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Author Topic: Homöopathen sind strohdumm - oder Betrüger - oder beides  (Read 5200 times)

ama

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Homöopathen sind strohdumm - oder Betrüger - oder beides
« on: January 18, 2007, 07:57:34 PM »

Homöopathen sind strohdumm - oder Betrüger - oder beides

Das würde ich nicht sagen, wenn ich es nicht beweisen könnte. :-)

Dann wollen wir mal. :-)


Es gibt einen

"aid infodienst
Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.
Friedrich-Ebert-Str. 3
53177 Bonn
Tel. 0228 8499-0
Fax. 0228 8499-177
Internet: http://www.aid.de, E-Mail: aid@aid.de"


Der "aid infodienst" (klein geschrieben) wird gefördert (groß geschrieben) durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (klein geschrieben).  


In seinem "aid-PresseInfo" schreibt der "aid infodienst" am 12.07.2006:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
aid PresseInfo Nr. 28/06
12.07.2006


***********************************************************
Mastitisbehandlung bei Milchkühen
Weniger Antibiotika dank Homöopathie
***********************************************************
 
(aid) - Die Mastitisbehandlung ohne Einsatz von Antibiotika stellt eine
enorme Herausforderung insbesondere für ökologisch wirtschaftende Betriebe
dar, da die Verwendung größerer Mengen Antibiotika den gesetzlichen
Grundlagen widerspricht und kaum Alternativen zur Verfügung stehen. So
wurden in einem von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
geförderten Forschungsvorhaben an der Freien Universität Berlin
Homöopathika zur Mastitisbekämpfung geprüft. Die Untersuchungen wurden in
einem biologisch-dynamisch wirtschaftenden Betrieb mit 300 Kühen in
Brandenburg durchgeführt. Vorgesehen war bei akut verlaufenden Mastitiden
die Behandlung mit Phytolacca,  Bryonia, Echinacea und Belladonna,
zusätzlich Aconitum bei fieberhaften Erkrankungen im Anfangsstadium. Für
subakut bis chronisch verlaufende Mastitiden sollten Echinacea, Phytolacca
und Hepar sulfuris - alle in niedrigen Potenzen zwischen D6 und D8 -
eingesetzt werden.


Dieser 1. Versuchsabschnitt musste wegen unbefriedigenden Erfolgs der
homöopathischen Behandlung abgebrochen werden.


In einem 2. Versuchsabschnitt (modifiziertes Therapiekonzept) wurden zu
Beginn der Trockenphase Euter mit subklinisch und chronisch verlaufenden
Mastitiden mit Antibiotika trockengestellt. Zudem galt es, dringend
notwendige Präventivmaßnahmen einzuhalten. Die homöopathische Therapie
wurde als placebokontrollierte Doppel-Blind-Studie durchgeführt. Die an
126 Tieren bzw. 148 klinisch erkrankten Eutervierteln durchgeführten
Behandlungen ergaben für beide Gruppen weitgehend gleichgroße
Heilungs-/Selbstheilungsraten.
Die klinischen Heilungen lagen bei
Abschluss der Behandlung bei 95 Prozent und acht Wochen danach noch bei 65
Prozent. Bei klinischen Mastitiden mit Nachweis euterpathogener Erreger
waren fünf bis acht Wochen nach Behandlungsende 55 Prozent bakteriologisch
geheilt und 35 bis 40 Prozent vollständig geheilt. Die in der
Placebogruppe erzielten "Heilungsraten" lagen unerwartet hoch. Die Gründe
hierfür sind nicht bekannt. Ein Nachweis der Wirksamkeit der eingesetzten
Homöopathika war allein aus den Behandlungserfolgen nicht zu erbringen.
Nur bei den vollständig geheilten Vierteln war eine höhere Wirksamkeit
gegeben.
Der verminderte Einsatz von Antibiotika führte in dem
Untersuchungsbetrieb durch weniger antibiotikahaltige Milch und Wegfall
von Wartezeiten zu einem Gewinn von ca. 25.000 kg Milch. Die mittlere
Zellzahl der Milch fiel ab, die Milchleistung konnte gesteigert werden und
die Infektionen mit S. aureus wurden deutlich verringert.Das modifizierte
Therapiekonzept wird von den Autoren der Studie empfohlen, sofern
Präventivmaßnahmen sowie tierärztliche Bestandsbetreuung gewährleistet
sind. Die Strategie der konventionellen Mastitistherapie sollte
hinterfragt werden.

aid, Dr. Sigrid Baars
--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]



Gleich beim ersten Versuchsteil sind die Homöopathen voll in den Dunghaufen gekracht:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
Dieser 1. Versuchsabschnitt musste wegen unbefriedigenden Erfolgs der
homöopathischen Behandlung abgebrochen werden.

--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]

Ist ja auch klar, denn Homöopathie KANN gar nicht funktionieren.

Das weiß jeder, der logisch denken kann. Aber, logisch, Homöopathen natürlich nicht. :-)

Nachdem sie den ersten Teil des Versuchs vergeigt haben, wurde der Versuch geändert. Natürlich so, daß ein brauchbbares Ergebnis FÜR die  Homöopathie rauskommt. Das liest sich dann so:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
In einem 2. Versuchsabschnitt (modifiziertes Therapiekonzept) wurden zu
Beginn der Trockenphase Euter mit subklinisch und chronisch verlaufenden
Mastitiden mit Antibiotika trockengestellt. Zudem galt es, dringend
notwendige Präventivmaßnahmen einzuhalten.

--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]


Das Geständnis wird gleich mitgeliefert:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
mit Antibiotika trockengestellt.

Zudem galt es, dringend notwendige Präventivmaßnahmen einzuhalten.

--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]

Was wurde gemacht? Antwort: konventionelle pharmakologische Therapie mit Antibiotika!

Das heißt: Die Tiere haben WIRKSAME Medikamente erhalten.

ZUSÄTZLICH wurden den Tieren dann

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
Die homöopathische Therapie [wurde] als placebokontrollierte
Doppel-Blind-Studie durchgeführt.
--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]

Der eine Teil der Tiere bekam das Placebo. Der andere Teil der Tiere bekam Homöopathiemurks.

Und dann? Dann kam des Desasters zweiter Teil:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
Die an 126 Tieren bzw. 148 klinisch erkrankten Eutervierteln
durchgeführten Behandlungen ergaben für beide Gruppen weitgehend
gleichgroße Heilungs-/Selbstheilungsraten.

--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]

Placebo und Homöopathie liefern.... Ja, was!?

Die WIRKUNG der Behandlung kommt weder von dem Homöopathiemurks noch von dem Placebo, sondern von den WIRKSAMEN Medikamenten.  

BEIDE, Homöopathiemurks und Placebo (ein garantiert UNWIRKSAMES Mittel) liefern das gleiche Ergebnis: nichts!

Daraus folgt, daß der Homöopathiemurks NICHT wirkt.


Aber es kommt noch schlimmer, denn das Epos des Versagens der Homöopathen fährt fort:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
Die klinischen Heilungen lagen bei Abschluss der Behandlung bei 95 Prozent
und acht Wochen danach noch bei 65 Prozent.
--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]

Erst waren es 95 Prozent - und dann nur noch 65.

Da hat ganz offensichtlich die Wirkung von etwas NACHGELASSEN.

WAS hat nachgelassen? Doch ganz offensichtlich die Wirkung der Antibiotika. Denn das Placebo HAT KEINE WIRKUNG. Also hatte es gar nichts verbessern können.


Aber es kommt noch schlimmer, denn das Epos des Versagens der Homöopathen fährt fort:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
Bei klinischen Mastitiden mit Nachweis euterpathogener Erreger waren fünf
bis acht Wochen nach Behandlungsende 55 Prozent bakteriologisch geheilt
und 35 bis 40 Prozent vollständig geheilt.

Die in der Placebogruppe erzielten "Heilungsraten" lagen unerwartet
hoch. Die Gründe hierfür sind nicht bekannt.

--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]

Ich habe es ja gesagt: Die Homöopathen sind strohdumm. Erst geben sie den Tieren Antibiotika und dann wundern sie sich, daß es den Tieren besser geht.


Aber es kommt noch schlimmer, denn das Epos des Versagens der Homöopathen fährt fort:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
Ein Nachweis der Wirksamkeit der eingesetzten Homöopathika war allein aus
den Behandlungserfolgen nicht zu erbringen.
--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]

Da geben die Homöopathen sogar wörtlich zu, daß der Homöopathiemurks nicht wirkt.


Aber es kommt noch schlimmer, denn das Epos des Versagens der Homöopathen fährt fort:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
Nur bei den vollständig geheilten Vierteln war eine höhere Wirksamkeit
gegeben.
--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]

Übersetzt: Wo eine Wirkung war, da war eine Wirkung. Ei verflixt, wer hätte DAS gedacht!? :-)


Aber es kommt noch schlimmer, denn das Epos des Versagens der Homöopathen fährt fort:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
Der verminderte Einsatz von Antibiotika führte in dem Untersuchungsbetrieb
durch weniger antibiotikahaltige Milch und Wegfall von Wartezeiten zu
einem Gewinn von ca. 25.000 kg Milch. Die mittlere Zellzahl der Milch fiel
ab, die Milchleistung konnte gesteigert werden und die Infektionen mit S.
aureus wurden deutlich verringert.Das modifizierte Therapiekonzept wird
von den Autoren der Studie empfohlen, sofern Präventivmaßnahmen sowie
tierärztliche Bestandsbetreuung gewährleistet sind. Die Strategie der
konventionellen Mastitistherapie sollte hinterfragt werden.
--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]

Übersetzt: Wenn die Kuh keine Antibiotika kriegt, muß man die Milch auch nicht wegen der Antibiotika darin wegwerfen.

Ist doch logisch, oder?

Bis auf eine Kleinigkeit: Wie kriegt man die Tiere wieder gesund!?

Die Antwort liegt auf der Hand: Besser dosieren und möglicherweise WENIGER geben. Aber über DIESE Antwort hätte man gar nicht erst nachdenken brauchen, denn das war doch von Anfang an klar. Die Frage ist aber, WIE man RICHTIG dosiert. Und auf DIESE Frage gibt es nach wie vor KEINE Antwort...


Damit bin ich mit den Homöopathen aber noch lange nicht fertig. Da sind nämlich noch zwei Punkte offen:

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
Vorgesehen war bei akut verlaufenden Mastitiden die Behandlung mit
Phytolacca,  Bryonia, Echinacea und Belladonna, zusätzlich Aconitum bei
fieberhaften Erkrankungen im Anfangsstadium. Für subakut bis chronisch
verlaufende Mastitiden sollten Echinacea, Phytolacca und Hepar sulfuris -
alle in niedrigen Potenzen zwischen D6 und D8 - eingesetzt werden.

--------------------------------------------------------------------------
[/*QUOTE*]

Das sind tatsächlich ZWEI Punkte. Sieht aber nur ein Fachmann. So wie ich. :-)

ERSTENS: Der göttliche Hahnemann hat deutlichst geschrieben, daß man nicht mit der Gießkanne einfach ein homöopathisches Mittel geben soll, weil es mal gewirkt hat, sondern daß man JEDES MAL das Mittel NEU bestimmen muß.

Was sich die Homöopathen hier geleistet haben, war also keine Homöopathie, sondern ein Wissenschaftsbetrug von Analphabeten, die nicht mal ihren Gott Hahnemann gelesen haben.

Aber es kommt noch schlimmer, denn ZWEITENS darf man ein homöopathisches Mittel erst geben nach einer Arzneimittelprüfung. Aber für alle diese Mittel gibt es gar keine Arzneimittelprobe an dieser Tierart!

Aber es kommt noch schlimmer, denn DRITTENS kann es gar keine solche Arzneimittelprobe geben, denn Tiere können nicht sprechen. Also kann man sie auch nicht nach den für die Materia Medica notwendigen SYMPTOMEN der Arzneimittelprobe fragen. Denn nur anhand dieser Symptome darf man laut Gott Hahnemann NACHHER das richtige Mittel raussuchen.

Mit anderen Worten: Es KANN gar keine Tierhomöopathie geben.

Ja, Dummheit tut weh. Und wenn Dummheit klein macht, können Homöopathen unter dem Teppich Fallschirmspringen...

:-)

ama
« Last Edit: January 18, 2007, 09:14:00 PM by ama »
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Nessa

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Homöopathen sind strohdumm - oder Betrüger - oder beides
« Reply #1 on: January 19, 2007, 05:24:44 AM »

Zitat ama
Die Antwort liegt auf der Hand: Besser dosieren und möglicherweise WENIGER geben. Aber über DIESE Antwort hätte man gar nicht erst nachdenken brauchen, denn das war doch von Anfang an klar. Die Frage ist aber, WIE man RICHTIG dosiert. Und auf DIESE Frage gibt es nach wie vor KEINE Antwort...
Das Resumee sollte sein, nicht nur besser zu dosieren, sondern VOR Gabe von Antibiotika ein Antibiogramm zu erstellen. Gerade in de Tiermedizin sind die besten Breitband-Mittel sehr schnell „verschossen“ worden, weil zu häufig angewandt. Wenn dieser „Versuch“ dazu beitragen würde, ein Antibiotikum gezielt einzusetzen,wäre wenigstens was dabei rumgekommen.



Zitat am
ERSTENS: Der göttliche Hahnemann hat deutlichst geschrieben, daß man nicht mit der Gießkanne einfach ein homöopathisches Mittel geben soll, weil es mal gewirkt hat, sondern daß man JEDES MAL das Mittel NEU bestimmen muß.

Was sich die Homöopathen hier geleistet haben, war also keine Homöopathie, sondern ein Wissenschaftsbetrug von Analphabeten, die nicht mal ihren Gott Hahnemann gelesen haben.

Aber es kommt noch schlimmer, denn ZWEITENS darf man ein homöopathisches Mittel erst geben nach einer Arzneimittelprüfung. Aber für alle diese Mittel gibt es gar keine Arzneimittelprobe an dieser Tierart!

Aber es kommt noch schlimmer, denn DRITTENS kann es gar keine solche Arzneimittelprobe geben, denn Tiere können nicht sprechen. Also kann man sie auch nicht nach den für die Materia Medica notwendigen SYMPTOMEN der Arzneimittelprobe fragen. Denn nur anhand dieser Symptome darf man laut Gott Hahnemann NACHHER das richtige Mittel raussuchen.

Mit anderen Worten: Es KANN gar keine Tierhomöopathie geben.
Da wird in der Tierhomöopathie argumentiert, aufgrund der fehlenden Verständigung sei es doppelt wichtig, zwischen klassischer und klinischer Homöopathie wechseln zu können.
Und klinische Homöopathie, heißt Anwendung eines Mittels aufgrund Erfahrungswerten, dürfte es nach Hahnemann gar nicht geben.

Und doch haben die homöopathischen Mittel einen gesundmachenden Effekt:
Der Besitzer hat was zum Einwerfen, wird ruhiger, weil er etwas getan hat und gibt so auch dem Tier eine Chance… sofern er denn neben den Kügelchen auch vernünftige Mittel einsetzt und die eben gezielt!

Nessa
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Mondstein

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Homöopathen sind strohdumm - oder Betrüger - oder beides
« Reply #2 on: January 19, 2007, 06:35:07 AM »

Das ist bei Kühen wie beim Menschen:

Meist sind die Bakterien zu schnell, als daß Zeit für ein Antibiogramm bliebe.

Antibiogramm klingt immer ganz toll. Aber da man mehrere Tage auf sowas warten muß, ist es nutzlos und man ist gezwungen aus der Hüfte zu schießen.


mondstein
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Nessa

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Homöopathen sind strohdumm - oder Betrüger - oder beides
« Reply #3 on: January 19, 2007, 06:49:48 AM »

1. Nicht bei Mastitis
2.Würde öfter ein Antibiogramm erstellt, würden viele Mittel noch besser wirken. Das Top-Beispiel für ein tolles Mittel, welches einfach so kaputt gemacht wurde, ist im Vet.-Bereich Baytril

Mondstein postete
Das ist bei Kühen wie beim Menschen:

Meist sind die Bakterien zu schnell, als daß Zeit für ein Antibiogramm bliebe.

Antibiogramm klingt immer ganz toll. Aber da man mehrere Tage auf sowas warten muß, ist es nutzlos und man ist gezwungen aus der Hüfte zu schießen.


mondstein
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besucher

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Homöopathen sind strohdumm - oder Betrüger - oder beides
« Reply #4 on: January 19, 2007, 07:25:08 AM »

In der Humanmedizin wird bei schweren Infektionen ein Antibiogramm gemacht, soweit möglich (Problem Materialgewinnung, Kontamination mit Begleitflora, antibiotische Anbehandlung, Anzüchten des Erregers usw.). Behandelt wird dann erst breit, und wenn das ABgramm zurück ist gezielt.

Ich weiß allerdings nicht, was das kostet und wie hoch die Bereitschaft bei den Tierbesitzern ist, diese Kosten zu tragen.
« Last Edit: January 19, 2007, 07:26:09 AM by besucher »
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Mondstein

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Homöopathen sind strohdumm - oder Betrüger - oder beides
« Reply #5 on: January 19, 2007, 09:11:05 AM »

besucher postete
In der Humanmedizin wird bei schweren Infektionen ein Antibiogramm gemacht, soweit möglich (Problem Materialgewinnung, Kontamination mit Begleitflora, antibiotische Anbehandlung, Anzüchten des Erregers usw.). Behandelt wird dann erst breit, und wenn das ABgramm zurück ist gezielt.
So kenn ich das auch. Zwei bis drei unterschiedliche ABs i.V.
Aber oft genug ist das ABgramm erst da, wenn der Patient eh schon fast genesen ist. Oder es wird keines gemacht, weil man sowieso sieht, daß es klappt.

Nessa postete
1. Nicht bei Mastitis
Über welche sprechen wir denn? Die akuten, oder die subakuten?

2.Würde öfter ein Antibiogramm erstellt, würden viele Mittel noch besser wirken. Das Top-Beispiel für ein tolles Mittel, welches einfach so kaputt gemacht wurde, ist im Vet.-Bereich Baytril
Wo?

http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20030602-00000/

oder:

[Zitat]
    Comparison of antibiotic resistance of udder pathogens in dairy cows kept on organic and on conventional farms.

        * Roesch M,
        * Perreten V,
        * Doherr MG,
        * Schaeren W,
        * Schallibaum M,
        * Blum JW.

    Division of Nutrition and Physiology, Institute of Animal Genetics, Nutrition and Housing, University of Bern, CH-3012 Bern, Switzerland.

    There has been a rapid rise in the emergence of multi-drug-resistant pathogens in the past 10 to 15 yr and some bacteria are now resistant to most antimicrobial agents. Antibiotic use is very restricted on Swiss organic dairy farms, and a purely prophylactic use, such as for dry cow mastitis prevention, is forbidden. A low prevalence of antibiotic resistance in organic farms can be expected compared with conventional farms because the bacteria are infrequently or not exposed to antibiotics. The occurrence of antibiotic resistance was compared between mastitis pathogens (Staphylococcus aureus, nonaureus staphylococci, Streptococcus dysgalactiae, Streptococcus uberis) from farms with organic and conventional dairy production. Clear differences in the percentage of antibiotic resistance were mainly species-related, but did not differ significantly between isolates from cows kept on organic and conventional farms, except for Streptococcus uberis, which exhibited significantly more single resistances (compared with no resistance) when isolated from cows kept on organic farms (6/10 isolates) than on conventional farms (0/5 isolates). Different percentages were found (albeit not statistically significant) in resistance to ceftiofur, erythromycin, clindamycin, enrofloxacin, chloramphenicol, penicillin, oxacillin, gentamicin, tetracycline, and quinupristin-dalfopristin, but, importantly, none of the strains was resistant to amoxicillin-clavulanic acid or vancomycin. Multidrug resistance was rarely encountered. The frequency of antibiotic resistance in organic farms, in which the use of antibiotics must be very restricted, was not different from conventional farms, and was contrary to expectation. The antibiotic resistance status needs to be monitored in organic farms as well as conventional farms and production factors related to the absence of reduced antibiotic resistance in organic farms need to be evaluated.

    PMID: 16507693 [PubMed - indexed for MEDLINE]
[/Zitat]

So einfach ist das mit den AB-Resistenzen ganz offensichtlich nicht, denn die Resistenz macht das Bakterium, nicht das AB. Und so ein Bakki macht das auch nicht bewußt, weil es jetzt mal denkt, es möchte nicht sterben. Das hat es einfach zufällig im Gepäck. Nicht wenige dürften schon da gewesen sein, bevor es überhaupt ein AB gab.

Die wirkliche und wahre Logik gibt es bei ABs und Resistenzen IMHO noch nicht.
Ich habe eher den Eindruck: Man bemüht sich.
« Last Edit: January 19, 2007, 09:12:43 AM by Mondstein »
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