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Author Topic: Rüdiger Dahlke, ein Psychoterrorist als Arzt  (Read 13425 times)

ama

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Rüdiger Dahlke, ein Psychoterrorist als Arzt
« on: January 19, 2008, 11:44:44 PM »

Ein Beispiel, gezogen am 19.1.2008. Damit keiner behaupten kann, ich würde aus dem Zusammenhang reißen, das Beweisstück als Ganzes:

http://www.metamedizin.info/imma/artikel_ruedigerdahlke_krankheitalssprachederseele.shtml

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Krankheit als Sprache der Seele
 von Dr. med Ruediger Dahlke


 

In der modernen Industriegesellschaft wird Krankheit weder als Sprache noch als Weg, noch überhaupt als sinnvoll betrachtet im Gegensatz zur archaischen Gesellschaft, wo die Menschen nicht nur bei Krankheitsbildern, sondern grundsätzlich bei allen Ereignissen an deren tieferem Sinn interessiert waren. Bei uns wird Krankheit nicht ein­mal als grundsätz­lich erkannt, son­dern als etwas Widerwärtiges, das mehr oder min­der zufällig ins Leben einbricht. Deshalb sprechen wir auch bedenkenlos von Krankheiten in der Mehrzahl. An sich macht das nicht mehr Sinn als von "Gesundheiten" zu sprechen. Für praktisch alle großen Religionen und ihre esoteri­schen Traditionen war Krankheit da­gegen von jeher etwas Grundsätzliches.

 

            Auch nach unserer christlichen Schöpfungsgeschichte sind Menschen unheil, nachdem Gott noch im Paradies unserem Urahn Adam eine Seite genommen hatte, um daraus Eva zu formen. Seitdem sind wir auf der Suche nach unserer "besseren Hälfte", wie der Volksmund so deutlich sagt. Die Bibel verspricht den Unheil-gewordenen nach ihrer Vertreibung aber auch in ferner Zukunft die Rückkehr in die paradiesische Einheit. Christus, der Heiland, ver­mittelt diesen Weg zurück zum Heil(igen), dem Himmelreich Gottes, von dem er sagt, es liege in uns. Vollkommenheit und folglich auch vollkom­mene Gesundheit sind demnach erst hier, also jenseits der polaren Welt der Gegensätze erreich­bar.


            Erstaunlicherweise kommt dem die Auffassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ganz nahe, die Gesundheit als einen Zustand frei von körperlichem, seelischem und sozialem Leid beschreibt. Gesunde Menschen existieren demnach lediglich in Anato­mie­ und anderen Medizinbü­chern, aber sicher nicht in der Welt der Gegen­sätze. Was der esoterischen Philosophie selbstverständliche Grundlage ihres Weltbildes ist, wird letzt­lich sogar von Schulmedizin und Naturheilkunde bestätigt. Der (konkret anzutref­fende) Mensch ist krank. Die Gesundheitsstatistiken sind in Wahrheit eher Krankheitssta­tistiken und besagen, daß ein durchschnittlicher Deutscher in 25 Jahren 2 lebensbe­drohliche, 20 schwere und immer noch 200 mittelschwere bis leichte "Krankheiten" durch­macht. Mit ihren immer raffinierteren Diagnosemethoden findet die Schulmedizin heute gar keine ganz Gesunden mehr. Befragt man 1000 sogenannte Gesunde, findet sich darunter prak­tisch keiner, der nicht doch irgendwelche Beschwerden hätte. Die Naturheilkunde mit ih­ren noch sensibleren Unter­su­chungs­me­tho­den etwa aus dem Bereich der bioelek­tro­nischen Funktionsdiagnostik findet heute kaum noch einen Menschen mit norma­len Le­berwerten, von Gesunden ganz zu schweigen. Das Fazit mag ebenso überraschend wie einfach anmuten: Alle sind sich darin einig, daß der Mensch krank ist. Zur Hoffnung der modernen Medizin, daß alle "Krankheiten" irgendwann ausgerottet sein werden, mag man stehen wie man will, im Augenblick sind wir jedenfalls von absoluter Gesundheit weit entfernt. Zu dieser Tatsache kann man in kämpferische Opposition gehen wie Schulmedi­zin und weite Teile der Naturheilkunde oder sie akzeptieren wie Religion und esoterische Philoso­phie. Klar ist aber für beide Haltungen, daß Krank­heit uns Menschen zur Auf­gabe wird.


            Aus dem kämpferischen Ansatz der Schulmedizn[1] wird sich der Arzt mit dem Pa­tienten gegen die Symptome verbünden und versuchen, sie so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen. Aus der esoterischen Perspektive, die ich im weiteren Verlauf darstellen will, folgt gerade das Gegenteil: Der Arzt verbündet sich mit den Symptomen und findet heraus, was dem Patienten fehlt, sodaß gerade diese Symptome notwendig wurden. Auf diese Weise wird jedem Symptom Bedeutung zuerkannt.


            Krankheitsbilder zu deuten ist eigentlich kein ungewöhnlicher Schritt und in der Bevölkerung seit jeher weit verbreitet. Tatsächlich sind wir gewohnt, alles mögliche zu deuten und sind sogar erstaunt, wenn es einmal nicht geschieht. Angenommen, jemand antwortet auf die Frage nach dem neuesten Theaterstück: die Bühne hatte die Maße zwölf mal sechs Meter und war 1,5 Meter hoch; von den 12 Schauspielern waren fünf Männer und sechs Frauen, die Kostüme waren aus 134 m Seidenstoff und 18o m Leinen gefertigt, die Bühne wurde mit soundsoviel Lux beleuchtet usw. Wir wären verblüfft über diese Antwort, weil wir eine inhaltliche Deutung erwartet hatten und nicht eine formale Be­schrei­bung des äußeren Ablaufs.


            Was uns beim Theater noch so selbstverständlich erscheint, ändert sich in der Me­dizin schlagartig. Findet sich der Patient zwei Tage nach der Erstanamnese wieder beim Internisten ein, erfährt er nicht selten die Werte seiner Elektrophorese und jene der Urin­probe, den Zahlenwert seines Blutdruckes, die Werte der Blutfette und des Cholesterins. Wenn daraufhin eine „Therapie“ „gegen das Cholesterin“ empfohlen wird, werden viele Patienten erstaun­li­cher Weise nicht ungehalten, sondern zollen solch wissenschaft­lich arbeitenden Medizinern Respekt, obwohl auch hier nur vom Form- und nie vom In­haltsaspekt des Krankheitsgeschehens die Rede ist.

 

            Erst wenn der Internist die erhobenen Befunde deutet und eine Diagnose - etwa „Lungenentzündung“ - stellt, bringt er mit dieser Deutung Sinn ins Spiel. Die Frage ist nur, warum er ausge­rech­net in diesem Moment, wo seine Arbeit für den Patienten erstmals wesentlich wird, wieder mit dem Deuten aufhört. Es ließe sich ohne weiteres in der einmal eingeschlagenen erfolgreichen Richtung weitermachen, etwa nach der Bedeutung der Lunge und jener der Entzündung fragen. Das Thema der Lunge ist Kontakt und Kommu­nikation. Sie ist für Gas­aus­tausch und die Sprachbildung verantwortlich, die auf der Mo­dulation des Ausatemstromes beruht. In der Ent­zündung somatisiert sich das Thema Kon­flikt. Körpereigene Antikörper kämpfen auf kriegerische Art gegen eingedrungene Erreger, die sich ebenfalls äußerst aggressiv verhal­ten. Hier wird von beiden Seiten belagert, bloc­kiert, angegriffen, getötet und natürlich gestorben. Makrophagen (griechisch für Großfres­ser) und Antikörper, die sich in Kamika­zeart auf die Angreifer stür­zen, um anschließend mit ihnen gemeinsam zugrunde zu ge­hen, geben auf Seiten des Körpers genausowenig Pardon wie die verschiedenen Erreger von Lungenentzündungen.

Bei der Lugen-Entzündung handelt es sich folglich um einen Konflikt im
Kom­munikationsbereich. Die Häufung von Lungenentzündungen auf Intensivstationen belegt das auf drastische Art und Weise. Auf Erreger allein läßt sich dieses Phänomen wohl nicht zurückführen, denn wo ginge es Bakterien und Viren schlechter als gerade im OP und auf Intensiv. Hier werden sie verfolgt und ausgemerzt, wie sonst nirgendwo. Läuft aber die verbliebene Kommunikation von Patienten ausschließlich über Plastik­schläuche, Kanülen und Elektrodendrähte, entwickelt sich leicht ein unbewußtes Kontakt­pro­blem, und das wird sich häufig in ei­ner Lungenentzündung verkörpern.



In der esoterischen Medizin gehen wir davon aus, daß alles körperliche Geschehen Ausdruck eines dahinterliegenden seelischen Inhalts ist, d.h. der Körper erscheint uns als Spiegel der Seele. Wird das körperliche Geschehen lediglich zugedeckt wie so häufig mit den allopathischen Methoden, verstärken wir folglich die seelische Problematik. Das Be­seitigen von Symptomen drückt diese, wie das Wort in aller Ehrlichkeit verrät, auf die Seite bzw. ins Unbewußte. Solch plumpe Art von Symptomverschiebung würde uns in anderen, etwa technischen Bereichen niemals einfallen. Wenn irgendwo eine technische Alarmanlage aufheult, kommt niemand auf die Idee, die alleinige Lösung in der Abschal­tung des Alarms zu sehen. Bei Kopf- , Gelenks- oder anderen Schmerzen finden manche Ärzte und Patienten dagegen nichts dabei, durch entsprechende Schmerzmit­tel lediglich das Warn­signal zu unterbinden. Hart ausgedrückt führt diese Haltung dazu, Symptome von Organ zu Organ und Patienten von Facharzt zu Facharzt zu ver­schieben.


            Aus den Naturwissenschaften könnten wir längstens wissen, daß sich grundsätzlich nichts aus der Welt schaffen, aber vieles auf verschiedene Weise umwandeln läßt. Insofern kann auch der Ansatz von "Krankheit als Sprache der Seele" nur Symptom­verschiebung bieten, allerdings auf eine weit sinnvollere Weise. Eine Verschiebung von der körperlichen zurück auf die geistig-seelische Ebene bietet nämlich durchaus Heilungschancen im Ge­gensatz zu jener Symptom­verschiebung, die sich auf die körperliche Ebene beschränkt.


            Krankheitsbilder entstehen, wenn inhaltliche Themen, deren bewußte Bearbeitung die Betroffenen verweigern, in den Körper absinken und sich hier somatisieren. Zur Lö­sung eines Problems trägt es wenig bei, seine Verkörperung mit biochemischer (z.B. Korti­son) oder gedanklicher (z.B. Affirmationen) Hilfe zu unter­drücken. Das Gegenteil wäre notwendig. Statt sich gegen das Symptom zu verschwören, ginge es darum, es verstehen zu lernen, d.h. den Inhalt hinter dem körperlichen Geschehen bewußt zu ma­chen. Gelingt es, das Thema ins Bewußtsein zurückzuholen, besteht zu­mindest die Chance, es hier zu bewältigen. Dadurch wird der Körper von seiner Darstel­lungsarbeit entlastet. Je deutlicher und damit auch unangenehmer das Problem ins Be­wußtsein rückt, desto leichter fällt es dem Körper, es loszulassen. Tatsächlich ist der Körper nur Aus­weichbühne für das Be­wußtsein. Bewußt abgelehnte Themen verkörpern sich mit Vorliebe ersatzweise auf der Kör­per­bühne. So wird Krankheit zum Weg..


            Auf jedem Weg läßt sich etwas lernen, wobei es natürlich geschickte und weniger sinnvolle Wege gibt. Zumeist eleganter und fast immer zielführender, allerdings oft ebenso unangenehm ist es, direkt auf der Bewußtseinsebene zu lernen, oh­ne vorher auf die Kör­perbühne auszuweichen. Nur so eröffnet sich z.B. die Möglichkeit echter Vorbeu­gung. Schulmediziner sprechen viel von Vorbeugung - etwa von Krebsprophylaxe -  wenn sie in Wahrheit Früherkennung meinen. Unbestritten ist Früh­er­ken­nung unvergleichlich besser als Späterkennung, nur  mit Vorbeugung hat sie nichts zu tun. Krankheitsbilder durch Be­wußt­seins­arbeit überflüssig zu machen, indem das betreffende Thema freiwillig auf gei­stig-seelischer Ebene bearbeitet wird, ist da­ge­gen echte Prophylaxe.


            Wer Krankheit als Sprache der Seele versteht, erlebt, daß Form und Inhalt nicht nur zusammenpassen, sondern immer auch zusammengehören. Krankheit ist der formale Aspekt eines geistig-seelischen Inhalts oder an­ders ausgedrückt: Symptome sind Verkör­perungen seelischer Themen. Plato sagte, hinter jedem Ding stehe eine Idee und Goethe ging davon aus, daß alles Geschaffene ein Gleichnis sei. Zu dieser alten Weisheit zurück­zufinden, ohne die unbestreitbaren Errungenschaften moderner Medizin zu verwerfen, ist das Anliegen der esoterischen Medizin.

 

            Symptomsprache ist lediglich ein Sonderfall der Körpersprache, der mit Sicherheit verbreitetsten Sprache auf der Erde. Diese universelle Sprache wird allerdings nur noch von wenigen Menschen unserer Gesellschaft bewußt verstanden. Dabei wäre es leicht, sich wieder an sie zu erinnern, denn unser Körper spricht nicht nur, unsere Sprache ist auch körperlich. Folglich kann sie zur Brücke zwischen Körper und Seele werden. Ob wir be­greifen oder verstehen, bestimmte Dinge uns an die Nieren gehen oder uns andere zu Kopf steigen, ab wir uns etwas zu Herzen nehmen, oder es uns auf den Magen schlägt, ob Läuse über die Leber laufen oder der Atem vor Schreck stockt, überall zeigen uns psycho­somatische Ausdrücke die enge Verbindung zwischen Körper und Seele.


            Neben der Körpersprache, die durch umgangssprachliche Wendungen, Sprich­worte und Sprachbilder ergänzt wird, und den erlebten Symptombildern lassen sich auch die von der Schulmedizin erhobe­nen Befunde für die Deutung verwenden. Die formale Beschreibung des Krank­heits­ge­schehen ist ja keineswegs falsch oder auch nur überflüs­sig. Erst die Bühne macht es mög­lich, dem Theaterstück zu folgen, erst durch die Be­leuchtung wird alles sichtbar, die Ko­stüme verstärken die Aussagekraft usw. Bei aller Wichtigkeit dieser äußeren Vorausset­zungen gilt es jedoch den Inhalt des Stückes nicht zu übersehen. Will man am Theater­stück etwas Grundsätzliches ändern, macht es wenig Sinn, bei den formalen Aspekten an­zusetzen, es nötig, den Inhalt anzugehen.


            Insofern richtet sich die deutende Psychosomatik nicht gegen die Schulmedizin, sondern ergänzt sie und führt sie weiter. Reparaturen im körperlichen Bereich beherrscht die Schulmedizin besser als alle anderen Richtungen. Ihr Vorwürfe zu machen, daß sie sich nicht um den ganzen Menschen kümmere, ist unsinnig, weil sie das auch nie verspro­chen hat. Der Besucher eines städtischen Schwimmbades, der sich über mangelnden Meeresblick beklagt, ist im Unrecht. Wer Meer will, muß dorthin fahren. Wer Heilung anstrebt, müßte sich um eine Medizin bemühen, die Körper, Seele und Geist im Blick hat, und, ohne die Schulmedizin entwerten zu wollen, weit über diese hinaus reicht.


            Erlebte Symptome und erhobene Befunde können gleichermaßen gedeutet und Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen zum umfassenden Muster des Krankheitsbildes zu­sammengesetzt werden. Betroffene Region bzw. das jeweilige Organ geben die Ebene an, auf der das Problem besteht, bei Lungenentzündung also den Kommunikationsbe­reich. Das spezielle Symptomgeschehen enthüllt die Art des Problems, bei unserem Beispiel also das Thema Konflikt. Hilfreich beim Deuten sind die Fragen: Warum geschieht gerade die­sem Patienten, gerade das, gerade jetzt? Woran hindert die Symptomatik? Wozu zwingt sie? Welchen Sinn erfüllt sie gerade jetzt im Leben?


Literatur von Ruediger Dahlke zum Thema:

 

"Krankheit als Symbol" (Bertelsmann) „Körper als Spiegel der Seele“ (GU),  


„Krankheit als Sprache der Seele“, „Depression – Wege aus der dunklen Nacht der Seele“ (Buch und CD bei Goldmann), „Notfallapotheke für die Seele“ (Nymphenburger)


Info: www.dahlke.at

 

[1] Diese kämpferische Antihaltung der Schulmedizin ergibt sich schon aus den Bezeichnungen ihres Waffenarsenals, mit dem sie die Krankheitsbilder besiegen will: Antihypertonika und Antikonvulsiva, Antikoagulantien und Antbiotika, Antipyretica und Antihistaminika. Was nicht Anti ist, erweist sich als Blocker (Säure- und Betablocker) oder wenigstens Hemmer (ACE-Hemmer).
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Das ist ein Fall für den sofortigen Entzug der Approbation:

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Bei der Lugen-Entzündung handelt es sich folglich um einen Konflikt im
Kom­munikationsbereich. Die Häufung von Lungenentzündungen auf Intensivstationen belegt das auf drastische Art und Weise. Auf Erreger allein läßt sich dieses Phänomen wohl nicht zurückführen, denn wo ginge es Bakterien und Viren schlechter als gerade im OP und auf Intensiv. Hier werden sie verfolgt und ausgemerzt, wie sonst nirgendwo. Läuft aber die verbliebene Kommunikation von Patienten ausschließlich über Plastik­schläuche, Kanülen und Elektrodendrähte, entwickelt sich leicht ein unbewußtes Kontakt­pro­blem, und das wird sich häufig in ei­ner Lungenentzündung verkörpern.

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"Bei der Lugen-Entzündung handelt es sich folglich um einen Konflikt im Kom­munikationsbereich. ... "ein unbewußtes Kontakt­pro­blem, und das wird sich häufig in ei­ner Lungenentzündung verkörpern ", sagt Dahlke. Was folgt daraus? Daß die Kranken (die an einer Lungenentzündung leiden, vielleicht sogar eine zeitlang in einer Intensivstation) mit Psychodreck und vielleicht sogar Psychopharmaka schikaniert und terrorisiert werden.


Welche Approbationsbehörde hat da versagt!?

Man kann über den Hochstapler Gerd Postel sagen, was man will, ganz sicher war Postel als Arzt (vulgo: Psychoklempner) bei weitem nicht so gefährlich wie Dahlke und dessen Komplizen.

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« Last Edit: January 19, 2008, 11:48:34 PM by ama »
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ama

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Rüdiger Dahlke, ein Psychoterrorist als Arzt
« Reply #1 on: January 20, 2008, 04:18:45 AM »

Die Hamer-Irren lieben Rüdiger Dahlke offensichtlich heiß und innig:

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Cache von Google für
http://www.neue-medizin.net/dahlke-comed.html
nach dem Stand vom 16. Jan. 2008 04:46:00 GMT


Dr. med. Ruediger Dahlke
Die „Neue Medizin“

Große Aufregung um einen Mann und seine Medizin
DR. MED. RUEDIGER DAHLKE
Medizinstudium in München, Weiterbildung zum Arzt für Naturheilverfahren und Psychotherapie (Reinkarnationstherapie). Leitung von Fasten- und Meditationskursen und Seminare über Psychosomatische Medizin. 1990 Gründung des „Heilkunde-Zentrums Johanniskirchen“. Dort als Arzt und Psychotherapeut tätig.

In fast regelmäßigen Abständen lässt sich die Medizin und mit ihr ganze Teile der Gesellschaft von dem Namen „Dr. Hamer“ in Aufruhr versetzen. Wo immer er erwähnt wird, sorgt er für eigentümliche Aufgeregtheit. So war es auch, als er in der letzten CO´MED zu Wort kam.

Auch ich bin mir bewusst, dass jedes Erwähnen oder gar Schreiben über das Phänomen „Hamer“ für Wirbel sorgen kann. Selten bin ich so verbal geprügelt worden wie bei solchen Gelegenheiten. Nicht nur die schulmedizinische Seite fällt nämlich über einen her, wenn man das Hamer-Tabu bricht und sich mit ihm auseinandersetzt, auch die eingefleischten Hamer-Fans reagieren äußerst genervt, wenn man auch nur ein bisschen an ihrem Idol kratzt. Trotzdem halte ich es für wichtig, sich mit dem Phänomen auseinanderzusetzen, und werde dieser Bitte der CO´MED-Redaktion – wenn auch mit gemischten Gefühlen – entsprechen.Österreich hallte im letzten Jahr wider vom Kampf um das Leben eines kleinen Mädchens namens Olivia, das an Krebs, genauer einem Wilmstumor der Niere, erkrankt war. Das Echo des Mediengewitters drang bis nach Deutschland. Die zugrunde liegende Situation war an sich leider wenig ungewöhnlich, denn viele Kinder erkranken an Wilmstumoren. Olivia unterschied sich nur dadurch von allen, dass die Öffentlichkeit in solchem Ausmaß gar an ihrem Schicksal Anteil nahm.
Der medizinische und mediale Kampf um ihr Leben war einzigartig, und das lag an dem Phänomen „Hamer“.
Olivias Eltern hatten sich, nachdem der bösartige Tumor bei ihrer Tochter diagnostiziert wurde, an Dr. Hamer gewandt. In der Klinik fühlten sie ihr Kind von Anfang an nicht gut versorgt, fürchteten vor allem, ihre sensible Tochter könne die vorgeschlagene Chemotherapie nicht überstehen. Es gelang den behandelnden Ärzten nicht, ihr Vertrauen zu gewissen, denn trotz heftigem Protest holten sie Olivia aus dem Krankenhaus, um sie zu Hause behandeln zu lassen.
Dr. Hamer ist ein Internist und ehemaliger Oberarzt, der sich durch einschneidende Erlebnisse zu einem des schärfsten und extremsten Kritikers der Schulmedizin gemausert hat.
Selbst unter Alternativtherapeuten nimmt er noch eine extreme Außenseiterposition ein. Mutig und ziemlich unbescheiden nennt er seine Medizin schlicht die neue und lässt damit alle anderen Richtungen alt aussehen. Die Schulmedizin lehnt seinen Ansatz in Bausch und Bogen ab – ohne ihn – jedenfalls nach seiner Ansicht – je angemessen geprüft zu haben. Nachdem Olivias Eltern – wie viele andere vor und nach ihnen – sich von der Schulmedizin abgewandt hatten, passierte zunächst gar nichts. Erst als sie Hamer ins Spiel brachten, bracht ein fast gespenstisches Szenario los. Sie erlebten ein regelrechtes Kesseltreiben, das in ihre Entmündigung von staatlicher Seite mündete.
Schulmediziner wollten ihr Kind entgegen ihrem Willen zurück in ihre Behandlungsgewalt bringen.
Die entmündigten und von der Androhung einer zwangsweisen Chemotherapie, die sie für ein Todesurteil hielten, verängstigten Eltern flohen daraufhin mit der Tochter vor dem Zugriff der Schulmediziner und versteckten sich zunächst in Österreich und später in Spanien. Natürlich spürte die Presse die Flüchtigen noch vor der Polizei auf und mit dem durchsichtigen Argument, das Beste für Olivia zu wollen, entfesselten die Journalisten einen beispiellosen Medienrummel. Die sichtbar schwer kranke Olivia wurde zum Ausgangspunkt für quotensichere Storys, die Eltern gerieten ins Kreuzfeuer der Kritik, da sie angeblich das Leben ihres Kindes gefährdeten.
Für Olivia begann eine furchtbare Tortur.
Dr. Hamer, der während Monaten offenbar keine andere Patienten zu behandeln hatte und wohl die Chance witterte, endlich öffentliche Anerkennung zu finden, war omnipräsent in den österreichischen Medien und stets an der Seite von Olivia und ihrer Familie zu sehen. Das Kind wurde zu seinem ganz persönlichen „Fall“ in einem schrecklichen Sinn. Als sich die Kontrahenten Hamer und Olivias ursprünglicher Kinderarzt, der die Entmündigung der Eltern bewirkt hatte, vor Fernsehkameras gegenüberstanden, wurde das Ganze sehr ehrlich.
Es ging kaum um das Kind, sondern nur darum, welche Seite Recht habe:
Hamer gegen den Rest der schulmedizinischen Welt.
Olivia war nur der Zankapfel zwischen den Fronten, und dabei brauchte sie nichts dringender als eine adäquate Behandlung, die seelische Unterstützung ihrer Eltern und vor allem auch Ruhe. Hamer, der – weiterhin Zuversicht ausstrahlend – auf die Eltern wie ein ruhender Fels in der Brandung des Mediengewitters wirken musste, wurde immer mehr zum Staatsfeind hochstilisiert und als eigentlich Schuldiger erkannt.
Auf Verführung, Kurpfuscherei, Sektierertum und sogar des versuchten Totschlages lautet das Medienurteil.
Alte Patientengeschichten, die bis dato kein Anlass zur Verfolgung waren, wurden ausgegraben und gegen ihn verwendet. Wenn es je eine Vorverurteilung gab, war es hier. Der Schuldspruch erfolgte durch die Medien und ohne auch nur den Anschein einer fairen oder seriösen Untersuchung der eigentlich wesentlichen medizinischen Fragen. Die ganze Zeit über verschlechterte sich Olivias Gesundheitszustand, was die Schulmediziner entsetzte, während Hamer – seiner Theorie entsprechend – das Tumorwachstum für normal und sogar gesund im Sinne der Selbstheilung erklärte. Spätestens nach Fernsehbildern von einem immer stärker aufquellenden Kinderbauch hielten wohl auch die letzten seiner eigenen Zunft Hamers Äußerungen für nicht mehr ganz normal, sondern ihn eher für unzurechnungsfähig. Wegen paranoider Persönlichkeitsentwicklung im Zusammenhang mit seiner Krebstheorie hatte man ihm schon Jahre zuvor in der Bundesrepublik Deutschland die Approbation und damit die Erlaubnis zur Ausübung der ärztlichen Heilkunde entzogen. Inzwischen kochte in Österreich die Volksseele, vom Bundespräsidenten bis zur Politik bemühten sich so ziemlich alle ebenso redlich wie vergeblich. Endlich gelang es der nach Spanien geflogenen Kinderärztin Marcovich, die für ihre ganzheitliche Einstellung selbst ins Feuer der Kritik geraten war, Hamer und Olivias, unter der Bedingung, dass die Eltern bei allen Behandlungsvorschlägen zugezogen würden und mitentscheiden dürften.
Kaum aber war Olivia der Schulmedizin übergeben, war dieses Versprechen nicht mehr der Rede wert.
Behörden, die sonst selbst mit Terroristen ziemlich ehrlich verhandeln und sich an einmal gemachte Zugeständnisse relativ genau halten, verloren plötzlich sämtliche Skrupel. Da es gegen Hamer ging und scheinbar der Ruf der Schulmedizin auf dem Spiel stand, schien der Zweck so ziemlich alle Mittel zu heiligen.
Schließlich kam es sogar zu einem Haftbefehl gegen Hamer.
In Deutschland ließen sich die Behörden von der Hysterie anstecken und stellten ebenfalls einen Haftbefehl aus, im Zuge dessen Hamer auch angeklagt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Man konnte ihm leicht nachweisen, dass er ohne Approbation Krebspatienten behandelt hatte, was in Deutschland verboten ist. Dass bei ihm Krebspatienten gestorben waren, wurde ihm zu Verhängnis. Konsequenterweise müsste man dann aber jeden Arzt ins Gefängnis schicken.
Denn es gibt wohl keinen, der Krebspatienten behandelt, dem nicht auch schon Patienten gestorben wären.
Der Unterschied war aber, dass das bei approbierten Ärzten durchaus erlaubt ist, da man Hamer aber die Approbation entzogen hatte, konnte man ihn dafür ins Gefängnis schicken. In der Bevölkerung gilt er seither als verurteilt und viele denken, dass habe mit seiner Krebstheorie zu tun, die dadurch gleichsam gerichtlich für falsch erklärt wurde. Insgesamt hat es natürlich mit dieser Theorie zu tun, aber offiziell konnte er lediglich für sein Weiterarbeiten als Arzt verurteilt werden, obwohl man ihm Berufsverbot erteilt hatte.
Seine Theorie ist davon völlig unberührt.
Aber auch dieser formale Trick, sich Hamer für einige Zeit auf juristischem Weg vom halse zu schaffen, konnte an der Situation nicht viel ändern. Der Stand der Dinge ist, dass Hamer auch im Gefängnis – wie eigentlich zu erwarten – nicht von seiner Theorie abgeschworen hat und seine Anhänger noch aufgebrachter als vorher mobil machen. Olivia, die gegen den Willen der Eltern ins künstliche Koma versetzt und mit Chemotherapie behandelt wurde, ist inzwischen dank der schulmedizinischen Zwangstherapie wieder einigermaßen wohlauf und gilt der Schulmedizin als geheilt, während ihre Eltern auf die bleibenden Schäden hinweisen.
Die Begleitumstände der Zwangstherapie sind es wert, genauer betrachtet zu werden, um zu durchschauen, was für eine Posse hier ablief:
Olivias kämpferischer Vater bekam zeitweise Besuchsverbot bei seiner Tochter und durfte, wenn überhaupt, nur nach Leibesvisitation für einige Minuten zu ihr. Man hatte in der Klinik Angst, er könne trotz Verbot Photos von Olivia machen, Bilder, die sie in ihrem schrecklichen Leiden unter der Chemotherapie zeigten.
Zu fragen wäre hier:
Wie kommt eine Klinikleitung eigentlich dazu, einem Vater zu verbieten, seine Tochter zu photographieren?
Aber wenn der Name Hamer im Spiel ist, geht nur noch wenig mit rechten Dingen zu.
Die ganze beispiellose Eskalation hätte eine Fülle grundsätzlicher Fragen aufwerfen müssen. Die meisten davon gelten aber als ketzerisch, da die öffentliche Meinung darauf eingeschworen worden ist, in Dr. Hamer den Alleinschuldigen zu sehen. Statt einer seriösen Untersuchung des ganzen Dramas wurde lieber die Gelegenheit genutzt, gleich nebenbei Rundumschläge gegen alle Alternativen zur Schulmedizin zu führen. Die Geschichte zeigt in meinen Augen auch, wie weit es mit der Medizin gekommen ist und wie dringend sie Ergänzungen und, was ihr mangelndes Verständnis für alles Seelische angeht, sogar Alternativen braucht. Nur zu gern wurde übersehen, dass das Elend damit begann, dass es den ursprünglich behandelnden Schulmedizinern in der Klinik auch nicht annähernd gelang, das Vertrauen von Olivias Eltern zu gewinnen und sie von den in diesem Fall ja durchaus verfügbaren schulmedizinischen Therapiemöglichkeiten zu überzeugen. Das war umso bedauerlicher, als in diesem speziellen Fall die Schulmedizin laut Statistik neun von zehn Kindern helfen kann, da Wilmstumoren außergewöhnlich gut auch Chemotherapie ansprechen. Dass es Hamer gelang, auf der menschlichen Ebene das unbedingte Vertrauen der Eltern zu gewinnen, ist ihm nicht vorzuwerfen, denn das gehört in solch einer Situation eigentlich zu den Aufgaben eines Arztes. Dass die Schulmediziner hierzu unfähig waren, zeigt eher deren Defizit.
Die noch so richtigen Infusionen nützen oft wenig, wenn die richtigen Worte fehlen.
Enttäuschte verängstigte Eltern mit der Polizei verfolgen zu lassen, zeugt auch nicht gerade von Einfühlungsvermögen in die seelischen Bedürfnisse eines todkranken Kindes. Was geschieht eigentlich, wenn die Heilungschancen einmal umgekehrt stehen? Sollen in Zukunft auch Eltern entmündigt werden, um ihr Kind einer Zwangschemotherapie zu unterziehen, bei der statistisch nur eines von zehn Kindern überlebt? Zumindest müsste man solche Fragen angesichts solcher Übergriffe stellen dürfen. Glaubt man wirklich, man könne einen Arzt wie Hamer, der bereits alles verloren hat, durch eine Gefängnisstrafe auf dem Boden rein formaler Dinge mundtot machen? Bei Hamers Struktur wäre das wohl selbst in einer Diktatur nicht leicht. In einer Demokratie wirken solche Versuche geradezu lächerlich. Müssten Ärzte ihn nicht endlich inhaltlich widerlegen, statt darauf zu hoffen, dass ihnen Staatsanwälte mit formalen Tricks abnehmen, was sie selbst offenbar nicht schaffen?
Hier ergibt sich schon ein schrecklicher Verdacht:
Ist etwa an Hamers Thesen doch soviel Wahres dran, dass sie medizinischerseits nicht schlüssig zu widerlegen sind?
Das sind Fragen, die nur Medizyniker ruhig lassen können und eigentlich jedem wirklichen Arzt das Blut stocken lassen müssen. Die Lösung kann nur und muss von Seiten der Ärzteschaft kommen, das ist kein Fall für Staatsanwälte, Journalisten und Politiker. Hamer selbst wird wohl wenig beitragen und aus dem Ganzen auch nichts lernen wollen. Er gibt vor, schon alles zu wissen und die allein seligmachende Wahrheit gefunden zu haben. Abgesehen davon, dass sich jeder, der 100-prozentige Heilversprechen bei einer Krankheit wie Krebs macht, den Vorwurf der Scharlatanerie zuzieht, bleibt seine Theorie doch zumindest insofern wichtig, als viele Laien an sie glauben. Allein schon um deretwillen muss diese Theorie endlich seriös geprüft und widerlegt oder aber – was theoretisch, bis das Gegenteil bewiesen ist, möglich ist – als wahr erkannt werden. Immerhin wurden von der Medizin auch schon Ärzte wie Ignatz Semmelweis und Wilhelm Reich als wahnsinnig hingestellt und erst nach ihrem Tod rehabilitiert. Tausende von Müttern mussten erst noch sterben, bis die offizielle Schulmedizin zugab, dass Semmelweis Recht hatte und die Ärzte tatsächlich selbst das Problem waren, da sie durch ihr sogloses Tun die lebensgefährlichen Erreger zu den Schwangeren brachten.
Auch Hamer geht davon aus, dass erst durch die schulmedizinischen Krebsbehandlungen die oft hoffnungslose Situation entsteht.
Typisch ist, dass wir erst so spät in diesem Artikel zu seiner eigentlichen Theorie kommen. Das ist inzwischen leider überall so, wo es um ihn geht. Zwar wird über ihn viel diskutiert und in Ärztekreisen vor allem geschimpft, mit seinen Thesen befasst sich vor lauter Abwehr aber kaum noch jemand. Hamer behauptet, dass ausnahmslos jedem Krebs ein seelischer Schock vorausgeht, der zu einem Tumor im Gehirn führt, aus dessen Lokalisation sich Krebsart und –ort im Körper ergeben. Diese Regel nennt er die eiserne und besteht auch eisern darauf, dass es davon keine Ausnahmen gebe. Ganz abgesehen von dem Fanatismus, mit dem er seine Position vertritt, haben schon vor ich und bis heute viele Psychoonkologen vom Simonton über LeShan bis zu Büntig und mir darauf hingewiesen, welch zentrale Rolle die Seele bei Entstehung und Verlauf von Krebs spielt. 1 Hamer und sein egomanes Auftreten werden inzwischen sogar zu einer Gefahr für diese viel versprechenden und sicher nicht immer, aber häufig erfolgreichen Ansätze. Auch wir finden bei unserer vierwöchigen Krankheitsbilder-Psychotherapie mit Krebspatienten sehr häufig ein schockhaft unverarbeitetes Erlebnis in der Vorgeschichte, das offenbar das Immunsystem blockiert und dem Krebs erst die Chance gibt, wirklich auszubrechen.
Hamers Theorie klingt verblüffend einfach und unter einem bestimmten Blickwinkel geradezu genial:
Wenn ich seine psychologisch ziemlich naiv klingenden Deutungen wie etwa den Konflikt, den Brocken nicht erwischt zu haben, gutwillig prüfe, stelle ich fest, dass drei Viertel davon gut mit meinen Deutungen in „Krankheit als Symbol“ übereinstimmen. Natürlich kann man seine Bücher leicht in Bausch und Bogen ablehnen, denn sie sind zum großen Teil angefüllt mit Schimpfkanonaden auf seine Gegner. Dazu mischt er Erzählungen vom eigenen harten Schicksal mit der Ermordung seines Sohnes, die er ständig mit seiner Theorie auf eine wirklich unerquickliche Art vermischt. Aber dazwischen finden sich dann doch wieder Interpretationen, die es zu widerlegen oder zu würdigen gilt. Wenn sie so falsch sind, wie Schulmediziner immer wieder behaupten, müssten sie sie leicht und jederzeit widerlegen können.
Nichts anderes als eine ehrliche Prüfung verlangt übrigens Hamer seit vielen Jahren vergeblich.
Er behauptet weiter, dass bei jeder bisherigen Prüfung seine eiserne Regel bestätigt worden sei, nur die Prüfer danach vom Rest der Schulmediziner geächtet worden seien. Einige Hinweise bestätigen diese Behauptung. Selbst wenn seine Theorie nur in Teilen stimmt, könnte sie schon Wesentliches zum Kampf mit dem Krebs beitragen.
Es wäre geradezu die Pflicht einer Medizin, die auf das Prädikat wissenschaftlich stolz ist, darauf mit der gebotenen kritischen Distanz, aber auch mit Sorgfalt einzugehen.
Ein weiteres Problem mit Hamer ist, dass er neben seiner Grundtheorie noch eine Menge offensichtlich haltloser und von keiner oder nur geringer Kenntnis getrübte Aussagen auf äußerst apodiktische Art von sich gibt, mit deren Zitierung er sich sofort lächerlich macht und gemacht werden kann. Obendrein verdächtigt an Hamers Theorie erscheint mir, der ich Krebs ebenfalls als ein äußerst eng mit der Seele verknüpftes Geschehen kennengelernt habe, dass Hamer gar keinen Raum für psychotherapeutische Behandlung lässt, obwohl er immer seelische Gründe als Ursachen anschuldigt. Aus schulmedizinischer Sicht läuft seine Methode auf völlige Nichtbehandlung hinaus, was u. a. daran liegt, dass man dort die Psyche fast völlig ignoriert. Dem Psychotherapeuten in mir fällt aber auch bei Hamer auf, dass er aus seiner Ansicht kaum Konsequenzen zieht in Richtung einer wirksamen Psychotherapie. Er predigt zwar, der zugrunde liegende Konflikt müsse gelöst werden, dieser Hinweis allein nützt den Patienten aber wenig.
Sie brauchen Hilfestellungen zu solch einer Lösung.
Bekommen sie diese im Rahmen einer Psychotherapie oder schaffen sie es aus eigener Kraft, kann das zu Spontanremissionen führen, wie die Schulmedizin Heilungswunder schamhaft umschreibt. Obwohl ich solche Heilungsphänomene miterleben durfte, halte ich Hamers Ablehnung von auch praktisch allen naturheilkundlicher Begleitmaßnahmen, die etwa die geschwächte Abwehrkraft steigern könnten, für geradezu unverantwortlich.
Krebs ist ein so bedrohliches Krankheitsbild, dass man grundsätzlich nichts unversucht lassen darf, was Erfolg verspricht.
Dass Hamer den Zusammenhang zwischen Rauchen und Bronchialkarzinomen, zwischen chronischer Verstopfung g d Enddarmkrebs, zwischen der Katastrophe von Tschernobyl und den gehäuften kindlichen Leukämien leugnet, ist nur ein insgesamt lächerliches Anhängsel seiner Theorie, das aber keineswegs ausreicht, den ganzen Ansatz zu widerlegen. Auch dass Hamer offensichtlich nicht den geringsten Zugang zur Homöopathie hat und diese schon mal locker als wertlos bezeichnet, sollte uns nicht verleiten, ihn in Bausch und Bogen zu verdammen. Es gibt leider noch so viele Ärzte, die keine Ahnung von Homöopathie haben. Sie alle abzulehnen, hieße auch die meisten Schulmediziner abzulehnen. Trotz all dieser und weiterer Peinlichkeiten kann ich Hamers Theorie doch ernst nehmen, nur leider nicht prüfen, denn dazu bedarf es der Ausrüstung mit moderner Apparatemedizin wie Computertomographen, über die allein die Schulmedizin verfügt.
Insofern kommt ihr als seinem Hauptgegner auch die Aufgabe seiner Widerlegung (oder Bestätigung) zu.
Schließlich kommt im Fall Hamer noch ein besonders heikler Punkt hinzu, der die Schulmedizin besonders erregt und ihr einen weiteren Vorwand liefert, seine Theorie so komplett zu ignorieren:
Er behauptet nämlich, seine Einsichten über mediale Eingebungen durch seinen verstorbenen Sohn erhalten und jedenfalls bestätigt bekommen zu haben. Hier beginnt für viele materialistisch eingestellte Menschen, wie es die meisten Wissenschaftler sind, psychiatrisches Gebiet, und in diese Ecke haben sie Hamer ja auch abgeschoben. Menschen mit spirituellem Hintergrund wissen jedoch, dass viele heilige Schriften durchgegeben oder – modern ausgedrückt – gechannelt sind. Auf dem spirituellen Weg begegnen einem solche Phänomene gar nicht selten. Auch bezüglich der Channel-Szene könnte man feststellen, dass das meiste, was uns auf diesem medialen Weg erreicht, zwar gut gemeinter, aber doch leicht durchschaubarer und meist aus den Egoproblemen des „Kanals“ gespeister Unsinn ist.
Aber folgt daraus, dass es immer so ist?
Sind das Johannesevangelium und der Koran nicht erwähnenswerte Gegenbeispiele? Die Existenz von Falschgeld spricht eben gerade nicht dafür, dass alles Feld Falschgeld ist, sondern belegt im Gegenteil sogar eher, dass es auch echtes geben muss. Diese Erkenntnis kann nicht nur beim Phänomen von medialen Durchgaben helfen. Das fordert im Zusammenhang mit Dr. Hamer von der Ärzteschaft zugegebenermaßen viel Demut, die sich Hamer mit seinen beleidigenden Rundumschlägen kaum verdient hat. Wenn es aber um die Wahrheit in einem der kritischsten Bereiche der Medizin und um das Leben vieler zukünftiger Patienten geht, müsste es doch möglich sein, als der klügere Teil nachzugeben. Kommt es zu keiner Aufarbeitung des bereits zerschlagenen Porzellans, werden die Folgen des Dramas immer irrationalere Formen annehmen.

Wem ist geholfen, wenn Hamer rufmäßig weiter öffentlich hingerichtet wird – ohne Beweise und ohne seriöse Untersuchung?

Für seine Anhänger wird er so immer mehr zum Märtyrer und seine eigene Verschwörungstheorie bekommt weitere Unterstützung. Die Schulmedizin könnte sich fragen, ob sie es wirklich nötig hat, sich Patienten mittels Staatsgewalt zwangsweise zuführen zu lassen. Was Hamer selbst angeht, wäre zu bedenken, dass es nicht einmal die Sowjets seinerzeit geschafft haben, ihre Kritiker mittels Psychiatrisierung mundtot zu machen. Und Hamer ist ein ausgesprochener Dissident, wenn auch ein medizinischer. Soll seine Theorie, die tatsächlich das ganze Lehrgebäude der Schulmedizin grundsätzlich in Frage stellt, vom Tisch, bleibt letztlich nur der Weg der seriösen Überprüfung, nicht einmal nur Dr. Hamer, sondern seine zukünftigen Patienten, die die Schulmedizin lieber Opfer nennt, zuliebe. Entweder entzieht ihm die vorbehaltlose Überprüfung seiner Thesen alle weiteren Opfer oder die beschert ihm beziehungsweise jenen Psychotherapeuten, die wirkliche Hilfe im seelischen Bereich anbieten, eine Flut von neuen Patienten – je nach Ergebnis.
Nachdem sie sich so siegessicher und überlegen fühlt, müsste die Schulmedizin dieses „Risiko“ doch leicht eingehen können.
Alles andere trägt nur zu weitere Verwirrung bei und schade obendrein den übrigen Ansätzen im Bereich der Psychoonkologie.

1 siehe hierzu das allgemeine Kapitel „Krebs“ in „Krankheit als Sprache der Seele“ oder die Kapitel zu Brustkrebs, Gebärmutterkrebs und die anderen gynäkologischen Krebsarten in „Frauen-Heil-Kunde“ (beide bei Bertelsmann)
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[*/QUOTE*]


"Wem ist geholfen, wenn Hamer rufmäßig weiter öffentlich hingerichtet wird – ohne Beweise und ohne seriöse Untersuchung?"

Selbst wenn der Text vermutlich 1996 geschrieben und 2000 gedruckt wurde, Ryke Geerd Hamer ist schon lange vorher, 1982 und 1983 ÖFFENTLICH als Scharlatan und Betrüger bekannt geworden.

Wer ALS ARZT ein Jahr NACH der Affäre Olivia Pilhar noch immer nicht begriffen hat, was Hamer anrichtet, ist eine Gefahr für die Allgemeinheit.
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« Last Edit: January 20, 2008, 04:31:05 AM by ama »
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ama

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Rüdiger Dahlke, ein Psychoterrorist als Arzt
« Reply #2 on: January 20, 2008, 04:27:20 AM »

[*QUOTE*]
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Cache von Google für
http://www.heilpraktikergesetz.de/dalke-hamer.html
nach dem Stand vom 14. Jan. 2008 18:46:48 GMT

Dr. med. Ruediger Dahlke
Die „Neue Medizin“
Große Aufregung um einen Mann und seine Medizin

DR. MED. RUEDIGER DAHLKE
Medizinstudium in München, Weiterbildung zum Arzt für Naturheilverfahren und Psychotherapie (Reinkarnationstherapie). Leitung von Fasten- und Meditationskursen und Seminare über Psychosomatische Medizin. 1990 Gründung des „Heilkunde-Zentrums Johanniskirchen“. Dort als Arzt und Psychotherapeut tätig

.In fast regelmäßigen Abständen lässt sich die Medizin und mit ihr ganze Teile der Gesellschaft von dem Namen „Dr. Hamer“ in Aufruhr versetzen. Wo immer er erwähnt wird, sorgt er für eigentümliche Aufgeregtheit. So war es auch, als er in der letzten CO´MED zu Wort kam. Auch ich bin mir bewusst, dass jedes Erwähnen oder gar Schreiben über das Phänomen „Hamer“ für Wirbel sorgen kann. Selten bin ich so verbal geprügelt worden wie bei solchen Gelegenheiten. Nicht nur die schulmedizinische Seite fällt nämlich über einen her, wenn man das Hamer-Tabu bricht und sich mit ihm auseinandersetzt, auch die eingefleischten Hamer-Fans reagieren äußerst genervt, wenn man auch nur ein bisschen an ihrem Idol kratzt. Trotzdem halte ich es für wichtig, sich mit dem Phänomen auseinanderzusetzen, und werde dieser Bitte der CO´MED-Redaktion – wenn auch mit gemischten Gefühlen – entsprechen.Österreich hallte im letzten Jahr wider vom Kampf um das Leben eines kleinen Mädchens namens Olivia, das an Krebs, genauer einem Wilmstumor der Niere, erkrankt war. Das Echo des Mediengewitters drang bis nach Deutschland. Die zugrunde liegende Situation war an sich leider wenig ungewöhnlich, denn viele Kinder erkranken an Wilmstumoren. Olivia unterschied sich nur dadurch von allen, dass die Öffentlichkeit in solchem Ausmaß gar an ihrem Schicksal Anteil nahm.

Der medizinische und mediale Kampf um ihr Leben war einzigartig, und das lag an dem Phänomen „Hamer“.

Olivias Eltern hatten sich, nachdem der bösartige Tumor bei ihrer Tochter diagnostiziert wurde, an Dr. Hamer gewandt. In der Klinik fühlten sie ihr Kind von Anfang an nicht gut versorgt, fürchteten vor allem, ihre sensible Tochter könne die vorgeschlagene Chemotherapie nicht überstehen. Es gelang den behandelnden Ärzten nicht, ihr Vertrauen zu gewissen, denn trotz heftigem Protest holten sie Olivia aus dem Krankenhaus, um sie zu Hause behandeln zu lassen.

Dr. Hamer ist ein Internist und ehemaliger Oberarzt, der sich durch einschneidende Erlebnisse zu einem des schärfsten und extremsten Kritikers der Schulmedizin gemausert hat.

Selbst unter Alternativtherapeuten nimmt er noch eine extreme Außenseiterposition ein. Mutig und ziemlich unbescheiden nennt er seine Medizin schlicht die neue und lässt damit alle anderen Richtungen alt aussehen. Die Schulmedizin lehnt seinen Ansatz in Bausch und Bogen ab – ohne ihn – jedenfalls nach seiner Ansicht – je angemessen geprüft zu haben. Nachdem Olivias Eltern – wie viele andere vor und nach ihnen – sich von der Schulmedizin abgewandt hatten, passierte zunächst gar nichts. Erst als sie Hamer ins Spiel brachten, bracht ein fast gespenstisches Szenario los. Sie erlebten ein regelrechtes Kesseltreiben, das in ihre Entmündigung von staatlicher Seite mündete.

Schulmediziner wollten ihr Kind entgegen ihrem Willen zurück in ihre Behandlungsgewalt bringen.

Die entmündigten und von der Androhung einer zwangsweisen Chemotherapie, die sie für ein Todesurteil hielten, verängstigten Eltern flohen daraufhin mit der Tochter vor dem Zugriff der Schulmediziner und versteckten sich zunächst in Österreich und später in Spanien. Natürlich spürte die Presse die Flüchtigen noch vor der Polizei auf und mit dem durchsichtigen Argument, das Beste für Olivia zu wollen, entfesselten die Journalisten einen beispiellosen Medienrummel. Die sichtbar schwer kranke Olivia wurde zum Ausgangspunkt für quotensichere Storys, die Eltern gerieten ins Kreuzfeuer der Kritik, da sie angeblich das Leben ihres Kindes gefährdeten.

Für Olivia begann eine furchtbare Tortur.

Dr. Hamer, der während Monaten offenbar keine andere Patienten zu behandeln hatte und wohl die Chance witterte, endlich öffentliche Anerkennung zu finden, war omnipräsent in den österreichischen Medien und stets an der Seite von Olivia und ihrer Familie zu sehen. Das Kind wurde zu seinem ganz persönlichen „Fall“ in einem schrecklichen Sinn. Als sich die Kontrahenten Hamer und Olivias ursprünglicher Kinderarzt, der die Entmündigung der Eltern bewirkt hatte, vor Fernsehkameras gegenüberstanden, wurde das Ganze sehr ehrlich.
Es ging kaum um das Kind, sondern nur darum, welche Seite Recht habe:

Hamer gegen den Rest der schulmedizinischen Welt.

Olivia war nur der Zankapfel zwischen den Fronten, und dabei brauchte sie nichts dringender als eine adäquate Behandlung, die seelische Unterstützung ihrer Eltern und vor allem auch Ruhe. Hamer, der – weiterhin Zuversicht ausstrahlend – auf die Eltern wie ein ruhender Fels in der Brandung des Mediengewitters wirken musste, wurde immer mehr zum Staatsfeind hochstilisiert und als eigentlich Schuldiger erkannt.

Auf Verführung, Kurpfuscherei, Sektierertum und sogar des versuchten Totschlages lautet das Medienurteil.

Alte Patientengeschichten, die bis dato kein Anlass zur Verfolgung waren, wurden ausgegraben und gegen ihn verwendet. Wenn es je eine Vorverurteilung gab, war es hier. Der Schuldspruch erfolgte durch die Medien und ohne auch nur den Anschein einer fairen oder seriösen Untersuchung der eigentlich wesentlichen medizinischen Fragen. Die ganze Zeit über verschlechterte sich Olivias Gesundheitszustand, was die Schulmediziner entsetzte, während Hamer – seiner Theorie entsprechend – das Tumorwachstum für normal und sogar gesund im Sinne der Selbstheilung erklärte. Spätestens nach Fernsehbildern von einem immer stärker aufquellenden Kinderbauch hielten wohl auch die letzten seiner eigenen Zunft Hamers Äußerungen für nicht mehr ganz normal, sondern ihn eher für unzurechnungsfähig. Wegen paranoider Persönlichkeitsentwicklung im Zusammenhang mit seiner Krebstheorie hatte man ihm schon Jahre zuvor in der Bundesrepublik Deutschland die Approbation und damit die Erlaubnis zur Ausübung der ärztlichen Heilkunde entzogen. Inzwischen kochte in Österreich die Volksseele, vom Bundespräsidenten bis zur Politik bemühten sich so ziemlich alle ebenso redlich wie vergeblich. Endlich gelang es der nach Spanien geflogenen Kinderärztin Marcovich, die für ihre ganzheitliche Einstellung selbst ins Feuer der Kritik geraten war, Hamer und Olivias, unter der Bedingung, dass die Eltern bei allen Behandlungsvorschlägen zugezogen würden und mitentscheiden dürften.

Kaum aber war Olivia der Schulmedizin übergeben, war dieses Versprechen nicht mehr der Rede wert.

Behörden, die sonst selbst mit Terroristen ziemlich ehrlich verhandeln und sich an einmal gemachte Zugeständnisse relativ genau halten, verloren plötzlich sämtliche Skrupel. Da es gegen Hamer ging und scheinbar der Ruf der Schulmedizin auf dem Spiel stand, schien der Zweck so ziemlich alle Mittel zu heiligen.

Schließlich kam es sogar zu einem Haftbefehl gegen Hamer.

In Deutschland ließen sich die Behörden von der Hysterie anstecken und stellten ebenfalls einen Haftbefehl aus, im Zuge dessen Hamer auch angeklagt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Man konnte ihm leicht nachweisen, dass er ohne Approbation Krebspatienten behandelt hatte, was in Deutschland verboten ist. Dass bei ihm Krebspatienten gestorben waren, wurde ihm zu Verhängnis. Konsequenterweise müsste man dann aber jeden Arzt ins Gefängnis schicken.

Denn es gibt wohl keinen, der Krebspatienten behandelt, dem nicht auch schon Patienten gestorben wären.

Der Unterschied war aber, dass das bei approbierten Ärzten durchaus erlaubt ist, da man Hamer aber die Approbation entzogen hatte, konnte man ihn dafür ins Gefängnis schicken. In der Bevölkerung gilt er seither als verurteilt und viele denken, dass habe mit seiner Krebstheorie zu tun, die dadurch gleichsam gerichtlich für falsch erklärt wurde. Insgesamt hat es natürlich mit dieser Theorie zu tun, aber offiziell konnte er lediglich für sein Weiterarbeiten als Arzt verurteilt werden, obwohl man ihm Berufsverbot erteilt hatte.

Seine Theorie ist davon völlig unberührt.

Aber auch dieser formale Trick, sich Hamer für einige Zeit auf juristischem Weg vom halse zu schaffen, konnte an der Situation nicht viel ändern. Der Stand der Dinge ist, dass Hamer auch im Gefängnis – wie eigentlich zu erwarten – nicht von seiner Theorie abgeschworen hat und seine Anhänger noch aufgebrachter als vorher mobil machen. Olivia, die gegen den Willen der Eltern ins künstliche Koma versetzt und mit Chemotherapie behandelt wurde, ist inzwischen dank der schulmedizinischen Zwangstherapie wieder einigermaßen wohlauf und gilt der Schulmedizin als geheilt, während ihre Eltern auf die bleibenden Schäden hinweisen.
Die Begleitumstände der Zwangstherapie sind es wert, genauer betrachtet zu werden, um zu durchschauen, was für eine Posse hier ablief:
Olivias kämpferischer Vater bekam zeitweise Besuchsverbot bei seiner Tochter und durfte, wenn überhaupt, nur nach Leibesvisitation für einige Minuten zu ihr. Man hatte in der Klinik Angst, er könne trotz Verbot Photos von Olivia machen, Bilder, die sie in ihrem schrecklichen Leiden unter der Chemotherapie zeigten.

Zu fragen wäre hier:
Wie kommt eine Klinikleitung eigentlich dazu, einem Vater zu verbieten, seine Tochter zu photographieren?

Aber wenn der Name Hamer im Spiel ist, geht nur noch wenig mit rechten Dingen zu.

Die ganze beispiellose Eskalation hätte eine Fülle grundsätzlicher Fragen aufwerfen müssen. Die meisten davon gelten aber als ketzerisch, da die öffentliche Meinung darauf eingeschworen worden ist, in Dr. Hamer den Alleinschuldigen zu sehen. Statt einer seriösen Untersuchung des ganzen Dramas wurde lieber die Gelegenheit genutzt, gleich nebenbei Rundumschläge gegen alle Alternativen zur Schulmedizin zu führen. Die Geschichte zeigt in meinen Augen auch, wie weit es mit der Medizin gekommen ist und wie dringend sie Ergänzungen und, was ihr mangelndes Verständnis für alles Seelische angeht, sogar Alternativen braucht. Nur zu gern wurde übersehen, dass das Elend damit begann, dass es den ursprünglich behandelnden Schulmedizinern in der Klinik auch nicht annähernd gelang, das Vertrauen von Olivias Eltern zu gewinnen und sie von den in diesem Fall ja durchaus verfügbaren schulmedizinischen Therapiemöglichkeiten zu überzeugen. Das war umso bedauerlicher, als in diesem speziellen Fall die Schulmedizin laut Statistik neun von zehn Kindern helfen kann, da Wilmstumoren außergewöhnlich gut auch Chemotherapie ansprechen. Dass es Hamer gelang, auf der menschlichen Ebene das unbedingte Vertrauen der Eltern zu gewinnen, ist ihm nicht vorzuwerfen, denn das gehört in solch einer Situation eigentlich zu den Aufgaben eines Arztes. Dass die Schulmediziner hierzu unfähig waren, zeigt eher deren Defizit.

Die noch so richtigen Infusionen nützen oft wenig, wenn die richtigen Worte fehlen.

Enttäuschte verängstigte Eltern mit der Polizei verfolgen zu lassen, zeugt auch nicht gerade von Einfühlungsvermögen in die seelischen Bedürfnisse eines todkranken Kindes. Was geschieht eigentlich, wenn die Heilungschancen einmal umgekehrt stehen? Sollen in Zukunft auch Eltern entmündigt werden, um ihr Kind einer Zwangschemotherapie zu unterziehen, bei der statistisch nur eines von zehn Kindern überlebt? Zumindest müsste man solche Fragen angesichts solcher Übergriffe stellen dürfen. Glaubt man wirklich, man könne einen Arzt wie Hamer, der bereits alles verloren hat, durch eine Gefängnisstrafe auf dem Boden rein formaler Dinge mundtot machen? Bei Hamers Struktur wäre das wohl selbst in einer Diktatur nicht leicht. In einer Demokratie wirken solche Versuche geradezu lächerlich. Müssten Ärzte ihn nicht endlich inhaltlich widerlegen, statt darauf zu hoffen, dass ihnen Staatsanwälte mit formalen Tricks abnehmen, was sie selbst offenbar nicht schaffen?

Hier ergibt sich schon ein schrecklicher Verdacht:

Ist etwa an Hamers Thesen doch soviel Wahres dran, dass sie medizinischerseits nicht schlüssig zu widerlegen sind?

Das sind Fragen, die nur Medizyniker ruhig lassen können und eigentlich jedem wirklichen Arzt das Blut stocken lassen müssen. Die Lösung kann nur und muss von Seiten der Ärzteschaft kommen, das ist kein Fall für Staatsanwälte, Journalisten und Politiker. Hamer selbst wird wohl wenig beitragen und aus dem Ganzen auch nichts lernen wollen. Er gibt vor, schon alles zu wissen und die allein seligmachende Wahrheit gefunden zu haben. Abgesehen davon, dass sich jeder, der 100-prozentige Heilversprechen bei einer Krankheit wie Krebs macht, den Vorwurf der Scharlatanerie zuzieht, bleibt seine Theorie doch zumindest insofern wichtig, als viele Laien an sie glauben. Allein schon um deretwillen muss diese Theorie endlich seriös geprüft und widerlegt oder aber – was theoretisch, bis das Gegenteil bewiesen ist, möglich ist – als wahr erkannt werden. Immerhin wurden von der Medizin auch schon Ärzte wie Ignatz Semmelweis und Wilhelm Reich als wahnsinnig hingestellt und erst nach ihrem Tod rehabilitiert. Tausende von Müttern mussten erst noch sterben, bis die offizielle Schulmedizin zugab, dass Semmelweis Recht hatte und die Ärzte tatsächlich selbst das Problem waren, da sie durch ihr sogloses Tun die lebensgefährlichen Erreger zu den Schwangeren brachten.

Auch Hamer geht davon aus, dass erst durch die schulmedizinischen Krebsbehandlungen die oft hoffnungslose Situation entsteht.

Typisch ist, dass wir erst so spät in diesem Artikel zu seiner eigentlichen Theorie kommen. Das ist inzwischen leider überall so, wo es um ihn geht. Zwar wird über ihn viel diskutiert und in Ärztekreisen vor allem geschimpft, mit seinen Thesen befasst sich vor lauter Abwehr aber kaum noch jemand. Hamer behauptet, dass ausnahmslos jedem Krebs ein seelischer Schock vorausgeht, der zu einem Tumor im Gehirn führt, aus dessen Lokalisation sich Krebsart und –ort im Körper ergeben. Diese Regel nennt er die eiserne und besteht auch eisern darauf, dass es davon keine Ausnahmen gebe. Ganz abgesehen von dem Fanatismus, mit dem er seine Position vertritt, haben schon vor ich und bis heute viele Psychoonkologen vom Simonton über LeShan bis zu Büntig und mir darauf hingewiesen, welch zentrale Rolle die Seele bei Entstehung und Verlauf von Krebs spielt. 1 Hamer und sein egomanes Auftreten werden inzwischen sogar zu einer Gefahr für diese viel versprechenden und sicher nicht immer, aber häufig erfolgreichen Ansätze. Auch wir finden bei unserer vierwöchigen Krankheitsbilder-Psychotherapie mit Krebspatienten sehr häufig ein schockhaft unverarbeitetes Erlebnis in der Vorgeschichte, das offenbar das Immunsystem blockiert und dem Krebs erst die Chance gibt, wirklich auszubrechen.

Hamers Theorie klingt verblüffend einfach und unter einem bestimmten Blickwinkel geradezu genial:
Wenn ich seine psychologisch ziemlich naiv klingenden Deutungen wie etwa den Konflikt, den Brocken nicht erwischt zu haben, gutwillig prüfe, stelle ich fest, dass drei Viertel davon gut mit meinen Deutungen in „Krankheit als Symbol“ übereinstimmen. Natürlich kann man seine Bücher leicht in Bausch und Bogen ablehnen, denn sie sind zum großen Teil angefüllt mit Schimpfkanonaden auf seine Gegner. Dazu mischt er Erzählungen vom eigenen harten Schicksal mit der Ermordung seines Sohnes, die er ständig mit seiner Theorie auf eine wirklich unerquickliche Art vermischt. Aber dazwischen finden sich dann doch wieder Interpretationen, die es zu widerlegen oder zu würdigen gilt. Wenn sie so falsch sind, wie Schulmediziner immer wieder behaupten, müssten sie sie leicht und jederzeit widerlegen können.

Nichts anderes als eine ehrliche Prüfung verlangt übrigens Hamer seit vielen Jahren vergeblich.

Er behauptet weiter, dass bei jeder bisherigen Prüfung seine eiserne Regel bestätigt worden sei, nur die Prüfer danach vom Rest der Schulmediziner geächtet worden seien. Einige Hinweise bestätigen diese Behauptung. Selbst wenn seine Theorie nur in Teilen stimmt, könnte sie schon Wesentliches zum Kampf mit dem Krebs beitragen.

Es wäre geradezu die Pflicht einer Medizin, die auf das Prädikat wissenschaftlich stolz ist, darauf mit der gebotenen kritischen Distanz, aber auch mit Sorgfalt einzugehen.

Ein weiteres Problem mit Hamer ist, dass er neben seiner Grundtheorie noch eine Menge offensichtlich haltloser und von keiner oder nur geringer Kenntnis getrübte Aussagen auf äußerst apodiktische Art von sich gibt, mit deren Zitierung er sich sofort lächerlich macht und gemacht werden kann. Obendrein verdächtigt an Hamers Theorie erscheint mir, der ich Krebs ebenfalls als ein äußerst eng mit der Seele verknüpftes Geschehen kennengelernt habe, dass Hamer gar keinen Raum für psychotherapeutische Behandlung lässt, obwohl er immer seelische Gründe als Ursachen anschuldigt. Aus schulmedizinischer Sicht läuft seine Methode auf völlige Nichtbehandlung hinaus, was u. a. daran liegt, dass man dort die Psyche fast völlig ignoriert. Dem Psychotherapeuten in mir fällt aber auch bei Hamer auf, dass er aus seiner Ansicht kaum Konsequenzen zieht in Richtung einer wirksamen Psychotherapie. Er predigt zwar, der zugrunde liegende Konflikt müsse gelöst werden, dieser Hinweis allein nützt den Patienten aber wenig.

Sie brauchen Hilfestellungen zu solch einer Lösung.

Bekommen sie diese im Rahmen einer Psychotherapie oder schaffen sie es aus eigener Kraft, kann das zu Spontanremissionen führen, wie die Schulmedizin Heilungswunder schamhaft umschreibt. Obwohl ich solche Heilungsphänomene miterleben durfte, halte ich Hamers Ablehnung von auch praktisch allen naturheilkundlicher Begleitmaßnahmen, die etwa die geschwächte Abwehrkraft steigern könnten, für geradezu unverantwortlich.

Krebs ist ein so bedrohliches Krankheitsbild, dass man grundsätzlich nichts unversucht lassen darf, was Erfolg verspricht.

Dass Hamer den Zusammenhang zwischen Rauchen und Bronchialkarzinomen, zwischen chronischer Verstopfung und Enddarmkrebs, zwischen der Katastrophe von Tschernobyl und den gehäuften kindlichen Leukämien leugnet, ist nur ein insgesamt lächerliches Anhängsel seiner Theorie, das aber keineswegs ausreicht, den ganzen Ansatz zu widerlegen. Auch dass Hamer offensichtlich nicht den geringsten Zugang zur Homöopathie hat und diese schon mal locker als wertlos bezeichnet, sollte uns nicht verleiten, ihn in Bausch und Bogen zu verdammen. Es gibt leider noch so viele Ärzte, die keine Ahnung von Homöopathie haben. Sie alle abzulehnen, hieße auch die meisten Schulmediziner abzulehnen. Trotz all dieser und weiterer Peinlichkeiten kann ich Hamers Theorie doch ernst nehmen, nur leider nicht prüfen, denn dazu bedarf es der Ausrüstung mit moderner Apparatemedizin wie Computertomographen, über die allein die Schulmedizin verfügt.

Insofern kommt ihr als seinem Hauptgegner auch die Aufgabe seiner Widerlegung (oder Bestätigung) zu.

Schließlich kommt im Fall Hamer noch ein besonders heikler Punkt hinzu, der die Schulmedizin besonders erregt und ihr einen weiteren Vorwand liefert, seine Theorie so komplett zu ignorieren:
Er behauptet nämlich, seine Einsichten über mediale Eingebungen durch seinen verstorbenen Sohn erhalten und jedenfalls bestätigt bekommen zu haben. Hier beginnt für viele materialistisch eingestellte Menschen, wie es die meisten Wissenschaftler sind, psychiatrisches Gebiet, und in diese Ecke haben sie Hamer ja auch abgeschoben. Menschen mit spirituellem Hintergrund wissen jedoch, dass viele heilige Schriften durchgegeben oder – modern ausgedrückt – gechannelt sind. Auf dem spirituellen Weg begegnen einem solche Phänomene gar nicht selten. Auch bezüglich der Channel-Szene könnte man feststellen, dass das meiste, was uns auf diesem medialen Weg erreicht, zwar gut gemeinter, aber doch leicht durchschaubarer und meist aus den Egoproblemen des „Kanals“ gespeister Unsinn ist.

Aber folgt daraus, dass es immer so ist?

Sind das Johannesevangelium und der Koran nicht erwähnenswerte Gegenbeispiele? Die Existenz von Falschgeld spricht eben gerade nicht dafür, dass alles Feld Falschgeld ist, sondern belegt im Gegenteil sogar eher, dass es auch echtes geben muss. Diese Erkenntnis kann nicht nur beim Phänomen von medialen Durchgaben helfen. Das fordert im Zusammenhang mit Dr. Hamer von der Ärzteschaft zugegebenermaßen viel Demut, die sich Hamer mit seinen beleidigenden Rundumschlägen kaum verdient hat. Wenn es aber um die Wahrheit in einem der kritischsten Bereiche der Medizin und um das Leben vieler zukünftiger Patienten geht, müsste es doch möglich sein, als der klügere Teil nachzugeben. Kommt es zu keiner Aufarbeitung des bereits zerschlagenen Porzellans, werden die Folgen des Dramas immer irrationalere Formen annehmen.

Wem ist geholfen, wenn Hamer rufmäßig weiter öffentlich hingerichtet wird – ohne Beweise und ohne seriöse Untersuchung?

Für seine Anhänger wird er so immer mehr zum Märtyrer und seine eigene Verschwörungstheorie bekommt weitere Unterstützung. Die Schulmedizin könnte sich fragen, ob sie es wirklich nötig hat, sich Patienten mittels Staatsgewalt zwangsweise zuführen zu lassen. Was Hamer selbst angeht, wäre zu bedenken, dass es nicht einmal die Sowjets seinerzeit geschafft haben, ihre Kritiker mittels Psychiatrisierung mundtot zu machen. Und Hamer ist ein ausgesprochener Dissident, wenn auch ein medizinischer. Soll seine Theorie, die tatsächlich das ganze Lehrgebäude der Schulmedizin grundsätzlich in Frage stellt, vom Tisch, bleibt letztlich nur der Weg der seriösen Überprüfung, nicht einmal nur Dr. Hamer, sondern seine zukünftigen Patienten, die die Schulmedizin lieber Opfer nennt, zuliebe. Entweder entzieht ihm die vorbehaltlose Überprüfung seiner Thesen alle weiteren Opfer oder die beschert ihm beziehungsweise jenen Psychotherapeuten, die wirkliche Hilfe im seelischen Bereich anbieten, eine Flut von neuen Patienten – je nach Ergebnis.

Nachdem sie sich so siegessicher und überlegen fühlt, müsste die Schulmedizin dieses „Risiko“ doch leicht eingehen können.

Alles andere trägt nur zu weitere Verwirrung bei und schade obendrein den übrigen Ansätzen im Bereich der Psychoonkologie.

1 siehe hierzu das allgemeine Kapitel „Krebs“ in „Krankheit als Sprache der Seele“ oder die Kapitel zu Brustkrebs, Gebärmutterkrebs und die anderen gynäkologischen Krebsarten in „Frauen-Heil-Kunde“ (beide bei Bertelsmann)

 

Hier gehts zur Uni-URKUNDE der NEUEN MEDIZIN
[LINK: http://www.heilpraktikergesetz.de/uni-prag.html ]
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Wer steckt hinter http://www.heilpraktikergesetz.de ?

http://www.heilpraktikergesetz.de/uni-prag.html

[*QUOTE*]
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Universität Trnavská bestätigt Neue Medizin


[BILD: http://www.heilpraktikergesetz.de/bilder/hamer-prag.jpg ]

Hier lesen Sie eine Beurteilung von Dr. med Rüdiger Dahlke über Dr. Hamer "Neue Medizin"
[LINK: http://www.heilpraktikergesetz.de/dahlke-hamer.html ]
   
Synergetik Therapie Institut
EMail: kamala@synergetik.net
Homepage: www.synergetik.net    
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35649 Bischoffen-Roßbach
Tel.: (0 64 44)13 59 + 60 14
Fax.: (0 64 44) 61 36
Umatzsteuer-Identifikations-Nr. 039 832 30246
Zuletzt aktualisiert am: 20-Apr-2004 19:23
made by Kerstin Kellermann
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[*/QUOTE*]


"Synergetik Therapie Institut"... Aha, Bernd Joschko und seine Helfer...
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« Last Edit: January 20, 2008, 04:32:54 AM by ama »
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ama

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Rüdiger Dahlke, ein Psychoterrorist als Arzt
« Reply #3 on: March 11, 2010, 11:13:38 AM »

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RubyCat

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Re: Rüdiger Dahlke, ein Psychoterrorist als Arzt
« Reply #4 on: February 24, 2012, 04:41:50 AM »

Im Ratio-Blog von Michael Hohner findet man zwei bemerkenswerte Beiträge. Kranke sollten sie besonders aufmerksam lesen.

http://www.ratioblog.de/entry/warum-tv-debatten-vergeudete-zeit-sind#c476

[*quote*]
Kommentar #7 von emma am 16. Dezember 2010, 13:26:58 Uhr: 

Während meiner Internetrecherchen über einen gewissen Herrn Dahlke bin ich auf die Sendung von Frau Maischberger gestoßen und habe mir diese mit großem Interesse angesehen. Ich bin sehr dankbar, dass dieses Thema in die Medien kommt und kann daher die Überschrift von dem obigen Beitrag von Micheal Hohner "Warum TV-Debatten vergeutete Zeit sind" nicht vollständig teilen. In vielen Jahren haben mich die Theorien von Herrn Dahlke psychisch sehr belastet, obwohl ich immer wusste, dass sie im meinem Fall nicht zutreffen. Nicht nur seine Theorien, auch andere Einflüsse (aber auch seine Theorien) haben in meinem Fall dazu geführt, dass ich notwendige Arztbesuche verweigerte, trotz einer Krankheit, die im Extremfall auch lebensbedrohlich werden kann. Da bis dato aus meiner subjektiven Sicht scheinbar "die ganze Welt" den Theorien eines Herrn Dahlke zuzustimmen schien, habe ich meine Kritik nie ausgesprochen. Daher bin ich sehr dankbar über die Sendung und auch dieses Forum, denn es zeigt mir, dass esotherische Theorien, wie sie Herr Dahlke verbreitet, durchaus kritisch betrachtet werden, allein dieses Wissen hat mir persönlich sehr geholfen.

Auffallend war, dass sich Herr Dahlke in den Diskussionen sehr zurückgehalten hat. Vielleicht, weil er sich dadurch nicht der öffentlichen Kritik an seinen Theorien stellen müsste? Oder warum? Wäre interessant zu wissen. Wie auch immer, eine kritische und öffentliche Diskussion und Auseinandersetzung über seine Theorien und seine Person (Lebensweg, Ausbildung, aktuelles Wirken) wäre aus meiner Sicht ein äußerst wichtiges öffentliches Thema.

Die Sendung beinhaltete einen ganz wichtigen und entscheidenden Satz, den Herr Dahlke aussprach: "Krankheit als Symbol wird an den Unis gelehrt." Das bedeutet ja auch, dass ein Buch und Thesen, die keine wissenschaftlich fundiere Basis besitzen, ihre Verbreitung an Unis finden! Und dass es sich hierbei um wissenschaftlich nicht bewiesene Thesen handelt, geben die Autoren des Vorgängerbuches "Krankheit als Weg" (ein Buch z.Tl. mit unmenschlichen Thesen) im Vorwort offen zu: "Dieses Buch ist nicht 'wissenschaftlich', denn es fehlt ihm die Vorsicht der 'wissenschaftlichen Darstellung'. Da stellt sich mir die Frage, ob die Autoren es in Kauf nehmen, Betroffene und Menschen in gesundheitlichen Notlagen zu verletzen und zu schädigen?

Zurück zu dem Ausspruch "Krankheit als Symbol wird an den Unis gelehrt." Weitergedacht heißt das, dass diese nicht bewiesenen Thesen über die Lehre an den Unis Einzug in Praxen jeglicher Art halten (von der Arzt-, über die psychologische und Heilpraktikerpraxis bis hin zur physiotherapeutischen Praxis)! Und dass unbedarfte Menschen damit konfrontiert werden. Ist das der richtige Weg mit Menschen umzugehen, die von Krankheiten geschwächt (für die sie nichts können, v.a. wenn sie sie von Geburt an haben) und hilfesuchend zu einer Fachperson gehen? Ein weiterer wichtiger Satz von Herrn Dahlke während der Sendung war, dass zu ihm Menschen kommen, die "... austherapiert sind". Und das ist ein ganz entscheidender Unterschied! Treffe ich auf Herrn Dahlkes Thesen, während ich mit einer Krankheit kämpfe (und ihn dadurch von der Hoffnung nach Hilfe gezwungenermaßen konsultiere) und der mir dann sinngemäß sagt, ich wäre für meine Krankheit verantwortlich? Oder komme ich in einer austherapierten und damit gestärkten Situation? Gebe ich dem Menschen eine Anleitung an die Hand, die er auch (ganz wichtig) kritisch betrachten darf (die Bücher machen auf mich nicht den Eindruck, dass sie Kritik zulassen, aber ich kann mich hier auch täuschen). Und wenn der Betroffene die Anleitung als sinnvoll für sich betrachtet, kann er dann mit der geforderten Selbstverantwortung entscheiden, ob er die Anleitung für sich annehmen kann. Wo bleibt da die Verantwortung derer, die unhaltbare und unwissenschaftliche Theorien in die Welt setzen und verbreiten?

Ich jedenfalls habe beschlossen, mir unwissenschaftliche Behauptungen in meinem weiteren Leben nicht mehr aufdrängen und einreden zu lassen und mich nicht mehr davon beeinflussen zu lassen (ich hatte leider bereits seit dem Kleinkindalter damit zu tun, war daher schwierig, all diese Einflüsse von sich abzuhalten). Mein Maßstab ist: Es muss mir nach einer Behandlung besser gehen, nicht schlechter.

Ich möchte mich herzlich für die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema bedanken!
[*/quote*]


http://www.ratioblog.de/entry/warum-tv-debatten-vergeudete-zeit-sind#c674

[*quote*]
Kommentar #9 von emma am 2. März 2011, 01:38:32 Uhr: 

Sehr gerne rezensiere ich das Buch. Ich halte das Buch und diejenigen, welche die Thesen ohne zu hinterfragen weitertragen, für gefährlich. Die Auswirkungen sind unabsehbar. Leider ist das Verbreiten ohne zu hinterfragen aber mittlerweile scheinbar übliche Praxis.

Gefährlich halte ich es auch, wenn man über seinen Fachbereich hinaus arbeitet und nicht sagt "hier hört mein KnowHow auf, dafür sind sie hier und dort besser aufgehoben." Ich wage es die Behauptung aufzustellen, dass leider zu oft vorkommt (vielleicht begründet auf die Ausbildungen?)

Ich werde mir in Zukunft auch die Freiheit rausnehmen, mir die Ausbildungsnachweise von den Personen zeigen zu lassen, die im Gesundheitsbereich tätig sind (hier gibt es mittlerweile ja so viele Berufbezeichnungen, die z.B. nicht gesetzlich geschützt sind, z.Tl. nur 2 Jahre dauern, einseitig ausgerichtet sind und mit Halbwissen auf die Menschheit losgelassen wird). Als Patient bin ich kein Versuchkaninchen für schlecht ausgebildete Menschen und dagegen wehre ich mich. Für mich ist eine fundierte und vielseitig ausgerichtete Ausbildung (und das braucht nun einmal Zeit) ein Kriterium, das Qualität verspricht.

Die Gefahr, die ich in dem Buch von Dahlke sehe ist, dass es sich in keinster Weise bemüht, die Dinge von mehreren Seiten zu betrachten. In verschiedenen Fachbereichen gibt es den Begriff der Ganzheitlichkeit: Körper - Geist - Seele oder Kopf - Herz - Hand. In anderen Fachbereichen mag es vielleicht anders bezeichnet werden, sie meinen aber alle das gleiche: Betrachte die Dinge im Zusammenhang. Den Fehler, den das Buch meiner Meinung nach macht ist, dass es den Anspruch erhebt zu wissen, wo der Anfang liegt und dass man die Auswirkungen selbst hervorrufen/beeinflussen könne. Zusätzlich greift es gnadenlos an, das macht es inhuman. Das Buch erklärt schlicht und ergreifend falsch, lässt viele Einflussfaktoren einfach mal unter den Tisch fallen und pauschalisiert etwas, was sehr individuell ist. Das kann fatale Auswirkungen haben.

Übrigens habe ich gelesen, dass Dahlke in Deutschland gar nicht praktizieren darf und hier keine Zulassung mehr hat. Ob das stimmt, weiß ich nicht, würde mich aber nicht wundern. Leider konnte ich nicht herausfinden, warum er keine Zulassung mehr hat.
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