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Author Topic: Hahnemann würde eine Wiederholung der Sendung fordern, das Original, und in  (Read 1635 times)

ama

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Ulrich Boot in voller Fahrt... Da bleibt kein Auge trocken... :-)


http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/10/0,1872,5241482,00/sendungen/Bublath/F498/msg1361291.php

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Homöopathie ist harte, wissenschaftliche Arbeit
von: UlrichBoot

Erstellt am: 22.10.07, 23:19

Die Allopathen mit ihrer Checklistenmedizin haben ein bequemes Leben: in die Liste sehen, Name des Medikaments und Dosierung ins Rezept eintragen, der Nächste bitte. Homöopathen dagegen müssen Stunden oder Tage komplexe Anamnesen bis ins Kleinste analysieren und aus den Repertorien das geeignete AM finden. Das bedarf Jahre harter Ausbildung, Liebe zum Beruf und sehr viel Intuition. Ein geeignetes AM findet man nicht auf Anhieb. Drei, vier, fünf Versuche sind das Minimum. Immer muß man warten, ob das Mittel hilft, muß in den Gesprächen mühevoll neue Einzelheiten herausfinden.

Homöopathie ist harte, wissenschaftliche Arbeit und braucht ihre Zeit. Das werden Allopathen natürlich nie begreifen.

Faulheit ist beileibe kein Privileg der Allopathen; der ganze Gesundheitsmarkt ist eine Domäne der Faulheit. Welcher "genuine Homöopath der alten Schule" hat denn jemals Samuel Hahnemanns Organon gelesen? Falls es bei ihm im Schrank steht, ist es eine Camouflage. Im Versandhandel gibt es Aktenordner und Bücher mit hochprozentigem Inhalt samt Gläsern. Die Flasche steht meist davor.

Erschreckend sind nicht nur Unwissenheit und Faulheit, sondern die sogar gewaltaktive Kohärenz, in der sich alle Beteiligten darin unterstützen. In der "Diskussion" nach der Sendung des Herrn Bublath wurde mit erbarmungsloser Härte bis zum Einsatz von Gerichten deutlich gemacht, was die "genuinen Homöopathen der alten Schule" von einem Homöopathen fordern:

Ein Homöopath
- soll unwissenschaftlich sein,
- soll die Ausbildung vernachlassigen und
- soll Pfuschern jeder Couleur immer freundlich zustimmen. Kritik ist verboten.
- soll Kritik zensieren und ein Schreibverbot für die Kritiker verhängen.
- soll die Dynamisierung, das Lebenselement der Homöopathie, ignorieren.
- soll die Arzneimittelprüfung, die notwendige wissenschaftliche Grundlage der
       Homöopathie, ignorieren.

Leichtfertig wurde Hahnemanns Homöopathie, eine der größten Erkenntnisse der Medizin, verspielt. Übrig geblieben ist gewerblicher Etikettenschwindel. Aber sehen wir uns nicht nur das Gewerbe an, sondern die Leidtragenden. Was widerfährt den Patienten? Wie sollen sie erkennen, wer ein echter Homöopath im Sinne Hahnemanns ist und wer nicht? Zu wem werden sie gehen? Zu denen, die Homöopathie auf dem Schiild stehen haben. Damit fängt die Tragödie erst richtig an, denn in ihr liegt eines der dringlichsten Probleme der heutigen Medizin: Was empfindet jemand, der mit einem Etikettenschwindel "behandelt" wird? Von den offensichtlich sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, sind alle diese Behandlungen Schwindel, das heißt: sie sind erfolgt mit einem Placebo. Das diskreditiert Homöopathie zu einem Synonym für einen gigantischen, grenzüberschreitenden Großversuch auf der Basis von Placebos. Wie fühlen sich Patienten, die ohne ihr Wissen in diese Situation hineingezogen wurden? Was ist mit denen, die sich - in gutem Glauben, aber leider nicht zutreffend - für geheilt halten? Was ist mit denen, deren Leiden wegen des Placebos nicht geheilt wurde und sich weiter verschlechtert hat? Angesichts dieses Betrugs auf Kosten von Millionen Patienten ist die Reaktion der Heilpraktikerverbände und Ärzteverbände auf die Sendung von Herrn Bublath eine unerträgliche Chuzpe.

Wäre er noch am Leben, Samuel Hahnemann würde eine Wiederholung der Sendung fordern, das Original, und in voller Länge.

Ulrich Boot
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Thymian

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.         Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien!
          http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=11095.0

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