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Author Topic: Archiv des Dr. Meisenpiep  (Read 883 times)

Carlo Wugen

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Archiv des Dr. Meisenpiep
« on: March 07, 2017, 11:11:14 PM »

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Dr. Meisenpiep

 

für wissenschaftliche Vernunft

gegen Volksverdummung und Quacksalberei

 

Stoppt den grenzenlosen Esoterik-Wahn!

 

 

Im Zuge meiner Recherchen zur „Germanische Neue Medizin“ bin ich auf eine ganze Reihe weiterer Quacksalbereien gestoßen. Solche im Rahmen der sogenannten Alternativmedizin angesiedelte Angebote sind mitunter haarsträubend. Kaum zu glauben, was da alles vermarktet wird und mit welchen Tricks Leichtgläubige über den Tisch gezogen werden. Die Palette der Scharlatanerien reicht von pseudowissenschaftlichen Halbwahrheiten, über esoterische Phantasien, bis hin zu legalem Betrug, der leider in unserem Land erlaubt ist. Die gegenwärtige Rechtslage schützt in diesen Bereichen die Scharlatane mehr als die Patienten. Nicht selten werden dubiose Therapeuten auch noch staatlich gefördert, indem z.B. ihre Organisationen als steuerlich gemeinnützig anerkannt sind.

Mediziner aller Fachrichtungen wehren sich vehement gegen die zunehmende Bürokratisieren im Gesundheitswesen, und das mit Recht. Aber es gibt kaum nennenswerten Widerstand gegen die schleichende Durchsetzung der Medizin durch esoterischen Humbug und pseudowissenschaftliche Praktiken. Sehr bedenklich finde ich  es, wenn inzwischen nicht wenige Ärzte diesem Trend folgen, nur um des schnöden Mammons wegen. Die Patienten sind da überfordert. Kranke gehören zu den Schwächsten in unserer Gesellschaft und sollten vor so etwas geschützt werden.
 
Es wird Zeit für die Reaktion: Es wäre dringend erforderlich, dass sich wissenschaftlich korrekt arbeitende Ärzte offen und engagiert gegen diesen Entwicklung wenden. Wir brauchen so eine Art „Antiquack“, eine Bewegung gegen die fortschreitenden Quacksalberei, getragen von engagierten Ärzten und medizinischem Personal, von Medizinstudenten, von seriös arbeitenden Heilpraktikern und Fachberatern sowie von interessierten Patienten und Laien.
 
Diese Internetseiten befassen sich mit einem speziellen Teil des Problems, und zwar mit der zunehmenden Bereitschaft von politischen Amts- und Mandatsträgern, Volksverdummung und Quacksalberei zu unterstützen. Diese Entwicklung steht diametral jeder vernünftigen Bildungs- und Gesundheitspolitik entgegen. Auf den folgenden Seiten wird konkrete Kritik in konkreten Fällen geübt, ohne Rücksicht auf parteipolitische Lager. Ob es nun Schirmherrschaften über fragwürdige Veranstaltungen, dubiose Programmangebote in Volkshochschulen oder andere merkwürdige Ereignisse in dieser Richtung sind, hier kommt das alles klar und deutlich auf den Tisch.
 
Wichtige Grundlagen-Information der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften – GWUP:
http://www.gwup.org/themen/texte/paramedizin/
 
Hier eine informative Seite über den Komplex „Esoterik-Messen“:
http://www.agpf.de/Messen.htm
 
Merkmale, an denen man Scharlatane und Quacksalber erkennen kann:
http://www.promed-ev.de/modules/newbb/viewtopic.php?topic_id=138&forum=43
 
Artikelserie „Jenseits der Schulmedizin“ in der Süddeutschen Zeitung
http://www.sueddeutsche.de/wissen/special/159/142843/
 
 
 
Unter Menuepunkt
 
schirmherrschaften: Grenzenlose Schirmherrschaften - Ist politische Protektion von esoterischem Humbug verantwortbar?
 
hofheim-1: Die Schirmherrin von Hofheim und die seltsame Ignoranz der hessischen SPD
 
hofheim-2: Grenzenlos-Messe September 2008 - kurze Analysen der Aussteller-Angebote - hier geht's an die Substanz
 
hofheim-3: Jetzt wird es richtig öffentlich - offener Brief an die Bürgermeisterin von Hofheim am Taunus - Reaktionen
 
saarbruecken: Grenzenlos-Messe Oktober 2008 - von höchster Stelle begrüßt, Kritik ignoriert - offener Brief an die Oberbürgermeisterin
 
hockenheim-1: Die Schirmherrschaft von Hockenheim - auch in Baden-Württemberg, dem Quacksalber-Ländle, totale Ignoranz der SPD
 
hockenheim-2: Grenzenlos-Messe März 2009 - Oberbürgermeister Gummer soll die Eröffenungsrede halten
 
trier: Grenzenlos-Messe expandiert - 2009 erstmals in Trier an der Mosel - Oberbürgermeister wurde vorgewarnt
 
rechtliches-1: Das Empörium schlägt zurück - esoterische Gegendarstellung - Strafanzeige wegen angeblicher Beleidigung - Hausverbot
 
rechtliches-2: Klarstellung für alle Diffamierten, Verunglimpften und Beleidigten - Streitpunkt Homöopathie - Streitpunkt Geistiges Heilen
 
rechtliches-3: Den Spieß umgedreht - Heilpraktikergesetz - Heilmittelwerbegesetz - Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #1 on: March 07, 2017, 11:13:30 PM »

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Schirmherrschaft grenzenlos

 
Im Herbst 2007 bekam ich ein Exemplar der Zeitschrift „Grenzenlos“ in die Hand. Darin strahlte mir das Gesicht der Hofheimer Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) entgegen und es war von ihr als Schirmherrin ein Grußwort zu einer „Grenzenlos-Messe“ zu lesen. Ich schrieb Frau Stang deswegen an, und auch noch den Oberbürgermeister von Hockenheim (SPD) sowie den Bürgermeister von Nohfelden (CDU). Mehr dazu auf den Seiten zu Hofheim und Hockenheim und in dem hier nachfolgenden Artikel. Als einziger antwortete mir der Bürgermeister von Nohfelden. Meine Informationen hatten ihn stutzig gemacht. Wie man sehen kann, gibt es dort zu der Messe in diesem Jahr keine Schirmherrschaft mehr.

In Hofheim und Hockenheim geht es wie bisher weiter und es ist sogar noch die Oberbürgermeisterin von Saarbrücken (SPD) dazu gekommen. Allerdings nicht als Schirmherrin. Sie schreibt nur ein Grußwort, das aber gleichermaßen als Werbung für die „Grenzenlos-Messe“ angesehen werden kann. Da stellt sich einem unweigerlich die Frage: Ist die SPD auf den Esoterik-Trip? Aber zunächst hier mein Artikel vom Herbst letzten Jahres:


 
Grenzenlose Schirmherrschaften

Ist politische Protektion von esoterischem Humbug verantwortbar?

Von Richard Maxheim


Die Zeitschrift „Grenzenlos“

 
Seit 1994 gibt es das esoterische Anzeigenblättchen „Grenzenlos“, die „Zeitschrift für ganzheitliches Leben“ >>> http://www.grenzenlos.net/
Erstmals war mir „Grenzenlos“ 2003 aufgefallen, als ich darin einen Veranstaltungshinweis von einer Gruppierung aus der Szene rechtsextremer Verschwörungstheoretiker fand. Die „Aufklärungsarbeit“ >>> http://www.aufklaerungsarbeit.de/
warb für einen Vortrag von Jo Conrad >>> http://de.wikipedia.org/wiki/Jo_Conrad

Herausgeber und Verleger von „Grenzenlos“ ist Roland Häke aus dem pfälzischen Frohnhofen, in der Nähe vom saarländischen St. Wendel. Die Gazette erschien zunächst monatlich, dann zweimonatlich und kommt jetzt halbjährlich heraus; aktuell in einer Auflage von 250 000 Exemplaren. Die Hefte werden bundesweit gratis über mehr als 1400 registrierte Verteilstellen an die Leser gebracht. Der Inhalt von „Grenzenlos“  besteht überwiegend aus Werbung, in Form von gewerblichen Inseraten und Kleinanzeigen, aus den weit verzweigten Bereichen der Esoterik und der Paramedizin:
http://www.gwup.org/themen/texte/paramedizin/
Diese Angebote lassen teilweise deutlich an Seriosität zu wünschen übrig. Die in „Grenzenlos“ enthaltenen Artikel behandeln durchgehend unkritisch esoterische und paramedizinische Angebote und lesen sich häufig wie Pressemeldungen der entsprechenden Anbieter. Der weitere Inhalt der Gazette ist den „Grenzenlos-Messen“ gewidmet. Dazu werden Ausstellerverzeichnisse und Programme abgedruckt.


Die „Grenzenlos-Messen“

 
Seit einigen Jahren veranstaltet Roland Häke „Grenzenlos-Messen“. Da geht es um „Ökologie, Gesundheit, Ernährung, Heilen“. Dies alles natürlich „ganzheitlich“ und mit der kompletten Palette der esoterischen und paramedizinischen Phraseologie. „Grenzenlos-Messen“ finden inzwischen alljährlich in Bosen am Bostalsee, Saarbrücken, Hockenheim und Hofheim am Taunus statt. Unter dem Motto „Neue Wege zu mehr Gesundheit“ fand am 15. und 16. September 2007 bereits zum drittenmal die „Grenzenlos-Messe“ in der Stadthalle in Hofheim am Taunus statt. Das Angebotsspektrum, von den Messeständen über Vorträge bis hin zu Seminaren deckt sich größtenteils mit den Inhalten des Anzeigenblattes. Ich habe hier eine Reihe von Stichworten daraus aufgegriffen:

 
Energieschmuck - Energie-Essenzen – Nullpunktenergiesteine – Klangmassagen – Annapurna - Feng Shui – Kinotakara - Energie- und Lichtarbeit - Aura-Chakren - Synergie aus Licht und Magnetfeld – Magnetfeldmatte – Geistheilung – Imaginationstherapie – Reinkarnationstherapie – Astrologie - Centrum der Kraft – Shiatsu – Phonophorese – Channeling - Power Managerpille - Pendel und Ruten – Biomeditation – Biosens – Energiefeldaufnahmen - Zell-Energie-Konzept - Fitline-Nahrungsoptimierung – Wirbelsäulenbegradigung – Reflexzonentabelle - Esoterische Lebensberatung – Kartenlegen – Hypnose – Rückführung – Heilsteine - Spirituelles Mentoring – Jenseitskontakte - PSI-Heilinstitut - Heilung durch Kristalle – Fernbehandlungen – Faltenbügeleisen - Dunkelfeld-Mikroskopie-Diagnose – Ayurveda – Energiepyramiden – Lichtwesen – Aurafotografie – Engelessenzen – Bioenergetik – Reiki – Reflexologie – Handauflegen – Biotransmitter - Christian Science – Geomantie – Klopfakupunktur – Erdheilung - Aprikosenkerne aus dem – Himalaja – Kristallsalz – Homöopathie - Karma-Reinigung - Neue Energie des St. Germain - Synergetik-Therapie - Deeksha-Energie - Aura-Kamera – Druidentachyonen – Handlesen – Nahrungsergänzungen - Energiedrink TattiRo - Geheimnis der Noni - Heilung durch Schwingungsübertragungen - Mitteilungen aus anderen Dimensionen - Neue Medizin - Schammanisches Trommeln - Heilsame Kristalle - Schamanische Energiekörperarbeit – Satsang - Mediale Durchsagen – Der Weg ins Licht – Alchemie – Lemurisches – Magnetfeldanwendung - Peruanische Schamanen

 
Hier offenbart sich ein haarsträubendes Konglomerat von Scharlatanerie, Quacksalberei, kommerzieller Esoterik und pseudowissenschaftlichem Humbug. Es gibt einige Aussteller, die ich nicht dazu rechnen möchte, z.B. den Schreiner mit seinen Wohlfühl-Bettgestellen. Vereinzelt waren die Angebote aber auch sehr bedenklich. Das Besondere an dieser Messe war die Tatsache, dass hier die Bürgermeisterin von Hofheim, Gisela Stang (SPD), als Schirmherrin fungierte. Sie hielt laut Programm sogar die Eröffnungsrede. In Ihrem Grußwort, das auch in „Grenzenlos“ veröffentlich wurde, bezieht sie sich auf Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die für einen größeren Stellenwert alternativer Heilmethoden in der Medizin eintritt:
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=17176

Es ist allerdings fraglich, ob die Bundesgesundheitsministerin solcherlei „Medizin“ gemeint hat, wie sie auf der „Grenzenlos-Messe“ in Hofheim dargeboten wurde. Was da ablief, hat nämlich mit seriöser, wissenschaftlich fundierter Medizin, die heute selbstverständlich auch erwiesene Erfahrungen der Naturheilkunde mit einbezieht, nichts mehr zu tun. Da klingt die Bemerkung von Frau Stang: „Vielleicht ist nicht alles, was auf der Messe angeboten wird, streng ‚wissenschaftlich erwiesen’ und manches bewegt sich vielleicht jenseits der Schulmedizin.“, doch etwas befremdend. Entweder hat die Frau Bürgermeisterin sich die Angebote nur extrem oberflächlich angeschaut, oder einige Jahrhunderte der Aufklärung scheinen an ihr spurlos vorübergegangen zu sein. Herr Häke bewirbt indessen im Internet bereits die nächste Hofheimer „Grenzenlos-Messe“ im September 2008:
http://www.hofheim.grenzenlos-messe.net/
 
Begegnung mit „Heilern“ im Saarland

 
Am 20. und 21. Oktober präsentiert sich „Grenzenlos“ mit seiner Messe in der Congresshalle in Saarbrücken:
http://www.sb.grenzenlos-messe.net/
Messebelegung und Programm zeigen Gleiches wie in Hofheim. Besonderheit dieser Messe ist die Sonderveranstaltung „Heilern begegnen“, bei der es ausschließlich um „Geistiges Heilen“ geht. Die Veranstaltung läuft zu Gunsten einer Stiftung „Auswege - Therapeutische Auswege für chronisch kranke Kinder“. Im Rahmen der, „von dem Psychologen und Philosophen Dr. Harald Wiesendanger im Sommer 2005 gegründete Stiftung“ sollen „Auswege“ … „im breiten Spektrum ‚komplementärer’ Therapieformen, einschließlich Geistigen Heilens - eine Behandlungsweise, die schon vor ca. 2000 Jesus Christus praktizierte“, eröffnet werden. Hier dreht es sich immerhin um kranke Kinder. Da sollte man etwas genauer hinschauen. Kranke Kinder als Versuchsobjekte für solchen unwissenschaftlichen Humbug zu benutzen würde zu Recht von jeder seriösen Ethikkommission abgelehnt werden.

 
Am 10. und 11. November folgt die „Grenzenlos-Messe“ in Bosen am Bostalsee:
http://www.bosen.grenzenlos-messe.net/
unter dem Motto „Welt der Gesundheit am Bostalsee“. Es zeichnet sich das gleiche Bild ab, wie bei den anderen Messen. Schirmherr ist hier der Bürgermeister der Gemeinde Nohfelden, Andreas Veit (CDU). Sein Grußwort zu der Veranstaltung fällt kurz und schmerzlos aus. Wie eben von einem Bürgermeister, der sich nicht damit allzu sehr identifizieren kann, aber trotzdem froh ist, dass die Eventhalle für dieses Wochenende vermieten werden konnte. Da schreibt man auch gerne mal ein paar unverbindliche, nette Zeilen. Der Rückblick auf die erste Messe im vergangenen Jahr zeigt, dass es hier noch vorwiegend saarländisch zuging: Die Ernährung stand im Mittelpunkt. Natürlich vollwertig, versteht sich. In diesem Jahr weist der Trend jedoch eindeutig mehr auf eine verkappte Esoterik-Messe hin.
 
2008 weiter in Hockenheim

 
Einen Ausblick auf das nächste Jahr, mit ähnlichen Angeboten wie bei den Messen oben, weist der Trend: Hofheim, Saarbrücken und Bosen sind wieder dabei. Den Anfang macht die „Grenzenlos-Messe“ am 24. und 25. Mai 2008 in der Stadthalle in Hockenheim:
http://www.hockenheim.grenzenlos-messe.net/index.htm
Die Belegung steht erst in den Anfängen, aber man kann wohl sicher sein, dass sich hier wieder einiges an Irrationalität zusammenbrauen wird. Die Imkerin mit dem „echten Biohonig“ möge mir die verallgemeinernde Einschätzung verzeihen.

Der Schirmherr dieser Messe, Oberbürgermeister Dieter Gummer (SPD), hat auch schon sein Grußwort dazu geschrieben:
http://www.hockenheim.grenzenlos-messe.net/grusswort.htm
Herr Gummer bezieht sich, wie seine Amtskollegin in Hofheim am Taunus, ebenfalls auf die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Allem Anschein nach hat sich Herr Gummer auch noch nicht mit diesem merkwürdigen Sammelsurium dubioser Angebote befasst, obwohl er schon in 2006 als Schirmherr genannt wurde.

 
Folgt man den durchweg kritiklosen Presseberichten aus der Region, dann war die erste „Grenzenlos-Messe“ im vergangen Jahr ein voller Erfolg. Die Eröffnungsrede hielt Bürgermeister Werner Zimmermann als Vertreter des Oberbürgermeisters. Laut „Hockenheimer Tageszeitung“ gehört nach Auffassung des Geschäftsführers der Stadthalle, Walter Rettl: "Ein bisschen Hokuspokus, ein bisschen Zauberei" auch zur „Grenzenlos-Messe“. Was für einen Hokuspokus Herr Rettl auch immer damit gemeint haben mag, „ein bisschen“ dürfte etwas untertrieben sein. Vielleicht empfiehlt es sich, dass man im Mai 2008 in der Hockenheimer Stadthalle bei Harry Potter Hausratsversicherungen gegen Poltergeist-Schäden abschließen kann. Ist nur mal so ein Tipp für ganzheitliche orientierte Versicherungsvertreter.


Ist politische Protektion verantwortbar?

 
Es ist klar, dass solche Messen, wie sie Roland Häke gewerbsmäßig organisiert, zu unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung und Marktwirtschaft gehören. Der Markt will das so und die Kunden sind da. Jeder Erwachsene mag selbst bestimmen, wofür er sich sein Geld aus der Tasche ziehen lässt. Auch ist die Inanspruchnahme von kommunalen Veranstaltungsräumen für solche Zwecke nichts Außergewöhnliches. In Stadthallen finden ebenso Erotik-Messen mit pornographischen Inhalten sowie Kongresse der unmöglichsten Art statt. Nur sollte man sich fragen, wieso führende Kommunalpolitiker für verkappt Esoterik-Messen unbedingt die Schirmherrschaften übernehmen müssen.

 
Zwar mag der überwiegende Anteil der Aussteller unbedenklich sein, da sie nur pseudowissenschaftlichen Unsinn im Wellness-Bereich vertreiben. Weitaus bedenklicher sind allerdings die ebenfalls auf der Veranstaltung anwesenden Aussteller, die auf ihren Internet-Seiten mit offensichtlich unerfüllbaren Heilsversprechen werben und damit eine Gefahr für ernsthaft Kranke werden können. Hier liegen die verhängnisvollen Stolperfallen der sogenannten Alternativmedizin und des in seinem Dunstkreis agierenden Psychomarktes versteckt. Insbesondere die Vermischung von unbedenklichen und bedenklichen Angeboten macht es den Besuchern einer solchen Veranstaltung nicht leicht, Letztere zu erkennen.

 
Ich halte es daher für unverantwortlich, dass führende Kommunalpolitiker für eine solche Veranstaltung auch noch als Schirmherren auftreten und damit der Veranstaltung, und somit indirekt auch allen Ausstellern, eine nicht vorhandene Seriosität bescheinigen. Öffentliche Kritik, so wie sie hier von mir vorgebracht wird, kommt in der Regel erst dann, wenn bereits ein Schaden eingetreten ist, wenn das Kind schon im Brunnen liegt. Die Schirmherrinnen und -herren machen sich hier unter Umständen moralisch mit schuldig. Auf jeden Fall tragen sie bereits im Voraus die politische Verantwortung.
***
Siehe Gegendarstellung unter dem Menuepunkt rechtliches-1.
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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #2 on: March 07, 2017, 11:15:45 PM »

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Die Schirmherrin von Hofheim
 
 
Wie bereits unter „Schirmherrschaften“ erwähnt, fungierte die Bürgermeisterin von Hofheim am Taunus, Gisela Stang (SPD), in 2007 als Schirmherrin für die dortige „Grenzenlos-Messe“. Hier ihr Grußwort zu der Veranstaltung:


Bereits zum dritten Mal wandelt sich dieses Jahr die Stadthalle in Hofheim um zu einer Art „Gesundheits- und Wohlfühl-Zentrum“.
Am 15. und 16. September ist die Grenzenlos-Messe Messe „Ökologie, Gesundheit, Ernährung, Heilen“ erneut Gast in unserer schönen Stadt.
Dieses zeigt, dass Themen zur ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge oder alternative Heilmethoden nicht ein kurzlebiger Trend sind, sondern auf nachhaltiges Interesse bei den Menschen stoßen.

Vielleicht ist nicht alles, was auf der Messe angeboten wird, streng „wissenschaftlich erwiesen“ und manches bewegt sich vielleicht jenseits der Schulmedizin.
Aber das Interesse hieran bestätigt doch das Ergebnis einer Umfrage des Allensbach-Instituts aus dem Jahre 2002, in der über 70 Prozent der Deutschen angaben, bei Krankheiten auf natürliche und alternative Behandlungsmethoden zu setzen und sich nicht mehr ausschließlich der herkömmlichen Medizin anzuvertrauen.
Bemerkenswert auch die Forderung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt im April diesen Jahres: Sie dringt auf einen größeren Stellenwert alternativer Heilmethoden in der Medizin. Um deren Chancen im Gesundheitswesen zu verbessern, müsste aber oftmals noch eine gewisse „Blockade in den Köpfen“ überwunden werden.
Die 3. Grenzenlos-Messe „Ökologie, Gesundheit, Ernährung, Heilen“ mit über 80 Ausstellern, zahlreichen Vorträgen und einigen Seminaren und Workshops bietet Ihnen Gelegenheit dazu.
Informieren Sie sich über ganzheitliche Wege zu Gesundheit und Wohlbefinden für Körper und Seele und finden Sie aus dem reichhaltigen Angebot der Therapeuten, Händler oder freiberuflichen Dienstleister selbst heraus, was Ihnen gut tut.
gez.
Gisela Stang
Bürgermeisterin

 
Quelle: Stadt Hofheim am Taunus


 
Ich erfuhr erst im Nachhinein von der Grenzenlos-Messe und dieser grenzenlosen Schirmherrschaft. Zunächst dachte, die Frau hätte nicht richtig aufgepasst, für was sie da ihren Namen hergibt und die moralische wie politische Verantwortung übernimmt. Ich schrieb deshalb am 26.09.2007 eine deutliche eMail an sie, mit Kopie an die hessische SPD-Vorsitzende:
 
Bürgermeisterin der Stadt Hofheim am Taunus
Gisela Stang
Chinonplatz 2
65719 Hofheim am Taunus
 
Kopie an die Vorsitzende
des SPD-Landesverbandes Hessen
Andrea Ypsilanti



Sehr geehrte Frau Stang,


wie ich im Internet gelesen habe, fand am 15. und 16. September in Hofheim wieder eine Grenzenlos-Messe statt. Es ist schon schlimm genug, dass der Veranstalter durch die Nutzung der Hofheimer Stadthalle sich und seiner Klientel mal wieder das Mäntelchen der Seriosität umhängen konnte. Zu allem Überfluss ließen Sie sich als Bürgermeisterin der Stadt auch noch als Schirmherrin dieser dubiosen Messe instrumentalisieren und hielten sogar die Eröffnungsrede. Wie kommt eine sozialdemokratische Kommunalpolitikerin in so eine Situation? In welchem Jahrhundert leben wir denn?
 
Warum meine harsche Kritik? Ich habe Ihnen hier mal aus dem Verzeichnis der Aussteller, der Vortragsliste und dem Seminarprogramm eine Anzahl Begriffe herausgesucht:
 
Energieschmuck - Energie-Essenzen – Nullpunktenergiesteine – Klangmassagen – Annapurna - Feng Shui – Kinotakara - Energie- und Lichtarbeit - Aura-Chakren - Synergie aus Licht und Magnetfeld – Magnetfeldmatte – Geistheilung – Imaginationstherapie – Reinkarnationstherapie – Astrologie - Centrum der Kraft – Shiatsu – Phonophorese – Channeling - Power Managerpille - Pendel und Ruten – Biomeditation – Biosens – Energiefeldaufnahmen - Zell-Energie-Konzept - Fitline-Nahrungsoptimierung – Wirbelsäulenbegradigung – Reflexzonentabelle - Esoterische Lebensberatung – Kartenlegen – Hypnose – Rückführung – Heilsteine - Spirituelles Mentoring – Jenseitskontakte - PSI-Heilinstitut - Heilung durch Kristalle – Fernbehandlungen – Faltenbügeleisen - Dunkelfeld-Mikroskopie-Diagnose – Ayurveda – Energiepyramiden – Lichtwesen – Aurafotografie – Engelessenzen – Bioenergetik – Reiki – Reflexologie – Handauflegen – Biotransmitter - Christian Science – Geomantie – Klopfakupunktur – Erdheilung - Aprikosenkerne aus dem – Himalaja – Kristallsalz – Homöopathie - Karma-Reinigung - Neue Energie des St. Germain - Synergetik-Therapie - Deeksha-Energie - Aura-Kamera – Druidentachyonen – Handlesen – Nahrungsergänzungen - Energiedrink TattiRo - Geheimnis der Noni - Heilung durch Schwingungsübertragungen - Mitteilungen aus anderen Dimensionen - Neue Medizin - Schammanische Trommeln - Heilsame Kristalle - Schamanische Energiekörperarbeit – Satsang - Mediale Durchsagen – Der Weg ins Licht – Alchemie – Lemurisches – Magnetfeldanwendung - Peruanische Schammanen
 
Das ist ein haarsträubendes Konglomerat von Scharlatanerie, Quacksalberei, kommerzieller Esoterik und pseudowissenschaftlichem Humbug. Es gibt einige Aussteller, die ich nicht dazu rechnen möchte, z.B. den Schreiner. Aber ich würde mir als Handwerker wirklich überlegen, ob ich für einen kurzzeitigen Gewinn in diesem Kontext meinen guten Ruf aufs Spiel setzen sollte.
 
Dann gab es auch wirklich sehr bedenkliche Angebote auf dieser Messe. Zum Beispiel die Sekte „Christian Science“ rät Kranken ab, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Sie kennt nur einen Heiler, Jesus Christus. Auch die Synergetik-Therapie des Herrn Joschko sollte man nur mit größter Vorsicht genießen. Sie beruht zu großen Teilen auf der gefährlichen Irrlehre der Neuen Medizin (Germanische Neue Medizin) des mehrfach vorbestraften ehemaligen Arztes Ryke Geerd Hamer.
 
Sehr geehrte Frau Stang, in diesem Zusammenhang ist Ihr Grußwort zur Ankündigung der Grenzenlos-Messe der Gipfel grenzeloser Naivität. Hier sind mindestens 80 % der Angebote reiner Humbug und in keiner Weise wissenschaftlich erwiesen. Mit seriöser Medizin hat das absolut nichts zu tun. Es gibt keine Alternative zur modernen Medizin, die selbstverständlich heute auch naturheilkundliche Erfahrungen mit einbezieht. Aber verwechseln Sie das doch bitte nicht mit solch einem Zinnober! Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bundesgesundheitsministerin das so gemeint haben könnte.
 
Der letzte Satz ihres Grußworte ist ja klasse: „Informieren Sie sich über ganzheitliche Wege zu Gesundheit und Wohlbefinden für Körper und Seele und finden Sie aus dem reichhaltigen Angebot der Therapeuten, Händler oder freiberuflichen Dienstleister selbst heraus, was Ihnen gut tut.“ Das klingt, als seien Sie die Pressereferentin von dem Zirkus.
 
Sie sind aber die Bürgermeisterin der Stadt Hofheim und tragen somit politische Verantwortung. Solange hier mit unsinnigen Beauty-Angeboten und Ego-Wellness nur Eingebildete abgezockt werden, kann ja nicht viel passieren. Aber wehe, es geraten durch ihre Empfehlung Kranke in die Fänge von Scharlatanen und kommen zu Schaden. Dann kommt Ihre politische Verantwortung unweigerlich zum Tragen.
 
Ich würde Ihnen deshalb folgendes dringend empfehlen: Lassen Sie mal die Angebote dieser Messe von einem kritischen Experten Ihrer Partei durchchecken. Ich bin davon überzeugt, dass Sie dann im nächsten Jahr nicht erneut den Fehler begehen werden, für eine solche Messe als Schirmherrin aufzutreten. Das wäre nämlich dann wirklich skandalös.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
gez.
Richard Maxheim
 
 
Darauf kam keine Antwort. Zwischenzeitlich schrieb ich den kritischen Artikel „Grenzenlose Schirmherrschaften – Ist politische Protektion von esoterischem Humbug verantwortbar?“ und verbreitete ihn über das Internet in Hessen. Als ich dann Ende 2007 auf der Seite der „Grenzenlos-Messen“ las, dass Frau Stang für 2008 erneut als Schirmherrin zur Verfügung stand, schrieb ich am 01.01.2008 eine noch deutlichere eMail an die Bürgermeisterin, mit Kopien an die zuständigen Unterteilungen in der SPD-Hierarchie Hessen sowie an die örtliche Presse:
 
Bürgermeisterin Gisela Stang
Hofheim a. Taunus
 
Kopien an:
 
SPD Ortsverein Hofheim a. Taunus
Vors. Frau Cornelia Koall
 
SPD Unterbezirk Main-Taunus
Vors. Herrn Gerrit Richter
 
SPD Landesverband Hessen
Vors. Frau Andrea Ypsilanti
 
Hofheimer Zeitung
Redaktion
 
Frankfurter Rundschau
Lokalredaktion Hofheim
 


Sehr geehrte Frau Stang,
 
ich beziehe mich auf meine eMail vom 26. September 2007, dessen Text ich Ihnen hier nochmals als Anhang mitsende (ebenso meinen Artikel „Grenzenlose Schirmherrschaften - Ist politische Protektion von esoterischem Humbug verantwortbar?“). Wie man der Internetseite
 
http://www.hofheim.grenzenlos-messe.net/
 
(mit – altem – Foto) entnehmen kann, scheinen Sie ja doch erneut den Fehler begehen zu wollen, diese als „Grenzenlos-Messe“ firmierte Scharlatan- und Quacksalber-Werbeverkaufsveranstaltung in der Hofheimer Stadthalle mit Ihrer Schirmherrschaft unterstützen zu wollen. Keine Frage, dass dies eine grenzenlose politische Dummheit wäre.
 
Ich empfehle Ihnen deshalb zu Ihrer Information und eigenen Weiterbildung die Fernsehsendung am kommenden Donnerstag im
 
MDR
Donnerstag, 03. Januar 2008, 22.35 Uhr

Nicht ohne meinen Wahrsager
Doku. Süchtig nach Zukunft

Manche Menschen fühlen sich ohne die Prognosen ihrer esoterischen Berater nicht mehr lebensfähig, sie sind abhängig. Schulden sind nur eine der möglichen Folgen.

http://www.mdr.de/nah_dran/4854118.html
 
Erfahrungsgemäß werden bei der kommenden „Grenzenlos-Messe“ auch wieder solche Wahrsager, von Astrologie bis Kartenlegen, ihren, leider nicht strafrechtlich relevanten, betrügerischen Machenschaften freien Lauf lassen können. Es ist immer noch die Frage offen, ob Sie als sozialdemokratische Kommunalpolitikerin tatsächlich weiterhin über so etwas verantwortlich Ihren Schirm halten wollen.
 
Mit den besten Grüßen und Wünschen für das neue Jahr
 
gez.
Richard Maxheim
 
 
Es kam keine Reaktion von der Bürgermeisterin und auch von sonst niemand aus der SPD. Hier tritt eine bemerkenswerte Ignoranz auf allen Ebenen zutage. Offensichtlich sind in Hessen eine ganze Reihe Genossinnen und Genossen fehl am Platz. Da tat es richtig gut, als es bei der letzten Hessen-Wahl für die Sozialdemokraten doch nicht so lief, wie erhofft. Ich sage das als ein bis vor kurzem noch überzeugter SPD-Wähler.
 
Und in Hofheim geht es mit der grenzenlosen politischen Fehlentwicklung weiter. Mehr dazu unter dem Menuepunkt hofheim-2.
[*/quote*]
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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #3 on: March 07, 2017, 11:17:22 PM »

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Grenzenlos-Messe Hofheim 2008
Kurz-Analysen der Ausstellungsangebote
 
 
 
Die Vorbereitungen für die 4. Grenzenlos-Messe „Ökologie, Gesundheit, Ernährung, Heilen“ am 13. und 14. September befinden sich im Endstadium. Das aktuelle Grußwort der Schirmherrin kann man als PDF-Datei von der Internetseite des Veranstalters aus aufrufen:
http://www.hofheim.grenzenlos-messe.net/
 
Ich hatte Bürgermeisterin Stang in meiner ersten eMail geraten, sich die Angebote der Grenzenlos-Messe mal etwa genauer anzuschauen bzw. durch einen Experten prüfen zu lassen. Nichts dergleichen scheint geschehen zu sein, sonst würde Frau Stang bestimmt nicht nochmals als Schirmherrin in Erscheinung treten.
 
Da es ja sonst vermutlich niemand tun wird, werde ich die Angebote der diesjährigen Grenzenlos-Messe in Hofheim anhand allgemein zugänglicher Quellen analysieren. Diese Kurz-Analysen erfolgen nach und nach ungeordnet, die wichtigsten kommen zu Anfang. Sie werden aber dann – gemäß der Vorgabe des alphabetischen Ausstellerverzeichnisse des Veranstalters, wie man es auf der oben verlinkten Internetseite finden kann – hier nachfolgend veröffentlicht.
 
Nach Fertigstellung der Analysen werde ich mich nochmals an Bürgermeisterin Gisela Stang mit einem offenen Brief wenden, ihr die Ergebnisse meiner Analysen mitteilen und sie auffordern, ihre Schirmherrschaft über die Grenzenlos-Messe zurückzuziehen. Siehe weiter unter Menuepunkt hofheim-3.
 
 
Die hier vermerkten Wertungen beziehen sich auf die Angebote, nicht aber auf die Person des jeweiligen verantwortlichen Ausstellers.
 
 
**********
 
Kurzanalysen
 
der Aussteller-Angebote Grenzenlos-Messe Hofheim 2008
 
Stand 10. September 2008
 
 
 
16 % unbedenklich
 
72 % unseriös
 
12 % bedenklich
 
Die Kunde von der Existenz dieser Kurz-Analysen scheint in der Szene inzwischen die Runde zu machen. Mittlerweile sind nämlich nicht wenige Internet-Seiten einzelner Aussteller verändert worden. Da fehlen nun als unseriös oder bedenklich eingestufte Passagen, ja ganze Seiten. Ich habe deshalb die Liste der Analysen hier zurückgenommen, um sie zu überarbeiten und die geänderten Stellen aufzuzeigen. Nicht dass hinterher jemand behaupten kann, das sei alles gar nicht wahr.

 

Nachtrag 29.09.2008


Wie ich erfahren musste, wurde die hier zuvor veröffentlichte Liste der Kurzanalysen von Aussteller-Angeboten unter Missachtung des Urheberrechts kopiert und an anderen Stellen im Internet veröffentlicht, die mir weder bekannt waren und zu denen ich auch keinen Zugang besitze. Dies geschah ohne mein Wissen, ohne meine Billigung und ohne meine Zustimmung.
 
Solche Kopien können nicht von mir aktualisiert werden. Aus oben genannten Gründen stimmen die Angaben deshalb in den meisten Fällen nicht mehr. Außerdem wurden Textteile manipuliert, wie z.B. bei einer Ausstellerin, wo jemand den Satz „Sie ist eine Betrügerin und sieht aus wie eine weggeworfene Aktentasche“, hinzugefügt hatte. Das mag vielleicht zutreffen, ist aber nicht statthaft. In einem anderen Fall hat ein anonymer User "Scientology" dazu geschrieben. Das ist auch nicht die feine engliche Art. Ich werde trotzdem dem Hinweis nachgehen.
 
Um meine Rechercheergebnisse vor solchem Missbrauch zu schützen und Fehlinterpretationen vorzubeugen, habe ich mich entschlossen, hier auf dieser Homepage keine Angebots-Analysen mehr zu veröffentlichen. Die Analysen erfolgen selbstverständlich auch weiterhin, werden aber in Zukunft nur noch bestimmten Personen oder Gremien, sowie den Medien zur Verfügung gestellt.
 
Richard Maxheim
[*/quote*]
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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #4 on: March 07, 2017, 11:19:10 PM »

http://web.archive.org/web/20090130093345/http://meisenpiep.beepworld.de/hofheim-3.htm

[*quote*]
hofheim-3.htm

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Jetzt wird es richtig öffentlich
 
 
 
Offener Brief vom 31.08.2008
an die Bürgermeisterin von Hofheim am Taunus


 
Frau
Bürgermeisterin Gisela Stang
Chinonplatz 2
 
65719 Hofheim am Taunus
 
 
Offener Brief
zur Schirmherrschaft über die 4. Grenzenlos-Messe in Hofheim, 13./14. September
 
 
Sehr geehrte Frau Stang,
 
da Sie meine Kritik vom letzten Herbst bzgl. Ihrer Schirmherrschaften über die Grenzenlos-Messen ignoriert haben und in diesem Jahr die Messe erneut unterstützen, habe ich mir wie angekündigt erlaubt, die Angebote der Aussteller kurz zu analysieren. Wie Sie aus der hier beigefügten Aufstellung ersehen können, ist nach meiner Auffassung der überaus größte Teil der Angebote unseriös, wenn nicht sogar sehr bedenklich. Nur 18 % kann ich als unbedenklich ansehen. Sie können den aktuellen Stand der Analysen im Internet unter
 
www.grenzenlos-hofheim-kritik.de.vu
 
im Menuepunkt hofheim-2 aufrufen und meine Angaben mittels der dortigen Linkverweise direkt nachprüfen. Die Angebote haben mit den Themen der Messe, Ökologie, Gesundheit, Ernährung und Heilen, recht wenig zu tun und entlarven das Motto der Veranstaltung als Etikettenschwindel. Es handelt sich hier eindeutig um eine verkappte Esoterik-Messe mit vorwiegend dubiosen Inhalten.
 
Wenn führende Politiker solche, durch und durch unseriöse Veranstaltung mit ihren Schirmherrschaften protegieren und ihnen damit das Mäntelchen der Seriosität umhängen, handeln sie gegenüber den Bürgern verantwortungslos, um nicht zu sagen asozial. Ich appelliere deshalb an Ihr soziales Verantwortungsbewusstsein als Sozialdemokratin und fordere Sie auf, die Schirmherrschaft über die 4. Grenzenlos-Messe in Hofheim zurückzunehmen!
 
Mit freundlichen Grüßen
gez. Richard Maxheim
 
**********

Frankfurter Rundschau - Artikel vom 11.09.2008

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/main_taunus/1592619_Grenzenlos-esoterisch.html
 
Mein Leserbrief dazu:


Die Ignoranz von Frau Stang scheint geradezu grenzenlos zu sein. Mit meinem offenen Brief vom 31. August hatte ich ihr eine Liste mit Kurz-Analysen der Aussteller-Angebote übersandt, aus der eindeutig hervorgeht, dass mehr als 80 % der Angebote als unseriös anzusehen sind, und diese Einschätzung dabei ausreichend belegt. Unter den unseriösen Angeboten befanden sich nicht wenige, die man als bedenklich einstufen muss, wie z.B. die Psycho-Sekte KRYON.

Den ganzen Vorgang habe ich auf meiner Homepage
www.meisenpiep.beepworld.de
dokumentiert.

Es ist ein Skandal, wenn führende Politiker für solche überwiegend irrationalen und unseriösen Veranstaltungen die Schirmherrschaft übernehmen und es ist noch skandalöser, wenn sie diese auch noch öffentlich verteidigen und schön zu reden versuchen, so als hätten sie von den realen Hintergründen kaum Kenntnis. Damit kennzeichnen sich die Betroffenen selbst als unglaubwürdig. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorgang in Hofheim kommunalpolitische Konsequenzen haben wird.


Richard Maxheim
 
**********

 

Hofheimer Zeitung vom 16.09.2008

http://www.hofheimer-zeitung.de/region/objekt.php3?artikel_id=3436967
 
Wiesbadener Kurier vom 16.09.2008

http://www.wiesbadener-kurier.de/region/objekt.php3?artikel_id=3436730&rub=5
 
Wobei man bemerken muss, dass die Hofheimer Zeitung vom Wiesbadener Kurier herausgegeben wird. Die Hofheimer Zeitung ist wohl der Teil der freien Presse im Main-Taunus-Kreis, die möglicherweise von den Werbeanzeigen der Messeaussteller und des Messeveranstalters profitierte. Anders lässt sich die völlig unkritische Berichterstattung nicht erklären, es sei denn, die Redaktion hätte Tomaten auf den Augen und Bohnen in den Ohren. Der Bericht im Wiesbadener Kurier selbst ist dagegen ein einziges Naserümpfen zu den dubiosen Messeinhalten. Schade nur, dass die Reporterin dabei eine Bogen um die wirklich bedenklichen Angebote gemacht hat. Ja, wenn man an den Kern der Sache gehen will, dann ist das schon etwas Arbeit.
 
 
*********
 
eMail von Roland Häke, dem Veranstalter der Grenzenlos-Messen, vom 16.09.2008
(kopiert wie geschickt)
 


Roland Häke schreibt für Herrn Richard Maxheim, den gnadenlosen Grenzenlos-Messe-Kritiker und Mitglied der atheistischen Gruppe „Brights“, verantwortlich für die engagierte Negativ-Touch-Seite www.meisenpiep.beepworld.de
 
Sehr geehrter Herr Maxheim,


danke für die zusätzliche PR, die Sie mit www.meisenpiep.beepworld.de für Grenzenlos-Messen machen.
 
Auch wenn Sie fast ausschließlich in die negative Kerbe einschlagen – Sie wissen doch: Mit negativ gefärbten Nachrichten werden heute die besten Quoten erziehlt. „Bad news are good news“.
 
Bemerkenswert finde ich vor allem, dass Sie sowohl von Ihrer Seite wie auch von den Ihren im Internet weit verbreiteten negativen Zeilen über Grenzenlos-Messen immer gleich eine Verlinkung zu unseren jeweiligen Messe-Seiten machen.
 
Bereits in Hofheim zeigten sich am vergangenen Wochenende 13./14.9. die ersten Erfolge: Wir hatten einen signifikaten Besucherzuwachs gegenüber 2007 zu verzeichnen.
 
Ich bin sicher: wir werden auch in Saarbrücken am 18./19. Oktober dank Ihrer Negativ-Werbung mehr Besucher begrüßen können als 2007.
 
Wenn Sie Zeit finden, die nächste Messe in Saarbrücken am 18./19. 10. zu besuchen, kommen Sie doch mal zu mir an die Messeleitung. Vielleicht haben Sie sich in der Zwischenzeit einige neue Aktionen ausgedacht, die wir dann besprechen können. Wenn Sie möchten, bei einer Tasse Kaffe oder – wenn es mehr Zeit in Anspruch nimmt – bei einem kleinen Imbiss.
 
Warten Sie am vergangenen Wochenende, 13./14.9. 2008 auch in Hofheim ? Ein Besucher hatte mir freundlicher weise ein Bild von angeblich Ihnen zu Verfügung gestellt. Leider habe ich Sie nicht unter den vielen Menschen entdecken können.
 
Hatten Sie sich vielleicht verkleidet ? Im Ernst: Sie können ganz offen mit Ihrem Äußeren – ähnlich so wie mit Ihren Äußerungen - umgehen.
 
Ihre „Aussteller-Analyse“ für Hofheim hat Sie sicher ganz viel Zeit und Nerven gekostet. Nur so kann ich mir Ihren Bock erklären, den Sie z. B. mit den zwei Ausstellern Jelena Wolff und Michael Reich erwischten: Beide vertreiben die gleichen Produkte (Ringana-Kosmetik) und dennoch erhalten diese Aussteller von Ihnen eine ganz unterschiedliche „Bewertung“.
 
Frau Wolff wird als unseriös, Herr Reich als unbedenklich eingestuft.
 
Das hat schon zu einigen Irritationen geführt. Mitlerweile macht in Ausstellerkreisen die Runde, Sie hätten vielleicht ein so genanntes „Frauenproblem“.
 
Bitte stellen Sie diese, meine Zeilen, auch ins Netz auf Ihre „Meisenseite“. Ich selbst gebe den Ausstellern unserer Messe Kenntnis davon und sicher gucken dann viele auf www.meisenpiep.beepworld.de
Sie erhalten so deutlich mehr Zugriffe auf Ihre Seiten.
 
Eine Anregung hätte ich noch: Sie befinden sich bestimmt im (Vor)-Ruhestand oder in Rente. Wie sonst könnten Sie die ganzen Aktionen gegen Grenzenlos-Messen so gezielt durchführen. Ohne ganz viel Tagesfreizeit geht das ja gar nicht.
 
Wenn Sie zwischenzeitlich etwas Zeit übrig haben, z. B. wenn Sie auf Antwort der von Ihnen angeschriebenen politischen Mandatsträger warten, könnten Sie bei der Bewerbung unserer Messen helfen.
 
Das wäre natürlich dann keine Negativ-Werbung, so wie Sie es bisher praktiziert haben, sondern Sie würden genau das Gegenteil davon tun. Vielleicht gefällt Ihnen das „Gute“ auch – probieren Sie es einfach mal aus.
 
Mit Grüßen aus der Westpfalz !
 
Roland Häke
 
Grenzenlos-Verlag & Messeorganisation Roland Häke e.K.
66903 Frohnhofen, St. Wendeler Str. 11
Tel. 06386-5464, info@grenzenlos.net
www.grenzenlos.net, www.grenzenlos-messe.net
 
 
Was soll man dazu sagen?

 

Das kenne ich zur Genüge, diese spätpubertäre Art, sich eines schnellen Euros zu entzücken und dabei noch zwanghaft zu versuchen, dem ausgemachten Feind in hysterisch-hämischer Weise eins auszuwischen. So reagieren sie halt, die Esoteriker, sobald man ihnen bei ihren zweifelhaften Geschäften in die Quere kommt. Das ist nicht der Stil eines seriösen Kaufmannes. Er lässt den Schluss zu, dass es mit der Seriosität des Roland Häke nicht allzu weit her ist.
 
Herr Häke irrt, ich bin nicht Mitglied der Brights. Alleine der Umstand, dass auf deren Internet-Seite mal was von mir veröffentlicht wurde, macht mich noch nicht zu einem der Ihren. Ich bin Agnostiker, als solcher aber auch bereit und willens, Dinge an den Pranger zu stellen, die eindeutig auf Lug und Trug begründet sind, so wie die Esoterik und ihre Vermarktung durch dubiose „Dienstleister“, auf solchen Veranstaltungen wie den Grenzenlos-Messen.
 
Der Besucherzuwachs bei der Grenzenlos-Messe in Hofheim ist sicherlich nicht auf meine „Negativwerbung“ zurückzuführen, sondern eher ein Beleg für die schleichende, sanfte Verblödung in unserer Gesellschaft. Diese Verblödung, oder auch Volksverdummung, wird inzwischen von politischer Seite, in Hessen insbesondere von der SPD, forciert. Die grenzenlose Schirmherrschaft von Frau Stang scheint da nur die Spitze des Eisberges zu sein.
 
Was die Analysen der Aussteller Angebote angeht, so hat es kurz vor Beginn der Hofheimer Messe eine ganze Reihe von Veränderungen auf den Internet-Seiten der Anbieter gegeben, die mich – wie schon unter hofheim-2 vermerkt – dazu veranlasst haben, die Liste zwecks Überarbeitung von der Homepage zu nehmen. Dies gerade deshalb, um solche Irritationen, wie den von Häke angeführten „Bock“ Wolff/Reich zu vermeiden. Aber es ist auch ein Unterschied, ob man sich das Zeug als Kosmetik in die Haar schmiert oder als Nahrungsergänzungsmittel der Verdauung zuführt.
 
Worauf Herr Häke mit dem „Frauenproblem“ hinaus will, ist nicht so recht ersichtlich. Ich komme jedenfalls mit Frauen ganz gut klar. Nach Kenntnis der Fotos von den durchgesehen Internet-Seiten der Messeteilnehmerinnen muss ich aber auch ehrlich zugeben, das ich – alleine schon vom Äußeren her – keine von diesen Damen geschenkt haben möchte.
 
Es kann aber auch sein, dass hier ein tatsächliches Frauenproblem an den Tag tritt. Wie ich in einer Statistik gelesen habe, sind über 80 % der Esoterik-Konsumenten Frauen. Kann es vielleicht sein, dass dieser Umstand bei den inzwischen über die Quotenregelung der SPD - weniger durch Qualifikation, sondern eher durch ihr Geschlecht - in politische Ämter gelangten Frauen durchschlägt? Diese Überlegung wäre vielleicht mal einer genaueren Untersuchung wert. Und was die Ignoranz der Hessen-SPD in der Angelegenheit speziell betrifft, so macht es keinen Sinn, den brutalstmöglichen Pinocchio durch eine von politischen Zwergen umgebenes Schneewittchen mit Rotkäppchen abzulösen.
 
Ja natürlich war ich bei der Grenzenlos-Messe in Hofheim. Allerdings hat das von dem roten Koalabär der Hofheimer SPD bei „wer kennt wen“ kopierte Foto von mir nichts genutzt. Ich hatte mich inkognito als Giraffe mit grünlicher Aura direkt in die Messehalle teleportiert (bin ja nicht so blöd und zahle für so einen Käse auch noch Eintritt). Die ganze Zeit war ich am Stand einer Heilquacktikerin präsent, die noch schnell vor der Messe ihre Impfgegnerschaft von ihrer Homepage gelöschte hatte, um keinen Ärger mit dem Gesundheitsamt zu bekommen. Die Tatsache, dass mich keiner der massenhaft anwesenden Hellsichtigen wahrgenommen hat beweist doch, dass es sich bei ihnen durch die Bank um Lügner und Scharlatane handelt.
 
Ja, es ist wirklich ein harter Job, dieses Analysieren von Grenzenlos-Messe-Angeboten. Die schwülstigen Texte und Selbstbeweihräucherungen auf den Homepages der Anbieter widern einen mit der Zeit an. Die dreisten Behauptungen und Versprechungen gegen jede Ratio erregen Abscheu, und bei Phrasen wie „ganzheitlich“ und „energetisch“ bekomme ich inzwischen Brechreiz. Damit versaue ich mir doch nicht meine eng bemessene Tagesfreizeit als Rentner. Das erledige ich nur nachts, wenn bei Frohnhofen in der Westpfalz die Elfen und Kobolde La Paloma pfeifen.
 
Noch einmal möchte ich darauf hinweisen, dass mir diese Grenzenlos-Messen eigentlich sonst wo vorbei gehen. Meine Kritik gilt nur der politischen Protektion von solch einem Humburg. Wenn Herr Häke sein Geschäft nicht weiter in der Schusslinie haben möchte, wäre ihm angeraten, die Politik dabei gänzlich aus dem Spiel zu lassen. Dann fällt das bei mit unter den üblichen Schwachsinn in diesem unserem Lande (siehe Messe Bostalsee) und ich mache mir deswegen keine weitere Arbeit.
 
Wenn Herr Häke allerdings unbedingt meint, unsachlich und persönlich werden zu müssen, dann sei ihm gesagt, dass ich in der Branche schon ganz andere Machenschaften ausgebremst habe, bis hin zum Nullpunkt. Dann hilft auch keine Nullpunktenergie mehr. Es ist alles nur eine Frage der Zeit.
 
Am 17.09.2008 hat mir Herr Häke noch eine eMail geschickt, deren Stil im Ton noch etwas mehr nach untern rutscht. Ich möchte darauf verzichten, sie hier zu dokumentieren, da sie wenig zur Sachlichkeit der Auseinandersetzung beiträgt. Ich habe ihm aber, wie folgt, kurz darauf geantwortet:
…… ich mache sie darauf aufmerksam, dass „Dr. Meisenpiep“ lediglich ein Synonym für meine Homepage www.meisenpiep.beepworld.de ist. Wenn sie mir allerdings gestatten, dass ich ihre Grenzenlos-Messen in Zukunft als Häke-Fäke-Messen bezeichnen darf, bin ich gerne damit einverstanden, dass sie mich Dr. Meisenpiep nennen.
 
In einer weitern eMail vom 18.09.2008 fährt Herr Häke seinen anfangs angekündigen Sinn für Humor erherblich zurück. Er hatte damit wohl nur seine Version von Humor gemeint. Er wirft mir "Verbreitung von Unwahrheiten" vor. Es ist zum Piepen. Herr Häke, wenn man selbst im Prozellanladen sitzt, sollte man nicht mit Elefanten um sich werfen.
 
Richard Maxheim
 

Nachtrag 01.10.2006
 
Ich habe noch einen Pressebericht im Internet gefunden: Frankfurter Neue Presse vom 15.09.2008
Scientology kam nicht rein
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/rmn01.c.5152670.de.htm
 
Es ist wirklich traurig, wie der deutsche Journalismus immer tiefer absackt. Mehr als seichtes Gequassel scheint da nicht mehr drin zu sein. Bei einem drittklassigen Provinzblatt könnte man so eine Berichterstattung ja verstehen. Aber für eine Zeitung aus einer Großstadt wie Frankfurt am Main ist das doch ein Armutszeugnis. Und natürlich werden hier auch nur die vorgeblich positiven Aspekte der Messe hervorgehoben. Hinter die Kulissen zu schauen, das wäre nämlich etwas Arbeit. Man lese nur: „Positiv sei ihm aufgefallen, dass zwischen den Ausstellern eine große Toleranz herrscht.“ Oh wie schön. Zu Deutsch heißt das: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
 
Immerhin, so wie man eingangs des Artikels lesen kann, regt sich nun auch in Hofheim spürbare Kritik. Sie kann nicht mehr ignoriert werden. so wie bisher. Mit dieser Kritik wird sich Frau Stang befassen müssen, falls sie bei der nächsten Grenzenlos-Messe erneut über allem stehen und ihren Schirm drüber halten möchte. Es gibt nämlich nicht nur zufriedene Besucher dieser Messe, sondern auch Bürger, die sich durch den Etikettenschwindel getäuscht fühlen. Eine Messebesucherin schrieb mir:
 
„Ich war auf der diesjährigen Grenzenlos-Messe in Hofheim und muss sagen, so viel Schrott auf einen Haufen habe ich lange nicht mehr gesehen....
Ich war auch schon auf Esoterik-Messen, aber dann im vollen Bewusstsein, was mich dort erwarten wird. Aber bei der Grenzenlos-Messe hätte ich das ganz und gar nicht erwartet. Wenn die Themen sich rund um Gesundheit, Ökologie und Ernährung drehen, erwarte ich auch dementsprechende Materialien, Informationen, Vorträge und Sonstiges. Diesbezüglich wurde ich aber enttäuscht...
Ich bin nach knapp einer Stunde wieder dort weg und habe mich nur über die vertane Zeit und die Fehlinvestition des Eintrittspreises geärgert....“
 
Herr Häke brüstet sich mit dem Hinweis auf einen angeblichen geplanten Stand von Scientology und dessen Abwehr. Ich halte diese Geschichte für zweifelhaft. Scientology geht nämlich in den seltensten Fälle ganz offen in eigener Sache in solche Veranstaltungen. Vielmehr dringt Scientology seit Jahren verstärkt auf den Alternativmedizin- und Psycho-Markt vor. Allerdings nicht offen, sondern verschleiert über vielfältige Geschäftsverflechtungen. Wie sollte Herr Häke wissen, welcher seiner Aussteller nicht doch da mit drin hängt? Inhaltliche Berührungspunkte dazu gibt es genügend. Er müsste zuvor erst etliche Aussteller vom Verfassungsschutz überprüfen lassen. Das wird ihm wohl niemand zumuten wollen.
 
Aber vielleicht tut es doch einmal die Bürgermeisterin von Hofheim, falls sie tatsächlich nochmals im nächsten Jahr als Schirmherrin für die Grenzenlos-Messe auftreten sollte. Für so etwas hat sie ja auch Personal, z.B. beim Ordnungsamt. Das Hessische Landesamt für Verfassungsschutz in Wiesbaden unterhält wegen Scientology eine extra Abteilung. Anruf genügt.
 
Richard Maxheim
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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #5 on: March 07, 2017, 11:21:03 PM »

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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #6 on: March 07, 2017, 11:22:50 PM »

http://web.archive.org/web/20090130093400/http://meisenpiep.beepworld.de/saarbruecken.htm

[*quote*]
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Grenzenlos-Messe Saarbrücken 2008
 
 
 
In meinem Artikel „Grenzenlose Schirmherrschaften“ (siehe Menuepunkt schirmherrschaften) hatte ich unter „Begegnung mit ‚Heilern’ im Saarland“ schon einiges über die Grenzenlos-Messe in Saarbrücken geschrieben. Der Artikel ging im Herbst 2007 an alle relevanten gesellschaftlichen Organisationen an der Saar, so auch an die dortige SPD. War 2007 noch keine Unterstützung der Messe von offizieller Seite zu erkennen, so überrascht die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) in diesem Jahr mit einem Grußwort. Siehe:
http://www.sb.grenzenlos-messe.net/
 
Auch hier geht es – wie in Hofheim und Hockenheim – am 18. und 19. Oktober um „Ökologie, Gesundheit, Ernährung, Heilen“. Übernimmt Frau Britz auch keine Schirmherrschaft, so ist ihr Grußwort doch ein einziger unkritischer Werbetext, der vom Veranstalter der Messe selbstverständlich für die Eigenwerbung genutzt wird, um dem Ganzen das Mäntelchen der Seriosität umhängen zu können.
 
Herrscht bei der Saar-SPD etwa die gleich Ignoranz wie bei den Genossen in Hessen? Oder sind die Sozialdemokraten tatsächlich auf dem Esoterik-Trip? Es hat wohl wenig Sinn, weiter an die SPD kritische Informationen zu schicken, weil man sie höchstwahrscheinlich dort sowieso nicht zur Kenntnis nimmt. Ich werde deshalb, genau so wie unter dem Menuepunkt hofheim-2, die Aussteller der 8. Saarbrücker Grenzenlos-Messe gemäß den Informationen des Ausstellerverzeichnisses analysieren.
 
Diese Wertungen beziehen sich auf die Angebote, nicht aber auf die Person des jeweiligen verantwortlichen Ausstellers.
 
 
 
Offener Brief vom 30.09.2008
an die Oberbürgermeisterin von Saarbrücken


Frau
Oberbürgermeisterin Charlotte Britz
Landeshauptstadt Saarbrücken
Rasthausplatz 1
 
66104 Saarbrücken
 
 
Offener Brief
wegen Ihres Grußwortes zur 8. Grenzenlos-Messe „Ökologie, Gesundheit, Ernährung, Heilen“, am 18. und 19. Oktober 2008 in Saarbrücken
 
 
Sehr geehrte Frau Britz,
 
die Grenzenlos-Messe in Saarbrücken hatte ich bereits im Herbst letzten Jahres in meinem Artikel „Grenzenlose Schirmherrschaften – Ist die politische Protektion von esoterischem Humbug vertretbar?“ kritisiert:
http://www.meisenpiep.beepworld.de/schirmherrschaften.htm
 
Diesen Artikel hatte ich an viele Adressaten im Saarland geschickt, so auch an Ihre Partei, die SPD. Immerhin entschloss sich die Stadt Merzig bei einer ähnlichen, alljährlich in der dortigen Stadthalle stattfindenden Esoterik-Messe, in diesem Jahr nicht mehr die offizielle Schirmherrschaft zu übernehmen.
 
Umso mehr war ich erstaunt, Ihr Grußwort zu der Grenzenlos-Messe in Saarbrücken zu lesen. Es dokumentiert, dass Ihnen offensichtlich nicht klar ist, was diese Messe in Wirklichkeit beinhaltet und transportiert. Ich habe deshalb auch schon eMails an die Saar-SPD geschickt. Aber dort scheint, wie übrigens durchgehend bei der SPD auch in anderen Regionen, eine merkwürdige Ignoranz vorzuherrschen.
 
Um Sie über den wahren Charakter dieser Messe aufzuklären, übersende ich Ihnen hier meine Liste der Kurz-Analysen der diesjährigen Aussteller-Angebote bei der Grenzenlos-Messe in Hofheim am Taunus. Leider bin ich wegen Zeitmangel nicht in der Lage, Ihnen rechtzeitig eine derartige Liste für die Messe in Saarbrücken vorzulegen. Ich habe deshalb die Angebote, die auch in Ihrer Stadt vertreten sein werden, auf der Hofheimer Liste entsprechend markiert. Dazu liegt noch eine Liste bei, auf der Sie die noch nicht von mir analysierten Aussteller-Angebote von Saarbrücken sehen und selbst beurteilen können. Schauen Sie selbst!
 
Auch in Saarbrücken zeichnet sich ab, dass die dortige Grenzenlos-Messe überwiegend aus esoterischem Humbug bestehen wird. Das Messe-Motte „Ökologie, Gesundheit, Ernährung, Heilen“ ist ein glatter Etiketten-Schwindel. Es handelt sich hier eindeutig um eine verkappte Esoterik-Messe mit vorwiegend dubiosen Inhalten. Und der Messeveranstalter macht mit Ihrem Namen und mit Ihrem Grußwort fleißig Werbung für sein Geschäft.
 
Wenn führende Politiker solche, durch und durch unseriöse Veranstaltung mit ihren Schirmherrschaften protegieren und ihnen damit das Mäntelchen der Seriosität umhängen, handeln sie gegenüber den Bürgern verantwortungslos. Nun haben Sie nicht, so wie Ihre Amtskollegen in Hofheim und Hockenheim, die Schirmherrschaft übernommen. Aber schon das Grußwort ist hier völlig fehl am Platz.
 
Ich kann Ihnen deshalb nur empfehlen, Ihr Grußwort zu der Grenzenlos-Messe umgehend zurück zu nehmen. Stattdessen wären eingehende Kontrollen bzgl. der Einhaltung der Bestimmungen des Heilpraktiker-Gesetzes, des Heilmittelwerbegesetzes und des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb durch die zuständigen Behörden angebracht.
 
 
Mit freundlichen Grüßen
gez. Richard Maxheim
 

 

Verschwinden Briefe im Papierkorb?
 
Im Ökotest-Forum meint Roland Häke in seiner Einlassung zum Offenen Brief an Oberbürgermeisterin Charlotte Britz unter dem Nick „Meisenpieper“:
„Daher ist es nur zu begrüßen, dass die Maxheim'schen Aktivitäten von denen von ihm angeschriebenen politischen Mandatsträger nicht beachtet werden und in den Papierkörben der Vorzimmer landen.“
http://forum.oekotest.de/cgi-bin/YaBB.pl?num=1220891528/7#7
 
Herr Häke scheint keine allzu vertrauensvolle Meinung von den Geschäftsvorgängen in Rathäusern zu haben, wenn er sich denkt, dass dort Schreiben an führende Amtsträger (nicht Mandatsträger) einfach so in Papierkörben verschwinden. Wenn es zu keinen sichtbaren Reaktionen der Angeschriebenen kommt, kann man dies sicherlich nicht den Bediensteten zu Last legen. Die Ignoranz, so wie in Hofheim, Hockenheim und jetzt auch in Saarbrücken, liegt eindeutig in der Verantwortung der Adressaten.
 
Aber das ist ja nichts Neues: Bürger beschweren sich über Missstände bei den zuständigen Behörden, und es geschieht nichts. Bürger teilen Verdachtsmomente über Straftaten an Staatsanwaltschaften mit, und es geschieht nichts. Bürger informieren Jugendämter über mögliche Kindesmisshandlungen, und es geschieht nichts. Das ist alles schon Standard, in diesem unserem Lande, wo der Amtschimmel lieber wiehert, als sich bewegt. Erst wenn so etwas in der Öffentlichkeit ruchbar wird, wenn das Kind vielleicht sogar schon in den Brunnen gefallen ist, wenn die Medien sich rühren, dann kommt Bewegung in die Geschichte.
 
Aus diesem Grund schreibe ich auch nicht mehr alleine an die verantwortlichen Amtsträger, sondern mache meine Anliegen von Anfang an öffentliche. Dies geschieht in Form von Offenen Briefen bzw. eMail, von denen dann auch viele andere Kenntnis erhalten, wie z.B. die Gremien der eigenen Parteien, die Parteien des politischen Gegenübers, evtl. zuständige Ermittlungsbehörden, am Thema interessierte Organisationen und Verbände und vor allen Dingen die Presse. Nur so kann man diese Ignoranz wirkungsvoll aufbrechen.
 
Richard Maxheim

 
 
Messe Saarbrücken war ja nicht so doll
 
 
„Schwache Konjunktur trifft auch die Blockade-Löser“, so war der Artikel vom 20.10.2008 in der Saarbrücker Zeitung überschrieben. Der Messeveranstalter Roland Häke hat ihn auch auf seiner Internetseite als PDF-Datei veröffentlicht:
 
http://www.sb.grenzenlos-messe.net/downloads/SZ%2020%2010%2008.pdf
 
Was sich mit der Bezeichnung „Blockade-Löser“ (gemeint sind hier die Anbieter, die mit allerlei Hokuspokus angebliche Blockaden bei ihrer Klientel auflösen wollen) ankündigt, wird vom Autor des Artikels in feiner Ironie durch den Text fortgesetzt. Schon das in Anführungsstriche setzen der Scharlatan-Phrase „ganzheitlich“ lässt aufhorchen. Ein sehr kritischer und prägnanter Bericht, der die Irrationalität dieser Messe und die damit einhergehende Beutelschneiderei wunderbar spiegelt.
 
Köstlich, wie Herr Häke den, ich nenne ihn mal salopp Schnabeltrainer für 180 Euro vorführt bzw. damit vorgeführt wird. Und da werden zentnerschwere Steine von Brasilien daher geschleppt. Das hat wohl etwas mit Umwelt zu tun, wenn etwas um die halbe Welt transportiert werden muss. Mikrowelle gegen Falten, Wildschweinbürsten für natürliches Haar, man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sollte das der in einer Pressankündigung
 
http://tinyurl.com/5l8lty
 
gepriesenen „Brückenschlag“ zwischen Medizin und Esoterik sein?
 
Der Star der Messe war ohne Zweifel Pjotr Elkunoviz mit seiner Herstellung der „Göttlichen Ordnung“ im Menschen
 
http://www.neuesbewusstsein.eu/
 
und wie man bei liegenden oder sitzenden Klienten Beine gerade rückt. Mit seiner kommunikativen Art könnte er auch mit Erfolg Superkleber und Wundermesser auf dem Jahrmarkt verkaufen.
 
Es ist nun mal so, dass Körperfehlhaltungen in unserer Zivilisation weit verbreitet sind. Und es ist leider auch immer noch so, dass viele Menschen glauben, man könne solche Mängel mittel Hokuspokus regulieren. Das ist ja auch bequemer als Gewichtsreduzierung durch disziplinierte Ernährung oder mühsame Gymnastik. So etwas hat aber seinen Preis, auch den der Enttäuschung. Hier kann man einen Erfahrungsbericht lesen, wie das mit der „Göttlichen Aufrichtung“ bei einem Schüler Elkunovizs funktioniert:
 
http://www.spreeblick.com/2004/11/15/glaube-kann-ferse-versetzen/
 
Und hier sieht man den Meister persönlich in einem Werbefilm, den man sich im Sekret TV
 
http://www.secret.tv/artikel7509/Die_Aufrichtung_des_Menschen_
 
des rechtsextremen Verschwörungstheoretikers Jan Udo Holey alias Jan van Helsing
 
http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Udo_Holey
 
gegen Bezahlung anschauen.
 
Unterdessen fand in der saarländischen SPD eine Diskussion über das Grußwort der Saarbrücker Oberbürgermeisterin zu der Grenzenlos-Messe statt. Nicht wenigen Sozialdemokraten vor Ort war das peinlich. Man erfährt so etwas natürlich nicht offiziell. Bis jetzt keine offene Antwort der SPD Saar, aber man kennt ja Leute. Von daher ist es eher unwahrscheinlich, dass Frau Britz auch in 2009 die bereits für den Herbst angekündigte Grenzenlos-Messe mit einem erneuten Grußwort unterstützen wird. Und wenn diese Messe dann noch dürftiger wird als die letzte, dann liegt es nicht nur an der Konjunktur, sondern auch an der verstärkten öffentlichen Aufklärung über esoterischen Humbug, Scharlatanerie und Quacksalberei.
 
Richard Maxheim
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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #7 on: March 07, 2017, 11:26:32 PM »

http://web.archive.org/web/20090130093330/http://meisenpiep.beepworld.de/hockenheim-1.htm

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Die Schirmherrschaft von Hockenheim
 
 
 
Auch in Hockenheim hatte sich die „Grenzenlos-Messe“ bereits etabliert. Mehr dazu in meinen Artikel „Grenzenlose Schirmherrschaften“ unter dem Menuepunkt schirmherrschaften.
Am 24.11.2007 sandte ich einen Brief an den Oberbürgermeister von Hockenheim
 
Herrn
Oberbürgermeister Dieter Gummer
Rathausstr. 1
68766 Hockenheim
 
Betr.: Ihre Schirmherrschaft zu den Grenzenlosmessen in Hockenheim
 
Sehr geehrter Herr Gummer,
 
im September dieses Jahres fiel mir eine Ausgabe der Zeitschrift „Grenzenlos“ in die Hände. Ich lege Ihnen das Heft hier bei. Daraus entnahm ich, dass die Bürgermeisterin von Hofheim am Taunus, Frau Gisela Stang, als Schirmherrin für eine „Grenzenlos-Messe“ fungierte. Ich war darüber erstaunt, dass eine sozialdemokratische Kommunalpolitikerin für so etwas ihre guten Namen hergibt.
 
Ein Blick auf die Internetpräsenz des Veranstalters der Messe
www.grenzenlos.net
zeigte mir, dass dies kein Einzelfall war. Ich schrieb deshalb dazu den Artikel „Grenzenlose Schirmherrschaften“, den ich Ihnen hier zu Ihrer Kenntnisnahme beifüge.
 
Den Artikel habe ich inzwischen in Hessen und im Saarland verbreitet. Neun der Aussteller habe ich wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz angezeigt. Der Bürgermeister von Nohfelden, Herr Veit, hat sich bei mir gemeldet und mir mitgeteilt, das er dadurch stutzig geworden wäre. Er wird wohl in 2008 nicht mehr die Schirmherrschaft für die „Welt der Gesundheit am Bostalsee“ übernehmen:
www.bosen.grenzenlos-messe.net
 
Frau Stang in Hofheim hingegen scheint wieder erneut als Schirmherrin für die dortige „Grenzenlos-Messe“ zur Verfügung zu stehen. Ihr Foto ist jedenfalls bereits auf der entsprechenden Internetseite zu sehen:
www.hofheim.grenzenlos-messe.net
Sollte dies tatsächlich der Fall sein, so wird das der hessischen SPD in 2008 keine Pluspunkte bringen.
 
Aber zuerst kommt im nächsten Jahr die „Grenzenlos-Messe“ in Ihrer Stadt. Herr Häke macht bereits mit Ihrem Grußwort Reklame:
www.hockenheim.grenzenlos-messe.net
 
Sehr geehrter Herr Gummer, schauen Sie sich bitte selbst auf dieser Seite unter dem Link „Ausstellerverzeichnis“ an, was sich da wieder zusammenbraut. Lassen Sie das doch mal von Experten, z.B. der Verbraucherzentrale, analysieren. Da werden vorwiegend des Kaisers neue Kleider verkauft. Zwei der von mir beanzeigten selbsternannten Wunderheiler stehen bereits auf dieser Liste. Wollen Sie für so etwas wirklich weiterhin die Schirmherrschaft, d.h. die politische Verantwortung übernehmen?
 
Ich werde auf jeden Fall dieses Ausstellerverzeichnis zur gegebenen Zeit analysieren, schon allein deshalb, damit die örtliche Presse nicht wieder so bequem kritiklos wie in diesem Jahr berichten wird. Sie möchte ich dringend bitten, im Interesse einer glaubwürdigen sozialdemokratischen Politik Ihre Schirmherrschaft für die „Grenzenlos-Messen“ zu überdenken.
 
Mit freundlichen Grüßen
gez. Richard Maxheim
 
Anlagen:
 
1. Zeitschrift „Grenzenlos“ 14.Jg./Herbst 2007
2. Artikel „Grenzenlose Schirmherrschaften“
 
******
 
Wie im Fall von Hofheim kam darauf von OB Gummer keine Reaktion. Dann wurde Herr Gummer erneut auf der Internet-Seite der „Grenzenlos-Messen“ als Schirmherr für 2008 bekannt gegeben. Deshalb am 01.01.2008 eine eMail von mit an ihn, mit Kopien an weitere SPD-Adressen, einschließlich der Baden-Württembergischen Landesvorsitzenden Ute Vogt sowie die örtliche Presse:
 
******
 
eMail an Herrn
Oberbürgermeister Dieter Gummer
Hockenheim
über Stadtverwaltung Hockenheim
 
Kopien an:
 
SPD Ortsverein Hockenheim
Vors. Frau Ingrid Trümbach-Zofka
 
SPD Kreisverband Rhein-Neckar
Vors. Herrn Lars Casttucci
 
SPD Landesverband Baden-Württemberg
Vors. Frau Ute Vogt
 
Schwetzinger Zeitung
Redaktion
 
Stuttgarter Zeitung
Redaktion
 
Sehr geehrter Herr Gummer,
 
ich beziehe mich auf meinen Brief vom 24. Oktober 2007, dessen Text ich Ihnen hier nochmals als Anhang mitsende (ebenso meinen Artikel „Grenzenlose Schirmherrschaften - Ist politische Protektion von esoterischem Humbug verantwortbar?“). Wie man der Internetseite
 
http://www.hockenheim.grenzenlos-messe.net/
 
(jetzt auch mit Ihrem Foto) entnehmen kann, scheinen Sie ja doch wieder den Fehler begehen zu wollen, diese als „Grenzenlos-Messe“ firmierte Scharlatan- und Quacksalber-Werbeverkaufsveranstaltung in der Hockenheimer Stadthalle mit Ihrer Schirmherrschaft protegieren zu wollen. Keine Frage, dass dies eine grenzenlose politische Dummheit wäre.
 
Ich empfehle Ihnen deshalb zu Ihrer Information und eigenen Weiterbildung die Fernsehsendung am kommenden Donnerstag im
 
MDR
Donnerstag, 03. Januar 2008, 22.35 Uhr

Nicht ohne meinen Wahrsager
Doku. Süchtig nach Zukunft

Manche Menschen fühlen sich ohne die Prognosen ihrer esoterischen Berater nicht mehr lebensfähig, sie sind abhängig. Schulden sind nur eine der möglichen Folgen.

http://www.mdr.de/nah_dran/4854118.html
 
Erfahrungsgemäß werde bei der kommenden „Grenzenlos-Messe“ auch wieder solche Wahrsager, von Astrologie bis Kartenlegen, ihren, leider nicht strafrechtlich relevanten, betrügerischen Machenschaften freien Lauf lassen können. Es ist immer noch die Frage offen, ob Sie als sozialdemokratischer Kommunalpolitiker tatsächlich über so etwas verantwortlich Ihren Schirm halten wollen.
 
Mit den besten Grüßen und Wünschen für das neue Jahr
gez. Richard Maxheim
 
******
 
Auch hier, genau wie in Hessen, totale Ignoranz von Seiten der SPD. Ich muss dazu sagen, dass mir die SPD in Baden-Württemberg wiederholt negativ aufgefallen ist; jüngst durch die Ehrung eines rechtsextremen Kommunalpolitikers in Nürtingen:
http://tinyurl.com/5gtsg8
 
Nach meinen Beobachtungen hat Baden-Württemberg – gefolgt von Bayern – mit Abstand die größte Quacksalber-Dichte Deutschlands. Es gibt in keinem anderen Bundesland mehr Scharlatane als im „Ländle“. Die Sozialdemokraten scheinen hier ebenso wenig Interesse an der Änderung dieser Situation zu haben, wie alle anderen relevanten politischen Kräfte.
 
Die Kritik an dieser humbugfreundlichen Politik muss also fortgesetzt werden. Weiter unter dem Menuepunkt hockenheim-2.
[*/quote*]

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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #8 on: March 07, 2017, 11:27:57 PM »

http://web.archive.org/web/20090130093041/http://meisenpiep.beepworld.de/hockenheim-2.htm

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Grenzenlos-Messe Hockenheim 2009
 
 
 
Wie aus der Internet-Seite des Grenzenlos-Veranstalters hervorgeht, übernimmt Oberbürgermeister Gummer auch die Schirmherrschaft über die Messe vom 20 bis 22. März 2009:
http://www.hockenheim.grenzenlos-messe.net/
 
Im Vortragsprogramm ist vermerkt, dass OB Gummer am Freitag, dem 20. März, die Messe höchstpersönlich eröffnen soll. Es wird sicherlich interessant werden, was er in seiner Eröffnungsrede zu sagen hat. Hier nachfolgend gibt es zur gegebenen Zeit nämlich wieder Kurz-Analysen zu den Angeboten der Messe-Aussteller, so wie in Hofheim und Saarbrücken. Mal sehen, ob das Herrn Gummer nicht doch irgendwann peinlich werden wird.
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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #9 on: March 07, 2017, 11:29:11 PM »

http://web.archive.org/web/20090130093405/http://meisenpiep.beepworld.de/trier.htm

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Grenzenlos-Messe Trier 2009
 


 
Die Grenzenlos-Messen expandieren. Ist ja auch klar, nicht umsonst sind sie grenzenlos, nicht nur bei der mangelnden Seriosität Ihrer Inhalte. Vom 13. bis 15. März 2009 soll nun erstmals eine solche Veranstaltung in Trier in den Moselauen stattfinden. „Natur + Vital – Messe für Gesundheit, Wellness und Umwelt“ heißt dort die Überschrift:
http://www.trier.grenzenlos-messe.net/
 
Und wieder ist es, so wie in Hofheim, Hockenheim, Saarbrücken und am Bostalsee, ein Etikettenschwindel, denn es handelt sich wieder um eine verkappte Esoterik-Messe, wie man an den geplanten Vorträgen jetzt schon erkennen kann.
 
Für den Fall, dass auch hier der Messeveranstalter eine politischen Schirmherrschaft für seine Werbezwecke herbeiführen möchte, habe ich den Oberbürgermeister von Trier, Klaus Jensen (SPD), schon mal vorgewarnt. Ich bin guter Dinge, dass bei den Trierer Sozialdemokraten nicht die gleiche Ignoranz herrscht, wie in den anderen auf dieser Homepage dargestellten Fällen.
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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #10 on: March 07, 2017, 11:30:24 PM »

http://web.archive.org/web/20090129112631/http://meisenpiep.beepworld.de/rechtliches-1.htm

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Das Empörium schlägt zurück
 
 
Im März 2008 rief mich ein ziemlich zorniger Roland Häke an und drohte mir wegen meiner Kritik an den grenzenlosen Schirmherrschaften mit dem Staatsanwalt. Offensichtlich war er durch einen oder mehrere der von mir angeschriebenen Stadtoberhäupter informiert worden. Ich ließ mich auf keine Diskussion mit ihm ein, da ja nicht die Grenzenlos-Messen selbst, sondern lediglich die politischen Schirmherrschaften dazu Ziel meiner Kritik waren. Aber statt Staatsanwalt meldete sich zunächst seine Rechtsanwältin mit einer „Gegendarstellung“, die ich gemäß dem Presserecht gerne hier veröffentliche:
 
Abschrift
Schreiben von Rechtsanwältin Carina Morgenstern-Krupp vom 02.04.2008
 
Gegendarstellung
 
(Anrede)
 
hiermit teile ich Ihnen mit, dass mich Herr Roland Häke, eingetragener Kaufmann, Inhaber von Grenzenlos Verlag und Messeorganisation, St. Wendeler Str. 11 in 66903 Frohnhofen, mit der Wahrnehmung seiner rechtlichen Interessen beauftragt hat. Das Vorliegen einer ordnungsgemäßen Bevollmächtigung wird anwaltlich versichert.
 
Meiner Beauftragung liegt folgender Sachverhalt zugrund:
In verschiedenen Schreiben an politische Mandatsträger (Saarland, Hessen und Region Nord-Baden) und im Internet haben Sie den Veranstalter (Herrn Häke) und die Aussteller der GRENZENLOS-Messen „Ökologie-Gesundheit-Ernährung-Heilen“ bzw. „Welt der Gesundheit“ (Bosen/Saar) diffamiert.
Den jeweiligen BürgermeisterInnen wurde die Übernahme der Messeschirmherrschaft als Fehler vorgeworfen.
Den Diffamierungen der GRENZENLOS-Messen wird mit aller Schärfe entgegengetreten.
 
Sie haben eine Diskussion über ganzheitlich-alternative Gesundheits- und Betrachtungsweisen angestoßen, die diesseits nicht im geringsten gescheut wird und in der Ihre eigene naturalistisch-atheistische Position als unhaltbar aufgezeigt wird.
Ihre unberechtigte und inhaltlich unhaltbare Kritik geht vollkommen fehl, was die folgende Gegendarstellung eindeutig beweist.
 
Die ganzheitlich-spirituelle Ausrichtung der GRENZENLOS-Messe ist zukunftsweisend.
Die Übernahme einer Schirmherrschaft für diese Messen zeugt von Toleranz, Objektivität, kritischem Denken, Weitsicht und gesellschaftlicher Courage, was gerade in unserer jetzigen Zeit eminent wichtig ist.
 
Große Teile der Bevölkerung erhalten von den offiziellen Lehren keine hinreichenden Antworten auf ihre Fragen und Probleme und müssen sich selber aufmachen, befriedigende Lösungen für ihre essentiellen Lebensfragen zu suchen. Es ist zu begrüßen, dass gesellschaftspolitische Bemühungen in der Richtung erfolgen, den Menschen den nachgefragten Halt und Orientierung anzubieten und über alternative Denkansätze zu informieren.
 
Ganzheitlichkeit (Esoterik) bedeutet, dass man Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Disziplinen sowie sonstige Erkenntnis- und Erfahrungsquellen zum Wohle der Menschen vereinigt, was ein begrüßungswertes Ziel ist.
Dass in der heutigen Zeit Wissenschaftler und Religionsvertreter kaum in der Lage sind, miteinander zu reden, sondern isoliert voneinander ihre völlig unterschiedlichen und konträren Ansichten vertreten, ist wahrlich kein Idealzustand.
 
Was sich hier abspielt, ist eine kleinere Ausgabe des aktuellen Schulbuchstreits zwischen Evolutionstheorie und Schöpfungsgeschichte.
Beide Streitigkeiten zeigen, dass die Antworten der Eliten aus Wissenschaft und Religion für große Teile der Bevölkerung offensichtlich nicht befriedigend sind.
 
Es wäre zu kurz gedacht und schlösse große Erkenntnispotentiale aus, wollte man die Aussagen der Erfahrungswerte bzgl. alternativ-komplementären Wegen zu mehr Gesundheits- und Wohlbefinden ausklammern. Das rein materialistisch-naturalistische Weltbild der Wissenschaftler greift nicht, weil man die Kernfragen des Menschseins ohne das „Göttlich-Geistig-Seelisch-Mystische“ nicht beantworten kann. Die Naturalisten sind bei dieser Thematik nachweislich bisher einer überzeugenden Erklärung schuldig geblieben, was die unzähligen Charakter- und Persönlichkeitstheorien in der Wissenschaft beweisen.
 
Die Schul- und Fachwissenschaft hat all das, was sehr oft abwertend als Esoterik bezeichnet wird, vorschnell und nachweislich voreingenommen (objektiv belegbar durch Professoren-Zitate aus der Literatur) zu einem absoluten Tabu erklärt, also freiwillig aus der Hand gegeben.
Ausgerechnet Vertreter der Lehren, die diesen Umstand selbst herbeigeführt haben, werfen nun der Basis, die den ganzheitlichen und alternativen Ansatz, insbesondere bei Gesundheitsfragen und Heilmethoden, vertritt, mangelhafte Seriosität vor.
 
Ich habe Sie deshalb aufzufordern, Ihre unberechtigte Kritik gegen Herrn Häke sofort einzustellen, damit der Weg toleranterweise offen bleibt für das Einströmen esoterischen Gedankenguts in die Wissenschaft zur unbedingt notwendigen Reform der sei der Aufklärung allzu atheistisch-materialistischen Wissenschaft und zu Wohle und Vorankommen der Menschheit.
 
Mein Mandant hat mich beauftragt, mit allen rechtlich möglichen Mitteln und mit aller Entschlossenheit gegen diese unberechtigte und diffamierende Kritik vorzugehen.
 
Im übrigen steht das Wassermann-Zeitalter unmittelbar vor der Tür, das sowieso die alten atheistisch-naturalistischen Verkrustungen zugunsten der Esoterik aufbrechen wird. Sie brauchen also Ihr Eintreten für das jetzige Weltbild nicht fortzusetzen.
 
Herr Häke ist ein absolut seriöser und korrekter Kaufmann, der, zusammen mit seinen Ausstellern, die sich mit ganzheitlichen Wegen zur Erlangung von mehr Gesundheit und Wohlbefinden befassen, ein Forum für die interessierte Bevölkerung bietet.
 
Mit freundlichen Grüßen
(gez. Carina Morgenstern-Krupp)
Rechtsanwältin
 
 
Ja wenn das so ist, dass das Wassermann-Zeitalter unmittelbar vor der Tür steht, hätte sich die Rechtsanwältin die ganze Mühe sparen können. Es kommt doch sowieso bald alles ganz anders. Aber sie scheint als Anhänger dieser prophetischen Zukunftsschau selbst nicht so ganz sicher zu sein, weshalb sie es wohl für notwendig erachtete, ihm Auftrag ihres Mandanten gegen mich Strafanzeige wegen Beleidigung zu erstatten. Ich erfuhr davon durch eine Vorladung durch die hiesige Polizeidienststelle. Dazu habe ich der Staatsanwaltschaft Frankfurt folgende Stellungnahme abgegeben:
 
 
Stellungnahme zur Strafanzeige wegen Beleidigung
StA Frankfurt/Main, Az 1044 Js 9200/08
 
 
Über verkappten Esoterik-Messen, wie die von Herrn Häke veranstalteten Grenzenlos-Messen, habe ich persönlich eine äußerst schlechte Meinung, die ich, mit der entsprechenden Begründung, im Rahmen meiner Meinungsfreiheit auch öffentlich zum Ausdruck bringe. Deshalb habe ich am 26.09.2007 eine eMail an Frau Bürgermeisterin Gisela Stang, Hofheim am Taunus, mit Kopie an die hessische SPD-Landesvorsitzende, geschickt. Text siehe Anlage 1.
 
Meine darin geäußerte Kritik richtet sich in erster Linie gegen die Schirmherrschaft durch Frau Stang. Sie ist rein politischer Natur und betrifft hauptsächlich die Politikfelder Bildung und Gesundheit. Ich habe nämlich als mündiger Bürger etwas dagegen, wenn Politiker statt Bildungspolitik Volksverdummung und statt Gesundheitspolitik Quacksalberei unterstützen. Da Hofheim kein Einzelfall dieser grenzenlosen Schirmherrschaften ist, habe ich einen entsprechenden Artikel dazu geschrieben und verbreitet. Text siehe Anlage 2.
 
Da Frau Stang und auch Frau Ypsilanti auf meine eMail nicht reagierten und Frau Stang in der Werbung zu der Grenzenlos-Messe für 2008 erneut als Schirmherrin benannt wurde, sandte ich am 01.01.2008 eine weitere Mail an die Bürgermeisterin, diesmal mit Kopien an mehrere Adressaten in der hessischen SPD sowie an die Presse. Siehe Text Anlage 3.
 
Mit dem gleichen Recht, mit dem Wehrdienstgegner Soldaten als potentielle Mörder bezeichnen dürfen, erlaube ich mir, kommerziell betriebene Wahrsagereien jeder Art, wie z.B. mittels Kartenlegen, Astrologie, sogenanntes Geistiges Heilen sowie viele andere dubiose esoterische Praktiken, mit denen Geld „verdient“  wird, als „legalen Betrug“ zu benennen. Da werden unverfroren, mit Hilfe allerlei Tricks, Lügenkonstrukten und pseudowissenschaftlichen Halbwahrheiten, des Kaisers neue Kleider vermarktet. Das ist in Deutschland leider nicht verboten, aber nach meiner Meinung unseriös und in schwerwiegenden Fällen verwerflich.
 
Diese meine Meinung zum Ausdruck zu bringen, ist Bestandteil und Begründung meiner politischen Kritik. Ohne diese Begründung wäre die Kritik gegenstandslos. In dem Kontext habe ich auch an die Bürgermeister von Hockenheim und Nohfelden geschrieben. Als einziger hat mir der Bürgermeister von Nohfelden geantwortet und sich für die Aufklärung bedankt. Er steht in diesem Jahr nicht mehr als Schirmherr für die Grenzenlos-Messe zur Verfügung. Im Falle von Hofheim und Hockenheim muss meine Kritik leider fortgesetzt werden. Ich wende mich dabei verstärkt an die politische Opposition und an die Medien.
 
Mittels einer „Gegendarstellung“ vom 02.04.2008 (Kopie siehe Anlage 4) versuchte Frau Rechtsanwältin  Carina Morgenstern-Krupp mir meine politische Aufklärungsarbeit auszudrohen. Sie verwendet dazu keinen rechtlich relevanten Stil, wie er für ein Rechtsanwaltschreiben üblich ist, sondern ganzheitliche Phraseologie. Allem Anschein nach ist die Rechtsanwältin selbst Protagonistin eines merkwürdigen, esoterischen Weltbildes. Zu diesem Versuch der Einschüchterung meiner Person habe ich inzwischen bei der Pfälzischen Rechtsanwaltskammer in Zweibrücken förmlich Beschwerde eingereicht.
 
Nun wurde ich von der Rechtsanwältin im Auftrag ihres Mandanten wegen Beleidigung und möglicher weiterer Straftaten, die ihr wohl selber nicht so recht einfallen wollen, angezeigt. Dies ist offensichtlich ein billiger Versuch, meine kritische Arbeit zu unterbinden.
 
Festzustellen ist, dass der Veranstalter der Grenzenlos-Messen nicht zu denen von mir als dubios erkannten Dienstleistern gehört und somit nicht direkt betroffen ist. Er ist lediglich der Veranstalter von dem Ganzen und als solcher sicherlich nicht im Einzelnen für die Machenschaften seiner Aussteller verantwortlich. Ich hege ebenso keine Zweifel daran, dass Herr Häke ein korrekter Kaufmann ist, der seine Einnahmen und Ausgaben ordentlich verbucht und die Steuern pünktlich zahlt. Trotz meiner Bedenken gegenüber der Art seines Gewerbes, sehe ich keine Veranlassung ihn persönlich anzugreifen. Das ist alles seine Angelegenheit. Mein Anliegen ist die reine politische Kritik wegen der Schirmherrschaften.
 
Aber wieso fühlt sich Herr Häke in seiner Ehre verletzt? Öffentliche Kritik an solchen abstrusen Dingen und Phantasien, wie sie bei seinen Grenzenlos-Messen angeboten und verkauft werden, ist nicht neu und sollten ihm eigentlich schon bekannt sein. Damit müssen solche Veranstalter immer rechnen. Wenn Herr Häke also Angst um seine Ehre hätte, dann wäre es doch für ihn das Einfachste, sie durch eine entsprechende Auswahl seiner Aussteller und Programmpunkte selbst in Sicherheit zu bringen. Dann wären die Grenzenlos-Messen aber bestimmt nicht mehr das, was sie jetzt sind, und die Einnahmen auch nicht mehr so toll wie bisher. Da bin ich bei dem entscheidenden Fazit meiner Stellungnahme angelangt:
 
Erstens ist Herr Häke durch meine angeblichen Beleidigungen, Diffamierungen - und was auch immer - nicht direkt als Person betroffen und zweitens geht es ihm meiner Meinung nach bei dieser Strafanzeige nicht um seine Ehre, sondern alleine ums Geld sowie darum, einen störenden Kritiker mundtot zu machen. Aber da laut Rechtsanwältin Carina Morgenstern-Krupp das Wassermannszeitalter unmittelbar vor der Tür steht, wird sich das alles sowieso in Kürze in Friede, Freude und Räucherstäbchen auflösen.


Gezeichnet:
Richard Maxheim
 
Jetzt muss man mal abwarten, wie die Staatsanwaltschaft die Angelegenheit sieht.
 
**********
 
Verfahren eingestellt
 
Heute erhielt sich von der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach mit Datum vom 11.08.2008 den Bescheid, dass das Ermittlungsverfahren gegen mich wegen Beleidigung gemäß § 170 Abs. 2 der Strafprozessordnung eingestellt wurde. Mehr steht nicht dabei, aber ich gehe mal davon aus, dass sich der zuständige Oberamtsanwalt meiner Auffassung angeschlossen hat.
 
Der Präsident der Pfälzischen Rechtsanwaltskammer Zweibrücken teilte per Schreiben vom12.08.2008 mit, dass von Seiten der Rechtsanwältin unter keinem Gesichtspunkt ein Berufsrechtsverstoß ersichtlich sei. Ich wollte mich ja auch nur mal über die Art und Weise beschweren und Frau Morgenstern-Krupp keinen allzu großen Ärger bereiten. Meine unbegründete Begründung dazu wurde ja auch ordnungsgemäß bearbeitet und ist nun dort aktenkundig.
In Erwartung des Wassermann-Zeitalters dringen bereits jetzt schon weise Entscheidungen in allen Instanzen durch.
 
**********
 

Hausverbot
 
Das trifft mich aber hart. Herr Häke hat mir mit Schreiben vom 30.09.2008 Hausverbot erteilt. Er meint:
„Sie haben in den vergangenen Monaten mehrfach die von mir veranstalteten ‚Grenzenlos-Messen’ verunglimpft und mit hämisch-beleidigenden Kommentaren attackiert.“
Herr Häke hat einfach keinen Sinn für Satire, aber in ungewollter Komik scheint er sich zu machen:
„Ich erteile Ihnen hiermit als Veranstalter der ‚Grenzenlos-Messen’ und als Inhaber der Grenzenlos-Messeorganisation Roland Häke e.K. ab sofort Hausverbot für alle Veranstaltungen meiner Firma.“
Wenn er wüsste, was er mir damit antut. Und dann diese unerbittliche Rigorosität:
„Sollten Sie dennoch Grundstücke und/oder Räumlichkeiten betreten, auf/in denen ich als Veranstalter das Hausrecht ausübe, werde ich dies zur Anzeige gegen Sie bringen und Sie darüber hinaus von dem Ort verweisen bzw. entfernen lassen.“
 
Das macht mich tief betroffen, denn die Besuche von „Grenzenlos-Messen“ sind für mich zu einem grundlegenden Bestandteil meiner ganzheitlichen Lebensqualität geworden. Ausgerechnet hier meine Grenzen akzeptieren zu müssen, grenzt schon an Folter. Es ist aber rechtlich wasserdicht: Wenn ich dieses Hausverbot missachten sollte, würde ich automatisch Hausfriedensbruch i.S.v. § 123 StGB begehen und Herr Häke könnte gegen mich Strafantrag stellen.
 
Das kann ich aber auf Dauer unmöglich aushalten. Ich darf mich eben nur nicht erwischen lassen. So werde ich selbstverständlich auch wieder die Grenzenlos-Messe in Saarbrücken besuchen, allerdings, wie schon in Hofheim praktiziert, inkognito. Im Rahmen meiner Astralreisen ist das ein Klax. So kann ich mich ungesehen und unter Umgehung des Eintrittsgeldes direkt in die Messe teleportieren. Das diesmalige Krafttier und die Frequenz meiner Schwingung verrate ich natürlich nicht, sonst erwischt mich doch noch der Aurafotograf mit seiner Deppenkamera und macht ein Beweisfoto von mir. Dann müsste James Randi die Million Dollar rausrücken. Ob es das Risiko wert ist? Dazu muss ich mir erst noch die Fliesen legen lassen.
 
Richard Maxheim
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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #11 on: March 07, 2017, 11:32:54 PM »

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Klarsstellung
 
 
 
Es ist schon erstaunlich, was sich Scharlatane, Quacksalber und Beutelschneider in ihrer ureigensten Unverfrorenheit so herausnehmen, oftmals hart an der Grenze des Legalen. Und wenn die Grenze überschritten wird, verstehen sie es meistens blendend, sich und ihre Geschäfte aus den Vorwürfen herauszuwinden. Auf der anderen Seite fühlen sie sich ganz schnell verunglimpft, diffamiert, gerufmordet und spielen die Beleidigten, wenn man ihre Machenschaften aufdeckt und sie öffentlich kritisiert. Dann folgen Hinweise auf „rechtliche Schritte“. Ich kenne das. Mir wurde auch schon mal Voodoo in Aussicht gestellt.
 
Solche Versuche, mein Recht auf Meinungsfreiheit zu untergraben, prallen alle an mir ab. Ich behaupt nichts was ich nicht schwarz auf weiß belegen kann. Deshalb sei allen Beteiligten versichert, dass Anrufe, eMails und Briefe zu dem Zweck mich einzuschüchtern, von vornherein zwecklos sind. Sollte wirklich jemand ernsthaft meinen, dass meine Wertung seiner Angebote nicht gerechtfertig sei, dann bin ich der Letzte, der nicht mit sich reden lässt. Ich werde ihm dann gerne meinen Stadtpunkt etwas näher erläutern.
 
Auch sei allen Beteiligten gesagt, dass diese Internet-Seiten nicht dazu gemacht wurden, um die Grenzenlos-Messen oder ähnliche Veranstaltungen zu unterbinden oder die Geschäfte mit esoterischem Humbug grundsätzlich zu vereiteln. Dies wäre tatsächlich eine Nummer zu groß für mich. Allerdings werde ich mir vorbehalten, in besonders gravierenden Fällen besondere Maßnahmen, bis hin zu Strafanzeigen, zu ergreifen.
 
Hier geht es in erster Linie darum, die Unterstützung von esoterischem Humbug, Scharlatanerie und Beutelschneiderei durch politisch Verantwortliche und Mandatsträger zu kritisieren und möglichst dafür zu sorgen, dass solche Dinge in Zukunft unterbleiben. Es ist nämlich für einen rational denken Bürger unerträglich, wenn statt Bildungspolitik Volksverdummung und statt Gesundheitspolitik Quacksalberei betrieben wird. Die hier vorgenommenen Kurz-Analysen sollen belegen, dass die Grenzenlos-Messen durch und durch unseriös sind und deshalb nicht von der öffentlichen Hand protegiert werden sollten.
 
Hier stehe ich und kann noch ganz anders.
 
Richard Maxheim
 
 
 
Streitpunkt Homöopathie
 
Nachdem ich nun unter dem Menuepunkt hofheim-2 die meisten Ausstellerangebote der „Grenzenlos-Messe“ analysiert habe, erhielt ich heute (27.08.2008) die erste Androhung mit „rechtlichen Schritten“. Wie erwartet geht es dabei gleich um die dickste Wurst, die Homöopathie. Wie ich nur so unverschämt sein könne und dazu käme, die Homöopathie als unseriös einzustufen.
 
Das ist ganz einfach: Wenn jemand ein Märchen hat, es anderen erzählt und dabei auch sagt, dass es sich um ein Märchen handelt, dann ist das seriös. Wenn jemand ein Märchen hat und anderen weis zu machen versucht, das sei die Realität, dann ist das unseriös. Besonders ist es dann unseriös, wenn er das Märchen auch noch gegen Entgelt vermarktet. Und Homöopathie ist ein Märchen.
 
Hier ein ausführlicher Artikel über die Homöopathie auf der Internet-Seite der GWUP:
http://www.gwup.org/themen/berichte/homoepathie.html
Und hier erklärt uns James Randi die Homöopathie aus seiner Sicht:
http://www.youtube.com/watch?v=BWE1tH93G9U
Ich würde die Homöopathie auf folgende Weise veranschaulichen:
 
Nehmen sie eine Flasche Wodka, gehen sie damit auf die Mole im Hafen von Lindau und schütten sie den Inhalt in den Bodensee. Nun verbindet sich der Wodka auf geheimnisvolle Weise informationsmedizinisch mit dem Wasser des Bodensees und nach einer gewissen Zeit ist der ganze Bodensee ein einziger homöopathischer Fusel. Und wie sehen die Beweise der Homöopathen dazu aus? Etwa so: Tausende Russen trafen sich in Schaffhausen, tranken Rheinwasser, waren fröhlich und tanzten.
 
Die Tatsache, dass Homöopathie weitgehend akzeptiert wird, dass fast alle Heilpraktiker und sogar viele Ärzte sie anwenden, dass es Kurse dazu in Volkshochschulen gibt etc. macht die Homöopathie noch nicht seriös. Für deren Seriosität fehlt bislang ein stichhaltiger, wissenschaftlich Nachweis zur Wirksamkeit, die über den normalen Placebo-Effekt hinausgeht. Es wird auch höchstwahrscheinlich niemals einen solchen Nachweis geben, denn die Hahnemann’schen Phantasien sind damals wie heute nichts weiter als pseudowissenschaftlicher Humbug.
 
Aus diesem Grunde kann ich die homöopathischen Angebote, egal von wem sie sind, nicht als seriös ansehen. Sie sind unseriös, und ich werde diese Meinung auch weiterhin öffentlich vertreten und kundtun. Wer glaubt, mir das gerichtlich verbieten lassen zu können, der mag das gerne mal auf seine Kosten versuchen. Dies gilt selbstverständlich auch für alle anderen Angebote, die ich in meinen Analysen als unseriös gekennzeichnet habe.
 
Richard Maxheim
 

 

Streitpunkt Geistiges Heilen


Ist Geistiges Heilen seriös? Ich denke, dass kann man mit Fug und Recht verneinen. Als größtes Segment der Glaubensmedizin entzieht es sich jeglicher wissenschaftlicher Überprüfung und Kontrolle. Ansätze wissenschaftlicher Untersuchungen scheitern an der Unfassbarkeit der dort behaupteten Kräfte und Vorgänge. Man kann die angeblichen Heilerfolge durch Geistiges Heilen glauben, Beweise dafür gibt es keine. Wenn es bei Krankheiten durch Geistiges Heilen zu Besserungen kommt, dann gehen diese nicht über den normalen Placebo-Effekt hinaus. Von den Gefahren durch falsche Entscheidungsfindung und den weitaus häufiger vorkommenden Verschlechterungen redet kaum jemand. Mehr zu der Thematik:
http://www.gwup.org/themen/texte/paramedizin/
 
Sind Geistige Heiler Scharlatane? Das würde ich nicht pauschal behaupten wollen. Es gibt sicherlich vereinzelt Geistheiler, die dies aus innerster religiöser Überzeugung und Menschenliebe tun. Hier ein Fall aus dem Katholizismus:
http://tinyurl.com/4v5ftl
Aber das macht die Sache genauso wenig seriös wie die angeblichen Wunderheilungen an religiösen Wallfahrtsorten. Das Bundesverfassungsgericht hat im Hinblick auf Religions- und Berufsfreiheit dem religiösen Aspekt des Geistigen Heilens Rechnung getragen und es unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Es hat damit wieder einmal mehr zur Rechtsunsicherheit, denn zur Rechtssicherheit beigetragen. Siehe dazu:
http://www.agpf.de/Geistheiler-Urteil-Auswirkungen.htm
 
Schaut man sich die Internet-Seiten der Geistigen Heiler an, dann kommt man unweigerlicher zu dem Schluss, dass es sich bei den meisten Vertretern dieser Zunft um Scharlatane handelt. Es ist unglaublich, mit welcher Unverfrorenheit selbsternannte Wunderheiler über unfassbare geistige Kräfte und Praktiken verfügen, mit denen sie vorgeben, Kranken zur Genesung verhelfen zu können. Kranke werden in ihrer Not, wo sie oft nur noch nach dem letzten Strohhalm greifen, gnadenlos abkassiert. Nicht wenige solcher Scharlatane verschanzen sich hinter religiösen Vorwänden. Hier ein Artikel dazu in der Süddeutschen Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/21/113907/
 
Herr K. aus S. will natürlich kein Scharlatan sein. Das hat von ihm persönlich auch niemand behauptet. Allerdings hatte er bei der Grenzenlos-Messe in Hofheim „Geistiges Heilen“ im Angebot. Deshalb wurde sein Angebot von mir als unseriös deklariert. Nun bezieht Herr K. diese Wertung aber auf seine Person. Gestern, am 27.09.2008, erhielt ich deshalb von seinem Rechtsanwalt eine Abmahnung, in der es heißt:
 
„Unter der Überschrift ‚dunkle Energien in Hofheim’ veröffentlichen Sie im Internetforum unreader eine Beschreibung von geschäftlichen Aktivitäten meines Mandanten und bezeichnen meinen Mandanten als ‚unseriös’. Diese, Ihre Äußerung in Bezug auf meinen Mandanten wird hiermit abgemahnt. Ich habe Sie aufzufordern, die Bezeichnung meines Mandanten als ‚unseriös’ oder ähnlich negativ charakterisierend zukünftig zu unterlassen, eine derartige Erklärung abzugeben oder zu verbreiten.“
 
Dem habe ich natürlich postwendent widersprochen:
 
 
Betr.: Abmahnung Az. 08/300 vom 26.09.08 wu
 
 
Sehr geehrter Herr Laspeyres,
 
 
ich weise die Abmahnung zurück.
 
 
1. Ich habe die von Ihnen angeführte Aussteller-Analyse nicht in dem erwähnten Forum veröffentlicht. Das Forum ist mir nicht bekannt, eben so wenig kenne ich den Veröffentlicher sowie den Betreiber des Forums. Wenn dort etwas unter meinem Namen veröffentlich wurde, dann geschah es ohne mein Wissen, ohne meine Billigung und ohne meine Zustimmung. Auf den Text in dem Forum habe ich keinen Zugriff und es ist auch möglich, dass er nicht mehr authentisch ist. Das geht leider oft so im Internet. Dagegen ist man machtlos.
 
2. Bei den von mir verfassten Kurzanalysen der Aussteller-Angebote der Grenzenlosmesse in Hofheim handelt es sich lediglich um die Wertung der Angebote. Auf meiner authentischen Liste steht deutlich drüber:
„Die hier vermerkten Wertungen beziehen sich auf die Angebote, nicht aber auf die Person des jeweiligen verantwortlichen Ausstellers.“
Der Vorwurf, ich hätte Ihren Mandanten als „unseriös“ charakterisiert, ist deshalb falsch, womit auch diese Abmahnung in ihrem Tenor gegenstandslos ist.
 
3. Aus dem meinen Kurzanalysen zu Grunde liegenden Aussteller-Verzeichnis ging hervor, das Herr Kremm, Wolfgang, Gesundheits-Zentrum Sasbachwalden, Geistiges Heilen anbot. Geistiges Heilen ist nach meiner Meinung unseriös, und ich kann das – ggf. auch vor Gericht – sehr gut begründen. Ich werde diese Meinung, die das Geistige Heilen und nicht Ihren Mandanten betrifft, im Rahmen meiner grundgesetzlich verbrieften Meinungsfreiheit auch weiterhin öffentlich vertreten.
 
4. Das Gewerbe von Herrn Kremm interessiert mich nicht. Ich habe diese Liste mit den Kurzanalysen nur aus dem einzigen Grunde verfasst, um die Bürgermeisterin von Hofheim davon zu überzeugen, eine verkappte Esoterik-Messe mit nachweislich überwiegend unseriösen Angeboten nicht weiter durch ihre Schirmherrschaft zu unterstützen. Es geht hier um Bildungs- und Gesundheitspolitik auf kommunaler Ebene und deren Glaubwürdigkeit. Zum Nachweis waren die Kurzanalysen unumgänglich.
 
Wenn Ihr Mandant sein Gewerbe durch eine nicht in meiner Verantwortung liegenden Veröffentlichung im Internet nicht unerheblich beeinträchtig sieht, dann sollte er sich direkt an den verantwortlichen Betreiber des besagten Forums wenden, um die Löschung des für ihn nicht genehmen Textes zu erreichen. Ich bin dafür der falsche Adressat. Meine authentischen Texte in der Angelegenheit finden Sie ausschließlich auf meiner Homepage:
 
www.meisenpiep.beepworld.de
 
Ich möchte noch darauf hinweisen, dass ich mir jegliche Beeinträchtigungen meines Grundrechtes der Meinungsfreiheit verbitte und mich ggf. Angriffen gegen meine Meinungsfreiheit mittels geeigneter rechtlicher Schritte erwehren werde.
 
Hochachtungsvoll
gez. Richard Maxheim
 
 
Ein aktueller Blick auf die Internetseite des „Gesundheitszentrums Sasbachwalden“
www.jesus-hotline.de
auf der man noch bis vor kurzem von der kommerziellen Geistheilerei und den Seminaren zur Ausbildung Geistiger Heiler lesen konnte, zeigt folgende Mitteilung: Diese Seite ist in Bearbeitung. Wir bitten um etwas Geduld. Bitte kontaktieren Sie uns unter
www.chi-messen.de
Herr K. veranstalten nun also auch selber Messen. Jedenfalls sind sie kein Etikettenschwindel, wie die Grenzenlos-Messen des Roland Häke. Schon bei dem Namen der Chi-Messen kann jeder sofort erkennen, wohin hier die Reise geht.
 
In dem Aritkel „’Der Heiler vom Berg’ in Sasbachwalden“ Untertitel: „Wolfgang Kremm ist für viele Kranke die letzte Hoffnung“ in der letzten Ausgabe der Zeitschrift „Grenzenenlos“, erfährt man etwas mehr über den Hintergrund und die Aktivitäten des Herrn Kremm:
http://www.grenzenlos.net/heiler_vom_berg.htm
Da heißt es:
„Sein Glaube an Gott, an Jesus Christus und an die Macht der Liebe duldet keinen Widerspruch.“
Glaubt Herr Kremm etwa auch, man könne hier Widerspruch mittels einer anwaltlichen Abmahnung unterdrücken? Das wäre die übliche Sektenmanier, wie wir sie bereits von einschlägigen, finanzstarken Gruppierungen her kennen. Aber es geht ja hier nicht um die Macht der Liebe, sondern um seine „geschäftlichen Aktivitäten“, wie sein Rechtsanwalt es in der Abmahnung formuliert. In diesem Licht möchte ich es jedem selbst überlassen, was von dem „Heiler vom Berg“ aus Sasbachwalden zu halten ist.
In dem Zusammenhang dürfte besonders sein Vortrag "Für immer gesund ! Frei von Krebs !" am Sonntag, dem 19.10.2008, bei der Grenzenlos-Messe in Saarbrücken, beachenswert sein. Was Herr Kremm kraft seines Glaubens an Gott, an Jesus Christus, die Macht der Liebe und sicherlich auch im Rahmen seiner Geschäftsinteressen wohl dort in Aussicht stellen wird?
 
Richard Maxheim
[*/quote*]
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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #12 on: March 07, 2017, 11:34:42 PM »

http://web.archive.org/web/20090129113746/http://meisenpiep.beepworld.de/rechtliches-3.htm

[*quote*]
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Es ist schon erstaunlich, was sich Scharlatane, Quacksalber und Beutelschneider in ihrer ureigensten Unverfrorenheit so herausnehmen, oftmals hart an der Grenze des Legalen. Und wenn die Grenze überschritten wird, verstehen sie es meistens blendend, sich und ihre Geschäfte aus den Vorwürfen herauszuwinden. Auf der anderen Seite fühlen sie sich ganz schnell verunglimpft, diffamiert, gerufmordet und spielen die Beleidigten, wenn man ihre Machenschaften aufdeckt und sie öffentlich kritisiert. Dann folgen Hinweise auf „rechtliche Schritte“. Ich kenne das. Mir wurde auch schon mal Voodoo in Aussicht gestellt.
 
Solche Versuche, mein Recht auf Meinungsfreiheit zu untergraben, prallen alle an mir ab. Ich behaupt nichts was ich nicht schwarz auf weiß belegen kann. Deshalb sei allen Beteiligten versichert, dass Anrufe, eMails und Briefe zu dem Zweck mich einzuschüchtern, von vornherein zwecklos sind. Sollte wirklich jemand ernsthaft meinen, dass meine Wertung seiner Angebote nicht gerechtfertig sei, dann bin ich der Letzte, der nicht mit sich reden lässt. Ich werde ihm dann gerne meinen Stadtpunkt etwas näher erläutern.
 
Auch sei allen Beteiligten gesagt, dass diese Internet-Seiten nicht dazu gemacht wurden, um die Grenzenlos-Messen oder ähnliche Veranstaltungen zu unterbinden oder die Geschäfte mit esoterischem Humbug grundsätzlich zu vereiteln. Dies wäre tatsächlich eine Nummer zu groß für mich. Allerdings werde ich mir vorbehalten, in besonders gravierenden Fällen besondere Maßnahmen, bis hin zu Strafanzeigen, zu ergreifen.
 
Hier geht es in erster Linie darum, die Unterstützung von esoterischem Humbug, Scharlatanerie und Beutelschneiderei durch politisch Verantwortliche und Mandatsträger zu kritisieren und möglichst dafür zu sorgen, dass solche Dinge in Zukunft unterbleiben. Es ist nämlich für einen rational denken Bürger unerträglich, wenn statt Bildungspolitik Volksverdummung und statt Gesundheitspolitik Quacksalberei betrieben wird. Die hier vorgenommenen Kurz-Analysen sollen belegen, dass die Grenzenlos-Messen durch und durch unseriös sind und deshalb nicht von der öffentlichen Hand protegiert werden sollten.
 
Hier stehe ich und kann noch ganz anders.
 
Richard Maxheim
 
 
 
Streitpunkt Homöopathie
 
Nachdem ich nun unter dem Menuepunkt hofheim-2 die meisten Ausstellerangebote der „Grenzenlos-Messe“ analysiert habe, erhielt ich heute (27.08.2008) die erste Androhung mit „rechtlichen Schritten“. Wie erwartet geht es dabei gleich um die dickste Wurst, die Homöopathie. Wie ich nur so unverschämt sein könne und dazu käme, die Homöopathie als unseriös einzustufen.
 
Das ist ganz einfach: Wenn jemand ein Märchen hat, es anderen erzählt und dabei auch sagt, dass es sich um ein Märchen handelt, dann ist das seriös. Wenn jemand ein Märchen hat und anderen weis zu machen versucht, das sei die Realität, dann ist das unseriös. Besonders ist es dann unseriös, wenn er das Märchen auch noch gegen Entgelt vermarktet. Und Homöopathie ist ein Märchen.
 
Hier ein ausführlicher Artikel über die Homöopathie auf der Internet-Seite der GWUP:
http://www.gwup.org/themen/berichte/homoepathie.html
Und hier erklärt uns James Randi die Homöopathie aus seiner Sicht:
http://www.youtube.com/watch?v=BWE1tH93G9U
Ich würde die Homöopathie auf folgende Weise veranschaulichen:
 
Nehmen sie eine Flasche Wodka, gehen sie damit auf die Mole im Hafen von Lindau und schütten sie den Inhalt in den Bodensee. Nun verbindet sich der Wodka auf geheimnisvolle Weise informationsmedizinisch mit dem Wasser des Bodensees und nach einer gewissen Zeit ist der ganze Bodensee ein einziger homöopathischer Fusel. Und wie sehen die Beweise der Homöopathen dazu aus? Etwa so: Tausende Russen trafen sich in Schaffhausen, tranken Rheinwasser, waren fröhlich und tanzten.
 
Die Tatsache, dass Homöopathie weitgehend akzeptiert wird, dass fast alle Heilpraktiker und sogar viele Ärzte sie anwenden, dass es Kurse dazu in Volkshochschulen gibt etc. macht die Homöopathie noch nicht seriös. Für deren Seriosität fehlt bislang ein stichhaltiger, wissenschaftlich Nachweis zur Wirksamkeit, die über den normalen Placebo-Effekt hinausgeht. Es wird auch höchstwahrscheinlich niemals einen solchen Nachweis geben, denn die Hahnemann’schen Phantasien sind damals wie heute nichts weiter als pseudowissenschaftlicher Humbug.
 
Aus diesem Grunde kann ich die homöopathischen Angebote, egal von wem sie sind, nicht als seriös ansehen. Sie sind unseriös, und ich werde diese Meinung auch weiterhin öffentlich vertreten und kundtun. Wer glaubt, mir das gerichtlich verbieten lassen zu können, der mag das gerne mal auf seine Kosten versuchen. Dies gilt selbstverständlich auch für alle anderen Angebote, die ich in meinen Analysen als unseriös gekennzeichnet habe.
 
Richard Maxheim
 

 

Streitpunkt Geistiges Heilen


Ist Geistiges Heilen seriös? Ich denke, dass kann man mit Fug und Recht verneinen. Als größtes Segment der Glaubensmedizin entzieht es sich jeglicher wissenschaftlicher Überprüfung und Kontrolle. Ansätze wissenschaftlicher Untersuchungen scheitern an der Unfassbarkeit der dort behaupteten Kräfte und Vorgänge. Man kann die angeblichen Heilerfolge durch Geistiges Heilen glauben, Beweise dafür gibt es keine. Wenn es bei Krankheiten durch Geistiges Heilen zu Besserungen kommt, dann gehen diese nicht über den normalen Placebo-Effekt hinaus. Von den Gefahren durch falsche Entscheidungsfindung und den weitaus häufiger vorkommenden Verschlechterungen redet kaum jemand. Mehr zu der Thematik:
http://www.gwup.org/themen/texte/paramedizin/
 
Sind Geistige Heiler Scharlatane? Das würde ich nicht pauschal behaupten wollen. Es gibt sicherlich vereinzelt Geistheiler, die dies aus innerster religiöser Überzeugung und Menschenliebe tun. Hier ein Fall aus dem Katholizismus:
http://tinyurl.com/4v5ftl
Aber das macht die Sache genauso wenig seriös wie die angeblichen Wunderheilungen an religiösen Wallfahrtsorten. Das Bundesverfassungsgericht hat im Hinblick auf Religions- und Berufsfreiheit dem religiösen Aspekt des Geistigen Heilens Rechnung getragen und es unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Es hat damit wieder einmal mehr zur Rechtsunsicherheit, denn zur Rechtssicherheit beigetragen. Siehe dazu:
http://www.agpf.de/Geistheiler-Urteil-Auswirkungen.htm
 
Schaut man sich die Internet-Seiten der Geistigen Heiler an, dann kommt man unweigerlicher zu dem Schluss, dass es sich bei den meisten Vertretern dieser Zunft um Scharlatane handelt. Es ist unglaublich, mit welcher Unverfrorenheit selbsternannte Wunderheiler über unfassbare geistige Kräfte und Praktiken verfügen, mit denen sie vorgeben, Kranken zur Genesung verhelfen zu können. Kranke werden in ihrer Not, wo sie oft nur noch nach dem letzten Strohhalm greifen, gnadenlos abkassiert. Nicht wenige solcher Scharlatane verschanzen sich hinter religiösen Vorwänden. Hier ein Artikel dazu in der Süddeutschen Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/21/113907/
 
Herr K. aus S. will natürlich kein Scharlatan sein. Das hat von ihm persönlich auch niemand behauptet. Allerdings hatte er bei der Grenzenlos-Messe in Hofheim „Geistiges Heilen“ im Angebot. Deshalb wurde sein Angebot von mir als unseriös deklariert. Nun bezieht Herr K. diese Wertung aber auf seine Person. Gestern, am 27.09.2008, erhielt ich deshalb von seinem Rechtsanwalt eine Abmahnung, in der es heißt:
 
„Unter der Überschrift ‚dunkle Energien in Hofheim’ veröffentlichen Sie im Internetforum unreader eine Beschreibung von geschäftlichen Aktivitäten meines Mandanten und bezeichnen meinen Mandanten als ‚unseriös’. Diese, Ihre Äußerung in Bezug auf meinen Mandanten wird hiermit abgemahnt. Ich habe Sie aufzufordern, die Bezeichnung meines Mandanten als ‚unseriös’ oder ähnlich negativ charakterisierend zukünftig zu unterlassen, eine derartige Erklärung abzugeben oder zu verbreiten.“
 
Dem habe ich natürlich postwendent widersprochen:
 
 
Betr.: Abmahnung Az. 08/300 vom 26.09.08 wu
 
 
Sehr geehrter Herr Laspeyres,
 
 
ich weise die Abmahnung zurück.
 
 
1. Ich habe die von Ihnen angeführte Aussteller-Analyse nicht in dem erwähnten Forum veröffentlicht. Das Forum ist mir nicht bekannt, eben so wenig kenne ich den Veröffentlicher sowie den Betreiber des Forums. Wenn dort etwas unter meinem Namen veröffentlich wurde, dann geschah es ohne mein Wissen, ohne meine Billigung und ohne meine Zustimmung. Auf den Text in dem Forum habe ich keinen Zugriff und es ist auch möglich, dass er nicht mehr authentisch ist. Das geht leider oft so im Internet. Dagegen ist man machtlos.
 
2. Bei den von mir verfassten Kurzanalysen der Aussteller-Angebote der Grenzenlosmesse in Hofheim handelt es sich lediglich um die Wertung der Angebote. Auf meiner authentischen Liste steht deutlich drüber:
„Die hier vermerkten Wertungen beziehen sich auf die Angebote, nicht aber auf die Person des jeweiligen verantwortlichen Ausstellers.“
Der Vorwurf, ich hätte Ihren Mandanten als „unseriös“ charakterisiert, ist deshalb falsch, womit auch diese Abmahnung in ihrem Tenor gegenstandslos ist.
 
3. Aus dem meinen Kurzanalysen zu Grunde liegenden Aussteller-Verzeichnis ging hervor, das Herr Kremm, Wolfgang, Gesundheits-Zentrum Sasbachwalden, Geistiges Heilen anbot. Geistiges Heilen ist nach meiner Meinung unseriös, und ich kann das – ggf. auch vor Gericht – sehr gut begründen. Ich werde diese Meinung, die das Geistige Heilen und nicht Ihren Mandanten betrifft, im Rahmen meiner grundgesetzlich verbrieften Meinungsfreiheit auch weiterhin öffentlich vertreten.
 
4. Das Gewerbe von Herrn Kremm interessiert mich nicht. Ich habe diese Liste mit den Kurzanalysen nur aus dem einzigen Grunde verfasst, um die Bürgermeisterin von Hofheim davon zu überzeugen, eine verkappte Esoterik-Messe mit nachweislich überwiegend unseriösen Angeboten nicht weiter durch ihre Schirmherrschaft zu unterstützen. Es geht hier um Bildungs- und Gesundheitspolitik auf kommunaler Ebene und deren Glaubwürdigkeit. Zum Nachweis waren die Kurzanalysen unumgänglich.
 
Wenn Ihr Mandant sein Gewerbe durch eine nicht in meiner Verantwortung liegenden Veröffentlichung im Internet nicht unerheblich beeinträchtig sieht, dann sollte er sich direkt an den verantwortlichen Betreiber des besagten Forums wenden, um die Löschung des für ihn nicht genehmen Textes zu erreichen. Ich bin dafür der falsche Adressat. Meine authentischen Texte in der Angelegenheit finden Sie ausschließlich auf meiner Homepage:
 
www.meisenpiep.beepworld.de
 
Ich möchte noch darauf hinweisen, dass ich mir jegliche Beeinträchtigungen meines Grundrechtes der Meinungsfreiheit verbitte und mich ggf. Angriffen gegen meine Meinungsfreiheit mittels geeigneter rechtlicher Schritte erwehren werde.
 
Hochachtungsvoll
gez. Richard Maxheim
 
 
Ein aktueller Blick auf die Internetseite des „Gesundheitszentrums Sasbachwalden“
www.jesus-hotline.de
auf der man noch bis vor kurzem von der kommerziellen Geistheilerei und den Seminaren zur Ausbildung Geistiger Heiler lesen konnte, zeigt folgende Mitteilung: Diese Seite ist in Bearbeitung. Wir bitten um etwas Geduld. Bitte kontaktieren Sie uns unter
www.chi-messen.de
Herr K. veranstalten nun also auch selber Messen. Jedenfalls sind sie kein Etikettenschwindel, wie die Grenzenlos-Messen des Roland Häke. Schon bei dem Namen der Chi-Messen kann jeder sofort erkennen, wohin hier die Reise geht.
 
In dem Aritkel „’Der Heiler vom Berg’ in Sasbachwalden“ Untertitel: „Wolfgang Kremm ist für viele Kranke die letzte Hoffnung“ in der letzten Ausgabe der Zeitschrift „Grenzenenlos“, erfährt man etwas mehr über den Hintergrund und die Aktivitäten des Herrn Kremm:
http://www.grenzenlos.net/heiler_vom_berg.htm
Da heißt es:
„Sein Glaube an Gott, an Jesus Christus und an die Macht der Liebe duldet keinen Widerspruch.“
Glaubt Herr Kremm etwa auch, man könne hier Widerspruch mittels einer anwaltlichen Abmahnung unterdrücken? Das wäre die übliche Sektenmanier, wie wir sie bereits von einschlägigen, finanzstarken Gruppierungen her kennen. Aber es geht ja hier nicht um die Macht der Liebe, sondern um seine „geschäftlichen Aktivitäten“, wie sein Rechtsanwalt es in der Abmahnung formuliert. In diesem Licht möchte ich es jedem selbst überlassen, was von dem „Heiler vom Berg“ aus Sasbachwalden zu halten ist.
In dem Zusammenhang dürfte besonders sein Vortrag "Für immer gesund ! Frei von Krebs !" am Sonntag, dem 19.10.2008, bei der Grenzenlos-Messe in Saarbrücken, beachenswert sein. Was Herr Kremm kraft seines Glaubens an Gott, an Jesus Christus, die Macht der Liebe und sicherlich auch im Rahmen seiner Geschäftsinteressen wohl dort in Aussicht stellen wird?
 
Richard Maxheim

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Es ist schon erstaunlich, was sich Scharlatane, Quacksalber und Beutelschneider in ihrer ureigensten Unverfrorenheit so herausnehmen, oftmals hart an der Grenze des Legalen. Und wenn die Grenze überschritten wird, verstehen sie es meistens blendend, sich und ihre Geschäfte aus den Vorwürfen herauszuwinden. Auf der anderen Seite fühlen sie sich ganz schnell verunglimpft, diffamiert, gerufmordet und spielen die Beleidigten, wenn man ihre Machenschaften aufdeckt und sie öffentlich kritisiert. Dann folgen Hinweise auf „rechtliche Schritte“. Ich kenne das. Mir wurde auch schon mal Voodoo in Aussicht gestellt.
 
Solche Versuche, mein Recht auf Meinungsfreiheit zu untergraben, prallen alle an mir ab. Ich behaupt nichts was ich nicht schwarz auf weiß belegen kann. Deshalb sei allen Beteiligten versichert, dass Anrufe, eMails und Briefe zu dem Zweck mich einzuschüchtern, von vornherein zwecklos sind. Sollte wirklich jemand ernsthaft meinen, dass meine Wertung seiner Angebote nicht gerechtfertig sei, dann bin ich der Letzte, der nicht mit sich reden lässt. Ich werde ihm dann gerne meinen Stadtpunkt etwas näher erläutern.
 
Auch sei allen Beteiligten gesagt, dass diese Internet-Seiten nicht dazu gemacht wurden, um die Grenzenlos-Messen oder ähnliche Veranstaltungen zu unterbinden oder die Geschäfte mit esoterischem Humbug grundsätzlich zu vereiteln. Dies wäre tatsächlich eine Nummer zu groß für mich. Allerdings werde ich mir vorbehalten, in besonders gravierenden Fällen besondere Maßnahmen, bis hin zu Strafanzeigen, zu ergreifen.
 
Hier geht es in erster Linie darum, die Unterstützung von esoterischem Humbug, Scharlatanerie und Beutelschneiderei durch politisch Verantwortliche und Mandatsträger zu kritisieren und möglichst dafür zu sorgen, dass solche Dinge in Zukunft unterbleiben. Es ist nämlich für einen rational denken Bürger unerträglich, wenn statt Bildungspolitik Volksverdummung und statt Gesundheitspolitik Quacksalberei betrieben wird. Die hier vorgenommenen Kurz-Analysen sollen belegen, dass die Grenzenlos-Messen durch und durch unseriös sind und deshalb nicht von der öffentlichen Hand protegiert werden sollten.
 
Hier stehe ich und kann noch ganz anders.
 
Richard Maxheim
 
 
 
Streitpunkt Homöopathie
 
Nachdem ich nun unter dem Menuepunkt hofheim-2 die meisten Ausstellerangebote der „Grenzenlos-Messe“ analysiert habe, erhielt ich heute (27.08.2008) die erste Androhung mit „rechtlichen Schritten“. Wie erwartet geht es dabei gleich um die dickste Wurst, die Homöopathie. Wie ich nur so unverschämt sein könne und dazu käme, die Homöopathie als unseriös einzustufen.
 
Das ist ganz einfach: Wenn jemand ein Märchen hat, es anderen erzählt und dabei auch sagt, dass es sich um ein Märchen handelt, dann ist das seriös. Wenn jemand ein Märchen hat und anderen weis zu machen versucht, das sei die Realität, dann ist das unseriös. Besonders ist es dann unseriös, wenn er das Märchen auch noch gegen Entgelt vermarktet. Und Homöopathie ist ein Märchen.
 
Hier ein ausführlicher Artikel über die Homöopathie auf der Internet-Seite der GWUP:
http://www.gwup.org/themen/berichte/homoepathie.html
Und hier erklärt uns James Randi die Homöopathie aus seiner Sicht:
http://www.youtube.com/watch?v=BWE1tH93G9U
Ich würde die Homöopathie auf folgende Weise veranschaulichen:
 
Nehmen sie eine Flasche Wodka, gehen sie damit auf die Mole im Hafen von Lindau und schütten sie den Inhalt in den Bodensee. Nun verbindet sich der Wodka auf geheimnisvolle Weise informationsmedizinisch mit dem Wasser des Bodensees und nach einer gewissen Zeit ist der ganze Bodensee ein einziger homöopathischer Fusel. Und wie sehen die Beweise der Homöopathen dazu aus? Etwa so: Tausende Russen trafen sich in Schaffhausen, tranken Rheinwasser, waren fröhlich und tanzten.
 
Die Tatsache, dass Homöopathie weitgehend akzeptiert wird, dass fast alle Heilpraktiker und sogar viele Ärzte sie anwenden, dass es Kurse dazu in Volkshochschulen gibt etc. macht die Homöopathie noch nicht seriös. Für deren Seriosität fehlt bislang ein stichhaltiger, wissenschaftlich Nachweis zur Wirksamkeit, die über den normalen Placebo-Effekt hinausgeht. Es wird auch höchstwahrscheinlich niemals einen solchen Nachweis geben, denn die Hahnemann’schen Phantasien sind damals wie heute nichts weiter als pseudowissenschaftlicher Humbug.
 
Aus diesem Grunde kann ich die homöopathischen Angebote, egal von wem sie sind, nicht als seriös ansehen. Sie sind unseriös, und ich werde diese Meinung auch weiterhin öffentlich vertreten und kundtun. Wer glaubt, mir das gerichtlich verbieten lassen zu können, der mag das gerne mal auf seine Kosten versuchen. Dies gilt selbstverständlich auch für alle anderen Angebote, die ich in meinen Analysen als unseriös gekennzeichnet habe.
 
Richard Maxheim
 

 

Streitpunkt Geistiges Heilen


Ist Geistiges Heilen seriös? Ich denke, dass kann man mit Fug und Recht verneinen. Als größtes Segment der Glaubensmedizin entzieht es sich jeglicher wissenschaftlicher Überprüfung und Kontrolle. Ansätze wissenschaftlicher Untersuchungen scheitern an der Unfassbarkeit der dort behaupteten Kräfte und Vorgänge. Man kann die angeblichen Heilerfolge durch Geistiges Heilen glauben, Beweise dafür gibt es keine. Wenn es bei Krankheiten durch Geistiges Heilen zu Besserungen kommt, dann gehen diese nicht über den normalen Placebo-Effekt hinaus. Von den Gefahren durch falsche Entscheidungsfindung und den weitaus häufiger vorkommenden Verschlechterungen redet kaum jemand. Mehr zu der Thematik:
http://www.gwup.org/themen/texte/paramedizin/
 
Sind Geistige Heiler Scharlatane? Das würde ich nicht pauschal behaupten wollen. Es gibt sicherlich vereinzelt Geistheiler, die dies aus innerster religiöser Überzeugung und Menschenliebe tun. Hier ein Fall aus dem Katholizismus:
http://tinyurl.com/4v5ftl
Aber das macht die Sache genauso wenig seriös wie die angeblichen Wunderheilungen an religiösen Wallfahrtsorten. Das Bundesverfassungsgericht hat im Hinblick auf Religions- und Berufsfreiheit dem religiösen Aspekt des Geistigen Heilens Rechnung getragen und es unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Es hat damit wieder einmal mehr zur Rechtsunsicherheit, denn zur Rechtssicherheit beigetragen. Siehe dazu:
http://www.agpf.de/Geistheiler-Urteil-Auswirkungen.htm
 
Schaut man sich die Internet-Seiten der Geistigen Heiler an, dann kommt man unweigerlicher zu dem Schluss, dass es sich bei den meisten Vertretern dieser Zunft um Scharlatane handelt. Es ist unglaublich, mit welcher Unverfrorenheit selbsternannte Wunderheiler über unfassbare geistige Kräfte und Praktiken verfügen, mit denen sie vorgeben, Kranken zur Genesung verhelfen zu können. Kranke werden in ihrer Not, wo sie oft nur noch nach dem letzten Strohhalm greifen, gnadenlos abkassiert. Nicht wenige solcher Scharlatane verschanzen sich hinter religiösen Vorwänden. Hier ein Artikel dazu in der Süddeutschen Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/21/113907/
 
Herr K. aus S. will natürlich kein Scharlatan sein. Das hat von ihm persönlich auch niemand behauptet. Allerdings hatte er bei der Grenzenlos-Messe in Hofheim „Geistiges Heilen“ im Angebot. Deshalb wurde sein Angebot von mir als unseriös deklariert. Nun bezieht Herr K. diese Wertung aber auf seine Person. Gestern, am 27.09.2008, erhielt ich deshalb von seinem Rechtsanwalt eine Abmahnung, in der es heißt:
 
„Unter der Überschrift ‚dunkle Energien in Hofheim’ veröffentlichen Sie im Internetforum unreader eine Beschreibung von geschäftlichen Aktivitäten meines Mandanten und bezeichnen meinen Mandanten als ‚unseriös’. Diese, Ihre Äußerung in Bezug auf meinen Mandanten wird hiermit abgemahnt. Ich habe Sie aufzufordern, die Bezeichnung meines Mandanten als ‚unseriös’ oder ähnlich negativ charakterisierend zukünftig zu unterlassen, eine derartige Erklärung abzugeben oder zu verbreiten.“
 
Dem habe ich natürlich postwendent widersprochen:
 
 
Betr.: Abmahnung Az. 08/300 vom 26.09.08 wu
 
 
Sehr geehrter Herr Laspeyres,
 
 
ich weise die Abmahnung zurück.
 
 
1. Ich habe die von Ihnen angeführte Aussteller-Analyse nicht in dem erwähnten Forum veröffentlicht. Das Forum ist mir nicht bekannt, eben so wenig kenne ich den Veröffentlicher sowie den Betreiber des Forums. Wenn dort etwas unter meinem Namen veröffentlich wurde, dann geschah es ohne mein Wissen, ohne meine Billigung und ohne meine Zustimmung. Auf den Text in dem Forum habe ich keinen Zugriff und es ist auch möglich, dass er nicht mehr authentisch ist. Das geht leider oft so im Internet. Dagegen ist man machtlos.
 
2. Bei den von mir verfassten Kurzanalysen der Aussteller-Angebote der Grenzenlosmesse in Hofheim handelt es sich lediglich um die Wertung der Angebote. Auf meiner authentischen Liste steht deutlich drüber:
„Die hier vermerkten Wertungen beziehen sich auf die Angebote, nicht aber auf die Person des jeweiligen verantwortlichen Ausstellers.“
Der Vorwurf, ich hätte Ihren Mandanten als „unseriös“ charakterisiert, ist deshalb falsch, womit auch diese Abmahnung in ihrem Tenor gegenstandslos ist.
 
3. Aus dem meinen Kurzanalysen zu Grunde liegenden Aussteller-Verzeichnis ging hervor, das Herr Kremm, Wolfgang, Gesundheits-Zentrum Sasbachwalden, Geistiges Heilen anbot. Geistiges Heilen ist nach meiner Meinung unseriös, und ich kann das – ggf. auch vor Gericht – sehr gut begründen. Ich werde diese Meinung, die das Geistige Heilen und nicht Ihren Mandanten betrifft, im Rahmen meiner grundgesetzlich verbrieften Meinungsfreiheit auch weiterhin öffentlich vertreten.
 
4. Das Gewerbe von Herrn Kremm interessiert mich nicht. Ich habe diese Liste mit den Kurzanalysen nur aus dem einzigen Grunde verfasst, um die Bürgermeisterin von Hofheim davon zu überzeugen, eine verkappte Esoterik-Messe mit nachweislich überwiegend unseriösen Angeboten nicht weiter durch ihre Schirmherrschaft zu unterstützen. Es geht hier um Bildungs- und Gesundheitspolitik auf kommunaler Ebene und deren Glaubwürdigkeit. Zum Nachweis waren die Kurzanalysen unumgänglich.
 
Wenn Ihr Mandant sein Gewerbe durch eine nicht in meiner Verantwortung liegenden Veröffentlichung im Internet nicht unerheblich beeinträchtig sieht, dann sollte er sich direkt an den verantwortlichen Betreiber des besagten Forums wenden, um die Löschung des für ihn nicht genehmen Textes zu erreichen. Ich bin dafür der falsche Adressat. Meine authentischen Texte in der Angelegenheit finden Sie ausschließlich auf meiner Homepage:
 
www.meisenpiep.beepworld.de
 
Ich möchte noch darauf hinweisen, dass ich mir jegliche Beeinträchtigungen meines Grundrechtes der Meinungsfreiheit verbitte und mich ggf. Angriffen gegen meine Meinungsfreiheit mittels geeigneter rechtlicher Schritte erwehren werde.
 
Hochachtungsvoll
gez. Richard Maxheim
 
 
Ein aktueller Blick auf die Internetseite des „Gesundheitszentrums Sasbachwalden“
www.jesus-hotline.de
auf der man noch bis vor kurzem von der kommerziellen Geistheilerei und den Seminaren zur Ausbildung Geistiger Heiler lesen konnte, zeigt folgende Mitteilung: Diese Seite ist in Bearbeitung. Wir bitten um etwas Geduld. Bitte kontaktieren Sie uns unter
www.chi-messen.de
Herr K. veranstalten nun also auch selber Messen. Jedenfalls sind sie kein Etikettenschwindel, wie die Grenzenlos-Messen des Roland Häke. Schon bei dem Namen der Chi-Messen kann jeder sofort erkennen, wohin hier die Reise geht.
 
In dem Aritkel „’Der Heiler vom Berg’ in Sasbachwalden“ Untertitel: „Wolfgang Kremm ist für viele Kranke die letzte Hoffnung“ in der letzten Ausgabe der Zeitschrift „Grenzenenlos“, erfährt man etwas mehr über den Hintergrund und die Aktivitäten des Herrn Kremm:
http://www.grenzenlos.net/heiler_vom_berg.htm
Da heißt es:
„Sein Glaube an Gott, an Jesus Christus und an die Macht der Liebe duldet keinen Widerspruch.“
Glaubt Herr Kremm etwa auch, man könne hier Widerspruch mittels einer anwaltlichen Abmahnung unterdrücken? Das wäre die übliche Sektenmanier, wie wir sie bereits von einschlägigen, finanzstarken Gruppierungen her kennen. Aber es geht ja hier nicht um die Macht der Liebe, sondern um seine „geschäftlichen Aktivitäten“, wie sein Rechtsanwalt es in der Abmahnung formuliert. In diesem Licht möchte ich es jedem selbst überlassen, was von dem „Heiler vom Berg“ aus Sasbachwalden zu halten ist.
In dem Zusammenhang dürfte besonders sein Vortrag "Für immer gesund ! Frei von Krebs !" am Sonntag, dem 19.10.2008, bei der Grenzenlos-Messe in Saarbrücken, beachenswert sein. Was Herr Kremm kraft seines Glaubens an Gott, an Jesus Christus, die Macht der Liebe und sicherlich auch im Rahmen seiner Geschäftsinteressen wohl dort in Aussicht stellen wird?
 
Richard Maxheim
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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #13 on: March 07, 2017, 11:37:06 PM »

http://web.archive.org/web/20090129113736/http://meisenpiep.beepworld.de/impressum.htm

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Verantwortlich für den Inhalt der Website "Dr. Meisenpiep":

 

[... Adresse gelöscht ... CW]
 

kosmopolis *** ätsch *** t-online.de

 

 

Wie kommt diese Website zum Namen „Dr. Meisenpiep“?
 
Es gibt einen Internisten und Arzt für Naturheilverfahren und Homöopathie namens Dr. Vogelsang, der inzwischen in einer ganzen Reihe einschlägiger Internet-Foren bekannt ist wie ein bunter Hund. Seine Beiträge sind dermaßen irre, dass sogar der braunschillernde Verschwörungs-Guru Jo Conrad kalte Füße bekam und ihn aus seinem „Freigeist-Forum“ ausgesperrt hat. Ich habe Dr. Vogelsangs Einfälle eine Zeit lang mit dem Nick Dr. Meisenpiep kritisch begleitet. Der Fall Dr. Vogelsang ist der verantwortlichen Ärztekammer sowie der zuständigen Bezirksregierung bekannt. Er darf immer noch praktizieren.
 

 

Disclaimer

sind Kappes. Siehe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Disclaimer
[*/quote*]
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Carlo Wugen

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #14 on: March 07, 2017, 11:39:46 PM »

* Email gebe ich nicht an.

* Kontaktformular erübrigt sich.

* Das Gästebuch wurde deaktiviert!


Fertig.
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ama

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Re: Archiv des Dr. Meisenpiep
« Reply #15 on: March 08, 2017, 05:47:30 PM »

Fertig? Nein, da fehlt noch etwas!

http://web.archive.org/web/*/http://meisenpiep.beepworld.de/*

Kryon-Kult und Kronach!


http://web.archive.org/web/20090324050445/http://www.meisenpiep.beepworld.de/kryon-kult.htm

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http://www.meisenpiep.beepworld.de/kryon-kult.htm

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KRYON-Kult
 
 
Eine gefährliche Psycho-Sekte der Neuen Zeit
 
 
 
Bei den bisherigen Grenzenlos-Messen waren auch Vertreter sogenannter „Kryonschulen“ mit ihren Info- und Verkaufsständen präsent. Dies waren die Aussteller Karin O´Shana Kandziora und Ilona Majana Zimmer:
http://www.kryonschule-gruenberg.de/html/main.html
Auch bei anderen Esoterik-Messen treten Propagandisten des Kryon-Kultes regelmäßig in Erscheinung. Was steckt dahinter?
 
Kryon ist ein angebliches Geistwesen, erfunden von dem us-amerikanischen Esoterik-Autor Lee Carroll:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Carroll
Carroll gibt sich als Medium dieses Geistwesens aus und behauptet, die von ihm verfassten „Durchgaben“ von diesem Wesen als „Channeling“ (frei übersetzt „Kanal sein“) empfangen zu haben. Liest man sich diese Texte mal mit normalem, gesundem Menschenverstand durch, kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass der Autor dabei den Kanal ziemlich voll gehabt haben muss. Die AGPF hat es so zusammengefasst: Es ist ein Geschäft mit der Angst und mit der Hoffnung:
http://www.agpf.de/Kryon
Hier kommt die in Licht und Liebe verpackte Menschverachtung des Kryon-Kultes sehr deutlich zum Vorschein. Da hat „Lady Gaia“ (esoterisches Synonym für Mutter Erde) bei ihrem Reinigungsprozess mittels des Tsunami am 26. Dezember 2004 Tausende hinweggespült; und die Opfer haben sich dazu auch noch aufgrund ihrer karmischen Verstrickungen alle dort zum richtigen Zeitpunkt und an den richtigen Orten versammelt. Das Ganze liest sich, als kämen sie direkt aus einer Gummizelle.
 
Aber das scheint genau das Richtige zu sein für Leute, denen man vermutlich jeden nur erdenklichen Bären aufbinden kann. Kryon ist derzeit der Renner in der Esoterik-Szene. Hinzu kommt noch, dass Lee Corroll ebenso die unsägliche Geschichte von den Indigo-Kindern in die Welt gesetzt hat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Indigo-Kinder
Damit bedient Carroll die egozentrischen Phantasien spinnerter Esoterik-Mütter, die in ihrem Überheblichkeits-Wahn nicht davor zurückschrecken, ihre Kinder zum Ausleben ihrer wirren Weltsicht zu missbrauchen:
http://www.agpf.de/Indigo-Kinder.htm
 
Solchen Müttern macht es auch nichts aus, wenn Carroll über Kryon den grausamen Sexualmord an einem kleinen Mädchen auf kryonische Art rechtfertig. Bitte lesen sie selbst nach. Ab Seite 8 beginnt die Geschichte von der kleinen Sally:
http://kryon-online.de/270703.pdf
Sally hatte also einen „karmischen“ Vertrag mit seinem Peiniger und Mörder und hat sich mit ihm sozusagen verabredet. So etwas ist ungeheuerlich. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Kinderschänder ein Kind umbringt und sich auf so etwas beruft. Nach diesem Konzept kann man jede Schweinerei auf der Welt schönreden.
 
Durch die Bücher Carrolls entstand weltweit eine unkritische Gemeinde von Kryon-Anhängern, die sich mehr und mehr zu einer gefährlichen Psycho-Sekte verdichtet. Es gibt noch viele Texte mehr von diesem angeblichen engelhaften Energiewesen namens Kryon, die diese Gefahr erkennen lassen. Eine Zusammenstellung wird noch erarbeitet.
 
Der Kryon-Kult ist auf dem Vormarsch. „Kryonschulen“ entstehen überall in Deutschland. Hier werden die Kreationen aus der Geisterküche Carrolls verfüttert. Hier werden Leichtgläubige in einem sogenannten „Lichtkörperprozess“ gegen dickes Geld zu Übermenschen gemacht, die dann über interdimensionale Fähigkeiten und Energien verfügen sollen, quasi unabhängig von Raum und Zeit sogar schwere Krankheiten rückgängig machen können.
 
Mit pseudowissenschaftlicher Phraseologie wird versucht ein Weltbild zu vermitteln, welches die Naturgesetze ignoriert und somit esoterischen Vorstellungen nicht nur Berechtigung, sondern auch Anspruch auf Wahrheit aus „wissenschaftlicher“ Sicht verleihen soll. Ja, es gibt sie wirklich: Leute, die für so etwas viel Geld ausgeben. Wir kennen dieses Phänomen schon von Scientology. Und das wird auch inzwischen offiziell als gefährlich eingestuft. Nur bei anderen, ähnlich gelagerten Entwicklungen schlafen die Verantwortlichen noch.
 
So gelingt es den Propagandisten Kryons immer wieder größere Veranstaltungen in renommierten Räumlichkeiten durchzuführen und sich damit das Mäntelchen der Seriosität umzuhängen. 2005 fand ein solcher Kryon-Event im Audimax der Universität Hamburg statt. Als ich die Uni-Leitung über die Hintergründe informierte, viel man dort aus allen Wolken. Aber es war aus rechtlichen Gründen nicht mehr möglich, den Mietvertrag mit dem Veranstalter, einer Hamburger Esoterik-Buchhandlung, zu stornieren.
 
Nun soll am 11. und 12. April dieses Jahres ein großer internationaler Kryon-Kongress im Konzerthaus in Freiburg stattfinden:
http://www.wrage.de/live/index.php?id=1769
Veranstalter ist wieder die Buchhandlung Wrage aus Hamburg. Freiburg im Breisgau gilt ja schon seit Jahrzehnten als heimliche deutsche Hauptstadt der Paranormalitäten. Aber man sollte mal versuchen, ob die politisch Verantwortlichen bei der Stadt Freiburg nicht davon überzeugt werden können, dass nun das Maß voll ist. Das Konzerthaus gehört nämlich einer Gesellschaft, die sich im Eigentum der Stadt Freiburg befindet, und der Oberbürgermeister ist gleichzeitig der Aufsichtsratsvorsitzende dieser Gesellschaft.
 
Mehr dazu fortlaufend auf dieser Seite.

 
01. März 2009
 
Wegen des Kryon-Kongresses habe ich heute einen Offenen Brief an den Freiburger Oberbürgermeister geschrieben. Den Text kann man bei nachrichten.com lesen:
 
http://tinyurl.com/c3ydt8
 
Der Brief ging per eMail als Kopie an alle Freiburger Stadtratsfraktionen sowie an die örtliche Presse und das Uni-Radio.
 
 
03. März 2009
 
Heute Telefon-Interview bei Uniradio Freiburg, echo-fm 88,4
 
17.40 Uhr + 7 Min.
 
http://rs1.ruf.uni-freiburg.de:8080/urhtml/2009-03-03.html
 
16:59:59 – 17:59:59 anklicken.
 
Aber Gnade, es war nicht gerade eine Sternstunde Meisenpiep’scher Rhetorik.
 
 

Nachtrag 12.03.2009
 
Aus aktuellem Anlass ein Nachtrag zu meinem Offenen Brief vom 1. März an Oberbürgermeister Dr. Salomon wegen der Psycho-Sekte Kryon:
 
„2009 gibt es das Potential für eine größere Veränderung in einem Land, das ich nicht benennen werde, aber es wird von den jungen Leuten dieses Landes verursacht werden. Jene, von denen ihr glaubt, dass sie niemals auch nur Anteil nehmen, werden sich erheben und einen Unterschied bewirken. Achtet darauf und wenn ihr es seht, dann schaut nicht auf diese Nachricht und sagt: "Das ist schlecht." Schaut nicht auf die Nachricht und sagt: "Schaut euch die [vielen] Toten an." Beachtet die Nachrichten nicht und blickt nicht auf das Drama. Ich möchte euch sagen, dass es jene gibt, die nur darum auf diesen Planeten gekommen sind, damit sie ein Teil genau dieses Geschehens sein können! Es gibt jene, die auf diesen Planeten gekommen sind, nur um Teil davon zu sein und wieder nach Hause zu gehen, um dann zurück zu kommen und noch Größeres zu vollbringen! Ich möchte euch mitteilen, dass der große Perspektive hiervon viel größer ist, als ihr denkt.“
Quelle:
http://www.kryon.de/leecarroll/channelings2008/5310129b110934e05.htm
 
Auf ihrer Internet-Seite „Veranstaltungskalender“ macht die Stadt Freiburg immer noch Werbung für die „Internationalen Kryon-Konferenz“:
http://www.freiburg.de/servlet/PB/menu/1174016/Kategorien.html?tcp=2&verkat=3352
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http://web.archive.org/web/20090324050724/http://www.meisenpiep.beepworld.de/kronach.htm

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GNM – Germanische Neue Medizin – in Kronach
 
 
 
Das Propagandasystem Pilhar
 
 
Durch Vortragsveranstaltungen von Helmut Pilhar beim Regentreff, dem niederbayerischen Mekka braunschillernder Verschwörungstheoretiker (siehe dazu den Artikel von Frank Schmidt
http://www.krr-faq.net/regen.php )
war mir die „Neue Medizin“ (damals noch ohne „Germanisch“) des ehemaligen Arztes Ryke Geerd Hamer nicht mehr ganz unbekannt. Mehr über diese Verschwörungsszene steht auf meiner anderen Homepage unter:
http://kosmopolis2100.npage.de/weltverschwoerung_15788977.html
Die hirnverbrannten Theorien dieser pseudomedizinischen Irrlehre fügten sich harmonisch in das Bild des Regentreffs. Hamer galt in den Kreisen bereits als der Größte Germanische Medizinmann aller Zeiten.
 
Im Herbst 2005 bracht Radio Berlin-Bandenburg einen Filmbericht über die Germanische Neue Medizin, in dem eindringlich vor den davon ausgehenden Gefahren gewarnt wurde. Diesen Bericht nahm ich zum Anlass, die Aktivitäten der Hamer-Jünger etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Es stellte sich heraus, dass der Elektroingenieur Helmut Pilhar, ohne Zweifel der Stellvertreter Hamers, im Laufe der Jahre in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein Propaganda-Netzwerk von über 100 sogenannten Hamer-Stammtischen aufgebaut hatte. Pilhar selbst war fast ständig in Sachen GNM unterwegs und hielt Vorträge und veranstaltete Seminare. Von den Einnahmen aus den Veranstaltungen und dem Verkauf von GNM-Schriften bestritt er den Lebensunterhalt für sich uns seine Familie.
 
Bereits im Juni 2005 warnte die Deutsche Krebsgesellschaft vor der GNM. In einer gutachterlichen Stellungnahme hieß es abschließend:
„Bei der sog. „Germanischen Neuen Medizin“ von Herrn Hamer handelt es sich um ein in der Biographie und Träumen von Herrn Hamer begründetes Theorem ohne jede wissenschaftliche oder empirische Begründung. Im Gegenteil, nach heutigem Erkenntnisstand ist die zugrundliegende Grundhypothese widerlegt.
Es sind mehrere Todesfälle von Menschen, die seiner Theorie vertrauten, gut belegt, die unter schulmedizinischer Behandlung eine realistische Heilungschance besessen hätten. Deshalb ist die „Germanische Neue Medizin“ mit allem Nachdruck als einerseits absurd, andererseits aber bewiesenermaßen gefährlich zurückzuweisen. Ihrer Verbreitung muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln – juristisch und auf dem Wege der Aufklärung – Einhalt geboten werden. Eine Plattform zur Selbstdarstellung darf ihm und seinen Anhängern nicht geboten werden.“
Quelle: http://www.krebsgesellschaft.de/pressemeldung_detail,895,,16104,detail.html
 
Von nun an machte ich mich an die Arbeit, zunächst an allen Orten, an denen Veranstaltungen mit Pilhar geplant waren, auf die Hintergründe aufmerksam zu machen. Ich informierte die Raumvermieter, die zuständigen Gesundheitsämter sowie die örtliche Presse. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Aber immerhin konnte jede dritte Veranstaltung mit Helmut Pilhar gekippt werden, weil die Vermieter ihre Raumvergabe zurückzogen. Es gab auch eine ganze Reihe Presseberichte und in Basel brachte das lokale Fernsehen mehrere Beiträge darüber. Parallel dazu nahm ich mir die Treffpunkte der Hamer-Stammtische vor. Es war interessant, wo sich diese Leute überall schon eingeschlichen hatten, z.B. in kirchlichen oder kommunalen Gemeindehäusern, auch bei der Caritas in Hoyerswerda, mit der Tarnung einer „Selbsthilfegruppe Zivilisationskrankheiten“. Die Pilhar-Vorträge fanden oftmals an solchen Orten statt, z.B. bei der Volkshochschule in Wasserburg. Es lag meistens daran, dass sich die Verantwortlichen für die Raumvergabe nur ungenügend oder gar nicht über den Referenten informiert hatten. Aber damit war jetzt Schluss. Es sollte niemand mehr sagen können, er hätte von nichts gewusst.
 
Die Offenlegung der tatsächlichen Hintergründe der „medizinischen Vorträge“ war dem Elektroingenieur wohl dermaßen unangenehm, dass er fortan keine genauen Angaben über die Veranstaltungsorte auf seiner Homepage mehr veröffentlichte und alle Daten über die Hamer-Stammtische löschte. Trotzdem konnten noch viele weitere Veranstaltungen und Treffs aufgedeckt werden. Gerade diese Geheimnistuerei weckte das Interesse der Zeitungsredakteure vor Ort. Eine kleine Auswahl:
 
Nürnberger Nachrichten
http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=421606&kat=27&man=14
 
Hamburger Morgenpost
http://archiv.mopo.de/archiv/2006/20060207/hamburg/politik/hamer_hat_sie_auf_dem_gewissen.html
http://archiv.mopo.de/archiv/2006/20060208/hamburg/panorama/experten_warnen_vor_der_todes_sekte.html
 
Wiesbadener Tagblatt
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2318225
 
Die meisten Presseberichte sind allerdings nicht mehr im Internet verfügbar, es sei denn, Helmut Pilhar hat sie auf seine Homepage kopiert.
 
Aufgrund meiner Aufklärungsaktionen gab es eine ganze Reihe von Belästigungen seitens von Anhängern der GNM, per eMail und Telefon sowie anonymen Briefsendungen. Pilhar sah sich auch persönlich dazu genötigt, zwischen zwei Vortragsterminen an meiner Haustür zu klingeln. Er wollte mich doch glatt dazu überreden, für die GNM, anstatt gegen sie zu arbeiten. Ich machte ihm klar, dass ich über medizinische Themen mit meinem Arzt sprechen würde, der seinen Beruf an einer Hochschule erlernt hat und nicht bei einem Hamer-Stammtisch. Als ich Pilhar Vorhaltungen machte, weil er die antisemitischen Ausfälle seines Chefs unterstütze, fotografierte er noch mit seinem Handy mein Haus und machte sich von dannen. Die Belästigungen nahmen danach für kurze Zeit deutlich zu, hörten dann aber ganz auf, da man wohl merkte, dass man mich mit solchen Spielchen nicht irritieren kann.
 
 
 
Der Fall Kronach
 
 
Auch in Kronach war für den 30. November 2005 ein Pilhar-Vortrag angekündigt. Ich möchte den Fall Kronach hier stellvertretend für alle anderen Fälle vortragen. Dies besonders auch deshalb, um aufzuzeigen, dass eine konsequente Aufklärungsarbeit noch nach Jahren Früchte tragen kann.
 
Die Wirtin des Kronacher Veranstaltungslokals hatte ich ausführlich über die Hintergründe der GNM informiert, aber sie schien sich nicht allzu viel darum zu kümmern. Es war überhaupt bei den Aktionen festzustellen, dass gegenüber den Gastwirten im Norden, die durchweg die Germanen-Quacksalber mit ihren Stammtischen kurzerhand vor die Tür setzten, die Wirte im Süden, ganz besonders in Bayern, sich mehrheitlich einen Dreck darum scherten, wer sich bei ihnen einnistet. Da hätte selbst der Ku-Klux-Klan kaum Schwierigkeiten, ein Stammlokal zu finden. Ich schrieb dann noch einen offenen Brief an die Wirtin, mit großflächiger Verbreitung. Der Fränkische Tag brachte den Brief und Pilhar hat ihn heute noch auf seiner Homepage:
http://www.pilhar.com/News/Presse/2005/20051129_FraenkischerTag_NichtMitschuldig.htm
 
Die Veranstaltung fand statt und die örtliche Presse berichtet außerordentlich positiv darüber, als wenn diese Reporter nicht dazu in der Lage gewesen wären, sich etwas genauer über die GNM zu unterrichten. Keine kritisches Hinterfragen, obwohl ich im Vorfeld genügend Stoff dazu geliefert hatte. Pilhar hat die Artikel noch auf seiner Seite:
http://www.pilhar.com/News/Presse/2005/20051202_NeuePresse_VortragKronach.htm
http://www.pilhar.com/News/Presse/2005/20051202_FraenkischerTag_VortragKronach.htm
 
Der Fränkische Tag setzte noch einen oben drauf, in dem er einen Leserbrief des Wortführers der Kronacher GNM-Zelle abdruckte:
http://www.pilhar.com/News/Presse/2005/20051205_FraenkischerTag_Leserbrief.htm
Es kam dann im Laufe des Jahres 2006 noch toller:
Am 10. August brachte dere Fränkische Tag einen Artikel mit der Überschrift „Waren Kronacher zu Besuch bei einem Scharlatan?“.

Was das Fragezeichen in der Überschrift sollte, war unklar, denn dass die Kronacher bei dem Seminar in Malaga gewesen waren, belegte ein Foto, und dass Hamer keine Scharlatan sein kann, suggerierte der anschließende Artikel. Da wurde auch nichts hinterfragt, so wie es ordentliches journalistisches Handwerk gewesen wäre. Der Artikel war ein einziges Propaganda-Pamphlet für die Germanischen Neuen Medizin.

In dem Artikel wurde der Fall Olivia Pilhar angesprochen. War das alles, was dazu zu sagen wäre? Keine einzige der angeblichen Heilungen durch die GNM ist belegt, aber es gibt inzwischen mehr als genug Opfer der GNM. Olivia Pilhar wurde gegen den Willen ihrer Eltern operiert, weshalb sie noch lebt. Ihre Eltern, verblendete Sektierer oder eiskalte Geschäftsleute - man weiß es nicht - , wollen das heute noch nicht wahr haben.

Die Fakten lagen beim Fränkischen Tag bereits auf dem Tisch. Und noch was: Die Darmkrebsrate soll im Raum Kronach überdurchschnittlich hoch sein. Dann ist die GNM da ja genau richtig am Platz. Was die GNM an Humbug zum Thema Darmkrebs zu bieten hat, kann man bei Pilhar nachlesen:
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Sonderpr/Darmkrebs.htm
War es der Redaktion vom Fränkischen Tag nicht möglich entsprechend zu recherchieren und diese Seite aufzuspüren? Wäre es ihr nicht möglich gewesen, dazu einen kompetenten Arzt zu befragen? Wenn das der Fränkische Tag sein soll, dann gute Nacht.

Darmkrebs ist eine der wenigen Krebsarten, die heute heilbar sind. Früherkennung heißt hier das Zauberwort. Was Anhänger der GNM von Früherkennung und von ordentlicher wissenschaftlicher Forschung in diese Richtung halten, kann man z.B. hier nachlesen:
http://www.pilhar.com/News/Presse/2004/200402_Krebszellen_im_Blut.htm
Wenn man die Diskussionen in den einschlägigen, von GNM-Anhängern besetzten Internet-Foren verfolgt, dann erkennt man schnell, dass Maßnahmen der Krebs-Früherkennung in diesen Kreisen geradezu verpönt sind und lächerlich gemacht werden.

Und so eine Gruppe bestand schon als GNM-Studienkreis in Kronach, wie auch in anderen Orten in Franken. Durch die Machenschaften solcher Cliquen besteht die latente Gefahr, dass krebskranke Patienten, die durch die moderne Medizin eine reelle Chance zur Heilung und zum Überleben hätten, in die Fänge dieser Scharlatan-Sekte geraten. Die Zeitbombe tickt … und der Fränkische Tag hat nicht gerade dazu beigetragen, sie zu entschärfen.

Ich hatte mich natürlich sofort bitterböse bei der Redaktion beschwert. Pilhar musste dann den Artikel auf Verlangen vom Fränkischen Tag von seiner Homepage löschen. Verständlich, dass er sich darüber ärgerte:
http://www.pilhar.com/Olivia/Korrespo/2006/20060824_Pilhar_an_FraenkischerTag.htm
Bezeichnend für Pilhar war seine zielstrebige Mutmaßung, der israelische (also der jüdische) Geheimdienst Mossad könnte sich dahinter verbergen. Wie sollte es auch anders sein. Daran konnte man mal wieder sehen, wie Pilhar tickt.
 
 
 
Widerstand in Kronach
 
 
Der Wind hat sich inzwischen gedreht. In Kronach gibt es nun aktiven Widerstand gegen die antisemitische Scharlatan-Sekte Germanische Neue Medizin, die dort offensichtlich noch einiges vor hatte. Das Bayerische Fernsehen brachte einen Filmbericht darüber:
http://tinyurl.com/ceaokq
Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/856383/664/2772411/Stammtisch-fuer-Scharlatane.html
 
Auch die Neue Presse berichtet ausführlich über die Entwicklung, und diesmal etwas anders. Hier die Artikel chronologisch geordnet:
03.03.2009 – Front gegen „braune Wunderheiler“
http://www.np-coburg.de/nachrichten/lokal/kronach/art2396,920133
05.03.2009 – „Wir wollen hier nichts, als in Ruhe leben“
http://www.np-coburg.de/nachrichten/regional/frankenbayern/art2592,920868
19.03.2009 – Skandal in Kronacher Synagoge
http://www.np-coburg.de/nachrichten/regional/frankenbayern/art2592,926015
19.03.2009 – „GNM ist Produkt einer Allmachtsfantasie“
http://www.np-coburg.de/nachrichten/lokal/kronach/art2396,926014
 
Den Vortrag in der Kronacher Synagoge kann man auch hier anhören:
http://www.bayern-evangelisch.de/www/swf/podcastplayer/index.php?rubrik=9&titelid=117
 

 
Dafür, dass sich Dirk Vitz, der bisherige Hauptakteur der Kronacher GNM-Anhänger, öffentlich vom Antisemitismus Hamers distanziert (als wenn er das gerade erst gemerkt hätte und erstaunt darüber sei), wurde er postwendend von Hamer exkommuniziert:
http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/2009/20090314_Hamer_an_Vitz.htm
So ist er, der Größe Germanische Medizinmann aller Zeiten und Entdecker der Fünf Eisernen Regeln des Krebses. Er behauptet fortlaufen, die Juden würden verhindern, dass seine geniale Entdeckung nicht allen Menschen zugute käme, weil sie sie erstens nur für sich behalten wollten und zweitens alle anderen gefälligst an der Schulmedizin verrecken sollten. Das soll dann kein Antisemitismus sein. Es ist aber doch Volksverhetzung pur. Und genau in das gleiche Horn bläst Pilhar, wenn er jetzt sein skandalöses Auftreten in der Kronacher Synagoge auf seine Art darstellt:
http://www.pilhar.com/Olivia/Korrespo/2009/20090319_Pilhar_BerichtKronach.htm
 
Inzwischen haben sich schon viele Anhänger der GNM von Hamer abgewandt bzw. wurden von ihm verstoßen, weil sie seiner antisemitischen Pöbeleien überdrüssig wurde. Aber es ist eine Illusionen dieser Leute wenn sie meinen, den einen Irrsinn von dem anderen trennen zu können. Hamer ist und bleibt ein Scharlatan und seine Germanische Neue Medizin ist und bleibt pseudomedizinischer Schwachsinn. Wer heute ernsthaft verlangt, dass man diesen Schwachsinn wissenschaftlich verifizieren soll, der kann genauso gut die Rehabilitierung des Osterhasen verlangen und dafür auf die Barrikaden, dass man seine schändliche Benachteiligung gegenüber dem Weihnachtsmann revidiert.
 
Aber die GNM bzw. Fragmente von ihr tauchen nun überall in der so genannten Alternativmedizin auf. Es werden dann ganz einfach andere Begriffe dafür kreiert. Ohne Hamer kann man sie bedenkenlos und unauffällig in die Reihe der bereits bekannten Quacksalbereien wie Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin, Anthroposophische Medizin – also die merkwürdigsten Auswüchse so genannten Alten Wissens und obskurer Sektenlehren – und vielen anderen Erfindungen findiger Scharlatane einreihen. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind dazu prädestiniert, Kranke von Diagnosen und Therapien durch die moderne Medizin abzuhalten und stellen von daher stets eine Gefahr für Leib oder Leben der Patienten dar.
 
 
Richard Maxheim
 
 
Dieser Artikel wurde auch bei nachrichten.com veröffentlicht: http://tinyurl.com/dlmmz6
 
 

Samstag, den 21. März 2009, 19.40 Uhr
 
Anonymer Anruf.
Eine hörbar erregte Männerstimme:

„Maxheim, bei dir hilft nur noch ein Kopfschuss, und der wird demnächst erfolgen.“

Ist das nicht entzückend?
Ich möchte hiermit alle durchgeknallten Hamer-Freaks, die sich mit mir körperlich anlegen möchten, herzlich dazu einladen, bei mir zu klingeln und sich kostenlos den Staub aus der Jacke klopfen zu lassen.
Also, wie kommt der Heini eigentlich dazu, mich einfach zu duzen? Manieren haben diese Holzköpfe, unglaublich.
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