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Author Topic: Öko-Schwindel  (Read 3249 times)

Tambora

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Öko-Schwindel
« on: January 29, 2009, 08:20:42 AM »

http://www.animal-health-online.de/vog/mogel.html

Mogelpackung "Ökoei"
Mehr Salmonellen, mehr Arzneimittel, höhere Umweltbelastung!
von Dr. Manfred Stein aus Gyhum
Prächtig bunte Hähne und freudig gackernde Hennen scharren munter im Hühnerhof. So wünschten sich viele Konsumenten die Produktion von Eiern in der alternativen Legehennenhaltung. Bei diesen artgerechten Haltungsbedingungen dürfte die Anwendung von Arzneimitteln nicht notwendig sein. Die Umwelt wird geschont! Rückstände? Salmonellen? Kein Thema!!! Was kann es Schöneres geben? Und so haben Boden - und Freilandeier in der Bundesrepublik einen Marktanteil bei Schaleneiern zum Verbrauch in Privathaushalten von etwa 14% - 19% ( ZMP, 1996 u. 2002) erobert.
Wirklich glückliche Hühner?
Keine Frage, die Käfighaltung ist nicht tiergerecht, wenig Platz, ein artgerechtes Verhalten ist nicht möglich. Auf der anderen Seite lassen sich Käfigbatterien nach jedem Ausstallen gründlich desinfizieren, die Ställe sind klimatisiert. Da der Kot durch Roste fällt und regelmäßig aus dem Stall gebracht wird, kommen die Tiere nur wenig in Kontakt mit ihren Ausscheidungen.
Mahnende Stimmen, die seit vielen Jahren vor den Problemen und Risiken einer Boden - und Auslaufhaltung warnten, wurden und werden von vielen alternativen Geflügelhaltern ignoriert. In dieser Haltungsform unterliegen die Hühner einer erhöhten hygienischen Belastung, da ein ständiger Kontakt mit der Einstreu und dem darin enthaltenden Kot besteht. In den Bodenhaltungen ist eine laufende Kotentfernung ebenso ausgeschlossen wie in der Auslaufhaltung. Zugluft, Nässe (Regen, Schnee) und Unterkühlung (Herbst, Winter), Stressfaktoren, die insbesondere in der Auslaufhaltung praktisch unvermeidbar sind, bewirken bei den Tieren eine reduzierte Abwehrfähigkeit gegen Krankheitserreger. Hühner in Freiland - und Bodenhaltung sind nach dänischen Untersuchungen deutlich häufiger mit Rund - und Bandwürmern infiziert als Käfighennen (Permin A et al., 1999). Die in der Freilandhaltung vergleichsweise häufig vorkommenden Mischinfektionen mit Pasteurellen und Darmparasiten (Ascaridia galli) belasten die Tiere besonders intensiv, was sich in geringeren Tageszunahmen und einer reduzierten Legeleistung niederschlägt. Zudem werden die Tiere durch die Parasiteninfektion anfälliger für einen Ausbruch der Geflügel-Cholera (Dahl C. et al., 2002). Da bei erkrankten Tieren ein längerwährender Kontakt mit den über die Exkremente ausgeschiedenen Krankheitserregern besteht, reinfizieren sich die Tiere laufend (Siegmann, 1993).
Mit Durchfallkot durchweichte Einstreu oder ein regennasser Auslauf läßt die Haut aufweichen, Krankheitserreger können in die Haut eindringen. Hieraus resultiert die Notwendigkeit, daß Arzneimittel im Vergleich zur Erkrankungen in der Legebatterie deutlich länger und häufiger eingesetzt werden müssen (Woernle, 1982; Heider u. Ma., 1992; Grashorn, 1993). Der Medikamenteneinsatzes in der Boden und Auslaufhaltung kann sich um das Sechsfache steigern (Woernle, 1982), so daß derartige Haltungssysteme von Fachleuten als "medikamentenabhängig" zeichnet werden (Tüller, 1996).
Freilandhaltung mit Risiko
Ein unkalkulierbares Risiko für den Geflügelhalter in der Freilandhaltung ist neben der Bedrohung durch Raubtiere (Füchse, Raubvögel) der Eintrag von Krankheitserregern wie Salmonellen, Pasteurellen, Wurmeiern, Toxoplasmen und Coccidien (einzellige Parasiten) durch Tauben, Möwen, Wassergeflügel, Spatzen, Regenwürmern, Käfern, Schnecken, Katzen, Ratten und Mäusen (Boch u. Supperer, 1983; Böhm, 1993). Als typische Erkrankungen der Bodenhaltung werden Botulismus, Hautentzündungen, Salmonellosen, Fußballengeschwüre, Parasitosen und Bindehautentzündungen durch hohe Ammoniakgehalte (Drost u. Ma., 1995) in Stallbodennähe beschrieben (Heider u. Ma., 1992; Grashorn, 1993; Ellendorf, 1997). Da es unmöglich ist, den Auslauf zu desinfizieren (Hoop, 1995), muß jederzeit mit dem Aufflackern dieser Erkrankungen bzw. mit einer Reinfektion z.B. mit Salmonellen gerechnet werden (Müller u. Ma., 1994).
Eine Reihe von Erkrankungen wie die Geflügeltuberkulose (Woernle, 1982; Ravelhofer-Rotheneder; 2001), Cholera (Pasteurella multocida, fakultativ humanpathogen) und Rotlauf treten nur noch in der Auslaufhaltung auf (Morgenstern u. Lobsiger, 1994). Durch die erhöhte Krankheitsanfälligkeit sind Auslaufhaltungen auch ein Infektionsrisiko für Wildvogelpopulationen.
Kannibalismus
Deutlich häufiger als in der Intensivhaltung werden Kannibalismus und Federpicken beobachtet (Siegmann, 1993). Aggressives Federpicken nimmt mit steigender Gruppengrösse zu (Bilcík, B. u. Keeling 2000. Um Kannibalismus vorzubeugen, werden den Hennen in Bodenhaltung der Schnabel gekürzt, was wiederum von Tierschützern heftigst kritisiert wird. Erst kürzlich (DGS 1 / 97 S. 27) wurde über eine Auslaufhaltung von 5000 Hennen berichtet, bei der durch den Verzicht auf das Schnabelkürzen täglich 60 - 70 Hennen durch Kannibalismus zu Tode kommen. Als Auslöser werden unter anderem Juckreiz und Hauterkrankungen genannt, die in der Auslauf - und Bodenhaltung deutlich häufiger auftreten als in intensiven Haltungssystemen (Morgenstern u. Ma., 1995). Die oft komplizierte Gestaltung alternativer Haltungssysteme erschwert die Bekämpfung von Milben. Die fehlende Erfahrung der Besitzer in neuen, kleinen Beständen kann auch eine Rolle spielen (Morgenstern u. Lobsiger, 1994). Der Verzicht auf Tiermehl (vegetarische Ernährung) bei der Fütterung von Legehennen in der Schweiz, hat zu einem sprunghaften Anstieg von Kannibalismusfällen geführt (Morgenstern, 1996).
"Hühnermüdigkeit"
Trotz sorgfältiger Pflege des Auslaufes droht "Hühnermüdigkeit", die durch Wechsel des Auslaufes und Arzneimitteleinsatz, der dann zwangsläufig zu Arzneimittelrückständen in Eiern führt, gemindert werden kann (Siegmann, 1992). Unter Praxisbedingungen werden nach mehrjähriger Nutzung einer Auslaufhaltung trotz intensivem Arzneimitteleinsatzes Tierverluste von mehr als 30 % (!) berichtet (Tüller, 1996). Wissenschaftler aus der Schweiz, wo die Käfighaltung seit den 01.01.92 verboten ist, berichten von einer Verdreifachung der Tierverluste im Auslauf (Morgenstern, 1996). Auch Biobetriebe sind vor Atemwegsinfektionen, Coccidien und Tierverlusten nicht gefeit. So beklagte man (Zollitsch u. Ma., 1995) auf der 3. Wissenschaftstagung zum ökologischen Landbau im Januar 1995 in Kiel Tierverluste durch Coccidien von bis zu 50% (!) und den "nicht richtliniengemäßen" Einsatz von Coccidiostatica bei Bio - Hühnern. Auch Untersuchungen der Freien Universität Berlin (Hafez HM. et al. 2001) und Berichte aus der Praxis (DGS 2000) belegen Tierverluste bis 50%.
Wirklich umweltfreundlich ?
Auch bei der Umweltfreundlichkeit sind Zweifel angebracht. Durch das ständige Scharren in der Einstreu und im Auslauf wird das Bodenmaterial ständig umgeschichtet, Luftsauerstoff kann hinzutreten, Ammoniak entweicht, da der Kot im Auslauf sehr feucht (Regen) ist und so eine Diffusion des Ammoniak erleichtert wird. Nach neueren Untersuchungen erhöht sich im Vergleich zur Batteriehaltung in der Bodenhaltung die Stickstoffemissionen um das Vierfache (Odenburg, 1990). Ein beachtlicher Teil dieser Stickstoffverluste geht als Lachgas in die Atmosphäre, wo es die Ozonschicht schädigt. Schadgase, Pilze, Bakterien und Endotoxine, Schadstoffe, die für Allergien und Bronchitis bei Arbeitern und Anwohnern von Geflügelhaltungen verantwortlich gemacht werden, treten in Bodenhaltung in deutlich höheren Konzentrationen auf (Drost u. Ma., 1995, Tabelle 1, Ellendorf, 1997).
Tabelle 1: Luftgetragene Schadstoffe und Keime in unterschiedlichen Legehennenhaltungen (Drost u. Ma., 1995).
  Boden / Volierenhaltung  Käfighaltung  Steigerung um  
das .....fache
Staub, mg / m3 8,9 - 16,9 1,9 4,7 - 8,9
Pilze, KBE* / m3 7500 - 75000 2700 2,8 - 27,8
Bakterien KBE* / m3 280.000 – 1 Mio 56000 5,0 – 17,9
Endotoxine, ng / m3 361 - 367 19 19,0 - 19,3
Ammoniak, mg / m3 12,9 - 32,3 3,2 4,0 - 10,1
Kohlendioxyd, mg / m3 1649 - 3075 1681 1,0 - 1,8
* KBE = koloniebildende Einheiten
In der Auslaufhaltung sind die Exkremente der Hühner gänzlich unkontrollierbar. Da die Tiere auch bei größerem Flächenangebot ihren Kot nicht gleichmäßig über den Auslauf verteilen, finden sich insbesondere in Stallnähe (Siegmann, 1992) Areale, die völlig kotverätzt sind. Von hier aus versickert der Kot im Boden und gefährdet so das Grundwasser oder gelangt mit dem nächsten Regen im nächsten Bächlein (Meierhans u. Menzi, 1995). Auch bei Mastschweinen in Weidehaltung wird ein Eintrag von Phosphaten und Stickstoffverbindungen in tiefere Bodenschichten beobachtet (Brandt, 1995). Hingegen kann der Gesetzgeber über die Düngeverordnung die Ausbringung des Kotes in der Intensiv - und Bodenhaltung regulieren.
Mehr Futter und Exkremente pro Ei
Durch die ausgiebige Bewegung und ungeregelte Stalltemperaturen entsteht in der Auslaufhaltung pro produziertem Ei ein Futtermehrbedarf von etwa 20% (Grashorn, 1993; Tüller, 1996) und hieraus resultierend ein Mehrbedarf an Fremdenergie z.B. für die Futterherstellung und einen um 20% erhöhten Flächenbedarf für die notwendige Mehrproduktion an Futter. Die niedrige Leistung schlägt sich auch in relativ höheren Stickstoff - und Phosphoremissionen in Kot nieder, was die Ökobilanz zusätzlich belastet (Grashorn, 1993). Der Aufwuchs (Gras, Kraut) im Auslauf, der durch die Überdümgung durch den Hühnerkot in seiner Zusammensetzung verändert oder mehr oder weniger volständig weggeätzt wird, hat für die Ernährung der Tiere keine Bedeutung. Käfer und Regenwürmer, die auf dem Speiseplan stehen sind eher ein Gesundheitsrisiko (siehe oben) als kalkulierbare Proteinquelle für die Tiere.
Flächenverbrauch
Stünde jeder Legehenne entsprechend der geplanten EU - Ökoverordnung 10 Quadratmeter Auslauf zur Verfügung, ließe sich der Krankheitsdruck etwas senken. Aber schon bei der Umstellung der deutschen Eierproduktion nach 2007 auf Boden - und Auslaufhaltung wird allein für die Umstellung eines größeren deutschen Eierproduzenten eine Fläche von mehr als 10.000 Hektar benötigz. Diese Fläche steht zur Zeit in Deutschland am Markt nicht zur Verfügung. Hierzu kämen noch Ackerflächen für den Getreide - und Futteranbau. Da im ökologischen Landbau z.B. beim Weizen im Vergleich zum konventionellen Landbau mit um 40% geringeren Hektaerträgen gerechnet werden muß, entstünde durch die ökologisch bewirtschafteten Ackerflächen ein entsprechend größerer Flächenverbrauch. Aber wohin mit den Menschen, Wäldern,Naherholungsgebieten, schützenswerten Feuchtbiotopen? Wo in Zukunft Industriegüter, nachwachsende Rohstoffe und andere Lebensmittel produzieren? Absurd! Realitätsfern!
 
Besserer Geschmack?
Bei einem Eiertestessen, welches vom WDR und der Landwirtschaftskammer Rheinland veranstaltet wurde, schnitten Käfigeier im Vergleich zu Eiern aus der Auslaufhaltung geschmacklich und bei den Kriterien Schalenqualität, Dotterfarbe und Beschaffenheit des Eiklars deutlich besser ab. Offensichtlich hat die Haltungsform kaum einen Einfluß auf Qualität und Geschmack (DGS, 1995).
Sind Ökoeier gesünder?
Nach Untersuchungen des Institutes für Kleintierzucht in Celle ist der Verschmutzungsgrad bei Eischalen aus der Freilandhaltung etwa fünfmal so hoch wie bei Eiern aus der Käfighaltung. Noch krasser ist der hygienische Unterschied bei den Keimzahlen: Während Käfigeier mit bis zu 240 coliformen Keimen behaftet sind, erreichen Eier aus der Bodenhaltung 4,7 Millionen Keime. Freilandeier gelangten in dieser Untersuchung mit bis zu 8,2 Millionen coliformen Keimen pro Ei unangefochten auf den Spitzenplatz. Eine hohe Keimbesiedelung der Schalenoberfläche führt auch zu einer Keimbesiedlung von Eiweiß und Dotter (Matthes, 1983, Tabelle 1).
Tabelle 2: Häufigkeit der Kontamination von Hühnereiern aus Auslauf-, Boden- und Bodenhaltung mit Schmutzkeimen wie Escherichia coli, Proteus u. a. (Matthes, 1983)
Auslaufhaltung Bodenhaltung Käfighaltung
Schalenoberfläche 53,0% 28,1% 11,3%
Innere Eischale
(Keimpenetration) 5,0% 2,5% 0,0%
Eidotter 3,1% 0,6% 0,0%
Dies belegt, daß die Bevorzugung von Eiern aus Freiland - und Bodenhaltung aus Hygiene - und Gesundheitsgründen nicht haltbar ist. Prof. Siegmann (1992) vom Institut für Geflügel der tierärztlichen Hochschule Hannover urteilt in einem Fachbuch: "Der Käufer von Freilandeiern erhält für einen höheren Preis eine lebensmittelhygienisch schlechtere Qualität". Die Bodenhaltung wirkt sich im Bezug auf die Salmonellenbekämpfung nachteilig aus. Rund zwei Drittel der wegen Salmonellenbefall gereinigten und desinfizierten Betriebe (in der Schweiz) mußten bei der Schlußkontrolle bemängelt werden, da immer noch Salmonellen gefunden wurden. Alte Ställe lassen sich kaum mit vernünftigem Aufwand desinfizieren (Hoop, 1995).
Wie sicher sind Ökoeier?
Das die beliebten Ökoeier zumeist in Kleinbetrieben unter 250 Tieren produziert werden, unterliegen diese Betriebe in der Bundesrepublik nicht der Hühner - Salmonellen - Verordnung. Somit entfallen für diese Kleinbetriebe die Impfpflicht gegen Salmonellen nach § 2, die betriebseigenen Kontrollen nach § 3, die Mitteilungspflicht an die Behörden nach § 4, die amtlichen Untersuchungen nach § 5 und die behördlichen Schutz - und Hygienemaßnahmen nach §§ 6 - 10 nach der Hühner - Salmonellen - Verordnung. Somit sind kleine Auslaufhaltungen Risikohaltungen! Nach einer Schweizer Untersuchungen stellen einmal mit Salmonellen infizierte Freilandlegehennen eine andauernde Verbrauchergefährdung da, da diese Tiere die Infektion nicht überwinden und immer wieder Eier legen, die mit Salmonellen belastet sind. Insbesondere bei "verlegten Eiern", die erst nach einigen Tagen gefunden werden, kommt es insbesondere bei warmem Sommerwetter zu einer Massenvermehrung von Salmonellen (Müller u. Ma., 1994), die dann auch in das Eiinnere gelangen können. Und so ist nach britischen Untersuchungen der Verarbeitung von Freilandeiern im Haushalt ein bedeutender Risikofaktor für eine Salmonelleninfektion (Parry SM et. al., 2002).
Arzneimittelrecycling
Weitere Probleme ergeben sich dadurch, daß Arzneimittel mit dem Kot oder auch direkt in die Einstreu oder den Auslauf gelangen. Mit dem Scharren und Picken nehmen die Hühner Arzneimittelreste wieder auf. So können Arzneimittelrückstände noch nach Wochen nachgewiesen werden (Woernle, 1984; Friedrich, 1985; TGD Bayern, 1986 u. 1988; Hafez u. Ma., 1988, Tabelle 2). Es treten auch Rückstände bei Tieren auf, die nicht einer Behandlung unterworfen wurden, da diese Tiere ebenso ungewollt Arzneimittelreste aus der Einstreu aufnehmen.
Da die Wartezeiten für Arzneimittel durch Versuche an Batteriehennen festgelegt wurden, dürften die Arzneimittelwartezeiten in der Boden - und Auslaufhaltung durch den "Recyclingeffekt" völlig unzureichend sein und müssen für diese Haltungsform neu festgelegt werden. Ob Antibiotikarückstände in Lebensmitteln (Eiern) in der Darmflora des Konsumenten resistente Bakterien erzeugen können, ist bisher nicht eindeutig belegt. Einige wenige Versuche mit Versuchspersonen und Versuchstieren brachten bisher keine eindeutigen Ergebnisse (Löscher, 1996). Wenn Parasiten und Krankheitserreger immer wieder mit Arzneimittelmengen, die unterhalb einer therapeutisch wirksamen Konzentration liegen, in Kontakt kommen, ist eine Resistenzbildung bei Bakterien (Salmonellen), Würmern und Coccidien vorprogrammiert (Löscher u. Ma., 1994).
Tabelle 3: Unterschiede in der Dauer der Ausscheidung von Arzneimittelrückständen über das Ei bei Legehennen in Käfig- bzw. Bodenhaltung (Hafez u. Ma., 1988; Friedrich u. Ma., 1985: TGD Bayern, unveröffentlchte Daten, 1986 u. 1988).
Wirkstoff,
Konzentration Behandlungsdauer Nachweisdauer von Arzneimittel-
rücktänden im Ei in Tagen nach
Behandlungsende
  Käfig Boden
Meticlorpindol
102 mg / kg Futter 14 Tage
(14.-16. Woche) nicht nachweisbar 28 nach Legebeginn
Meticlorpindol
2 mg / kg Futter 29 Tage 2 4
Nicarbazin
129 mg / kg Futter 6 Tage 28 über 60
Nicarbazin
2 mg / kg Futter 29 Tage 16 über 60
Tetracyclin
500 mg / l Wasser 7 Tage 26 37
Enrofloxacin
50 mg / l Wasser 4 Tage 8 über 46
Reinen Wein einschenken!
Da viele Bundesbürger völlig vom Landleben entfremdet sind und eine Vorstellung von Landwirtschaft haben, die eher an "science fiktion" oder "Disneyland" erinnert, sind viele von ihnen der Mogelpackung von den "gesunden Eiern von glücklichen Hühnern" aufgesessen. Freilandeier werden mystifiziert und gelten als "gesund. Um dieser Logik zu folgen, wird - oft in Unkenntnis der tatsächlichen Risiken - auf einfachste Hygienemaßnahmen verzichtet, die sich über Generationen aus der Erfahrung mit Lebensmittelrisiken entwickelt haben. Eine seriöse Verbraucherberatung muß auf bestehende Rückstands - und Hygienerisiken hinweisen, so daß sich insbesondere empfindliche und infektionsgefährdete Risikogruppen, die ganz bewußt die "gesunden Freilandeier" bevorzugen (Rheumatiker, Diabetiker, Transplantierte, alte Menschen, HIV-Infizierte, Kleinkinder), durch einen hygienischen Umgang mit Eiern schützen können.
Fazit: Kompromisse bei der Hennenhaltung und ein reduzierter Eierkonsum sind unausweichlich. Ob aber die vielen kleinen Hennenhalter die hohen Investitionskosten in eine technisch komplizierte und aufwendige Volierenhaltung verkraften können, ist mehr als fraglich. Der Konsument muß in Zukunft aus Gründen des Tierschutzes eine qualifizierte Versorgung der Tiere mit modernen Arzneimitteln und eine damit verbundene höhere Belastung mit Rückständen akzeptieren. Unkalkulierbar aber ist das Verbraucherverhalten. Er dürfte bei sinkenden Realeinkommen und mehr als 4 Millionen Arbeitslosen eher das 10-Cent-Ei von Aldi kaufen. Läßt sich der Verbraucher in absehbarer Zeit ändern? Karl Marx ist schon einmal gescheitert.
Literatur
•  Anon, DGS-Intern 1995/Nr.11/S.1
•  Anon, DGS-Magazin 1997/Nr.1/S.27
•  Bilcík, B. u. Keeling, L.J.: Appl. Anim. Behav. Sci. 68, 55-66 2000
•  Boch, J, Supperer, R, Veterinärmedizinische Parasitologie. Parey Verlag, Berlin 1983
•  Böhm, R, Dtsch Tierärztliche Wochenschrift 1993/100/S.275-278
•  Dahl C. et al., Vet Microbiol 2002 May 24;86(4):313-24
•  DGS intern Woche 15/2000, S.5
•  Drost, H, van der Drift, DW u. Oude Vrielink, HHE (1995): Labour hygiene. In: Aviary housing for laying hens( Blockhuis, HJ, Metz, JHH, eds) IMAG-DLO Report 95 - 31, S. 103 - 116
•  Ellendorf, F, DGS-Magazin 1997/Nr.1/S.24-27
•  Friedrich, A. et al, Tierärztliche Umschau, 1988/40/S. 190 - 199
•  Grashorn, M, DGS 1993/Nr.34/S.10-14
•  Hafez HM et al, Tierärztliche Praxis (Großtiere) 3 / 2001 S. 168
•  Hafez, HM et al. Tierärztliche Umschau 1988/43/S. 126-131
•  Heider, G et al: Krankheiten des Wirtschaftsgeflügels. Bd. I u. II, FischerVerlag, Jena - Stuttgart 1992
•  Hoop, R, Swiss Vetenary 1995/12/S.11-15
•  Kösters, J, Müller, W, Zentralblatt der Veterinärmedizin 1970/ B17/S.154-158
•  Löscher, W et al, Grundlagen der Pharmakotherapie bei Haus - und Nutztieren, Parey Verlag, Berlin 1994
•  Matthes, S, Hohenheimer Arbeiten 1983/126/S.86-101
•  Meierhans, D, Menzi, H, DGS-Magazin 1995/Nr.9/S.12-17
•  Morgenstern, R et al., Vortragsveranstaltung des Bayerischen Geflügelwirtschaftsverbandes 1994, zit. n. DGS-Magazin 1995/Nr.2
•  Morgenstern, R, Lobsiger, Ch, Lohmann Information 1994/Jan.-Apr./S.13-15
•  Morgenstern, R, zit. n. Landwirtschaftsblatt Weser-Ems 1996/ Nr.46/S.24-25
•  Müller, C et al., Mitteilungen aus dem Gebiete der Lebensmittel-Hygiene 1994/85/S.235-244
•  Oldenburg, J, Staub-Reinhaltung der Luft 1990/50/S.189-195
•  Parry SM et. al., Epidemiol Infect 2002 Oct;129(2):277-85
•  Permin A et al., Br Poult Sci 1999 Sep;40(4):439-43
•  Ravelhofer-Rotheneder, K., Vet-MedReport Sonderausgabe V4, S. 1, 25. Jahrgang Juli 2001
•  Siegmann, O: Kompendium der Geflügelkrankheiten. Parey Verlag, Berlin 1993
•  Siegmann, O: Krankheiten des Wirtschaftsgeflügels. Bd. I, Fischer Verlag, Jena - Stuttgart 1992
•  Tiergesundheitsdienst Bayern, 1986 u. 1988, unveröffentl. Daten
•  Tüller, R, Landwirtsch. Wochenblatt Weser-Ems 1996/Nr.16/S.46
•  Woernle, H et al, DGS 1986/Nr.43/S.1318-1320
•  Woernle, H, Deutsche Geflügelwirtschaft und Schweineproduktion (DGS) 1992/Nr.35/S.978-981
•  ZMP-Zentralbericht 1996/Nr.21
•  ZMP-Nachrichten 9. August 2002
•  Zollitsch, W et al., Beitrag zur 3. Wiss. Tagung des Ökologischen Landbaus in Kiel, Wiss. Fachverlag, Gießen 1995/S.57-60
http://www.animal-health-online.de/main/sind-bio-schweine-umweltschweine/#more-50

Aus den Europäischen Institut für Lebensmittel - und Ernährungswissenschaften, Hochheim
So wünschen sich Tier- und Umweltschützer die alternative Schweinehaltung: Rosige Schweinchen wuseln grunzend und quiekend im Stroh. Kein ätzender Ammoniakgeruch quält die empfindlichen Nasen des Borstenviehs. Die Umwelt wird geschont! Und so versprechen alternative Schweinehalter ihren Kunden Fleischgenuß mit ruhigem Umweltgewissen.
Und tatsächlich, aus bestimmten technisch und ökonomisch aufwendigen alternativen Haltungssystemen mit Einstreu und dem Zusatz von Fermentierhilfsstoffen entweichen im Vergleich zu Spaltenbodenhaltungen mit Güllekeller bis 30% weniger Ammoniak (1). Aber in anderen Einstreusystem (Tab. 2, Stalltyp 7 u. 8) werden höhere Ammoniakemissionen gefunden (3). In konventionellen Haltungssystemen kann durch die Umstellung von Voll- auf Teilspaltenböden mit Liegefläche die Ammoniakemissionen noch einmal um 40 % reduzieren (5).
Während Einstreumaterialien (Stroh, Holzschnitzel) nach der Verwendung offen als
"Misthaufen" (Rottemist) mit unkontrollierten Stickstoffemissionen (2) gelagert
werden, lassen sich durch die Abdeckung von Gülleoberflächen in Lagerbehältern (7, 8,
11) und durch eine moderne Gülle - Ausbringungsverfahren (9, 12, 15, 16) hohe
Minderungsraten bei den Schadgas- und Geruchsemissionen erreichen. Die Vergrößerung des
Güllelagerraums ist der wichtigste Ansatzpunkt, nicht nur um Ausbringungszeitpunkte
einhalten zu können, die zu geringen Stickstoff (Ammoniak) - Verlusten führen, sondern
zugleich, um die Ausbringungsmengen besser als bisher dem Düngebedarf anpassen zu können
(14, 16).
Die Nährstoffzufuhr pro Hektar Ackerfläche ist mit Miststreuwagen nur schwer
kalkulierbar, da das spezifische Gewicht von Festmist erheblich schwankt (12). Zudem wird
Stickstoff aus Mist deutlich schlechter von Pflanzen verwertet (14, Tab.: 3) als
Stickstoff aus Gülle. Es besteht also eher bei unsachgemäßer Ausbringung von Mist die
Gefahr, das Nitrat in das Grundwasser gelangt (14).
Ammoniak (NH3) gilt als Hauptschadgas aus der Tierhaltung (durchschnittl. 8 kg NH3 / GVE und Jahr) (15) und wird als Verursacher für den saueren Regen, Waldschäden, Auftreten von Pflanzenschäden in der Umgebung von intensiven Tierhaltungsbetrieben, extreme Algenblüte,
Vergrasung der Heide (4, 15, 16) verantwortlich gemacht. Die Folgen für Tiere von NH3
in der Stalluft sind reduzierte Gewichtszunahmen und Wirkung auf die Atemwege (15).
Neben Ammoniak emittieren Einstreusysteme im Gegensatz zu Spaltenbodenhaltungen mit
Güllekeller zehn mal mehr (+ 1000 %) (2) des "Ozonkillers" Lachgas (6, 13, 14).
Diese hohen Lachgasemissionen erhöhen zusammen mit Stickoxid - Emissionen (1) (ca. 5 %)
die gesamten Stickstoffemissionen durch alternative Einstreu - Haltungssysteme in die
Umwelt (1, Tab. 2). Die hohen Emissionen erklären sich neben der vergleichsweise hohen
Temperatur (2) in der Einstreu und dem ständigen Durchwühlen der Einstreu durch die
Schweine. Ebenso durch die Größe der emittierenden (Mist -) Fläche (2, 4, 10). Zudem
werden die meisten Alternativ - Schweine in sogenannten Offenställen gehalten, die durch
sehr hohe Luftwechselraten die Schadgase rasch aus dem Stall in die Umwelt verfrachten.
Sie werden durch den hohen Verdünnungsgrad kaum wahrgenommen, d. h. es stinkt nicht!
Ozonkiller Lachgas
Lachgas greift in die natürliche Ozonchemie ein, indem es der Stratosphäre Sauerstoff
entzieht, der so nicht mehr für die Ozonproduktion zur Verfügung steht. Ohne diese
Reaktion des Lachgases wäre etwa 25% mehr Ozon in der Stratosphäre vorhanden. Die
wichtigsten anthropogenen Quellen von Lachgas (N2O, Distickstoffoxid) sind
weltweit die Verbrennung von fossilen und biogenen Brennstoffen, die Verwendung von
stickstoffhaltigen Düngemitteln in der Landwirtschaft und wird natürlich bei der
bakteriologischen Zersetzung organischer Materie erzeugt.
Tab. 1: Ammoniak - und Lachgasemissionen im Vergleich (13)
Stalltyp    Ammoniakemission
in kg / Tierplatz u. Jahr    Lachgasemissionen
in kg / Tierplatz u. Jahr
Spaltenboden    3,93     0,15
Envirozyme -
Tiefstreu    2,70 - 3,10    1,43 - 1,89
Ecozyme -
Tiefstreu    4,80    1,89
Tab. 2 Gasförmige Stickstoffemissionen in verschiedenen Haltungssystemen (1)
Stalltyp    Gesamt - N - Verluste (Ammoniak u. Lachgas) in kg pro Umtrieb und
Mastschwein
1. Güllesystem    0,92
2. Tiefstreu mit Envirozyme    0,95*
3. Tiefstreu mit UMS-A-Ferm    1,23*
4. Tiefstreu mit Ecozyme    1,33*
5. Tiefstreu ohne Additiv, 70 cm tief    1,45*
6. Tiefstreu mit Bio-Aktiv-Pulver    1,55*
7. Tiefstreu ohne Additiv, 20 cm tief,
mit Nachstreuen    1,68*
8. Tiefstreu mit Ecozyme, 2 x
Mischen pro Woche    1,76*
* + 5% N - Verluste durch NO (Stickoxid)
Tab. 3 Mist verwertet Stickstoff schlechter (14)
Stickstoff (N) - Verwertung bei Rottemist und Gülle bei sachgerechter
Anwendung, ausgedrückt in Mineraldüngeraequivalenten (min. N = 100)
     Rottemist    Gülle
N - Verwertung kurzfristig bei Getreide u. Mais    15 - 25    50 - 70
N - Verwertung kurzfristig bei Blattfrüchten    30 - 50    80 - 100
N - Verwerung langfristig    50 - 70    70 - 90
Fazit
Eine Vielzahl von Untersuchungen belegen, daß es ein in allen Punkten (Ökonomie, Tier
- und Umweltfreundlichkeit) befriedigendes Haltungssystem auf Grund von negativen
Wechselwirkungen für Schweine nicht gibt (10).
Eine ökologische Überlegenheit der (Rotte) - Mistwirtschaft gegenüber richtig
betriebener Güllewirtschaft ist m. E. nach dem derzeitigen Wissensstand nicht erkennbar
(14). Auch die viel beachteten Nitratausträge in das Grundwasser wären bei richtig
betriebener Güllewirtschaft besonders in Gebieten mit hohem Viehbestand geringer als bei
Rottemistwirtschaft.
Das Nachdenken über die Nützlichkeit einer Rückkehr zum Rottemist eröffnet keine
realen Möglichkeiten zur Minderung der Umweltbelastung. Es ist m. E. zu fragen, ob es
nicht manchmal nur ein nostalgischer Traum ist, der die wirklich gegebenen Möglichkeiten
vernebelt und die laufenden Bemühungen und Maßnahmen zur Minderung der Nitratbelastung
bremst.
Es kommt darauf an, die Stickstoffverwertung z.B. durch Multiphasenfütterung und den
Einsatz von Aminosäuren zu verbessern (14, 15, 16). Nur so können die Emissionen
gemindert werden, welche Wasser, Böden und Luft belasten.

Literatur
1. Hoy, St. et al.: " Untersuchungen zur Schweinehaltung ohne Gülleanfall nach
dem Tiefstreubettverfahren - Abschlußbericht", Uni - Leipzig, Sept. 1996
2. Krötz, W. u. G. Englert: "Entwicklung verfahrenstechnischer Maßnahmen für die
Verringerung der NH3 - Emission aus Festmist mit Hilfe eines
Systemmodells" 109. VDLUFA- Kongreß, Leipzig, 15.-19. September 1997
3. Hoy, St. et al.: " Ammoniak- und Lachgasemissionen: Auswirkungen verschiedener
Tiefstreuhaltungssystemen für Mastschweine", Landtechnik, 52, H. 1, S. 40-41,
1997
4. Oldenburg, J.: "Wirkungen der Ammoniakemissionen aus der Schweinehaltung und
Möglichkeiten zu ihrer Verringerung", Lohmann Information, Nov. / Dez, S. 1 - 7,
1992
5. Oldenburg, J.: "Geruchs - und Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung", Staub
- Reinhaltung der Luft, 50, S. 189 - 194, 1990
6. Voermanns, J. A. M. et al.: "Erfahrungen und Ergebnisse mit Einstreusystemen aus
Versuchsställen und Praxisbetrieben in den Niederlanden", KTBL - Arbeitspapier 183,
"Haltung von Mastschweinen im Kompoststall", S. 106 - 110, 1993
7. Wanka, U. et al.: "Abdeckmaterialien für Lagerbehälter mit Schweinegülle im
Test", Landtechnik, 53, H. 1, S. 34-35, 1998
8. Ratschow, J.- W.: " …damit die Gülle weniger stinkt. Möglichkeiten der
Geruchsminderung bei Flüssigmistsystemen", DGS, 46, H. 7, S. 20 - 24, 1994
9. Schürer E. u. P. Reitz: " Emissionen von Ammoniak und Lachgas: Einfluß des
Ausbringverfahrens von Flüssigmist", Landtechnik, 53, H. 1, S. 36-37, 1998
10. Hesse, D. et al.: " Sind tier- und umweltfreundliche Systeme möglich?", DGS
- Magazin, Woche 23, S. 44 - 48, 1997
11. Koch, F. u. A. Winter: "Güllelagerung: Lagerkapazitäten schaffen",
Schweinewelt, 23, H. 3, S. 18 - 21, 1998
12. Kowalewsky, H.-H.: " Fest - u. Flüssigmisttechnil: Lagern - Aufbereiten -
Ausbringen" Schweinewelt, 23, H. 1, S. 17 - 19, 1998
13. Hoy, St. et al.: "Zur Bestimmung von Konzentration und Emission tier - und
umwelthygienisch relevanter Gase bei verschiedenen Schweinehaltungssystemen mit Hilfe des
Multigasmonitoring", Berl. Münch. Tierärztl. Wschr. 109, S. 46 - 50, 1996
14. Vetter, H.: "Rottemist ökologisch besser als Gülle?", Landwirtschaftsblatt
Weser-Ems, 140, H. 29, S.19-22, 1993
15. Mehlhorn, G.: "Ammoniak als Schadgas für die Tiere und die Umwelt",
Wirtschaftliche Tierproduktion mit Schweineproduzent, 24, H. 5 S., 144-149, 1993
16. Steffens, G.: "Emissionen aus Tierhaltungsbetrieben und Moeglichkeiten zu deren
Verringerung", VDLUFA-Schriftenreihe, Nr. 32, S. 57-78, 1990
« Last Edit: January 29, 2009, 08:22:52 AM by Tambora »
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RubyCat

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Re: Öko-Schwindel
« Reply #1 on: December 18, 2015, 04:27:37 PM »

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