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Author Topic: Plasberg und der WDR: Volksverdummung statt Bildungsauftrag!  (Read 3220 times)

ama

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Plasberg und der WDR: Volksverdummung statt Bildungsauftrag!
« on: November 10, 2011, 02:55:07 AM »

Im Ratgebernewsblog gibt es Zunder:

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Plasberg "hart aber fair": Volksverdummung statt Bildungsauftrag!

Geschrieben von Elke am November 9, 2011

Am Montag konnte man wiedermal ein Meisterwerk der Volksverdummung im TV verfolgen. Unter dem Titel: „Die Angst-Diagnose – was kann Krebs heilen?“ offenbarte Plasberg in seiner Sendung „hart aber fair“ den Zuschauern, dass es verschiedene Möglichkeiten gäbe den Krebs behandeln zu lassen und dass jeder selbst nachspüren müsse, welche Therapie individuell die geeignete sei (Sendung in der MEDIATHEK) Unser Kommentator Argus7 hat sich daraufhin an die Redaktion gewendet:


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Sehr geehrter Herr Plasberg,

wenn sie dem Motto Ihrer Sendung „hart aber fair“ hätten gerecht werden wollen, dann wäre es angesagt gewesen, wenn Sie die grundlegenden Irrtümer der Pseudowissenschaften „Homöopathie“ und „Anthroposophie“ unmißverständlich offengelegt hätten.

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mehr:
http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2011/11/09/plasberg-hart-aber-fair-volksverdummung-statt-bildungsauftrag/

ama

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der angebliche Faktencheck: Manipulation, Lüge und Verdrehung
« Reply #1 on: November 10, 2011, 03:22:06 AM »

Erst mal das Beweissstück als Ganzes:

http://www1.wdr.de/themen/politik/faktencheck124.html

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WDR.de
Ratgeber
Faktencheck zu hart aber fair: Die Angst-Diagnose - was kann Krebs heilen? Faktencheck zu hart aber fair:
 Die Angst-Diagnose - was kann Krebs heilen?

Apple-Chef Steve Jobs hat nach seiner Krebs-Diagnose lange auf alternatives Heilen gesetzt - und das kurz vor seinem Tod bitter bereut. Also doch unbedingt Schneiden, Bestrahlen, Chemo? Welche Chancen hat sanfte Medizin? Im "Hart aber fair-Faktencheck" werden Aussagen aus der Sendung von Experten überprüft.

Eine Talkshow ist turbulent. Auch in 75 Minuten bleibt oft keine Zeit, Aussagen der Gäste gründlich zu prüfen. Deshalb hakt "Hart aber fair" nach und lässt einige Aussagen und Behauptungen von Experten prüfen. Die Antworten gibt es am Tag nach der Sendung hier im Faktencheck.
Axel Weber über Möglichkeiten der Schulmedizin Bild 1 vergrößern +

Axel Weber


Axel Weber, Leiter einer Privatklinik für integrative Medizin, sagt, bei der Krebsbehandlung hat die Schulmedizin nach einer Operation außer Strahlen- und Chemotherapie nichts mehr anzubieten. Stimmt das?
Video
 O-Ton: Axel Weber

Das sieht die Komplementär-Onkologin Dr. Jutta Hübner anders. Ihrer Ansicht nach bietet die Schulmedizin für Patienten neben Chemo- und Strahlentherapie sehr viel mehr an. "Zum einen gibt es ganze Gruppen neuer Medikamente, mit denen wir den Tumor direkt angreifen können – dazu gehören die zielgerichteten Therapien, immunologische Verfahren aber auch technisch geprägte Verfahren, mit denen der Tumor nicht-operativ lokal angegriffen wird, um eine Auswahl zu nennen." Noch wichtiger ist für Jutta Hübner aber, dass Medizin nicht nur auf die unmittelbare Tumorbekämpfung reduziert wird. "Auch die Behandlung des Patienten im Hinblick auf durch den Tumor ausgelöste Symptome - sogenannte supportive Therapie - ist ein wichtiger Teil der Onkologie, der immer erfolgreicher gelingt." Nicht zuletzt stellt auch die Begleitung der Patienten, die unheilbar erkrankt sind, für die Onkologin einen wichtigen Eckpfeiler der Behandlung dar. "Hier müssen wir mit dem Patienten zwar das Fortschreiten akzeptieren, können aber sehr viel dazu beitragen, dass es ihm möglichst lange gut geht und er seine Autonomie erhalten kann."

"Im Grunde ja", stimmt der Leiter der Klinik für Brustheilkunde der Kliniken Essen-Mitte, Sherko Kümmel, Axel Weber  zu, schränkt aber ein: "Jedoch deckt die onkologische Schulmedizin von der Psychoonkologie bis zur Sozialmedizin auch eine umfassende Betreuung der Patienten ab. Eine integrative Onkologie – d.h. wissenschaftlich geprüfte Naturheilkunde und Schulmedizin kombiniert - wird jedoch nur an wenigen Zentren angeboten."
Theodor Windhorst über Erfolge durch Prävention Bild 2 vergrößern +

Theodor Windhorst


Theodor Windhorst, Chirurg und Vorstand der Krebsgesellschaft NRW, spricht sich für eine verstärkte Prävention aus. Er sagt, durch Screening-Progamme sind die Heilungen beim Brustkrebs alleine in den vergangen acht Jahren um 30 Prozent gestiegen. Stimmt das?
Video
 O-Ton: Theodor Windhorst

"Bei Brustkrebs ist es richtig, dass wir heute bei mehr Frauen eine Tumorerkrankung so früh erkennen, dass wir sie heilen können", sagt Jutta Hübner. Sie sieht die Prozent-Angabe allerdings problematisch, weil heute ein ganz anderes Kollektiv an Patienten als früher verglichen werde. "Wenn eine Frau sich Gedanken darüber macht, ob sie an dem Screeningprogramm teilnimmt, dann sind Zahlen, die sich auf den Einzelnen beziehen wesentlich sinnvoller. In seiner Patienteninformation schreibt der Gemeinsame Bundesausschuss, dass eine von 200 Frauen dank ihrer regelmäßigen Teilnahme vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt wird. Diese Zahlen lassen sich auch aus anderen Quellen ableiten." Hübner stimmt Windhorst aber vollkommen zu, dass Prävention ein ganz wichtiges Thema sei und in Deutschland noch zu sehr vernachlässigt werde "Wir sollten bei der Prävention zunächst an die sogenannte primäre Prävention denken, also daran, alles zu tun, damit erst gar kein Tumor entsteht. Dabei kommt der Eigenverantwortung der Menschen im Sinne eines gesunden Lebensstils höchste Bedeutung zu." Bei der Früherkennung (sekundäre Prävention) wird der Krebs laut Hübner zwar nicht verhindert, sie soll aber dazu führen, dass der Tumor in einem Stadium behandelt wird, in dem er heilbar ist.

Nach Ansicht von Sherko Kümmel gibt es zu diesen Zahlen eine kontroverse Diskussion. Er weist auf unterschiedliche Studien zu diesem Thema hin. "Einige skandinavische Publikationen gehen von dengenannten 30 Prozent aus." Allerdings gebe es aktuelle Veröffentlichungen zum Beispiel aus den Niederlanden, "die diese Daten nicht bestätigen".
Mehr zum Thema
 Kooperationsgemeinschaft Mammografie zur Burstkrebssterblichkeit [Stellungnahme zu einer schwedischen Studie zum Thema]
Johanna Zwarg über Chemotherapie und alternative Heilmittel Bild 3 vergrößern +


Johanna Zwarg hat sich ganz bewusst dafür entschieden neben der Chemotherapie keine alternativen Mittel einzunehmen. Sie sagt, man kann einfach nicht wissen, inwieweit diese Mittel die Wirkung einer Chemotherapie schwächen können. Hat sie Recht?
Video
 O-Ton: Johanna Zwarg

"Frau Zwarg hat Recht“, stimmt Jutta Hübner zu. "Wenn man keinen Spezialisten hat, der sich sehr gut in der Onkologie und in der Komplementären Medizin auskennt, dann kann es sehr schnell zu einer Kombination kommen, die die Wirkung der gegen den Tumor gerichteten Therapie gefährdet.“ Laut Hübner gibt es nur wenige Präparate, bei denen sich Onkologen in Bezug auf die Strahlen- oder eine bestimmte Chemotherapie oder auch anderen medikamentöse Therapien sicher sein können, dass es zu keinen Wechselwirkungen kommt. Im Zweifelsfall steht für die Ärztin fest: "Nichts tun, wo die Sicherheit nicht bewiesen ist, auch wenn manche Befürworter der Komplementärmedizin dies wesentlich unkritischer sehen. Bei einer Krebserkrankung steht einfach zu viel für den Patienten auf dem Spiel als dass wir hier Experimente machen können.“ Hübner nennt Beispiele für Wechselwirkungen. "Johanniskraut und Grapefruitsaft sollte man während medikamentöser Therapien vermeiden. Ein weiteres Beispiel sind die in vielen Pflanzen und Heilkräutermischungen (aus der traditionellen chinesischen Medizin) enthaltenen Phytoöstrogene. Frauen unter einer antihormonellen Therapie sollten sie nicht einnehmen." Hübner rät Patienten im Zweifelsfall eher andere Methoden der Komplementärmedizin anzuwenden, die ebenfalls hilfreich sein können aber das Problem der Wechselwirkungen vermeiden. "Hierzu gehören z.B. Entspannungsverfahren, Krankengymnastik, Sport oder auch Qigong, Tai chi und Yoga."

Auch Sherko Kümmel stimmt Johanna Zwarg zu. "Viele Pflanzenwirkstoffe, die naturheilkundlich verordnet werden, haben Wechselwirkungen mit Krebsmedikamenten und können diese z.B. abschwächen." Nur wenige Pflanzenwirkstoffe hätten in Studien keine Wechselwirkung gezeigt, so Kümmel. "Ob sich im Reagenzglas gesammelte Daten jedoch auch im menschlichen Körper bestätigen, ist häufig nicht klar. Eine mögliche Option bei chemotherapiebedingten Beschwerden sind jedoch einige Methoden der integrativen Onkologie ohne ein solches Potenzial an Wechselwirkungen, wie z.B. die Akupunktur."
Axel Weber über Krebs, Psyche und Persönlichkeit

Axel Weber sagt, auch die psychische und persönliche Konstitution eines Menschen kann eine Rolle dabei spielen, ob er mehr oder weniger anfällig für Krebs ist. Hat er Recht?
Video
 O-Ton: Axel Weber

"Dies sind zwei Theorien, die immer wieder auftauchen und Patienten sehr verunsichern," sagt Jutta Hübner. Die psychoonkologische Forschung habe mittlerweile eindeutig belegt, dass es weder eine Krebspersönlichkeit gibt, noch dass psychische Faktoren wie zum Beispiel Stress, Wut und Ärger Krebs auslösen. Mit Sicherheit aber gebe es indirekte Faktoren, sagt die Komplementär-Medizinerin. "Wenn Menschen z.B. aufgrund einer Belastung rauchen oder zum Alkohol greifen, ihre körperliche Aktivität und den Sport einschränken oder sich völlig ungesund ernähren, dann steigt das Risiko für eine Krebserkrankung an. Wenn Menschen unter Stress aber weiterhin eine gesunde Lebensweise einhalten, dann ist ihr Risiko nicht höher als bei weniger gestressten Menschen."

Auch Sherko Kümmel weist darauf hin, dass dies bislang nicht bewiesen ist. "Große Studien zu Stressfaktoren und Krebshäufigkeiten konnten keinen Zusammenhang erkennen. Fast jeder Patient stellt sich nach der Diagnose diese Frage und findet auch eine Antwort im Bereich von persönlichem oder beruflichem Stress." Bewiesen sei allerdings eine mögliche Verbesserung der Prognose durch einen gesünderen Lebensstil.

Stand: 08.11.2011, 11.42 Uhr
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Das ist das, was nach der ungeheuerlich dreisten und verlogenen Sendung als "Faktencheck" vom WDR online gestellt wurde.

Wenn man den Haufen Unrat von oben bis unten durchliest, fällt auf: DA FEHLT WAS!

Der angebliche Faktencheck ist eine Lüge durch Auslassung: viele wesentliche Fragen werden gar nicht gestellt.

Die gestellten Fragen sind selektiv und führen in die Irre.

Die Auswahl der angeblichen Experten ist eine Farce.



Wenn die Sendung hätte ehrlich sein sollen, dann hätten andere Teilnehmer ausgewählt werden müssen.

Wenn die Sendung hätte ehrlich sein sollen, dann hätte bei solchem Esoschrott wie Homöopathie SOFORT klargestellt werden müssen, daß es Schrott ist.

Selbst dann, wenn der Faktencheck Dinge richtigstellt, die in der Sendung falsch gebracht wurden, ist es dennoch eine Manipulation, denn die Sendung hat viel größere Wirkung als der Faktenscheck, denn wer liest den schon!? Antwort: Im Verhältnis zur Zahl der Fernsehzuschauer nur eine unbedeutende Zahl von Personen!


Windhorst, der so gelobte "Schulmediziner", auch er hat ungeheuerlich dämliche Reklame gemacht? Wofür? Antwort für "Salutogenese" und Witten-Herdecke. "Salutogenese" ist eine mörderische Idiotenerfindung der Anthrosoposophen, bei der sogar das Überleben im Nazi-KZ als wertvolle Charakterbildung beschrieben wird. Witten-Herdecke ist Sitz der Privatuniversität, die Heimstatt der unrühmlichen Impfgegner ist.

Zur "Salutogenese" siehe unter anderem:

"Reklamemaschine Fernsehen - und Krebskranke als Opfer"
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6315.0

« Last Edit: November 12, 2011, 05:30:11 PM by el_Typo »
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