TG-1 * Transgallaxys Forum 1

Pages: [1]

Author Topic: 12.000 Blogs mit Werbung, die wie Inhalt aussieht.  (Read 519 times)

NoRPthun

  • Jr. Member
  • *
  • Posts: 152
12.000 Blogs mit Werbung, die wie Inhalt aussieht.
« on: March 20, 2017, 09:01:49 PM »

"12.000 Blogs mit Werbung, die wie Inhalt aussieht." Wie bitte!? 12000! Dabei ist das nur ein Fall von vielen und auch kein besonders großer. Die privaten Blogs werden unter der Hand zwangsenteignet. Die Betreiber der Blogs sind zwar noch im Impressum als Betreiber angegeben, aber der eigentliche Inhalt ist Reklame. Damit die Reklame wirkt, wird sie als private Meinung getarnt. Würde die Leser wissen, wer den Müll wirklich geschrieben hat, sie würden das Kotzen kriegen.

Meldung von heute:

[*quote*]
Ströer kauft Native-Advertising-Vermarkter Seeding Alliance.
von Jens Twiehaus20. Mrz. 2017, 19:07
Ströer shoppt sich größer im digitalen Werbegeschäft und schluckt den Native-Advertising-Vermarkter Seeding Alliance. Die Kölner Firma bespielt 12.000 Blogs mit Werbung, die wie Inhalt aussieht. Die Gründer Coskun Tuna und Cevahir Ejder behalten einen Anteil und bleiben als Geschäftsführer.
horizont.net
[*/quote*]

Lesebefehl!
http://www.turi2.de/aktuell/stroeer-kauft-native-advertising-vermarkter-seeding-alliance/

Da ist der Link zum Artikel von "Horizont". Horizont ist offiziell ein Medium. Wie viele andere auch. Aber wieviele von den offiziellen Medien sind inzwischen ebenfalls mit getürkten Artikeln vollgestopft, die nach Artikel aussehen, aber getarnte Reklame sind? Alle "Diskussionen" in den Medien sind für die Katz. "Native Advertising" ist heute überall drin. Man bescheißt die Leser nach Strich und Faden.

Nachdem die offiziellen Medien als  Müllverbreiter bei den Bürgern starken Brechreiz auslösen, sind seit geraumer Zeit die privaten Websites im Visier der Reklamemafia.


Wie die Reklamemafia die privaten Blogbetreiber einsacken will, sieht man an einem Beispiel, das Aribert Deckers im Januar 2017 veröffentlicht hat. In seinem Blog.


http://ariplex.com/folia/archives/1733.htm

[*quote*]
Warnung: Ein Eliza-Bot zur Ausbeutung von Krebskranken
Sunday 22 January 2017 @ 5:01 pm

Die Dreistigkeit der SEO-Trickser und Reklamewerfer kennt keine Grenzen. Da kommt – aus heiterem Himmel – eine Email mit einer Anfrage, ob der Reklamewerfer denn bitte auf der Domain http://www.healbreastcancerawards.org Reklame werfen dürfe.

Wie bitte!? Auf http://www.healbreastcancerawards.org?

Wer die Site http://www.healbreastcancerawards.org ansieht, wird sich zu recht fragen, welche Reklame denn DAZU passen sollte? Es geht in der Site um Verbrecher, die Krebskranke ausbeuten. Es geht um einen Betrug, dessen Opfer weltberühmte Schauspieler sind. Was soll DAZU passen? Die Sache stinkt.

Deswegen die knappe Antwort: “Würden Sie das bitte präzisieren.”

Darauf der Reklamewerfer, typisch Eliza-Bot: “redaktionelle artikel passend zu ihrem thema. was würde die veröffentlichung kosten?”

Das ist dreist. Erstens immer noch keine Angabe zum Inhalt und zweitens hat der Betreiber des Bots wohl noch immer nicht gelesen, mit wem er sich anlegt.

Also gut, noch ein Versuch: “Für wen? Haben Sie Muster?”

Auftraggeber, Inhalt und Muster sind bei seriöser Werbung selbstverständlich. Hier allerdings offensichtlich nicht, denn die “Antwort” des Reklamewerfers ist schon wieder Eliza-typisch:

[*quote*]
————————————————————————————–
Wir würden gern redaktionelle Artikel passend zu der Thema Ihrer Webseite auf
ihrer Website veröffentlichen. Dieser Artikel ist ca. 500 Worte lang, mit
Bildern, Backlinks und Mehrwerten für Ihren Leser.
Dieser redaktionelle Artikel soll bitte mindestens 2 Jahre online bleiben. Was
würde es denn kosten?

————————————————————————————–
[*/quote*]

Keine Angabe zum Auftraggeber, keine Angabe zum Inhalt, nicht einmal Muster. Gar nichts. Statt dessen … Endlosschleife…

Wer meint, daß er Krebskranke ausbeuten kann, und daß wir ihm dabei auch noch helfen, der sollte sich ganz schnell aus unserer Reichweite bewegen. Und sich nie wieder blicken lassen. Nirgendwo!

.
.

[*quote*]
————————————————————————————–
——– Original Message ——–
Subject: Re: Artikelanfrage für healbreastcancerawards.org
Date: 2017-01-22 05:19
From: Patrick Tomforde {kooperation@performanceliebe.de}
To: deckers […]

Hallo und vielen lieben Dank für die Mail.

Wir würden gern redaktionelle Artikel passend zu der Thema Ihrer Webseite auf
ihrer Website veröffentlichen. Dieser Artikel ist ca. 500 Worte lang, mit
Bildern, Backlinks und Mehrwerten für Ihren Leser.

Dieser redaktionelle Artikel soll bitte mindestens 2 Jahre online bleiben. Was
würde es denn kosten?

Ich freue mich auf Ihr Feedback.

Liebe Grüße.

>
> Aribert Deckers […] hat am 19. Januar 2017 um 14:10
> geschrieben:
>
>
> Für wen? Haben Sie Muster?
>
>
>
>
> On 2017-01-19 05:58, Patrick Tomforde wrote:
> > redaktionelle artikel passend zu ihrem thema. was würde die
> > veröffentlichung kosten?
> >
> >>
> >> Aribert Deckers […] hat am 18. Januar 2017 um 17:15 geschrieben:
> >>
> >>
> >> Würden Sie das bitte präzisieren.
> >>
> >> Danke
> >>
> >>
> >> On 2017-01-18 07:59, Patrick Tomforde wrote:
> >> > Hallo Aribert Deckers,
> >> >
> >> > für meine Kunden suche ich hochwertige Artikelplätze mit thematischem
> >> > Bezug. Ein konkretes Interesse meines Kunden auf Ihrer Seite zu buchen
> >> > besteht bereits. So bin ich auf Ihre Seite aufmerksam geworden. Ich
> >> > würde gern bei Ihnen einen thematisch passenden Artikel buchen.
> >> >
> >> > Ich liefere Ihnen gern einen sehr hochwertigen und professionell
> >> > geschriebenen Text, welcher von meiner hauptberuflichen Redakteurin
> >> > aufwendig recherchiert und getextet wird. Alternativ können Sie aber
> >> > auch gern den Text verfassen. Der Text sollte mindestens 2 Jahre
> >> > online bleiben.
> >> >
> >> > Bieten Sie so etwas an? Können Sie mir bitte ein Beispiel und Ihren
> >> > Preis mailen?
> >> > Haben Sie evtl. noch weitere Seiten, auf denen so etwas möglich ist?
> >> >
> >> > Ich danke Ihnen für Ihr Feedback.
> >> >
> >> >
> >> > Patrick Tomforde
> >> > Berliner Str. 68
> >> > 21614 Buxtehude
> >> >
> >> [http://www.performanceliebe.de/](http://www.performanceliebe.de/)
> >> > XING: [Patrick
> >> Tomforde](https://www.xing.com/profile/Patrick_Tomforde)
————————————————————————————–
[*/quote*]

 Comments Off on Warnung: Ein Eliza-Bot zur Ausbeutung von Krebskranken   - Posted in "tief unterhalb der mentalen Nulllinie..." by Putnam Groove 
[*/quote*]


"Native Advertising" bei Krebskranken. Selbst vor Krebskranken macht die Reklamemafia nicht Halt...

"tief unterhalb der mentalen Nulllinie..." So viel Zurückhaltung in der Wahl meiner Worte hätte ich nicht, wenn mir so eine Reklameschleuder ins Visier käme...
Logged

Omegafant

  • Boltbender
  • Jr. Member
  • *
  • Posts: 622
Wie Google den Herdentrieb radikal radikalisiert
« Reply #1 on: April 09, 2017, 01:48:16 PM »

Erst mal die Meldung. Laut Gerichtsentscheidung gegen Hadmut Danisch sollte man die Zitate ungekürzt bringen, sonst droht Ungemach. Also erst mal ungekürzt, als Ganzes. Zu Befehl, Herr Gerichtspräsident!

Blog-Meldung von Google vom 6.4.2017:

https://youtube-creators.googleblog.com/2017/04/introducing-expanded-youtube-partner.html

[*quote*]
Creator Blog

Introducing Expanded YouTube Partner Program Safeguards to Protect Creators

Thursday, April 6, 2017
For millions of creators, making videos on YouTube isn’t just a creative outlet, it’s a source of income.

We set up the YouTube Partner Program (YPP) in 2007.

Today, more creators are making a living on YouTube than ever before.

However, with this growth we’ve started seeing cases of abuse where great, original content is re-uploaded by others who try to earn revenue from it.

To help protect creator revenue, we recently made it easy for anyone to report an impersonating channel.

To date, this change has helped us terminate hundreds of thousands of channels violating our policies.

Now, we're taking another step to protect creators by updating the thresholds required to join the YouTube Partner Program.

Starting today, we will no longer serve ads on YPP videos until the channel reaches 10k lifetime views.

This new threshold gives us enough information to determine the validity of a channel.

It also allows us to confirm if a channel is following our community guidelines and advertiser policies.

By keeping the threshold to 10k views, we also ensure that there will be minimal impact on our aspiring creators.

And, of course, any revenue earned on channels with under 10k views up until today will not be impacted.

In a few weeks, we’ll also be adding a review process for new creators who apply to be in the YouTube Partner Program.

After a creator hits 10k lifetime views on their channel, we’ll review their activity against our policies.

If everything looks good, we’ll bring this channel into YPP and begin serving ads against their content.

Together these new thresholds will help ensure revenue only flows to creators who are playing by the rules.

If you’re a new creator who’s just started building your channel, our YouTube Creator Academy has tips on making great original content and growing your audience to help you get to 10,000 views and beyond.

Once you’ve applied for YPP, you can check your application status in the Channel tab in Creator Studio, under Monetization.

We want creators of all sizes to find opportunity on YouTube, and we believe this new application process will help ensure creator revenue continues to grow and end up in the right hands.

Ariel Bardin, VP of Product Management
[*/quote*]


"Together these new thresholds will help ensure revenue only flows to creators who are playing by the rules." Das ist ein sehr zweischneidiger Satz. Um nicht zu sagen, es ist ein verlogenes Ablenkungsmanöver.

Google behauptet, es würden neue Methoden eingeführt um sicherzustellen, daß Geld nur an jene bezahlt wird, die sich an die Regeln halten.

Welche Regeln!?

Google behauptet indirekt, daß alle mit weniger als 10.000 Views sich nicht an die Regeln halten. ALLE mit weniger als 10.000 Views gehen jetzt leer aus.

Buchhalterisch betrachtet ist das Grundrauschen bei den Millionen YouTube-Accounts in der Summe gigantisch. Wieviel vom Gesamtbetrieb macht es aus? 50 Prozent? 80 Prozent?

Die Zahl der Accounts mit mehr als 10.000 Views ist viel kleiner als man denkt. Für Google bedeutet die Zahlungsverweigerung an die kleinen Accounts eine erhebliche Ersparnis an Geld. Außerdem wird der riesige Verwaltungsoverhead, der bisher zur Verwaltung aller Accounts betrieben wurde, schlagartig kleiner und kostet weniger Rechenleistung, und damit viel weniger Geld. Für Google bedeutet es weniger Geld zur Verwaltung und zum Auszahlen.

Die nicht gezeigten Reklamevideos hätten Google Geld eingebracht. Aber wieviel im Verhältnis zum Aufwand?

Fassen wir zusammen:

1. Das Grundrauschen wird abgeschnitten.
2. Keine Auszahlung mehr für Grundrauschen.
3. Keine Verwaltungskosten mehr für Grundrauschen.
4. Keine Werbeeinnahmen mehr für Grundrauschen.

Der vierte Punkt trifft Google da, wo es weh tut: beim Geld. Aber es gibt einen anderen Grund, der noch viel mehr weh tat: Reklamekunden haben ihre Aufträge zurückgezogen, weil sie ihre Reklame nicht in Verbindung gebracht sehen wollten mit Radikalen und/oder Vollidioten. Das ging kürzlich durch die Medien, hauptsächlich wegen des Boycotts gegen Breitbart.

Um nicht noch mehr Geld zu verlieren, war Google zum Handeln gezwungen. Aber der Schuß ging in den Geldbeutel. Und er kann noch viel härter ausfallen.

Was kotzt die Surfer bei YouTube an? Richtig, die Reklamevideos! Sind die weg, kann man in aller Ruhe die hochgeladenen Clips ansehen und wird nicht gestört. Das ist doch endlich die Freiheit, die man will!

Die vielen kleinen Pixelmeier, mit Kamera und Handy unterwegs, können in aller Ruhe ihre Clips schneiden und hochladen und die Surfer können sie in aller Ruhe ansehen.

Wenn Einer tatsächlich die 10.000er Schranke ankratzt, löscht er die Videos und macht einen neuen Account auf. Wieder bei null anfangen heißt: werbefrei!

Gerade wer politisch aktiv ist, wird die neue Freiheit genießen lernen.


Google ist eine Frühform der extremen Demagogie durch falsche Informationsfütterung. Als die Suchmaschine gestartet wurde, stand sie in Konkurrenz zu echten Suchmaschinen, die für den Surfer noch echte Suchen boten: komplizierte Suchformeln waren noch möglich und es gab 1000 Treffer, handlich in 100er Paketen gelistet. Das waren noch Zeiten! Das war noch das echte freie Internet. Doch dann kam Google.

Google gab die Suchergebnisse nicht gemischt heraus, sondern über ein Ranking: Von den Surfern bevorzugte Treffer wurden bei den folgenden Suchen als oberste im Ergebnis ausgeliefert. Nicht mehr die freie Information bestimmte die Ausgabe, sondern knallharte Herdentriebssteuerung. Und die Surfer in ihrer verdammten Blödheit rannten diesem neuen Hitler hinterher. Mehr Surfer hieß mehr Geld für Google, und weniger Geld für die anderen Suchmaschinen, die eine nach der anderen untergingen.

Google ist ein Synonym für Demagogie. Google hat sein Monopol mit Demagogie aufgebaut.

Wird ab jetzt bei YouTube einerseits das breite Rauschen unterdrückt, wird andererseits der Herdentrieb noch weiter angefacht durch die Finanzierung der zugkräftigen Videomacher. Es ist ein Shakeout: Die Schwachen werden rausgeschoben und die Starken werden gefüttert. Noch mehr "virale" Hits, noch mehr Anheizen. Die Todesspirale wird noch steiler.

Höchste Zeit Google den Stecker zu ziehen!



Übrigens: Weniger als 5 Prozent der Surfer des TG-1 kommen über Google. Mehr als 90 Prozent kommen nicht über eine Suchmaschine, sondern direkt zu uns. Dabei haben wir jeden Tage mehrere Tausend Besucher. Der Anteil derer, die länger verweilen und lesen, nimmt ständig zu. Weil es hier echte Recherche gibt und harte, nachprüfbare Fakten.

[Respekt vor der Obrigkeit restauriert, ET]
« Last Edit: April 10, 2017, 12:32:57 AM by el_Typo »
Logged
Get ready for take-off!
Pages: [1]