weltweit die zweitmeisten Journalisten (gemäß an der Gesamtbevölkerung) im Gefängnis sitzen (wo sie auch gefoltert werden)

Premierminister Davutoglu aus der Türkei.

Es ist einfach beschämend.
203: Thomas Höhmann:
14. Januar 2015 um 08:40 Uhr

In der Tat ist das ein schlimmer Satz, den die taz-Redakteurin losgelassen hat: Die “Dokumentation der Realität” ist nämlich keinesfalls die Aufgabe der Presse, das sage ich als Philosophiestudent, auch wenn so ein Satz bei vielen Lesern nur ein Kopfschütteln auslösen wird.
Hier ein Crashkurs Philosophie: Alles was wir um uns herum wahrnehmen, ist nicht die “Realität” selber, sondern immer nur eine Interpretation von ihr. Das gilt im verstärkten Maße, wenn wir Berichte über Ereignisse in fernen Orten und vergangene Zeiten lesen. Die Ereignisse können gar nicht in ihrer ganzen Komplexität gezeigt werden, und, was darin Ursache ist, und was Folge, ist sogar für den Verfasser der Berichte unsichtbar. Er interpretiert, ob er will oder nicht.
Nur im früheren Ostblock galt diese Regel nicht, denn was “Realität” sein sollte, war von der Partei vorgegeben. Berichterstattung in deren Sinn galt als “objektiv”. Die taz-Redakteurin stellt sich, ohne es zu wissen, in diese unheilige Tradition.

 99 
 on: January 16, 2015, 04:09:22 AM 
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454 Kommentare
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1: Josef:
13. Januar 2015 um 21:35 Uhr

Ich kann gar nicht nachvollziehen, worüber sich der Herr Kniffke hier so echauffiert. Ob nun im Syrienkonflikt oder Ukraine – Immer mal wieder mussten Meldungen der Tagesschau nachkorrigiert werden und es stellte sich mehrfach eine andere „Wahrheit“ dar, als Kniffkes Redaktion uns erzählen wollte. Deshalb manipuliert auch die Tagesschau durch ihre Auswahl und Darstellung die öffentliche Meinung.

Ist vielleicht jeweils keine direkte Lüge. Aber „Krummbiegepresse“ ist leider etwas sperrig, so als Begriff.

Wer solch berechtigte Kritik nicht vertragen kann und darüber sogar noch „sauer“ wird, der sollte auch nicht unbedingt in Leitungsfunktion eingesetzt werden. Dieser moralinsaure Trotz ist wirklich kein Ruhmesblatt für einen Chefredakteur, finde ich.
2: Heike Hoffmann:
13. Januar 2015 um 21:39 Uhr

Ich habe am Sonntag über einen längeren Zeitraum den Trauermarsch und die Kundgebung verfolgt und habe sehr wohl erkannt, dass die Politiker nicht gemeinsam mit den anderen Menschen marschiert sind. Es war also zu erkennen. Man musste die Sendungen nur verfolgen und aufmerksam sein.
3: Gerald Nierfeld:
13. Januar 2015 um 21:40 Uhr

Sehr gut auf den Punkt gebracht.

Einige scheinen einfach Krampfhaft Belege für Ihre wilden Verschwörungstheorien zu finden.
4: Jakob Sautter:
13. Januar 2015 um 21:41 Uhr

eine taz fasse ich in nächster Zeit jedenfalls nicht mehr an..
5: Prof. Dr. Paul JJ Welfens:
13. Januar 2015 um 21:41 Uhr

Ihre unkritische Berichterstattung ist unglaublich, wer Angst hat, hätte Zuhause bleiben sollen. Da wünscht man sich Obama als Präsidenten. Mit Hasenfüßen der Politik, die nicht in der ersten Reihe gehen wollen, kann man Freiheit und Demokratie nicht verteidigen. Hatte noch am Montag mit Mitarbeitern zufrieden resümiert, wie beeindruckend das Bild der Politiker in der 1. Reihe der Demonstration war – das war also nur Show bzw. manipuliertes Foto. Das ist ein historisches Versagen der Politik und der ARD-Tagesschau; auch heute 20:00 kein Wort, ist wie Staatsfernsehen und Sie wollen sich der Kritik offenbar selbstgerecht entziehen.
Prof. Dr. Paul JJ Welfens, EIIW
6: Sascha Schwarz:
13. Januar 2015 um 21:42 Uhr

Ärgern Sie sich nicht, Herr Gniffke. Durch Social Media und die Möglichkeit, alles kommentieren zu können – und sei es auch noch der größte Blödsinn – geht Deutschland gerade durch einen Prozess, der am Ende, so hoffe ich zumindest, zu mehr Medienkompetenz führen könnte. Was Sie hier schreiben, sollte eigentlich in Schulen im SoWi-Unterricht stattinden. Stattdessen müssen Sie jetzt eben Nachhilfe geben, wie Medien funktionieren. Tragen Sie es mit Fassung und beobachten Sie, wie sich bald auch die ersten Blogger, die angeblich die “wirkliche Wahrheit” schreiben, selbst zerlegen werden, weil auch die irgendwann die öffentliche Kritik erreichen wird, wenn rauskommt, dass auch sie nicht “die Wahrheit”, sondern einfach nur “ihren Ausschnitt der Wahrheit” schreiben.
7: C. Mayer:
13. Januar 2015 um 21:44 Uhr

Danke für diese Klarstellung! Es ist wichtig, dass Journalisten hinter ihrer Arbeit stehen, gerade zur Zeit.
Nur eine vielfältige Presse führt zu einer aufgeklärten Gesellschaft und nur mit Aufklärung kann man den Hetzern und den Mitläufern entgegentreten. Danke für die Berichterstattung.
8: paul bahn:
13. Januar 2015 um 21:47 Uhr

herr gniffke, sie sollten mal an ihrem ton arbeiten.
9: Farlion Lunkwitz:
13. Januar 2015 um 21:48 Uhr

Von einer Verschwörung möchte ich nicht sprechen, jedoch von schlechtem Stil. Wenn Sie einmal das Archiv der Tagesschau durchsuchen und sich die Berichterstattung von Tagesschau24 dieses Tages anschauen, stoßen Sie bestimmt auch auf die Stelle, an der der Kommentator erklärt, dass sich zwei Züge von Menschen gleichzeitig auf den Ort der Kundgebung zubewegen würden. Der eine Zug würde angeführt von Staatschefs auf der ganzen Welt, der andere von Angehörigen der Opfer.
Dem war aber ganz offensichtlich nicht so. Wäre es so schlimm gewesen, an dieser Stelle zu berichten, wie es wirklich war? Aufgrund der nötigen Sicherheitsmaßnahmen hätte das sicherlich jeder verstanden. So bleibt nach der “Aufdeckung” jetzt ein bitterer Beigeschmack, denn die Symbolkraft geht dadurch doch zu einem Großteil verloren.
Statt eines Marsches war es nur ein Foto, das ist kein Skandal, aber es befeuert die, die sich jeden Montag hinstellen und “Lügenpresse” schreien.
10: Joachim Kindt:
13. Januar 2015 um 21:49 Uhr

Ich fühlte mich insbesondere durch die Berichterstattung seitens der ARD bestens informiert. Hier wurde nichts geschönt und es war sehr schön, dass auch viele Teilnehmer befragt wurden, warum sie an dem Trauermarsch teilnehmen.
11: Paul Boxer:
13. Januar 2015 um 21:49 Uhr

Kann es sein das Meinungsfreiheit für Sie nur gültig ist wenn Sie Ihrer Meinung entspricht?

Kann es sein das alle gleich Verschwörungstheortiker sind nur weil Sie Kritik üben?

Kann es sein das Sie mit Kritik nicht umgehen können? Das legt Ihr Blogeintrag sehr nah
12: Klaus Knust:
13. Januar 2015 um 21:50 Uhr

Im Kommentar wurde bei der Übertragung GESAGT [sinngemäß]: “… zuerst gehen die Angehörigen, dann die Mitarbeiter von Charlie-Hebdo, dann die Politiker, dann das Volk …” – also bitteschön, wenn gelogen wird, darf es die taz auch “Lüge” nennen.
13: Charis:
13. Januar 2015 um 21:50 Uhr

Diese Wut ist nachvollziehbar.
Die Bilder waren so zu sehen und ich frage mich die ganze Zeit schon, wie man zu diesen Unterstellungen kommt.
Die Vorwürfe sind absurd. Der Zeitpunkt komplett unpassend.
Es wäre schön, wenn das Hauptaugenmerk weiterhin auf dieser ungewöhnlich schönen Geste liegt.
Lassen Sie sich nicht beirren! Danke für die Berichterstattung! Sie haben alles richtig gemacht!
14: max:
13. Januar 2015 um 21:51 Uhr

“Mir langt’s” Das erste mal bei einem Blogeintrag von Ihnen bei dem ich das Gefühl habe, dass Sie Ihre Meinung sagen, weiter so!

“Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung, jede Pressekonferenz ist eine Inszenierung.”

Ja, das sehe ich genauso, aber vielleicht ist es auch einmal an der Zeit nicht jedes Mal wenn die Politik ihnen “ein Stöckchen” in Form eines Bildes hinhält, dass die Tagesschau darüber springt und es bringen muss. Vielleicht wäre es besser wenn die Tagesschau wieder textlastiger wird. Nicht zu jedem Ergeinis benötigt man unbedingt sofort bunte bewegte Bilder. Das würde auch einen weiteren Effekt haben, Politiker würden aufhören ihre Texte so zu formulieren, dass Medienanstalten gute O-Töne daraus bekommen. Wenn Politiker sich in die Bundespressekonverenz begeben reicht es doch völlig aus wenn man die sich im Internet angucken kann.
15: Georg Nissak:
13. Januar 2015 um 21:53 Uhr

Frau Pohl bringt es auf den Punkt und die ARD-Argumentation ist mehr als schwach. Wozu sind Reporter vor Ort, wenn sie nicht auf diese besondere Sitouation hinweisen. Keine Lügenpresse, aber auf jeden Fall eine Weglasspresse.
16: Gerald Nierfeld:
13. Januar 2015 um 21:53 Uhr

@Josef

Es ist aber nun mal keine gerechtfertigte Kritik gewesen, denn die Bilder aus anderen Perspektiven, wie oben gezeigt, waren im Fernsehn zu sehen. Diejenigen, die der Tagesschau verfälschte Darstellung vorwerfen, haben einfach nicht richtig hingesehen.
17: Christine Doering:
13. Januar 2015 um 21:54 Uhr

Vielen Dank für diesen Kommentar. Ich gebe es zu, ich war heute morgen auch irritiert, als ich das erste mal diese Bilder gesehen habe und hab mich gefragt, wieso das so ist. Für mich war allerdings schnell klar, dass es wegen der Sicherheitsvorkehrungen sicher nicht anders gegangen wäre. Abgesehen davon ist es egal wo jemand seine Solidarität bekundet, also in welcher Straße. Sie waren alle da und NUR das zählt. Sie haben ein Zeichen gesetzt, genau wie die eineinhalb Millionen “normalen” Menschen. Für mich zählt ausschließlich dieses Zeichen!
Als Zuschauerin ist für mich dieser Kommentar natürlich trotzdem sehr interessant, da er ein paar Dinge gerade rückt, die für Laien vielleicht im ersten Moment befremdlich sein mögen.
Leider werden Verschwörungstheoretiker trotzdem ihre eigene Theorie dazu behalten.
Viel schlimmer finde ich das herausschneiden von A. Merkel u. andere Frauen, was ein israel. Medium getan hat. Denn das verfälscht WIRKLICH! Scheint aber keinen zu interessieren.
18: f heine:
13. Januar 2015 um 21:55 Uhr

Wer glaubt, das die 40 mitten in den 1.5 Mio los marschieren, ist ein Träumer oder ein Polemik er. Das Symbol der Staatschefs war wichtig, richtig und musste gezeigt werden.
19: Dieter Wick:
13. Januar 2015 um 21:56 Uhr

Ihre Sprache “..dass ich jetzt wieder richtig auf die Fresse bekomme: Mir langt’s.” zeigt, dass Sie entweder nicht die Nerven oder nicht das Niveau für Ihren Job haben. Vielleicht “geistern schon wieder wilde Verschwörungstheorien” durch Netz, aber wenn Sie sich eine seriösere Ausdruckweise zulegen, wirken sie überzeugender,Herr Dr. Gniffke
20: Luca Manns:
13. Januar 2015 um 21:57 Uhr

Danke, Herr Gniffke! Erfrischend klare und deutliche Worte in Richtung aller, die ihr getrolle salonfähig machen wollen und Ihre Arbeit diskreditieren.
21: Ruth Christian:
13. Januar 2015 um 22:01 Uhr

Danke, Hr. Gniffke. So wohltuend wie der Ausbruch von Hr. Mertesacker im Sommer nach dem Algerien-Spiel.
Was sind das für seltsame Scharmützel, die da im Zuge der anschwellenden Welle “Lügenpresse” rechts und links angezettelt werden? Ich kann das absolut nicht nachvollziehen; es ginge doch darum, sich gemeinsam der Hauptsache anzunehmen.
Traurig…
22: H W Totz:
13. Januar 2015 um 22:02 Uhr

Ent_Täuschung. “In Zeiten universeller Täuschung ist das Aussprechen von Wahrheit ein revolutionärer Akt.” (George Orwell) …
23: Sven Rohark:
13. Januar 2015 um 22:04 Uhr

Herr Gniffke,

Ich bin selbst Autor, im Ernährungsbereich, schreibe über Rohkost. Damit muss man leben das andere das völlig missverstehen, alles nur Kritisieren, nichts was man sagt und denkt gut finden. Da muss man etwas meditativer werden.

Raus an die frische Luft, die Sonnenstrahlen geniessen, mal abschalten bei einem Spaziergang am Fluss mit Frau und Kindern, am Kamin oder Lagerfeuer sitzen … Und dann versuchen so ruhig und sachlich wie möglich weiter zu machen.

Lassen Sie sich nicht reizen durch Wörter – Wörter wie Lügenpresse usw. Suchen sie sich einen gute Ausgleich – Gartenarbeit, Meditation usw.

Machen sie einfach ruhig und sachlich ihre Berichterstattung ihre Argumentation.

MFG
Sven Rohark
24: O. Krüger:
13. Januar 2015 um 22:10 Uhr

…eben habe ich noch gelesen:”..wenn Politiker sich vor eine Kamera stellen, dann ist das immer eine Show..”
Das wurde offensichtlich gerade geändert in:
“Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung”.
Gut, kommt in etwa aufs Gleiche raus.
Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass den Leuten weniger Show oder Inszenierung, dafür mehr Ehrlichkeit und Offenheit wichtiger ist. Und das Gleiche lese ich aus den immer häufigeren Kritiken heraus…egal aus welchem Lager.
25: Michael Streibel:
13. Januar 2015 um 22:11 Uhr

Es war bei der Live-Übertragung bereits zu sehen, dass die Politiker getrennt von dem Rest des Schweigemarsches waren. Es wurde nicht betrogen.
26: Frank F:
13. Januar 2015 um 22:12 Uhr

Ich bin auch kritisch gegenüber den Medien… aber mal ehrlich: wer glaubt das Staatsoberhäupter genau vor den Friedensdemonstranten laufen? Wäre ein Attentat o. Ä. passiert, wären die Vorwürfe gegenüber der Polizei, Frankreich und den Politikern groß gewesen.

Man sollte doch bitte nicht erwarten alles auf dem Tablett serviert zu bekommen. Wie wäre es Medien grds. kritisch zu hinterfragen und mehrere Quellen heranzuziehen!? Ist das zuviel verlangt?
27: P. Siegfried Modenbach SAC:
13. Januar 2015 um 22:14 Uhr

Vielen Dank für diese Klarstellung! Mir war ohnehin klar, dass hier nichts verschwiegen oder nichts wahrheitsgemäß wiedergegeben wurde. Das ist alles Blödsinn! Und ich habe mich jederzeit vollständig informiert gefühlt! – Im übrigen meine ich: Wenn man von konkurrierenden Pressefutzis und Verschwörungstheoretikern “richtig auf die Fresse” bekommt, wie Sie schreiben – und das ist ja auch so – dann kann ich absolut nicht nachvollziehen, dass es da Menschen gibt, die plötzlich pikiert sind, wenn man sich wehrt und deutlich sagt, was Sache ist! Es dürfen sich so viele immer eine Menge erlauben, aber wehe man wehrt sich und sagt deutlich, was man davon hält! Dann ist man plötzlich beleidigt, dann soll man an seinem “Ton” arbeiten oder sich eine “seriösere Ausdrucksweise” zulegen! Humbug! Wie´s in den Wald hineinruft, so schallt´s auch heraus! Basta! Sehr gut, Herr Gniffke! Ich hätte genauso reagiert!
28: Thomas Onißeit:
13. Januar 2015 um 22:16 Uhr

Beim Schach ist Angriff mitunter die beste Verteidigung, hier ist sie fehl am Platz. Es ist der Eindruck erweckt worden, dass die Regierungschefs an der Spitze marschieren, für eine Nachrichtensendung ist das ein manipulatives Vorgehen. Sich jetzt hinzustellen und den Zuschauern zu unterstellen, sie wären zu blöd zum Nachrichtenschauen ist ein Armutszeugnis. Rücktritt! (Die Wahrheit hätte jeder verstanden.)
29: Sam Krämer:
13. Januar 2015 um 22:17 Uhr

Ich verstehe garnicht warum man diesen ganzen Mist, der den Medien hier die ganze Zeit vorgeworfen wird, überhaupt kommentieren muss.
30: Steffen j.:
13. Januar 2015 um 22:19 Uhr

Ich gebe hernn Dr. Gniffke recht!
Ich bin selber erst 15 und besuche ein Gymnasium in Kaarst. Viele meiner Mitschüler behaupten: Äh! Die Medien belügen uns! Äh dies äh das! Nur der große “LeFloid” (Ein bekannter Youtuber” Hat natürlich recht.
Mein Gott!
Diese Politiker haben sich zusammengefunden um zu trauern!
Außerdem ist es viel zu gefährlich solche Politiker in eine solche Menschenmenge zu bringen!

Mit freundlichen Grüßen

Steffen
31: Daniel:
13. Januar 2015 um 22:23 Uhr

Ich kann hier keine Verschwörung erkennen, in der die Tagesschau tief mit drin steckt – so, wie ich wie generell von den ganzen auch in meinem Bekanntenkreis kursierenden “Theorien” wenig halte, sondern vielmehr genervt bin und meistens nicht weiß, ob ich nun lachen oder weinen soll.

Aber: Auch ich als sehr regelmäßiger Tagesschau & Co.-Gucker/ Nachrichteninteressierter war nach dem Aufkommen des Themas auf Twitter heute etwas irritiert. Für mich hat die Tagesschau hier nicht gelogen etc., aber die angesprochene “Politiker-Inszenierung” wurde in meinen Augen 1:1 übernommen. Selbst wenn obige Vogelperspektiven auf dem Schirm zu sehen waren, bei mir war gestern auch angekommen: “Führten den Trauermarsch an…”. Etwas anderes als ein Fototermin.

Ich finde, da muss man sich ganz ohne Verschwörungstheorie in einem sehr konkreten Punkt schlicht kritische Nachfragen gefallen lassen. Die Genervtheit von Herrn Gniffke kann ich verstehen. Sie ist in seiner Position aber kontraproduktiv.
32: Thomas Koppisch:
13. Januar 2015 um 22:26 Uhr

Es ist wie bei dem berühmten “Sturm auf das Winterpalais” in Petrograd 1917. Den hat es auch nie gegeben. Später wurde dieses Ereignis in einem Spielfilm als ein Sturm der Massen auf den Sitz der Provisorischen russischen Regierung dargestellt und weil es so überwältigend aussah, wurde daraus eine “historische Wahrheit” konstruiert. Und später wird es mit diesem Bild genauso sein. Es wird der “historische Beleg” für die gemeinsame Demonstration sein. Das ist nicht das erste Mal und es wird nicht das letzte Mal sein. Es wird immer gefälscht werden – mal mehr, mal weniger. Das kann im Golf von Tongking sein und kann bis hin zu erfundenen Massenvernichtungswaffen im Irak reichen. Angeblich haben 1968 ja auch die Tschechen die Sowjets gerufen ihr Land zu besetzen im Namen des Sozialismus.es simd immer wieder Bilder und Berichte die eine solche Macht haben. Und gerade deshalb sollte man mit Bild und Bericht sorgsam umgehen, sonst wird es schwer wenn man ertappt wird.
33: Jörn C:
13. Januar 2015 um 22:30 Uhr

Ich werde bei der taz demnächst genau auf Inszenierungen achten und ggf. beim Presserat melden. Ich fordere die taz-Redakteurin, die diese unsäglichen Vergleiche verzapft hat, zum Rücktritt auf.
@Tagesschau: Weiter so!
Mein Gott, wo wird uns die “Youtube-Universität” noch hinführen…
34: Rainer Großmann:
13. Januar 2015 um 22:30 Uhr

Ich fühle mich im Nachhinein trotzdem verarscht von der Art und Weise, wie die ARD berichtet hat. Überall sonst in Paris waren Kameras aufgebaut, die aus der Vogelperspektive Bilder der Menschen zeigten.
Warum dann nicht bei den Spitzen der Politik.
Herr Giffke, das können Sie mir nicht erzählen, dass halt zufällig kein Hubwagen zur Verfügung stand.
Das war bewusste Irreführung.
35: Marius G.:
13. Januar 2015 um 22:36 Uhr

Wenn man so eine Geste als Inszenierung bezeichnet, dann den Journalismus kritisert, letztendlich über Verschwörungstheorien spekuliert, und das auch noch bei bekannterweise tendenziell eher seriösen Medien wie der Tagesschau tut, braucht man sich da nichts draus zu machen: Wenn man als Medienkritiker mit den hier dargestellten Begründungen “argumentiert”, kann man auch bei absolut jedem beliebigen anderen Thema eine Verschwörung finden.
36: Heinz Eichinger:
13. Januar 2015 um 22:36 Uhr

In der Berichterstattung der ARD war klar zu erkennen, dass die Politiker getrennt gehen. Die Gründe hierfür sind für jeden doch klar nachvollziehbar. Deshalb ist der Vorwurf völlig absurd, die taz hat sich mit ihrem Kritikverhalten diesbezüglich völlig daneben benommen.
Freundliche Grüße
Heinz E.
37: Jürgen Hopff:
13. Januar 2015 um 22:39 Uhr

Aus großem Interesse habe ich diese Veranstaltung verfolgt und fand es grandios, dass die erschienenem Politiker somit der Welt zu diesem Problem gemeinsam “Gesicht” zeigten. Natürlich kam bei mir nach Erfahren einer anderen technisch/visuellen Bildwiedergabe eine Enttäuschung hoch, die ich aber im Nachhinein aus sicherheitstechnischen Gründen akzeptiere und auch respektiere. Fakt ist doch, dass diese politische Elite überhaupt erschienen ist und versucht, Solidarität zu vermitteln.
Auch Sicherheit hat seinen (Vertrauens-)Preis, erst Recht für den Veranstalter bei solch einer Massenveranstaltung.
38: Daniel Feldkamp:
13. Januar 2015 um 22:40 Uhr

Auch dieser Kommentar ist nichts als Nebelwerfen. Es geht doch nicht darum, ob bei dem Bericht der Tagesschau auch kurz (und per Sprachkommentar nicht untermauert) zu sehen war, dass das ganze eine Inszenierung fern der Massen war. Worauf es ankommt, sind doch die Bilder, die sich im Kopf des Durchschnittsbetrachters verankern. Fragen Sie mal 10 beliebige Leute auf der Strasse, ob Ihnen anhand der Bildberichte aufgefallen ist, dass es ein inszenierter und abgeschirmter “Marsch” von knapp 300 Metern war. Da werden Sie sich ueber die Antworten wundern. In drei Monaten haben alle noch wie geplant das Bild der “solidarischen Politiker” im Kopf und keiner erinnert sich an die, nun sagen wir mal vorsichtig, vorteilhafte Darstellung oder gar an die relativierenden und entschuldigenden Kommentare danach. So funktioniert Propaganda richtig!
39: YMelodieY:
13. Januar 2015 um 22:45 Uhr

Als ich das erste Mal dieses “gestellte” Foto sah, packte mich die kalte Wut. Selbst bei einem Trauerfall werden wir belogen. Angst macht aus Menschen auch Feiglinge!!! Die Politiker und die Fotografen und alle die an dieser Farce beteiligt waren, sollten sich in Grund und Boden schämen.
40: Marco Neef:
13. Januar 2015 um 22:46 Uhr

Danke Herr Kniffe! Sie sprechen mir aus dem Herzen. Zudem haben wir wirklich besseres zu tun, als über Fotos zu sprechen. Das sind doch krasse Nebendebatten, um sich nicht mit dem Wesentlichen auseinandersetzen zu müssen. Psychologen sprechen hier vielleicht von Vermeidung und Verschiebung. Die ständige Medienschelte macht mich sprachlos; als ob Deutschland endlich wieder Sündenböcke braucht – seien es so genannte Ausländer und Asylsuchende, Politiker oder Medien.
41: Dirk Oppermann:
13. Januar 2015 um 22:48 Uhr

Es war so ein starkes Bild……..warum waren Sie (Politiker) nicht bei Ihren Völkern
42: Nicole C.:
13. Januar 2015 um 22:49 Uhr

Mal abgesehen davon, dass auch die Vogelperspektive bei der Tagesschau gezeigt wurde: 360°-Fotos will keiner, sind in den seltensten Fällen praktikabel und auch von einem Hubschrauber kann man nicht alles festhalten. Fotos bleiben Ausschnitte der Realität. Wer das nicht weiß, dem fehlt es an Bildung oder/und derjenige ist realitätsfremd.

Zwar sind Ausdrücke wie “auf die Fresse bekommen” authentischer, allerdings wirkt seriöses, ruhiges Auftreten überzeugender. Auch wenn ich gänzlich hinter Ihren Argumenten stehe, Herr Dr. Giffke, emotional schrecken solche Worte und solch ein Ton ab. Wer flucht/schreit, hat schon verloren.

Einerseits passt Ihr Wutausbruch zum hochaktuellen Thema Meinungsfreiheit. Andererseits sind Sie Repräsentant für die seriöse, objektive Qualitätsberichterstattung. Da kann es leider passieren, dass sich Ihr Wutausbruch in vielen Köpfen negativ auf das Image der kompletten Tagesschau auswirkt.
43: Irene Reindl:
13. Januar 2015 um 22:50 Uhr

Am Demo-Tag hat kein Sender klargestellt, dass die Politiker ganz allein “demonstrieren”, sondern es wurde durchgehend der Eindruck erweckt, als ob sie einen der Märsche anführen. Erst am nächsten Tag tauchte das unterste Bild im Internet auf, zumindest in Facebook. Und erst irgendwann danach kamen die Sender mit einer Richtigstellung. So siehts aus. Keiner redet von “Verschwörung”, es geht einfach um eine geschönte und unwahre Darstellung, die korrigiert werden mußte, nachdem “es rauskam”. Aber schmollen Sie ruhig weiter, Herr Gniffke.

Was mir da noch zur “wahrheitsgemäßen Berichterstattung” einfällt… Die deutschen Medien sprechen von ca. 25.000 Pegida-Demonstranten in Dresden. Ausländische Medien, wie z.B. die Dailymail, berichten von mehr als 40.000 (was sich auch eher deckt mit den Aussagen von Leuten, die sich das angesehen haben).
44: Thorsten Buck:
13. Januar 2015 um 22:53 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
vielleicht setzem Sie sich mit der Kritik einmal auseinander. Ich habe keine Zeit, mir einen live-stream oder eine Sondersendung anzusehen, in der die von Ihnen genannten Einstellungen wohl zu sehen waren. In den Nachrichten ist m.E. schon der Eindruck erweckt worden, die Politiker hätten sich hinter den Opferfamilien eingereiht. Noch heute kann man aber in den Beiträgen der Tagesschau lesen:
“Einig gegen Terror und Gewalt
… Angeführt wurde der Gedenkzug vom französischen Staatspräsidenten Francois Hollande. (…) An Hollandes Seite waren untergehakt unter anderem (…) Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sehen – (…). Insgesamt sind mehr als 40 Staats- und Regierungschefs dabei (…)”

Diesen kleinen Haufen Politiker und Bodyguards bezeichnen Sie doch nicht ernsthaft als “der Gedenkzug”. Natürlich erweckt Ihre Berichterstattung einen anderen Eindruck – und davon fühle ich mich irregeführt. Daran ändert auch ihr (schlechter) schnoddriger Stil nichts…
45: Max G.:
13. Januar 2015 um 22:54 Uhr

Also ich muss sagen, dass auch ich hinter Licht durch das Bild geführt wurde.

Erschreckender finde ich allerdings diese Rechtfertigung. Denn bis auf das durchaus gute Argument für die Sicherheit der Staatschefs ist diese so generisch, dass sich damit jede Art von Beeinflussung durch die Wahl des richtigen Bildausschnittes rechtfertigen lässt.
46: Torsten:
13. Januar 2015 um 22:54 Uhr

Servus….
erstaunlicherweise haben sich die Nachrichten, egal ob im Fernsehen oder in Zeitungen in den letzten 20 Jahren sehr verändert. Hat man damals verschiedenste Meinungen und Ansichten zu gleichen Themen gehabt, ist es heutzutage völlig egal welchen Sender, welche Zeitung man sich anschaut, überall die gleiche Meinung. Das finde ich schon recht komisch und erschreckend, ein Anzeichen, aus meiner Sicht für eine “Lügenpresse” bzw. Volksmanipulation im grossen Stil.
Was mich weiterhin an ihrer Stellungnahme stört ist folgendes:
Sie jammern auch hier im grossen Stil und mit einer Ausdrucksweise rum, dass sie als “Lügenpresse” betitelt werden, sind aber selbst in keinster Weise besser, wenn sie jeden, der seine berechtigten Bedenken frei äussert (Meinungsfreiheit, die meines Erachtens nicht existiert), sofort und völlig überzogen als “Verschwörungstheoretiker” in eine Schublade packen.
Wie schon einige vor mir geäussert haben, Beruf verfehlt und kritikunfähig.
47: libby:
13. Januar 2015 um 22:55 Uhr

Qualitätsjournalismus? Auszug aus der Meldung der Tagesschau Stand: 11.01.2015 17:50 Uhr- “Flankiert von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem malischen Präsident Ibrahim Boubacar Keita, die Arme untergehakt und in einer Reihe mit weiteren Staats- und Regierungschefs, lief Hollande bei dem “Republikanischen Marsch” mit. …Angehörige und Freunde der Opfer liefen im Demonstrationszug ganz vorne mit. Hollande nahm einige von ihnen in den Arm, schüttelte Hände, versuchte Trost zu spenden.” Hier wird suggeriert, dass die Politiker BEIM Marsch mitmarschierten und nicht im separaten Block sich ablichten ließen um nach ein paar Metern wieder unbemerkt zu verschwinden. Ehrliche Anteilnahme sieht anders aus. Das Verhalten hier ist eher was fürs “Wahlvolk”. Die taz hat somit hier Recht, wenn sie von Manipulation spricht.
48: Phonomatic:
13. Januar 2015 um 22:55 Uhr

Frau Pohl kann schätze ich auch – aber sie ist eben auch eine, der es wichtig ist sich mit “originellen” Thesen “zu inszenieren” und es dabei auch noch allen Recht machen will.

Und jene welche die Solidaritätsbekundung nun wieder für irgendeine Form der Agitation nutzen wollen, schätzen eben nichts auch nur ansatzweise so sehr wie sich selbst.
49: Philip C:
13. Januar 2015 um 22:57 Uhr

Man kann sich über die Benutzung des Begriffs “Lügenpresse” durch die TAZ berechtigterweise aufregen, allerdings könnte man sich auch eingestehen, dem Zuschauer der Tagesschau eindeutig suggeriert zu haben, dass die Staats- und Regierungschefs mit den Demonstranten laufen. Auch die Tagesschau braucht gute Bilder und dieses Bild wurde nunmal verwendet. Also bei allem Trotz wäre hier auch mal etwas Selbstkritik angemessen gewesen!
50: Staatenschutz:
13. Januar 2015 um 23:00 Uhr

passte nicht alles in 1 Kommentar: Fortsetzung:

Der (fehlende) Satz: “Aus Sicherheitsgründen setzten die Politiker in der RueXY ein Zeichen“ hätte keine Diskussion über das Ob (möglicherweise nicht einmal über das Warum) aufkommen lassen.
Ich möchte gern Artikel durchlesen um zu wissen was passierte. Die Zeiten, da man die Wahrheit zwischen den Zeilen verstecken musste, hatte ich für längst vergangen gehalten.
51: Elisbeth Merkens:
13. Januar 2015 um 23:01 Uhr

Man könnte es allerdings durchaus auch Propaganda nennen. Und der Ton des Tagesschau Chefredakteurs ist tatsächlich ziemlich daneben. Jaja, alles “Verschwörungstheoretiker”. Ich finde übrigens das dieses Wort welches lediglich zur plumpen Diffamierung von Kritikern eingesetzt wird zum Unwort des Jahres gewählt gehört.
52: einSchmidt:
13. Januar 2015 um 23:05 Uhr

Das ist doch echt das Letzte, da liest man Dinge wie:
“Angeführt wurde der Gedenkzug vom französischen Staatspräsidenten Francois Hollande.”
http://www.tagesschau.de/ausland/trauermarsch-paris-109.html
…und:
Die Zeit:
“Der französische Präsident François Hollande schreitet voran, links hat er Angela Merkel untergehakt,… Wer Symbole möchte, kann diese Bilder interpretieren. … Neben ihnen die Staatschefs aus Großbritannien, Spanien und etwa 40 weiteren Ländern sowie Vertreter eigentlich aller großen Weltreligionen und die Angehörigen der Toten. Hinter ihnen folgen mehr als anderthalb Millionen Menschen.”
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-01/paris-charlie-hebdo-trauermarsch

…auf reinstem Boulevard-BILD-Niveau und bei Aufzeigen der Inszenierung und augenscheinlich falschen Darstellung, wird sich über die Richtigsteller echauffiert. Nach dem Motto:”Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen,ist das immer eine Inszenierung.”
Da kann ich bloß mit dem Kopf schütteln!
53: WashiEiko:
13. Januar 2015 um 23:06 Uhr

Also politische Auftritte und Pressekonferenzen sind immer Inszenierungen und drei Sätze weiter sollen wir die gute Geste nicht als Inszenierung diffamieren. Klasse Inhalt !
54: Kristin Becker, GF & Soziologin:
13. Januar 2015 um 23:06 Uhr

In letzter Zeit wundere ich mich immer häufiger über den Ton der Kommentare im www. Aber nun nicht mehr – wenn eine leitende Persönlichkeit eines öffentlich rechtlichen Senders sich offiziell wie ein verzogener, beleidigter Dreijähriger äußert. Ja, Sie und Ihre Arbeit wurden kritisiert – Leben Sie damit. Um mit Ihren Worten zu sprechen – mein Sinn für Qualitätsjournalismus wurde durch Ihren Betrag definitiv nicht geschärft…
55: Marko Geertz:
13. Januar 2015 um 23:07 Uhr

Die Fernsehbilder von der Veranstaltung habe ich nicht gesehen, aber die Online Meldung auf tagesschau.de vom Sonntag 15:13 Uhr mit diesem Text und den davor und dannach gezeigten Bildern suggeriert doch dem Leser ganz klar, die Politik lief geschlossen an der Spitze der Demo:

“Angeführt wurde der Gedenkzug vom französischen Staatspräsidenten Francois Hollande. … An Hollandes Seite waren untergehakt unter anderem Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sehen – alle in schwarz gekleidet.”

Das ist nun mal nicht so gewesen, da helfen auch keine Rechtfertigungen und Erklärungsversuche. Viel schlimmer als die inkorrekte Berichterstattung finde ich dabei, daß die politischen Führer sich so eine Inzenierung einfallen lassen. Wenn es für Hollandes sicher genug war sich der echten Demo dann doch noch anzuschliessen, dann hätten das die anderen Täuscher wohl auch überlebt. Ich finde diese Inzenierung beschämend und verlogen.
56: Andi M.:
13. Januar 2015 um 23:08 Uhr

Wenn man sich durch die Tagesschau über das aktuelle geschehen informieren möchte, erwartet man objektive Berichterstattung. Klar. Aber man sollte dabei immer bedenken: Es wird im Interesse der westlichen Werte- und Moralvorstellungen berichtet. Auch wenn es die ARD ist, sollte man sein Gehirn einschalten und darüber nachdenken, warum ein Beitrag gesendet wird und warum gewisse Bilder gezeigt werden und andere nicht. Dass die Geschehnisse in Paris unbeschreiblich grausam und durch nichts zu entschuldigen sind, darüber sind wir uns einig. Dennoch sind die Ausmaße im Vergleich zu dem, was z.B. in Nigeria gerade passiert, eher gering. Aber darüber wird vergleichsweise nur kurz berichtet. Und für diese Menschen gibt es hier keinen Trauermarsch oder eine Mahnwache. Weil es, so schlimm es sich anhört, hier kaum jemanden interessiert. Und weil ein Herr Gauck lieber nach Frankreich reist als nach Nigeria. Weil das die Menschen vor dem Fernseher sehen wollen.
57: Phonomatic:
13. Januar 2015 um 23:09 Uhr

@ 34: Rainer Großmann:
“Verarscht” hat Sie aber nicht die ARD, sondern Ihre eigene Wahrnehmung.
58: Dirk H:
13. Januar 2015 um 23:11 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,
soweit Ich das als Laie und Finanzier Ihres Senders beurteilen kann ist der Auftrag zur Berichterstattung klar definiert.
Suggeriert hat Ihr Bericht, dass Volk und Volksvertreter, gemeinsam Hand in Hand gegen den Terror marschieren.
Sind sie aber nicht. Es waren zwei Veranstaltungen. Eine des französischen Volkes. Und eine der politischen Kaste.
Und Kritik, über die Art Ihrer Berichterstattung, egal ob positiv oder negativ ist immer legitim. So funktioniert ja Meinungsfreiheit erst richtig.
Wie Sie, persönlich damit umgehen ist mir persönlich, völlig egal.
Ihre Reaktion bzw. die Dimension die alles bereits hat, lässt einen eher darüber grübeln, inwieweit Sie selber jetzt über Ihre Darstellung denken.
59: C. W:
13. Januar 2015 um 23:12 Uhr

Unglaublich, dass viele diesen Kommentar für Richtig halten. Es war eindeutig inszeniert, da es durch den Kommentator untermauert wurde. Immer wieder erschreckend, dass so viele Menschen noch so viel Vertrauen in unsere öffentlich-rechtlichen Sendern haben. Das kritische hinterfragen von Tatsachen ist in der modernen Gesellschaft auf dem Abstellgleis. Wofür werden so viele GEZ Abgaben gezahlt wenn man nicht mal eine währe Berichterstattung geboten bekommt?
60: So Nicht:
13. Januar 2015 um 23:13 Uhr

Der Aufbau des betroffenen Artikels von tagesscahu.de:
Zuerst Beschreibung des großen Trauermarsches gefolgt von einem beeindruckenden Foto davon. Direkt darunter:
“…Spitzenpolitiker aus aller Welt reisten an, um Solidarität mit den Opfern der Anschläge zeigen und gegen religiös motivierte Gewalt zu demonstrieren. Angeführt wurde der Gedenkzug vom französischen Staatspräsidenten Francois Hollande. “Paris ist heute die Hauptstadt der Welt”, sagte er vor Beginn des “Republikanischen Marschs”. An Hollandes Seite waren untergehakt unter anderem Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Bundeskanzlerin…”
Dann ein Foto, das von vorne der ersten Reihe die Politiker illustriert, die Arm in Arm maschieren. Darunter:
“Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls hatte seine Landsleute aufgerufen, an der Veranstaltung teilzunehmen…”
Hier wird ganz gekonnt und bewusst ein falsches Bild inziniert.
http://www.tagesschau.de/ausland/trauermarsch-paris-109.html
61: Michael Lehmann:
13. Januar 2015 um 23:13 Uhr

Woher kommt es eigentlich dass die Menschen gerade auch die Tageschau als “Lügenpresse” tituliert?
Wieso wird eigentlich auch die ARD als Lügenpresse bezeichnet?
Die Qualitätsmedien haben die Pediga-Spaziergänge in den ersten vier Wochen als so wörtlich “Naziaufmärsche” betitelt.
Danach wurden Interviews mit Schnitttechnik und Fragetechniken und extremer Selektion furchtbar entstellt, ja fast schon missbraucht.
Und der Höhepunkt war ein RTL-Reporter der sich als Pediga-Demonstrant ausgab und rechtsradikale Thesen von sich gab, die dann abends als Beweis die seien alle Nazis in allen Kanälen gesendet wurden. Wenn das keine Lügenpresse ist was dann!
62: Winfried Veil:
13. Januar 2015 um 23:15 Uhr

Es treffen sich die Staats- und Regierungschefs zum Fototermin in einer extra abgesperrten Seitenstraße. Sie erwecken den Eindruck, als würden sie einen Demonstrationszug von einer Million Menschen anführen. Stattdessen reisen sie nach dem Fototermin wieder ab. Alles fake! Und das bei einer Demonstration, bei der der Mut für die Meinungs- und Pressefreiheit einzustehen, demonstriert werden sollte. Wenn die Politiker wahrhaft Solidarität hätten zeigen wollen, hätten sie mit der Masse demonstrieren und sich der Gefahr eines weiteren Anschlags aussetzen müssen. Selten gab es ein besseres Symbol für die Verlogenheit der politischen Klasse.
63: L. Mohn:
13. Januar 2015 um 23:17 Uhr

Ich möchte hiermit meinen Respekt für Herrn Gniffke ausprechen! Denn genau so jemand gehört in die Position eines Chefredakteurs. Man darf sich nicht von irgendwelcher dahergezauberten Kritig aus dem Konzept bringen lassen. Wenn jedes “Trash-Magazin” mit unüberlegten Kommentaren oder sinnfreier Kritik eine Redaktion dermaßen beeinflussen könnte, dass diese ihre Berichterstattung verändert oder gar unterlääst, dann wäre dass eine Einschränkung in Presse- und Meinungsfreiheit welche uns durch das Grundgesetz zugeschert sind!!
Was an dieser Stelle den ausschlaggebenden Punkt, den Trauermarsch in Paris betrifft, so möchte ich nur sagen: Ob Regierungschefs mit dem Volk marschieren oder unter sich ist egal! Und ob gezeigt wird dass sie alleine oder mit dem Volk marscheiren ist eagl! Es wird gezeigt dass jemand marschiert und das ist die Hauptsache!

#JeSuisCharlie
64: Klara Fall:
13. Januar 2015 um 23:17 Uhr

Der Blogeintrag offenbart neben der menschlichen und persönlichen Aufgeregtheit doch vor allem, für wie normal politische Inszenierungen einem verantwortlichen Medientreibenden inzwischen erscheinen.
Wie normal es offenbar ist, in der Nachrichten-Show (die es auf anderen Sendern ja nur noch deutlicher ist) derartige “Bildangebote” dankbar anzunehmen. Der Wintereinbruch mit den Baumstämmen auf den Gleisen des Nahverkehrszugs ist eben interesssanter als alltägliches Elend in irgendeinem beliebigen Flüchtlingslager oder Rohstoff-Bergwerk oder, oder, oder auf dieser Welt. Das wissen alle Medien-Konsumenten, die sich die Zeit nehmen, darüber nachzudenken. Leitende Mediengestalter werden für die Zeit, darüber nachzudenken, sogar bezahlt. Und treffen ihre Nachrichtenauswahl in diesem Sinne. Manuel Neuer nicht Weltfußballer? Pfui! Fette Nachricht! Perspektivlose Kinder im Zelt im dritten libanesischen Winter? Okay, irgendwie blöde jetzt, aber hatten wir doch schon. Wie wärs mit “Show-Presse”?
65: Christian Karl:
13. Januar 2015 um 23:19 Uhr

Ich möchte da mal an dieser Stelle tagesschau.de zitieren die am 12.01.15 vormittags in einem Artikel schrieben:”Dutzende Staats – und Regierungschefs aus aller Welt marschierten vorneweg” Desweiteren haben die Bilder und Videoauschnitte im ARD-Brennpunkt am Sonntag Abend den keineswegs die Bilder von einer abgesperrten Seitenstraße gezeigt sondern immer nur eine Frontalansicht. Von daher war das zu diesem Zeitpunkt einfach nicht ersichtlich. Erst über Twitter habe ich die Vogelperspektive entdeckt. Da kann man meiner Meinung nach schon von einer gewissen Irreführung sprechen. Es wurde eine Volksnähe von Seiten der Tagesschau suggeriert die es so nicht gab. Von daher darf man sich da als öffentlich rechtlicher Rundfunk meiner Meinung nach einer konstruktiv, kritischen Debatte nicht entziehen.Klar gibt es Sicherheitsinteressen, aber es zeigt doch auch wie sehr sich diese mächtigen Personen vom gemeinen Volk entfremdet haben. Eine gefährliche Entwicklung.
66: Zander:
13. Januar 2015 um 23:21 Uhr

“…aber es ist doch so: Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung, jede Pressekonferenz ist eine Inszenierung.” Wenn man jetzt “Inszenierung” durch “Lüge” ersetzt, so groß ist der Unterschied nicht und sich dann noch einmal verinnerlicht, dass es ja schon immer so ist, frage ich ernsthaft woher die Medien die Berechtigung nehmen sich über “Lügenpresse” aufzuregen. Es werden Informationen selektiert, Zusammenhänge angedeutet, Vermutungen mit Fakten gemischt, mit Prosa Gefühle erzeugt alles kein eigentliches Lügen aber hervorragendes Manipulieren.
67: Crosterland:
13. Januar 2015 um 23:22 Uhr

Man kann es drehen und wenden wie man will: Als die Bilder vom Trauermarsch im ZDF gezeigt wurden, suggerierte der Kommentar, dass die Staatschefs eingehakt voran maschieren, sozusagen an der Spitze des riesigen Trauerzuges. Jedenfalls entstand bei mir dieser Eindruck, zumal ich dabei dachte, ganz schön mutig – das Bad in der Menge. Sonst werden diese Leute doch hermetisch abgeriegelt, wenn man an die Gipfeltreffen, z.B. in Sydney denkt. Aber okay – dachte ich, warum auch nicht, in der Trauer sind einfache Menschen vereint mit den Eliten – ein bemerkenswerter Vorgang. Und nun diese Manipulation. Ich erinnerte mich sofort an den “einsamen” Putin in Sydney, der “zufällig” genau dann im Fernsehbeitrag zu sehen war, als Dilma Rousseff von einem Kellner verdeckt war. Haben unsere Medien das nötig? Es ist doch völlig okay, wenn Staatsführer aus Sicherheitsgründen separat auftreten – das kann man auch sagen. Angebliche Volksnähe der Eliten zu suggerieren ist kein Beitrag zur Glaubwürdigkeit.
68: se:
13. Januar 2015 um 23:23 Uhr

Tagesschau:
“Der Trauermarsch im Herzen der französischen Hauptstadt kam kaum voran, alle Straßen waren völlig überfüllt. Auch führende Politiker waren dabei.”

Dieser Text in Verbindung mit Bild 1 ist einfach nur irreführend da gibt es leider nichts zu diskutieren.

Wie wäre es hiermit:
Aus Angst Ziel eines Anschlages zu werden sind die Politiker unter strengen Sicherheitsvorkehrungen getrennt von den restlichen trauernden marschiert.
69: Peter:
13. Januar 2015 um 23:23 Uhr

Also in der Tagesschau um 20:00 Uhr war oben gezeigtes Bild nicht zu sehen und der Beitrag hat durchaus den Eindruck erweckt, dass es keine räumlich getrennten Aufnahmen waren.
Wo ist das Problem das zu erwähnen? Das Argument mit dem Hubwagen scheint auch nicht wirklich schlüssig, die Kamera war offensichtlich schräg oben, ein kurzer Schwenk nach rechts und es wäre eindeutig zu sehen gewesen.
Dieses Missverständnis hätte man doch ohne weiteres aus dem Weg schaffen können.
70: K.H. Philippi:
13. Januar 2015 um 23:24 Uhr

Mit Verlaub Herr Gniffke !

Ich finde es schon bemerkenswert, dass sie die Breitwinkel – Panorama – Aufnahme der angereisten Politelite als das bezeichnen, was es auch bei diesem so traurigen Anlass war, nämlich eine Inszenierung.

Ich frage mich nur, warum dieser Erkenntnis gerade im Bewusstsein, dass Millionen von Menschen in wahrhaftiger Trauer auf die Strasse gegangen sind, die ARD nicht davon abgehalten konnte den Ritualen der Politik wieder einmal und auch hier Tribut zu zollen.

Mir fällt dazu nur ein: “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing”

Ich wünsche einen Guten Abend, Herr Dr.Gniffke
71: Wilfried L:
13. Januar 2015 um 23:25 Uhr

Wer ist Ines Pohl
72: Frank L.:
13. Januar 2015 um 23:28 Uhr

Als ARD Zuschauer fühle ich mich getäuscht. In letzter Zeit verkommt die Berichterstattung innerhalb der Tagesschau immer mehr zu einer PR Veranstaltung der jeweiligen Politiker und Parteien und der sich daraus ableitenden Meinungsbilder und ich vermisse eine objektive, neutrale Bewertung. Es werden die Meinungsbilder der Redakteure aufbereitet und über das Massenmedium dem Zuschauer dargeboten. Objektivierende Fakten werden vorenthalten und/oder nachträglich erst dargeboten. Ich wünsche mir mehr Unabhängigkeit und umfassendere neutrale Berichterstattung. Aus diesem Grund objektiviert der obige Erklärungsversuch im Nachhinein aus meiner Sicht die gezeigte Bilder und Meinungen viel zu spät und nicht ausreichend. Liebe Tagesschaumacher liefert bitte umfassende, gut strukturierte und recherchierte Informationen und mißbraucht nicht Eure Machtposition für Meinungsvorgaben und Politiker PR. Volle Ehrlichkeit während der Sendung bitte!
73: Daniel:
13. Januar 2015 um 23:31 Uhr

Der Nachrichtenchef der dpa hat die bessere Antwort auf Kritik/Fragen zur Entstehung des Fotos gefunden:

https://twitter.com/fhomburger/status/555128002833416192
74: g s:
13. Januar 2015 um 23:32 Uhr

Guter Kommentar!
75: Michael Ramm:
13. Januar 2015 um 23:33 Uhr

Da sehen wir es doch, “Lügenpresse” hin, Verschwörungstheorie her. Es kommt alles ans Licht – und das sollte den Pessimisten als Lichtlein dienen.

Natürlich war dies eine Inszenierung, und den wenigsten Betrachtern dürfte dies aufgefallen sein. Schließlich kann man als funktionierendes Teilchen unserer Wertschöpfungsgemeinschaft nicht die Zeit erübrigen, stundenlang vor dem Fernseher zu sitzen und auf die richtigen Bilder zu warten.

Und als Hörer des DLF ist man erst recht auf die Detailliebe der Berichterstatters angewiesen – dort habe ich nichts von einem Sondermarsch unserer Eliten gehört (der angesichts der unklaren Bedrohungslage nicht zu vermeiden war!).

Das ist schade und furchtbar ungeschickt – es ändert aber nichts an der überzeugenden Botschaft. Und es zeigt, dass unsere Öffentlichkeit funktioniert.

Der Journalismus muss angesichts solcher Ungenauigkeiten allerdings aufpassen, nicht den Anschluss und die Interpretationshoheit an die Blogger zu verlieren.
76: Denis K.:
13. Januar 2015 um 23:35 Uhr

Ich bin ein wenig erstaunt über die Konversation hier.
Worum geht es hier eigentlich? Geht es hier immer noch um die Anschläge auf die Freiheit Frankreichs? Geht es noch darum Solidarität und Verständnis den Opfern entgegenzubringen? Oder sind die Leute hier schon dabei mit einem Lineal zu messen welcher Politiker wieweit entfernt von der eigentlichen Demo war?! Ist es nicht völlig egal, ob die Leute zusammen laufend, getrennt, parallel, synchron oder sonst wie Ihre Trauer ausgedrückt haben??! Die politische Spitze ist teilweise mehr als 1000km angereist, um Ihre Trauer und Solidarität auszudrücken und wird nicht mehr akzeptiert sobald Sie sich mehr als 100m von der Hauptdemo entfernen? Jeder der sich deswegen hier aufregt hat die ganze Trauerveranstaltung nicht verstanden, geschweige denn die geziegten Bilder!
77: Christoph Skoczylas:
13. Januar 2015 um 23:36 Uhr

Bei allem Verständnis für den Symbolcharakter: Es war eine unangenehme Politiker-Inszenierung, also von Leuten, die allesamt nicht ganz unschuldig daran sind, das der Terrorismus aktuell so stark zunimmt. Mein Jahrgang erinnert sich vielleicht noch an die Bilder, wie der schon altersschwache Mao kühn schwimmend den Gelben Fluß querte… Eine Inszenierung, über den sich westliche Politiker und Medien noch jahrzehnte später mächtig aufregten, weil Mao auf einem Netz liegend, außerhalb der sichtbaren Bilder! von Kampfschwimmern gezogen wurde. Vor dem Hintergrund der mörderischen Anschläge in Paris fand ich den Politikeraufzug eher peinlich! So ganz sauber war die Berichterstattung darüber jedenfalls nicht.
78: Erik Honigger:
13. Januar 2015 um 23:36 Uhr

Mensch, was bin ich froh, dass der ganz, ganz aufmerksame Zuschauer für wenige Augenblicke die Chance bekam, die Inszenierung zu erkennen. Dank dafür, Herr Dr. Gniffke!

Und der etwas unaufmerksamere Rest der Menschen konnte immerhin mit dem wohligen Gefühl ins Bett, dass Frau Merkel und Herr Hollande Seite an Seite mit dem saudischen Außenminister und gemeinsam mit dem Volk für eine freie Presse marschiert sind.
79: Dr. Peter Herder:
13. Januar 2015 um 23:41 Uhr

Politiker dieser Größenordnung sind bei jeder öffentlichen Veranstaltung immer zu 100% inszeniert.
Dass sie nicht im großen Pulk mitziehen, dürfte eigentlich auch keine Überraschung sein. Das kann man zum Allgemeinwissen zählen. Braucht man keine Sondererklärung. Auch für die “Durchschnittsbetracher” (wie misst man das?) nicht.
80: Nico Herzog:
13. Januar 2015 um 23:42 Uhr

Schön wie über die Macht der Bilder diskutiert wird. Nicht jeder hatte Zeit die ganze Übertragung der Veranstaltung anzuschauen. Mir blieb nur die 20.00 Uhr Ausgabe der Tagesschau am Montag, und da wurde der “abseitige” Marsch der Staatschefs nicht aufgelöst. Von Verschwörungstheorien und großen Schuldfragen würde ich absehen. Es ist einfach interessant zu sehen, welchen Eindruck Bilder in ihrer Folge erzeugen. So wie jeder Film durch Schnittfolgen die Aufmerksamkeit des Betrachters lenkt, tut es auch ein Nachrichtenbeitrag. Es ist wichtig, dass wir uns Sensibilität demgegüneber bewahren!

Der Beitrag kann hier nachgesehen werden: http://www.ardmediathek.de/tv/Tagesschau/tagesschau-20-00-Uhr/Das-Erste/Video?documentId=25788676&bcastId=4326
81: Klaus G.:
13. Januar 2015 um 23:43 Uhr

“Wirkung wichtiger als Dokumentation der Wirklichkeit, Lügenpresse, Verschwörung,Fälschung,Verlogenheit der politischen Klasse…” – da sind doch einige ganz schön abgedriftet in ihrer Wahrnehmung.
Erstens hat das Fernsehen alles gezeigt.
Zweitens ist klar, dass ein Treffen von 40 Regierungschefs normalerweise nach monatelanger Vorbereitung der Sicherheitsdienste auf einer Insel oder einem absperrbaren Alpental stattfindet.Es grenzt an ein Wunder, dass es überhaupt gewagt wurde so offen auf die Straße zu gehen. Danke für den Mut all dieser Politiker ihre Betroffenheit und Trauer so offen durch ihre Anwesenheit zu zeigen.
Etliche der Kommantarschreiber hier lassen sie nicht mal verborgen zwischen den Zeilen erkennen.
82: B. R.:
13. Januar 2015 um 23:44 Uhr

Herr Gniffke,

Sie schrieben:

“Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung, jede Pressekonferenz ist eine Inszenierung.”

Vielleicht können Sie darin übereinstimmen. Ein klärender entsprechender Hinweis zum leicht irreführenden Bild wäre hilfreich gewesen. Nicht jeder geht davon aus, dass immer und alles bei öffentlichen Auftritten von Politikern “Showgeschäft ist.
83: Mediator:
13. Januar 2015 um 23:45 Uhr

In der Berichterstattung zu dem Marsch wurde explizit darauf hingewiesen, dass z.B. die Politiker aus Sicherheitsgründen nur ca. 200 m an diesem Marsch teilnehmen.

Wer der Meinung ist, dass man bei Terrorgefahr Staats- und Regierungschefs unkontrolliert ein Bad in der Menge nehmen lassen sollte, der hat keine Ahnung von Sicherheitsaspekten.

Ich stimme dem Autor zu, dass Bilder immer eine Inszenierung sind. Das ist keine Lüge sondern Realität. Bei Familienfotos machen wir es nicht anders. Ist deshalb unser Familienleben eine Lüge?

Es ist schon hahnebüchern für was nun angeblich Rechtfertigungen notwendig sind.

Klar das die PEGIDA Sympathisant nun krakelen “wir habens immer gesagt – die Presse lügt”.
Das liegt aber eher daran, dass genaues beobachten noch nie deren Stärke war. Eventuell liegt dies daran, dass viele auf dem rechten Auge blind sind!
84: Piet Moedebeck:
13. Januar 2015 um 23:48 Uhr

“Sorry, dass Kameraleute und Fotografen nicht immer einen Hubwagen zur Hand haben.”
Bei so einer spontanen Situation in einem fernen Land kann man das nicht erwarten. Ist klar
Weiter so!
85: Andreas:
13. Januar 2015 um 23:49 Uhr

Um sich ein eigenes Bild von dem 20 Uhr Beitrag zu machen, gibt es ja die Möglichkeit der Mediathek.. Und in der Tat gibt mir der Beitrag der Tagesschau, wie schon am Sonntag, der Eindruck als seien alle aufgezählten Teilnehmer “gemeinsam”, “Seite an Seite” marschiert. Als professioneller Journalist sollten Sie sich schon kritisch mit der eigenen Berichterstattung auseinandersetzen und sich gerade nicht von einem vermeintlichen Skandal der taz provozieren lassen. Trotz der sehr guten Botschaft hat diese emotionalisierte Berichterstattung tatsächlich einen Beigeschmack und das traurige daran ist lediglich die Tatsache, dass sich giftiger Nähboden von frustrierten Bürgern – versammelt unter dem Sammelbegriff PEGIDA – weiter ausbreitet und bestätigt fühlt. Dies nun wiederum emotional zu kommentieren, mag zum Zeitgeist passen, meiner Meinung nach allerdings nicht zur tagesschau.
86: Dirk B.:
13. Januar 2015 um 23:53 Uhr

“Ich wehre mich dagegen, über jedes Stöckchen zu springen, DASS uns…”

Qualität sieht aber anders aus, Herr Dr. Gniffke!
87: Marrun Brixius:
13. Januar 2015 um 23:55 Uhr

Word, Kai! Du sprichst mir aus der Seele.
88: Andrea:
13. Januar 2015 um 23:57 Uhr

@ 41 Marko Geertz

Diesem Abschnitt von Ihnen:

“Die Fernsehbilder von der Veranstaltung habe ich nicht gesehen, aber die Online Meldung auf tagesschau.de vom Sonntag 15:13 Uhr mit diesem Text und den davor und dannach gezeigten Bildern suggeriert doch dem Leser ganz klar, die Politik lief geschlossen an der Spitze der Demo:

“Angeführt wurde der Gedenkzug vom französischen Staatspräsidenten Francois Hollande. … An Hollandes Seite waren untergehakt unter anderem Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sehen – alle in schwarz gekleidet.”

“Das ist nun mal nicht so gewesen, da helfen auch keine Rechtfertigungen und Erklärungsversuche. Viel schlimmer als die inkorrekte Berichterstattung finde ich dabei, daß die politischen Führer sich so eine Inzenierung einfallen lassen.”

“Ich finde diese Inzenierung beschämend und verlogen.”

schließe ich mich ebenfalls absolut an! Mir geht es absolut genauso. Dieser Täuschung war verlogen und beschämend.
89: Michael S.:
14. Januar 2015 um 00:00 Uhr

Ganz einfach im Bericht sagen, dass sich die Politiker nur zur Show aufgestellt haben und die meisten gleich wieder in ihren Autos verschwunden sind !!!! Das wärs gewesen !!
90: Mario V.:
14. Januar 2015 um 00:03 Uhr

“Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt wieder richtig auf die Fresse bekomme: Mir langt’s. ”

Wenn ich bei tagesschau.de einen Kommentar so anfangen würde, dann würde mein Kommentar nicht veröffentlicht werden. Im übrigen ein Anfang welcher die Entscheidung schwierig macht den Blog zu lesen. Mir wurde fast übel.

Im übrigen bin ich auch Je suis Charlie und Demokrat und lehne jede Art von Lösungen durch Gewalt ab, dies bedeutet aber auch Respekt vor anderen Kulturen und Öffentlichen Personen. Mich verwirren diese Karikaturen und stellen für mich eine Beleidigung dar.
91: F. S.:
14. Januar 2015 um 00:03 Uhr

Europas Politiker treffen sich in Paris in einer abgesperrten Seitenstraße, veranstalten einen durchchoreografierten, 300 m langen Trauermarsch, steigen dann wieder in ihre gepanzerten Limousinen und fahren nach Hause. Das ist natürlich keine Verschwörung, aber eine extreme Form der Inszenierung, weil die Bilder suggerieren sollen, dass die Politiker einen endlos langen Demonstrationszug anführen. Dass dem nicht so war, hätte in einer journalistisch sauberen Berichterstattung erwähnt werden müssen. Allgemeinplätze wie die, dass kein Bild die Realität zeigt und Politiker sich immer inszenieren, sind in diesem Zusammenhang ziemlich armselige Erklärungsversuche.
92: .v-:
14. Januar 2015 um 00:05 Uhr

Rumweinen und kritisieren ist immer einfach, das gilt für beide Seiten. Wie wäre es statt dessen mit Ehrlichkeit und Transparenz?

Es geht hier ums Internet, nicht um irgendwelche anderen Medien, also ist es erstmal egal welche Bilder im TV gezeigt wurden – fakt ist, dass es anscheinend einem nicht geringen Anteil so rüberkam, als wurden die Bilder nicht korrekt vermittelt. Und wie andere schon richtig festgestellt haben, wurde sogar z.T. bewußt ein falsches Bild vermittelt (dass die Politiker inmitten aller laufen).

Dabei wäre es kein Problem, von Anfang an die Sachen so zu bennen wie sie sind – keiner hat ein Problem damit, dass Politiker aus Sicherheitsgründen für sich trauern. Störend ist lediglich, wenn man dauerhaft vermittelt bekommt: “Ihr seid zu blöd um selbst zu denken, lasst uns euch eure Wirklichkeit formen.”. Ja, der Fall ist eine Trivialität – aber Vertrauen baut man im Kleinen auf.
93: Rüdiger Orth:
14. Januar 2015 um 00:05 Uhr

Lieber Herr Dr. Gniffke, Ihr Vortrag ist schön und gut, Sie räumen ein, nur Ausschnitte zu zeigen und heben doch belehrend den Zeigefinger. Für mich, ich habe die Sendung am Sonntag auch verfolgt, wäre es nicht dramatisch gewesen, hätte man darauf hingewiesen, dass die Mächtigen eben NICHT mit dem gemeinen Volk marschieren sondern vielmehr aus Sicherheitsgrün den “separat” marschieren. Es wäre auch nicht notwendig gewesen, dieses Foto um die Welt zu schicken. Aber so hat’s einen sehr schalen Beigemschmack. Und da helfen mir Ihre Beteuerungen und die Verweise auf Qualitätsjournalismus und die Art, wie Medien funktionieren, nicht weiter. Es ist einfach nicht richtig. Es ist eine Täuschung. Wie gesagt, niemand hätte sich aufgeregt, wäre das in der Sendung rübergekommen. Und noch eines: ich lasse mich nicht in eine Ecke mit “Verschwörungstheoretikern” stellen. Passen Sie doch ein wenig auf Ihre Wortwahl auf. Nicht jeder, der diesen Sachverhalt kritisiert, gehört einem Geheimbund an.
94: Frank Niesel:
14. Januar 2015 um 00:06 Uhr

Manche Leute kann man nicht überzeugen. Verschwörungstheoretiker gehören dazu. Wer die Presse pauschal als “Lügner” bezeichnet, der ist weder willig noch fähig zu einer Diskussion.

Ich fürchte, manche Menschen sind für eine Diskussion nicht mehr zugänglich. Mit Argumenten lassen sie sich auch nicht besänftigen. Was solche Berichte bringen können, ist “nur”, dass andere Menschen nicht auch noch in den Sog geraten, alles als Lüge zu bezeichnen. Infofern machen solche Aufklärungen Sinn. Aber zu erwarten, dass die Leute, die euch Lügen vorwerfen, dadurch zur Einsicht kommen, ist m.E. etwas naiv. Ihr (tagesschau) müsst es auch nicht jedem Recht machen. Kommentatoren sind kein repräsentatives Abbild der Gesellschaft. Es ist meist eine Gruppe, die sich besonders aufregt. Manchmal ist das begründet, manchmal nicht. Natürlich gibt es Ursachen für die Skepsis an den Medien. Aber die müssen nicht zwangsläufig wirklich etwas mit der Neutralität zu tun haben. Bitte trotzdem selbstkritisch sein!
95: Lukas G:
14. Januar 2015 um 00:07 Uhr

Ich habe nur die ersten wenigen Kommentare gelesen. Und was man hier bei den Kritikern ganz klar raushört ist, dass sie scheinbar keinen blassen Schimmer davon haben, wie man Fernsehen “macht”, aber ganz groß darin sind sich darüber aufzuregen. Dass jedes Foto/ Fernsehbild immer nur einen Ausschnitt einer Aktion zeigen kann sollte doch jedem klar sein. Und dass man in Beiträgen von einer Länge von 1:30 – 3:00 nicht jedes Bild zeigen kann, was im Rohmaterial von vllt 1-3 Stunden Länge vorhanden ist, sollte auch jedem klar sein. Man muss auch bemerken, dass es in einem Nachrichtenbeitrag auch handwerkliche Grundregeln gibt, die man einhalten muss, damit der gemeine Zuschauer das Ganze auch versteht. Jeder Beitrag (ob Fernseh-, Print-, oder Webmedien ist auf irgendeine Weise gefiltert. Das muss er auch sein. Wer einen ungefilterten Eindruck genießen möchte muss auch im Jahr 2015 noch selbst zu einer Veranstaltung gehen. Und auch hier gibt es immernoch den Filter des eigenen Verstandes.
96: tisiphone:
14. Januar 2015 um 00:08 Uhr

Wieso sollen wir das nun hinnehmen, dass Politiker prinzipiell an einer “Inszenierung” teilnehmen, sobald sie vor die Kameras treten? Und hinnehmen, dass die Medien dieses Schauspiel erst ermöglichen?

Warum hält man die Bürger für so dumm, dass man ihnen nicht sagen kann, aus Sicherheitsgründen können die Staatschefs nicht mit der Masse mitlaufen, also verzichten wir auf die kollektive Anreise und spenden die so eingesparten Reisekosten in einen Fond, der den Hinterbliebenen und den Überlebenden Opfern zu Gute kommt?

Aber ein grosses Schauspiel zum Thema Zivilcourage zu bieten und dann Sicherheitsbedenken vorzuschieben, das ist Heuchelei.

Die Menschen, die in Paris auf die Strassen gegangen sind, die zeigten Zivilcourage, ein Anschlag auf die Menge wäre nämlich ein fürchterliches Drama geworden.
97: Dr. Hermann Ott:
14. Januar 2015 um 00:09 Uhr

Lieber Herr Gniffke,

danke für die klaren Worte – wer geglaubt hatte dass alle diese Politiker (und Frau Merkel) wirklich an der Spitze einer Millionen-Demo inmitten einer durch Attentate und Geiselnahmen aufgeheizten Atmosphäre marschieren…der (oder die) glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Im Gegenteil: Diese Empörung ist gespielt…
98: Manuel F.:
14. Januar 2015 um 00:10 Uhr

Herr Gniffke, das ist doch lächerlich. “Wir hatten nicht die richtige Ausrüstung dabei, deswegen waren wir gezwungen, das Bild einer Inszenierung so zu zeigen, daß der Zuschauer nicht merken konnte, daß es eine Inszenierung ist. Und außerdem ist uns nicht eingefallen, daß wir in der Moderation sagen, was wirklich los war.”

Es geht doch gar nicht darum, daß Bilder inszeniert werden. Es geht darum, als was die Medien uns diese Inszenierung verkaufen. Als die Realität oder als Inszenierung.

Und daß dieser Fehler auch noch in dieser sensiblen “Lügenpresse”-Situation auftaucht, ist wirklich fatal. Herr Gniffke: Wenn die Menschen immer wieder das Gefühl bekommen, von den Medien hinters Licht geführt werden, und dieser Weg führt ganz zufällig immer wieder in eine ganz bestimmte Richtung, dann muß man sich doch als Medienmacher nicht wundern, wenn das Wort von der “Lügenpresse” fehlt.
99: Bill Hicks:
14. Januar 2015 um 00:13 Uhr

“Denn sonst sickert noch viel mehr des Giftes der Furcht in unseren Berufsstand ein. Denn diese Diskussionen hinterlassen Spuren in den Redaktionen. Statt unser Bewusstsein für Qualitätsjournalismus zu schärfen, sind sie dazu angetan Redaktionen zu verunsichern. Das ist das Gegenteil von “Je suis Charlie”.”

Ich denke nicht das die Verunsicherung das Problem zu sein scheint. Das Problem scheint in meinen Augen das sich etliche ihrer Meinungen über etliche Themen zu sicher sind. So war man sich sicher das Pegida den Anschlag in Paris für sich nur ausnützt, und aus rechtsradikalen besteht, während sich gleichzeitig die gesamte Politprominenz inszeniert, um wiederrum ihre Ziele nach Sympathie für sich als Staat, weitere Sicherheitsgesetze und das Antagonisieren von Demonstranten im für Paris fernen Dresden über den Sender zu jagen.
In Summe wirkt das erheblich skurril. Die erwartungshaltung ist nun mal angesichts der 17,98€ pro Monat die jede Familie in Dtl. zahlt um einiges höher.
100: Harald Gebhard:
14. Januar 2015 um 00:14 Uhr

Auch ich neige zur Ansicht, dass der Auftritt der Politiker weniger mit Solidarität und mehr mit einer Inszenierung zu tun hatte. Und ich frage mich was für eine Solidarität dies gewesen sein soll > in der stundenlangen, auf verschiedenen Sender sogar durchgehenden Berichterstattung über das Drama in Paris mit 17 Toten platzte die Nachricht, dass Boko Haram in Baga/Nigeria 2000 Bewohner ermordet hat. Diese Meldung war bei den meisten Sendern nur wenige Minuten Sendezeit wert…..Solange Politiker nur dann hinschauen, wenn man auf sie schaut, wird sich die Welle der Gewalt immer noch schneller drehen. Vermutlich dreht sie sich bereits so schnell, dass sie vorerst nicht mehr gebremst werden kann. Eine “kalkulierte” regionale Solidarität
ist wenig hilfreich und die vielen schönen Erklärungen von vielen Politikern erscheinen eher als Pflichtübung…….Rundfunkanstalten sollten versuchen, so lange sie noch dürfen, dies durch entsprechende Berichterstattung und Kommentare zu kompensieren.
101: CarstenDUS:
14. Januar 2015 um 00:17 Uhr

Meine Güte, haben wir eigentlich keine anderen Sorgen? Einigen wir uns doch darauf, dass auch hier wieder die große, geheimnisvolle Spinnenkönigin am Werk war, die mit den Krebsmenschen, die im Untergrund leben, die Völker der Welt unterwandert, um… äh… naja um die Macht zu übernehmen halt. Oder so. Also alles Verschwörung jedenfalls. Kein Zweifel! Was? Wozu? Ja keine Ahnung, ist halt ne Verschwörung, was weiß ich, ich bin ja auch nur Opfer!

P.S.: Gniffke, 1+, setzen!
102: Mirko Irion:
14. Januar 2015 um 00:20 Uhr

Eine Meinung, nicht mehr und nicht weniger wert als die von Frau Pohl, oder irgend einem anderen Menschen.
103: Thomas Tiede:
14. Januar 2015 um 00:25 Uhr

Lieber Sascha Schwarz, ich hoffe nicht, dass Sowi- oder Politikschüler heute lernen müssen, wie seriöse Medien manipulierte Bilder und Filme einsetzen, um eine Nachricht zu erzählen, die es nicht gegeben hat: “Hochrangige Politiker marschieren an der Spitze von 1,5 Millionen Demonstranten”. Es gab mal Mords-Ärger, als ein Schweißfleck von Frau Merkels Kleid wegretuschiert wurde – gefolgt von großer Entschuldigung. Was ist das im Vergleich zur dreisten Manipulation, die uns ALLE Kanäle und Zeitungen am Sonntag/Montasg serviert haben? DAS ist der Niedergang einer stolzen Zunft, tut mir leid.
104: Peter Klein:
14. Januar 2015 um 00:25 Uhr

“Die Blog-Kommentarfunktion soll eine sachliche Diskussion über aktuelle Themen ermöglichen.”
So die Kommentarrichtlinien hier. Für den Blog-Eintrag gilt dies leider nicht.
Der Sachverhalt ist klar und wurde von Vielen durch Zitate belegt.
Die Tagessschau hat – wie andere Medien – einen Fehler gemacht. Einen Fehler der leicht hätte vermieden werden können.
Das Gute ist, dass Teile unserer Presse dieses offengelegt haben.
Man hätte nun diesen Fehler zugeben können; leider hat sich der Chefredakteur entschlossen das Gegenteil zu tun und den Fehler unsachlich zu verteidigen.
Hr. Gniffke treten Sie einfach von Ihrem Posten zurück, Sie sollten die Tagesschau nicht weiter demontieren.
105: Thomas R.:
14. Januar 2015 um 00:26 Uhr

Ich kann den Ärger Dr. Gniffkes schon verstehen. Bei nur 7 Milliarden Euro Gebühreneinnahmen ist einfach kein Hubwagen drin. Wie euronews das gemacht – ein echtes Rätsel.
106: M. Herrmann:
14. Januar 2015 um 00:28 Uhr

Angenommen, ich hätte in ein Foto vom Schiefen Turm/Pisa mich selbst hinein konstruiert und dann an meine Freunde verschickt. Natürlich hätten diese gedacht, ich sei tatsächlich in Pisa gewesen.

Wie würden sie nun reagieren, hätte sich herausgestellt, dass ich nie in Pisa gewesen und das Foto eine Montage war?
Im Freundeskreis wären Worte wie “Lüge, Verar….” an der Tagesordnung, vielleicht sogar Freundschaftsabbruch wegen “kann dir nicht mehr vertrauen”.

Im Bereich von Presse/Medien/Politik wird von uns erwartet, anders zu ticken: da auf einmal wird eine Fotomontage als “politisch normale Inszenierung” bezeichnet. “Zweierlei Maß” kommt mir da in den Sinn.

Und warum überhaupt würde ich so eine Fotomontage erstellen? Als Joke zum 1.April – o.k.! Aber an allen anderen Tagen wäre Angeberei, Lust am in-die-Irre-führen-wollen, Manipulation etc. mein inneres Motiv: nicht-wirklich so ganz edel, oder?

Und wie sieht’s aus mit dem alten Oma-Spruch:
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht?
107: elmute:
14. Januar 2015 um 00:29 Uhr

…ist es denn in Deutschland nicht möglich, aufgrund der geschehenen Vorfälle in Paris einfach nur mal in sich zu gehen, zu gedenken und die notorisch, nörgelnde Klappe zu halten. Es nervt…
108: Heike:
14. Januar 2015 um 00:31 Uhr

Die Tagesschau hätte einfach sagen sollen, dass die Politiker eine extra Route nehmen und aus Sicherheitsgründen nur wenige Meter laufen. Da wär ja nichts dabei gewesen, das hätte jeder verstanden. So aber wurde suggeriert, dass sie als Teil des Demozugs unterwegs sind. Auch wenn aus der Vogelpersektive auch mal die Lücke hinter ihnen zu sehen war, bin ich nicht auf die Idee gekommen, dass sie in einer anderen Straße als der Rest des Zuges gelaufen sind. Ich dachte, der Rest des Zuges folgt danach, auch wenn da mal die Lücke hinter ihnen zu sehen war. Fühle mich daher on der Tagesschau hinters Licht geführt.
109: Friederich Prinz:
14. Januar 2015 um 00:32 Uhr

Ein Satz zu Inszenierungen: Wenn ich eine gute Inszenierung sehen will, gehe in ein Theater. Von den ÖR Medien erwarte ich Information; sonst nichts. Wenn Sie, Herr Gniffe, lieber inszenieren als zu informieren, gehen sie bitte auch an ein Theater. Sie kosten jetzt mein Geld für ‘Leistung’ die ich nicht will!
110: Marion Heiner:
14. Januar 2015 um 00:34 Uhr

Dieser unseriöse Blogeintrag verdeutlicht nur zu gut die innere Krise in unserer derzeitigen Medienlandschaft. Ein Chefredakteur, welcher allen Ernstes der Meinung ist, er könne darüber entscheiden welcher Ausschnitt der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird. Ich weiß nicht, ob Sie die Chancen des Web 2.0 bereits und dessen Auswirkungen auf den Journalismus und die Öffentlichkeit richtig verstanden haben. Für informierte Bürger, oder wie Sie sie nennen: “Verschwörungstheoretiker” [inoffizielles Unwort 2014], spielt ein enger Ausschnitt der Realität keine Rolle mehr. Es wäre schön, wenn sich der sogenannte Qualitätsjournalismus auch dementsprechend durch Präzision, hohen Informationsgehalt und exklusive Quellen ausweist und nicht durch ein bewusstes Auswählen von Inhalten. Denn diese Möglichkeit hat man im Internet wahrlich genug. Sie lassen auch erkennen, dass ihnen die Inszenierung und somit die Instrumentalisierung der ÖR wichtiger zu sein scheint, als die Kontrollfunktion.
111: MickM:
14. Januar 2015 um 00:35 Uhr

Sie schreiben:
“Nun kommen Kritiker um die Ecke und behaupten, wir hätten bewusst verschwiegen, dass die Politiker gar nicht gemeinsam mit den Demonstranten marschiert seien. ”

Zunächst einmal: Sie HABEN es verschwiegen – zumindest auf den Seiten von Tagesschau.de.

Möglichkeit 1: Sie haben es NICHT BEWUSST verschwiegen.
Das würde bedeuten, dass Sie ihr grundlegendes Handwerk nicht beherrschen. Nämlich die von den Politikern bewusst herbeigeführte Inszenierung, als TEIL DES VOLKES zu erscheinen, als solche zu entlarven. Das “Sicherheitsargument” ist fadenscheinig, denn dieses Foto hätte man ja auch vor dem Elysee-Palast aufnehmen können.

Möglichkeit 2: Sie haben es eben doch BEWUSST verschwiegen, weil Sie die Aussage “Alle trauern gemeinsam – Arm in Arm – zusammen mit dem Volk” so toll fanden, dass Sie die Realität ausgeblendet haben. Dann hat Frau Pohl mit Ihrem Vorwurf “Lügenpresse” aber völlig recht.

BEIDE Möglichkeiten disqualifizieren Sie aber für Ihren Job!
112: Manuel F.:
14. Januar 2015 um 00:36 Uhr

hier ein erhellendes Video:

https://www.facebook.com/video.php?v=10152776449398110
113: Dr. G:
14. Januar 2015 um 00:37 Uhr

Jeder Politikrtauftritt ist Show? Da geb ich Ihnen Recht. Einer der Gründe wieso viele nichts mehr mit Politik anfangen können, lieber wäre uns Transparenz und Ehrlichkeit.
Da kommen Sie als Presse ins Spiel. Von Ihnen erwarten wir die Hintergründe, die Story hinter dem Bild. Stattdessen flüchten Sie sich in Entschuldigungen. Zeigen auf die Politklasse mit dem Finger. Die hättens ja gemacht, Sie nur gezeigt.
Ja wozu brauchen wir Sie denn noch, wenn Sie einfach als Rundfunkübertrager dienen? Ist das Journalismus wie Sie Ihn darstellen? Bilder raussuchen und dazu erzählen was eh jeder sieht? Keine Aufklärung darüber hinaus?
Da braucht es keine Verschwörungstheorien wenn Sie selber zugeben, dass Sie uns das Bild, was die Politiker uns sehen lassen möchten, unreflektiert an uns weiter reichen. Genau das ist es was man Ihnen vorwirft: Staatlich gelenktes Fernsehen.
114: D. Neumann:
14. Januar 2015 um 00:44 Uhr

Zufällig gerate ich in diesen Blog. Ich habe die betreffende Tagesschau nicht gesehen, kann also nicht beurteilen, ob da manipuliert wurde oder nicht. Was die taz-Chefin da gesagt hat halte ich aber für starken Tobak. Gerade die taz leistet sich auf der 1. Seite JEDEN TAG eine ironisch gemeinte Inszenierung – mit wenigen Ausnahmen. Wenn das nicht manipulativ ist…
Geradezu erschrocken bin ich von der Selbstgerechtigkeit, mit der hier ganz offensichtlich von journalistisch wenig vorgebildeten Pressekonsumenten Belehrungen über Fernsehjournalismus angeboten werden. Amüsant finde ich, wenn jemand anregt, die Fernsehnachrichten mit weniger Bildern zu machen?. DAS ist Radio – gibt’s schon, mal einschalten, wie wär’s? Oder TV mal selbst machen, um die Mechanismen kennen zu lernen? Offene Kanäle machen’s möglich – ist allerdings mühsamer, als unreflektierte Meinung zur Wahrheit zu deklarieren.
Und: Je suis Charlie – darum geht’s doch. Kommt mal ‘runter!
115: matthis:
14. Januar 2015 um 00:45 Uhr

“Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung” -> RICHTIG.

Nur ist es EUER VERDAMMTER JOB, liebe Journalisten, über so etwas kritisch und differenziert bericht zu erstatten!
116: Max Lindemann:
14. Januar 2015 um 00:47 Uhr

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/20186/die-tagesschau-wo-man-schoene-inszenierungen-nicht-bloed-hinterfragt/
117: Achim Grünaug:
14. Januar 2015 um 00:49 Uhr

Ich kann mich einigen meiner Vorredner nur anschließen!
Zunächst einmal muss ich Ihnen gratulieren. Es ist ja nicht mehr auszuhalten, wie hinter jeder Meldung, so unbedeutend sie auch sein mag, gleich wieder eine Verschwörung der bösen Presse vermutet wird!
Und auch ich habe die Berichterstattung gesehen, und nicht nur auf ARD sondern auch in Frankreich, überall wurde die Realität gezeigt (natürlich außer man ist ein Sensationshascher, der einmal kurz weinende Menschen sehen will und dann schnell wieder auf RTL2 weiter zappt). Und wer tatsächlich denkt, dass wenige Tage nach einem solchen Anschlag in Paris genau dort 40 Staats- und Regierungschefs nebst weiteren hochrangigen Politikern fleißig inmitten einer Menschenmenge marschieren, der ist nicht von dieser Welt!
118: Sebastian:
14. Januar 2015 um 00:50 Uhr

Ich habe die Tagesschau gesehen und da wird mit den Bildern ganz bewußt versucht zu suggestieren, dass unser Politiker da vorneweg marschiert sind.
Nichts zu sehen von der Inszenierung:
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-6283.html

Oder schaut der Herr Gniffke eine andere Tagesschau als ich?
119: Willy Brandblase:
14. Januar 2015 um 00:51 Uhr

Wenn man die Berichterstattungen von unterschiedlichen Zeitungen/Nachrichten unvoreingenommen vergleicht, kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass die taz recht hat.

Von ARD/tagesschau.de sollte man erwarten, dass sie zu einem Fehler steht und ihn korrigiert. Dieser Blogbeitrag ist trotzig und niveaulos.
120: Salue:
14. Januar 2015 um 00:52 Uhr

Solche Berichte machen uns hellhörig:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/trauer-in-paris-israelische-zeitung-manipuliert-merkel-aus-foto-a-1012732.html#ref=plista

Und dann sind manipulative Bilsausschnitte halt auch nur die halbe Wahrheit.
Gruß
Salue
121: Daniel Schn:
14. Januar 2015 um 00:55 Uhr

Herr Dr. Gniffke verstehe ich Sie richtig:

Weil ja eh immer inszeniert wird, halten Sie es nicht mehr für notwendig darauf in der Berichterstattung deutlich hinzuweisen?

Das käme für mich einer Kapitulation gleich. Genau das wäre ihr Job: Erklären und einordnen mit Augenmaß.

Das Weglassen wichtiger Fakten nach dem Motto “Der Zweck heiligt die Mittel”, nur um die ansich gute und richtige Idee nicht zu beschädigen gießt den “Lügenpresse” Idioten von PEGIDA und Co. nur Wasser auf die Mühlen. Den Schuh müssen Sie sich meiner Meinung nach anziehen.
122: Branislav Hillmann:
14. Januar 2015 um 00:56 Uhr

Herr Dr. Kai Gniffke sie machen es sich sehr einfach.
Ich kann verstehen das diese Ansammlung an Politikern anscheinend geschützt werden muss.

Auch das sie sich jetzt mit dem Begriff der “Lügenpresse” nicht anfreunden können ist mir verständlich aber ändert nix an der Tatsache das sie in vielen Konflikten und auch Politischen Entscheidungen nicht die Wahrheit berichten oder berichtet haben.

Der Ukraine Konflikt und deren anscheinend einseitige und hetzerische Berichterstattung zu lasten alleine Russlands haben der Deutschen Presse eindeutig geschadet.

Durch Trotz kommt man da nicht weiter, vielleicht wäre es angebracht den Kontakt in dieser entscheidenden Frage mit der Bevölkerung zu suchen , natürlich setzt das voraus das man selber nicht von sich denkt das der Pöbel auf der Straße nur aus dummen Menschen besteht die anscheinend unter ihrem Niveau sind.

Und als Ausländer kann ich die ARD nur bitten sich von den Aussagen von Jaz zu distanzieren.

Branislav Hillmann
123: Dortmunder:
14. Januar 2015 um 00:56 Uhr

Es hieß aber auch das die Staatschefs die Demo angeführt haben. Und es hieß auch das die Politiker vorzeitig die Demo verlassen haben. Und selbst das Portal derwesten.de von der WAZ Gruppe schreibt Heute

“Zu spüren war am Dienstag aber die Überraschung vieler Medien darüber, wie selbstverständlich sie selbst über den angeblich gemeinsamen Trauermarsch von Bürgern und Politikern berichtet hatten – auch auf diesem Portal.”
124: Selbstmitdenker:
14. Januar 2015 um 00:58 Uhr

Real war es eine Inszenierung. Aber in der Illusion wird man der realen Teilnahme der Regierungsvertreter ansichtig. Die Kunst zeigt im Schein die Wahrheit. “Lügenpresse”, wenn das Wort nicht bloße Diffamierung, sondern Kritik sein will, kann sich meiner Meinung nach nicht darauf beziehen, sondern richtet die Aufmerksamkeit auf offensichtlich bewusst verdrehte Inhalte und Einseitigkeiten. Dass es diese in Bezug auf manche aktuelle Themen massiv gibt, kann man nicht abstreiten (zum Beispiel in Bezug auf TTIP oder die Ukraine/Russland-Berichterstattung). Wie Pegida das Wort benutzt, ist selber nicht frei von Lüge. Aber das ständige Reden von Verschwörungstheorien klingt auch sehr verschworen.
125: Jakob:
14. Januar 2015 um 01:02 Uhr

Woher kommt diese Medienschelte? Mir ist diese heftige Kritk an unseren Fernsehsendern wie Zeitungen bis jetzt entgangen. Ich bin entsetzt, dass sie plötzlich links (taz) wie rechts (“Pegida”) zum guten Ton zu gehören scheint. All the world’s a stage – and we are only players. Natürlich wird inszeniert. Immer. In Dresden wie in Paris. Aber mit welcher Intention denn, mit welchem Zweck? Wen hätten denn die Staatschefs weshalb täuschen wollen?
Wisst ihr eigentlich, was Manipulation ist? Ich habe in Ländern gelebt, in denen die Medien propagandistisch gesteuerte Vehikel der Regierung und reicher Mogule waren. Nachts aufzubleiben um das Magazin von DW-TV (der Ard) zu sehen war ein Lichtblick!
Wisst Ihr, was wir in Deutschland mit diesen Medien haben, die es hier gibt? Schon mal Russia Today geschaut? Oder Fox News? Ich will in keinem Land ohne diese öffentlich-rechtlichen Medien leben!
126: Mats:
14. Januar 2015 um 01:04 Uhr

hab jetzt in dem fall den entsprechenden beitrag nicht gesehen von daher kann ich es nicht belegen, aber es würde für mich durchaus ins bild der Tagesschau passen, wenn dabei absichtlich der anschein erweckt wurde, dass die staatschefs mit den demonstranten marschiert wären. es gibt sachlichere und objektivere news portale (womit sicher nicht die faz gemeint ist).
hat die neue anstalt ganz gut gezeigt wie die tagesschau und andere medien in der ukraine krise eindeutig pro westlich berichtet haben.
127: Jörg Zink:
14. Januar 2015 um 01:08 Uhr

Prinzipiell können sie schreiben und berichten , wie es ihnen gerade mal so gefällt.
Tatsache ist aber, daß auch der deutsche Journalismus nicht investigativ ist. Hier sind zu viele Maulkörbe für freie Berichterstattung vorhanden.
Da könnte ich zig Beispiele aufführen.
Wenn sich das nicht ändert werden bald ………….auf die Straße gehen und dann aber noch weiter.
Wir erfahrenen und gebildeten Bürger lassen uns nicht mehr länger täuschen und nicht mehr mit Halbwahrheiten aus dieser Presse abfinden.

 100 
 on: January 16, 2015, 04:08:06 AM 
Started by Tomianders - Last post by Tomianders
Tommi sagt:

Eyh, Alter, da hat es gefunkt! 454 Kommentare. Dann Kommentare geschlossen. Wohl zu heiß geworden.


http://blog.tagesschau.de/2015/01/13/die-verschwoerung-von-paris/

::: ARD :::

blog.tagesschau.de
13. Januar 2015

Die “Verschwörung” von Paris

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt wieder richtig auf die Fresse bekomme: Mir langt’s. Heute geistern schon wieder wilde Verschwörungstheorien durch soziale und traditionelle Medien. Kritiker bemängeln, dass die Darstellung der Staats- und Regierungschefs am Sonntag in Paris eine reine Inszenierung gewesen sei. Ich möchte versuchen zu erklären, warum ich das für kompletten Unfug halte.

Am Sonntag waren weit mehr als eine Million Menschen in Paris, um Mitgefühl, Solidarität  und das Eintreten für Meinungsfreiheit zu dokumentieren. Aus dem gleichen Grund haben sich Staats- und Regierungschefs aus mehr als 40 Ländern eingefunden, ebenfalls in der Innenstadt von Paris, ebenfalls in einer der dafür vorgesehenen Straßen. Nun kommen Kritiker um die Ecke und behaupten, wir hätten bewusst verschwiegen, dass die Politiker gar nicht gemeinsam mit den Demonstranten marschiert seien. Durch eine manipulative Bildauswahl seien die Zuschauer hinter die Fichte geführt worden. Es habe in vielen Medien – darunter in der Tagesschau – eine Inszenierung stattgefunden, behauptet die taz. Aber es ist doch so:  Wenn sich Politiker vor eine Kamera stellen, ist das immer eine Inszenierung, jede Pressekonferenz ist eine Inszenierung. Mal ganz abgesehen davon, dass die Politiker in Paris tatsächlich die ersten und lange Zeit die einzigen waren, die beim Trauer-Marsch überhaupt marschiert sind. Und ehrlich gesagt, die französische Polizei hätte den Job verfehlt, wenn sie die Leute in einer solchen Situation fröhlich gemischt hätte.

Halten wir es doch einfach mal aus, dass es eine große Geste von Millionen von Menschen und zahlreichen Politikern gab, an der nichts auszusetzen ist. Versuchen wir nicht, solche Gesten gleich als Inszenierung zu diffamieren. Und was die Berichterstattung darüber betrifft: Kein Foto zeigt “die” Realität. Jedes Foto zeigt einen Ausschnitt, und gleichzeitig gibt es viel mehr, was das Foto nicht (!) zeigt. Das ist kein Frisieren, kein Zensieren und kein Inszenieren. Das ist Journalismus, das ist die Auswahl von Bildern, Ausschnitten und Fakten. Das ist harte journalistische Arbeit, die sich an ethischen und handwerklichen Standards messen lassen muss.

Und was haben wir am Sonntag im “Ersten” gezeigt? Zum einen die Politiker. Sorry, dass Kameraleute und Fotografen nicht immer einen Hubwagen zur Hand haben.

http://blog.tagesschau.de/wp-content/uploads/2015/01/paris_trauert-300x168.jpg

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Und jetzt müssen alle Verschwörungstheoretiker ganz hart sein.  Denn auch das folgende Bild haben wir gezeigt und können damit belegen, dass von Manipulation keine Rede sein kann. Es gibt übrigens noch mehrere der folgenden Einstellungen aus der Übertragung.

http://blog.tagesschau.de/wp-content/uploads/2015/01/paris_trauert2-Kopie-300x168.jpg

http://blog.tagesschau.de/wp-content/uploads/2015/01/paris_trauert2-Kopie.jpg

Jede Website, jede Zeitung und jeder Sender muss sich Kritik gefallen lassen. Wenn wir in den vergangenen Tagen Je-suis-Charlie-Bilder in die Höhe gereckt und überlebensgroß in unserem Studio gezeigt haben, dann treten wir damit auch für Meinungsfreiheit und das Recht ein, uns “Lügenpresse” zu nennen. Aber nur weil es Angriffe gibt, müssen wir uns – bei aller Selbstkritik – nicht klein machen oder aus Angst vor den Verschwörungtheoretikern die eigene Arbeit schlecht reden. Deshalb macht es mich ratlos, nein, es macht mich richtig sauer, wenn die taz-Chefredakteurin Ines Pohl, die ich nun wirklich schätze, bei dpa solch einen Satz raushaut: “Leider belegt der Umgang mit den Bildern des Pariser Marsches  der Mächtigen, dass das Wort ‘Lügenpresse’ nicht nur ein Hirngespinst der Pegida-Anhänger ist, sondern dass die Wirkung der Bilder – übrigens auch für deutsche Medienmacher – manchmal wichtiger ist als die Dokumentation der Realität.” Welch ein schlimmer Satz. Ich wehre mich dagegen, über jedes Stöckchen zu springen, dass uns Verschwörungstheoretiker hinhalten. Denn sonst sickert noch viel mehr des Giftes der Furcht in unseren Berufsstand ein. Denn diese Diskussionen hinterlassen Spuren in den Redaktionen. Statt unser Bewusstsein für Qualitätsjournalismus zu schärfen, sind sie dazu angetan Redaktionen zu verunsichern. Das ist das Gegenteil von “Je suis Charlie”.
Dr. Kai Gniffke
13. Januar 2015
21:04


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