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Author Topic: Frederic W. Nielsen * Appell an die Welt  (Read 3237 times)

ama

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Frederic W. Nielsen * Appell an die Welt
« on: February 12, 2007, 02:21:57 PM »

Es hat mehrere Jahre gedauert, bis nun, ENDLICH, eine lesbare Website über Frederic W. Nielsen ins WWW gekommen ist.

Ich freue mich, daraus zitieren zu können.

http://www.fredericwnielsen.de/htm/buecher_prosa2.htm

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Emigrant  für Deutschland
Appell an die Welt
Offener Brief an Roosevelt
Offener Brief an Chamerberlain
Offener Brief an Daladier
Vertriebene Vertreiber
Politische Arteriosklerose
Soldaten unter Mordbefehl

PEACE IN OUR TIME
(Appell an die Welt, Oktober 1938)

Die Zeit verging. Das Schicksalsjahr 1938 war
angebrochen.

Mit ausländischer Duldung, die oft einer
Unterstützung gleichkam, hatte Hitler jede
Opposition im eigenen Land hinter
Gefängnismauern, in KZ-Lagern und auf
Schafotten zum Schweigen zu bringen
vermocht. Die Zeit schien daher gekommen,
den Vorhang über des Führers weltweite
Expansionspläne, vor denen die Emigranten so
lange, so oft und so vergeblich gewarnt hatten,
vorsichtig zu lüften und den
Widerstandswillen der Westmächte auf die
Probe zu stellen.
Österreich wurde besetzt und ging mit einem
bisher nie erlebten Jubel in Großdeutschland
auf - und später mit ihm unter.
Danach meldete der Führer seine angeblich
letzte territoriale Forderung in Europa an: das
Sudetengebiet.
Was die Großmächte nie gewagt, nie gewollt
hatten, ein kleiner Staat tat es. Die
Tschechoslowakei mobilisiert. Zu
Zehntausenden meldeten sich Freiwillige.
Auch ich stellte mich zur Verfügung. Ein
Krieg schien unvermeidbar.
Doch das Frühjahr verging, ohne dass es zu
kriegerischen Ereignissen gekommen wäre.
Im Sommer 1938 ließ ich durch den
Schriftsteller Karel Capek dem
tschechoslowakischen Kriegsministerium ein
Memorandum unterbreiten, in dem ich die
sofortige Schaffung einer
"Propaganda-Zentrale in Deutscher Sprache"
anregte. Sie sollte sich vor allem, unter der
Mitarbeit deutscher und österreichischer
Emigranten, im Kriegsfall an die deutsche
Zivilbevölkerung, an die deutschen
Frontsoldaten und auch an deutsche
Kriegsgefangene wenden.
Anfang September erhielt ich daraufhin vom
Verteidigungsministerium den Befehl, mich
nach dem ersten Bombenabwurf bei Major
Brož zu melden, um unter seiner Weisung die
Leitung des deutschsprachigen Rundfunks zu
übernehmen. Ein Himmelfahrtskommando, so
schien es, aber immerhin eine Aufgabe, die
den Einsatz wert gewesen wäre.
Die Kriegswolken zogen sich täglich
drohender zusammen. In fieberhafter Spannung
und mit einem Berg von Notizen bereitete ich
mich auf meine kommende Aufgabe vor. In
Prag wurden bereits
Verdunkelungsmaßnahmen durchgeführt,
Fenster mit Blaupapier und Splitterstreifen
verklebt. Eine Stadt erwartete Görings
Luftwaffe. Zu allem entschlossen rüsteten sich
die Tschechen zum Widerstand gegen den
deutschen Riesen, - in unerschütterlichem
Vertrauen auf die fernen Verbündeten und
Freunde. Doch statt der erwarteten Hilfe kam
die von Paris und London durch Erpressung
aufgezwungene Kapitulation, kam das Diktat
von München.

Noch heute erinnere ich mich dieser Tage, als
seien sie gestern gewesen.
Wir, Friedel und ich, hatten in einem
Lichtspielhaus am Graben Greta Garbo als
Gräfin Walewska bewundert; wir verließen
das Theater, noch ganz im Bann ihrer großen
Kunst; draußen fiel mein Blick auf die
Balkenlettern der Abendausgaben:
Chamberlain fliegt zu Hitler!
Ich erschrak zutiefst vor einem nur geahnten
Schicksal, das nun jeden von uns bedrohen
würde. Mit der Unterschrift Chamberlains und
Daladiers verrieten England und Frankreich
ihren verlässlichen Verbündeten im Osten.
Schweigend lauschten Tausende am nächsten
Abend auf dem breiten Wenzelsplatz den
Worten des Präsidenten, der seinem Volk mit
gepresster Stimme mitteilte, dass die Lage der
Nation hoffnungslos geworden sei. "Nun
stehen wir ganz allein", hallte es über den
weiten Platz.
Stumm stand die Menge, mit ernsten Mienen,
geballten Fäusten, und viele hatten Tränen in
den Augen.
Durch die Welt aber ging ein Aufatmen, weil
ein alter eingebildeter Mann, dessen Partei es
jahrelang versäumt hatte, Hitlers Drohungen
ernst zu nehmen, ein weißes Papier, das die
Unterschrift eines Gewohnheitslügners trug,
durch die Luft schwenkte und vom "Frieden in
unserer Zeit" phantasierte.
Zwei, drei Tage war ich wie gelähmt.
Dann aber, wie im Fieber, schrieb ich mir
meine Empörung über den so genannten
"Friedenspakt" und meine Sorge um den
gerade dadurch u n v e r m e i d l i c h
gewordenen Krieg von der Seele, mit drei
Offenen Briefen - an Roosevelt, Chamberlain
und Daladier, die ich dreisprachig unter dem
Titel "Appell an die Welt" zu veröffentlichen
und ans Ausland zu versenden beabsichtigte:
Und obwohl die Aktion (ich zitiere den New
Yorker AUFBAU) "in Zentraleuropa
beträchtliches Aufsehen erregte", war es
unmöglich, gegen die weltweit herrschende
Friedenseuphorie jener Monate erfolgreich
anzukämpfen. Wirkungslos verhallten die
prophetisch anmutenden Warnungen,
· dass München, das den Frieden zu sichern
vorgegeben hatte, den befürchteten Krieg
unvermeidbar machen sollte!;
· dass München, dem zuliebe Frankreich
sein Wort, die beschworene Beistandspflicht,
zu brechen bereit gewesen war, es ins
Verderben stürzen müsse!;
· dass München, durch das in Prag der Hass
gegen a l l e Deutschen gesät wurde, zu deren
Vertreibung führen könne!;
· dass München die Freiheitsbestrebungen
anderer, t a t s ä c h l i c h unterdrückter
Völker verstärken und zuletzt die Auflösung
des britischen Imperiums, den Verlust Indiens
(1947), Palästinas (1948), Ägyptens (1953)
und Südafrikas (1961) zur Folge haben würde!


 Und genau so kam es dann.
Ehe jedoch mein "Appell!" der Öffentlichkeit
übergeben, meine warnende Stimme gehört
werden konnte, mussten auf Befehl einer
verängstigten Zensurbehörde die im
nachfolgenden durch Unterstreichung
gekennzeichneten Worte und Sätze
ausgelassen werden; so schwer lastete die
bereits zum Vernichtungsschlag erhobene
Faust Hitlers auf der von seinen Freunden
verratenen Resttschechoslowakei!
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http://www.fredericwnielsen.de/htm/buecher_gedichte.htm

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Führerlos im Jenseits
Zu denken, dass (Den Opfern Heinrich
Himmlers)
Vision
Ein einsam Kreuz
Deutschland
Ausklang
Friedrich Müller
Und wieder
Auf drei Rädern (Jan Neruda)
 
Führerlos im Jenseits
Der große Stern am Firmament da droben,
das ist der sogenannte Erdenball.
Wie hat sich alles sonderbar verschoben.
Sieht ulkig aus von hier, das Weltenall.
Da liegt Europa. Und der Stiefel dürfte
Italien sein (Italien: Mailand, Rom,
Chianti  den ich immer gerne schlürfte 
und Maccaroni, Pisa, Engelsdom).
Und dort ist DEUTSCHLAND! Deutschland
über alles.
Mein liebes Land. Ach Gottchen, bist du
klein.
Man sieht kein Braun. Gottlob! Und
schlimmstenfalles,
wenn man die Ohren spitzt, hört man ihn
schrein.
Ganz unten links, da war man einst zu Hause.
Zu Hause! Wie das klingt. Sentimental.
Sie sitzen jetzt daheim, zur Abendjause.
Und ich bin tot.  Zum Heulen.  Ach egal.
Wer tot ist, hat es gut, der muss nicht leben.
Und über Tote hat man keine Macht.
In völlig führerlosen Räumen schweben
sie frei durchs Dunkel.  Deutschland, gute
Nacht!
Zu denken, dass
(Den Opfern Heinrich Himmlers)
Zu denken, dass, wenn sich am frühen Morgen
das Licht der Sonne tief zur Erde neigt 
so mancher von den siebzig-siebzig-tausend
für immer schweigt!
Zu denken, dass  wenn man auf fremdem
Boden
in fremder Stadt durch fremde Straßen irrt 
so mancher von den siebzig-siebzig-tausend
erschlagen wird!
Zu denken, dass  wenn man in heißer
Sehnsucht
an seine Heimat, an sein Deutschland denkt 
so mancher von den siebzig-siebzig-tausend
sich selbst erhängt!
Zu denken, dass  wenn man (um nicht zu
denken)
die leeren Gläser stets aufs Neue füllt 
so mancher von den siebzig-siebzig-tausend
in Qualen brüllt!
Zu denken, dass  wenn man dann endlich
langsam,
was man erlebte, hörte, sah, vergisst -
dass siebzig-siebzig-tausend leiden, wie es
undenkbar ist!
Vision
Achtung, Gas!
Sirenen gellen
aufwärtsheulend durch die Nacht;
von den todbedrohten Straßen
flüchten, stürmen, hasten, rasen
Menschen in den Gasschutzschacht.
Achtung, Gas!
Die Glocken bellen
von den Türmen, laut und wild,
dumpf im Chore heulen, klagen,
brüllen Menschen, und sie tragen
einer Maske Totenbild.
Achtung, Gas!
Die Schwaden schleichen
mordbereit von Haus zu Haus;
Schüsse krachen, Bomben dröhnen,
Menschen keuchen, ächzen, stöhnen,
würgen sich die Lungen aus.
Morgen naht!
Die Nebel weichen;
zögernd steigt das frühe Licht
und entblößt im blutigroten
Strahl der Sonne einer toten
Menschheit furchtbar Angesicht.
Ein einsam Kreuz
Ein einsam Kreuz, im welschen Land,
ein Bauersmann beim Pflügen fand.
Ein Kreuz aus Holz, auf freiem Feld;
vier Worte nur: Hier ruht ein Held.
Zu gleicher Zeit im deutschen Land
ein junges Weib im Witwenstand.
Zu gleicher Zeit im deutschen Land
zwei Kinder ohne Vaterhand.
Ein kleines Bild im Trauerflor,
die Kinder stehen stumm davor.
Und an dem Bild aus großer Zeit
das Eisenkreuz der Tapferkeit.
Das Weib nimmt oft, in Schmerz gebannt,
des Toten Bild und Kreuz zur Hand.
In Händen hält sie all ihr Glück:
ein Blatt Papier  ein Eisenstück.
Ein eisern Kreuz  sein höchster Stolz;
ihr größter Schmerz - ein Kreuz aus Holz...
Der Bauer pflügt, der Bauer mäht,
der Wind um volle Garben weht.
Ein einsam Kreuz, im welschen Land,
liegt sinnlos dort am Feldesrand.
Deutschland
Du fühlst,
wenn du im fernen Land
ein Fremder bist,
dass deines Lebens stärkstes Band
die Heimat ist.
Du fühlst,
wenn dich in dunkler Nacht
der Schlummer flieht,
dass eine laute Sehnsucht wacht
und heimwärts zieht.
Du fühlst,
wenn dich der Zeiten Joch
ins Elend trieb,
dass deine ganze Seele doch
in Deutschland blieb!
Ausklang
Alles, was das Schicksal bringt,
Frieden oder Streit,
was dir froh zu Herzen dringt,
was dich tief zu Boden zwingt,
alles mündet und verklingt
in das Meer der Zeit
Alles, was das Leben sendet,
Segen oder Leid,
ob der Sonne Glanz dich blendet,
ob dein Weg sich abwärts wendet,
alles löst und alles endet
Ewigkeit!
Friedrich Müller
Friedrich Müller war ein Deutscher,
war ein deutscher Untertan,
und ein strenger und genauer
Kontrolleur der Straßenbahn.
Fuhr laut Vorschrift seine Strecken
als ein Stück vom Stadtverkehr,
hatte Weib und Kind zu Hause,
und er liebte sie gar sehr.
So vergingen froh-bescheiden
ein paar Jahre Lebenslauf;
plötzlich stieg am Völkerhimmel
eine schwarze Wolke auf.
Eines Tages lag zu Hause
ein Befehl vom Militär;
Friedrich Müller las voll Schrecken,
und sein Weib erschrak noch mehr.
Schon in nächster Morgenfrühe
war die Zeit der Trennung da;
Müller küsste seine Lieben,
die er nie mehr wieder sah.
Mit den andern, grau gekleidet,
fuhr er endlos Tag und Nacht
ohne Aufenthalt nach Westen
in das Grauen, in die Schlacht.
Seine Angst war ungeheuer,
als er in der Hölle stand;
furchtbar schien ihm der Gedanke
an den Tod fürs Vaterland.
Alles stürzte jäh zusammen,
was er bisher blind geglaubt;
Friedrich Müller ward ein Mörder,
denn das Morden war erlaubt.
Täglich schoss er viele Feinde
in die Stirne, durch die Brust;
anfangs nur mit Widerwillen,
aber später dann mit Lust.
Wenn ein Gegner unvorsichtig
über seinen Graben stieg,
zielte Müller, schoss und traf ihn,
dass er bald für immer schwieg.
Seine Scharfschützheldentaten
wurden höheren Orts bekannt,
und ein Kreuz aus schwarzem Eisen
war der Lohn von Kaisers Hand.
Doch schon nahte das Verhängnis,
das ihn ins Verderben stieß,
denn er stürmte mit der Truppe
eine Stadt, die Loewen hieß.
Lange kämpften die Soldaten;
in den Straßen floss das Blut;
sie verbrannten viele Häuser,
teils aus Notwehr, teils aus Wut.
Als die Schlacht des Nachts zu Ende,
fing man ein paar Weiber ein,
stellte rasch sie vor den Richter,
weil sie Franktireure sein.
Andern Tages, noch im Dämmern,
hob ein grauses Schlachten an;
jedem dieser Weiber gab man
ein Kommando von sechs Mann.
Auch Fritz Müller ward die Ehre
eines Schützen zuerkannt;
mit fünf andern stand er, zielend
auf ein Weib am Straßenrand.
Plötzlich sah er (niemand wusste
später je, was ihm geschehn)
nebelhaft durch einen Schleier
dort sein Weib am Graben stehn.
Um sie standen stumme Männer
- Schrecken fuhr ihm durchs Gehirn -,
denn die Männer hatten Wunden
auf der Brust und auf der Stirn.
Alles schwamm ihm vor den Augen,
und ihm wurde heiß und kalt;
Feuer! hörte er von weitem,
und von ferne, wie es knallt.
Von fünf Kugeln wohl getroffen
fiel das Weib beim Morgenrot;
mit der sechsten schoss Fritz Müller,
- doch er schoss sich selber tot.
Von dem sonderbaren Vorgang
sprach man lang noch überall.
In der Meldeliste stand nur:
Müller, tot durch Unglücksfall.
Als sein Weib die Nachricht hörte,
saß sie da und weinte sehr;
hieß nach einem Jahr Frau Schulze,
denn der Müller kam nicht mehr.
Dieses ist die Trauerkunde
von Fritz Müllers Seelennot;
sei vernünftig, Mensch, und schieße
weder dich noch andre tot.
Und wieder
Und wieder stürmt mit Blut und Brand
der Krieg, der wilde Krieg ins Land.
Und wieder zieht bei Tag und Nacht
ein stummes Heer ins Grab der Schlacht.
Und wieder segnet Gottes Wort
durch Priestermund der Waffen Mord.
Und wieder weint sich Weib und Kind
im Abschiedsweh die Augen blind.
Und wieder Kampf und wieder Streit
und wieder Not und Herzeleid.
Und wieder unterm Todesjoch!
Wie l a n g e noch?
Wie lange n o c h ??
Auf drei Rädern
(Jan Neruda)
Joza sitzt, der Wilddieb Joza,
froher Zecher, weit geachtet,
bei der schönen Schenkenwirtin,
die er höchst vergnügt betrachtet.
Aber Frauchen!, eure Wangen
glühen Rosen gleich, den roten!
Herr, ihr scherzt! Mir Armen liegen
schon drei Männer bei den Toten.
Drei schon! Ei!!  Ihr bringt, so hör ich
eure Männer rasch zum Schweigen!
Unsinn, Joza! Nur vermeid ichs,
selbst zuvor ins Grab zu steigen!
Seht, der erste kniete vor mir
in der Kirche auf den Stufen,
darum hat ihn Gott natürlich
auch vor mir schon abberufen!
Und der zweite wusch im Wasser
sich beim Festmahl beide Hände;
wer das tut, so geht die Sage,
nun, mit dem gehts bald zu Ende!
In der Brautnacht hat den dritten
noch vor mir der Schlaf umfangen 
das bedeutet frühes Sterben.
Na, so ists halt zugegangen!
Potz, so jung! Und schon drei Tote!
Sagt, wenn ich nun ... trotz der dreie?
Glaubt doch nicht, dass ich mich fürchte,
wenn etwa ein vierter freie!
Nein?  Pass auf! Ich wär imstande
und ich nähm dich auf der Stelle!
Warum nicht? Ich fahr nicht gerne
auf drei Rädern in die Hölle!
Anmerkung: Frederic W. Nielsen hat in Prag
mehrere Bände mit Nachdichtungen
veröffentlicht, auch mit Versen von Josef
Sládek und Otokar Fischer. Als nahezu
vollkommen gilt seine Übersetzung der
Tiroler Elegien von Karel Havlícek
Borovsky, die er Carl von Ossietzky
gewidmet hat.
Milada Kourimská, Autorin der
Nielsen-Monografie Es begann in Prag,
schreibt dazu (in einem Brief an Martin
Wehrle, Oktober 2002): Havlícek war
Journalist, er hatte eine scharfe Feder,
kritisierte die alte Donaumonarchie und
kannte keine Angst. Von der Bach-Regierung
wurde er nach Brixen (Süd-Tirol)
ausgewiesen. Nach seinem Tod (eine schnelle
Tuberkulose infolge der Haft) wurde er als
Nationalmärtyrer gefeiert. Deshalb auch
Nielsens Widmung an Carl von Ossietzky.
Die Übersetzung ist sehr gelungen (...),
inhaltlich wie sprachlich einwandfrei.
Die Kritik im Prag der 30er Jahre sah das
ähnlich: ... Es ist schwer, von Übersetzungen
zu sprechen. Vollkommen jede Zeile, treffend
und originell ausgedrückt jeder Gedanke, ein
einheitliches wunderbares Ganzes bildend.
(Ceské Slovo).
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Omegafant

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Re: Frederic W. Nielsen * Appell an die Welt
« Reply #1 on: November 24, 2015, 02:51:45 PM »

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