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Author Topic: Staatsbetrug auf höchstem Niveau  (Read 3715 times)

ama

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Staatsbetrug auf höchstem Niveau
« on: January 22, 2012, 11:32:39 AM »

Zuerst das eine Zitat aus einer Meldung von heute:

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22.01.2012
Sachsen-Anhalt: Linke wollen Staatskirchenverträge prüfen lassen

Magdeburg (idea) – Die Fraktion der Linken im Landtag von Sachsen-Anhalt möchte die Staatsleistungen an die Kirchen auf den Prüfstand stellen. Zu deren Überprüfung bereite ihre Fraktion derzeit einen Parlamentsantrag vor, der bis März eingebracht werden solle, sagte die Finanzexpertin der Partei und Landtagsvizepräsidentin Helga Paschke der „Magdeburger Volksstimme“.

Die Abkommen, die das Land 1993 mit der evangelischen und 1998 mit der römisch-katholischen Kirche geschlossen hat, garantieren den beiden großen Kirchen jährlich Millionenbeträge aus dem Landeshaushalt; im laufenden Jahr wird das Land 30 Millionen Euro an die evangelische und die katholische Kirche auszahlen. Wie Paschke der Zeitung weiter sagte, will die Linken-Fraktion eine Einigung zwischen Land und Kirchen ausloten, um die kirchlichen Forderungen abzulösen und damit die Zahlungen zeitlich zu begrenzen. Denkbar sei beispielsweise eine Ablösesumme von 320 Millionen Euro als Raten verteilt auf 20 Jahre. Die sogenannten Staatsleistungen der Bundesländer an die Kirchen sind ein Ausgleich dafür, dass die Kirchen im Zuge der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts viele Güter und Einnahmequellen verloren. Außerdem übernehmen kirchliche Träger etwa mit Kindergärten, Krankenhäusern und Seniorenheimen vor allem im Sozialbereich wichtige staatliche Aufgaben.
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mehr:
http://www.idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/sachsen-anhalt-linke-wollen-staatskirchenvertraege-pruefen-lassen-1.html

Idea ist selbstverständlich prokirchlich. Die Linke ist es selbstverständlich nicht. Oder sie ist, wie üblich, opportunistisch und sehnt sich nicht nur nach den schönen DDR-Zeiten mit der Stasi, die man unbedingt haben sollte, und nach dem Geld anderer Leute.

Mit anderen Worten Diktatur des Prolletariats im Streit gegen die Diktatoren des Prosektariats.

Bis auf zwei Sätze ist der Artikel unwesentlich.

Wenn es heißt

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Außerdem übernehmen kirchliche Träger etwa mit Kindergärten, Krankenhäusern und Seniorenheimen vor allem im Sozialbereich wichtige staatliche Aufgaben.
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ist das einerseits lächerlich und anderererseits nicht mal die halbe Wahrheit. Die Kirchen erfüllen die Aufgaben nämlich NICHT als Erfüllungsgehilfen des Staates, sondern sie schmücken sich mit dieser tollen Sache. UND sie benützen das Geld und die damit verbundene Macht zur Indoktrination und zur Durchsetzung ihrer Sektenziele. Angestellte der Kirchen haben nämlich deutlich weniger Rechte als normale Arbeitnehmer. Zum Beispiel darf ein Angestellter einer Kirche, der aus der Kirche austritt, laut Gerichtsurteilen gekündigt werden.

Wenn man die Kirchen von etwas fern halten muß, dann gerade von Kindergärten, Krankenhäusern und Seniorenheimen und  ALLEM im Sozialbereich. Denn gerade hier sind die Opfer wehrlos, hilflos, machtlos. Gerade die letzten Jahre haben gezeigt, WIE und WIE SEHR der Machtmißbrauch betrieben wurde und WIE und WIE SEHR die Kirchen dies gnadenlos vertuschen.

Was das Geld angeht, so macht dieser Satz sprachlos:

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Die sogenannten Staatsleistungen der Bundesländer an die Kirchen sind ein Ausgleich dafür, dass die Kirchen im Zuge der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts viele Güter und Einnahmequellen verloren.
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Ist das ein Schreibfehler? 19. Jahrhundert? Wenn nicht 19.,, dann 20.? Aber auch wenn es das 20. wäre, wäre das ein Hammer, hieße es doch nicht weniger, als daß die Kirchen nach 100 Jahren Geld bekommen für etwas, das vor dem Zweiten Weltkrieg stattfand. Alle, die nach derm Kollaps der DDR anstanden und weder ihr Eigentum zurück noch Entschädigungen für Enteignungen bekamen, müssen sich fragen, ob hier alles mit recht(lich)en Dingen zugeht. 

Aber es kommt noch schlimmer. Dieser Staatsbetrug geht zurück bis in das Jahr 1803!


http://www.sueddeutsche.de/politik/bundeslaender-und-kirchen-was-des-bischofs-ist-1.980626

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Bundesländer und Kirchen
Was des Bischofs ist

28.07.2010, 12:23:27
Von Matthias Drobinski
[...]
Tatsächlich lassen sich die Staatsleistungen nicht einfach kürzen wie ein Zuschuss - es geht um Rechtsansprüche, die bis in Grundgesetz hinein garantiert sind. Mit ihnen entschädigt der Staat die Enteignung kirchlicher Besitztümer vor allem durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803. Die Kirchen verloren damals ihre weltliche Macht, die Fürsten und Herzöge gewannen insgesamt 95.000 Quadratkilometer Staatsgebiet hinzu. Allerdings übernahmen sie damit auch die Versorgungslasten für die Pfarrer, die Unterhaltspflichten für Kirchen und Gebäude; und manche Domkirche ging auch nach damaligem Recht illegal in den Staatsbesitz über. Doch statt das Gebäude zurückzugeben, einigten sich die neuen Herrscher mit der Kirche auf Ausgleichszahlungen.

1919 bestimmte der Artikel 138 der Weimarer Reichsverfassung: "Die Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften werden durch die Landesgesetzgebung abgelöst. Die Grundsätze hierfür stellt das Reich auf". Doch weder das Reich noch später die Bundesrepublik stellten diese Grundsätze auf. So blieben auch die entsprechenden Landesgesetze aus. Staat und Kirche gewöhnten sich an die Zahlungen, die in verschiedenen Verträgen immer wieder geändert wurden. So wurden die Staatsleistungen des Bunde in den 90er Jahren abgelöst, das Land Hessen und die Kirchen einigten sich 2003 gegen eine Abfindung von 150 Millionen Euro auf das Ende einer Reihe von Zahlungen.
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[*/QUOTE*]

Die Fürsten und Herzöge bekamen das Land, aber der STAAT zahlt dafür. Ein doppelter Betrug.

Die Katholische Kirche schaffte ihre eigene Haltung von Sklaven erst 1888 ab, 85 Jahre nach dieser Transaktion. Wobei das nur formal geschah. Man muß einen Sklaven nicht Sklaven nennen; Hauptsache, er kann ausgebeutet werden.

Eine Organisation, der man vor 200 Jahren glücklicherweise die Feudalstrukturen ein bißchen stutzte, bekommt heute, 200 Jahre später, in Deutschland immer noch Geld für das, was diese Organisation sich in 1800 Jahren davon unter den Nagel riß. (Alleine in der Stadt Rom gehören der Katholischen Kirche heute mehr als 23.000 Immobilien!)

Faszinierend.
« Last Edit: January 22, 2012, 11:36:17 AM by ama »
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Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien

Der Skandal in Gelsenkirchen
Hamer-Anhänger in der Kinderklinik
http://www.klinikskandal.com

http://www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.htm
http://www.kinderklinik-gelsenkirchen-kritik.de

ama

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Fristlos entlassen, weil er sich von seiner Ehefrau getrennt und ...
« Reply #1 on: January 23, 2012, 12:37:54 PM »

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[...]
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat einen langjährigen Mitarbeiter fristlos entlassen, weil er sich von seiner Ehefrau getrennt und mit einer anderen Frau eine Beziehung eingegangen ist. Der Mann war 20 Jahre bei der Kirche beschäftigt.
[...]

Der Mann hatte nach der Trennung von seiner Frau mit seiner neuen Partnerin ein Kind bekommen. Daraufhin sei dem Chef des Gesamtbetriebsrats fristlos gekündigt worden, berichtete die Zeitung.

"Die Unauflöslichkeit der Ehe ist in der katholischen Kirche ein unangreifbares Gut", sagte der bischöfliche Pressesprecher. "Zu den Loyalitätsverpflichten des kirchlichen Arbeitsrechts gehört, dass die Mitarbeiter mit ihrem Partner in einer gültigen Ehe leben." Der betroffene Mitarbeiter habe gegen diese Vorschrift im kirchlichen Arbeitsrecht eindeutig verstoßen.

Kritik an kirchlichem Arbeitsrecht

Das kirchliche Arbeitsrecht war in den vergangenen Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Die evangelische Landeskirche in Württemberg kündigte einer angehenden Pfarrerin, weil sie einen Muslim geheiratet hatte. Einem Krankenpfleger aus dem Bodenseekreis hatte die Caritas gekündigt, weil er im Internet über den Papst hergezogen war.
[...]
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[*/QUOTE*]

mehr:
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=9182970/15xzlqa/


Leider darf man das nicht mit den notwendigen Worten kommentieren. Der Server könnte sonst rote Ohren bekommen...


Da hilft nur noch Satire.




http://a.asset.soup.io/asset/2848/0170_1582_480.jpeg

http://www.transgallaxys.com/~aktenschrank/soup_io_archive/0170_1582_900.jpeg
http://a.asset.soup.io/asset/2848/0170_1582_900.jpeg

http://www.transgallaxys.com/~aktenschrank/soup_io_archive/0170_1582.jpeg
http://a.asset.soup.io/asset/2848/0170_1582.jpeg

http://payload.cargocollective.com/1/3/102649/2152804/darth_web2_900.jpg
http://www.lobulodesign.com/#2152804/

Papst Vader Devotionalie


[Archive updated. PW]
« Last Edit: July 18, 2020, 05:57:05 PM by Pangwall »
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Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien

Der Skandal in Gelsenkirchen
Hamer-Anhänger in der Kinderklinik
http://www.klinikskandal.com

http://www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.htm
http://www.kinderklinik-gelsenkirchen-kritik.de

Omegafant

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Re: Staatsbetrug auf höchstem Niveau
« Reply #2 on: February 11, 2012, 06:59:21 PM »

Nachdem der Kollege ExCanWahn seinen Blog http://excanwahn.wordpress.com/ desintegriert hat, sollte man der "Medizin ohne Höflichkeit" (http://antischarlatan.blogspot.com/) mehr als nur einen Höflichkeitsbesuch abstatten. Ich bin so frei, ich verhöfliche folgende Ehrerbietung vor der Wahrheit.

http://antischarlatan.blogspot.com/2010/08/staatskirche-raus-aus-den-kliniken.html

[*quote*]
Staatskirche raus aus den Kliniken!

Ich hatte nicht schlecht gestaunt. Als Neuer Assistenzarzt nahm ich zum ersten Mal in dieser psychiatrischen Klinik an der Morgenbesprechung teil. Klassischer Aufbau. Vorne in der Querreihe thronten die Chefärzte. Und mitten unter den bedeutenden Weißkitteln ein schwarzes Schaf. Ein Pfarrer!
Was in drei Teufels Namen hatte der Wahnhafte im Gremium der Wahnjäger zu suchen?
Ach ja, ich war ja in einem kirchlichen Haus gelandet. Katholische Geistliche, die hier von sexuellen Deviationen hören, können über normalen Sex ja so viel mitreden wie der Blinde über die Farben. Wenn der Träger einer Einrichtung zur Wahnerkennung selbst einem Wahn nachhängt, dann würde ich sagen “erfolgreich den Bock zum Gärtner gemacht!” Der Pfarrer der über die jungfräuliche Empfängnis oder das Wandeln übers Wasser erzählt, der erfüllt alle Kriterien eines Wahnkranken (außer er weiß, dass er lügt, dann ist er gesund aber durchtrieben).
Die Pflegedienstleitung der Einrichtung war auch noch fest in der Hand eines Ordens. Die Schwester Oberin sass dann in den Personalgesprächen mit dabei auch wenn es um Ärzte ging, denn da war sie ja in der Funktion der Leiterin des Ordens.
Besonders verrückt! ( man beachte, dass wir uns hier in einem psychiatrischen Krankenhaus befinden) wurde es, als es um Lesben, Schwule und Geschiedene ging. Die gab es in diesem “Tendenzbetrieb” nicht, bzw, die durften das nicht bekannt werden lassen. Hier schlug die Brandung des Grundgesetzes vergeblich an die modrigen Mauern des Mittelalters und der Lebenslügen.
Besonders erheiternd fand ich es immer, wenn morgens bei der Besprechung die pittoresken Wahnformen beschrieben wurden und dann immer mal wieder ein religiöser Verkündigungswahn dabei war. Da musste das schwarze Pfarrerschäflein neben den Chefärzten doch gleich den Ausbruchsplan für den Bruder in Ketten schmieden? Welche Realsatire das Leben doch immer wieder bereithält!
Kirchliche Häuser kennen kein Streikrecht, die Chancen für ein Durchsetzen dieses Grundrechtes stünden zwar gut aber den Prozess wagte bisher noch niemand. Im Einstellungsgespräch kann die religiöse und sexuelle Orientierung thematisiert werden, was in jedem anderen Betrieb undenkbar wäre. Die Möglichkeit der Pflege, sich über die Position als Kirchenvertreter in medizinische und personelle Details der Ärzte nicht nur einzumischen, sondern sie zu dominieren ist ein rückwärtsgewadter Geist der Despotie.

All diese Deformierungen der freiheitlichen Grundrechte erzeugen ein Klima, das sich niemand freiwillig aussuchen würde (Hard-Core-Christen ausgenommen).
Ausserdem bekommen kirchliche Häuser ihren Unterhalt zum größten Teil säkular bezahlt. Die Krankenkassen und staatliche Zuwendungen geben diesen Trägern das Geld, mit dessen Hilfe sie ihre Machtposition in der Krankenhauslandschaft erhalten, sich dabei aber als der großzügige Zahlmeister darstellen, der sie gar nicht sind.

Der freundliche menschliche Umgang mit kranken Menschen liegt nicht an einer kirchlichen Zugehörigkeit, sondern am Engagement der einzelnen Mitarbeiter. Nicht erst seit Mixa und dem prügelnden Menschenverständnis der kirchlichen Erziehungseinrichtungen ist klar, dass die Staatskirchen keinen Vertrauensvorschuss mehr verlangen können.
Kirchen gehören raus aus den Chefetagen der Krankenhäuser. Pfarrer dürfen ihre Schäfchen gern im Krankenhaus besuchen, wie das der Muselmann mit seinem Gebetsteppich auch darf. Mitreden bei ärztlichen Dingen aber dürfen die Burschen nicht. Besonders beim Wahn wird der Irrsinn der religiösen Einmischung so herrlich offensichtlich.

Eingestellt von  Dr.Offenraus  um 06:45, Montag, 9. August 2010
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Steine kann man nicht essen!

Rimarez

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USA: die Pfaffen machen die Krankenhäuser dicht
« Reply #3 on: February 27, 2012, 11:47:12 PM »

Die Dreistigkeit dieses Pfaffen ist grenzenlos. Ein paar Stellen habe ich hervorgehoben. Der Zusammenhang mit seiner vollständigen Aussage ist erhalten worden durch vollständige Wiedergabe. Man muß das lesen, sonst glaubt man es nicht, was dieser Kardinal fordert.

http://www.catholicnewworld.com/cnwonline/2012/0226/cardinal.aspx
 
[*quote*]
The Cardinal's Column

Francis Cardinal George, O.M.I.

February 26, 2012
What are you going to give up this Lent?

The Lenten rules about fasting from food and abstaining from meat have been considerably reduced in the last forty years, but reminders of them remain in the fast days on Ash Wednesday and Good Friday and in the abstinence from meat on all the Fridays of Lent. Beyond these common sacrifices that unite us spiritually to the passion of Christ, Catholics were and are encouraged to “give up” something voluntarily for the sake of others. Often this is money that could have been used for personal purposes and instead is given to help others, especially the poor.

This year, the Catholic Church in the United States is being told she must “give up” her health care institutions, her universities and many of her social service organizations. This is not a voluntary sacrifice. It is the consequence of the already much discussed Department of Health and Human Services regulations now filed and promulgated for implementation beginning Aug. 1 of this year.

Why does a governmental administrative decision now mean the end of institutions that have been built up over several generations from small donations, often from immigrants, and through the services of religious women and men and others who wanted to be part of the church's mission in healing and education? Catholic hospitals, universities and social services have an institutional conscience, a conscience shaped by Catholic moral and social teaching. The HHS regulations now before our society will make it impossible for Catholic institutions to follow their conscience.

So far in American history, our government has respected the freedom of individual conscience and of institutional integrity for all the many religious groups that shape our society. The government has not compelled them to perform or pay for what their faith tells them is immoral. That's what we've meant by freedom of religion. That's what we had believed was protected by the U.S. Constitution. Maybe we were foolish to believe so.

What will happen if the HHS regulations are not rescinded? A Catholic institution, so far as I can see right now, will have one of four choices:

1) secularize itself, breaking its connection to the church, her moral and social teachings and the oversight of its ministry by the local bishop. This is a form of theft. It means the church will not be permitted to have an institutional voice in public life.

2) Pay exorbitant annual fines to avoid paying for insurance policies that cover abortifacient drugs, artificial contraception and sterilization. This is not economically sustainable.

3) Sell the institution to a non-Catholic group or to a local government.

4) Close down.

 In the public discussion thus far, efforts have been made to isolate the bishops from the Catholic faithful by focusing attention exclusively on “reproductive” issues. But the acrimony could as easily focus next year or the year after on assisted suicide or any other moral issue that can be used to distract attention from the attack on religious liberty. Many will recognize in these moves a tactic now familiar in our public life: those who cannot be co-opted are isolated and then destroyed. The arguments used are both practical and theoretical.

Practically, we're told that the majority of Catholics use artificial contraception. There are properly medical reasons, in some circumstances, for the use of contraceptive pills, as everyone knows. But even if contraceptives were used by a majority of couples only and exclusively to suppress a possible pregnancy, behavior doesn't determine morality. If it can be shown that a majority of Catholic students cheat on their exams, it is still wrong to cheat on exams. Trimming morality to how we behave guts the Gospel call to conversion of life and rejection of sin.

Theoretically, it is argued that there are Catholic voices that disagree with the teaching of the church and therefore with the bishops. There have always been those whose personal faith is not adequate to the faith of the church. Perhaps this is the time for everyone to re-read the Acts of the Apostles. Bishops are the successors of the apostles; they collectively receive the authority to teach and govern that Christ bestowed upon the apostles. Bishops don't claim to speak for every baptized Catholic. Bishops speak, rather, for the Catholic and apostolic faith. Those who hold that faith gather with them; others go their own way. They are and should be free to do so, but they deceive themselves and others in calling their organizations Catholic.

Since 1915, the Catholic bishops of the United States have taught that basic health care should be accessible to all in a just society. Two years ago, we asked that whatever instruments were crafted to care for all, the Hyde and Weldon and Church amendments restricting funding for abortion and respecting institutional conscience continue to be incorporated into law. They were excluded. As well, the present health care reform act doesn't cover entire sections of the U.S. population. It is not universal.

The provision of health care should not demand “giving up” religious liberty. Liberty of religion is more than freedom of worship. Freedom of worship was guaranteed in the Constitution of the former Soviet Union. You could go to church, if you could find one. The church, however, could do nothing except conduct religious rites in places of worship-no schools, religious publications, health care institutions, organized charity, ministry for justice and the works of mercy that flow naturally from a living faith. All of these were co-opted by the government. We fought a long cold war to defeat that vision of society.

The strangest accusation in this manipulated public discussion has the bishops not respecting the separation between church and state. The bishops would love to have the separation between church and state we thought we enjoyed just a few months ago, when we were free to run Catholic institutions in conformity with the demands of the Catholic faith, when the government couldn't tell us which of our ministries are Catholic and which not, when the law protected rather than crushed conscience. The state is making itself into a church. The bishops didn't begin this dismaying conflict nor choose its timing. We would love to have it ended as quickly as possible. It's up to the government to stop the attack.

If you haven't already purchased the Archdiocesan Directory for 2012, I would suggest you get one as a souvenir. On page L-3, there is a complete list of Catholic hospitals and health care institutions in Cook and Lake counties. Each entry represents much sacrifice on the part of medical personnel, administrators and religious sponsors. Each name signifies the love of Christ to people of all classes and races and religions. Two Lents from now, unless something changes, that page will be blank.

The observance of Lent reminds us that, in the end, we all stand before Christ and give an accounting of our lives. From that perspective, I ask lay Catholics and others of good will to step back and understand what is happening to our country as the church is despoiled of her institutions and as freedom of conscience and of religion become a memory from a happier past. The suffering being imposed on the church and on society now is not a voluntary penance. We should both work and pray to be delivered from it.
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Kardinal George behauptet, die Katholische Kirche in den USA müßte ihre "Institutionen" aufgeben: ihre Krankenhäuser, Universitäten und sozialen Einrichtungen. Ab 1. August 2012 müssen US-amerikanische Arbeitgeber bei den Krankenversicherungen indirekt auch Verhütungsmittel mitbezahlen, denn die Versicherungen müssen auch diese zahlen. Gleiches gilt für Abtreibungen.

Katholische Krankenhäuser, katholische Universitäten und katholische soziale Einrichtungen sind Arbeitgeber und als solche von diesen neuen Regeln ebenso betroffen wie alle anderen Arbeitgeber auch. Es schmeckt ihnen nicht, was Obama, ihr neuer Hassgegner, angezettelt hat. Sie können sich wehren, sie können sich sogar weigern. Ja, was können sie tun?

Kardinal George nennt vier Möglichkeiten:

[*quote*]
What will happen if the HHS regulations are not rescinded? A Catholic institution, so far as I can see right now, will have one of four choices:

1) secularize itself, breaking its connection to the church, her moral and social teachings and the oversight of its ministry by the local bishop. This is a form of theft. It means the church will not be permitted to have an institutional voice in public life.

2) Pay exorbitant annual fines to avoid paying for insurance policies that cover abortifacient drugs, artificial contraception and sterilization. This is not economically sustainable.

3) Sell the institution to a non-Catholic group or to a local government.

4) Close down.
[*/quote*]

Der dritte Punkt ist: die Zahlungen der Versicherungsbeiträge zu verweigern und dafür jedes Jahr die sehr hohen Strafen zu zahlen.

Eine sich sozial nennende Institution wie die Kirche will sich weigern für ihre Angestellten die Krankenversicherungsbeiträge zu zahlen? Alternativ könnte die Kirche doch Leute anstellen, die nicht versichert sind. Nein, nicht mehr. Obama administration war so impertinent, eine Versicherungspflicht für Alle einzuführen. Eben diese Versicherungspflicht für Alle war Obamas Hauptanliegen!

Die Zeit, wo die Pfaffen weltliche Herrscher waren, ist vorbei. Neid, Mißgunst und Herrschsucht, die äußern sich jetzt im von Kardinal George indirekt ausgesprochenen Anspruch auf die weltliche Macht. Den erhebt er durch die Behauptung "The state is making itself into a church." Aber der Staat ist keine Kirche. Er beschneidet der Kirche die weltliche Macht,  ihre Angestellten schlecht zu behandeln.

Vollends abheben tut Kardinal George in dieser Aussage: "understand what is happening to our country as the church is despoiled of her institutions and as freedom of conscience and of religion." Da redet er von der Gewissensfreiheit und der Religionsfreiheit. Damit maßt er sich an, über das leibliche Wohl der Angestellten zu entscheiden und nennt das Religionsfreiheit. Über ihre Religion bestimmen diese Angestellten aber immer noch selbst! Kardinal George und die Katholische Kirche sind nicht deren Besitzer. Sogar in den USA wurde Sklavenhaltung abgeschafft. Bis in die Katholische Kirche ist das aber noch nicht vorgedrungen. Kardinal George jedenfalls predigt der Leibeigenschaft das Wort und für seine feudalfaschistischen Strukturen beruft er sich sogar darauf, daß die Kardinale die Nachfolger (und rechtmäßigen Erben) der Apostel wären. Was er nicht expressis verbis sagt: daß sich Alle dem Willen der Kardinäle zu unterwerfen haben. Er sagt es anders: Wer anders denke, der dürfe sich nicht katholisch nennen.


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Moses3

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Re: Staatsbetrug auf höchstem Niveau
« Reply #4 on: February 13, 2013, 05:32:28 AM »

[*/QUOTE*]
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Außerdem übernehmen kirchliche Träger etwa mit Kindergärten, Krankenhäusern und Seniorenheimen vor allem im Sozialbereich wichtige staatliche Aufgaben.
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Von der Wiege bis zur Bahre: Tyrannosaurus pontifex.


Seniorenheime, DAS Medium um mächtig dicke Kohle zu scheffeln. Alles sofort enteignen!
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ama

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Re: Staatsbetrug auf höchstem Niveau
« Reply #5 on: April 23, 2013, 01:47:32 PM »

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Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien

Der Skandal in Gelsenkirchen
Hamer-Anhänger in der Kinderklinik
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