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Author Topic: Westdeutsche Zeitung verunglimpft Atheisten  (Read 2117 times)

LudwigRegenpfeifer

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Westdeutsche Zeitung verunglimpft Atheisten
« on: July 26, 2013, 10:55:52 AM »



Artikel der Westdeutschen Zeitung vom 11.7.2013, Seite 15

Text:

[Zitat]
Bücherei: Atheist fühlt sich diskriminiert
BESCHWERDE Petent verlangt den Ankauf von elf kirchenkritischen Büchern - blitzt aber ab.
Von Alexander Schulte

Ist die Stadtbücherei etwa ein heimlicher Verteidiger des Christentums? Oder umgekehrt:
Werden bekennende Atheisten und Gottesleugner bei der Buchanschaffung systematisch benachteiligt? So sieht das Wolfgang Klosterhalfen. Und schrieb deshalb eine neunseitige Eingabe an den Beschwerdeausschuss der Stadt, in dem er wortreich beklagt, dass die Stadtbücherei partout nicht seinen Kaufempfehlungen für Bücher wie: "Wer zur Hölle will schon in den Himmel?" oder "Der Jesus-Wahn" folgen will.

Elf religions- und kirchenkritische Bücher schlug Klosterhalfen vor, zwei hat die Stadtbücherei  immerhin angeschafft oder bestellt. Bei allen anderen lautete das Diktum im Kern: zu speziell. Norbert Kamp, der Leiter der Stadtbücherei, erklärte noch einmal die Grundprinzipien der Institution: Neben Aktualität und Qualität ist für uns stets die Nchfrage der Kunden ein entscheidendes Kriterium." Und da sei Religion in keiner Facette ein besonderer Renner - gerade mal 0,4 Prozent lassen sich dem Themenspektrum zuordnen.

CDU und FDP stützen Stadtbücherei und weisen Kritik zurück

Kamp betonte, man führe durchaus auch strikt kirchenkritische Autoren, wies zugleich aber darauf hin, dass Stadtbüchereien keine Universitätsbibliotheken seien. Und dass man natürlich fast alle Buchwünsche zumindest binnen ein paar Tagen per Fernleihe erfüllen könne.
Die Politik folgte dieser Argumentation mehrheitlich. CDU-Sprecher Christian Rütz sprach von "plausiblen Erklärungen" Kamps und kritisierte die schriftlichen Ausführungen des Petenten, worin der die Kirche als historisch beispiellose Verbrecherorganisation verunglimpft habe.
[Ende des Zitats]

Wer als Augen- und Ohrenzeuge dabei war, weiß, dass das nicht wahr ist. Welche Rolle spielt die Westdeutsche Zeitung als Erfüllungsgehilfe klerikaler Herrschafts- und Unterdrückungsansprüche?

Schaffen wir der Wahrheit die Öffentlichkeit!
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Omegafant

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Re: Westdeutsche Zeitung verunglimpft Atheisten
« Reply #1 on: July 29, 2013, 02:26:31 AM »

Keiner da. SUPI! Mach ich mal den ama.  :P

FRÜHSTÜCK!

Das Beweisstück als Ganzes ist gesichert, 1x als Scan und 1x als Klartext, nicht daß es heißt, da würde was aus dem Zusammenhang gerissen. Wobei das mit dem aus dem Zusammenhang reißen so eine Sache ist, weil es genau das ist, was der werte Herr Journalist tut. Und mehr.

Dann wollen wir mal.  8)

[*QUOTE*]
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Artikel der Westdeutschen Zeitung vom 11.7.2013, Seite 15
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[*/QUOTE*]

Der Artikel erschien am 11.7.2013. Das ist schon der nächste Tag nach der Sitzung des "Anregungs- und Beschwerdeausschuss der Stadt Düsseldorf". Der tagte am 10.7.2013 im Düsseldorfer Rathaus.

Wenn er darüber schreibt, der Herr Alexander Schulte, Journalist, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Alexander Schule war bei der Sitzung persönlich anwesend.
2. Alexander Schule war bei der Sitzung nicht persönlich anwesend.

Schreibt er, daß er nicht da war? Nein, tut er nicht. Er schreibt aber auch nicht, daß er da war. Damit wird es ein bißchen schwierig. Für ihn, meine ich. Denn wenn er seine Aussagen macht, worauf beruhen die dann? Auf eigenem Wissen als Augenzeuge oder auf Nacherzählung von jemand Anderem, der dabeigewesen ist. In letzterem Fall wären die Aussagen Schultes extrem gewagt. Und im ersteren Fall sind sie voll daneben. Aber darauf komme ich noch.


Es fängt schon mit der Überschrift an:

[*QUOTE*]
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Bücherei: Atheist fühlt sich diskriminiert
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[*/QUOTE*]

Die ist falsch. Der Atheist wurde diskriminiert. Nicht nur von der Bibliotheken und dem Ausschuß, sondern auch von dem Journalisten Schulte. Der schreibt:

[*QUOTE*]
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Ist die Stadtbücherei etwa ein heimlicher Verteidiger des Christentums? Oder umgekehrt:
Werden bekennende Atheisten und Gottesleugner bei der Buchanschaffung systematisch benachteiligt?
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[*/QUOTE*]

"Gottesleugner"? Es gibt keinen Gott. Basta! Da ist nichts mit Leugnen. Leugnen wäre es, wenn es einen Gott gäbe, was DANN zu bestreiten  eine Lüge wäre. Es gibt aber keinen. Das ist eine wahre Tatsache. Basta. Bis auf die Tatsache, daß der Journalist Alexander Schulte das Wort "Gottesleugner" benutzt. Das stinkt nach Voreingenommenheit pro Kirchenquatsch. Den zieht er voll durch. Sehen wir gleich.

[*QUOTE*]
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So sieht das Wolfgang Klosterhalfen. Und schrieb deshalb eine neunseitige Eingabe an den Beschwerdeausschuss der Stadt, in dem er wortreich beklagt, dass die Stadtbücherei partout nicht seinen Kaufempfehlungen für Bücher wie: "Wer zur Hölle will schon in den Himmel?" oder "Der Jesus-Wahn" folgen will.
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[*/QUOTE*]

Ist das wahr? Nein, ist es nicht. Dafür habe ich einen Zeugen: Dr. Wolfgang Klosterhalfen selbst. Der beschreibt die Chose in seiner Homepage. Ich bin so frei und übernehme den Text. Schadet weder dem Text noch der Sache, und hilft ungeheim bei der Wahrheitsfindung.  8)

http://www.reimbibel.de/x3.htm
(die Hervorhebungen sind von mir, bis auf das Unterstrichene!)

[*QUOTE*]
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Rede von Dr. Wolfgang Klosterhalfen vor dem Anregungs- und Beschwerdeausschuss der Stadt Düsseldorf in dessen Sitzung am 10.7.2013 im Düsseldorfer Rathaus
 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herrn,

der Index Librorum Prohibitorum der römischen Inquisition wurde menschseidank 1966 abgeschafft. Auf ihm landeten sogar Bücher so großartiger Autoren wie Kopernikus, Kant und Heine. Heute geht man dezenter vor: Bücher und Autoren werden nicht mehr verbrannt, aber kirchenkritische Bücher werden oft nicht verlegt, selten in den Massenmedien präsentiert und selten von Stadtbüchereien angeschafft.

Ich werfe der Stadtbücherei vor, dass sie nicht bereit war, von elf von mir vorgeschlagen kirchenkritischen Büchern auch nur ein einziges anzuschaffen. Diese Totalablehnung wurde damit begründet, die empfohlenen Werke seien zu speziell und zu wissenschaftlich. Gleichzeitig hat die Stadt eine große Anzahl prochristlicher Bücher gekauft. Darunter waren drei wissenschaftliche Bücher und Dutzende von Büchern, die man durchaus als recht speziell bezeichnen kann. Ich halte diese Anschaffungspolitik für mehr christlich als demokratisch.

Die Stadtbücherei ist eine wichtige Einrichtung aller Düsseldorfer Bürger, sie ist keine Abteilung der römisch-katholischen Kirche. Und kirchenkritische Bücher sind natürlich auch für den aufgeweckteren Teil der Düsseldorfer Christen interessant.

Es wurden von mir keine wissenschaftlichen Werke vorgeschlagen. Alle elf Bücher wurden für Nicht-Fachleute geschrieben. Es wurden allerdings einige populärwissenschaftliche Werke empfohlen. Diese hätten hervorragend in die Regale der Stadtbücherei gepasst. Leitende Angestellte einer Stadtbücherei sollten eigentlich zwischen wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Literatur unterscheiden können.

Etliche der von mir empfohlenen Bücher laufen bei Amazon gut. Das Buch zweier Bestsellerautoren, die zuvor Generation Doof verfasst hatten, erhielt inzwischen sensationelle 109 Leserrezensionen. Der Jesuswahn von Heinz-Werner Kubitza erhielt 55 Besprechungen. Das Buch des Didaktik-Professors Uwe Lehnert Warum ich kein Christ sein will kam auf 61 überwiegend positive Rezensionen allein bei Amazon. Zum Kinderbuch Wo bitte geht´s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel liegen 136 Amazon-Kritiken vor. Zum Vergleich: die populärsten Werke von Anselm Grün, von dem inklusive CDs 95 verschiedene Titel von der Stadtbücherei bestellt wurden oder von Margot Käßmann und Hans Küng liegen deutlich darunter.

Während sämtliche Bücher meiner Liste als zu speziell oder zu wissenschaftlich abgelehnt wurden, scheinen prochristliche Bücher der Stadt wesentlich besser zu gefallen. Ab Januar 2012 hat sie über 130 fromme Bücher erworben. Darunter waren auch vier Kinderbücher. Das religionskritische Kinderbuch „Wo bitte geht´s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel“ von Michael Schmidt-Salomon wurde dagegen als zu speziell abgelehnt. Wenn Sie erlauben, kann ich Ihnen einige Beispiele für recht spezielle prochristliche Buchanschaffungen nennen.

* Ausbreitung, Leben und Lehre der Kirche in den ersten drei Jahrhunderten
* Das Blut der heiligen Anastasia
* Der Frevel am Altar der heiligen Klara
* Heilige in Köln
* Die kirchliche Krise des Spätmittelalters
* Vinzenz Pallotti – ein leidenschaftliches Leben
* Antonius von Padua
* Pater Pio hat geholfen
* Paulus: Wie der Christenverfolger die Liebe entdeckte
* Predigten zum Johannesevangelium von Aurelius Augustinus
* Sonderheft Bistum Würzburg: Aufsätze
* Tot in die Kirche?

Der letzte Titel ist zukunftsweisend. Es geht um die Umwidmung von Kirchen, die nicht mehr gebraucht werden.

Zukunftsweisend sind auch die Anregungen, die Teil meiner Eingabe sind. Ich habe in Hinblick auf Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser wegen grundgesetzwidriger Diskriminierung von Atheisten bzw. Agnostikern, Juden, Muslimen, Buddhisten und anderen Nichtchristen angeregt, die Stadt möge über ihr Verhältnis zu den Kirchen nachdenken mit dem Ziel einer Trennung von Stadt und Kirche. Ich fordere den Ausschuss auf, auch zu diesem Teil meiner Eingabe Stellung zu nehmen.

In Düsseldorf gehört inzwischen fast die Hälfte der Bevölkerung keiner der großen Kirchen an. Und innerhalb der Kirchenmitglieder gibt es eine starke Erosion des Glaubens. Schon vor 24 Jahren glaubten laut Allensbach in Deutschland nur noch rund die Hälfte aller Katholiken an die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu, den Heiligen Geist, die heilige Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung vom Tode und ein ewiges Leben. Bei den Protestanten lagen die Zahlen noch wesentlich niedriger. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass das wohl noch ziemlich fromme Rathaus in den kommenden Jahren an dem Thema „Stadt und Kirche“ nicht vorbeikommen wird.

Für ein friedliches Zusammenleben in Düsseldorf wäre es besser, wenn unsere Kinder sich in Kindergärten und Schulen gemeinsam mit religiösen Überzeugungen und Bräuchen sowie ethischen Problemen und Lösungsansätzen beschäftigten und nicht wegen der unterschiedlichen Weltanschauungen ihrer Eltern separiert und potentiell gegeneinander in Stellung gebracht würden. Das würde außerdem Kindern und Eltern Zeit und uns allen Kosten sparen sowie die Besetzung von Stellen erleichtern.   

Religionen trennen, spalten, weil die Wahrheit sie verwalten, sich für überlegen halten. Doch um Zukunft zu gestalten, hilft uns nicht das Händefalten. Wir verbessern den Planeten nicht, indem wir für ihn beten.


Das Schlusswort überlasse ich einem Düsseldorfer, der nicht weit von hier gewohnt hat: "Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch."


Nähere Informationen zum Hintergrund dieser Rede:

Der unterstrichene Teil am Ende der Rede wurde nicht vorgetragen, weil der Vorsitzende des Ausschusses, Ratsherr Franz-Dieter Simons, erklärte, der Ausschuss sei für allgemein-politische Anregungen nicht zuständig.

Eingabe von Dr. Klosterhalfen und Stellungnahme der Stadtbücherei:
http://www.reimbibel.de/x1.htm

Liste der von der Stadtbücherei ab Jan. 2012 angeschafften prochristlichen Bücher:
http://www.reimbibel.de/x2.htm

Gesamte Korrespondenz von Dr. Klosterhalfen mit der Stadt Düsseldorf:
http://www.reimbibel.de/x.htm

Entwurf der Rede von Dr. Klosterhalfen:
http://www.reimbibel.de/x3.htm

Das Zitat von Heinrich-Heine findet man hier:

HSA Bd. 20, Brief Nr. 235: Heinrich Heine an Karl August Varnhagen von Ense, 19. Oktober 1827, Seite 302

Pressemeldung:
http://www.reimbibel.de/x5.htm
 
Homepage von Dr. Klosterhalfen:
http://www.reimbibel.de
 
E-Mail an Dr. Klosterhalfen:
wk et reimbibel.de
 
Dr. Wolfgang Klosterhalfen
In der Donk 30
40599 Düsseldorf
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[*/QUOTE*]


Hm... Hat der Herr Journalist die  Pressemitteilung des "Düsseldorfer Aufklärungsdiensts" nicht gelesen? Hier ist sie;

Pressemeldung:
http://www.reimbibel.de/x5.htm

Ich zitiere mal ein Stück:

[*QUOTE*]
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Es geht dabei vor allem um den Umgang mit einer Bevölkerungsgruppe, die sich anschickt, die absolute Mehrheit der Düsseldorfer zu stellen, deren Interessen aber im Rathaus nicht vertreten werden. Nach dem statistischen Jahrbuch der Stadt gehörten 2009 bereits 46 % der Bürgerinnen und Bürger keiner der beiden großen Kirchen an.

Bei der überwiegenden Mehrheit hiervon handelt es sich um religionsfreie Menschen. In Düsseldorf hat sich ihr Anteil an der Bevölkerung in nur 20 Jahren verdoppelt.

Verhindert klerikaler Einfluss und Klüngel im Stadtrat, dass für diese große Gruppe Politik gemacht wird?
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[*/QUOTE*]

"Verhindert klerikaler Einfluss und Klüngel im Stadtrat, dass für diese große Gruppe Politik gemacht wird?" Nicht nur im Stadtrat, auch in der Zeitung wird kräftig mitgemischt... Zum Beispiel durch Auslassen der Wahrheit. Da heißt es bei Schulte in der Zeitung:

[*QUOTE*]
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Elf religions- und kirchenkritische Bücher schlug Klosterhalfen vor, zwei hat die Stadtbücherei  immerhin angeschafft oder bestellt.
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[*/QUOTE*]

"zwei hat die Stadtbücherei  immerhin angeschafft oder bestellt" Ach ja? Wirklich? WANN hat sie das getan?

Der Artikel erweckt den Eindruck, daß der Herr Klostenhalfen partout wollte, daß ALLE 11 Bücher angeschaftft würden. Hat er aber nicht.

Die Stadtbücherei hat freundlicherweise zwei Bücher angeschafft? Nein, hat sie nicht! Diese beiden Bücher zu beschaffen bequemte sich die Bibliothek erst, nachdem ihr der Wind ins Gesicht blies. Herr Klosterhalfen ließ sich nämlich nicht von der Stadtbücherei veralbern, sondern machte Druck. Zu recht! Die vom Düsseldorfer Aufklärungsdienst in der Pressemitteilung genannten Zahlen zeigen, daß die Atheisten eben KEINE winzigkleine Minderheit sind.  Dazu sehen wir uns die Einlassungen in dem folgenden Abschnitt an:

[*QUOTE*]
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Bei allen anderen lautete das Diktum im Kern: zu speziell. Norbert Kamp, der Leiter der Stadtbücherei, erklärte noch einmal die Grundprinzipien der Institution: Neben Aktualität und Qualität ist für uns stets die Nachfrage der Kunden ein entscheidendes Kriterium." Und da sei Religion in keiner Facette ein besonderer Renner - gerade mal 0,4 Prozent lassen sich dem Themenspektrum zuordnen.
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[*/QUOTE*]

So? Wirklich? Nur 0,4 Prozent? Ist es dann nicht erstaunlich, daß für diese lächerlich winzigen 0,4 Prozent 130 FROMME Bücher angeschafft wurden? Herr Dr. Klosterhalfen schreibt doch:  "Ab Januar 2012 hat sie über 130 fromme Bücher erworben. Darunter waren auch vier Kinderbücher."

Und atheistische Bücher wurden dann WIEVIELE angeschafft? Bei rund 50 Prozent der Bevölkerung, sollte da der Anteil bei den Bücher nichtn auch die Hälfte, also 65 Titel sein!? Und die zwei Bücher, die nun angeschafft werden, entsprechen die dem Proporz? Nein, auch nicht. Die Bibliothek hat also nachweislich gemauert.

Ich nehme nochmal den letzten Absatz. Gehen wir ihn der Reihe nach durch:

[*QUOTE*]
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Bei allen anderen lautete das Diktum im Kern: zu speziell. Norbert Kamp, der Leiter der Stadtbücherei, erklärte noch einmal die Grundprinzipien der Institution: Neben Aktualität und Qualität ist für uns stets die Nachfrage der Kunden ein entscheidendes Kriterium." Und da sei Religion in keiner Facette ein besonderer Renner - gerade mal 0,4 Prozent lassen sich dem Themenspektrum zuordnen.
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[*/QUOTE*]

Da geht es um die Art und Weise, wie die Vorschläge abgewiesen wurden. Also: die beiden Bücher wurden NICHT angeschafft. Statt dessen gab es Larifari und Ausreden der Bibliothek. Zum Beispiel die Ausrede, die Bücher seien "zu speziel". Und dann, vor dem Ausschuß, labert der Leiter der Stadtbibliothek etwas von "Grundsätzen" und "Nachfrage". Wieso, wenn die Nachfrage so gering ist, wurden dann 130 Bücher angeschafft? Der werte Herr Kamp widerlegt sich doch selbst. Ein Journalist sollte das erkennen können. Es sei denn, der Journalist will das nicht...

Ach, hat der Herr Klosterhalfen nicht auf diese Dinge hingewiesen? In "Klosterhalfen vs. Stadtbücherei" http://www.reimbibel.de/x1.htm beschreibt er die Vorgänge ausführlich. Sollte er in der Sitzung gar nichts dazu gesagt haben? Könnte es sein, daß man ihm in der Sitzung das Wort abgeschnitten hat. Einen Teil seiner Rede wollte der Vorsitzende ja nicht hören...

Der letzte Absatz des Artikels ist ein Offenbarungseid. Da heißt es:

[*QUOTE*]
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CDU und FDP stützen Stadtbücherei und weisen Kritik zurück

Kamp betonte, man führe durchaus auch strikt kirchenkritische Autoren, wies zugleich aber darauf hin, dass Stadtbüchereien keine Universitätsbibliotheken seien. Und dass man natürlich fast alle Buchwünsche zumindest binnen ein paar Tagen per Fernleihe erfüllen könne.
Die Politik folgte dieser Argumentation mehrheitlich. CDU-Sprecher Christian Rütz sprach von "plausiblen Erklärungen" Kamps und kritisierte die schriftlichen Ausführungen des Petenten, worin der die Kirche als historisch beispiellose Verbrecherorganisation verunglimpft habe.
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[*/QUOTE*]

"dass man natürlich fast alle Buchwünsche zumindest binnen ein paar Tagen per Fernleihe erfüllen könne" Wie schön. Dann kann man die Bibliothek doch gleich dicht machenl Dann braucht man GAR KEINE BÜCHER MEHR! Dann läßt man sich alles schicken. Spart doch so viel Zeit und Geld. Und Platz!

An dieser Stelle muß der höchtgeschätzte Herr Kamp, der Leitung der Bibliothek Farbe bekennen. Da muß er nämlich zugeben, daß er Mist erzählt. Sinn einer Bibliothek ist doch, den Lesefreudigen ZU ZEIGEN, welche Bücher es gibt. Dazu werden die Bücher sogar in besonderen Regalen aufgestellt, wo die Neuerwerbungen optisch besonders hervorgehoben sind. Oder ist das in Düsseldorf etwa nicht so?

Woher sollen die Leute wissen, welche Bücher es gibt? Es ist Aufgabe der Bibliothek, dem Publikum ZU ZEIGEN, was es gibt. Dazu müssen diese Bürcher vor Ort vorhanden sein. Fernleihen kosten übrigens Geld.  Für dieses Geld kann man Bücher viel besser kaufen,


Besonders übel wird es zum Schluß des Artikels. Da schreibt Alexander Schulte:
 
[*QUOTE*]
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CDU-Sprecher Christian Rütz sprach von "plausiblen Erklärungen" Kamps und kritisierte die schriftlichen Ausführungen des Petenten, worin der die Kirche als historisch beispiellose Verbrecherorganisation verunglimpft habe.
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[*/QUOTE*]

Das sind unwahre Tatsachenbehauptungen! Eine Gegendarstellung ist das mindeste, was ich an Stelle von Herrn Klosterhalfen fordern würde.

Wobei wir zu dem Punkt der Voreingenommenheit kommen, den ich eingangs nannte. Journalisten sollen doch neutral und ausgewogen berichten. Davon kann hier keine Rede sein. Besonders übel stößt auf, daß der werte Herr Schulte bei der Sitzung persönlich anwesend war, es also besser weiß. Man kann sich geradezu vorstellen, daß er zu dem Klüngel dazugehört und dem CDU-Sprecher auf die Schulter nach der Sitzung klopft.

Der Untertitel, den habe ich nicht vergessen. Der lautet:

[*QUOTE*]
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Bücherei: Atheist fühlt sich diskriminiert
BESCHWERDE Petent verlangt den Ankauf von elf kirchenkritischen Büchern - blitzt aber ab.
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[*/QUOTE*]

"blitzt aber ab". Ist das nicht ein bißchen heftig? "blitzt ab", so heißt es doch, wenn jemand ratzfatz abgebügelt wird. ist das denn hier der Fall?  Nein, ist es nicht. Auch hier - und das schon im Untertitel - schreibt der Journalist nicht die Wahrheit. Tatsache ist, daß der Herr Klosterhalfen NICHT abgeblitzt ist. Er hat sich durchgesetzt: zwei der vorgeschlagenen Titel werden gekauft. Herr Klosterhalfen hat auch nicht VERLANGT, daß die Bücher gekauft werden, er hatte darum gebeten, und den Kauf VORGESCHLAGEN. Erst die faule Art und Weise, wie der Bibliothek mit den Vorschlägen umgeht, hat ihn dazu bewogen, etwas zu tun: sich zu wehren gegen das Verhalten der Bibliothek.


Betrachtet man das Machwerk des Herrn Schulte genau, kann man nur zu dem Schluß kommen, daß das genau die Art Journalismus ist, die wir weder brauchen noch wollen, vor allem, die wir uns nicht gefallen lassen müssen.  Durch gezielt herausgepickte und verdrehte Einzelheiten die Öffentlichkeit fehlzuinformieren ist Manipulation. Die werfe ich dem Schulte vor.



[So isses! ama]



« Last Edit: July 29, 2013, 05:45:38 PM by ama »
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Re: Westdeutsche Zeitung verunglimpft Atheisten
« Reply #2 on: July 29, 2013, 12:50:21 PM »

Der Herr Klosterhalfen hat sich beim Chefredaktor der Westdeutschen Zeitung beschwert:

http://reimbibel.de/WZ-Mail-von-Klosterhalfen-an-Michael-Vogler-wg-Alexander-Schulte.htm

[*quote*]
Mail von Wolfgang Klosterhalfen an den verantwortlichen Redakteur der WZ  24.7.2013

Bericht von A. Schulte in der WZ am 11.7.2013

Sehr geehrter Herr Vogler,

der Bericht von Herrn Alexander Schulte „Atheist fühlt sich diskriminiert“ mit dem Untertitel „BESCHWERDE Petent verlangt den Ankauf von elf kirchenkritischen Büchern – und blitzt ab.“ ist ein Lehrbuchbeispiel für schlechten Journalismus. Er ist einseitig, stellt wesentliche Tatsachen falsch dar oder unterschlägt sie und ist geeignet, mich in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen.

Die von Herrn Alexander Schulte referierte Behauptung der Stadtbücherei, alle elf von mir vorgeschlagenen kirchenkritische Bücher seien zu speziell, ist nicht haltbar. Ich habe dies in meiner schriftlichen sowie in meiner mündlich vor dem Ausschuss vorgetragenen Beschwerde ausführlich begründet. Herr Schulte erwähnt davon in seinem Artikel nichts.

Während der Sitzung des Beschwerdeausschusses im Rathaus habe ich u.a. darauf hingewiesen, dass ab Januar 2012 über 130 prochristliche Bücher angeschafft wurden, darunter etliche Titel, die man durchaus als speziell ansehen kann (z.B. Das Blut der heiligen Anastasia, Der Frevel am Altar der heiligen Klara, Antonius von Padua, Pater Pio hat geholfen). Herr Schulte erwähnt diese wichtige Tatsache nicht.

Die von Herrn Schulte eingangs gestellte rhetorische Frage „Werden die bekennenden Atheisten und Gottesleugner bei der Bücheranschaffung systematisch benachteiligt?“ ist eindeutig zu bejahen. Abgesehen davon ist es von Herrn Schulte unverschämt, mich indirekt als „Gottesleugner“ zu bezeichen. Diese Bezeichnung ist nur aus religiöser Perspektive sinnvoll und lässt anklingen, dass ich – wie ein Dieb, der seine Tat bestreitet – die Unwahrheit sage.

Während Herr Schulte meine Argumentation seiner Leserschaft vorenthält, lässt er den Leiter der Stadtbücherei, Herrn Dr. Norbert Kamp, ausführlich zu Wort kommen. Dessen umfangreich von Herrn Schulte referierten schriftlichen und mündlichen Ausführungen entkräften jedoch nicht meinen Vorwurf, die Stadtbücherei habe die vorgeschlagenen Bücher allesamt abgelehnt, weil sie ihr zu kirchenkritisch waren. Kamps Hinweise, Anschaffungskriterien seien Aktualität, Qualität und Nachfrage der Kunden, Bücher des Bereichs Religion würden selten ausgeliehen, es gäbe schon Bücher von kirchenkritischen Autoren wie Heinrich Heine, die Stadtbücherei sei keine Präsenzbibliothek, Bücher könnten per Fernleihe besorgt werden, erklären nicht, warum prochristliche Bücher in großer Zahl angeschafft, aber aktuelle kirchenkritische Werke meiner Elferliste ausnahmslos als angeblich zu speziell abgelehnt wurden.

Dass der CDU-Sprecher Christian Rütz, wie die WZ berichtet, Kamps Ausführungen für plausibel hält, ändert nichts an der Tatsache, dass die Stadtbibliothek bei der Anschaffung von prochristlichen und kirchenkritischen Büchern unterschiedliche Maßstäbe angelegt hat. Damit hat sie gegen Artikel 3(3) und 5(1) des Grundgesetzes verstoßen.

Für mich besonders ärgerlich ist, dass Schulte am Ende seines Textes schreibt:

„CDU-Sprecher Christian Rütz ... kritisierte die schriftlichen Ausführungen des Petenten, worin der die Kirche als historisch beispiellose Verbrecherorganisation verunglimpft habe“. Hier transportiert Schulte eine falsche Tatsachenbehauptung, die geeignet ist, den Eindruck zu erwecken, ich sei ein „aggressiver Atheist“, der zu einer differenzierten Beurteilung der Kirchen wegen emotionaler Voreingenommenheit nicht fähig ist. Dazu stelle ich fest: Ich bin nicht der Auffassung und habe nie behauptet, dass es sich bei den beiden großen Kirchen um Verbrecherorganisationen handelt.

In meiner Beschwerde schrieb ich, dass „... bisher keine Verbrecherorganisation so viel Schaden angerichtet hat wie die Kirchen, ...“. Ich schrieb nicht „keine andere Verbrecherorganisation“. Nach der Privatlogik von Herrn Schulte müsste man aus dem Satz „Keine Nation hat so viele Mitglieder wie die katholische Kirche“ schließen, die katholische Kirche sei eine Nation. Als Herr Rütz sich über meine angebliche Verunglimpfung der Kirche vor dem Ausschuss beschwerte, habe ich wörtlich festgestellt: „Ich kenne keine Organisation, die über so viele Jahrhunderte auf so fürchterliche Weise so viele Menschen umgebracht hat wie die katholische Kirche.“ Dazu stehe ich.

Herr Rütz hat sich auf einen Teil meiner schriftlichen Eingabe bezogen, in der ich angeregt habe, die Stadt möge generell über ihr Verhältnis zu den Kirchen nachdenken. In diesem Zusammenhang habe ich auf christlichen Chauvinismus hingewiesen, der u.a. aufgrund der Kriminalgeschichte des Christentums nicht angebracht sei. Letzteres habe ich in sieben Punkten skizziert und dazu vier weiterführende Links angegeben.

Der Vorsitzende des Ausschusses, Herr Franz Dieter Simons (CDU), hat den umfangreichen Anregungsteil meiner Eingabe nicht zur Diskussion im Plenum zugelassen. Dies hat Herrn Rütz nicht daran gehindert, eine falsche Tatsachenbehauptung zu diesem Teil zu verbreiten, um mich damit in ein schlechtes Licht zu stellen. Herrn Schulte werfe ich zusätzlich vor, dass er meine angebliche Äußerung aus dem Zusammenhang gerissen und damit beim unkundigen Leser den falschen Eindruck erweckt hat, ich habe bei meiner Beschwerde über die Stadtbücherei mal eben „die Kirche“ als historisch beispiellose Verbrecherorganisation bezeichnet.

Den Text meiner Rede im Rathaus sowie Links zu relevanten weiteren Texten finden Sie hier:
http://www.reimbibel.de/x3.htm .

Mit freundlichem Gruß
                         
Dr. Wolfgang Klosterhalfen

http://www.reimbibel.de
[*/quote*]


Wird die Zeitung ihre Verfehlungen zugeben oder wird sie, wie die Bibliothek, weiterhin mauern? Ein deutlicheres Zeichen eine klerikale Sippenwirtschaft kann es kaum geben.
Logged
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